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Wilden im Wachzustand» Suche nach einer Wachtraum Technik

Wilden im Wachzustand
#1
21.04.2018, 11:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.04.2018, 11:36 von ichbinmehr.)
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Gibt es eigentlich jemanden von euch der ohne Einschlafritual in den Klartraum bzw in eine andere Realitätsebene kommt?

Es gibt da ein Video von Tom Campbell, wo er das erklärt. Mich interessiert wie man vom einem Ritual wie Wild einen Shift schafft, wo kein Einschlafen mehr notwendig ist. Er sagt aber nur dass man es nicht braucht, nicht aber wie er das gelernt hat. Er spricht davon dass man einfach den Datenstrom wechseln kann. Bei ihm klingt das immer so einfach, nur hat er ja auch jahrelang Techniken geübt.

https://www.youtube.com/watch?v=gGwXIRj3...ture=share

Ich habe mich ein wenig mit der Idee beschäftigt, imaginierte Vorstellungen realer werden zu lassen. Zb habe ich mir eine mentale Welt erschaffen, die ich ab und zu besuche. Das ist so ein kleines Dorf, mit Gebäuden, Bewohnern mit bestimmten Eigenschaften. Ich merke wenn ich da öfters rein gehe, wird diese Welt lebendiger, aber der Schritt dort in 3D zu inkarnieren, erscheint mir immer noch sehr schwierig.

Wie könnte das überhaupt funktionieren, ganz in die Imagination mit dem Bewusstsein zu wechseln?
Erstmal muss man glauben das das geht. Ich glaube das. Aber ich komme da an meine Ängste vor Kontrollverlust. Da stellt sich sie Frage was passiert in der Zeit mit meinem Wachkörper?

Ich habe mal eine Buch über Astralreisen gelesen, da hatte der Autor einen Austritt aus dem Körper, als er gerade Fahrrad gefahren ist. Da ist wohl nichts passiert, aber ich hätte große Angst dass mein Körper irgendwie verunfallen könnte.

Auf der kognitiven Ebene glaube ich, dass der Körper entweder von einem Teil weiter gesteuert wird. Oder dass es den Körper dann gar nicht mehr gibt, das nur existiert was gerade wahrgenommen wird. Emotional stecke ich aber noch in meinem alten Weltbild, dass ich der Körper bin und deshalb habe ich Angst um meinen Körper. Da weiß ich noch nicht wie ich die Angst loslassen könnte?
Die Vorstellung dass der Körper nachts im Bett liegt und schläft beruhigt mich, wenn ich einen Klartraum habe. Wenn ich versuche Experimente auf Grund meines neuen Weltbildes, das sehr viel freier ist, zu machen, gerate ich an das Problem der Integrationsfähigkeit.

Dann habe ich eine Technik, in der ich mich dafür öffne, dass sich die Realität auf der festen Vorstellung ausklingen darf, das gelingt mir aber nur wenn ich in einem meditativen Zustand bin, wo ich fühle das alles möglich ist. Als ob die feste Vorstellung von der Welt wegfällt und stattdessen eine Gefühl von Freiheit erscheint. Dann ist es so als ob ich mit meiner Offenheit etwas einlade. Dann passieren manchmal ungewöhnliche Synchronizitäten. Das ist dann aber so ein Empfangen, da kann ich nicht steuern was passiert.

Einmal als ich mich da seit weit eingelassen habe, hatte ich das Erlebnis, als ob ich wach wilde. Ich hatte diese Schwingungen wie beim wilden und ich bin auch durch ein Geräusch das ich selbst erzeugt hatte, einen Schrei, der sich anhörte wie eine auditive Hypnagogie, gewildet. In dem Moment dachte ich ah ok, deshalb trommeln Schmananen, sie wilden durch den Ton. Lassen sich vom Ton tragen. Es war als ob ich durch den Schrei, der sich anfühlte als käme er nicht von mir, in eine andere Ebene gewechselt.
Es war als ob ich eine unsichtbare Haut durchquert hatte, als ob ich eine Dimension wechsle, ohne Bewusstseinsverlust. Auf der anderen Seite der Haut, habe die Welt auf eine andere Weise gesehen, als ob Wach- und Astralwelt sich gemischt haben. Mein Körper stand da aufrecht, ich habe nicht geschlafen, es war auch kein falsches Erwachen. Ich habe auch einen RC gemacht. Viele Rcs. Es war wie ein Wild im Wachzustand.

Damals war das nicht so lustig für mich, weil ich sehr viel Angst hatte. Überhaupt treten bei diesen erweiterten Bewussteinzuständen Ängste aus frühkindlichen Phasen auf. Das ist auch immer mein Problem, dass ich mit diesen Experimenten habe, ich komme dann immer sehr schnell an meine eigenen Angstgrenzen und brauche sehr lange um das zu verarbeiten. Da ist dieser Forscheranteil in mir, und der Angsthase.

Einmal habe ich mich nachdem ich aufgewacht bin, mit einer Traumfigur die in der hypnagogen Phase erschienen ist, noch sehr lange unterhalten, auch als ich dann ganz aufgestanden bin. Das war auch als ob sich die Welt gespalten hätte. Diese gespaltenen Realitäten kann ich integrieren, weil da ja noch meine ich hätte die Kontrolle über meinen Körper. Wenn ich die Kontrolle ganz loslassen muss, komme ich an meine Grenzen. Aus Sicht des Bewussteins, denke ich, dass ich gar keine Kontrolle habe, mein Avatar Steffi kann diese Idee aber noch nicht so ganz loslassen. Da versteh ich immer noch nicht warum das so ist. Ich habe oft genug erfahren dass ich (Steffi) keine Kontrolle habe. Jegliche Alltags Probleme löse ich durch das Aufgeben einer Idee von Kontrolle. Wenn ich dann aber Welten erforschen möchte, ist die Angst vor Kontrollverlust massiv.

Kennt ihr ähnliche Erlebnisse, wo ihr im Wachzustand die Bewusstseinsebene wechselt und wenn ja wie löst ihr die Ängste vor Kontrollverlust?
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RE: Wilden im Wachzustand
#2
21.04.2018, 19:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.04.2018, 20:01 von Laura.)
Zitat:Wenn ich dann aber Welten erforschen möchte, ist die Angst vor Kontrollverlust massiv.
Hi Steffi, ich denke, dass ist normal. Wenn wir keine Angst vor Kontrollverlust hätten, würden wir vllt. ganz locker hin und her wandern, nur als Bewusstsein, mal mit, mal ohne Körper usw. Ich nenne es "Kontrollinstanz" --> vielleicht kennst du diesen Thread von mir. Ich hab ihn schon länger aufgegeben, da es mir recht schwierig scheint, die richtigen Begriffe zu finden. Und dann weiß der Leser am Ende doch nicht, wovon ich rede. Irgendwie sinnlos.
(Edit: Ich seh grade, dass im verlinkten Thread durchs Update noch einige Schriftgrößen verschoben wurden, die muss ich mal noch korrigieren)

Zitat:Mich interessiert wie man vom einem Ritual wie Wild einen Shift schafft, wo kein Einschlafen mehr notwendig ist. Er sagt aber nur dass man es nicht braucht, nicht aber wie er das gelernt hat. Er spricht davon dass man einfach den Datenstrom wechseln kann. Bei ihm klingt das immer so einfach, nur hat er ja auch jahrelang Techniken geübt.
Es klingt für mich nach dem , was Monroe die Phasenverschiebung nennt.
Aber interessant wäre, wenn man jemanden, der so einen Umstieg scheinbar ohne Einzuschlafen kann, mal auf die entsprechenden Hirnfrequenzen in dem Moment testen würde. Vielleicht ist da gar kein Unterschied zu jenen Leuten, die sagen, sie müssen vorher einschlafen. Am Ende schlafen beide, aber nehmen es verschieden wahr.

Zitat:Wie könnte das überhaupt funktionieren, ganz in die Imagination mit dem Bewusstsein zu wechseln?

Das geht meiner Meinung nach schon(sonst hätte ich damit auch nie begonnen bigwink ). So z.B.


Zitat:Wenn ich die Kontrolle ganz loslassen muss, komme ich an meine Grenzen.
Diese Grenze ist m.E. eine Überlebenseinrichtung. Vergleichbar mit einem Schutzreflex, vllt. Überwindbar entweder durch die (mitunter nur teilweise) Bewusstlosigkeit, die wir als Schlaf bezeichnen oder durch Übung, Mut und Vertrauen. Angst um den physischen Körper ist nicht so förderlich, ich mache solche Übungen nur wenn ich ihn sicher weiß(Liegen, Sitzen). Niemals würde ich das auf einem Fahrrad machen, am Autosteuer, auf der Leiter oder so bigwink Ich denke, dass man unkontrollierte Ereignisse verhindern kann, indem man sich -ritualmäßig- eben nur unter bestimmten Voraussetzungen der Praxis des Loslassens zuwendet. Es geht dann in Fleisch und Blut über, so dass es in unpassenden Situationen nicht auftritt.
Klarträumer sind Stehaufmännchen
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RE: Wilden im Wachzustand
#3
21.04.2018, 20:33
Danke Laura. Zur Bildüberlagerung: Hast du eine Idee was genau dazu geführt hat, dass 1. beide Realitäten gleich echt wirkten? Und 2. wie du in eine reinschlüpfen konntest?

Oder kannst du folgendes noch mal etwas ausführlicher beschreiben. Möglicherweise habe ich es nicht ganz verstanden.


Zitat:"Dann lasse ich los und versuche im Weitergehen den Klick zu wiederholen.(Etwas wiederholen zu können ist für mich immer so ein Schalter, der entscheidet, obs hier eine Perspektive gibt oder nicht). Es klappt mehrfach und als ich die Übung beende, blendet sich alles waagrecht-kegelförmig zurück ins Nur-Physische. Als wenn ein Traum so langsam ausklingt, dass ich es deutlich beobachten kann."

Wie lange hast du dich mit dem Imaginieren beschäftigt bis du Erfolg hattest zu wechseln?

Meine beiden Aneile Neugierde und Angst habe ich heute an einen Tisch gebeten und einen Kompromiß aushandeln lassen. Ich darf Geduld lernen. biggrin
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RE: Wilden im Wachzustand
#4
21.04.2018, 21:09
(21.04.2018, 20:33)ichbinmehr schrieb: Danke Laura. Zur Bildüberlagerung: Hast du eine Idee was genau dazu geführt hat, dass 1. beide Realitäten gleich echt wirkten? Und 2. wie du in eine reinschlüpfen konntest?

Es war an jenem Tag ein Versuch mit Schwerpunkt Visualisierung. Konzentration auf ein bestimmtes Bild. Dabei nicht wie sonst, auch andere imaginäre Sinne einbeziehen. Sondern alles gebündelt auf "Nur-Sehen". Vermutlich war es diese Bündelung. Visualisierung allein mache ich sonst nicht so sehr gern. Sie erscheint mir allein als recht anstrengend, ich bin da eher der Rundum-Typ. Mag auch mal Hören oder Fühlen. Aber damals hatte ich grade in dem im Beitrag genannten Buch gelesen und war motiviert.
Es ist dieses: Ach andere können es auch - es ist ganz leicht, ganz normal...
Das richtet den Glauben an die Sache auf big

Zitat:Wie lange hast du dich mit dem Imaginieren beschäftigt bis du Erfolg hattest zu wechseln?

Schon paar Jahre, aber die intensivsten Fortschritte habe ich immer dann, wenn ich am intensivsten übe. Also es ist eine Frage der Intensität.

Wobei ich auch bemerkt habe, dass es förderlicher ist, nicht täglich, sondern nur alle 2-3 Tage zu üben(ein bisschen wie beim Muskelaufbau, wo man Pausen macht). Aber kann auch sein, dass das nur bei mir so ist.

Zitat:Meine beiden Aneile Neugierde und Angst habe ich heute an einen Tisch gebeten und einen Kompromiß aushandeln lassen. Ich darf Geduld lernen.

Ich finds optimal, wenn beide Hand in Hand gehen, na dann, gutes Gelingen   thumbsu
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Die Wahrheit macht frei
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RE: Wilden im Wachzustand
#5
22.04.2018, 21:15
Zitat:Wobei ich auch bemerkt habe, dass es förderlicher ist, nicht täglich, sondern nur alle 2-3 Tage zu üben(ein bisschen wie beim Muskelaufbau, wo man Pausen macht). Aber kann auch sein, dass das nur bei mir so ist.

Ja das wird wohl mit dem inneren Gleichgewicht zu tun haben. Deshalb blockiere ich mich mit meiner Neugierde /vs. Angst Strategie auch oft selbst. Ich denke es wird anstrengungsloser verlaufen, wenn man das starke Streben nach Erfolg aufgeben kann. Da komme ich dann an den Punkt des Vertrauens in das was passiern soll.

Ich glaube zwar das vieles möglich ist, aber es ist schwer für mich ohne konkrete Vorbilder, die mir einen festen Weg vorgeben. Campbell zb gibt ganz bewusst keinen Weg vor, wie er das macht und dass scheint mich noch sehr zu irritieren, weil da wohl noch Vertrauen in mich Selbst fehlt. Ich vermute dass ich dieses Suchen nach einem Weg den ich folgen kann, noch irgendwie überwachsen darf, aber ich weiß nicht wie.
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RE: Wilden im Wachzustand
#6
22.04.2018, 21:21
Ich stell mir das persönlich eher verstörend vor. Was hat dich bewegt, das zu versuchen?
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RE: Wilden im Wachzustand
#7
22.04.2018, 22:11
Naja einmal ist es mir vor knapp 2 Jahren selbst passiert und ich musste mir das irgendwie erklären, um es integrieren und verarbeiten zu können. Weil sich das Erlebnis wie ein wacher Wild anfühlte, der die gleichen Übergangsschwingungen wie bei einem Traum-Wild hatte, habe ich mir vorläufig erklärt, dass das wohl auch unabhängig vom Schlafzustand möglich sein muss.

Durch Informationen zb über Campbell und einen Bekannten der das anscheint immer wachbewust aus der Mediation heraus machen kann, aus Büchern zb von Castaneda, und über Astralreisen, wo ich sowas bereits gesesen hatte, bekam ich auch schon von anderen Quellen her, immer wieder Hinweise darauf das das theoretisch im Möglichkeitsbereich liegen kann.

Meine spirituellen Erfahrungen haben mich mehrfach mit der Erfahrung zurück gelassen lassen, dass die Trennung zwischen Wachwelt und Traumwelt, eine künstliche Glaubenssatzgrenze ist, die auch wegfallen kann. Diese Trennung benutzen wir unter anderem auch um die verschiedenen Erfahrungseben voneinander abgegrenzt, nutzen zu können. Die Wachwelt besitzt Qualitäten von Ordnung, begrenzter Erfahrung, einem stabilen Egobewusstein, während die Traumwelt Unordnung, Grenzenlosigkeit und Flexibilität des Selbstbildes, erfahren lässt. Aus der Erfahrung der beiden Zustände, können viele Ableitungen auf die Realität und unsere Bewussteinsgrenzen erfolgen.

Auf einer Ebene kann man diese beiden Welten in Wachwelt und Traumwelt trennen. Auf einer weiteren Ebene der Betrachtung sieht man die Erfahrung von Odnung und Unordnung innerhalb des Bewussteins. Dann spricht man nicht mehr von getrennten Welten, sondern von Bewusstseinzuständen. Ich glaube dass es vom Bewusstseinszustand abhängig ist, wie wir die Welt erfahren. Änderen wir unsere Glaubenssätze und den Bewussteinszustand, erfahren wir eine anderen Welt. Das funktioniert für mich so weit, ich diese Erfahrung in mein System integrieren kann. Da diese Grenze zwischen Wach- Und Traumwelt ist in mir kognitiv ein bischen integriert ist, ist die Idee man könnte wach wilden, näher in mein Möglichkeitsfeld gerutscht.

Meine emotionale Ebene hat das aber noch lange nicht integriert. Diese ist sogar fast ablehnend dieser Idee gegenüber, weil es so bedrohlich für das Selbstbild erscheint. Mein Selbstbild erfährt zur Zeit eine Verwirrung zwischen Ich bin mein Körper und Ich bin das Bewusstsein in dem Steffis Körper erscheint. Gleichzeitig schaut das Bewusstein der Verwirrung zu und akzeptiert diese.

Deshalb suche ich nache einem Weg auf dem ich erstmal anschaue, was der Idee wach zu wilden im Weg steht. Das was ich dabei finde, sind Änsgte und einschränkende, aber auch das Selbstbild schützende, Glaubenssätze. Das schaue ich mir dann genau an, indem mich mit Ängsten und Glaubenssätzen beschäftige, sie aufkommen lassen und in Frage stelle. Man kann sich das so vorstellen, als ob ich eine systematische Zerstückelung des alten Weltbildes vornehme und die neuen Möglichkeiten versuche ins System zu integrieren.
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RE: Wilden im Wachzustand
#8
22.04.2018, 22:20
Ja. Soweit ich informiert bin, träumt das Gehirn ständig im Hintergrund. Soweit wäre es ja nur ein Bewusstwerden des Hintergrundgeschehens.

Eigentlich finde ich es eine sehr lebenspraktische Funktion, diese Trennung. Ich denke, aber das ist nur eine Theorie von mir, dass bei allen möglichen kreativen Prozessen das Hintergrundträumen auf irgendeine Weise beteiligt ist. Gleichzeitig hat man die Balance, dass man eben wachbewusst ist und das integrieren kann.

Allerdings, das, was du beschreibst, hört sich an, als wärst du im Moment nicht in deinem Körper richtig zuhause.
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RE: Wilden im Wachzustand
#9
23.04.2018, 06:10
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(22.04.2018, 22:20)Liri schrieb: Ich denke, aber das ist nur eine Theorie von mir, dass bei allen möglichen kreativen Prozessen das Hintergrundträumen auf irgendeine Weise beteiligt ist.

Eine sehr plausible Theorie!
Denn irgendwo müssen Ideen ja schließlich herkommen. Man kann sich ja gar nicht "bewusst" etwas ausdenken. Klar, man sagt z.B. "ich denke mir jetzt eine Geschichte aus", aber jeder Einfall – allein schon das deutsche Wort "Einfall" zeigt ja, dass er von irgendwo anders herkommt – stammt ja letztendlich aus dem Unbewussten.
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
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RE: Wilden im Wachzustand
#10
23.04.2018, 11:32
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Ja denke ich auch. Vielleicht kann man diese zweite Ebene etwas bewusster wahrnehmen? So als ob das Wachbewusstein normalerweise 95% und das Traumbewusstsein 5% bewusst ist, und dann verschiebt man das mal so, dass das Traumbewusstsein vielleit 20% bewusst ist. Ich schätze dass Lauras Erfahrung möglich ist, wenn es 50% zu 50% steht.
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RE: Wilden im Wachzustand
#11
02.05.2018, 15:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.05.2018, 16:19 von ichbinmehr.)
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Der Traum vom Tod

Als der Traum mir heut morgen abhanden kam,
schwammen Welten in den einen Ozean.
Der Träumer versucht mittels Denken,
die einzelnen Wellen noch zu lenken.

Er versucht alles um den freien Fall ins Nichts
abzulenken, und aus Not schreib er ein Gedicht.
Doch auch die Zeilen können nicht sagen,
wer kann das Chaos jetzt noch tragen?

Niemand kann das, es ist zu viel,
der Denker stirbt, der Traum zerfiel,
Doch was bleibt, in einer Welt
in der ein Reality Check nicht mehr zählt?

Niemand weiß nun wo wir sind,
denn ohne RC sind wir blind.
Und weil ich das jetzt endlich weiß,
und Mitgefühl hab mit dem Scheiß
Denker, der so vieles weiß,

lasse ich die Grenzen stehn´
und spiele mit, auch im System.
Doch frage ich mich wer mir dann,
auf Fragen dann noch antworten kann?
Der Denker liebt sein Lieblingsspiel,
denn Fragen mag er sehr sehr viel.
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RE: Wilden im Wachzustand
#12
30.06.2018, 17:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.07.2018, 17:04 von ichbinmehr.)
Ich hatte kürzlich die Erkenntnis, dass es die Unterteilung in Wachwelt und Traumwelt, nur durch unsere materielle Sichtweise existiert. Wenn man aber von einer geistigen Sichtweise ausgeht, verändern sich Annahmen über die Welt. Aus der geistigen Perspektive erkannte ich, dass die Erfahrung des Wachzustandes, als auch die Erfahrung des Schlafes, oder des Träumen, zur Ego Geschichte gehört, die wir uns erzählen.

Die Vorstellung von Wachwelt und Traumwelt, von bewusstem wachen Erfahren und unbewussten trüben Schlafen, sind nur Aspekte innerhalb der Illusion. Das hat mich als Traum-Freund erstmal ernüchtert, weil es eine kurzzeitige Schlussfolgerung gab, warum dann überhaupt Traumforschung.
Jedoch gibt es letztlich nur das was es gibt. Und man empfinde Freude daran, woran man Freude empfindet. Ich dass, diese Erkenntnis dem Interesse und der Sinnhaftigkeit des Traumes für die Bewusstseinsentwicklung keinen Abbbruch tut.

Und ich erkannte in einem Hypnagogen Zustand, dass das wilden im Wachzustand gleich möglich sein muss, wie das wilden in den Schlaf. Ich hatte das ja schon 1x erlebt, aber damals war das für mich unfassbar. Jetzt sehe ich, dass lediglich das Verständnis davon was Bewusstsein ist, sich von einem materiellen Weltbild auf den Geist verlagern muss. Und man kann warten bis Campbell den Beweis liefert, oder man kann ins Unbekannte gehen, weil man daran gefallen findet. Bisher ist das für mich eine vorwiegend geistige Erkenntnis, die ich noch nicht praktisch und kontrolliert umsetzten kann. Und so frage ich mich wie ich das schaffe?

Heute ging ich barfuß durch meine Wohnung und kam durch das fühlen in den Boden, in einen Zustand der Verbundenheit und erinnerte mich an eine Erfahrung aus meiner Psychose. Doe Fühle verbanden mich mit dem Raum. Ich entwickle gerade einen neuen Bezug zu meinem Körper, der mich auf neue Weise sensibilisiert.

Damals hatte ich das Gefühl, dass der Raum den ich betrat, jedesmal eine andere Dimension ist. Es war als ob die Fußleisten am Boden und der Türrahmen eine Welt von der anderen abtrennten. Also ob jeder Raum ein eigenen Konzept verfolgte. Was ja auch rein logisch stimmt, jedoch konnte ich dieses Raumkonzept fühlen. Und ich konnte den Übergang von einem Raum zum anderen Fühlen.
Zum Beispiel den Übergang vom Wohnzimmer vom Flur. Es gab damals Bereiche die mir durch ihre Ausstrahlung Angst machten, andere die viel heller und freundlicher wirkten. Es war als ob jeder Raum eine andere Welt war. Grund für diese Wahrnehmung war mein Hypersensibilität, ein wegfallen des Rationalen das die anderen Sinne viel stärker betonten, als normal und sogar neue Sinne freischaltete. Damals hatte mich das überfordernd getroffen. Ich habe seitdem viel innere Sortierung betrieben, die dazu führte, dass sich ein teil meiner Angst in Verstehen gewandelt hat.

Als ich heute dieser Wahrnehmung bewusst nachging, erinnerte mich das auch an die Empfindung in meiner Kindheit, indem ich Räume und Umgebung allgemein so intensiv empfand. Diese Wahrnehmung einen Raum als ein abgeschlossenes Element zu betrachten, verhilft mir ins Jetzt in den gegenwärtigen Moment zu kommen, der mehr auf dem Fühlen und anderen Sinnesempfindungen beruht, als auf der rationalen Betrachtung der Umwelt. Rationalität und intensiven Fühlen, behindern sich gelegentlich. So komme ich im intensiven Fühlen in einen Zustand des nicht Denkens, der wiederum das Fühlen begünstigt. Zur Zeit beschäftigt mich, herauszufinden, wie man zwischen diesen beiden Perspektiven sinnvoll verwaltet.

Damals ging das so weit, dass ich ich nur noch von einer „Welt“ in die nächste ging, und es fast keinen Zusammenhang mehr zwischen ihnen gab, denn ich war im Moment versunken. Im Zusammenhang mit dieser Wahrnehmung der Gegenwärtigkeit, erfahre ich immer wieder die Erkenntnis das ich (Geist) Erschaffer meiner Realität bin. Wer also ein materielle Weltbild hat, muss um sein Glas an Wissen vielleicht auskippen, um sich als Erschaffer der Realität zu erkennen. Das Glas auskippen, heißt nicht dass man seine alte Sicht verliert, es heißt nur, dass man die extrem Fixierung an sein Wissen verliert und Offen wird, für das „Magische“.

Wenn ich im Alltagszustand bin, nehme ich mich als Erschaffer meist nicht wahr, denn das würde den Fluss des Alltagszustandes stören. Diese Bewusstseinszustände jedoch bewusst aufzusuchen, und kontrolliert verlassen zu dürfen, um wieder im Alltag zu funktionieren, empfinde ich jedoch als sehr spannend und für jeden der interessiert ist, was das Bewusstsein ist, bereichernd. Diese Gegenwärtigkeit geht dann oft so weit, dass ich mich wie in einem Klartraum fühle. So ist das für mich eine Art Traumyoga Praxis.

Ich glaube dieses Experimentieren mit meiner Wahrnehmung verhilft mir, den Zusammenhang zwischen Geist als Erschaffer und Umwelt noch besser zu verstehen, so dass ein wachbewusstes Reisen, so wie Tom Campbell berichtet, auch praktisch möglicher wird.

Die praktische Übungsanleitung ist:

Du gehst von Raum zu Raum und erkennst, dass du jedesmal in eine neue Traumszene eintauchst.
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RE: Wilden im Wachzustand
#13
02.07.2018, 15:17
[+] 1 User sagt Danke! Meerfelix für diesen Beitrag
steffi: Rationalität und intensiven Fühlen, behindern sich gelegentlich. So komme ich im intensiven Fühlen in einen Zustand des nicht Denkens, der wiederum das Fühlen begünstigt. Zur Zeit beschäftigt mich, herauszufinden, wie man zwischen diesen beiden Perspektiven sinnvoll verwaltet.

felix: ich wundere mich wie ist es mit sozialer konditioniereung bei dir ist. Rationalität und intensives Fühlen funktionieren ganz gut zusammen für mich, sobald ich auch konsequent nach außen meine weltanschauung lebe. mir scheint du hast schon vieles theoretisch begriffen und es ist nur eine frage der zeit bis es sich so manifestiert wie du es dir wünscht.

bei mir hat der nahtlos-wild ein paar wenige male geklappt. manchmal bin ich einfach entspannt im bett gelegen und plötzlich war mir klar, dass mein astralkörper präsent genug war um die astralaugen aufzumachen. einmal ist es sogar unabsichtilich für einen kurzen moment passiert! ich hab mich nachmittags kurz hingelegt um mal alles loszulassen vom alltag. nach kurzer zeit hat sich für eine millisekunde meine außerkörperlich wahrnehmung geöffnet, es gab ein kurzes kribbeln überm dritten auge und ich hab kurz mit geschlossenen augen mein zimmer gesehen biggrin ansonsten finde ich das alles sehr faszinierend und trainiere auch täglich daran meine körper zu integrieren. ich finde entspannung ist schlüssel dazu, der mich gerade ganz schön fasziniert.
Bunt bunt bunt sind alle meine Träume: link bunt bunt bunt ist alles was ich hab. Darum lieb ich alles was ich Träume, weil mein schatz ein Regenbogen ist.
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RE: Wilden im Wachzustand
#14
03.07.2018, 20:51
Lieber Meerflix, danke für deinen interessanten Erfahrungsbereicht.

Mit Ratio und Nicht- Denken meine ich, vermutlich noch viel mehr, nämlich Ratio so weit runterzufahren, dass sich eine magische Ebene öffnet, weil zb bei der Übung mit den Zimmern, der Verstand den Räumen keine Alltagsbedeutung mehr gibt. Das heißt auch alle Annahmen über die Umgebung loszulassen, damit auch wirklich diese Erfahrung der inneren Weite und der Freiheit einsteht, die man aus dem KT kennt. In dieser Weite fallen alle einschränkenden Glaubenssätze was in der Welt möglich ist und nicht, weg.

Es handelt sich um eine Art Traumyoga Übung die den Effekt haben soll, in einen Bewusstseinszustand einzutreten, der sich anfühlt wie ein Klartraum und indem die Erkenntnis passieren kann, 1. der Geist erschafft die Realität, 2. Ich bin Erschaffer meiner Realität, 3. Alles ist ein Traum.

Es geht darum in einen Möglichkeitsraum einzutreten, der eine neue bewusste Ebene öffnet. Dieser Möglichkeitsraum fühlt sich an, als ob es die Freiheit gibt, alles tun zu können. Ich glaube dass dieser Möglichkeitsraum, das Tor zu weiteren magischen Erfahrungen und zu Bewusstseinsreisen jenseits des Schlafes ist.
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RE: Wilden im Wachzustand
#15
05.07.2018, 10:56
hört sich für mich ziemlich deep an. selbst in der mentalebene herrschte für mich noch eine konditionierung. ich glaube schon dass es möglich ist diesen zustand zu erreichen.
Bunt bunt bunt sind alle meine Träume: link bunt bunt bunt ist alles was ich hab. Darum lieb ich alles was ich Träume, weil mein schatz ein Regenbogen ist.
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