Warum wir WBTB erst wiederentdecken mussten...
Im Videochat kam am vergangenen Freitag das Thema WBTB zur Sprache und wie unterschiedlich wir persönlich, in der recht überschaubaren Gruppe, bereits voneinander abweichen. Für die einen ist der "natürliche WBTB" der normale Alltag (oder Allnacht?). Man wird wach, dreht sich um, trinkt vielleicht einen Schluck Wasser und schläft den nächsten Zyklus. Andere werden wach, finden dann aber nicht ohne Weiteres wieder in den Schlaf. Es kann dann schonmal mehrere Stunden dauern, bis man wieder müde genug ist oder man aus dem Gedankenkarussell wieder aussteigen darf. Wieder Andere legen sich hin, Augen zu, Augen wieder auf, Nacht vorbei.
Jetzt fiel mir wieder ein, dass ich selbst zwar jede Nacht mehrmals aufwache, dann aber oft keine große Lust verspüre oder zu müde bin, um irgendwelche "Techniken" ernsthaft durchzuführen. Anders war es immer auf Mittelaltermärkten oder an meinem Wochenendhaus. Wenn Nachts die Glut im Ofen zu Asche und es infolgedessen kühler wird, werde ich irgendwann wach, stehe auf, lege Holz nach, warte ein paar Minuten bis das Feuer wieder lodert, gehe vielleicht sogar für 1-2 Minuten in die kalte Nachtluft raus. Danach geht es wieder ins noch warme Bettchen und es wird weitergeschlafen. Ich habe bisher nie festgestellt, dass das negative Auswirkungen auf die Erholsamkeit des Schlafs auswirkt.
Im mittelalterlichen Lager bin ich auch immer mal wieder im Zelt aufgewacht. Nicht selten bin ich dann nach 2-3 Stunden Schlaf aufgestanden, bin mit dem dicken Wollumhang nochmal raus ans Feuer gegangen und habe in die Sterne geschaut. Und meistens traf man dort auf irgendjemanden, der auch gerade, um dieselbe Zeit, wach wurde und dieselbe Idee hatte. Eine Person erzählte mir dann am Feuer, dass es im Mittelalter üblich war mit Sonnenuntergang ins Bett zu gehen, Nachts aufzustehen, ein paar Stunden wach zu sein und dann nochmal zu schlafen bis zum Sonnenaufgang. In der Wachphase wurde dann ebenfalls das Feuer unterhalten, nach dem Vieh geschehen, ein paar Handarbeiten gefertigt oder gebetet (meditiert?). Manche haben aber auch mit den Nachbarn getratscht und gegessen. Kulturell gesehen blieb das bis zur Industrialisierung sogar üblich. Erst mit Dauerbeleuchtung und Fabrikarbeit haben wir uns den natürlichen WBTB wieder abtrainiert.
Das heißt, der WBTB liegt uns eigentlich im Blut und wir müssen ihn als Technik gar nicht "erlernen".
Unsere Hardware ist daher möglicherweise immer noch optimiert auf den WBTB (200 Jahre sind nicht so viel für genetische Anpassung), wurde aber mit neuer Software überschrieben, die bei der ein oder anderen Person noch nicht feinjustiert wurde.
Vielleicht wird es wirklich Zeit für einen Jitsi-WBTB Raum, wo wir uns dann alle beim Stricken treffen. Wir müssen uns nur noch zeitlich synchronisieren
(natürlich mit obligatorischer Umfrage. Ich habe gehört, Menschen drücken gerne Knöpfe.)
Jetzt fiel mir wieder ein, dass ich selbst zwar jede Nacht mehrmals aufwache, dann aber oft keine große Lust verspüre oder zu müde bin, um irgendwelche "Techniken" ernsthaft durchzuführen. Anders war es immer auf Mittelaltermärkten oder an meinem Wochenendhaus. Wenn Nachts die Glut im Ofen zu Asche und es infolgedessen kühler wird, werde ich irgendwann wach, stehe auf, lege Holz nach, warte ein paar Minuten bis das Feuer wieder lodert, gehe vielleicht sogar für 1-2 Minuten in die kalte Nachtluft raus. Danach geht es wieder ins noch warme Bettchen und es wird weitergeschlafen. Ich habe bisher nie festgestellt, dass das negative Auswirkungen auf die Erholsamkeit des Schlafs auswirkt.
Im mittelalterlichen Lager bin ich auch immer mal wieder im Zelt aufgewacht. Nicht selten bin ich dann nach 2-3 Stunden Schlaf aufgestanden, bin mit dem dicken Wollumhang nochmal raus ans Feuer gegangen und habe in die Sterne geschaut. Und meistens traf man dort auf irgendjemanden, der auch gerade, um dieselbe Zeit, wach wurde und dieselbe Idee hatte. Eine Person erzählte mir dann am Feuer, dass es im Mittelalter üblich war mit Sonnenuntergang ins Bett zu gehen, Nachts aufzustehen, ein paar Stunden wach zu sein und dann nochmal zu schlafen bis zum Sonnenaufgang. In der Wachphase wurde dann ebenfalls das Feuer unterhalten, nach dem Vieh geschehen, ein paar Handarbeiten gefertigt oder gebetet (meditiert?). Manche haben aber auch mit den Nachbarn getratscht und gegessen. Kulturell gesehen blieb das bis zur Industrialisierung sogar üblich. Erst mit Dauerbeleuchtung und Fabrikarbeit haben wir uns den natürlichen WBTB wieder abtrainiert.
Das heißt, der WBTB liegt uns eigentlich im Blut und wir müssen ihn als Technik gar nicht "erlernen".
Unsere Hardware ist daher möglicherweise immer noch optimiert auf den WBTB (200 Jahre sind nicht so viel für genetische Anpassung), wurde aber mit neuer Software überschrieben, die bei der ein oder anderen Person noch nicht feinjustiert wurde.
Vielleicht wird es wirklich Zeit für einen Jitsi-WBTB Raum, wo wir uns dann alle beim Stricken treffen. Wir müssen uns nur noch zeitlich synchronisieren

(natürlich mit obligatorischer Umfrage. Ich habe gehört, Menschen drücken gerne Knöpfe.)
Dream is destiny.
(Waking Life)

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