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Rollenspiel im Klartraum?» Wäre das möglich?

RE: Rollenspiel im Klartraum?
#31
09.09.2013, 10:28
Eiswölfin, ich hatte aufgrund deines Namens (Eiswölfin) und des Spruches "Wölfin im Herzen" ein etwas zu romantisches Bild von deinem Traumleben.

Faiky hat mich schon ganz gut durchschaut, oder verstanden. Ich bin zum Klarträumen zu pessimistisch. Ich hab ja früher mal gedacht, dass man seine WL-Probleme durch KT überwinden könnte. Das ist aber wohl nur bei Problemen der Fall, die nicht den Kernbereich der Person betreffen. Oder KT können gewisse Bemühungen im WL unterstützen. Wenn man sich im WL aber kaum bemüht kann man von KT keine große Hilfe erwarten. Die schwerste Arbeit ist ja die Arbeit an einem selber. Dazu gehört auch das Überwinden von Angst. Ich hab Angst vor zu intensiven Beziehungen im WL. Diese Angst glaubte ich durch Aussöhnung mit feindlichen Traumfiguren überwinden zu können. Diese Technik wurde im KT-Buch "Schöpferisch träumen" beschreiben. Leider hab ich nicht bedacht, dass feindliche Traumfiguren in KT nicht auftauchen, außer es tauchten schon vorher welche (in Trübträumen) auf. Ich war also, was das Klarträumen angeht durchaus optimistisch. Ich dachte es handelt sich dabei um ein Heilmittel gegen meinen "allgemeinen" Pessimismus im WL. Nomalerweise spricht man da ja von Depressionen. Es sind in Deutschland 4 Mio. Menschen davon betroffen. Und nach Medienberichten wird nur jedem 10. therapeutisch geholfen. Ich weiß mir zwar selbst zu helfen, aber heilen konnte ich mich bisher nicht. Der Leidensdruck lässt sich durch "Schreiben über die eigenen Probleme" erheblich mindern. Es ist auch ziemlich egal, wem man es schreibt, oder niemandem. Es hilft eigentlich fast immer.
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RE: Rollenspiel im Klartraum?
#32
09.09.2013, 11:38
(07.09.2013, 22:35)Likeplacid schrieb: Zum Fliegen im KT ist mir nun noch was eingefallen: die meisten Leute fliegen im KT ja "mit den Armen". Wenn ich das jede Nacht tun würde, würde ich mich da vielleicht auch dran gewöhnen. Im WL würde ich mich dann vielleicht fragen: "Was ist das nur für eine umständliche und langsame Fortbewegung, so mit den Beinen, Schritt für Schritt."

Das denke ich mir wirklich manchmal, dass es doch einfacher wäre, den Weg zur U-Bahn zu fliegen.
Aber.
Auch die Anstrengung hat ihren Wert. Und wenn ich etwas darüber nachdenke, stelle ich fest, dass es für mich eine wertvollere Erfahrung ist, den ganzen Weg zu Fuß zu gehen, als zu Fliegen. Das ist ab und zu schön, ja, und man kann es ja in den Träumen ausgiebig genießen. Aber es entgeht einem soviel Detail - die individuellen Körperwahrnehmungen, das Gefühl des Bodens unter den Fußsohlen, wie es ist, von der Schwerkraft gezogen zu werden. Je aufmerksamer man sich selbst dabei beobachten kann, desto interessanter wird das.

Das klingt vielleicht komisch. Aber in Anbetracht dessen, wie instabil meine KTs noch immer sind, finde ich, dass die Stabilität ein nicht unwesentlicher Faktor ist, der für die Wachrealität spricht. Es gibt einen Haufen Sachen, die könnte ich in Träumen nie tun, und dazu brauche ich das Wachleben. (Programmieren z.B. - das könnte mir ein Traum vielleicht simulieren, aber ich würde nie aus meinen Fehlern lernen können, wenn alles einfach von selbst funktioniert.) Deswegen habe ich nicht die Sorge, eines Tages nur noch für meine Träume zu leben.

Zitat:Der Leidensdruck lässt sich durch "Schreiben über die eigenen Probleme" erheblich mindern. Es ist auch ziemlich egal, wem man es schreibt, oder niemandem. Es hilft eigentlich fast immer.
Schreiben hat mir auch sehr viel geholfen. Aber zu 99% nicht öffentlich. Es ist oft ganz erstaunlich, was für gute Ratschläge man von sich selbst bekommen kann, wenn man nachfragt (und nachdenkt).
Lebe jeden Moment so wie du ihn brauchst!
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RE: Rollenspiel im Klartraum?
#33
10.09.2013, 20:20
Ich hab mir die Schreiberei angewöhnt durch das Aufschreiben von Träumen (das Motiv dafür war KT). Irgendwann hatte ich keine Lust mehr meine Träume aufzuschreiben und schrieb nur noch über andere Dinge. Ich hab also einen Widerstand gegen das Aufschreiben von Träumen entwickelt. Ich hab immer wieder versucht, meine Träume Tag für Tag aufzuschreiben, aber es gelang mir niemals mehr mit diesem Erfolg wie am Anfang (ich hatte keine Klarträume mehr). Wohl deshalb, weil ich auf RC und Suggestionen verzichtete und eigentlich hatte ich zum Klarträumen auch keine Lust mehr. Das lag und liegt, wie bereits beschrieben daran, dass bei mir ein Klartraum, wenn er erst mal da ist, auch schnell wieder zu ende ist. Vielleicht ist es generell nicht möglich Klarträume zu haben, wenn man seine Trübträume nicht mag. Denn was man nicht mag, daran erinnert man sich nicht gern. Da hilft das Aufschreiben auch nur bedingt, oder nur eine Zeit lang. Wie schafft man es also seine Trübträume zu mögen? Oder ist das gar nicht nötig? Gibt es hier jemanden, der seine Trübträume nicht mag (und sich kaum dran erinnert), und trotzdem KT hat?
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RE: Rollenspiel im Klartraum?
#34
10.09.2013, 20:38
Ja, ich hatte ne Zeit lang nur Alpträume und die mag wohl keiner so richtig. Trotzdem hatte ich KT's. Trotzdem finde ich, solltest du versuchen jeden Traum wert zu schätzen.
Dann klappt das auch.
"Monster sind Freunde, ich erinner mich an meine Träume!" by Phillip

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RE: Rollenspiel im Klartraum?
#35
11.09.2013, 10:49
Alpträume sind nicht so beliebt, aber sie haben den Vorteil, dass man sich gut an sie erinnert. Das Erinnern an Träume ist ja vielleicht die wichtigste Voraussetzung fürs Klarträumen. Sie eignen sich auch gut, so weit ich informiert bin gut als Einstieg ins Klarträumen.

Hattest du Albträume jede Nacht, mehrmals in der Nacht? Ich finde so was interessant, weil es sich von dem, was bei mir an Träumen los ist, sehr unterscheidet. Ich hab nämlich überhaupt keine Alpträume, oder höchstens alle drei Jahre mal einen .

Albträume sind besser als gewöhnliche Träume geeignet um sie zu analysieren. Man kann darin lesen wie in einem Buch. Meine normalen Trübträume sind in der Regel "sehr dunkel", in dem Sinne, dass ich weder einen vordergründigen Sinn noch einen verborgenen Sinn darin erkennen kann. Aber es gibt auch Ausnahmen. Ich hatte mal einen Trübtraum, wo Erwachsene ein Kind beobachteten, das in einem Käfig vor sich hinfutterte, und sie gaben ihre Kommentare dazu ab. Ich verteidigte darauf hin das Kind, denn diese Kommentare waren sehr kritisch. Vielleicht sagt mir dieser Traum etwas über meine Kindheit.
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RE: Rollenspiel im Klartraum?
#36
11.09.2013, 11:20
Ich kann mir vorstellen, welche "Art" Trübheit du nicht magst. Ich habe auch viele solcher Träume, mit denen ich nichts anfangen kann, wofür ich mich am liebsten schämen würde und welche die so durcheinander und unfassbar (im Sinne nicht zu fassen) sind. Da frage ich mich, warum ich so etwas überhaupt aufschreibe. Aber glaube mir, es lohnt sich (für mich zumindest) denn oft bin ich in einer ganz anderen Welt in meinen Träumen die mich fasziniert. Und je intensiver die Traumerinnerung ist, desto beeindruckender ist es.

Aber diese Erfahrung muss man halt selber machen. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du was positives daraus ziehst, vielleicht kriegen deine Träume doch noch mal eine größere Bedeutung für dich. Aber vielleicht motiviert dich auch die suche nach Antworten zu deiner Kindheit. Mit der richtigen Motivation geht es wie von selbst.
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RE: Rollenspiel im Klartraum?
#37
11.09.2013, 12:03
(11.09.2013, 11:20)Faiky schrieb: Ich kann mir vorstellen, welche "Art" Trübheit du nicht magst. Ich habe auch viele solcher Träume, mit denen ich nichts anfangen kann, wofür ich mich am liebsten schämen würde und welche die so durcheinander und unfassbar (im Sinne nicht zu fassen) sind. Da frage ich mich, warum ich so etwas überhaupt aufschreibe.

Solche Träume sind bei dir in der Minderzahl, bei mir eigentlich auch. Aber wenn mal einer dazwischen ist, dann demotiviert mich das sehr, denn es ist sehr anstrengend so was aufzuschreiben. Man ringt nach Worten und findet sie nicht. Man schreibt dann irgendwas auf, was das, was man als Traumerinnerung im Kopf hat, gar nicht trifft. Ich würde sagen, es handelt sich da um Träume, wo Verdichtung und Verschiebung sehr ausgeprägt sind. Verständliche Träume bringen den latenten Traumgedanken unmittelbar zum Ausdruck, aber das ist bei meinen Träumen sehr selten. Ein Beispiel hab ich ja schon genannt. Das Kind in dem Käfig war wahrscheinlich ich (Subjektstufe). Der Käfig stellte den Laufstall dar. Die "Leute" waren vermutlich meine Verwandten, die zu Besuch waren und mich "begafften". Der Traum hat die zugrundeliegende Erinnerung also nur geringfügig entstellt.
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