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Dem Abgrund begegnen - durch das Nadelöhr gehen

Dem Abgrund begegnen - durch das Nadelöhr gehen
#1
16.06.2023, 18:25 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.06.2023, 18:26 von ichbinmehr.)
Sich in den Abgrund fallen lassen, erklärt durch Christian Meyer



Auf der Website von Christian Meyer findet ihr den Prozess in einem zwei zweistündigen Audio nochmal sehr detailliert erklärt. Detailliert genug um daraus eine Praxis zu machen.



Hier ein Erfahrungsbericht von 2015:

Ich habe begonnen mit Christian Meyers Methode das Fühlen wieder neu zu erlernen. Besonders möchte ich die CD erwähnen: Gefühle sind der Reichtum des Lebens. Diese CD ist für Menschen geeignet, die sich mit dem spirituellen Sterben beschäftigen, um zu Erwachen.

Ebenso möchte ich das Buch, The Journey von Brandon Bays erwähnen, welches mir geholfen hat, ein Bewusstsein für Gefühle und Energie zu entwicklen. Brandons Bays Anteilung zu Fühlen ist sehr praktisch beschrieben und hat mir ebenfalls sehr geholfen, eine Sicherheit zu haben, besonders bei den schwierigen Gefühlen. Ich hatte durch sie eine Technik in der Hand, an der ich mich festhalten konnte. Ihr Buch ist ebenfalls geeignet für Menschen die Krankheiten auf emotionaler und feinstofflicher Ebene heilen wollen. Dieses ist mir damit gelungen. Ich habe mein Astma mit diesem Prozess in einem Moment geheilt.


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Gefühle sind immer in uns vorhanden. Jeden Tag. Um dieses wieder wahrzunehmen, musst du dir Zeit nehmen und ganz still werden. Wer schon in der Meditation geübt ist weiß, dass mit Stille, die Gedankenstille gemeint ist. Um so mehr du denkst, um so weniger kannst du fühlen. Zwar entstehen durch unsere Gedanken auch oft Gefühle, aber wir fühlen sie meist nicht richtig, wenn wir wieder mit Denken beschäftigt sind. Oft agieren wir unsere Gefühle im Außen aus, ohne sie richtig bewusst wahrzunehmen. 

Es geht darum zu fühlen, was jetzt da ist. Und es ist immer etwas da, was wir fühlen können. Wir sind manchmal nicht  so sensibel, dass wir es wahrnehmen können.


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Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper. Bei mir spielen sich die meisten Gefühle am Hals, in der Brust, im Bauch und an den Händen ab. Wenn du ein mal in diesen Bereich hinein spürst und schaust was da ist, kannst du du vielleicht etwas wahrnehmen.

Schau in dich hinein und nehme wahr was du fühlst. Gefühle sind meist nur sehr subtil vorhanden. Du kannst versuchen ein Gefühl hervorzulocken, solltest du nicht gleich etwas wahrnehmen.

Du kannst dich zb. fragen, ist da jetzt Ruhe oder Unruhe in mir? Diese Frage kannst du dir immer stellen. Und dann schau einmal was hochkommt. Und frag dich was für ein Gefühl ist darin. Ist das eine freudige Unruhe oder keine freudige Unruhe? Denn die Emotionen wie Wut, Angst oder Trauer, werden auch Unruhe an der Oberfläche produzieren.


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Ich habe mich dann in Meditation begeben und die Wut, die ich den ganzen Tag über gesammelt hatte, mit voller Aufmerksamkeit gefühlt. Dadurch hat sich die Wut dann nochmal verstärkt.

Denn in der Meditation kann ich das Denken zeitweise ausschalten und somit bleibt mehr Aufmerksamkeit für das Fühlen übrig. Ich bin dann am ersten Tag aber noch nicht zum Ende des Fühlens gekommen. Ich bin erschöpft eingeschlafen und als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, konnte ich im Hintergrund immer noch die Wut des Vortages fühlen. Es ging um ein Thema mit dem ich keinen Frieden hatte. Dieses Gefühl habe ich dann wieder verstärkt, indem ich mich in das Thema rein gesteigert habe.


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Am zweiten Tag wurde das Gefühl heftiger. Manchmal dachte ich, ich verbrenne. Irgendwann gewöhnte ich mich immer mehr daran, mit dieser Wut in mir herumzulaufen. Ich wurde etwas gelassener mit dem Gefühl.

Irgendwann nahm ich etwas neues war. Es war nicht mehr so, dass ich mit dem Gefühl identifiziert war. Es war als ob die Energiewolke aus Wut nicht mehr meine Wut war. Dieses erleichterte es mir irgendwie, die Wut da sein zu lassen.

Ich musste das Gefühl nicht mehr aus agieren, obwohl ich gereizt und innerlich am Brennen war, aber es gab ja aktuell im außen gar keinen Grund wütend zu sein. Es war ja eine alte Wut die ich rauf geholt hatte.


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Es geht auch nicht darum die Wut rauszulassen. Es geht darum, sie anzuschauen, in sich, und die Wut zu sein.

Es hat ein wenig Beherrschung gefordert, die Wut im innen zu lassen und im Außen nicht auszuagieren, aber es ist möglich, die Emotion nur im inneren zu fühlen und bei ihr zu bleiben, während das Außen davon nichts mitbekommt.

Manchmal braucht man für diesen Prozess auch etwas Rückzug. Es ist gut auch seinem Partner oder seine Familie zu sagen: Ich muss mich gerade mal um ein Gefühl kümmern, das in mir tobt. Lass mich mal eine Weile in Ruhe. Es ist wichtig sich Raum zu nehmen, für den Prozess.


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Am Ende des zweiten Tages habe ich es geschafft, dass die Wut sehr stark wurde. Es wurde also immer heftiger und als es kaum noch zum aushalten war, weil ich dachte ich platze, habe ich mich zur Meditation hingelegt, damit es keine Einflüsse mehr von Außen gab und habe nach Innen geschaut.

In der Meditation konnte ich nochmals tiefer in das Gefühl gehen. Es sind starke Angstgefühle dabei entstanden, denn das Brennen in meiner Brust war so stark, dass ich dachte, mein Herz explodiert. Ich hatte Angst einen Herzinfarkt zu bekommen.

Ich hatte Todesangst. Ich war angekommen bei meiner Todesangst. Denn unter all dieser Wut lag Todesangst. Die Wut hatte die Todesangst abgewehrt. Und weil ich diese Wut bisher nicht fühlen konnte, wurde die Wut zu einer Krankheit, weil das Gefühl dann über den Körper ausagiert wurde.

Innerhalb von zwei Tagen intensiver Fühl - Praxis, war es mir jedoch gelungen von der Körper Ebene zur Wut, und von diort zur Todesangst, als zur unterste Schicht vorzudrigen.

Ich hatte etwas was mir Halt gegeben hat und das waren die Worte von Christian Meyer. Er hat mir einen Weg und Vertrauen gegeben, dem Gefühl nicht auszuweichen.


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So habe ich weiter gemacht und bin weiter ins Gefühl gegangen. Dann wurde die Wut nochmal sehr viel stärker. Trotzdem habe es immer mehr zugelassen. Ich war an einer Stelle das Gefühl selbst.

Ich war die Wut selbst. Da war nur noch Wut. Ich war vollständig mit der Wut identifiziert. Es gab nichts mehr um mich herum. Es gab nur noch die Wut.

Ich fühlte weiter. Ich blieb einfach da.

Es entstanden Schmerzen am Körper, vor allem im Bauch und Brustbereich, die mich fast raus gebracht hätten. Es kam Angst, die mich fast raus gebracht hätte. Aber ich habe weiter hingeschaut. Ich wollte es jetzt wissen.


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Und dann, als die Wut an ihrem absoluten Höhepunkt war, wendetet sich die Wahrnehmung plötzlich und ich erkannte, dass die Wut reine Energie war. Jegliche Empfindung von Bedrohung war sofort weg. 

Es sind alte Empfindungen und Erinnerungen aus der Konfliktsituation wieder aufgetreten. Diese habe ich wahrgenommen, und beobachtet wie sie sich emotional integriert  haben.

Jedoch bin ich nicht in den Kopf, nicht ins Denken, gegangen. Ich habe diese Eindrücke nicht verstandesmäßig bewertet oder analysiert. Ich habe sie beobachtet, gefühlt und und wieder losgelassen.


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Diese Energie, die ich nun wahrnahm, war neutral.

Ich sah vor dem inneren Auge, wie die Energie aus meinem Körper austrat. Das passierte auf der energie Ebene oder der Astralebene und dann als reine neue frische Energie (ohne Wut und Angst Ladung) in meinen Körper zurück geführt wurde.

Ich identifizierte mich nicht mehr mit der Wut, sie hatte keinen Besitzer mehr, keinen Sender und keinen Empfänger. Somit konnte ich die Wut auch nicht mehr auf den Konflikt projizieren. Das Thema lies los und ich hatte endlich Frieden.


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Nicht immer stirbt das Ego in so einem Prozess. Manchmal stirbt das Ego Stückchenweise.
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RE: Dem Abgrund begegnen - durch das Nadelöhr gehen
#2
16.06.2023, 18:33
Durchs Nadelöhr gehen, erklärt durch Mike Hellwig.

Mike erklärt den Kern Prozess hier im Video sehr kurz.



Zitat:Im Kontakt mit der Empfindung zu bleiben, wenn es eng wird, dazubleiben, wenn alles weg will, das bezeichne ich als Durch das Nadelöhr gehen." Zitat Mike Hellwig.

In seinem Buch "Traumaheilung durch radikale Erlaubnis" beschreibt er den Ego Tod Prozess umfassender.
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RE: Dem Abgrund begegnen - durch das Nadelöhr gehen
#3
16.06.2023, 18:34
Wie die Corona-Krise Trauma und SPALTUNG aktiviert



Durch den Prozess des bewussten Fühlens werden Projektionen auf die äußere Welt, integriert. Das Bewusstsein klärt sich. Es entsteht Klarheit. Wir beginnen die Welt so zu sehen wie sie ist, jenseits unserer Ego Brille.

Die Spaltung des Bewusstseins (häufig als gespaltene Gesellschaft wahrgenommen) wird wieder zusammen gefügt. Die Spaltung des Selbst wird geheilt, weil wir unsere abgespaltenen Gefühle integriert haben.


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Wenn man zu diesem vermeintlich unaushaltbaren Gefühlen der Instabilität und Unsicherheit und Angst hin fühlt und den gesamten Druck der kollektiven Konditionierung auf sich lasten fühlt,

und das einfach fühlt, es da sein lässt,

wird die Spaltung des Selbst geheilt.
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RE: Dem Abgrund begegnen - durch das Nadelöhr gehen
#4
16.06.2023, 19:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.06.2023, 19:16 von ichbinmehr.)
Ramana Maharshi´s Todeserfahrung

Ramana Maharshi war ein indischer spiritueller Meister und Weiser, der im 20. Jahrhundert lebte. Er wird als einer der bedeutendsten spirituellen Meister des modernen Indien angesehen.

Im Alter von 16 Jahren erlebte Ramana Maharshi eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung, die eine radikale Transformation in ihm auslöste. Er hatte das Gefühl, dass sein physischer Körper stirbt und eine tiefgreifende Selbsterkenntnis über seine wahre Natur als das unsterbliche Selbst oder das „reine Bewusstsein“ aufstieg. Von diesem Punkt an widmete er sein Leben der Selbstverwirklichung und den Lehren des Advaita Vedanta, einer philosophischen Tradition, die die Einheit von allem betont.


Zitat:Der Wendepunkt in Ramana Maharshis Leben kam spontan Mitte Juli 1896. Eines Nachmittags wurde der Jugendliche im alter von 16 Jahren ohne ersichtlichen Grund von einer plötzlichen, heftigen Angst vor dem Tod überwältigt. Jahre später erzählte er dieses Erlebnis wie folgt:

"Etwa sechs Wochen bevor ich Madura endgültig verließ, vollzog sich eine große Veränderung in meinem Leben. Es kam ziemlich plötzlich. Ich saß in einem Zimmer im ersten Stock des Hauses meines Onkels. Ich war selten krank und an diesem Tag war mein Gesundheitszustand in Ordnung, aber plötzlich überkam mich eine heftige Angst vor dem Tod. Mein Gesundheitszustand war dafür nicht verantwortlich; und ich habe nicht versucht, es zu erklären oder herauszufinden, ob es einen Grund für die Angst gab. Ich hatte einfach das Gefühl: „Ich werde sterben“ und begann darüber nachzudenken, was ich dagegen tun sollte. Es kam mir nicht in den Sinn, einen Arzt oder meine Ältesten oder Freunde zu konsultieren. Ich hatte das Gefühl, dass ich das Problem an Ort und Stelle selbst lösen musste.

Der Schock der Angst vor dem Tod trieb meinen Geist nach innen und ich sagte mir im Geiste, ohne die Worte wirklich zu formulieren: „Jetzt ist der Tod gekommen; Was heißt das? Was stirbt? Dieser Körper stirbt.' Und ich dramatisierte sofort den Vorfall des Todes. Ich lag mit ausgestreckten Gliedern da, als ob die Totenstarre eingetreten wäre, und ahmte eine Leiche nach, um der Untersuchung mehr Realität zu verleihen. Ich hielt den Atem an und hielt meine Lippen fest geschlossen, damit kein Ton entweichen konnte, damit weder das Wort „Ich“ noch ein anderes Wort ausgesprochen werden konnte. „Na dann“, sagte ich mir, „dieser Körper ist tot.“ Es wird steif auf die brennende Erde getragen und dort verbrannt und zu Asche verbrannt. 

Aber bin ich mit dem Tod dieses Körpers tot? Ist der Körper „Ich“? Es ist still und träge, aber ich spüre die volle Kraft meiner Persönlichkeit und sogar die Stimme des „Ich“ in mir, abgesehen davon. Ich bin also der Geist, der den Körper transzendiert. Der Körper stirbt, aber der Geist, der ihn transzendiert, kann vom Tod nicht berührt werden. Das bedeutet, dass ich der unsterbliche Geist bin.‘ 

Das alles war kein langweiliger Gedanke; Es durchzuckte mich lebhaft als lebendige Wahrheit, die ich direkt, fast ohne Nachdenken, wahrnahm. „Ich“ war etwas sehr Reales, das einzig Wirkliche an meinem gegenwärtigen Zustand, und alle bewussten Aktivitäten, die mit meinem Körper verbunden waren, konzentrierten sich auf dieses „Ich“. Von diesem Moment an richtete das „Ich“ oder Selbst durch eine starke Faszination die Aufmerksamkeit auf sich selbst. 

Die Angst vor dem Tod war endgültig verschwunden. Die Versenkung in das Selbst hielt von diesem Zeitpunkt an ununterbrochen an. Andere Gedanken mögen kommen und gehen wie die verschiedenen Noten der Musik, aber das „Ich“ blieb bestehen wie die grundlegende Sruti-Note, die allen anderen Noten zugrunde liegt und mit ihnen verschmilzt. Ob der Körper mit Reden beschäftigt war, Beim Lesen oder irgendetwas anderem war ich immer noch auf „Ich“ konzentriert. Vor dieser Krise hatte ich keine klare Wahrnehmung meines Selbst und fühlte mich nicht bewusst davon angezogen. Ich verspürte kein spürbares oder direktes Interesse daran, geschweige denn die Neigung, mich dauerhaft damit zu beschäftigen."
 
Die Auswirkungen der Todeserfahrung führten zu einer völligen Veränderung von Ramana Maharshis Interessen und Ansichten. Er wurde sanftmütig und unterwürfig, ohne sich zu beschweren oder sich gegen unfaire Behandlung zu rächen. 

Quelle: Vergl. Seite: https://www.sriramanamaharshi.org/ramana...xperience/
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