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Frage zur Erleuchtung

Frage zur Erleuchtung
#1
04.03.2020, 19:54
Ich hab ne Frage zum Traumyoga.

Wie ist das eigentlich wenn ich auf dem Weg zur Erleuchtung das Gefühle habe, es gibt nur mich und alle anderen Menschen sind Traumfiguren? Kennt das jemand? Für mich ist diese Erkenntnis ein Zustand den ich ab und zu habe, aber nicht dauerhaft. Jetzt ist er gerade wiedermal da. Gerade als ich jemandem helfen wollte, merkte ich, dass das helfen keinen Sinn mehr macht, falls das hier wirklich mein Traum ist. So wie wenn man im Traum Dinge tut weil man trüb ist, während man was anderes tun würde, wenn man klar wäre.

Immer wenn ich in diesem Zustand bin, merke ich auch dass mich die Akzeptanz dessen emotional überfordert. Es ist jedesmal wie ein kleiner Schock. Ich frage mich, ob das überhaupt wahr ist? Und wenn ja wie gehe ich damit um? Welche Konsequenz hätte das für mich? Soll ich ich jetzt versuchen mein Leben so zu leben, als wäre ich in einem Klartraum? Und was würde ich dann machen?

Ich habe Angst, dass ich mir das nur einbilde und dann etwas tue, was ich im Ego nicht tuen würde.
Gleichzeitig wirft das die Frage auf, warum würde ich denn im Traumbewusstein etwas tun, was ich mir im Wachbewusstsein verbiete und ist diese innere Gespaltenheit nicht eine wunderbare Chance auf eine noch tiefere Selbsterkenntnis, die die rationale und die traumlogische Seite letztlich vereinen wird?

Bedeutet diese Angst nicht auch, dass ich noch einen Teil meines Unbewussten abgespalten habe und erst wenn ich lebe als sei es ein Klartraum, ich ganz bin?

Mein Problem ist auch, dass ich keine Vorbilder habe. Normalerweise orientiere ich mich an meiner Umwelt, und ich bin immer irritiert und verunsichert, wenn ich im Außen keine Vorbilder mehr finde, weil dieses Thema ja eine Randerscheinung ist und man selten Leute trifft, die durch die Luft fliegen.

Sonst könnte man sich ja sagen, ah ok das geht wirklich, ich habe es bei meinem Nachbarn gesehen, aber solange man seinem Gefühl noch nicht ganz vertraut, weil man immer noch Anhaftungen an die Norm hat, sich nach Außen orientiert und das kollektive Programm in einem läuft, ist es schwierig wirklich klar zu sein und zu handeln.

Das ist als ob man im Klartraum klar ist aber dann von Zweifeln überwältigt wird, und sich nicht traut zu fliegen, weil die anderen Traumfiguren das schräg finden könnten, und man das selbst so schräg findet dass man es nicht tut, obwohl man intuitiv weiß dass es geht. Ich glaube ich habe Angst vor Konsequenzen. Im Klartraum gibt es keine Konsequenzen. Das ist bisher eine Unterscheidung die ich noch nicht auflösen konnte. Kann man diese überhaupt auflösen? Wenn ja wie?

Einem Klarträumer würde ich sagen, deine Klarheit ist nicht hoch genug. Vielleicht ist das hier auch so. Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

Ich fühle mich an der Stelle immer irgenwie hilflos, vermutlich auch weil sich das wie ein Notfall anfühlt, weil ich absolut unwissend bin, wie ich damit umgehen soll. Und warum muss ich überhaupt? Ich glaube auch das erzeugt das Problem, weil ich denke sobald etwas möglich ist, es auch gelebt werden muss. Ich glaube das ist ein Konflikt zwischen dem Geist und dem Ego und einem Anteil in mir, der permanent im Entwicklungswahn ist.
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RE: Frage zur Erleuchtung
#2
04.03.2020, 20:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.03.2020, 21:00 von Liri.)
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Ich kann dazu nichts sagen, möchte nur sagen, dass ich für mich selbst nicht den Weg des Solipsismus gehen möchte, sondern den des Mitgefühls - nicht Mitleids, sondern eben des mitfühlens mit allem, was lebendig ist.

Also meine Inkarnation anerkennen und die Geschöpfe um mich herum als genauso inkarniert vorhanden und bedürftig anzusehen wie mich selbst. Und nicht als "meine" "Traumfiguren". Ich sehe es eher so, dass wir alle Traumfiguren des Großen Ganzen sind und ich aber nicht das Große Ganze bin, sondern eben nur ein Partikel davon. Nämlich sich mit dem Großen Ganzen komplett zu identifizieren, würde eventuell - wie ein Freund von mir mal gesagt hat - die Gefahr der Ich-Aufblähung mit sich bringen.

Also Erleuchtung ist mir nicht so wichtig, ich glaub es geht eher in Richtung des Mantras: Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein! Natürlich kann ich nicht immer so 100% so sein, ich trage schon auch Boshaftigkeit und so was mit mir rum. Weit entfernt von Perfektion auf jeden Fall. Aber wenn mir was wichtig ist, dann ist es das. Da steh ich absolut dahinter. Meine eigene mögliche Erleuchtung verblasst dagegen zur Bedeutungslosigkeit, um ein Wortspiel zu gebrauchen.

Daher - kann ich nichts zu diesem Problem sagen. Nicht direkt. Sondern indirekt. Joa. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen möchte.
~ I primarily want to light up a flame in a raging storm ~


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RE: Frage zur Erleuchtung
#3
04.03.2020, 21:48 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.03.2020, 21:50 von ichbinmehr.)
Ja das sehe ich auch so so wie du. Ich weiß auch gar nicht warum Solipsismus und sich gegenseitig Mitgefühl zu geben sich ausschließen sollten? Warum denkst du, dass das ein Widerspruch wäre?

Mich beschäftigen eher Fragen bzgl. meiner eigenen Selbstannahme vs. gesellschaftliche Normen und Abhängigkeiten die einfach bestehen, weil ich ein Mensch bin der Bedürfnisse hat. Manchmal sind Bedürfnisse auch ambivalent und so habe ich noch nicht für alles eine optimale Lösung gefunden.

Wenn das hier ein Traum ist, dann würde ich nicht mehr täglich zu einer Arbeit gehen, die mich nicht mehr glücklich macht. Dort glücklich zu werden, daran arbeite ich schon solange, aber ich sehe die Lösung noch nicht so ganz. Ich habe zur Zeit keine lebbare Alternative. Ich glaube dass ist auch etwas gutes, denn so habe ich mich aus der Not oftmals dazu entschieden, lernen zu wollen, statt zu gehen.

Ich würde ja niemanden verletzten, weil ich da nicht mehr hingegen würde. Ich würde mir dann ein Grundeinkommen oder eine Sofortrente erschaffen, um einmal ganz frei leben zu können. Ich würde mir gerne die Freiheit schenken, aus Mitgefühl mir selbst gegenüber, weil ich das noch nie hatte, aber gleichzeitig kann ich noch nicht mit den Konsequenzen der Unsicherheit leben. Vielleicht ist das aber auch wider das Glück im Unglück, weil das bedeutet es muss eine andere Lösung her. Vielleicht bedingungsloses Glück?


Ich arbeite zwar mit Hochdruck daran, meine Muster die in Gesellschaft getriggert werden, und in mir zu Leid führen, zu erlösen und zwar durch die Begegnung mit anderen Menschen, auch auf der Arbeit, aber ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich mir selbst wünsche einfach mal ganz ich selbst zu sein und nicht immer lernen zu müssen, um in der Welt klar zu kommen. Ich komme mir manchmal vor, als besteht mein Leben nur aus Therapie und Selbstoptimierung. Die Energie des Suchers ist verbraucht und gleichzeitig ist immer noch nicht alles in Ordnung.

Selbst in meiner Kindheit war die Kindheit nicht unbeschwert. Ich habe das noch nie erlebt und ich wünsche mir das mal zu erleben, ganz frei zu sein und einfach tun zu können was ich möchte.
Ich konnte mich noch nie fallen lassen und vertrauen, dass Leid von mir abgewendet wird. Ich musste immer alles selbst regeln, und mich tausendfach um meine Axe drehen, um in dieser Welt zu überleben, ohne noch mehr zu leiden. Ich gönne mir selbst jetzt einfach das nicht mehr tun zu müssen, weil ich einfach nur noch ich selbst sein möchte.

Ich kann aber erst glücklich sein, wenn ich 100% unabhängig bin und mich nicht mehr zwinge etwas zu tun, was mich unglücklich macht. Oder aber wenn mein Ich wie ein perfektes Puzzleteil in die Umwelt passt. Oder aber die Identifikation mit dem Leidenden lässt ganz los. Für mich ist das die Motivation Erleuchtung zu suchen, endlich ganz ich selbst sein zu dürfen. Und ich frage mich wie kann ich das konkret leben?

Ich habe zb auch eine Mentalwelt, die ich gebaut habe. Dort leben Traumfiguren. Ich würde diese Personen, obwohl ich sie mir selbst ausgedacht habe, und sie keine materielle Substanz haben, nicht verletzten. Ich betrachte sie als Mitmenschen als Freunde, auch wenn sie nur eine beschränkte Existenz haben. So stellt sich mir diese Frage nicht so wie dir.

Natürlich stehen oft Bedürfnisse gegen Bedürfnisse. Dafür habe ich durch meine tiefenpsychologisch-spirituelle Auseinandersetzung schon sehr viel Freiheit gefunden, dass mein Wohl auch immer das Wohl des Gegenübers ist, egal wie ich mich verhalte. Vielleicht fehlt mir immer noch ein Stückchen Selbstannahme, so dass die Umwelt ganz zu meinem Einklang wird. Das Problem ist die Bewertung, aus einer Perspektive. Die Realität hat aber nie nur eine Perspektive.

Man muss ja auch gar nicht immer direkt etwas sagen können. Das indirekte wie du es nennst, kann ja auch eine Bereicherung sein. Viele Perspektiven sind immer gut und andere Menschen können einen zu neuen Gedanken inspirieren. Danke sehr für deinen Beitrag.

Ich habe gelesen, dass die Buddhisten sagen, ein Buddha muss frei von Erwerb sein. Da bin ich noch nicht. Und das quält mich noch.
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RE: Frage zur Erleuchtung
#4
04.03.2020, 21:53
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@ichbinmehr
beschäftigst du dich mit rudolf steiner?
in dem buch "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten" (ich bin noch nicht durch damit) mag zwar dieses konkrete beispiel (noch?) nicht vorkommen (ich hab es wie gesagt noch nicht zu ende gelesen), aber es wird gut beschrieben, wie man mit verschiedenen ereignissen des prozesses umgehen kann.
allerdings wird sehr wohl darüber gesprochen die elemente die in "träumen" vorkommen, in der welt wiederzufinden und was dieser vorgang bedeutet und in welcher entwicklung dieser fortschreiten kann.
sehr detailliert und m.E. auch in seiner interpretation vielen anderen weit voraus, auch wenn es wie alles, immer skeptisch beäugt bleiben und man es für sich selbst prüfen muss.
as above. so below - as within. so without
as the universe. so the soul
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RE: Frage zur Erleuchtung
#5
04.03.2020, 21:59 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.03.2020, 22:01 von Laura.)
[+] 2 User sagen Danke! Laura für diesen Beitrag
Zitat:Gerade als ich jemandem helfen wollte, merkte ich, dass das helfen keinen Sinn mehr macht, falls das hier wirklich mein Traum ist. So wie wenn man im Traum Dinge tut weil man trüb ist, während man was anderes tun würde, wenn man klar wäre.

Immer wenn ich in diesem Zustand bin, merke ich auch dass mich die Akzeptanz dessen emotional überfordert. Es ist jedesmal wie ein kleiner Schock. Ich frage mich, ob das überhaupt wahr ist? Und wenn ja wie gehe ich damit um? Welche Konsequenz hätte das für mich? Soll ich ich jetzt versuchen mein Leben so zu leben, als wäre ich in einem Klartraum? Und was würde ich dann machen?

Hallo Steffi,

auch im Klartraum kannst du die laufende Handlung respektieren und deine Aktionen dieser anpassen. Beispiel: Im Traum dieser Tage irgendwann fand ich ein kleines Mädchen in der Stadt. Ich brachte es durch mehrere Straßen zurück zu seiner Mutter. Das lief trüb. Wäre ich klar geworden, hätte ich ausbrechen können, z.B. die beiden zueinander beamen. Oder aber, wie ich es schon öfter gemacht habe, einfach in der Trübwelt klar mitspielen(um vllt. eine Menge über die Grundlagen zwischen Geist und Materie zu lernen, das Ub besser zu verstehen usw.)
Diese Wahl hast du auch im WL, es ist eine geistige Einstellung.

Wieso sollte Helfen keinen Sinn mehr machen, wenn es wirklich dein Traum ist? Ganz gleich, ob die anderen Teilnehmer des Traumes trüb oder klar sind, ob sie in dir sind oder nicht - für sie ist es vielleicht wichtig, diese Story zu spielen. Es hat mit Achtung für das zu tun, was gerade läuft. Denn genau kannst du nicht sagen, welche Instanz das warum kreiert. Und letztlich ist es doch so, dass du als klare Person den WL-Traum nicht einfach auslöschen kannst. Also studiere ihn solange du nicht mehr/genug weißt.

Ich würde in deinem Fall immer so handeln, das möglichst keiner, also auch nicht ich selbst, in Gefahr kommt oder Schaden nimmt. Das wäre meine oberste Regel. Keine Ahnung, pures Traumbewusstsein im Wachleben, gibt es das wirklich? Ich glaube eher, dass das Optimale ist, wenn man das WL-Bewusstsein um das Traumbewusstsein erweitert(statt es damit zu ersetzen). Das dürfte vermutlich ein längerer Prozess sein.


Zitat:und ist diese innere Gespaltenheit nicht eine wunderbare Chance auf eine noch tiefere Selbsterkenntnis, die die rationale und die traumlogische Seite letztlich vereinen wird?

Ja big
Klarträumer sind Stehaufmännchen
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RE: Frage zur Erleuchtung
#6
04.03.2020, 22:22
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Zitat:Ja das sehe ich auch so so wie du. Ich weiß auch gar nicht warum Solipsismus und sich gegenseitig Mitgefühl zu geben sich ausschließen sollten? Warum denkst du, dass das ein Widerspruch wäre?

Weil es dann kein Gegenseitig gibt. Es gibt dann nur dich. Der Rest sind  doch dann Traumfiguren, also wenn ich dich richtig verstehe, quasi Abspaltungen deiner selbst.
Im Traum ist es ja ohne Belang, wie du dich den Traumfiguren gegenüber verhältst. Es hat ja keine Konsequenz. Natürlich kann man sagen, es ist ja doch alles Maya, nur Schein. Aber das ist m.E. ein Abwehrmechanismus, der den allzu engen Kontakt mit der existenziellen Erfahrung des auf der Welt seins verhindern möchte. So was ähnliches wie spirituelle Dissoziation oder so. Ich persönlich denke, wirkliches Mitgefühl kann nur entstehen, wenn man das Gegenüber genauso existent sieht wie sich selbst. 

Vielleicht hab ich mich doch nicht so klar ausgedrückt - dann liegt es daran, dass, ich einen anstrengenden Arbeitstag hatte. Es ist meines Erachtens ein Unterschied zwischen "Alles ist ein Teil von mir" und "ich bin ein Teil von allem". Ersteres ist ein bisschen allmächtig irgendwie, zweiteres ist einfach sich einfügen in den Zusammenhang und in die Abhängigkeit zwischen allem.
Es kann Angst machen, sich wirklich auf das Inkarniert sein einzulassen. Unter Umständen möchte man da nicht hinein. Es sind ja lauter krasse Erfahrungen, geboren werden, Abhängigkeiten, Angst, Hunger, Durst, Liebe, Hass, alles dazwischen. Und dann noch in millionenfacher Ausführung um einen herum. Das kann schon mal zu Abwehrverhalten führen, sei es das man abstumpft und das Mitgefühl verliert oder alles ein bisschen wegerklärt oder so etwas. Spätestens dann, wenn du - so wie ich vor einigen Jahren - das Erlebnis machst, dass du beinahe stirbst, und zwar richtig (das Wort Tod wird für meinen Geschmack manchmal in der Esoterik ein wenig inflationär verwendet) rückt das manche Dinge wieder gerade.
Irgendwann ist das ja alles wieder vorbei. Aber erst mal ist das - für mich zumindest - sehr real und nicht nur für mich, sondern auch für alle um mich rum. Auch wenn es eine schwindelerregende Vorstellung ist, dass um mich rum Millionen, Milliarden anderer Bewusstseine herumwuseln und genauso ihre eigene Welt im Kopf haben wie ich. Kämpfen, leiden, haben Wünsche und Gefühle und Bedürfnisse und wollen Glück.
~ I primarily want to light up a flame in a raging storm ~


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RE: Frage zur Erleuchtung
#7
05.03.2020, 02:30
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Hallo Riggan.

Rudolf Steiner habe ich mehrere Bücher gelesen, aber der führte für mich nicht weit genug.
Wie erlangt man Kenntnisse von höheren Welten, habe ich zwei mal gelesen. Gutes Buch.
Auf was genau wolltest du hinaus? Ich habe das nicht ganz verstanden.


Hallo Laura.

Ich habe mein ganzes Leben rund um das Helfen aufgebaut und deshalb ist das echt merkwürdig, wenn ich klar werde und erkenne, dass ich nicht helfen muss. Auch um das Sammeln von Wissen habe ich mein Leben gebaut. Und es ist merkwürdig, wenn ich dann sehe, dass das alles nichts mehr zählt. Wenn die Lebensprogramme die dein ganzes Leben bestimmt haben, plötzlich ins leere laufen. Ich vermute so ist das auch wenn man im Lotto gewinnt oder Rentner wird, nur dass die Dinge die aufhören, in alle Bereiche des Lebens vordringen und man nicht weiß ob einem noch etwas bleibt. Und gleichzeit steigt das Level an Magie und man weiß nicht wie man damit umgehen soll.

Zitat:Wieso sollte helfen keinen Sinn mehr machen?

Naja ich denke mir dann, wenn ich das nicht mehr tun muss und es ohnehin gleichgültig ist, soll ich dann dem alten Lebenssinn weiter folgen, oder gibt es noch etwas ganz anderes, was ich mit meinem Leben machen könnte? Und wenn ja, was wäre das wohl? Brauche ich einen neuen Traum, oder geht mein Traum weiter als ich mir vorstellen kann und wenn ja wohin? Ich habe das Gefühl indem Moment wo ich meinen Traum neue ausrichte, zerfällt mein altes Ich, mein altes Leben und das ist gruselig. 

Zu Helfen kann natürlich auch Glücklich machen, genauso wie Wissen zu vermitteln. Ich habe das so lange angestrebt. Aber jetzt kommt es mir sehr seltsam vor, wenn ich weiß, dass ich alleine bin.
Ich glaube aber dass es teils für mich selbst noch sinnvoll ist, um bestimmte Gestalten abzuschließen, die sich bisher nicht entwickeln konnten.

Du sagst das hat auch mit Achtung zu tun. Ja das ist gar nicht die Frage.

Es geht mehr um die Frage wie viel Motivation finde ich noch für eine Handlung die bisher mein Leben bestimmt hat. Und das ist so krass weil mich manche Dinge viele Jahre wahnhaft begleitet haben und dann wird die Handlung plötzlich leer von Motivation. Und gleichzeitig gibts immer noch Dinge gegen die ich Widerstände habe, wo ich noch im Ego stecke. Das ist alles sehr ambivalent.

Und ich weiß auch, dass wer auch immer gerade nach Hilfe fragt, es nicht von mir abhängt. Es ist völlig gleichgültig was ich tue, es ist immer perfekt. Egal wie ich reagiere. Denn die Welt des Gegenübers fragt das ab was ich tue. Immer. Es ist immer Einklang.

Und gleichzeitig hänge ich auch immer noch in vielen Ego Mustern, die mich immer wieder durch den selben Film fahren lassen und ich kann teilweise noch nicht aussteigen. Und an manchen Stellen drückt noch der Schuh. Aber wenn ich es dann mal wieder erkenne, dann denke ich krass, wie soll ich denn jetzt leben? Das ist ja so krass. Mir fehlen da irgenwie die Vorbilder im Leben. Oder der Mut aus dem Nichts etwas zu erschaffen, ohne zu wissen wohin das führt.


Hallo Liri


Ich habe jahrelang zwei Dinge vereinigt: Zerstörung und Mitgefühl.

Ich bin beides. Ich kann nur ich selbst sein, wenn ich auch das Dunkle annehme. Und wie handele ich da richtig? Du glaubst nicht wie oft sich diese beiden Aspekte in mir selbst im Krieg befanden. Wie oft ich sie in einem inneren Kampf gegeneinander stehen hatte, wie oft ich erfahren musste, dass sie sich vereinigen können.

Fakt war ich konnte weder das eine noch das andere abstellen. Und so blieb mir nur die Annahme beider Seiten. Dabei haben sich beide Seiten ineinander vereint. Immer wieder. Bis eine Generalisierung statt gefunden hat. Und so habe ich immer wieder erfahren, dass es gleichgültig ist, weil ich nicht weiß was richtig ist. Wenn man nichts mehr weiß, weil man alle Bewertungen loslässt, ist man frei. Deshalb heißt es auch man soll sein Glas ausschütteln. Ich konnte das nicht. Ich habe es solange überprüft, bis ich zum selben Schluss gekommen bin, es gibt nur die Freiheit sich selbst ganz zu leben. Und dazu brauche ich keinen Solipzismus. Ich habe die Gegensätze vereinigt, trotz meinem ethischen Anspruch für das Wohl aller Wesen zu handeln. 

Daher stellt sich diese Frage mir nicht mehr so arg wie dir. Nur da wo meine Selbstannahme noch nicht komplett ist. Aber auch da weiß ich, es fehlt nur noch etwas Selbstannahme. Ich brauche aber keine ethischen Überlegungen mehr, es geht für mich nur noch um das durchbrechen meine Blockaden.

Das heißt nicht, dass ich unethisch bin, sondern dass ich viele ethische Überlegungen zu Ende gedacht habe, gerade weil mich das sehr beschäftigt hatte und ich dadurch erlebt habe, dass sich das Denken am Ende ganz auflöst und es keine Wahrheit gibt. Wenn es keine Wahrheit gibt, kann es nur Freiheit geben.
Die Selbstannahme löst diesen Zwiespalt den du da hast auf. 


Zitat:Dazu fällt mir eine Geschichte ein.

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen. Der Sohn führte und der Vater saß auf dem Esel:
„Der arme kleine Junge“, sagte ein vorbeigehender Mann. „Seine kurzen Beine versuchen, mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man nur so faul auf dem Esel sitzen, wenn man sieht, dass das Kind sich müde läuft?”
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.
Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit! Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.“ Dies tat nun dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
„Ja, gibt es sowas?“, sagte eine alte Frau. „So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!“
Vater und Sohn sahen sich an, stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her. Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: „Wie kann man bloß so dumm sein? Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?“
Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes. „Egal, was wir machen“, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!“ Der Sohn nickte zustimmend.


Und ja du sagst allmächtig. Eine Frage ist auch wie stehe ich zum Thema Macht?

Mit der Klarheit erhält man ja auch Macht. Im Klartraum macht sich niemand Gedanken, ohn ich darf nicht fliegen weil das könnte ja ein Machtmissbrauch sein. Im Wachleben verbieten wir uns einige Eigenschaften, weil unser Ego das ganz gezielte Vorstellungen vom Selbst hat.

Und wie gehe ich damit um, wenn ich immer ein Mensch war, der Macht abgelehnt hat?

Ich vermute dass mir das auch Angst macht. Ich lerne auch noch auf der Ego Ebene Macht zu intregrieren und ich denke das ist der erste Schritt. Ich glaube dass Macht einen ganz schlechten Ruf hat, weil wir zwar das Wort Macht hören, aber immer gleich an Machtmissbrauch denken, was eine Folge von Ohnmacht ist.
Und dann müssen wir den Umgang damit erstmal lernen, und Fehler gehören zum Lernen dazu. Macht abzulehnen ist für mich keine Lösung mehr. Früher habe ich Macht auch abgelehnt.

Ich glaube Macht ist in der reinen Fom so etwas wie Güte und beginnt mit der Selbstverantwortung und der Fähigkeit sich selbst zu führen.

Indem wir dass Bewusstein was wir selbst sind, an unser Unbewusstes abgegeben haben, haben wir einen Teil unserer eigene Macht abgegeben. Um so mehr man sich selbst erkennt, um so mehr Macht erhält man über sich selbst zurück. Dabei geht es nicht um Macht über andere Menschen, sondern um die Macht mein eigenes Leben so zu führen, dass mein Selbstausdruck Erfüllung für mich und andere ist.
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RE: Frage zur Erleuchtung
#8
05.03.2020, 12:14
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Guten Mittag =)

Vorab hätte ich eine Bitte an dich... ich fühle mich immer von deiner Flut an Worten erschlagen. Und das, obwohl ich schnelllesen kann. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, das ein wenig zu kürzen. Ich weiß dann nicht mehr, wo ich anfangen soll, darauf zu antworten. Es geht argumentativ in alle Richtungen, was ja eigentlich eine gute Eigenschaft ist, die beweist, dass du dir wirklich sehr viele verschiedene Gedanken machst. Aber es fällt mir sehr schwer, da überhaupt noch drauf zu reagieren, weil ich, wenn ich wirklich auf deinen ganzen Text reagiere, mindestens genauso viel dazu schreiben müsste wie du, vermutlich sogar ein Vielfaches. Etwas fällt dabei immer weg, und es wäre im Dialog schade, wenn es vielleicht genau die Argumente sind, die dir am meisten am Herzen liegen. Und dann fühlst du dich vermutlich unverstanden.

Daher picke ich aus dem Ganzen nur zwei Dinge heraus, sozusagen meine Hauptgedanken dabei:

1. Kann es sein, dass du "Mitgefühl" automatisch mit "Helfen wollen und müssen" gleichsetzt?

Es ist manchmal gar nicht notwendig, z.B. Personen zu helfen. Meist wissen sie ja schon selbst einen Ausweg, er ist eben nur schwer. Und man kann anderen nicht alles abnehmen, ja, es ist nicht unbedingt gut für ihre Entwicklung.

Wichtiger ist meiner Meinung nach, dass man signalisiert: "Ja, ich sehe deinen Schmerz/deine Trauer/dein Problem. Ich erkenne ihn an." Denn daran mangelt es häufig.

Wenn man die Empfindungen anderer Wesen anerkennt, ist m.E. die automatische Konsequenz, dass man bedachtsamer mit seiner Mitwelt umgeht und andere ernst nimmt als Mitlebewesen.

2.

Zitat:Daher stellt sich diese Frage mir nicht mehr so arg wie dir.

Welche Frage, glaubst du, stellt sich mir denn so arg? Ich weiß leider nicht, was du meinst.
~ I primarily want to light up a flame in a raging storm ~


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RE: Frage zur Erleuchtung
#9
05.03.2020, 13:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.03.2020, 13:22 von Laura.)
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Hallo Steffi big

Zitat:Auch um das Sammeln von Wissen habe ich mein Leben gebaut. Und es ist merkwürdig, wenn ich dann sehe, dass das alles nichts mehr zählt. Wenn die Lebensprogramme die dein ganzes Leben bestimmt haben, plötzlich ins leere laufen. Ich vermute so ist das auch wenn man im Lotto gewinnt oder Rentner wird, nur dass die Dinge die aufhören, in alle Bereiche des Lebens vordringen und man nicht weiß ob einem noch etwas bleibt. Und gleichzeit steigt das Level an Magie und man weiß nicht wie man damit umgehen soll.

Ist das nicht auch befreiend? Das Level an Magie steigt mit zunehmendem Alter vielleicht sogar natürlicherweise(ich würde es zumindest für mich so sehen).

ichbinmehr schrieb:
Laura schrieb:Wieso sollte helfen keinen Sinn mehr machen?

Naja ich denke mir dann, wenn ich das nicht mehr tun muss und es ohnehin gleichgültig ist, soll ich dann dem alten Lebenssinn weiter folgen, oder gibt es noch etwas ganz anderes, was ich mit meinem Leben machen könnte? Und wenn ja, was wäre das wohl? Brauche ich einen neuen Traum, oder geht mein Traum weiter als ich mir vorstellen kann und wenn ja wohin? Ich habe das Gefühl indem Moment wo ich meinen Traum neue ausrichte, zerfällt mein altes Ich, mein altes Leben und das ist gruselig.

Zu Helfen kann natürlich auch Glücklich machen, genauso wie Wissen zu vermitteln. Ich habe das so lange angestrebt. Aber jetzt kommt es mir sehr seltsam vor, wenn ich weiß, dass ich alleine bin.
Ich glaube aber dass es teils für mich selbst noch sinnvoll ist, um bestimmte Gestalten abzuschließen, die sich bisher nicht entwickeln konnten.

Du sagst das hat auch mit Achtung zu tun. Ja das ist gar nicht die Frage.

Es kann sein, dass ich das mit dem Helfen gar nicht nachvollziehen kann. Oder falsch verstehe. Wenn ich im WL jemanden sehe, der in Not ist und ich könnte ihm durch einen Handgriff helfen, wieso sollte das sinnlos oder gleichgültig sein? Nur weil ich plötzlich alles als einen Traum wahrnehme. Ist es nicht egal, ob ich allein bin in meinem Traum oder nicht? Simples Beispiel: Eine Frau fragt mich im Supermarkt, ob ich ihr was aus der höheren Regaletage runterhebe, weil sie zu klein dafür ist. Was würdest du machen? "Och nö, sinnlos, es ist eh nur ein Traum!" und gehen? Und was würdest du im Klartraum machen? Dasselbe?
Es führt mich nochmal hierzu(das meinte ich u.a. mit Achtung):

Zitat:Wie ist das eigentlich wenn ich auf dem Weg zur Erleuchtung das Gefühle habe, es gibt nur mich und alle anderen Menschen sind Traumfiguren?

Was sind Traumfiguren für dich? Wertlos? Selbst wenn sie (traum)materielle Illusionen sind, sind sie trotzdem Geist. Dein geformter Geist, auf den du so oder so durch dein Tun oder Nichttun einwirkst. So wie du dich entscheidest, so hast du die Konsequenzen. Und das ist m.E. nie gleichgültig. Denn entweder fühlst du dich durch deine Entscheidung besser oder schlechter.
Oder du fühlst vielleicht gar nichts mehr und startest irgendwann in eine neue Runde(weil das Nichtfühlen dich am Ende auch nicht klarer/glücklicher/vollkommener macht):

Zitat:Es geht mehr um die Frage wie viel Motivation finde ich noch für eine Handlung die bisher mein Leben bestimmt hat. Und das ist so krass weil mich manche Dinge viele Jahre wahnhaft begleitet haben und dann wird die Handlung plötzlich leer von Motivation. Und gleichzeitig gibts immer noch Dinge gegen die ich Widerstände habe, wo ich noch im Ego stecke. Das ist alles sehr ambivalent.

Und ich weiß auch, dass wer auch immer gerade nach Hilfe fragt, es nicht von mir abhängt. Es ist völlig gleichgültig was ich tue, es ist immer perfekt. Egal wie ich reagiere. Denn die Welt des Gegenübers fragt das ab was ich tue. Immer. Es ist immer Einklang.

Mit Einklang meinst du, dass alles miteinander verbunden ist? Denke ich auch, wobei im Einklang mit allem sein, ja noch lange nicht heißt, dass dieses Alles super und heil ist. Denn jeder kann nur soviel "alles" sein, wie seine Grenzen es erlauben.

Es(die Welt deines Gegenübers z.B.) ist ja auch dein Spiegel, der entweder deine positive Entwicklung zeigt oder deinen Misstand. Ich überlege, wie aus dieser Perspektive die Motivation fehlen kann. Siehst du Positives, spornt es dich an, siehst du Minus, kannst du daran arbeiten. Irgendwie ist ja alles Arbeitsmaterial, die Traumkulissen, die Wachlebenkulisse, die Rollenspieler bigwink bigwink Oder wenn du keine Lust mehr hast auf "arbeiten", so gut es geht zurücklehnen und einfach mal nur aufmerksam beobachten. Was passiert, wenn du deiner Demotivation nachgibst und sie voll annimmst, wie wirkt es sich aus? Ist es krass leer und schön/erfüllend oder krass leer beängstigend, wohin zieht es dich im Hinblick auf einen neuen Traum?

Liebe Grüße, Laura
Klarträumer sind Stehaufmännchen
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RE: Frage zur Erleuchtung
#10
05.03.2020, 17:17
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Ich hatte ja ein Helfersyndrom. Der drängende Wunsch der Welt zu helfen ist eine Abwehr meines Traumas gewesen. Ich sage überhaupt nicht, das Helfen falsch sein, aber ich persönlich bin sehr froh zu wissen, dass meine Hilfe nicht mehr notwendig ist, weil ich ja von diesem Muster abhängig war. Ich hab mich ja selbst verleugnet um anderen Menschen zu genügen, weil ich hoffte dann geliebt zu werden.

Das verlöschen des Helfersyndroms führt auch nicht dazu dass ich nicht mehr helfe, aber ich kann jetzt loslassen, zb wenn ich sehe jemandem ist nicht zu helfen, oder ich verliere mich total und raube mir selbst die Kraft. Früher konnte ich das nicht, weil ich die Not eines anderen nicht aushalten konnte. Im Zweifelsfall war ich immer für das Wohl des anderen, nur nie für mich. Jetzt kann ich die Not eines anderen annehmen und mich auch anders entscheiden, so dass ich nicht untergehe.

Am meisten haben mich Menschen wahnsinnig gemacht die eine Ambivalenz ausstrahlen und um Hilfe bitte, oder Klagen, Hilfe und Veränderung ihrer Situation aber eigentlich gar nicht wollen. Diese Leute haben mich, als wäre ich hypnotisiert in meinem Muster gefangen gehalten. Dieses Muster hat sich jetzt aufgelöst und das ist für mich als falle ich in eine Leere, so mein ganzer alter Lebenssinn verlöscht. Es ist befreiung aber aber ich fehlen, von etwas was ich immer wahr.
Es war ja nicht nur ein Hobby biggrin sondern mein Lebenssinn. Das ist das schon komisch, wenn ein Teil von einem Selbst nicht mehr da ist. Manchmal ist das wie ein Schock.

Aufgelöst haben sich vor allem die destruktiven Situationen, wo das Helfen eine Sucht war.
Die positiven Situation gegen die habe ich gar nichts, aber ich wäge jetzt ganz anders als früher ab, wie viel Sinn es macht zu helfen, und wie viel Sinn jetzt etwas ganz anderes machen würde. Als Helfer verleugnet man sich ja total. Und ich achte jetzt mehr auf mich, und ich sags mal ganz deutlich, auch wenn das jetzt evtl falsch verstanden werden könnte, ich prüfe ob es mir Spaß macht. Ich möchte das meien Selbstannahme soweit geht dass mir das Leben Spaß macht und ich selbst glücklich und zufriden bin, ich in Frieden lebe und Gesund bin. Das alles konnte ich nie, weil ich immer nur nach Außen geschaut habe und mich dabei vergessen habe.

Wenn ich über den Sinn zb zu helfen nachdenke, dann sehe ich dass sich die Situation unabhängig von mir erlösen wird, und zwar zum Wohle aller Wesen, selbst wenn ich keine Lust habe. Immer. Egal was ich tue. Und ich verstehe jetzt auch warum ich darüber so lange nachdenken musste, warum ich alles analysieren musste, philosophieren musste bis sich die Logik auflöst, denn dass sollte ich verstehen.

Nein Traumfiguren sind für mich nicht wertlos. Um so mehr die Menschen zu Traumfiguren werden, um so mehr liebe ich sie. Komisch eigentlich dass das viele Menschen so sehen. Wie kommt das denn?

Denn gerade deshalb weil es ein Traum ist, muss ich sie nicht mehr ablehnen. Aber das ist bei mir ein schrittweise verlaufender Prozess, der noch Vertiefung finden wird.

Konsequenzen habe ich ja immer. Ob ich A helfe oder B nicht helfe. Immer hat alles eine Konsequenz. Früher habe ich immer nur einige Folgen betrachtet, aber ich schaue jetzt immer öfters viele Perspektiven an, so dass ich mehrere Szenarien an Konsequenzen einsehe. Und dann gibt es für mich irgendwann kein richtig und falsch mehr.


Zitat:Mit Einklang meinst du, dass alles miteinander verbunden ist? Denke ich auch, wobei im Einklang mit allem sein, ja noch lange nicht heißt, dass dieses Alles super und heil ist. Denn jeder kann nur soviel "alles" sein, wie seine Grenzen es erlauben.

Ja genau. Aber man kann im Einklang sein, mit etwas was destruktiv ist.

Würden wir beide jetzt sehr streiten, was ja nicht der Fall ist, aber wäre das so, dann hätte das eine Konsequenz. Die kann man als sinngebend annehmen, mal schauen welche Perspektiven sich für beide dadurch ergeben, und trotz Streit dazu kommen, dass ein Konflikt beide weiter in ihrer Selbsterkenntnis gebracht hat.

Das hab ich sehr oft mit meinem Freund, weil ich in der Beziehung zu ihm sehr viel lerne und er durch mich. Aber wir beide sind mit dem Streit im Einklang, weil wir wissen, dass wir uns aneinander entwickeln und das seinen Sinn hat und zwar für beide.

Früher war das ganz schlimm, wenn es wiedermal gekracht hat, vor allem weil ich das mit meinem anderen Freund gar nicht kenne. Und weil Streit immer meine Verlassenheitsängste ans Licht gebracht hat. Aber mit der Zeit wurde ich immer Gelassener wenn das passiert, weil ich im Einklang mit dem Streit bin, der gerade passiert.

Deshalb sind auch die Grenzen eines jeden Menschen perfekt, weil ohne diese Beschränktheit die wir alle haben, gar kein Leben statt finden würde. Ohne meine fehler, ohne mein Unbewusstes, ohne den der den ersten Stein wirft, wie es so schön heisst, wäre gar kein Leben. Die Einheit wurde ja irgenwann mal geteilt.
Zitat:Es(die Welt deines Gegenübers z.B.) ist ja auch dein Spiegel, der entweder deine positive Entwicklung zeigt oder deinen Misstand.

Jap sehe ich auch so.


Zitat:Ich überlege, wie aus dieser Perspektive die Motivation fehlen kann.

Interessante Frage. Hmmm

Ich würde sagen wenn Frieden ist.

Oder wenn die Freiheit ist, zu tun was man will.

Dabei ist der Wille für mich GLEICHZEITIG im Einklang mit dem Willen des Gegenübers.

Mit Willen meine ich den Höheren Willen.


Zitat:Siehst du Positives, spornt es dich an, siehst du Minus, kannst du daran arbeiten.

Ja das wir immer so. Aber das hat sich verändert. Beides wird immer mehr zur Freude.

Mein Lehrer hat mir mal gesagt, wenn du lange genug auf einen schwarzen Raben schaust, wird er weiß.

Die schwarzen Raben, ( die Dinge die ich durch meinen Verstand verurteile) werden immer weißer.

Zitat:Oder wenn du keine Lust mehr hast auf "arbeiten", so gut es geht zurücklehnen und einfach mal nur aufmerksam beobachten. Was passiert, wenn du deiner Demotivation nachgibst und sie voll annimmst, wie wirkt es sich aus? Ist es krass leer und schön/erfüllend oder krass leer beängstigend, wohin zieht es dich im Hinblick auf einen neuen Traum?

Ja das würde ich gerne im Bezug auf meinen Beruf, aber da fehlt mir noch der Mut oder aber es soll auch ganz anders kommen.

Ich bin noch abhängig von einer Finanziellen Sicherheit. Das würde ich gerne durchbrechen.
Wie könnte das gehen? Ich hab gelesen ein Buddha muss Frei von Erwerb sein, tja wie schafft man dass ohne Harz4? Irgenwie ist das auch keine Alternative für mich. Und gleichzeitig wünsche ich mir eine Auszeit, die mir eine Freiraum lässt, indem ich mich neu erfinden kann.

Ich würde ja gerene im Lotto gewinnen und zwar so viel Geld dass ich nicht mehr arbeiten muss.

Ich frage mich wie das geht? Würde das im magischen Bewussteins eines Klartraum möglich sein?

Es zieht mich zum Lottogewinn. normal

Aber wie überwinde ich die Zweifel die das Ganze noch boykottieren? 

Wenn ich das nur ausspreche, dann spüre ich einen Teil der mich selbst auslacht, so als ob ich ein Kind auslache, dass vom Weihnachtsmann spricht. Ich bin ja erwachsen und weiß dass es keine Magie gibt.
Das ist das Problem. Falls so etwas möglich ist, dann nur wenn man seine unbewussten Abwehrprogramme durchbricht.

Deshalb beschäftige ich mich mit Magie, weil ich sehe das sind auch nur Glaubenssätze, die meine Welt begrenzen. Aber ich bin da noch nicht sonderlich weit. Macht aber auch Spaß sich diese Fragen zu stellen, weil sie so provokativ sind.
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RE: Frage zur Erleuchtung
#11
07.03.2020, 12:41
[+] 2 User sagen Danke! Laura für diesen Beitrag
Hallo Steffi,

Helfersyndrom: Stimmt, darauf bezogen macht es Sinn. Ich hatte das ausgeblendet. Bzw. verallgemeinert verstanden.

(05.03.2020, 17:17)ichbinmehr schrieb: Es war ja nicht nur ein Hobby biggrin sondern mein Lebenssinn. Das ist das schon komisch, wenn ein Teil von einem Selbst nicht mehr da ist. Manchmal ist das wie ein Schock.

Es kommt halt drauf an, wie es sich langfristig entwickelt. Bleibt es oder geht es wieder, was kommt an Stelle dessen oder baut vielleicht sogar darauf auf. Irgendwann schaust du aus einer neuen Perspektive darauf und erkennst die Zusammenhänge. Eigentlich müsste jetzt viel Energie frei werden bigwink

Zitat:Nein Traumfiguren sind für mich nicht wertlos. Um so mehr die Menschen zu Traumfiguren werden, um so mehr liebe ich sie. Komisch eigentlich dass das viele Menschen so sehen. Wie kommt das denn?

Träume sind Schäume, Herdentrieb o.a. biggrin Ja, es wirkt manchmal sehr eingefahren(wozu noch suchen und diskutieren, wir wissen doch eh schon alles).
Wie kommt es, dass wir so ein Bild im Spiegel sehen?  meditier

Zitat:Ich bin noch abhängig von einer Finanziellen Sicherheit. Das würde ich gerne durchbrechen.
Wie könnte das gehen? Ich hab gelesen ein Buddha muss Frei von Erwerb sein, tja wie schafft man dass ohne Harz4? Irgenwie ist das auch keine Alternative für mich. Und gleichzeitig wünsche ich mir eine Auszeit, die mir eine Freiraum lässt, indem ich mich neu erfinden kann.
...

Wenn ich das nur ausspreche, dann spüre ich einen Teil der mich selbst auslacht, so als ob ich ein Kind auslache, dass vom Weihnachtsmann spricht. Ich bin ja erwachsen und weiß dass es keine Magie gibt.
Das ist das Problem. Falls so etwas möglich ist, dann nur wenn man seine unbewussten Abwehrprogramme durchbricht.

Ich denke, dass es den meisten Menschen so geht. Und dass ein entstörtes Verhältnis zu Geld diese Freiheit automatisch bewirken würde. Möglicherweise kann man das nur allein erreichen, also ohne ständige laute Interaktion mit dem großen Umfeld, das nicht an den Weihnachtsmann glaubt. Dort, in solchen Diskussionen, lädt man dieses "Kind auslachen" ja immer wieder auf.

Zitat:Macht aber auch Spaß sich diese Fragen zu stellen, weil sie so provokativ sind.

Genau, sich selbst herausfordern tholey

LG, Laura
Klarträumer sind Stehaufmännchen
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RE: Frage zur Erleuchtung
#12
08.03.2020, 20:29
[+] 3 User sagen Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Danke Laura. Ich hab kürzlich folgensen Satz gehört:

Du bekommst nicht was du verdienst, sondern das was du verhandelst.

Zwar bezog sich der Satz auf den Alltag, doch ich dachte mir, dieses könnte auch erklären warum ich vieles aussprechen und ja manchmal sogar einfordern muss.

Erst im Aussprechen, aufschreiben, werden mir viele innere Widerstände, Ängste, Unsicherheiten, Peinlichkeiten bewusst.

In dem ich mich dem stelle, konkrontiere ich mich mit meinem Unbewussten und natürlich den Blockaden.

Zb wenn ich sage: Ich möchte im Lotto gewinnen, finde ich massive Widerstände, das auch nur auszusprechen, weil mein erwachsenes Ich, so einen Wunsch eben als extrem naiv abwertet.

Gerade das Erkennen dieser inneren Widersprüche, ist aber vielleicht so wichtig, um seinen Bewusstseins-Fokus am Ego vorbei zu führen.
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RE: Frage zur Erleuchtung
#13
09.03.2020, 18:54
[+] 2 User sagen Danke! Thousand für diesen Beitrag
(08.03.2020, 20:29)ichbinmehr schrieb: Du bekommst nicht was du verdienst, sondern das was du verhandelst.
autsch
aber wahr
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RE: Frage zur Erleuchtung
#14
10.03.2020, 20:42
Ja und voll blöd, wenn man Angst hat für sich einzutreten.
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RE: Frage zur Erleuchtung
#15
16.03.2020, 14:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.2020, 15:01 von ichbinmehr.)
[+] 2 User sagen Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Ich habe in den letzten Tagen wieder etwas neues entdeckt. Geistig ist die Erkenntnis schon länger da, dass ich gleichzeitig ein Ich bin, welches wenn ich genau hinschaue unspezifisch wird und ich dann nur noch ein sein wahrnehme und gleichzeitig ist da in anderen Momenten, wenn ich genau hinschaue, nichts. Kein ich, kein Sein.

Und es ging in mir immer hin und her. Bin ich nun ein Ich oder kein Ich? Ist das nun meine subjektive Realität oder lebe ich in einer kollektiven Realität auf die ich keinen Einfluss habe? Ich kreiste um die Frage was ist wahr?

Letzte Woche verstand ich, dass das Ich bin und ich bin nichts, gleichzeitig wahr ist. In dem Moment war es mir, als stand ich mitten zwischen dem Sein und dem Nicht sein.

Als wäre da ne Brücke gewesen, auf der ich stand zwischen beiden Seiten. In dem Momente kannte ich, sie sind gar nicht getrennt. Da ist eine Brücke, das Sein und das Nicht sein sind eins. Das ist unglaublich schwer für den Verstand zu fassen, weil es so ungewohnt ist, auf diese Weise zu denken. Das ist wie bei einer optischen Täuschung, die nicht logisch ist.

Und dann dachte ich daran wie ist das dann bzgl. meiner subjektiven Traumwelt und der kollektiven Wachwelt. Wie kann ich da beides gleichzeitig sein und leben?

Dann verstand ich, ich kann entscheiden. Doch dann dachte ich welches ich entscheidet da? Dann sah ich das ich, ist das Nicht ich. Da ist niemand der entscheidet. Trotzdem fühlt es sich so an, als wäre da ein Ich. Aber dieses Ich wird gespielt von etwas undefinierbaren. Das hat mich sehr fasziniert.
Ist das der Freie Wille?

Ich falle immer wieder in dieses Ich zurück, welches diese Erkenntnisse "gefunden hat".
Ich wünschte ich könnte mich mal loslassen um öfters dieses Nicht ich zu sein.

Jetzt frage ich mich allerdings wie man die Traumwelt und die Alltagswelt verbindet?

Ich habe Angst da ein durchtbares Chaos anzurichten. Aber vermutlich ist die Angst unnötig, weil ich eh nur tun kann, was ich konkret tun kann und das ist nicht viel.

Vielleicht leide ich an einem theoretischen Überangebot an Möglichkeiten, während meine persönliche Macht sehr beschränkt ist. Ich bin immer wieder irritiert, wenn ich fühle, dass im Grund alles möglich ist, wie in einem Klartraum aber dann doch einsehen muss, wie klein, ohnmächtig im Konkreten und wie unwissend ich bin.
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