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Über die Relativität der Realität» Besitzt die Wachrealität mehr Gültigkeit als die Traumrealität?

RE: Lange nicht luzid geträumt
#46
11.08.2011, 13:46
(11.08.2011, 12:26)Cherimoya schrieb: Ja also Realität ist meiner Meinung nach schon wirklich etwas, worüber man viel philosophieren kann. big Die Frage ist doch, was ist überhaupt Realität?

Nachdem ich selbst eine jahrzehntelange spirituell-esoterische Phase durchgemacht und schließlich fallengelassen habe, ist für mich all das real, was in irgendeiner Form messbar und damit interpersonell objektiv vermittelbar ist. Meine inneren Welten, Visionen, Halluzinationen, Träume, mögen mir zwar subjektiv teilweise sogar realer vorkommen, als die Außenrealität, sind aber ein rein individuelles subjektives Phänomen. Ich kann die Burg, von der ich träume, im Traum vermessen. Aber ein anderer wird bei seiner Traumburg andere Maße finden. Unsere Traumburgen (oder Götter, Engel, Dämonen, universelle Lebenskräfte etc.) sind so nur uns selbst erfahrbar, dem anderen nicht; der andere hat seine eigenen.
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RE: Lange nicht luzid geträumt
#47
11.08.2011, 17:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.08.2011, 17:31 von Ne0.)
(11.08.2011, 13:46)deepspace64 schrieb: Nachdem ich selbst eine jahrzehntelange spirituell-esoterische Phase durchgemacht und schließlich fallengelassen habe, ist für mich all das real, was in irgendeiner Form messbar und damit interpersonell objektiv vermittelbar ist. Meine inneren Welten, Visionen, Halluzinationen, Träume, mögen mir zwar subjektiv teilweise sogar realer vorkommen, als die Außenrealität, sind aber ein rein individuelles subjektives Phänomen. Ich kann die Burg, von der ich träume, im Traum vermessen. Aber ein anderer wird bei seiner Traumburg andere Maße finden. Unsere Traumburgen (oder Götter, Engel, Dämonen, universelle Lebenskräfte etc.) sind so nur uns selbst erfahrbar, dem anderen nicht; der andere hat seine eigenen.
Ich wills jetzt nicht übertreiben, aber im Grunde weisst Du sicher selbst, dass das philosophisch kein hinreichend starkes Argument für die Auszeichnung des einen Bewußtseinszustandes (Subjektivität) gegenüber dem anderen (Objektivität) ist, denn auch im Traum kannst Du mit einer anderen Traumperson Dein Traumschloss vermessen, und diese wird Deine Angaben bestätigen.
Übertagen auf das Wachleben bedeutet das natürlich nichts anderes als Solipsismus bzw. Radikaler Konstruktivismus - aber wie gesagt: ich wills nicht zu weit treiben, ist auch so schon komplex genug.
Der Tag war gut -
Die Nacht wird besser !!
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RE: Lange nicht luzid geträumt
#48
14.09.2011, 17:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.2011, 17:59 von RC empfohlen.)
(11.08.2011, 13:46)deepspace64 schrieb: Nachdem ich selbst eine jahrzehntelange spirituell-esoterische Phase durchgemacht und schließlich fallengelassen habe, ist für mich all das real, was in irgendeiner Form messbar und damit interpersonell objektiv vermittelbar ist. Meine inneren Welten, Visionen, Halluzinationen, Träume, mögen mir zwar subjektiv teilweise sogar realer vorkommen, als die Außenrealität, sind aber ein rein individuelles subjektives Phänomen. Ich kann die Burg, von der ich träume, im Traum vermessen. Aber ein anderer wird bei seiner Traumburg andere Maße finden. Unsere Traumburgen (oder Götter, Engel, Dämonen, universelle Lebenskräfte etc.) sind so nur uns selbst erfahrbar, dem anderen nicht; der andere hat seine eigenen.
Du bist also von einem Extrem ins andere gegangen. Nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit ist kollektiv. Alles andere ist genauso wenig dinghaft wie die "äußere" Welt. Die "äußere Welt" ist eine Illusion, die aus einer Summe von gedanklichen Vorurteilen, der fälschlichen Trennung von Ego und Außenwelt hervorgeht. Alles, was du erlebst, spielt sich nur in deinem Bewusstsein ab. Auf eine äußere, vom Bewusstsein unabhängige Realität zu schließen, wäre unwissenschaftlich, zumal nur beobachtbares zur Wissenschaft gehört. Übrigens: Auch spirituelle Erfahrungen sind intersubjektiv überprüfbar, sofern man sich die Mühe macht, danach zu streben. Und ich rede nicht von Esoterik, sondern von buddhistischer Philosophie.
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RE: Lange nicht luzid geträumt
#49
29.09.2011, 19:07
(14.09.2011, 17:47)RC empfohlen schrieb: Alles, was du erlebst, spielt sich nur in deinem Bewusstsein ab. Auf eine äußere, vom Bewusstsein unabhängige Realität zu schließen, wäre unwissenschaftlich, zumal nur beobachtbares zur Wissenschaft gehört.

so, und ein jeder mensch ist nach Maturana nunmal das produkt seiner gemachten erfahrungen egal ob im wachzustand, trübtraum, klartraum, vision oder was auch immer. somit müssten doch alle erfahrungen einen gleichwertigen stellwert innerhalb unseres bewusstseins einnehmen...

meine güte, wenn ich mich reinfühle spüre ich, dass es identisch zum klar werden im TT auch ein klar werden im wachzustand geben muss.
aber, wer kann sich da schon sicher sein ^^
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dessen werden wir uns bewusst.
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RE: Lange nicht luzid geträumt
#50
01.10.2011, 17:49
(29.09.2011, 19:07)SenCha schrieb: meine güte, wenn ich mich reinfühle spüre ich, dass es identisch zum klar werden im TT auch ein klar werden im wachzustand geben muss.
aber, wer kann sich da schon sicher sein ^^

Erleuchtung? So in der Art beschreiben es diejenigen, welche es erlebt habenbig

Jedenfalls wenn ich einen Film gucke, Videospiele zocke oder einfach durch den Altag trotte und tagträumerisch bin ist meine Wahrnehmung dermaßen anders wenn ich hingegen Meditiere oder mir über jeden Augenblick bewusst werde. Da kann ich dir nur zustimmen: Es GIBT ein klar werden im Wachzustand biggrin

Nach einer bestimmten tibetischen Meditation (Diamantweg) sehe ich meine Umgebung in Full HD, vorher war es normale Röhrenfernsehr-Auflösung (so beispielhaft bzgl. der optischen Wahrnehmung). Ähnlich war es in meinem ersten KT auch.
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RE: Lange nicht luzid geträumt
#51
02.10.2011, 18:56
ja, haha.. hab ähnliches über anhängern des diamantweges gehört hehe.. will mir da aber keine meinung bilden; nicht zuletzt, weil mich der ansatz nicht wirklich interessiert.. ausserdem auch etwas off topic.
viel interessanter ist doch die frage um den stellenwert der realität, wie sie im wachzustand erlebt wird (das wach sein des bewusstseins im KT vielleicht erstmal ausgeschlossen).


(29.09.2011, 19:07)SenCha schrieb: so, und ein jeder mensch ist nach Maturana nunmal das produkt seiner gemachten erfahrungen egal ob im wachzustand, trübtraum, klartraum, vision oder was auch immer. somit müssten doch alle erfahrungen einen gleichwertigen stellwert innerhalb unseres bewusstseins einnehmen...

tüdelüüü K
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dessen werden wir uns bewusst.
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RE: Lange nicht luzid geträumt
#52
03.10.2011, 12:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.10.2011, 12:18 von Cloud82.)
(02.10.2011, 18:56)SenCha schrieb: viel interessanter ist doch die frage um den stellenwert der realität, wie sie im wachzustand erlebt wird (das wach sein des bewusstseins im KT vielleicht erstmal ausgeschlossen).

Darauf wollte ich hinausbiggrin Realität bezieht sich ja sogesehen auf das komplette Erleben eines Individuums! Die "Realität" kann der Mensch nie erfassen. Die veränderte Wahrnehmung nach der Meditation war nur ein Beispiel für die Relativität unseres Blickes auf die eigene (phänomenale) Realität. Sogesehen ist das Bewusstsein verantwortlich für die subjektiv-erlebte Realität, womit ich mich frage, ob wir überhaupt über DIE Realität reden könnenbiggrin

Achja, Anhänger vom Diamantweg bin ich nicht, hab mir nur mal selber eine Meinung darüber bilden wollenbig

PS: Bist du etwas ein Sencha Fan, oder wieso der Name?big

Edit: Wieso müssen Erfahrungen einen gleichen Stellenwert haben?
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RE: Über die Relativität der Realität
#53
04.10.2011, 23:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.10.2011, 23:39 von SenCha.)
in der Tat, die Frage ist in gewisser Weise, wie man es fertig bringt, plausibel über so etwas wie ein Betrachterbewusstsein zu argumentieren. Wer es mal längere Zeit schafft, immer wieder und immer öfter bewusst zu werden und sich selbst zu beobachten, wird erheblich Spaß daran haben, diese Fähigkeit weiter auszubauen.
Ich denke es ist ein guter Ansatz, davon auszugehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gerne ihre unhinterfragte Bewusstlosigkeit erkennen und heilen möchte ~ man muss es ihr nur auch zutrauen!

Über Erfahrungen kann man gut heilen und es ist daher wichtig, alle gemachten Erfahrung als gleichwertig persönlichkeitsbildend, -prägend anzusehen.



KT sind herrlich für positive Erfahrungen. Diese formen/prägen das Beobachterbewusstsein und introduzieren einen positiven Umgang mit dem Erlebten. Muster, Schemata und Blockaden können so aufgelöst werden... :P





Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dessen werden wir uns bewusst.
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