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Tod der digitalen "Erleuchtung"

Tod der digitalen "Erleuchtung"
#1
21.11.2006, 14:17
....oder auch "who killed the digital dream?"


Fuer Leute die sich im lesen schwertun:
In diesem Thread geht es NICHT um Subkulturen!


Wovon redet Lyx nun wieder? Also, viele hier duerften ja schonmal davon gehoert haben, das die globale Stimmung wellenartig verlaeuft... mit boom, euphorie, depression usw.....

Mir ist heute aufgefallen, das in den letzten 40 Jahre da scheinbar etwas aus dem Rhythmus geraten ist. Wenn ich das richtig verstehe, muesste es naemlich eigentlich in den 80ern ne Depression gegeben haben.... aber diese trat nicht ein und wurde stattdessen auf jetzt hinausgezoegert... aber fangen wir erstmal langsam von vorne an:

Masseneuphorie und das Gefuehl von "Erleuchtung" haengen ganz eng miteinander zusammen, um nicht sogar zu sagen, dass es ein und dasselbe ist. Die Massen erheben ein Thema zur ultimativen Wahrheit, fuehlen sich erleuchtet, und feiern es euphorisch.

Was in den 70ern war, duerfte ja wohl jeder schonmal gehoert haben. Riesenboom und Eurphorie. Wortwoertlich aeusserte sich dort das mit der Erleuchtung besonders deutlich in der New-Age Subkultur. Eigentlich bahnte sich das ganze schon ende der 60er an. Aber erst in den 70ern schlug es dann von einer psychedelischen Konterbewegung in einen kunterbunten Massenwahn um. Der Rest is bekanntlich Geschichte.

Was nun danach? Eigentlich haette es danach ne Ernuechterung geben sollen. Ne Depression in den 80ern. Aber die trat nich ein. Wieso nich?

Computer.

Bevor die Massen sinnbildich verschnaufen konnten, trat die digitale Revolution ein und sorgte vorerst unter der Oberflaeche fuer eine neue Konterkultur. Das aeusserte sich wie so oft als erstes in der Kunst. Sowohl die Videospiel, -demo als auch Musikszene bluehte geradezu mit neuen Ideen und Inspiration auf. Erstaunlicherweise hielt diese Euphorie "unter der Oberflaeche" ungewoehnlich lange an. Fast 15 Jahre blieb es eine grosse aber dennoch vom Mainstream seperate Bewegung. Erst Mitte der 90er fand es ein massentaugliches Ventil: Techno.

Techno war eine aeusserst interessante Bewegung, weil an ihr so deutlich ersichtlich war, was sie eigentlich ist - zumindest fuer einen offenen aussenstehenden. Liebe und Technologie ergibt Technologieliebe. Ach ja, und nach dem wortwoertlichen Zusammenhang zur Massenerleuchtung brauchte man garnicht lange zu suchen - das stecke ganz offensichtlich und unverbluehmt in den doch recht kitschigen Vocals big

Nun hat Techno etwas ganz seltsames bewirkt. Es hat sich selbst gekillt. Und das richtig schnell. Ein Technologieboom beguenstigt naturgemaess auch die Macht der Industrie. Genau jene wurde derart gierig und maechtig, das sie diese Bewegung in bloss 5 Jahren bis zum letzten Tropfen kaputterntete. Fuer Kenner war sie sogar innerhalb von nur 3 Jahren hinueber, aber das is ne andere Geschichte.

Was nun? "Endlich" Depression? Nö! Nun platzt der nächste Meilenstein ins Haus: Internet.

Aber da die Massen so langsam Müde werden von der pausenlosen "Turboerleuchtung" und die durch Techno gepushte Industrie noch immer nich den Hals voll kriegen kann, mäht sie auch das I-Net in nur wenigen Jahren nieder. Und nu is trotz seiner bahnbrechenden Bedeutung auch aus dem INet schon wieder die Luft raus.

Was folgt, is all das, was sich in den letzten 25 Jahren angestaut hat an Depression. Da die USA ja bei bei neuen Sachen immer als erste dabei sind, geben sie dem ganzen auch noch nen symbolischen Startschuss - Kolonialisierung und Kreuzzuege sind toll big

Jo, und was is nu mit den Massen? Die sind total verwirrt, sauer, depri, orientierungslos und was weiss ich noch alles. Damit wird man wohl spaeter mal auch die "00er" verbinden: Orientierungslosigkeit, Depression, INet.

So, und nun duerft ihr mal raten, wieso Post-Modernismus wohl so in Mode is :-P
Ich bremse nicht für doofe Menschen.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#2
21.11.2006, 16:12
hmmm... find ich eine sehr wagemutige Theorie... (wenn auch nicht uninteressant)
Wenn man aber von Modebewegungen spricht hast du meiner Meinung nacht gewaltige Lücken gelassen:
z.B;
1. Die ganze subkulturellen Bewegungen die durchaus sich den "Schattenseiten" des Lebens widmeten, angefangen von •sämtlichen Metal-Richtungen (ich erinnere nur an Sepulturas "War for Teritory" die sich mit dem Konflikt im Gazastreifen auseinandersetzten)
-->http://www.youtube.com/watch?v=DJSCK6ekY...ed&search=
oder Metalica die auch durch alles andere als fröhliche Texte es bis an die Chartspitzen schafften (Black Album)
•Die Punk - Bewegung (man erinnere sich nur an die berüchtigten "Chaos - Tage" in Hannover

•Die gothic - Wave -Bewegung die eben in den 80ern erst anfing so richtig zu existieren (Depeche Mode, Cure, Joy Division usw...)

•dann in den 90ern bestand die Welt ja auch nicht nur aus Techno - denn: was wäre mit Nirvana und der ganzen grunge - Bewegung,

•was wäre mit der ganzen Crossover - Bewegung, (Rage against the Machine)

•was ist mit der Hardcore - Bewegung die auch anfang der 90er ihre Blüte hatte (kennt jemand noch "Bodycount?")

•die ganze Hip - Hop Bewegung die auch zum Teil eine sehr negative Lenkung schon in den 90ern erfahren hatte (Cypress Hill, Wu - Tang - Clan, Tu - Pac) bei der die Leute mal über die Schattenseiten des Ghetto-Lebens berichteten

•oder ganz schlicht die Pop-Bewegung:
http://www.youtube.com/watch?v=UDG56Xq4JFQ
--------------------------------------------------------------------------------
ok... ich könnte diese Liste endlos fortsetzen, aber ich denke jeder hat mitgekriegt auf was ich hinauswollte:

In unsere (westlichen) Welt war Techno durchaus sehr präsent, und ich vermute mal es gab bei weitem mehr Techno und Rave-Bands als andere wobei ich denke dass sich das primär daraus ergab das sich eine Rave - Scheibe einfach schneller und billiger produzieren liess, ob aber die Leute mehr Techno als andere Musikrichtungen gehört haben lasse ich mal dahingestellt.

Ich glaube das du aus einem höchst subjektiven Standpunkt alles versuchst zu erklären, aber ich würde vorsichtig sein eine allgemeine "Erläuchtungs - Bewegung" daraus zu machen.

Meiner Meinung nach gab es schon zu jeder Zeit einfach Pole und Gegenpole und daher lässt sich keine allgemeine Depression oder sonstwas ableiten.

Ich denke das die heutige Zeit durchaus eine andere ist, aber man kann ihr mit sehr hoher Sicherheit keine Gewichtung in "gut" oder "schlecht" beimessen da es eine reine Ansichtssache ist.

z.b.: Krieg im Nahen Osten ist im Moment Omnipräsent und Terroristen bedienen sich des Internets als ein Mittel um effektiv Terror zu schüren.

Auf der anderen Seite haben wir aber über Wikipedia, Google, You Tube Zugang zu Wissensquellen in Sekundenbruchteilen und es kostet fast gar nix. Früher war es ungleich schwerer und vor allem kostenintensiver an selbe Informationen zu kommen.

lass dich nicht beirren ich kann mich noch genau erinnern als die Medien anfang der 90er uns schon weissmachen wollten wir wären Orientierungslos, und Umweltkatastrophen (Ozonloch etc.) waren die Schlagwörter schlechthin.
Heutzutage ist es eben der Terrorismus und die Vogelgrippe.
Die Welt hat sich verändert aber ich würde sagen weder zum Positiv noch zum Negativ...
Lass dir keine Hoffnungslosigkeit und Angst einreden

LG
Kra


--edit--
und noch zum Schluss ein interessanter Link der dich vielelicht noch überzeugen wird:
http://www.sibilla-egen-schule.de/konflikt/projhome.htm

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/pub...archiv.htm
Wenn der Schwan beim Raben sitzt, ist er um so weißer
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#3
21.11.2006, 17:22
Ich glaube Du hast da etwas missverstanden - und den Threadtitel irgendwie ueberlesen. Es ging mir hier nicht darum jede einzelne bloede Modebewegung oder Subkultur aufzuzaehlen, sondern den Verlauf zu beschreiben der Dinge, welche am wesentlichsten die Massen veraenderten und welche auch fuer starke Veraenderungen ausserhalb von Musik oder sowas sorgten. Es geht mir hier gewissermassen um "Zeitgeist". NICHT darum jede daemliche Subkultur aufzuzaehlen, denn es geht in diesem Thread nich um Subkultur sondern um "Race-Mind".


Zitat:KraKraRabe schrieb am 21.11.2006 16:12 Uhr:
hmmm... find ich eine sehr wagemutige Theorie... (wenn auch nicht uninteressant)
Wenn man aber von Modebewegungen spricht hast du meiner Meinung nacht gewaltige Lücken gelassen:
z.B;

...

1. Die ganze subkulturellen Bewegungen die durchaus sich den "Schattenseiten" des Lebens widmeten, angefangen von •sämtlichen Metal-Richtungen (ich erinnere nur an Sepulturas "War for Teritory" die sich mit dem Konflikt im Gazastreifen auseinandersetzten)


Die hatten alle nich viel zu sagen und haben die Menschheit nich sonderlich gepraegt.


Zitat:•Die Punk - Bewegung (man erinnere sich nur an die berüchtigten "Chaos - Tage" in Hannover

Auch die haben nix grosses bewirkt. Sie haben bloss den linken ne neue Gestalt gegeben.


Zitat:•Die gothic - Wave -Bewegung die eben in den 80ern erst anfing so richtig zu existieren (Depeche Mode, Cure, Joy Division usw...)

LOL, die gossicks hatten vorher noch nie irgendwas zu sagen und haben als totale Randerscheinung quasi nix bewirkt. Erst jetzt wo wir mitten in ner grossen Depression stecken und werden sie rausgekramt und kommen Massenweise in Mode. Ohne diese grosse Depression, waehren sie noch immer ne Randerscheinung. Sie moegen "JETZT" bedeutend sein, aber das was ich beschrieb drehte sich ja ueberwiegend um die Vergangenheit - und da waren gossicks halt herzlich egal.


Zitat:•dann in den 90ern bestand die Welt ja auch nicht nur aus Techno - denn: was wäre mit Nirvana und der ganzen grunge - Bewegung,

Hat ausserhalb der Musikwelt nix bemerkenswertes bewirkt.


Zitat:•was wäre mit der ganzen Crossover - Bewegung, (Rage against the Machine)

Ditto.


Zitat:•was ist mit der Hardcore - Bewegung die auch anfang der 90er ihre Blüte hatte (kennt jemand noch "Bodycount?")

Siehe "Punks" am anfang dieses Posts.


Zitat:•die ganze Hip - Hop Bewegung die auch zum Teil eine sehr negative Lenkung schon in den 90ern erfahren hatte (Cypress Hill, Wu - Tang - Clan, Tu - Pac) bei der die Leute mal über die Schattenseiten des Ghetto-Lebens berichteten

In 30 Jahren weiss davon niemand mehr was. Von Techno hingegen schon - weil es auch ausserhalb von Musik etwas grosses bewirkte.
Ich bremse nicht für doofe Menschen.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#4
21.11.2006, 17:23

Zitat:•oder ganz schlicht die Pop-Bewegung:

Total belanglos ausserhalb von Musik.


Zitat:In unsere (westlichen) Welt war Techno durchaus sehr präsent, und ich vermute mal es gab bei weitem mehr Techno und Rave-Bands als andere wobei ich denke dass sich das primär daraus ergab das sich eine Rave - Scheibe einfach schneller und billiger produzieren liess, ob aber die Leute mehr Techno als andere Musikrichtungen gehört haben lasse ich mal dahingestellt.

Chauvinismus und Ignoranz.


Zitat:Ich glaube das du aus einem höchst subjektiven Standpunkt alles versuchst zu erklären, aber ich würde vorsichtig sein eine allgemeine "Erläuchtungs - Bewegung" daraus zu machen.

Einen Satz vorher meintest Du noch "Techno war ja eh nur so verbreitet weil dazu kein Talent noetig is und es billig zu produzieren is".


Zitat:Meiner Meinung nach gab es schon zu jeder Zeit einfach Pole und Gegenpole und daher lässt sich keine allgemeine Depression oder sonstwas ableiten.

Du siehst den Wald nich, weil Du von den ganzen Bäumen verwirrt bist.


Zitat:Ich denke das die heutige Zeit durchaus eine andere ist, aber man kann ihr mit sehr hoher Sicherheit keine Gewichtung in "gut" oder "schlecht" beimessen da es eine reine Ansichtssache ist.

Und? Wo gings in diesem Thread bisher um Bewertung? Mit gut und schlecht hast Du angefangen, und nu kommst ausgerechnet Du an und meinst man sollte nich werten?


Zitat:z.b.: Krieg im Nahen Osten ist im Moment Omnipräsent und Terroristen bedienen sich des Internets als ein Mittel um effektiv Terror zu schüren.

Ohje, noch ein Propagandazombie..... und du willst mir Subjektivität unterstellen? Glaubst Du auch an Hexen? Vielleicht auch an den Weihnachtsmann?


Zitat:Auf der anderen Seite haben wir aber über Wikipedia, Google, You Tube Zugang zu Wissensquellen in Sekundenbruchteilen und es kostet fast gar nix. Früher war es ungleich schwerer und vor allem kostenintensiver an selbe Informationen zu kommen.

Blahblah - und? Was willst Du damit sagen? Die enorme Bedeutung des INets hab ich doch schon im ersten Post erwaehnt? "Was" versuchst Du hier eigentlich zu "rechtfertigen"?


Zitat:lass dich nicht beirren ich kann mich noch genau erinnern als die Medien anfang der 90er uns schon weissmachen wollten wir wären Orientierungslos, und Umweltkatastrophen (Ozonloch etc.) waren die Schlagwörter schlechthin.

Hat sich ja auch schon damals angebahnt.


Zitat:Heutzutage ist es eben der Terrorismus und die Vogelgrippe.

Haeh? Heute ist "was" Terrorismus und Vogelgrippe? Herjeh, du bist ja sehr fleissig im ausfuehrlich schreiben..... aber mehr Sinn ergibt es trotzdem nich was Du schreibst.


Aber, da Du es schon nich hinbekommst Dich selbst konkret auszudruecken, werde ich fuer Dich Deinen ganzen Post in nur einem einfachen Satz zusammenfassen:

"Alles ist homogener grauer belangloser Brei ohne erkennbare Details."

Oder noch einfacher:

"Alles ist scheissegal".

Wenn Du so drauf bist, na wozu schreibst Du dann hier eigentlich noch?

- Lyx

edit: was ist denn das fuer eine daemliche Foreneinstellung: "Beitraege duerfen nich laenger als 5000 Zeichen sein."
Ich bremse nicht für doofe Menschen.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#5
21.11.2006, 18:08
allein die grundthese, dass es wellenartige verlaeufe in der globalen stimmung ueberhaupt gaebe, ist ziemlich spekulativ. und woran misst man das denn? an umfragen? an den berichten, die man aus den medien zieht?
und weiters ist mittelst induktion sowieso nicht logisch gueltig argumentiert.. (dass die wellen da sind und daher auch wieder kommen werden)

besonders aber den momentanen zustand zu deuten duerfte recht schwierig fallen. was nun ansteht, in welche richtung es geht oder was passieren wird, ist darueber hinaus wiederum hoechst spekulativ.
- die massen sind verwirrt, sauer, depri..? woher weiss man sowas? ich kann die massen ebensogut selektiv auf andere weise betrachten. und nicht-selektives betrachten duerfte recht schwierig sein, da es eben um unabzaehlbare massen geht..
..dass andere erscheinungen und bewegungen "nichts oder unwesentliches" bewirk(t)en, halte ich fuer ausgeschlossen: dass einzelne bewegungen oder erscheinungen eine absolute mehrheit im mengenverhaeltnis haben, welches die menschen auf eine ganz spezielle richtung (euphorie und depression) hin lenkt, wuerde vorraussetzen, dass die menschen groeßtenteils gleichgeschaltet sind. so etwas kann man behaupten, aber mit welchen gruenden?
ich hab jedenfalls noch nie nen' massenmenschen gesehn.. bigwink
eine "grundstimmung" ueberhaupt festmachen zu wollen, halte ich wenn nicht fuer unsinnig, dann doch zumindest fuer unmoeglich.. (die statistik, die die ganze welt umfasst.. oder doch zumindest alles "relevante" an ihr (was ist denn das, dieses relevante? anhand welches kriteriums bestimmt man das?))

du vereinfachst, da wirst du mir zustimmen. aber ich wage zu behaupten dass du viel zu extrem vereinfachst.
-das gilt auch fuer zusammenfassungen der art: "du sagst also im groben: >alles ist scheissegal<" - was du mir ja auch schon unterstellt hast.
im uebrigen ist es ein rein rethorisches totschlagargument, wenn du sagst, "wozu schreibst du dann hier eigentlich noch?" - eine rechtfertigung dafuer ist nicht notwendig, um ueber das thema zu sprechen.
und wuerde niemand die these "alles ist egal" aufbringen, dann haettest du dein ziel vielleicht erreicht: keine gegner in der diskussion mehr; womit die argumente deswegen aber noch nicht ausgeschaltet sind.

mein posting klingt vielleicht auch etwas zu extrem, weil ich garnicht denke, dass man ueberhaupt keine aussagen ueber die entwicklung der welt etc machen koennte. doch sollte man erstens darauf achten, dass man aussagen trifft, die man auch irgendwie sinnvoll ueberpruefen kann, zweitens vielleicht darauf achten, sofern die aussagen nicht wiederlegt sind, dass sie deshalb trotzdem nur ein modell darstellen..
und ich finde dein modell, wie gesagt, zu vereinfacht.

nein, ich entwerfe selbst jetzt kein alternatives modell, weil mir das fachwissen dazu fehlt. (ich hoer dich schon darauf antworten.. "und warum schreibst du hier.. " und moechte dem schonmal entgegnend betonen, dass meine argumentation bisher recht allgemein ausgefallen ist)
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#6
21.11.2006, 18:09

Zitat:Aber, da Du es schon nich hinbekommst Dich selbst konkret auszudruecken, werde ich fuer Dich Deinen ganzen Post in nur einem einfachen Satz zusammenfassen:

"Alles ist homogener grauer belangloser Brei ohne erkennbare Details."

Oder noch einfacher:

"Alles ist scheissegal".

Wenn Du so drauf bist, na wozu schreibst Du dann hier eigentlich noch?


Ich glaube da hast du einiges mächtig falsch verstanden.
Na gut, ich sehe schon du magst es kurz und prägnant, bitte:

Alles was passiert bewirkt GLOBAL gesehen einen Gegenpol.
Und je weiter du aus dem Detail gehst umso weniger kannst du noch irgendwelche Strukturen erkennen.

Mit anderen Worten:
Es gibt meiner Meinung nach - und gab noch nie - eine global erkennbare Bewegung sondern eine chaotische Verkettung von sich gegenseitig beeinflussenden Ereignissen in denen du versuchts eine globale Struktur (bzw. Strömung) zu sehen.

Mit meinen Beispielen wollte ich meine These nur untermauern.
Mich mit "alles ist scheissegal" zu zitieren finde ich ziemlich unangebracht dir. Jede Aktion bewirkt nämlich immer eine Reaktion, nur denke ich das man daraus kein globales Prinzip spinnen kann...

Mit "Gut" oder "schlecht" habe ich auf zwei Gegenpole wie "Erleuchtung" und "Depression" angespielt - mag ja aber sein das deine Wertung von diesen beiden Begriffen von meiner Abweicht.

--> Falls du dir die Karten angeguckt hättest wüsstest du wovon ich rede; Meiner Meinung nach kann von "globaler" Erleuchtung nicht die Rede sein wenn die Hälfte der Menschheit in tiefster Barbarei lebt und Kriege führt - wenn dann noch vonn Lokal (also hauptsächlich auf Europa und Amerika bezogen) wobei sich das wiederum selber widerspricht da es unserem westlichen Teil der Welt nur deswegen so gut geht weil wir auf Kosten des Rests der Welt leben.

Und nun wo die Welt anfängt ihr Gleichgewicht auszutarieren (Europa erfährt eine Depression - Asien einen Aufschwung) kommst du mit "globalen" Depressionen daher - ich fürchte ein Chinese würde das wohl doch anders sehen, oder?

edit:Mist! Spell war mal wieder schneller geschrieben als ich... da hätte ich mir diesen Post auch sparen können
pleased
Wenn der Schwan beim Raben sitzt, ist er um so weißer
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#7
21.11.2006, 18:23

Zitat:spell bound schrieb am 21.11.2006 18:08 Uhr:
besonders aber den momentanen zustand zu deuten duerfte recht schwierig fallen.

...

- die massen sind verwirrt, sauer, depri..? woher weiss man sowas?


Ich kapituliere vor Dir, denn es scheint mir unmoeglich mit Dir ueber dieses Thema zu reden, da Du entweder in einem Erdloch mit INet-Anschluss lebst, oder mit Scheuklappen durch die Welt gehst.

- Lyx
Ich bremse nicht für doofe Menschen.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#8
21.11.2006, 18:29
Ah Lyx... eigentlich dachte ich ja dass das eine interessante Diskussion werden könnte und kein Flame-War...

Aber irgendwie bist du wohl eher an deinem Standpunkt als an einer Diskussion interessiert und jeder der eine andere Meinung vertritt ist unwürdig hier zu schreiben (so zumindest mein Eindruck).

Dich wollte hier ja niemand angreifen (noch habe ich erwartet das mir Beleidigungen a´la "MedienZombie" an den Kopf geschmissen werden)

... wobei mich ja schon interessiert hätte wie du zu dieser Anischt gekommen bist? Jede Ansicht entsteht durch Denkprozesse und diese gilt es doch zu ergründen...(und ist es wirklich so gemein von uns eine andere Ansicht zu haben als du dass du uns gleich beschimpfen musst?)
Wenn der Schwan beim Raben sitzt, ist er um so weißer
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#9
21.11.2006, 20:26
sag', wozu ist der thread sonst da, wenn man deine ansichten nicht kritisieren darf?
nur zu propagandazwecken?
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#10
21.11.2006, 20:58
Philosophie setzt vorraus das man philosophieren kann.

Ueber den Zustand der Welt reden setzt vorraus, das man mit offenen Augen durch die Welt geht.


Dieser Thread ist nicht fuer abgestumpfte doofe gedacht, ums mal frontal zu sagen. Oder diplomatischer: Wenn man nich weiss wovon man redet, besser klappe halten big

- Lyx
Ich bremse nicht für doofe Menschen.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#11
21.11.2006, 21:04
heute: der theologe: "wer die gotteserfahrung nicht kennt, ist blind; diskussionen mit solchen menschen sind ueberfluessig"
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#12
22.11.2006, 12:51
alles klar... (ich unwürdiger)uwissender werde ab jetzt die Klappe halten... und lasse dich mit deinem Thread in Ruhe.
Ich hoffe das dir noch mehr (v)erleuchtete (also deinesgleichen)begegnen damit du mit ihnen deine Propaganda teilen kannst.
um es mit deinen Worten zu sagen:
Zitat:Ueber den Zustand der Welt reden setzt vorraus, das man mit offenen Augen durch die Welt geht.

ich glaube den Satz hast du richtig aufgeschnappt aber ich glaube mit der Sinnerfassung happerts noch a bisserl... big
Wenn der Schwan beim Raben sitzt, ist er um so weißer
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#13
22.11.2006, 12:58

Zitat:Lyx schrieb am 21.11.2006 14:17 Uhr:
In diesem Thread geht es NICHT um Subkulturen!

Wortwoertlich aeusserte sich dort das mit der Erleuchtung besonders deutlich in der New-Age Subkultur.

augenroll


Zitat:Lyx schrieb am 21.11.2006 14:17 Uhr:
Was in den 70ern war, duerfte ja wohl jeder schonmal gehoert haben. Riesenboom und Euphorie.


An die zweite Hälfte der 70er kann ich mich noch ganz gut erinnern. Da war - auch in den Medien - ziemlich viel von der RAF die Rede. Besonders euphorisch klang das damals aber nicht bigwink


"Die 70er und 80er Jahre sind für die Bundesrepublik Deutschland eine Zeit der Bewährung. Wirtschaftskrisen, knapper werdende Energie und Umweltprobleme dämpfen den Fortschrittsglauben. Wirtschaftliches Wachstum ist nun nicht mehr selbstverständlich. Die Ölkrise von 1973 ist Auslöser der schwersten Wirtschaftskrise seit Kriegsende. In den westlichen Industriestaaten wächst die Zahl der Arbeitslosen und die Verschuldung der öffentlichen Haushalte. Durch internationale Absprachen und gemeinsames Handeln versuchen die sieben führenden Industrieländer der Weltwirtschaftskrise entgegenzusteuern."

(Quelle)

Edit: Hab ich das Format auf dem Gewissen?
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#14
22.11.2006, 13:16

Zitat:Rhetor schrieb am 22.11.2006 12:58 Uhr:

Zitat:Lyx schrieb am 21.11.2006 14:17 Uhr:
In diesem Thread geht es NICHT um Subkulturen!

Wortwoertlich aeusserte sich dort das mit der Erleuchtung besonders deutlich in der New-Age Subkultur.

augenroll


Gratulation! Du hast es geschaft ein Wort aus der Einleitung im Text wiederzufinden. *applaus*


Nur leider passt der Kontext und semantische Bedeutung ueberhauptnich. Dumm gelaufen.

Whatever, diesen Thread kann man ebenso schliessen, da er nu hinueber is. Genau genommen haette ich auch von vornherein mir denken muessen, das dies hier das falsche Forum fuer so ein Thema is. Naja, aus Fehlern lernt man.

- Lyx


Zitat:Lyx: "irgendwie hab ich intuitiv begonnnen immer mehr mit einzelnen leuten direkt zu philosophiern und auf spezialforen..... und immer seltener in normalen foren was zu schreiben"
Lyx: "genau genommen schreib ich in slchen foren kaum noch philosophische sachen weil da fast nur trottel antworten"
*****: "*grins*"
Lyx: "besonders postmoderne trottel"
*****: "lol"
*****: "ich schreib nur noch in solchen foren, DAMIT trottel antworten und ich ein paar hitzige diskussionen bekomme um mich abzureagieren =)"
Lyx: "hmm, auch ne variante. Aber ich glaub dafuer bin ich nich frustriert genug big"
Ich bremse nicht für doofe Menschen.
Re: Tod der digitalen "Erleuchtung"
#15
22.11.2006, 14:08
Hmm, Du argumentierst aussschließlich über den Verlauf der «Digitalgeschichte», schließt damit auf den Rest und läßt Argumente außerhalb des Digitalen nicht zu? Das hinkt doch. Entweder kannst Du Dich ausschließlich auf die digitale Welt beziehen oder mußt weitere globale Einflüsse ebenso mit einbeziehen.

Sicherlich haben Computer vielfältige Einflüsse auf unsere Welt wie kaum etwas zuvor. Techno gegen Hip-Hop abzuwägen ist allerdings wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Hip-Hop an sich ist wohl das Resultat des Umgangs mit und der Praxis von Rassismus in unserer Gesellschaft. (Massentaugliche Formen von Hip-Hop haben da genauso viel mit zu tun wie heutiger Techno mit den ersten Kraftwerkalben.) Ich bezweifle mal stark, daß da in 30 Jahren niemand mehr von wissen wird. Da überbewertes Du Techno im Vergleich vermutlich stark.

Ich will mal den Umgang verschiedener Kulturen und Ethnien miteinander nicht neben die Elektronikentwicklung stellen und abwägen ... Äpfel und Birnen halt.


Glass
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