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Wilden im Wachzustand» Suche nach einer Wachtraum Technik

RE: Wilden im Wachzustand
#91
05.02.2019, 17:14
(29.01.2019, 20:14)ichbinmehr schrieb: Ich hatte wieder eine interessante Erfahrung in der Wach- und Traumwelt ineinander geschmolzen wahren. Ich wache auf und bin irgendwie als Bewusstsein wach und nehme mich selbst schlafend wahr. Manchmal habe ich kurz vor dem Aufwachen kurze Erfahrungen von Gewahrsein.

Im Raum fällt hörbar etwas vom Schrank herunter. Etwas flüchtet schnell. Ich öffne die Augen und schaue aus dem Fenster. Dort fliegt ein Rabe gerade aufs Dach des gegenüberliegenden Hauses. Er schaut mich an. Ich weiß genau, dass der Rabe, das Objekt in meinem Schlafzimmer heruntergeworfen hat. Mein Bewusstseinszustand ist traumlogisch. Ich stehe auf und bin wach.

Logisch betrachtet, ist das natürlich unmöglich, denn der Rabe war ja draußen, und konnte nach logischen Gesetzmässigkeiten den Gegenstand nicht herunter werfen. Im Verbunden Zustand, indem Magie möglich ist, war die Szene jedoch real. Wach- und Traumwelt sind dann nicht von einander getrennt. Es gibt keinen Unterschied zwischen Phantasie und Realität. Auch wenn wir es meist so wahrnehmen (wollen).

Diese Situation ist aus dem Zusstan der verbundenheit entstanden. deshalb war da keine Angst. Wenn ich aber meine Wachrealität verlassen soll, tritt immer Angst auf. Angst bremst mich. Ich akzeptiere das, die Angst mich zur Zeit begrenzen soll. Aber ich frage mich auch, wie ich für die Situation ein Lösung finden kann? Wann find eich eine Lösung? Intuition: In ca 6 Monaten. Jetzt ist noch Traumaheilung dran.

Es ist schwer für mich, diese Vermischung von Möglichkeiten/Realitäten zu akzeptieren. Warum ist das so?
Weil nichts mehr beständig wäre. Das Bedürfnis nach Sicherheit durch Wissen ist dann nicht mehr erfüllt.
Warum verunsichert das mich so? Warum sind Kinder nicht so verunsichert? Sie wissen ja auch nichts über die Welt.
...

Das Problem ist mein Ego. Mein Ego weiß so viel, wie es gar nicht tragen kann. Was habe ich mir da nur eingebrockt.
Manchmal habe ich auch schon gesagt, nimm es mir wieder weg. Ich kann das gar nicht tragen. Und wenn es ganz arg ist, dann läuft es auch so. Dann verliere ich meine Einsicht. So gehe ich zur Zeit damit um. Ich schicke Erkenntnisse, offene Möglichkeitsräume, Angebote von meinem inneren Guru, weg. Nein danke. Es wäre zu viel. Ich kann das nicht integrieren.

...

Das Problem scheint mir ein Konflikt zwischen Intuition und kritischem Verstand, zwischen rechter und linker Hirnhälfte (man verzeihe mir diese modellhafte Vereinfachung) zu sein.
Vermutlich gibt es da einen unbewussten Glaubenssatz, der Dir sagt, dass nur das real und richtig sein kann, was Dein kritischer Verstand für richtig hält. Deine Beobachtung mit dem Raben hat gegen diesen inneren Glaubenssatz verstoßen und solche Verstöße fühlen sich (zumindest bei mir) meist schmerzlich und ärgerlich an.
Ich stehe selbst grad vor einem ähnlichen Thema und versuche den Glaubenssatz durch etwas Besseres zu ersetzen. Wichtig scheint mir dabei zu sein, vorsichtig vorzugehen. Der kritische Verstand ist ohne Zweifel sehr wichtig, um den normalen Alltag bewältigen zu können. Ich habe meinen eigenen Glaubenssatz so angepasst, dass ich mir bewusst werden möchte, wenn Intuition und kritischer Verstand mir unterschiedliche Ergebnisse/Erklärungen/Bewertungen zu einer Sache geben. Ich möchten dann situativ entscheiden, was ich jeweils mit dieser Erkenntnis mache. Bei Deinem Beispiel hätte ich wahrscheinlich dem Raben zugelächelt, ihm Liebe gesendet und ihn mit einem inneren Lächeln gebeten, mich beim nächsten Mal nicht so zu erschrecken. Meinem kritischen Verstand hätte ich gesagt, dass es sicher unschädlich ist, wenn ich hier ganz privat mit diesem Raben telepathisch kommuniziere.
Erkennen=>Annehmen
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RE: Wilden im Wachzustand
#92
11.02.2019, 18:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.02.2019, 18:20 von ichbinmehr.)
Kein Grund zur Sorge. Dennoch danke für deine Anteilnahme an meinem Erlebnissen. Ich gehe eben mit allen Tiefen und aufregenden Erfahrungen mit, springe rein, um zu gucken was drin ist. Das ist oft emotional, ja aber letztlich kein Problem und oft ist es nur eine temporäre Aufregung.
Danke Joshi. blumen

Ver schreibt:

Zitat:Das Problem scheint mir ein Konflikt zwischen Intuition und kritischem Verstand, zwischen rechter und linker Hirnhälfte (man verzeihe mir diese modellhafte Vereinfachung) zu sein.

Ja genau und es liegt am Ego, welches noch meint, eine Kontrolle aufrecht erhalten zu müssen.

Ich habe darüber nachgedacht warum mir die Wissenschaft und das kritische rationale Denken so wichtig ist. Das lag daran, weil ich diese in der Kindheit zur Autorität erkoren hatte, als ich irgendwo mitbekam, dass diese ganz klar sagte, Gewalt gegen Kinder sei schlecht. Ich hoffte über diese intellektuelle Quelle eine Art Autorität zu finden, mit denen ich gegen die persönliche Meinung meiner Eltern ankomme. Das hat natürlich nie funktioniert. Das ist mir kürzlich aufgefallen, als ich einen Konflikt auf der Artbeit hatte und mich aufregte warum meine Kollegen die Situation nicht an Hand fachlicher pädagogischer Argumente lösen. Und dann sah ich plötzlich, dass hinter der Authorität Wissenschaft, im Grunde ein Bedürfnis nach Liebe steht. Hinter meinem Wunsch, dass meine Kollegen sich mehr an der Fachlichkeit orientieren, stand eigentlich der Wunsch, dass sie liebevoller mit den Kindern umgehen. Aber weil liebevoll sein so schwer greifbar und festzumachen ist, habe ich mich immer so stark an die Fachlichkeit gebunden. Außerdem können einige Menschen einfach nicht liebevoll sein, weil sie selbst hungrige verlassene Kinder sind. Was hilft es da, es zu fordern. Als ich das erkannte, fiel diese Authorität Wissenschaft plötzlich von mir ab und somit auch ein Teil meiner Fixierung darauf. Ich erkannte warum ich so einen kritischen Bewusstsein Wahn hatte. biggrin

Das war der Grund warum, mir kritisches Denken so wichtig ist und ich stets unterschieden hatte zwischen rationalen und vernünftigen Erklärungsmodellen und Phantasie, persönliche Meinung, Esoterik und Co. Deshalb habe ich in diesem Forum auch so lange über dieses Thema diskutiert. Ich hatte meinen inneren Kampf zwischen Rationalität und Intuition, bzw Objektiv vs Subjektiv  nach Außen projiziert. Obwohl ich mich sehr stark für die Intuition eingesetzt habe, viele Experimente gemacht habe die meinen Efahrungsraum im Intuitiven Bereich und mein Weltbild erweitert haben, gibt es immer noch einen beharrlichen kritischen Denker in mir, der so seine Probleme mit der magisch- intuitiven Sichtweise hat.


Zitat:Ich habe meinen eigenen Glaubenssatz so angepasst, dass ich mir bewusst werden möchte, wenn Intuition und kritischer Verstand mir unterschiedliche Ergebnisse/Erklärungen/Bewertungen zu einer Sache geben. Ich möchten dann situativ entscheiden, was ich jeweils mit dieser Erkenntnis mache.


Das klingt gut.

Ich glaube, aber es ist in meinem Fall nicht nur der innere Kampf zwischen Rationalität und Intuition, sondern auch der Aspekt der Kontrolle. Also der Anteil in mir, der in jeglicher Situation meint eine Situation kontrollieren zu müssen und dem es schwer fällt einfach loszulassen. Unterscheiden zu müssen zwischen Rational und Intuitiv, ist eine Folge von meinem Kontrollbedürfnis.

Obwohl ich letzte Woche auch einen erfolgreichen Kontrollverlust hatte. Ich war so wütend über meine energetischen Symptome, dass ich entschied, dass es mir nun egal ist, und plötzlich ließ das Ego los, es kontrollieren zu wollen, sich zu kümmern, es zu bedenken, etc.

Ich bin dann aber am nächsten Tag wieder ins Ego eingeklinkt als eine stressige Situation aufkam und sich das Ego wieder verdichtet hatte. Jedenfalls war dieses ein positives Kontrollverlust Erlebnis, welches mich auf Ebene II zog.

Aber diesen Kontrollverlust den konnte ich nicht machen, er ist mir passiert. Und wieder sehe ich daran, es gibt sowieso keine Kontrolle. Im Grunde ist es also Quatsch davor Angst zu haben. Ich hatte noch nie ein Kontrolle über den Grad der Magie in meinem Leben. Und dennoch fühlt es sich emotional eben so an, als müsste ich irgendwie für mich sorgen, dass es nicht zu viel wird.


Zitat:Bei Deinem Beispiel hätte ich wahrscheinlich dem Raben zugelächelt, ihm Liebe gesendet und ihn mit einem inneren Lächeln gebeten, mich beim nächsten Mal nicht so zu erschrecken. Meinem kritischen Verstand hätte ich gesagt, dass es sicher unschädlich ist, wenn ich hier ganz privat mit diesem Raben telepathisch kommuniziere.

Im Fall des Raben war es auch so, dass ich es locker genommen hatte, weil ich schlafend, unbewusst in den magischen Raum gekommen bin, und dann erst aufgewacht bin. Es ist aber anders wenn ich erst rational bin und dann etwas magisches passiert, denn dann müsste ich ja loslassen.

Obwohl ich kleine Ereignisse mittlerweile schon gut verkrafte und Intuitive Hinweise als hilfreich und mittlerweile als Teil von mir empfinde und sie deshalb wohlwollend in mein Leben einbaue. Zb wenn meine Buddha Staue mir sichtlich zunickt oder das Gesicht zu einem breiten Grinsen verzieht, um mich auf etwas hinzuweisen, wenn mein intuitiver Lehrer durch eine Fernsehserie mit mir spricht, wenn wenn ungewöhnliche Synchronizitäten passieren, sich mein Ich Punkt aus dem Körper bewegt, wenn ich erkenne, dass das ganze Leben ein Traum und im Grunde völlig leer ist. Das sind alles Sachen, die habe ich schon ganz gut integriert. Dadurch dass diese Dinge immer wieder passieren gewöhne ich mich daran.

Aber das sind nur sehr kleine magische Veränderungen des Alltags. Ich weiß dass es im Grunde gar keine Grenzen mehr gibt, während Steffis Integrationsbereitschaft definitiv noch Grenzen hat. Meine Gedanken beziehen sich oft auf diese noch nicht erkundeten Grenzen, wo es noch schwierig ist. Vielleicht ist das mein innerer Saboteur, der noch verhindert, mit dem was ist entspannt zu sein. Typisch Steffi ich gucke immer was ich noch nicht kann, anstatt was ich schon alles integriert habe. Vielleicht sollte ich da mal hingucken und mir eingestehen, dass ich gar nicht immer noch weiter und weiter muss.

Ich glaube ich habe auch noch ein Problem eine hinreichende Befriedigung mit dem im Hier und Jetzt sein zu finden. Der Forscher Anteil sucht sich ja auch diese Grenzgebiete aus, weil eine gewisse nicht Erfüllung im bedeutungslosen Alltag empfunden wird. Ich habe jetzt schon viele Schmerzen gefühlt, die aufgetaucht sind, als ich Im Hier und Jetzt, im Nichts tun, verweilte. Der Drang immer wieder über alle Grenzen hinaus zu wollen, der hat auch mit der Suche nach dem Besonderen, mit Sensation und einem Gefühl der Erfüllung zu tun. Dabei erfahre ich zunehmend, dass die Erfüllung im Inneren bedingungslos geschieht, gerade dann, wenn die Suche und das Streben im Außen weniger wird.

Dennoch war die Suche und das Streben über alle Grenzen hinaus zu schießen, sehr wichtig für mich.
Ich spüre zur Zeit, dass sich diese ganzen extremen Energien, die mich im Leben irgendwo hingezogen haben, immer mehr beruhigen und dass ich ich immer mehr in ein stilleres Zentrum wandere, welches mir etwas mehr Stabilität gibt. Also es ist eine Tendenz. Das Pendel schlägt natürlich immer noch nach rechts und links, mal mehr, mal weniger, aber nicht mehr so heftig.
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RE: Wilden im Wachzustand
#93
07.04.2019, 13:00
[+] 3 User sagen Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Ich bin dem Thema bewusstes Träumen im Wachzustand wieder etwas näher gekommen. normal

Einmal hat ein persönlicher Standpunkt emotional in mir losgelassen. Seitdem ist meine Traumerkenntnis im Alltag stärker geworden. Anscheint hat mich dieser Persönlichkeitsanteil ständig unbewusst in einen Art Bann gezogen, der mich trüb gemacht hat. Jetzt habe ich plötzlich das Gefühl, ich könnte verschiedenen Traumstorys folgen, wovon das bewusste Träumen eine Geschichte ist.

Zweitens habe ich ich ein sehr interessantes Hörbuch von Harald Wessbecher gehört, indem es um das Verhältnis von Traum, Astral und Höheres Selbst ging. Harald Wessbecher hat mit Robert Monroe zusammengearbeitet, bis er eigene Formate entwickelte.

Daraus möchte ich ich kurz zusammenfassen, wie er dazu gekommen ist, die Wach-Traum-Realität zu verändern.

Das Wachträumen hat sehr viel mit dem persönlichen Standpunkt, also mit der Beschaffenheit des Egos (kognitive Glaubenssätze, Anhaftungen an Emotionen) zu tun.

Die folgenden 4 Schritte kann man als systematisches Sterben dieses festen Standpunktes verstehen, welches uns dann eine größere Freiheit im Wachtraum ermöglichen kann. Der feste Standpunkt ist das was uns trüb macht und in den Traum verwickelt. Lässt der Standpunkt los entsteht eine größere Freiheit.


Schritt 1

Lerne Klarträumen.

Übe im (Nacht-) Traum Dinge zu verändern. Laufe durch Wände, verwandle Gegenstände, Verändere deinen Traumkörper, usw. Frage intuitives Wissen ab, schaue in die Zukunft, etc. Tue Dinge die im Alltag nicht möglich sind.



Schritt 2

Lerne Außerkörperlich zu reisen,
indem du dich neben deinen schlafenden Körper träumst.

Prüfe ob du wirklich Außerkörperlich bist, oder ob du die Außerkörperlichkeit nur träumst.
Wenn du träumst, wirst du Abweichungen der Realität erfahren. Daran erkennst du die geträumte OOBE. Übe es so lange, bis die Realität mit der Wachrealität übereinstimmt.


Schritt 3

Sammle Außerkörperliche Erfahrungen

Wenn du stabile Außerkörperliche Erfahrungen hervorbringen kannst, lerne an andere Orte zu reisen, besuche Personen, und überprüfe die Informationen, die du dabei erhältst. Gehe durch Wände, schaue in Vergangenheit und Zukunft, Verändere deinen Traumkörper, Reise durch Raum und Zeit.


Schritt 4

Träume dich in deinen materiellen Körper.

Schaue in Vergangenheit und Zukunft. Verändere deinen Traumkörper, besuche Personen, deine Umgebung, gehe durch Wände, Reise durch Raum und Zeit.




Ich bin damals als ich aktiv Traumtechniken geübt hatte, bis zu Schritt 2 gekommen. Dann traten Kundalini (Energie) Symptome auf, die sich wie eine Blockade vor mich gelegt haben und mich gezwungen haben mit allem Üben aufzuhören. Ich konnte nicht mehr wilden, auch nicht mehr Tiefenmeditation üben, weil ich dann immer Husten musste. Jedesmal, über Jahre. Ich wurde ausgebremst. Außerdem bekam ich im Wachen Angst, weil ich fühlte, dass meine Energiekörper auseinanderfielen und mein Selbstbild dadurch in Gefahr war.

Durch meine spirituelle Praxis habe ich dann ein paar Jahre später Schritt 4 erfahren. Mein Wachtraumkörper verwandelte sich, ich wusste das es kein räumliche Trennung gibt, etc.
Mein Ego ist aber gar nicht darauf vorbereitet gewesen und war deshalb überfordert. Ich musste diese Öffnung wieder verschließen, weil mein Ego unter all dem zusammen brach. Seitdem suche ich Wege, Schritt 4 wider zu erreichen und zu integrieren.

Diese Anleitung von Harald erscheint mir sehr schlüssig, weil die systematische Herangehensweise, das Ego vermutlich mit der Zeit umwandeln wird, und die Betrachtung der Realität mit jeder Erfahrung flexibler wird.

Mein Ego ist auf die Beständigkeit der Realität noch angewiesen. Man stellt sich nur mal vor, man wacht morgens auf und wäre ganz wo anders. Es gibt also Anteile in mir, die das gar nicht wollen, die eine beständige Realität brauchen. Und dennoch möchte ich die Grenzen aufheben, und lernen Türen zu öffnen, durch die ich beliebig reisen kann.

Meine OOBEs hatten immer noch solche Traumelemente, wie in Schritt 2 beschrieben, die sich mit der Wachrealität vermischt haben. Jetzt habe ich einen Ansatz, wie es weiter gehen könnte. Ich habe einen Plan, mit dem weiter üben kann. Das freut mich wirklich sehr. Harald sagte er hat alle 4 Schritte gemeistert, und hat für die Realisation von Schritt 4, 30 Jahre gebraucht. Lets go.
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