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These zur Intelligenz von Traumfiguren.

RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#16
24.10.2009, 16:00
Hey, es freut mich, dass so viele interessiert sind.
Was ihr sagt überzeugt mich, vorallem die Tatsache (hoffentlich ists eine) dass die Gehirnaktivität schwankt, sodass die Rechnung schwer bis unmöglich ist.

Aber woran ich immer noch festhalte ist doch, dass eine Traumfigur nur so schlau ist wie man selbst.

Wenn man in einem Klartraum mehrere Traumpersonen erschafft, denen man möglichst viel Gehirnaktivitätskapazitäten gibt, hätte man dann nicht bald eine extreme Gehirnauslastung.

woah das klingt nacht sciene tology
Was immer du tust, genieße es.

Klarträumen ist Luxus.
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#17
24.10.2009, 23:07
Hallo,
Gegenfrage: Weißt du, wie schlau du wirklich bist? - Die frage ist jetzt etwas provokativ gestellt, denn das weißt du nicht. Aber, darauf will ich nur in zweiter Linie hinaus: Du weißt nämlich zudem auch nicht, ob du vielleicht noch schlauer bist, als du es im WL bist. - Na, schon verwirrt? - Zu meinem Ansatz:
Unser Gehirn funktioniert da nämlich meines Wissens etwas seltsam: Sämtliche Kontrollsysteme führen z.B. dazu, dass man Sachen vergisst (obwohl sie in Wirklichkeit noch im Gehirn gespeichert sind), oder ähnliches. So können z.B. Leute, die eine Gehirnkrankheit haben (durch einen Unfall oder angeboren) plötzlich ein Telefonbuch einmal durchlesen und dir dann das ganze Telefonbuch auswendig herunterbeten, ohne einen Augenblick nachzudenken. Wir können das nicht, weil unser "Betriebssystem" sagt: "Was ich einmal lese, davon muss ich mir nur das wichtigste merken, das andere brauche ich nicht mehr." Trotzdem ist es noch irgendwo gespeichert, denn löschen kannst du im Gehirn nicht. Wieder andere können aufgrund eines Gehirnschadens sehr gut rechnen und z.B. auf Anhieb sagen, welcher Wochentag ein bestimmtes Datum war. Du sagst also: 15.02.1214 und der sagt dir auf Anhieb "Samstag" (keine Ahnung, obs stimmt, ich kann das nicht!), und, wenn man dann einen Computer nachrechnen lässt, dann stellt man fest, dass das stimmt.
Bei diesen Leuten sind dann bestimmte Kontrollsysteme im Gehirn einfach ausgefallen. Aufgrund dessen sind die dann übrigens aber nicht mehr wirklich lebensfähig.
Im Schlaf können solche Kontrollinstanzen ebenfalls inaktiv sein und du weißt dann z.B. im Traum, was du geträumt hast, im WL aber nicht (kann natürlich auch verfälscht sein...).
Ähnliches wird es aber auch mit der Klugheit geben: Du wirst, aufgrund der Kontrolle, die du hast, evtl. gar nicht das ganze Potential des Gehirns ausschöpfen können, selbst dann nicht, wenn du vor einer schwierigen Aufgabe stehst. Daraus folgt dann aber für mich, dass du eigentlich viel schlauer sein könntest, als du es eigentlich bist, sprich: Ein intelligenter Mensch ist sogar evtl. vom Gehirn her genauso schlau, wie jemand, der überhaupt nichts auf die Reihe kriegt. Somit folgt daraus dann, dass die Traumfiguren also auch schlauere Ideen haben können, als du selbst in deinem ganzen Leben jemals in der Lage wärest, nur im Ansatz zu haben. Und, erst dann ist der Teil des Gehirns voll ausgelastet. Zudem habe ich nochmal darüber nachgedacht, was du sagst: Du hattest immer den Ansatz verfolgt, dass die Intelligenz irgendwie auf die Traumfigur übertragen werden muss. Da aber ja das Gehirn die Traumfiguren produziert, kann ja ein und derselbe Gehirnteil sowohl dich steuern, alsauch die Traumfigur(en), ohne, dass du das als Träumender merkst. Genau, wie der Filmregisseur ein Drehbuch schreibt. Nur der muss jetzt so intelligent sein (oder der Autor des zugrunde liegenden Romans), dass er eine intelligente Figur dort agieren lassen kann. Der Schauspieler, der diese Figur spielt, kann der dümmste der Welt sein, muss nur gut spielen können. D.h. mit anderen Worten: Auch die Traumfigur ist nur der Schauspieler und auch du bist im Traum nur der Schauspieler und dein Gehirn ist der eigentliche Regisseur, nur, mit dem Unterschied, dass du im Traum gar nicht weißt, dass du da nur eine Rolle spielst und, wenn du klar bist, dass du dann selbst der Regisseur sein kannst, weil du ja dein Gehirn dann steuerst. - Also: Die Traumfigur A ist so schlau, wie der aktive Teil des Gehirns. Ebenso schlau ist die Traumfigur B, sofern dies im Traum wichtig werden könnte. Wird dann ein anderer Gehirnteil auch noch aktiv, so werdet ihr evtl. alle auf einmal schlauer... - Also, insofern muss das ja nicht aufgeteilt werden. @Ricky: War das Beispiel besser? big

Viele Grüße
DF
Ich träume, also kann ich!
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#18
25.10.2009, 09:54
Zitat:Du sagst also: 15.02.1214 und der sagt dir auf Anhieb "Samstag" (keine Ahnung, obs stimmt, ich kann das nicht!)

Mein Computer sagt, es stimmt - vielleicht kannst du´s doch.biggrin
...in einer anderen Herde. pink
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#19
25.10.2009, 13:20
(24.10.2009, 23:07)dreamfactory schrieb: @Ricky: War das Beispiel besser?

Also das mit dem Regisseur und den Schauspielern/Rollen triffts für mich auf jeden Fal besser als der Vergleich mit einer Webseite big

Was die Sache mit der Erinnerung an alles und den Kontrollmechanismen angeht, da glaub ich nicht so recht dran. Warum sollte sich im Laufe der Evolution ein dermassen gigantisches Speichervermögen entwickeln, nur um dann durch zusätzliche Kontrollmechanismen so reduziert zu werden, dass wir es nur zu einem geringen Teil nutzen? Aber das ist wohl ein anderes Thema:
http://www.klartraumforum.de/forum/showt...p?tid=7031
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#20
25.10.2009, 16:35
Das was du sagst, Dreamfactory, leuchtet mir ein und verwirrt garnicht, hehe.
Ich glaube inzwischen, dass die These größtenteils ziemlicher Quatsch ist, aber ich glaube immer noch, dass die Traumfiguren genau wie wir selbst nicht "schlauer" seien können als unser gehirn es sein kann, da ihm auch irgendwo grenzen gesetzt sind, auch wenn wir diese fast nie erreichen.

Allerdings hab ich nen ganz neuen Gedanken gefasst.

Ist das Gehirn dazu fähig, 2 Personen zu erschaffen, die im Traum beide genau an seiner leistungsgrenze kratzen?
Eigentlich rechnerisch nicht.
Aber vielleicht erschafft es die Figuren einfach nur abwechselnd, also mit einem zeitfaktor, wie ein computer das auch macht, sodass es eigentlich immer nur eine figur ist, die ganz schnell da und wieder weg ist, um in der pause die andere existieren zu lassen.


Und meine zweite idee ist:

Die tolle Frage, ob ich im Traum mich selbst kitzeln kann, ist doch beweisbar.
Kitzeln ist die mischung aus überraschung und fast Schmerz.

Da wir im Traum überrascht sein können
und alle Gefühle replizierbar sind
Kann man beide haben
Also ist man kitzelbar!

Hui eine neue These!

Liebe Grüße, Traumelf.
Was immer du tust, genieße es.

Klarträumen ist Luxus.
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#21
25.10.2009, 22:38
@Ricky: Ich bitte dich: Was ist an der Evolution schon perfekt? - Warum z.B. müssen Elephanten 15 Stunden am Tag fressen und sterben dann meist am Hungertod, weil ihre Zähne abgenutzt sind? - Also, du siehst schon: Es ist nichts perfekt und, da man mit einem so großen Speicherplatz im Gehirn, würde man z.B. nichts vergessen, total überfordert (und somit nicht lebensfähig) wäre, wird dann eben das Vergessen direkt mitgeliefert, auch, wenn man nicht physisch löschen kann...
Ich träume, also kann ich!
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#22
27.03.2010, 14:33
Obwohl schon lange niemand mehr hier geschrieben hat und ich in Gefahr laufe, auf Desinteresse zu stossen, möchte ich doch auch noch meinen Senf dazugeben. Bin heute schreibwütigbiggrin

Zitat:[...] Aber woran ich immer noch festhalte ist doch, dass eine Traumfigur nur so schlau ist wie man selbst.

Wenn man in einem Klartraum mehrere Traumpersonen erschafft, denen man möglichst viel Gehirnaktivitätskapazitäten gibt, hätte man dann nicht bald eine extreme Gehirnauslastung.

Wenn ich das mal so sagen darf: Das Wort "Intelligenz" wie es in diesem Thread des öfteren mal gefallen ist, ist imo völlig unangebracht. "Intelligenz" definiert im Grunde nur die Fähigkeit, ein unbekanntes Problem kreativ lösen zu können. (Dass das Wort sowieso im täglichen Leben meist falsch angewendet wird lass ich mal ausser Acht)
Wenn du dich oder die Traumfigur als "schlau" bezeichnest, dann ist das eigentlich nur ein anderes Wort für intelligent.
Ich denke, was die meisten damit meinen, ist die "Leistungsfähigkeit" des Gehirns. Dass man die nicht messen kann sollte jedem bewusst sein. IQ oder EQ Tests sind Quatsch und können die Leistung nicht im geringsten Erfassen. Ebenso ist es Quatsch, sich das Gehirn wie ein Computer mit Arbeitsspeicher und Festplatte vorzustellen.
Das alles ist viel zu statisch, und es ist nicht ohne Grund bis heute nicht möglich, die Möglichkeiten des Gehirns mit Computer zu simulieren. Die Arbeitsweise der Speicherung im Kopf ist viel zu dynamisch und eben "praxisorientiert".

Zitat:Unser Gehirn funktioniert da nämlich meines Wissens etwas seltsam: Sämtliche Kontrollsysteme führen z.B. dazu, dass man Sachen vergisst (obwohl sie in Wirklichkeit noch im Gehirn gespeichert sind), oder ähnliches. So können z.B. Leute, die eine Gehirnkrankheit haben [...] ein Telefonbuch einmal durchlesen und dir dann das ganze Telefonbuch auswendig herunterbeten [...]. Wir können das nicht, weil unser "Betriebssystem" sagt: "Was ich einmal lese, davon muss ich mir nur das wichtigste merken, das andere brauche ich nicht mehr." Trotzdem ist es noch irgendwo gespeichert, denn löschen kannst du im Gehirn nicht.

Teilweise stimmt das, ja. Es gibt im Gehirn verschiedene Bewusstseinsstufen und verschiedene, ich sage mal "Speicherlevel" (Ultrakurz- ,Kurz-, Langzeitgedächtnis). Diesen Speicherlevel werden Informationen nach Wichtigkeit zugeordnet. Die Speicherlevel sind durch Filtersysteme voneinander getrennt. Je wichtiger die wahrgenommene Information, desto mehr Filter wird sie passieren können. Oberste Speicherstufe ist, je nach Definition, das Langzeitgedächtnis oder das Unterbewusssein (Wobei dieses zu einem grossen Teil ins Langzeitgedächtnis gehört).

Das was du da beschreibst (Autisten oder Savants gehören tlw dazu), ist eine fatale Fehlfunktion des Gehirns. Die Filter funktionieren nicht mehr und es wird einfach alles gespeichert, ob nun sinnvoll oder nicht. Stell dir mal vor, du würdest nichts, aber auch gar nichts was du je nach Hause nimmst, wegwerfenglare Irgendwann wirst du dich einschränken müssen, weil du dich in dem Müll kaum mehr bewegen kannst. Vielleicht sagt dir der Begriff "Insel-Begabung" etwas. Das ist nur eine Strategie, mit der Unmenge an Infos, welche manche Autisten verarbeiten müssen, zurechtzukommen.

Das Unterbewusstsein, wie der Name schon sagt, ist eine Stufe unter dem Bewusssein. Dort sind Informationen gespeichert, welche dem Organismus zwar wichtig erscheinen, aber aus irgendeinem Grund nicht bewusst abgerufen werden können/dürfen/wollen.

Beispiel: Ein Raubüberfall, ein Täter (der ist entkommen) und 1 Zeuge. Dieser kann sich an nichts erinnern. Er stand so unter Stress und hatte Angst, dass er das Erlebte einfach verdrängt hat.

Jetzt kommt das Unterbewusstsein ins Spiel. Der Zeuge geht Jahre nach diesem Vorfall irgendwo lang und riecht plötzlich ein seltsam vertrautes Parfum. Er kennt den Geruch irgendwo her. Dann fällt es ihm wie Schuppen von den Augen: Es war der Täter! Plötzlich weiss er wieder alles über den Täter. Aber er wird sich nicht erinnern, wie die Frau in der Ecke ausgesehen hat, was die Pflanze für eine Blütenfarbe hatte, oder ob da Kaugummi am Boden geklebt hat. Weshalb? Weil es unwichtig war.

Die wenigsten Informationen, welche wir tagtäglich verarbeiten, werden gespeichert. Das meiste wird schon nach wenigen Milisekunden unwiderruflich gelöscht.


So, Im Traum also wird man mit Traumfiguren konfrontiert, die "mehr wissen" als wir. Das können sie aber nicht, da sie ja "wir" sind. Aber, sie können Dinge wissen, die wir nicht zu wissen glauben. Das sind all die Dinge, die im Unterbewusssein abgespeichert sind. Zu diesen Informationen hat man normalerweise keinen Zugang.
Wenn man so will ist es also Traumfiguren möglich, auf einen für uns nicht bewusst abrufbaren Speicher zuzugreifen. Sie sind deshalb aber nicht "Intelligenter", "Schlauer" oder sonstwas.

Aber sie können dir etwas klar machen, was du zwar schon lange weisst, dir aber nicht bewusst warst8)
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RE: These zur Intelligenz von Traumfiguren.
#23
07.04.2010, 17:33
Hey,
die Theorie gefällt mir. Das leuchtet mir ein und bestätigt meine Erfahrungen und das was ich gelesen habe.
Oft geben uns Traumfiguren Hinweise, die wir gewusst, aber verdrängt hatten.
Vielen Dank für deinen langen Beitrag.

Mir selbst ist eben auch noch ein Gedanke gekommen:
Im Traum ist Zeit sehr undeutlich, es kann sein, das sie vor und zurück, schneller oder langsamer "fließt"
Das heisst dann auch, das eine unendliche anzahl Traumfiguren scheinbar alle meine maximale Gehirnleistung haben könnte, da sie sich abwechseln, wobei sie das sehr schnell und mit verschobener zeit tuen.
Aber ich glaube nicht das unser Gehirn eine Leistungsgrenze hat die derart greifbar ist, da es sich anpassen kann und keinen festen zustand hat.

Grüße, euer Traumelf
Was immer du tust, genieße es.

Klarträumen ist Luxus.
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