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(AILD) Anxiety Induced Lucid Dream» Neue Technik -> Durch Angst induzierter Klartraum

(AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#1
Exclamation  11.10.2014, 16:40
AILD


Anxiety Induced Lucid Dream (AILD)
-> Durch Angst induzierter Klartraum


AILD ist eine WILD-Technik, welche Angst als starkes Gefühl nutzt.
AILD kann optional mit WBTB verknüpft werden.

Bei Klarträumen und Techniken wie WILD ist Angst ein großes Hindernis. Die Angst ist, wenn vorhanden, nicht selten sehr stark ausgeprägt. Die negative Kraft der Angst muss aber nicht unbedingt zum Scheitern führen, sondern kann auch unglaublich positiv genutzt werden. Wenn man die Angst lernt zu genießen (so komisch sich das jetzt anhört) kann man sie nutzen.


Ablauf eines AILD

1. Schlaffposition einnehmen und entspannen
2. Hypnagoge Bilder abwarten
3. Shock-Object induzieren
4. Eigenständige Szene weiterverfolgen (Bis stabil)
5. Klartraum



1. Schlaffposition einnehmen und entspannen
Bequeme Position finden und den Gedanken freien Lauf lassen.

2. Hypnagoge Bilder abwarten
Nach einiger Zeit sollten die ersten Hypnagogen Bilder kommen.
Konzentriere dich indirekt auf das Bild. (Wahrnehmen aber nicht fokussieren)

3. Shock-Object induzieren
Ein „Shock-Object“ ist ein Gegenstand, Wesen oder eine Situation, die bei dir Angst auslöst. Und Das ist, was AILD ausmacht. Angst stört das Klarträumen normalerweise. Doch wenn du die Angst kennst* und dir bewusst bist, dass sie nur in deinem Kopf existiert, kannst du sie genießen und beobachten. Das mag vielleicht etwas verwirrend klingen, daher ein mögliches Szenario:
Nehmen wir mal an du hast Angst, dass unter deinem Bett dustere Gestalten leben, welche dich Quälen möchten. Dein erstes hypnagoge Bild kommt: du stehst vor deinem Haus. Denke nun an die dusteren Gestalten und binde sie in das Bild ein. Konzentriere dich auf das Bild und die Gestalt. Wenn die Gestalt auftaucht nehme sie war und spüre die Angst; sei dir aber gleichzeitig bewusst, dass diese Angst nur in deinem Kopf existiert und dich nicht verletzen kann.
Diesen Zustand möchte ich mit einem Beispiel beschreiben:
Stellt dir vor du sitzt in einer Achterbahn ganz vorne, hast totale Höhenangst, kein Vertrauen zur Anlage und fährst den ersten Berg rauf. Oben hängt der Wagen dann nach unten, fährt aber noch nicht weiter. Dein ganzer Körper ist krampfhaft angespannt. Du lebst Todesängste aus, wären der Typ neben dir, sich in seinen Sitz presst und trotzdem vor Glück schreit. Er hat Angst, freut sich aber auf die Abfahrt und die Loopings! Er ist sich bewusst, dass er sicher ist und nicht verletzt werden kann.

Also fassen wir nochmal zusammen: Angst induzieren, Angst wahrnehmen, Angst genießen.

4. Eigenständige Szene weiterverfolgen (Bis stabil)
Verselbständigt sich dein Shock-Object, beobachte es und warte bis die ganze Traumszene sich vollständig gebildet und stabilisiert hat.

5. Klartraum
Ist die Szene stabil, ist es dir Möglich den Klartraum zu starten.


arrow *Übung zum fühlen des Shock-Object.
Es ist wichtig, die Angst, die du auslöst zu kennen, um sie später auch einordnen zu können.
Dazu kannst du folgende Übung durchführen:

Lege dich am besten mittags hin und schließe die Augen. Entspanne dich für ein paar Minuten. Stelle dir nun dein Shock-Object vor. Konzentriere dich zu 100% auf dein Shock-Object und fühle die Angst, als wärst du direkt dabei.
Ein Zeichen dafür, dass die Übung positiv verlaufen ist, wenn die Angst deinen ganzen Körper durchzieht und du Gänsehaut bekommst.

exclam Ich rede nicht davon, sich an Angst zu gewöhnen, sondern sie zuzulassen! Es ist ok Angst vor seinem Shock-Object zu haben. ABER man sollte sich bewusst sein, dass man im Moment nicht in Gefahr ist. Die Angst ist etwas in unseren Köpfen. Nur in unseren Köpfen! Lasst sie zu, aber macht euch bewusst, dass die Angst nur ein Gefühl ist!


+Weitere Erfahrungen und Verbesserungen werden gerne eingebunden.
[Bild: aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.png?t=1377526018]
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#2
05.12.2014, 23:03
Also, dann will ich mal meine Erfahrungen dazu berichten:

Letztens hatte ich fast einen Klartraum, eher zufällig als beabsichtig welcher mit dieser Methode einiges zu tun hat. Der Tag war sehr anstrengend und stressig bis ich um 2 Uhr nachts völlig fertig ins Bett gegangen bin. Die hypnagogen Halluzinationen haben sogleich begonnen und waren sehr, sehr unangenehm. Ich habe 3 Personen wahrgenommen, jedoch nicht optisch. Sie haben sich über irgendetwas ausgetauscht. Auch habe ich die Stimme einer jungen Frau gehört, welche schnell und verzweifelt geredet hat. Den Inhalt habe ich nicht verstanden.

Diese gesammte Szene war sehr unangenehm und ich war kurz davor aufzustehen und irgendwas zu machen um dieser Panik, der Verzweiflung der Hypnagogien zu entfliehen. Dann bin ich jedoch immer stärker in den Traum gerutscht, habe die Szene deutlicher und deutlicher wahrgenommen. Zum Schluss hatte ich fast ein vollständiges Bild, außerdem habe ich meinen Traumkörper schon etwas bewegen können.

An weiteres kann ich mich nicht erinnern, muss wohl eingeschlafen sein.

Kjomat
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#3
06.12.2014, 12:42
Hallo!

Arbeitest du mit dieser Technik? Hast du tatsächlich Erfolge?

Ich habe ein paar Fragen zum Verständnis:
Meinst du, dass man seine größte Angst nehmen soll oder eher die kleinen, die Unsicherheiten, die einen nicht gleich aus der Bahn werfen?

Deine Beispiele zeigen mir nämlich irgendwie, dass du nicht wirklich verstehst, was "Angst" ist bzw. welche Bandbreite sie hat. Die Höhenangst zum Beispiel - gerade Phobien sind so immens, dass sie deine Handlungsfähigkeit gegen jede Logik einschränken. Immer. Egal, wie sehr du verstehst, was passiert und wie dämlich deine Gefühle sind.

Mich würde keiner in eine Achterbahn kriegen, egal ob ich den TÜV-Bericht hätte und der Betreiber mitfahren würde oder sonstwas. Diese Angst ist mit nichts vergleichbar, weil dein Verstand aussetzt und du instinktgesteuert handelst - du hyperventilierst, kannst nichts denken außer "WEG HIER" und wenn du die Möglichkeit zur Vermeidung hast.... Wenn du nun in so eine Situation genötigt wirst, dann passiert folgendes - du wirst apathisch, ergibst dich in dein Schicksal, vielleicht heulst du, vielleicht kotzt du auch die ganze Achterbahn voll... aber genießen? Wenn du mir sagst, wie das geht, dann bist du auf Lebzeit mein Held! Meine Höhenangst ist so manifestiert, dass ich selbst im Klartraum, in dem ich zu hundertprozent sicher bin, dass ich träume und alles tun kann, was ich will - dass ich da Panik bekomme und nicht klar denken kann... und ich arbeite so sehr daran. Wenn ich in die Situation komme, dann haut es mir die Füße weg.

Nichts destotrotz ist Angst ein Mittel Klarträume zu induzieren. Viele meiner KTs ergeben sich direkt aus Albtraumsituationen, in denen ich Angst oder Panik habe. Ich erkenne es an der Situation und an dem Gefühl der Angst - aber ich kann nicht sagen, dass ich das dann genieße - ich versuche es zu verstehen, zu ergründen, warum es passiert und zu überwinden - aber genießen? Nein.

Vielleicht meinst du aber auch die kleine Angst, das Gruseln was einen angenehmen Schauer hinterlässt, dem man nachspürt und sich doch dran erfreuen kann - mag sein, dass das dann funktioniert.
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#4
06.12.2014, 17:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.12.2014, 17:37 von SoaringChristian.)
Hallo Kjomat,
Zitat:...Diese gesammte Szene war sehr unangenehm und ich war kurz davor aufzustehen und irgendwas zu machen um dieser Panik, der Verzweiflung der Hypnagogien zu entfliehen. Dann bin ich jedoch immer stärker in den Traum gerutscht...
GENAU das meine ich!!! Die Angst darf nicht dich beherrschen sondern du musst die Angst beherrschen. Du hast genau das richtige gemacht, als du bei dieser unangenehmen Situation nicht aufgehört sondern weiter gemacht hast!

Hast du gemerkt, dass es nur eine hypnagoge Szene war und deshalb weiter gemacht?


Hallo insomnia,

ich bin mir bewusst, dass die ganze Technik und Erklärung extrem suspekt auf einen wirken muss.
Es ist gut das du fragst. Höhenangst ist übrigens ein perfektes Beispiel, denn diese Angst ist besonders Stark und intensiv. Ich hatte als Kind eine spezielle Art der Höhenangst. Auf einem Berg stehen und runter schauen war kein Problem. Aber nur die Vorstellung, flach auf einem (wenn auch kleinem) Hügel zu liegen und in den Himmel zu schauen, ließ mich erstarren. Ich hatte Angst wenn ich also nach oben gesehen habe... Es fühlte sich an als hätte ich keine Kontrolle mehr über mein Gleichgewicht, ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich dachte mir immer: "Würde jetzt die Schwerkraft ausfallen, würde ich fallen." Du merkst sicherlich, dass Das das sehr ähnlich zur üblichen Höhenangst ist.

Das ganze ist schwer zu erklären, von daher empfehle ich dir eine kleine Übung.
Zitat:Lege dich am besten mittags hin und schließe die Augen. Entspanne dich für ein paar Minuten. Stelle dir nun dein Shock-Object vor. Konzentriere dich zu 100% auf dein Shock-Object und fühle die Angst, als wärst du direkt dabei.
Ein Zeichen dafür, dass die Übung positiv verlaufen ist, wenn die Angst deinen ganzen Körper durchzieht und du Gänsehaut bekommst.
Um das auf dich zu projizieren musst du dir die Situation aus deiner Vergangenheit suchen, die dir besonders Angst gemacht hat. Eine Situation in der deine Höhenangst am größten war. Oft hat man auch Bilder im Kopf die man noch mehr fürchtet als die, die man schon erlebt hat. Diese sind natürlich noch besser! Also wenn du mit deiner Höhenangst dieses Bild verbindest: [Bild: 422674038-staubbach-steilwand-klettern-s...istung.jpg]
dann stell dir vor wie du genau da stehst und nach unten schaust. Aber anstatt vor Angst die Gedanken abzulenken, lässt du sie passieren. Das wird nicht schön. Das löst vielleicht typische Angstzustände aus. Versuche trotzdem weiter die Situation zu verstärken, sodass du die Angst noch mehr spürst - in dem du zum beispiel dort runter springst. Was dir das bringt? Dein Körper und Geist konzentriert sich zu 100% auf diese extreme Situation. Keine Ablenkung bedeutet letztendlich optimale Bedingungen für WILD.
Beschäftige die mit deiner Angst wie mit dem Klarträumen. Spüre wie sie sich anfühlt, was dein Körper macht und was du dabei denkst.
Oft gleicht sich das Gefühl der Angst und die eines (Klar)traumes.

Falls du dich darauf einlässt, berichte mir von deinen Erfahrungen big

Liebe Grüße
Christian
[Bild: aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.png?t=1377526018]
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#5
07.12.2014, 03:34
Ich meine, die Angst in einer klaren Traumsituation lässt sich durchaus gut wegrationalisieren, kann Einen aber trotzdem immer wieder überkommen, wenn eine überraschende Situation da ist.
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#6
07.12.2014, 11:54
Ich kann mir vorstellen, dass das nicht für jeden und bei jeder Angst funktioniert. Wenn die Angst so stark ist, dass sich allein bei der Vorstellung der gesamte Körper komplett verkrampft und sich Puls und Atmung beschleunigen, dann kann man auch nicht einschlafen, da man dafür ja einen entspannten Körper und eine tiefe Atmung braucht.

Aber prinzipiell verstehe ich deine Idee und kann mir auch vorstellen, dass sie für einige gut funktioniert.
Hello darkness, my old friend
I've come to talk with you again...

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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#7
07.12.2014, 14:34
Hallo,
Angst genießen? Wozu soll so eine Entwicklung gut sein?

Ich kann mir aber vorstellen, dass das was für Menschen ist, die z.B. oft Alpträume haben und diese überwinden wollen, wobei ich da auch keinen Sinn drin sehe, dass man das Gefühl Angst genießen sollte, eher vielleicht es einfach aushalten und überwinden.

Sorry, ist mir wohl zu strange bigwink
Liebe Grüße,
Risa
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#8
08.12.2014, 16:24 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.12.2014, 16:27 von SoaringChristian.)
Hey big

Zitat:Wenn die Angst so stark ist, dass sich allein bei der Vorstellung der gesamte Körper komplett verkrampft und sich Puls und Atmung beschleunigen, dann kann man auch nicht einschlafen, da man dafür ja einen entspannten Körper und eine tiefe Atmung braucht.

Genau das ist ja das, was uns meistens raus katapultiert. Der Trick an dem ganzen ist, das Gefühl der Angst als Zeichen von simulierter Realität zu empfinden. Alles was man also macht, ist eine möglichst reale Szene zu generieren - so real, dass es sich "echt" anfühlt. Rein theoretisch geht das mit allen starken Gefühlen, doch besitzt Angst besonders viel Energie und Gefühle womit man einer realen Szene recht nahe kommt. Natürlich funktioniert das ganze nicht beim ersten mal. Doch wenn man sich an das Gefühl gewöhnt und gelernt hat, es zu zulassen, ist ein Einstieg durch WILD nicht mehr weit...

Es ist wichtig die Anzeichen der Angst; das verkrampfen, den Puls, die Atmung bewusst wahrzunehmen. Das Ziel ist, zu lernen wie man seinen Körper gewisse Situation vorgaukeln kann.

Liebe Grüße
[Bild: aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.png?t=1377526018]
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RE: (AILD) Anxiety Induced Lucid Dream
#9
15.01.2015, 21:33
(07.12.2014, 14:34)Risa schrieb: Hallo,
Angst genießen? Wozu soll so eine Entwicklung gut sein?

Ich kann mir aber vorstellen, dass das was für Menschen ist, die z.B. oft Alpträume haben und diese überwinden wollen, wobei ich da auch keinen Sinn drin sehe, dass man das Gefühl Angst genießen sollte, eher vielleicht es einfach aushalten und überwinden.

Sorry, ist mir wohl zu strange bigwink

Also freiwillig wähle ich da lieber auch aus dem nahezu unendlichen Pool an KT-Techniken. Warum etwas hässliches aussuchen, wenn man es auch schön haben kann.
Aber wenn es, so wie es bei mir kurzfristig (2-3 Wochen) der Fall war, gar nicht weg von der Angst kommt, weil man Klarträumen latent dann immer aufgrund der einen oder mehreren wenigen Erfahrungen in Verbindung bringt, macht die Technik durchaus Sinn. Ich habe mich bewusst der Angst gestellt/ausgesetzt und mich zB im Wachleben im Wiener Prater in das Hotel Psycho begeben. In der Erwachsenen-Geister-Bahn habe ich zwar Angst gehabt wie nur (obwohl im Video https://www.youtube.com/watch?v=Rmgi2H5tL6s sieht sie jetzt im Nachhinein einfach nur billig aus), aber ich habe mich zumindest dahin hineingewagt und so ein Zeichen gesetzt. Noch in der selben Nacht hatte ich positive Entwicklungen in 2 KTs erlebt.
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