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Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr

RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#16
29.11.2018, 09:35
[+] 1 User sagt Danke! clearseven für diesen Beitrag
Du beziehst dich in deiner ersten Antwort lediglich auf mein Zitat aus dem Vortrag von Dürr, daher muss ich davon ausgehen, dass du ihn dir nicht mal angehört hast. Unterstellst mir aber gleichzeitig Unglaubwürdigkeit, weil ich Dinge beim Namen nenne.

Obama ist de-facto ein Massenmörder und wenn so einer den Friedensnobelpreis bekommt, wirft das ein fragwürdiges Licht auf das Nobel-Komitee.

Dass Wikipedia & Co für Denunziationen mißbraucht werden, sehe nicht nur ich so:

„Allerdings erhärtet sich zunehmend der Verdacht, dass sich bestimmte Gruppierungen, Blogwarte und Hobbydenunzianten (...), die politisch brisante und aufklärerische Aktivitäten alternativer Medienschaffender mit unlauteren Mitteln zu beeinflussen und sachliche Darstellungen zu verhindern versuchen, auch innerhalb der Wissensplattform Wikipedia tummeln und somit diversen Gesinnungsprangern zu vermeintlicher Seriosität verhelfen.“
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=...TSku96hcaN

„Und hier bieten die Portale Wikipedia, als auch Psiram perfekte Plattformen, da hier im Schutze einer gewollten Anonymität auf „Deibel komm raus“ denunziert werden kann. (...). Es ist aber traurig, das Meinungsvielfalt auf derart niederträchtige Art und Weise bekämpft wird. In einer Demokratie sollte Meinungsvielfalt an höchster Stelle stehen, da nur durch sie eine Korrektur stattfinden kann.“
http://www.meaningof42.com/archive/2017/.../61592352/

„Wie Wikipedia, besonders die deutsche Ausgabe, heute an vorderster Stelle dazu beiträgt, Menschen zu denunzieren und zu diffamieren, hat der Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann selbst erlebt. Bei der Veranstaltung im MEZ schilderte er, wie das in seinem und anderen Fällen funktioniert. Pohlmann hatte für das ZDF gearbeitet und mehrere Dokumentationen für den Sender gemacht. Nach einem Film über US-Spionageflugzeuge war Schluss.“
http://li-he.bplaced.net/index.php/3685-...wikihausen

„This is bizarre enough, but the fact that this (Wikipedia) account is undeniably focusing with malicious intent on anti-imperialist activists who question establishment narratives and the fact that its behavior is being aggressively defended by Wikipedia founder Jimmy Wales means that there’s some serious fuckery afoot.“
http://blauerbote.com/2018/05/21/wikiped...ropaganda/
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#17
29.11.2018, 10:34
[+] 2 User sagen Danke! gnutl für diesen Beitrag
Clearseven, du hast behauptet, der Vergleich zwischen Menschen verbrennen und Menschen ihren Job wegzunehmen stamme nicht von Dürr. Jetzt wurde klar aufgezeigt, dass das nicht stimmt.² Bist du bereit, das anzuerkennen?

(Und ob jemand bereit ist, sich ein ganzes Video reinzuziehen, ist für diese Frage irrelevant. Wenn bereits in einem kurzen Zitat klare Probleme sind, ist das ja ein klares Zeichen dafür, dass das Zeitverschwendung wäre.)



² es sei denn, diese Personen befinden sich danach weit unter der Armutsgrenze und müssten deshalb um ihr Überleben kämpfen. Mir ist kein Fall bekannt, wo das auch nur annähernd zutrifft, da die meisten Leute aus dem Gefeuertwerden einen Publicity-Boost ziehen. In manchen Fällen verdienen sie mehr als vorher.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#18
29.11.2018, 14:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2018, 14:57 von clearseven.)
Hallo Gnutl,

da ich dem nicht widersprochen habe, ist das ein stilles Einvernehmen und in Diskussionen durchaus üblich. Aber wenn ihr ein explizites Anerkennen von mir wollt, dass ich mein eigenes Dürr-Zitat nicht vollständig auf dem Schirm hatte, dann habt ihr das hiermit! Was euch das bringt, weiß ich jetzt nicht, aber wenn euch wohler damit ist, mache ich das natürlich gerne.

Dass der Vergleich Dürr's von Inquisition mit Rausschmiss aus dem Job übertrieben ist, wäre mir jetzt keinen Kommentar wert gewesen, aber jeder hat da eine andere Erregungsschwelle - ist zweifelsohne Sarkasmus und muss man nicht gut finden.

Erwartet hätte ich generell eher Kommentare zum Video selbst, aber das hat sich von den Kommentierern offenbar keiner angesehen.

(29.11.2018, 10:34)gnutl schrieb: (Und ob jemand bereit ist, sich ein ganzes Video reinzuziehen, ist für diese Frage irrelevant. Wenn bereits in einem kurzen Zitat klare Probleme sind, ist das ja ein klares Zeichen dafür, dass das Zeitverschwendung wäre.)

Wer sich mit Hans Peter Dürr und seinen Vorträgen beschäftigt, und das kann ich nur jedem empfehlen, der wird auf sehr wertvolle Erkenntnisse und Themen stoßen. Das Video nicht zu schauen, nur weil einem ein Satz aus dem Intro nicht gefällt, ist einfach dumm.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#19
29.11.2018, 17:13
Naja, mich interessiert das Thema des Vortrags halt generell überhaupt nicht. grin Deswegen brauchst du niemand dumm nennen.

Mich haben einige deiner Aussagen irritiert. Ich will aber auch gar nicht alles zerpflücken, ich hatte nur den Eindruck, dass du einfach sehr schnell sehr viele Themen ansprichst, sodass es schwierig wird, an einem einzelnen Punkt Klarheit zu bekommen, was denn jetzt eigentlich ist. Diesem Muster wollte ich entgegenwirken, indem ich einmal auf einen Punkt (nach dem auch explizit Pygar schon gefragt hatte) noch einmal hingewiesen habe.

Das Muster "Die Wissenschaft bringt Leute zum Schweigen" sehe ich halt in der Welt eigentlich nirgends. Dabei gäbe es durchaus Kritikpunkte; beispielweise sind viele psychologische Studien zum Thema Geschlecht mies bis grauenvoll und strotzen vor methodischen Fehlern. Die Medien reißen sich aber darum, wenn eine Studie etwas "herausfindet", was sich vermarkten lässt, weil es Clicks bringt. Deswegen ist es für die "langweilige Mehrheit" der Wissenschaftler*innen oft sehr schwierig, dem entgegenzuwirken. Sensationen bekommen halt mehr Aufmerksamkeit.

"Grenzwissenschaften", um die es dir glaub ich oft geht, fallen meist in den Bereich von "Medien stürzen sich darauf, weil es Clicks bringt". Das ist natürlich kein Grund, warum sie falsch sein müssten. Aber ein Grund, ein bisschen vorsichtiger zu sein. Ist Vorsicht deines Erachtens etwas, das du hier befürworten würdest?

-

Dann gab es noch Aussagen wie "Obama ist ein Massenmörder, aber hat Friedensnobelpreis." Da kann es gut sein, dass ich dir in vielen Punkten total zustimmen würde, aber es wirkt halt im Kontext der restlichen Themen hier deplaziert - der Friedensnobelpreis ist ja keine wissenschaftliche Auszeichnung, sondern eher so ein politisches Mittel, sehr diplomatisch Leute zu fördern, die halt als irgendwie weniger schlimm gesehen werden. Ich glaube, recht viel mehr darf eins sich davon jetzt auch nicht erwarten. Ich mache mir keine Illusionen, dass es jemand an die Spitze des mächtigsten Staats der Erde schafft, zu dem ich moralisch aufschaue, aber es ist halt ein himmelweiter Unterschied zwischen Obama und sagen wir mal Putin oder wie auch immer dieses orangefarbene Untier heißt, das sich für einen Präsidenten der USA hält. wink1

Dabei würde ich nicht nach "Anzahl der durch Entscheidungen der Person verursachten Toten" gehen, sondern den Kontext einbeziehen - die USA ist halt ein über Jahrhunderte angewachsener, durch und durch korrupter Staat, der seinen Wohlstand der Sklaverei und Ausbeutung anderer Weltregionen verdankt, und gleichzeitig seine eigene Geschichte massiv schönredet. (texanische Geschichtsbücher, die Sklaverei leugnen!)
In diesem System ist selbst ein Präsident ein Rädchen. Das heißt nicht, dass er nicht für seine Politik zur Verantwortung gezogen werden sollte, natürlich sollte er das, wie alle anderen Politiker*innen auch. Aber "X ist ein Massenmörder" halte ich für eine wenig zielführende Sichtweise. Da steckt ein System dahinter, das ist nicht die Tat eines einzelnen; Obama hat ja nicht einfach "beschlossen, Leute zu morden", sondern hat ein System geerbt, das bereits schlimm war und es nicht zum Fokus gemacht, es zu ändern, sondern es weiterlaufen lassen - schlimmer werden lassen, vllt. Ich will ihn nicht verteidigen, mir geht es um Perspektive und darum, politische Probleme nicht nur an Einzelpersonen festzumachen, sondern die Korruption des Systems im Fokus zu behalten.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#20
29.11.2018, 17:26
Wenn man einen guten Vortrag nur aufgrund eines Satzes von vornherein ablehnt, dann nenne ich das dumm - zumal bei einem Genie wie Hans-Peter Dürr. Das war eine allgemeine Aussage, keine an eine bestimmte Person gerichtete.

Den Nobelpreis hast du (Gnutl) ins Spiel gebracht, nicht ich. Und da ich deine Aussage, der Nobelpreis würde für Fortschritt vergeben, falsch finde, habe ich ein zeitnahes Gegenbeispiel gebracht - Beispiele sind hier ja sehr gefragt. Ich hätte den Nobelpreis nicht ins Rennen geworfen, aber deine Aussage verlangte aus meiner Sicht eine Korrektur.

Generell verstehe ich nicht, warum du und Pygar euch so an dieser einen Aussage festbeißt, zumal der Scheiterhaufen von Dürr nur metaphorisch verwendet wurde, als Sinnbild für die Hexenjagt im Wissenschaftsbetrieb allgemein. Ich denke schon, dass Dürr sehr genau wusste, wovon er spricht, zumal sich das bis heute kaum geändert zu haben scheint. Ich habe es in den 90ern als Medical Writer bei einem Pharmaunternehmen selber mitbekommen.

Aber selbst WENN einem das Thema Hexenjagt und Wissenschaft völlig abwegig und übertrieben erscheint, dann ist das nicht das Kernthema des Vortrages – er fängt nur damit an, es ist die Einleitung!! Und sie macht Sinn, wenn man sich den ganzen Vortrag anhört. Wenn …
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#21
29.11.2018, 18:10
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Zitat:Rhetor schrieb: Wir werden geboren, müssen atmen, trinken essen, ausscheiden, schlafen und irgendwann einmal sterben.

=> Sagt mir Bescheid, wenn es ein Forschungsergebnis gibt, das daran etwas ändert [Bild: 02_wink1.gif]

Was das angeht, baue ich zur Zeit auf Campbell.
https://www.tom-campbell.de/de/seminare/...starter-de
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#22
29.11.2018, 18:33
Ja, Campbell ist in meinen Augen auch so ein visionärer Geist. Hat ebenfalls bestimmt nicht nur Fürsprecher.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#23
29.11.2018, 18:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2018, 20:57 von ichbinmehr.)
Ich habe mal darüber nachgedacht. Was würde passieren wenn alle Menschen Visionäre wären und wenn jeder offen für Neuerungen wäre. Ich glaube es würde das Beständige fehlen. Ich habe oft Schwierigkeiten mit dem festhalten an dem Beständigen, ich fühle mich da schnell eingeängt,  aber vielleicht sollte ich die Menschen, die die Erde in der Umlaufbahn halten, mehr wertschätzen. Es wäre schön wenn jeder das Umfeld hat, indem er wachsen kann oder die Sicherheit erfährt, die er braucht.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#24
29.11.2018, 18:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2018, 19:02 von gnutl.)
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Zitat:Den Nobelpreis hast du (Gnutl) ins Spiel gebracht, nicht ich. Und da ich deine Aussage, der Nobelpreis würde für Fortschritt vergeben, falsch finde, habe ich ein zeitnahes Gegenbeispiel gebracht
Ach so! Auf die Idee, dass sich das auf etwas von mir bezogen hat, war ich gar nicht gekommen. blumen  Weil der Friedensnobelpreis ja gar kein Beispiel für eine wissenschaftliche Auszeichnung ist. Genauer ausgedrückt wollte ich sagen: In der Wissenschaft werden - zumindest auf lange Sicht - diejenigen gefeiert, die revolutionär waren, die ein Paradigma ins Wanken brachten durch ihre Arbeit. Die Einsteins, Darwins, usw.  Damit aber ein Paradigma ins Wanken gerät, muss die dahinterstehende Arbeit eben absolut hieb- und stichfest sein. Und um das zu überprüfen, ist es nötig, diese Hiebe und Stiche auch auszuführen, um die Metapher weiterzuführen...

Meiner Empfindung nach (als Beobachterin, die zugegebenermaßen mit Naturwissenschaften nicht viel zu tun hat, bin ja Künstlerin) gibt es einige, die bereits den Umstand, dass ihre Arbeiten kritisiert werden, als Affront empfinden; der Ausdruck "Hexenjagd" ist aus meiner Sicht massiv überzogen, und verharmlost zudem historische Hexenjagden, bei denen es eben wirklich um Leben und Tod ging. Dass das nur eine Metapher sein soll, ist mir klar, aber es ist eine sehr schlecht gewählte, unsensible Metapher.

( nebenbei ...
(Ich verstehe fast nichts von Physik, aber fand es grade schön, über die Liste der Physiknobelpreisträger*innen drüberzuscrollen...) wink1

Auffällig, dass ich keinen einzigen Namen kenne? Das ist, was ich mit "langweiligen Wissenschaftler*innen" meinte - die großen Entdeckungen sind selten von einer Art, dass sie mediale Aufmerksamkeit bekommen, oder?

Auffällig auch, dass es praktisch nur Männer sind. Weeelllll ... da gibt's auch offensichtlich ein großen Problem. augenroll
... )

Zitat:Wenn man einen guten Vortrag nur aufgrund eines Satzes von vornherein ablehnt, dann nenne ich das dumm
Kannst du machen. Allerdings - du hast außer den Zitaten im ersten Post absolut nichts gesagt. Ich weiß auch jetzt noch nicht mal das Thema des Vortrages; hatte also nur die Zitate, und die haben bei mir kein Interesse geweckt.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#25
29.11.2018, 21:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2018, 21:31 von ichbinmehr.)
Hans-Peter Dürr. "Es gibt keine Materie“ Teil 1 -  Dauer 9 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=rT6ekqvt42k&t=5s

Hans-Peter Dürr. "Es gibt keine Materie“ Teil 2 -  Dauer 5 Minuten
https://www.youtube.com/watch?v=Wik_bas2Sbw&t=4s

Sehr schöne Worte über Kommunikation und die Wahrnehmung der Trennung.

Zitat „Das Lebendige ist die Instabilität.“
Eine wunderschöne Synthese von Naturwissenschaft und Spiritualität.


Hans-Peter Dürr: Das Geistige ist die treibende Kraft. - Dauer 30 Min.
https://www.youtube.com/watch?v=lrgQakHPRP8&t=3s

Über Quantenphysik, Geist und Materie.
Zitat: "Die Naturgesetzte sind auch nur ein Ergebnis der Evolution. Fast so wie eine Gewohnheit"
Da frage ich mich, was passiert mit den Naturgesetzten, wenn man die Gewohnheiten ändert?
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#26
30.11.2018, 19:43
[+] 1 User sagt Danke! Pygar für diesen Beitrag
(28.11.2018, 18:40)clearseven schrieb: Ein aktuelles Beispiel: Dr. Daniele Ganser, unbequemer Historiker (sehe gerade, dass Tobi den auch erwähnt)


Ich habe nochmal über D. Ganser nachgedacht, und ob ich es sinnvoll finde, ihn hier als Beispiel aufzuzeigen. Er wurde ja streng genommen nicht aus wissenschaftlichen, sondern aus politischen Gründen gefeuert. Wobei gefeuert das falsche Wort ist, er war Honorarkraft und sein Vertrag wurde nicht verlängert. Ob das jetzt kausal mit seinem Buch über 9/11 zu tun hat, kann ich nicht sagen. Möglicherweise hat es keinen Zusammenhang, oder er war vorher schon irgendwie in Ungnade gefallen oder irgend etwas ganz anderes.

Es steht vielen Leuten frei, nicht an wissenschaftliche Themen zu glauben. Es gibt viele Leute, die etwa die Evolutionslehre oder die Relativitätstheorie ablehnen. Als langjähriger Betriebsrat kann ich dir sagen, dass es schwer wird, daraus einen verhaltensbedingten Kündigungsgrund zu konstruieren. Die Betroffene hätte gute Chancen, sich wieder einzuklagen.

(29.11.2018, 09:35)clearseven schrieb: Du beziehst dich in deiner ersten Antwort lediglich auf mein Zitat aus dem Vortrag von Dürr, daher muss ich davon ausgehen, dass du ihn dir nicht mal angehört hast. Unterstellst mir aber gleichzeitig Unglaubwürdigkeit, weil ich Dinge beim Namen nenne.

Obama ist de-facto ein Massenmörder und wenn so einer den Friedensnobelpreis bekommt, wirft das ein fragwürdiges Licht auf das Nobel-Komitee.

Dass Wikipedia & Co für Denunziationen mißbraucht werden, sehe nicht nur ich so:

„Allerdings erhärtet sich zunehmend der Verdacht, dass sich bestimmte Gruppierungen, Blogwarte und Hobbydenunzianten (...), die politisch brisante und aufklärerische Aktivitäten alternativer Medienschaffender mit unlauteren Mitteln zu beeinflussen und sachliche Darstellungen zu verhindern versuchen, auch innerhalb der Wissensplattform Wikipedia tummeln und somit diversen Gesinnungsprangern zu vermeintlicher Seriosität verhelfen.“
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=...TSku96hcaN

„Und hier bieten die Portale Wikipedia, als auch Psiram perfekte Plattformen, da hier im Schutze einer gewollten Anonymität auf „Deibel komm raus“ denunziert werden kann. (...). Es ist aber traurig, das Meinungsvielfalt auf derart niederträchtige Art und Weise bekämpft wird. In einer Demokratie sollte Meinungsvielfalt an höchster Stelle stehen, da nur durch sie eine Korrektur stattfinden kann.“
http://www.meaningof42.com/archive/2017/.../61592352/

„Wie Wikipedia, besonders die deutsche Ausgabe, heute an vorderster Stelle dazu beiträgt, Menschen zu denunzieren und zu diffamieren, hat der Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann selbst erlebt. Bei der Veranstaltung im MEZ schilderte er, wie das in seinem und anderen Fällen funktioniert. Pohlmann hatte für das ZDF gearbeitet und mehrere Dokumentationen für den Sender gemacht. Nach einem Film über US-Spionageflugzeuge war Schluss.“
http://li-he.bplaced.net/index.php/3685-...wikihausen

„This is bizarre enough, but the fact that this (Wikipedia) account is undeniably focusing with malicious intent on anti-imperialist activists who question establishment narratives and the fact that its behavior is being aggressively defended by Wikipedia founder Jimmy Wales means that there’s some serious fuckery afoot.“
http://blauerbote.com/2018/05/21/wikiped...ropaganda/

Ob diese Fakten richtig oder falsch sind, war nicht mein Anliegen. Ich wollte darauf hinaus, dass eine Kommunikationsform ohne emotionale Seitenhiebe glaubwürdiger wirkt. Ich könnte dich technisch korrekt in jeder Diskussion als "Ins-Klo-Scheißer" bezeichnen. Trotzdem würde es die Diskussionskultur nicht zum Konstruktiven hin verschieben.

(29.11.2018, 17:26)clearseven schrieb: Generell verstehe ich nicht, warum du und Pygar euch so an dieser einen Aussage festbeißt, zumal der Scheiterhaufen von Dürr nur metaphorisch verwendet wurde, als Sinnbild für die Hexenjagt im Wissenschaftsbetrieb allgemein. Ich denke schon, dass Dürr sehr genau wusste, wovon er spricht, zumal sich das bis heute kaum geändert zu haben scheint. Ich habe es in den 90ern als Medical Writer bei einem Pharmaunternehmen selber mitbekommen.
Festbeißen finde ich jetzt nicht das richtige Wort. Eher... In ein Wespennest gestochert und dann die Kontrolle über die Diskussion verloren. 
(29.11.2018, 18:33)clearseven schrieb: Ja, Campbell ist in meinen Augen auch so ein visionärer Geist. Hat ebenfalls bestimmt nicht nur Fürsprecher.

Über das von Ichbinmehr angesprochene Experiment geht es in diesem Thread.
ॐ मणिपद्मे हूँ
Du bist ein guter Klarträumer, das Klarträumen fällt dir leicht

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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#27
30.11.2018, 21:04
Wenn  du, Pygar, weniger polemisch kommentieren würdest, müsste ich weniger „ins Klo scheißen“. Einen großartigen Vortrag mit „Heute habe ich gelernt: Menschen auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen ist in manchen Fallen das selbe wie einem Menschen keinen Job zu geben.“ zu reagieren, ist nicht nur ignorant, sondern auch provokant und trägt nicht zu einem friedlichen Diskussionsverlauf bei. Von einem wie dir, der die Dinge sehr genau nimmt, hätte ich erwartet, dass er sich den Vortrag wenigstens vorher anhört, bevor er ihn kommentiert.

Gnutl's Behauptung, in Forschung und Wissenschaft würde niemand gedisst, kann man ganz einfach widerlegen, indem man ein bisschen recherchiert.

„Und wenn jetzt plötzlich mein Arbeitsvertrag davon abhängt, ob mein Betreuer meine Wissenschaft gut oder schlecht findet und das sehr kurzfristig – wir sprechen da von Zeiträumen von ein, zwei Monaten, in denen es darum geht, über eine Verlängerung zu entscheiden –, dann ist das eine ganz, ganz starke Abhängigkeit von einer einzelnen Person, die dann über meine ganze Zukunft entscheidet an der Stelle.“
https://www.deutschlandfunk.de/mobbing-a..._id=422804

„Ein Psychologe, der die Mobbing-Kommission beraten hat, fasst den Fall Genske in einem Satz zusammen: "Er hat nicht ins System gepasst." In der ehemaligen Militär-Hochschule war Genske ein Fremdkörper. Schwul, grün und deutsch, dieser Dreiklang hat die ETH Lausanne überfordert. "Es ist wie im Kölner Klüngel", sagt der gebürtige Schwabe Klaus Wegenast, Generalsekretär der Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozenten, "wenn man nicht reinpasst, hat man es schwer."“
https://www.zeit.de/2002/51/B-Karriere_Schnitt/seite-2

„Was bedeutet das nun für strukturelle Gewalt im Wissenschaftsbetrieb? Sie äußere sich in "Behinderungen", die in vielfältiger Gestalt daherkommen können: Als interne oder externe Publikationsverbote, als "sanfter Zwang", als Verweigerung von Unterschriften, als Vergessen der Namensnennung bei wissenschaftlichen Arbeiten, als Umleitung von Drittmitteln, als Mobbing, als Vorenthalten von Informationen – zum Beispiel über wichtige Meetings – sowie als Nichtverlängerung von Zeitverträgen.“
https://derstandard.at/2000038381430/Str...ftsbetrieb

„An der ETH Zürich hat eine Professorin am Institut für Astronomie über zehn Jahre lang Doktoranden und Post-Doktoranden gemobbt und drangsaliert. Zuvor hatte die NZZ darüber berichtet. Buzzfeed News hat mit zwei Betroffenen gesprochen, die erhebliche Vorwürfe gegen die Professorin und die Universität erheben. Es geht um Drohungen, Demütigungen und verhinderte Karrieren. Als die Fälle der ETH Zürich im Februar bekannt werden, reagiert die Leitung - und löst kurzerhand das gesamte Institut auf.“
https://www.buzzfeed.com/de/pascalemuell...rofessorin
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#28
01.12.2018, 00:14
Zitat:Gnutl's Behauptung, in Forschung und Wissenschaft würde niemand gedisst
Das habe ich nie behauptet. augenroll

Im Gegenteil: Es wird viel gedisst, aber es wird auch viel kritisiert;

Nicht jede Kritik ist Dissen.
Manche Kritik ist Dissen.
Manches Dissen ist berechtigt.
Nicht jedes Dissen ist berechtigt.

Zitat:Einen großartigen Vortrag mit „Heute habe ich gelernt: Menschen auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen ist in manchen Fallen das selbe wie einem Menschen keinen Job zu geben.“ zu reagieren, ist nicht nur ignorant, sondern auch provokant und trägt nicht zu einem friedlichen Diskussionsverlauf bei.
Ich werd da ehrlich gesagt langsam sauer. Du schmeißt die ganze Zeit mit Worten wie "ignorant" und "dumm" um dich, sobald Leute etwas bemäkeln, was du toll findest, redest von "Massenmördern" und "Denunziantentum" und beklagst dich dann noch über Polemik? wall

"Da wird was verheimlicht, da werden Meinungen unterdrückt" ist ein ungemein beliebtes Schema, um Aufmerksamkeit zu erregen. Gefeuert zu werden ist gute Publicity. Einer der schlimmsten rechtskonservativen Typen, dessen Namen ich hier einfach mal gar nicht erwähne (Scheißkerl!), hat genau darauf seine Karriere aufgebaut, indem er bewusst gelogen hat, dass seine Meinung unterdrückt würde. Das ist auch keine neue Strategie, das ist ein altbewährtes Werkzeug vieler extremer politischer Bewegungen. Deswegen reagiere ich auch so allergisch darauf.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#29
01.12.2018, 12:38
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Hans-Peter Dürr spricht in den 90 Minuten u.a. über folgende Themen:
  • Wissen vs. Informationen
  • Verfügungswissen vs. Orientierungswissen
  • Erleben vs. Begreifen
  • Gefilterte Wirklichkeit vs. ungefilterte Wirklichkeit
  • Paradigmenwechsel in der modernen Physik
  • Verbindungssprache vs. Umgangssprache
  • Mechanistische Physik vs. Quantenphysik
  • Klassisches Weltbild vs. Holistisches Weltbild
  • Realität vs. Potentialität (Wirklichkeit)
  • Form vs. Materie
  • Heisenberg's Unschärfenrelation
  • Tote Materie vs. Leben
  • Höchste Sensibilität vs. höchster Stabilität
  • Deterministisches Chaos vs. koherentes Quantenchaos
  • Hintergrundpotentilität des Universums
  • Religionen vs. objektivierbare Welt
  • Geistige Welt vs. materielle Welt
All diese Themen auf „alles was ich gelernt habe ist, dass der Tod auf dem Scheiterhaufen so etwas Ähnliches ist, wie den Job zu verlieren“ zu reduzieren, ist für mich pure Ignoranz. Sicherlich hätte ich darauf gelassener reagieren können, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass sich jemand nicht zu blöde ist, aus einem umfangreichen und fachlich hervorragendem Vortrag einen Nebensatz zu machen.

Mein Zitat aus dem Intro habe ich deshalb gewählt, weil die Intoleranz und das Kochen der Wissenschaft in der eigenen Soße, häufiges Thema in Dürr's Vorträgen ist. Dürr war ja nicht nur Teilchenphysiker, sondern auch Philosoph und dadurch hatte er es in den Reihen der reinen Äpfel- und Birnenzähler schwer, das hat sein Verhältnis zur Wissenschaft mitgeprägt.

Aber jetzt nur dieses Zitat - und daraus auch nur einen Satz - zu nehmen, um den ganzen Vortrag zu bewerten, ist, wie schon gesagt, töricht, ein anderer Begriff fällt mir dazu nicht ein.

Fortan reagiere ich nur noch auf Kommentare, die sich auf über das Eingangszitat hinausgehende Inhalte beziehen. Alles andere werte ich als Spam.
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RE: Immer wieder hörenswert - Hans Peter Dürr
#30
01.12.2018, 15:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.12.2018, 17:20 von Rhetor.)
[+] 2 User sagen Danke! Rhetor für diesen Beitrag
Ok, dann spamme ich jetzt eben:

Ich halte nichts davon, in so einem Fall die Schuld allein bei den anderen zu suchen.

Wenn ICH einem Vortrag ein Zitat vorangestellt hätte, um damit Werbung für den Vortrag zu machen, und wenn dies darin resultiert hätte, dass sich niemand den Vortrag ansah, sondern sich alle bloß gegen das Zitat ereiferten, dann hätte ich daraus folgende Lehre gezogen:
"Es war falsch von MIR, dem Vortrag dieses Zitat voranzustellen. Denn damit habe ich nicht mein Ziel erreicht – nämlich dass sich möglichst viele Menschen den Vortrag anschauen – sondern das Gegenteil."

Alle andern für blöd zu erklären ist in so einem Fall höchst kontraproduktiv, denn dann schauen sich sogar noch weniger Leute den Vortrag an als andernfalls. Ich z.b. hätte es bei anderem Diskussionsverlauf vermutlich getan, habe aber jetzt auch keine Lust mehr sad

Ich bin deswegen auch blöd?
Kein Problem!
Dann bin ich eben blöd.
Aber was bringt DIR das?

Die Genugtuung, dass alle blöd sind und dass man es ihnen gesagt hat (und bislang trotzdem nicht verwarnt wurde), hält nicht lange an, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Langfristig wäre es Dir bestimmt lieber gewesen, wir hätten alle den Vortrag angeschaut.
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
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