RE: Selbst -Erlösung von den Qualen der Psyche
29.01.2026, 12:25
(21.01.2026, 10:07)Liri schrieb: Gesunde Menschen verlieren vielleicht ein Kind, einen geliebten Angehörigen, werden lebensbedrohlich krank, kommen ins KZ. Das ist dann auch kein erträgliches Leid mehr.
Von da aus bin ich schon mal auf Haustier gekommen (Beitrag #18)
Der Verlust des Haustiers ist oft ähnlich tragisch und traurig wie der Verlust eines Angehörigen, selbst wenn es nur ein Goldhamster ist.
Ich habe mal eine Katze verloren, aber nicht indem sie starb, sondern indem mein Vater sie weggeschafft hat, ich weiß nicht wohin, irgendwo ausgesetzt vermutlich. Der Grund war, dass ich und andere Jungen nicht gut mit ihr umgegangen waren. Sie wurde aggressiv und pinkelte überall in die Wohnung. Da hatte mein Vater kaum eine andere Wahl.
Ich war todunglücklich deswegen, es war der Beginn meiner Depression oder es führte zur Vertiefung einer schon bestehenden Depression. Ich verlor die Katze als ich 13 war. Mit 15 war ich dann eindeutig depressiv. Aber die Diagnose kriegte ich erst mit 30.
Ins KZ kann man ja nicht mehr kommen, aber die Sache ist natürlich immer noch bedeutsam, vor allem wenn man jemand ist, der damals vielleicht auch im KZ gelandet wäre.
Allgemein habe ich große Angst vor dem Verlust eines Menschen, Tier oder Pflanze. Daher lebe ich lieber ohne ein Tier, eine Pflanze oder einen Menschen zu haben.
Verlust kann auf verschiedene Arten geschehen. Eine Freund kann sich einfach nicht mehr melden und dann ist er "weg". Ich verlor im ersten Schuljahr meinen besten Freund , oder war es der zweitbeste? Jedenfalls war er mir wichtig. Und dann zog die Familie am Ende des ersten Schuljahrs um und ließ mich einfach zurück. Das hat mich schwer getroffen.
Ich habe dann keine neuen Freundschaften mehr aufbauen können. Ich hatte aber noch einen anderen Freund, der dadurch zu meinem besten Freund wurde, oder auch zu meinem einzigen Freund. Ich spielte viel auf der Straße, da waren unglaublich viele Kinder. Als ich 12 war wollte ich am liebsten weiterhin Kind bleiben und spielen. Aber ich merkte es geht zuende. Die Pubertät machte sich bemerkbar. Ich entwickelte Interesse für Mädchen. Ich war mit 11 Jahren erstmals so richtig verknallt. Es war ein Mädchen, in das alle verknallt waren. Ich war im entferntesten nicht in der Lage sie anzusprechen. Aber ich ging mit anderen Jungen zu dem Haus wo sie wohnte. Das war in der Pause. Da war sie ein paar Tage krank und wir versuchten sie ans Fenster zu locken. Aber sie erschien nicht. Ich weiß nicht welcher Junge sie dann kriegte. Ich glaube keiner.