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Paralleil Realitäten

RE: Paralleil Realitäten
#31
10.09.2023, 08:17
[+] 1 User sagt Danke! Lucinda für diesen Beitrag
Highermind (Andreas Schwarz) hat hier etwas über eine evtl. Gefährlichkeit von KT verfasst:

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RE: Paralleil Realitäten
#32
10.09.2023, 08:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.09.2023, 08:24 von Liri.)
[+] 5 User sagen Danke! Liri für diesen Beitrag
Ja, spricht nichts dagegen, das gesammelte Wissen irgendwo übersichtlich zu präsentieren, vielleicht eignet sich der von Laura genannte Thread dazu. Ich finde es nur auch immer wichtig, zu betonen, dass bei psychischen Problemen das Forum kein Ersatz für professionelle Beratung und Therapie sein kann. Man sieht ja, was passiert, wenn Personen unerfüllbare "Rettungswünsche" an das Forum haben.
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Paralleil Realitäten
#33
10.09.2023, 13:44
[+] 5 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Ich sehe das wie Schuh und auch Liri. Ich persönlich kann auch nichts weiteres beitragen als das, was ich bereits geschrieben habe. Menschen sind selbst dafür verantwortlich, sich zu informieren, mit Foren, Quellen und Ähnlichem bewusst und verantwortungsvoll umzugehen. Allein deine Aussage "Ich kann 10 Jahre weiterkämpfen, wenn..." damit schaffst du dir doch dein Dilemma komplett selbst. Ich werde dein Muster sicherlich nicht bedienen, indem ich versuche, DEINEN Kampf für dich zu lösen. Und ich denke es geht den anderen ähnlich.

Insofern möchte ich gerne an DEINE Selbstfürsorge appellieren. Ich habe den Eindruck, du verlierst dich hier in etwas. Alles Gute dir.
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RE: Paralleil Realitäten
#34
10.09.2023, 13:45
[+] 4 User sagen Danke! Schuhbewegtsich für diesen Beitrag
Dieser Thread ist öffentlich einlesbar, und ich habe noch ein Interesse daran, dass sich hier zukünftig auch noch Leute anmelden werden, die sich fürs Klarträumen begeistern, ohne dass sie gleichzeitig Esoterikfans sind.

Stichpunkt „Spirituelle Krise“ „Außerkörperliche Erfahrung“ - von Steffi als sensible Problempunkte, die in ihrem Wunschthread aufzunehmen sind, angesprochen. Ich glaube, alle (oder fast alle) außer mir, die sich hier zum Thema geäußert haben, sind Esoterik-affin. Darum möchte ich jetzt noch etwas ergänzen, warum ich außerdem gegen den gewünschten Thread gesprochen habe. Ein Zeitproblem habe ich natürlich auch, aber eher wegen meiner kritischen Ausführungen, die jetzt hier folgen. An dem geforderten Thread würde ich mich eh nicht beteiligen.   

„Klarträumen“ hat von der Sache her nichts mit Esoterik zu tun – es ist ein reales Phänomen, ein besonderes Ereignis während des Träumens, das im Schlaflabor nachgewiesen wurde. Es übt allerdings als besonderes Bewusstseinsphänomen, als neues oder anderes Erlebnis von Bewusstseinsvorgängen, auf Esoterikfans eine große Anziehungskraft aus. Das gleiche gilt aber auch bei Interesse an Psychologie, Philosophie, Kunst … dass Leute mit solchen, meist leidenschaftlich besetzten Schwerpunkten, aufmerksam werden und sich darauf freuen, Klarträume erleben zu können. All dies kommt zum Klarträumen von (innen) außen dazu und geht nicht schon vom Klarträumen selber aus.

„Außerkörperliche Erfahrung“ – dies ist ein Gefühl oder eine Wahrnehmung, sich außerhalb des Körpers zu befinden. Die esoterische Position wertet es als reales Erlebnis, statt es für eine Halluzination zu halten, wofür auch die Träume zu halten sind. Die Übereinstimmung mit dem Tatbestand der Halluzination führt zur Verwechslung von Klarträumen mit solchen Wahrnehmungen. Überhaupt gibt es ja auch Leute, die glauben, dass sie während sie schlafen und träumen real woanders unterwegs sind, als derweil im Bett zu liegen. Da es keinerlei Beweise für so etwas von irgendwo her zu holen gibt, sondern nur das Gegenteil einer Realität beweisbar ist, handelt es sich um ein irrationales Urteil, sich eine solche Trennung vom Körper real vorzustellen, und damit fangen für manche Menschen die Probleme an. Auf der Basis von irrationalen Vorstellungen, die die Realitätsverhältnisse möglicher Weise ins Chaos umstürzen, kann es auch zu psychischem Stress bei einigen kommen. Die esoterische Position selbst hat es aber generell überhaupt nicht nötig, irgendetwas als real zu beweisen. Im Gegenteil, für jede Kritik an ihrer fehlenden Beweiskraft, steht ihr eine mit Argumenten prall gefüllte Phrasenkiste zur Verfügung. Dieselbige ist für psychisch erkrankte Menschen natürlich auch nicht besonders hilfreich. Wissenschaft ist blöd, geistig beschränkt, Denken ist prinzipiell schlecht, „…dabei bin ich eigentlich der Wissenschaft zugetan, aber“, ist oft zu lesen. Offenheit wird gefordert, um selber völlig verschlossen bleiben zu können. Das Ding heißt nicht aus Versehen Esoterik. Es ist einer der vielen Tricks, sich selbst vor jeder Beweislast verschließen zu können, nach Offenheit zu rufen. Kleingeistig ist, wer nicht offen ist. Der Großgeist hingegen kriegt eventuell „spirituelle Krisen“. Ich kenne eine Frau, die hat einen Beruf aus der Esoterik gemacht, mit Workshops und Kursen, sie hatte gleichwohl auch „spirituelle Krisen“. Eine andere ist Millionärin damit geworden, hatte wohl keine solchen Krisen, und sie würde auch nur lächelnd auf mich herabblicken, weil ich nichts von Esoterik halte, ohne besonders zornig auf mich zu werden deshalb, da stehen die Dollarzeichen schon davor. Im Grunde sind solche Gespräche zwischen beiden Positionen ja auch müßig, bringen höchstens Ärger, wie wir es hier ja auch nun schon sehr häufig erlebt haben, mit Glück können beide Seite darüber lachen und leben trotzdem friedlich miteinander. Mir geht es heute aber darum, dass das Forum nicht noch mehr in eine Esoterikhochburg abdriftet, weil wir uns hier mit „spirituellen Krisen“ beschäftigen müssen. Wenn überhaupt gehört so etwas auf ein Esoterikforum. Ernsthafte Not aber unter professionellen Schutz!

Ich sehe die „Krisen-Lage“ wie folgt:

1. Drogen. Drogen sind an sich nicht ungefährlich. Sie enthalten Giftstoffe, die in kleinen Mengen zwar guttun können, aber wegen ihrer Beschaffenheit bei unvorsichtiger oder übertriebener Einnahme auch viel Schaden anrichten können – seelisch und körperlich. Darum hat ein Drogenforum eine ganz andere Pflicht als ein Klartraumforum. Ich bin nicht gegen Drogen, habe auch schon reichlich getankt in meinem Leben, mache mir aber in dieser Frage nix vor, dass sie Schaden anrichten können. Maßhalten ist nötig. 

2. Esoterik. Sie hat auch ihre Gefahrenquelle – die nennt sich nicht Gift, sondern Irrationalität. Hinzu kommt, dass diese Irrationalität einem „führenden“ Prinzip unterliegt, denn die Wahrheit samt ihrer Beweislast ist im Fall von Esoterik nur eine über Personen vermittelte. Und diese Personen können irrationale Dinge in den Raum werfen, wie es ihnen beliebt (verdienen obendrein viel Geld damit, siehe oben). Darum hat Esoterik auch einen autoritären Charakter im schlechten Sinne, da es nur auf die Person ankommt, bei der Frage was wahr ist und was nicht. Die Anhängerschaft von Sektenführern bringt sich reihenweise um, nur weil der Meister merkt, dass sein eigenes Leben zu Ende geht, und er deswegen von seinen Leuten aus irgendwelchen abgehobenen irrationalen Gründen einfordert, dass es besser ist, sich zu töten. Eine Professorin, Medizinerin, Psychologin, hat mal zu mir gesagt, du kannst manchen Studenten erzählen, dass in diesem Moment kleine grüne Männchen die Vorhänge herunterlaufen, und sie glauben dir das. So autoritätsgläubig funktioniert auch Esoterik. Trotzdem sind natürlich nicht alle Menschen, die sich für Esoterik interessieren, „autoritäre Persönlichkeiten“, das will ich damit nicht sagen. Es gibt gute und ehrenwerte Gründe, sich für Esoterik zu interessieren, alleine schon, weil unsere von Geld regierte und auf äußere materielle Werte fixierte Welt, nicht ausreichen kann, sondern zu Recht als destruktiv erlebt wird. Klar, dass im Gegenzug eher etwas „Spirituelles“ gesucht wird. Aber es steckt etwas Autoritäres in dieser Geschichte. Und das erklärt auch, wenn die Wahrheit nur von einer bestimmten Person abhängt, die den eigenen geistigen Boden ebnet, warum auch der Wunsch nach Schutz sich dann auf sie richtet, weil es sonst nirgendwo einen Halt gibt, außerhalb des Blickwinkels dieser einen Person. Auf der Basis von Irrationalität entstehen Abhängigkeitsverhältnisse. Das sind zwei Gefahrenquellen. Leider kann es auch vorkommen, dass gar keine Person da ist, die sich solch eine „Autorität“ des Irrationalen anmaßt, die sie lediglich in die Schuhe geschoben bekommt – so wie es für mich aussieht, was da von dir, @Steffi auf spell übertragen wurde.         

3. Klarträumen (ganz im Unterschied zu den beiden ersten Punkten). Es ist völlig ungefährlich und gehört einfach nur zum Träumen und zum Schlafen mit dazu, die beide den existentiellen Grundbedürfnissen zuzurechnen sind. Wenn wir schlafen träumen wir, wobei der ganze Vorgang vom Organismus zum Überleben eingefordert wird. Albträume sind Stresszeichen. Klarträume sind Freiheitszeichen, würde ich dazu ergänzen. Klärträume sind nur dann schwierig, wenn psychische Probleme vorliegen, hatten wir schon. Wobei ich davon überzeugt bin, dass es nichts zwischen Himmel und Erde gibt, das bei psychischen Problemen nicht schwierig werden könnte, wenn es irgendwie aufregend und neu daherkommt. Klarträume können eher in einer Therapie nützlich eingebaut werden, wie es Frau Holzkamp macht. Wenn allerdings das Klarträumen in den Strudel esoterischer Vorstellungen und Experimentierfreudigkeit gerät, dann kann es ebenso schwierig werden damit. Das ist aber der Esoterik zuzuordnen und nicht dem Klarträumen. Das gleiche gilt wahrscheinlich für eine Vermischung mit Drogen. 

Den von Laura herausgesuchten Thread muss ich mir mal durchlesen, habe ich noch nicht gemacht. Vielleicht zeigt der ja viel besser, als was ich hier formulieren könnte, was zu beachten ist.
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RE: Paralleil Realitäten
#35
10.09.2023, 14:43
[+] 4 User sagen Danke! Laura für diesen Beitrag
Allgemein müsste man erstmal klären, was jeder so als esoterisch versteht...
Vielleicht kann man dann die "Esoterikhochburg" ja bekehren...  fear
Ursa hatte mal z.B. hier dazu geschrieben.
Es gab aber immer wieder so Diskussionen.
Die Ansichten sind nunmal verschieden. Wie die Menschen.
Dabei kann man sich endlos im Kreis drehen. Wer das möchte..

Die einen diskutieren ewig(und warten auf Beweise, die ihnen irgendwelche Menschen vielleicht mal liefern), die andern machen sich selber auf, praktizieren, suchen, träumen, sammeln Erfahrungen, Klarheit, Erkenntnis, leben einfach ihr Ding.

Wenn man das Klarträumen und die praktische Erfahrung(statt den Streit um die "richtige" Interpretation) obenan stellen würde, könnten sich die Gegensätze vielleicht sogar auf einer Basis treffen. Wär fein.
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Wahrer Reichtum liegt in der lebendigen Praxis der Anerkennung des freien Willens
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RE: Paralleil Realitäten
#36
10.09.2023, 19:32 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.09.2023, 19:35 von Liri.)
[+] 3 User sagen Danke! Liri für diesen Beitrag
Ich finde es prinzipiell richtig so, dass man auch die ins Boot holen sollte, oder im Boot halten sollte, die mit Esoterik nicht zum Hut haben. Daher sollte man vielleicht darauf Rücksicht nehmen. Ansonsten wird das ein Esoterikforum und kein Klartraumforum, denn klarträumen kann auch, wer komplett ohne spirituellen Hintergrund ist. Und trotzdem kann die Person unglaublich viel davon profitieren.

Laura: ich hatte noch nie ein Problem damit, verschiedene Weltanschauungen zu tolerieren, egal, ob irgendwelche weltreligionen oder verschiedene esoterische Strömungen, solange es nicht in Intoleranz, Herabwürdigung und Menschenhass auf irgendeiner Seite geführt hat. Im Endeffekt ist es eher der Charakter der Person, der die Zwistigkeiten hervorruft, und nicht die Weltanschauung. Natürlich kann es sein dass ein Charakter durch eine Weltanschauung besonders in einer extremen Richtung gedrängt wird, oder sucht sich die Person vielleicht die Weltanschauung, die ihren Temperament entspricht? Warum sollte man irgendjemanden zu irgendwas bekehren, sind doch alles nur Scherben vom großen Ganzen.

Ich glaube auch nicht, dass wir hier selbstanschauliche Diskussionen führen müssen, ich kann mir vorstellen, das wird ganz schön wild. Zumindest, solange es Leute gibt, die eine abweichende Meinung als Angriff auf sich selbst verstehen.
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Paralleil Realitäten
#37
11.09.2023, 05:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.09.2023, 05:18 von Lucinda.)
[+] 3 User sagen Danke! Lucinda für diesen Beitrag
Welche Sichtweise die richtige ist oder ob jede Sichtweise wahre Elemente beinhaltet und das Große und Ganze erklärt, werden wir voraussichtlich erst mit dem sogenannten physischen Tod erfahren, vielleicht aber auch nicht.

So unterschiedlich wie die Menschen sind, so können auch deren Sichtweisen und Erklärungsmodelle sein.

Und nur im Austausch miteinander und gegenseitiger Achtung der differenzierten Wahrnehmungen lässt sich die eigene Sichtweise erweitern und voneinander profitieren.

Ich könnte mir vorstellen, wenn "Träume" hier im Forum nur auf eine bestimmte Art und Weise interpretiert werden dürften, gäbe es bald kaum noch User, die etwas posten würden. Ist ja jetzt schon relativ wenig Aktivität hier.
Und auch Personen mit Beeinträchtigungen, welcher Art auch immer, sollten sich ebenfalls zusätzlich - neben ärztlicher Behandlung - informieren und austauschen dürfen.

Ich vermute mal, dass das ist hier auch nicht das eigentliche Problem ist.
Könnte mir jedoch vorstellen, dass ausgedehnte Zwistigkeiten im Forum, andere, die ihre Träume erforschen und sich darüber austauschen möchten, auf Abstand halten könnte, aufgrund der angespannten Atmosphäre.  wink1

Vielleicht könnte man, wenn es sich thematisch um dieselben Themen eines Users / einer Userin handelt, hier eine Begrenzung oder Zusammenlegung von Threads veranlassen?

Man selbst muss ja auch nicht auf ausufernde Diskussionen einsteigen, das kann man selber entscheiden, ob und wie man es möchte, denke ich.  lol
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RE: Paralleil Realitäten
#38
11.09.2023, 08:10
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Das meinte ich nicht, Laura, du hast mich glaube ich missverstanden. Inklusion ja, auch Inklusion von Personen mit Beeinträchtigungen und von Personen mit abweichenden Weltbildern, z. B. Leuten, die keine Esoteriker sind? Mir war es nur wichtig, zu betonen, dass wir im Forum keine Therapie anbieten.

Aber vermutlich gehört zu der Weltbild -Toleranz irgendwas, was ich hier nur bei ganz selten erlebt habe. Egal von welcher "Fraktion". Ich weiß nicht, ich komme im RL mit so vielen Menschen mit so unterschiedlichen Ansichten reibungsarm klar, hier ist eine ganz komische Dynamik vielleicht sollte man das Forum mal ausräuchern und mit salzwasser waschen. Quasi xD
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Paralleil Realitäten
#39
11.09.2023, 10:52
[+] 3 User sagen Danke! Laura für diesen Beitrag
Liri schrieb:Ich finde es prinzipiell richtig so, dass man auch die ins Boot holen sollte, oder im Boot halten sollte, die mit Esoterik nicht zum Hut haben. Daher sollte man vielleicht darauf Rücksicht nehmen. Ansonsten wird das ein Esoterikforum und kein Klartraumforum, denn klarträumen kann auch, wer komplett ohne spirituellen Hintergrund ist. Und trotzdem kann die Person unglaublich viel davon profitieren.

Seh ich ebenso. Dieses Forum war immer ein Mix aus Beidem. Wobei es auch Zeiten gab, in denen mir z.B. der Eindruck entstand, man könne nur klarträumen, wenn man irgendwie die  buddhistischen Lehren einbezieht. Aber dem ist nicht so. Oder, ich vermisse z.B. die User, die mit  schamanischem Hintergrund am Klarträumen gearbeitet haben - wo sind sie? War ne gute Zeit, auch wenn ich damit nichts am Hut hatte.
Ich würde mir hier wieder eine Vielfalt von klarträumerischen Geistern wünschen. Würde das  auch unterstützen.

Liri schrieb:Laura: ich hatte noch nie ein Problem damit, verschiedene Weltanschauungen zu tolerieren, egal, ob irgendwelche weltreligionen oder verschiedene esoterische Strömungen, solange es nicht in Intoleranz, Herabwürdigung und Menschenhass auf irgendeiner Seite geführt hat. Im Endeffekt ist es eher der Charakter der Person, der die Zwistigkeiten hervorruft, und nicht die Weltanschauung. Natürlich kann es sein dass ein Charakter durch eine Weltanschauung besonders in einer extremen Richtung gedrängt wird, oder sucht sich die Person vielleicht die Weltanschauung, die ihren Temperament entspricht? Warum sollte man irgendjemanden zu irgendwas bekehren, sind doch alles nur Scherben vom großen Ganzen.

Das "Bekehren" war auch eher fraglich gemeint. Daher der fear-Smiley.
Ich hab auch nicht gesagt, dass du dort Probleme hast. Wir sind da gleicher Meinung. Ich hatte mich nur allgemein auf Schuhs Beitrag bezogen, da sie das Thema Esoterik im KTF in den Raum gestellt hatte.
Ich finde, Lucinda hat es passend formuliert:

Lucinda schrieb:Und nur im Austausch miteinander und gegenseitiger Achtung der differenzierten Wahrnehmungen lässt sich die eigene Sichtweise erweitern und voneinander profitieren.

Und meiner Sicht nach sind es gerade nicht die esoteriktoleranten User, die ein Problem mit  friedlicher, freundlicher Koexistenz mit Andersdenkenden haben. Sondern halt Leute, die verächtlich auf diese Userschaft herabsehen, sie herbwürdigen und/oder komplett ablehnen. Hier ist für mich dann auch Ende der Fahnenstange.

Ich kann uns auch nicht mit einem Esoforum vergleichen, dazu haben wir hier viel zu ernsthaft und auch selbstkritisch(was ich für sehr wichtig halte), Bewussteinsforschung betrieben. Aber ganz ehrlich, wenn ich heute solche Meinungen höre, wie das KTF ist ein Esoforum geworden, sorry, da vergeht es mir, hier noch mehr als 0-8-15 Klarträume(Fliegen usw.) oder gar neue BK-Berichte einzustellen. Da schwebt doch immer dieses Verurteilen dafür aus Teilen der Userschaft, diese Eso-Schublade, drüber.

Daher kam ich auch auf den Gedanken, dass wir "Esoterik" hier für uns mal eigens definieren, damit man da halbwegs klare Grenzen ziehen kann. Aber keine Ahnung, ob das funktionieren würde...

Lucinda schrieb:Ich könnte mir vorstellen, wenn "Träume" hier im Forum nur auf eine bestimmte Art und Weise interpretiert werden dürften, gäbe es bald kaum noch User, die etwas posten würden. Ist ja jetzt schon relativ wenig Aktivität hier.

Vielleicht hat das längst begonnen. Die einen posten nix mehr, weil sie in die Esokiste gesteckt werden könnten, das aber vermeiden wollen, die andern, weil sie glauben, man möchte hier nichts wissenschaftlich Orientiertes lesen...
Irre Sache.

Liri schrieb:Das meinte ich nicht, Laura, du hast mich glaube ich missverstanden. Inklusion ja, auch Inklusion von Personen mit Beeinträchtigungen und von Personen mit abweichenden Weltbildern, z. B. Leuten, die keine Esoteriker sind? Mir war es nur wichtig, zu betonen, dass wir im Forum keine Therapie anbieten.

Aber vermutlich gehört zu der Weltbild -Toleranz irgendwas, was ich hier nur bei ganz selten erlebt habe. Egal von welcher "Fraktion". Ich weiß nicht, ich komme im RL mit so vielen Menschen mit so unterschiedlichen Ansichten reibungsarm klar, hier ist eine ganz komische Dynamik vielleicht sollte man das Forum mal ausräuchern und mit salzwasser waschen. Quasi xD

Du meintest wahrscheinlich Lucinda bigwink
Aber das mit dem Ausräuchern und so, klingt gar nicht schlecht.
Ich denke auch, dass wir Vieles einfach von Steffi aufs -ganze- Forum beziehen. Weil sie halt die ist, die am meisten noch postet. Das prägt ja den Gesamteindruck irgendwie. Wenn andere ihre Aktivitäten etc ebenso berichten würden, könnte man wieder Diverses wahrnehmen. Das heißt jetzt nicht @Steffi, dass du nicht mehr posten sollst - nein, im Gegenteil, ein Forum lebt von seinen Beiträgen, nur wir anderen sollten uns mehr beteiligen.
Wieviele sind hier immer nur inaktiv online, warten vielleicht auf "den richtigen Input", auch Urgestein.
Naja, gut jetzt big
Was mich öfters mal abhält vom Posten, hatte ich ja oben beschrieben.
Wenn du einen Vorschlag zum Ausräuchern hast, Liri, lass es uns versuchen.
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Wahrer Reichtum liegt in der lebendigen Praxis der Anerkennung des freien Willens
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RE: Paralleil Realitäten
#40
11.09.2023, 17:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.09.2023, 17:47 von ichbinmehr.)
[+] 4 User sagen Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Vielen Dank für eure vielen Kommentare, die ich alle aufmerksam gelesen habe.

Liri

Zitat:Warum machst du nicht einfach einen eigenen Thread auf zu diesem Thema und kennzeichnet deinen ersten Beitrag unmissverständlich als deine eigene Meinung? Dann können andere ihre eigene Meinung dazu schreiben, das würde auch eine Vielfalt widerspiegeln, wie sie auch vorhanden ist.

Es wird wohl darauf hinaus laufen.

Zitat:Ein gemeinsamer Text würde suggerieren, dass wir alle einer Meinung sind, und warum sollte das so sein, ich bin mir sicher, dass es hier eine Vielfalt gibt.

Ich verstehe den Punkt.

Ich verstehe dass ein Konsens für euch vielleicht bedeuten würde, dass ihr eure individuelle Vielfalt und Autonomie (Abgrenzung) gefährdet seht. Ob das wirklich so wäre, ist natürlich eine Frage die offen bleibt.

An der Stelle möchte ich nochmal auf die Bezogene Indiviudation hinweisen und dazu sagen, dass Bezogene Individuation ja nicht nur Autonomie, sondern auch Verbundenheit darstellt.

Mein Wunsch nach einem inhaltlichen Konsens drückt ja auch meinen Wunsch nach gelebter Verbundenheit und Bezogenheit aus. Ich bin auch für Meinungsfreiheit und Vielfalt, aber ich würdige auch die Wege aller anderen hier und es ist mir wichtig, dass auch so explizit auszudrücken, gerade dann wenn ich einen anderen Weg inhaltlich kritisiere. Das kommt mir oft zu kurz.

Zitat:Maniplulation

Wie bereits angesprochen, war die Äußerung meines Wunsches eine sehr emotionale Sache für mich. Ich hatte große Angst davor zu sagen, was ich brauche.

Ich bin in dieser Sache einer meiner stärksten Ur- Ängste begegnet, der Angst vor Zurückweisung.

Im Enneagramm sind die Fünfer oft geprägt von dem Gefühl, „nicht erwünscht“ zu sein, aufgrund von Kindheitserfahrungen. Dies führte dazu, dass sie ihre Bedürfnisse unterdrückte und sich in intellektuellen Abstraktionen versteckten, um Ablehnung zu vermeiden.

Ich musste dieses Muster überwinden. Ich habe dieses u.a. emotional verarbeitet, indem ich meine Gefühle in einem Audio ausdrückte. Danke an diejenigen, die sich die Mühe gemacht haben und mir zugehört haben haben.

Später habe ich die Argumente in einem schriftlichen Text zusammengefasst, aber die Verarbeitung von Trauma erfordert manchmal eine menschliche Begegnung und die Anerkennung unserer Verletzlichkeit. Schriftlich hätte ich meine verletzlichen Emotionen souverän durch Argumente umgangen, und hätte mir dir Chance auf Verarbeitung genommen.

Ich habe diese Bitte geäußert, ohne eine Erwartung an ein Ergebnis zu haben. Als ich meine Bitte geäußert habe, habe ich an GFK nach Rosenberg und die damit verbundene Haltung der Erwartungslosigkeit, gedacht.

Ich habe diese Bitte für mich geäußert, um mich meiner Angst vor Zurückweisung zu stellen. Ich war bereit mich von Ablehnung und Zurückweisung treffen zu lassen und die Verletzung und Enttäuschung zu fühlen.

Deshalb hatte ich gar keine Erwartung an euch. Ich hatte Hoffnungen und Befürchtungen, aber keine Erwartungen.


Laura

Zitat:Im empfand es sogar ein wenig übergriffig, aber bin/war auch nicht sicher, inwiefern es am Ende mehr so ein spielerisches "Mal sehn wie weit ich gehn kann"-Ding ist. Siehe der Beitrag oben ("Ich schaue dann im Juni 2026 wieder ins Forum"...)

Siehe Antwort an Liri oben.

Zitat:Ich schaue dann im Juni 2026 wieder ins Forum

Dieser Satz war ein authentischer Ausdruck meiner Angst, mit einer Prise Humor, mit dem ich mich wohl selbst beruhigen wollte. Humor als Coping - Strategie eben. Es war ein Ausdruck meiner Unsicherheit. Humor dient oft dazu sich von Emotionen nicht ganz so tief berühren zu lassen. Humor ist oft eine Abwehr der Tiefe und Verletzlichkeit. Ich wollte dem Ganzen etwas die Spannung nehmen. 


Lucinda

Zitat:Als Einwurf: Mir fällt dazu ein, dass man z. B. auf "Aufwach- bzw. Aufwecktechniken" verweisen kann.

Als Kind fiel mir das schwer, aus den Träumen aufzuwachen, versuchte die Füße zu bewegen, den Kopf anzuheben, später klappte es mit Lauten von sich zu geben, was im Traum ja eigentlich erst mal nicht so gut gelingt.

Stieß dann im reifen Erwachsenenalter auf das Video von Highermind zur "Schlafparalyse":

@Steffi: Wenn Du magst, kannst Du ja selber auch Ton- oder Videoaufnahmen dazu anfertigen.

Danke für deine vielen sehr konstruktiven Vorschläge und deine Ermutigung, in Einbeziehung meiner Individualität. Ich bin an dem Punkt Selbstwert sehr verletzt worden und fühle an der Stelle chronisch immer nur Zurückweisung. Das ändert sich vielleicht auch durch solche netten Einladungen, wie du sie hier ausgeprochen hast.

Vielen Dank! blumen

Die Schlafparalyse ist auch ein wichtiges Krisenthema. Du hast Recht, das Thema sollte auch in den Therad!

Zitat:Ich vermute mal, dass das ist hier auch nicht das eigentliche Problem ist.
Könnte mir jedoch vorstellen, dass ausgedehnte Zwistigkeiten im Forum, andere, die ihre Träume erforschen und sich darüber austauschen möchten, auf Abstand halten könnte, aufgrund der angespannten Atmosphäre

Du hast den Punkt erfasst, um den es mir geht. Mich würde interessieren, was können wir gemeinsam tun, um die angespannte Atmosphäre wieder zu entspannen?

Mein Vorschlag war eben ein Konsens zu erwirken. Vielleicht war das aber ein naiver Gedanke?

Überhaupt ist das Erwirken einen Konzens eine tiefe Sehnsucht in mir. Dieser Wunsch drückt meinen Wunsch nach mehr Verbundenheit und gegenseitigem Respekt aus. Ich sehe aber ein, dass so ein Konsens die Vielfalt beeinträchtigen könnte. Ob das nur eine subjektive Empfindung ist, ist natürlich auch die Frage?


Ursa Major


Zitat: Ich werde dein Muster sicherlich nicht bedienen, indem ich versuche, DEINEN Kampf für dich zu lösen. Insofern möchte ich gerne an DEINE Selbstfürsorge appellieren. Ich habe den Eindruck, du verlierst dich hier in etwas. Alles Gute dir.

Ich verstehe deine Position. Ich musste das Thema dennoch im Form einer Bitte an euch ansprechen, weil es sonst bis in alle Ewigkeiten unausgesprochen in mir gekreist wäre und ich diese Angst, um etwas zu bitten, sonst nie hätte konkret begegnen können.

Sei dir sicher, dass ich gleichzeitig, während ich hier im Außen agiere, immer auch schaue, wo ich unabhängig vom Außen, im Innen etwas auflösen kann. Manchmal kann man das Innen aber nicht lösen, ohne das Außen anzustoßen. Nicht wenn man es ängstlich - vermeidet, Sehnsüchte anzusprechen, die einem schon lange das Herz beschweren.

Du weiß ja, ich bin wie die Tarot Karte der Hohepriesterin, die sich bewusst ins Trauma hineinfallen lässt, und am Ende mit einem Erkenntnisschatz wieder auftaucht. So begegne ich verschütteten Emotionen und kann diese in mein Selbstbild integrieren. Stichwort Heldenreise. Ich muss mich verlieren, denn so finde ich meine Ganzheit. Die Frage ist nur, wie kontrolliert findet dass sich fallen lassen statt: Dosis, Set und Setting.  wink1


Schuh

Danke für diesen umfassenden und sehr differenzierten Text mit dem du dich eingebracht hast, der dich sicher viel Mühe gekostet hat. Was du ansprichst ist aus meiner Sicht ein Streit zwischen verschieden Mems (Werteebenen). Ich wünsche mir eine Ebene in der beide Ebenen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Ich wünsche mir mehr gegenseitige Wertschätzung.

Ich finde es immer schwierig wenn nur ein Paradigma als das einzig Richtige dargestellt wird, und das andere abgewertet wird. Das gilt aber für beide Seiten der Medaille – sowohl aus Perspektive der Wissenschaft als auch aus der Perspektive der Esoterik. Ich glaube dass keine der beiden Perspektiven die allgemeingültige Wahrheit darstellt. The map ist not the territory. 

Die Negierung spiritueller Zustände, die es aus Seiten der Wissenschaft manchmal geschieht, führt leider oft dazu, dass Menschen eine aktivierte Kundalini als Erkrankung erleben und das kann sehr leidvoll für die Betroffenen sein. Ich denke dass das Angebot an empirisch haltbaren und spirituellen Methoden hier vielfältig sein sollte, denn unterschiedliche Menschen und Symptome, brauchen unterschiedliche Herangehensweisen.

Zitat:Esoterik. Sie hat auch ihre Gefahrenquelle

Da stimme ich dir zu.

Danke für deinen Ausführlichen Text. Ich höre als Fazit bei dir heraus, dass es dir um eine gesunde Balance geht in der zb, extremistische Haltungen, die zu Schädigungen führen können, kritisch in Frage gestellt werden sollten, während gemäßigte Haltungen, die förderlich und allgemein inspirierend sind, willkommen sind.

Habe ich das richtig verstanden?

Wenn ja, dann könnte der alte Streit zwischen Wissenschaft und Esoterik aus der absoluten Ebene  - schwarz vs. weiß - auf eine erweiterte differnzierte Ebene gehoben werden. Vielleicht können wir an der Stelle eines Tages weiter diskutieren und finden hier einen Konsens, der niemanden ausschließt. 

Ich persönlich empfinde bei dem Wort - Konsens = Frieden.

Ich höre aber heraus, dass einige hier bei dem Wort Konsens = Unterdrückung der Individualität und der Meinungsvielfalt hören. Wie unterschiedlich ein Wort doch empfunden werden kann.

Ich finde es ist eben auch ein Unterschied, wie so eine Konsens zu stande kommt. Wird dieser erzwungen oder in gegenseitiger Wertschätzung ausdikutiert?

Ich frage mich, wie könnte man die Konsensfindung, weiterentwickeln oder vertiefen, so dass individuelle Sichtweisen nicht unterdrückt werden?

Ich muss gerade an das Systemische Konsensieren denken. Ich habe noch nie damit gearbeitet und kenne es nur vom Hören sagen, weil ein Freund von mir davon so begeistert war.

Zitat:Systemisches Konsensieren ist ein Verfahren zur Entscheidungsfindung in Gruppen, das darauf abzielt, eine Lösung zu finden, die von allen als akzeptabel bewertet wird. Diese Methode wurde von Christoph Schönborn entwickelt und basiert auf systemischer Konsensbildung. Im Gegensatz zur herkömmlichen Mehrheitsentscheidung wird das systemische Konsensieren darauf ab, Lösungen zu finden, die für alle akzeptabel sind und die Bedenken und Perspektiven jedes Einzelnen berücksichtigen.


Liri

Zitat:hier ist eine ganz komische Dynamik vielleicht sollte man das Forum mal ausräuchern und mit salzwasser waschen. Quasi xD

Ich finde die Idee ist genial!

Wir könnten eine gemeinsames Ritual machen indem gute Wünsche für das Forum eingebracht werden können.

Wer hätte denn noch dazu Lust?

Habt ihr Ideen wie wie das gestalten könnten?


Laura

Zitat:Ich denke auch, dass wir Vieles einfach von Steffi aufs -ganze- Forum beziehen. Weil sie halt die ist, die am meisten noch postet. Das prägt ja den Gesamteindruck irgendwie. Wenn andere ihre Aktivitäten etc ebenso berichten würden, könnte man wieder Diverses wahrnehmen.

heißt jetzt nicht @Steffi, dass du nicht mehr posten sollst - nein, im Gegenteil, ein Forum lebt von seinen Beiträgen, nur wir anderen sollten uns mehr beteiligen.

Ganz genauso sehe ich das auch!

Ich habe schon oft gedacht, wenn andere genau so viel schreiben würden wie ich,
hätten wir wieder in vielfältigeres Gesamtbild. Es ist nicht mein Anliegen hier alles zu dominieren. Es ist mein Anliegen mich selbst auszudrücken.

Ich glaube dass wir uns dahingehend erweitern müssen, und Traumarbeit inklusiver und ganzheitlicher verstehen sollten (Lucid Living im Wachbewusstsein). Gleichzeitig haben wir alle diesen Fokus auf das Klarträumen, welches für mich nur ein Aspekt der Arbeit mit Träumen darstellt.  So denke ich, dass die Anerkennung dieses Aspektes (der Vielfalt) mehr Raum für unterschiedlichsten Content schaffen könnte.

Zitat:Wieviele sind hier immer nur inaktiv online, warten vielleicht auf "den richtigen Input", auch Urgestein.

Da muss ich an das Wort: Visionssuche denken.

Vielleicht sollten wir uns gemeinsam auf Visionssuche begeben?

Eine immense energetische Kraft könnte freigesetzt werden, wenn wir uns alle gleichzeitig oder an einem gemeinsamen Tag auf die Suche geben würden und unsere Energien vereinen.


Mein bisheriges Fazit ist:

Ich habe meinen Wunsch ausgesprochen und bin meiner Angst vor Zurückweisung begegnet.

Mir ist bewusst dass ich an dem Punkt traumatbedingt sehr leicht kränkbar und verletzlich bin.

Ich brauche traumabedingt manchmal eine Einladung dass ich mich angenommen und verbunden fühlen kann. Ich weiß dass wir alles eins sind, aber ich fühle es oft nicht (traumabedingt).

Ich bin etwas enttäuscht, weil ich Hoffnungen auf einen gemeinsamen Konsens hatte.

Ich bin erleichtert, dass ich meinen Unfrieden ausdrücken konnte, welches aus dem Gefühl besteht, dass manche Menschen hier untergehen könnten und keiner es mitbekommt.

Ich überlege mir selbstständig einen Thread über Gefahren zu erstellen.

Ich sehe ein, dass ihr nicht die gleiche Sensibilisierung für das Thema spirituelle Krisen und Trauma habt, wie ich.

Ich sehe, dass auch andere sich hier mehr Verbundenheit und eine positive Atmosphäre wünschen. Ich fühle mich an der Stelle wahrgenommen.

Vielleicht sind Methoden wie das Systemische Konsensieren o. andere, potentielle Möglichkeiten, der wertschätzenden Kommunikation, Methoden so einen Prozess zu begleiten und zu moderieren?

Ich wünsche mir weiterhin ein Forum indem Wissenschaft und Esoterik gleichberechtigt sind.

Ich wünsche mir Meinungsvielfalt (Autonomie) und gegenseitige Wertschätzung (Verbundenheit).

Ich finde die allgemeine Diskussion über die Zukunft des Forums inspirierend und bereichernd und möchte die Idee mit dem Ritual und der Visionssuche für das Forum nochmal in den Raum werfen.

Zitat:Laura: Wenn du einen Vorschlag zum Ausräuchern hast,

Wir könnten ein Foto von einem Räucherritual in einem Thread posten.

Jeder der hier etwas loswerden möchte, bzw. gute Wünsche senden möchte, kann das tun -  Ob schriftlich, mündlich, musikalisch, telepathisch, künstlerisch, egal wie.

Danke für eure Zeit, eure Bereitschaft zur Auseinandersetzung und eurer Verständnis dafür, dass diesen Wunsch auszudrücken für mich keine leichte Sache war.
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RE: Paralleil Realitäten
#41
11.09.2023, 19:14
[+] 4 User sagen Danke! clearseven für diesen Beitrag
Ich hab mir nicht alle Antworten durchgelesen und das Video im Eingangs-Thread werde ich mir noch anschauen. Ich denke, dass es gar keine parallelen Realitäten gibt, sondern nur Optionen und wir uns jeden Moment über unser, meist unbewusstes, Gedankengewirr eine dieser Optionen "freischalten". Nach dieser Vorstellung wäre auch der Begriff Manifestation falsch, weil wir nichts manifestieren würden. Es ist schon alles da, als Option, und wir schalten lediglich unser Bewusstsein auf diese Option. Warum ich so denke ist, dass es eine ungeheure Energieverschwendung wäre, tatsächlich parallele Universen und Realitäten zu "unterhalten". Das Universum sollte nach meiner Vorstellung auf Effektivität aus sein und parallele Realitäten wären maximal uneffektiv und reine Energieverschwendung.
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RE: Paralleil Realitäten
#42
12.09.2023, 14:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.09.2023, 15:38 von ichbinmehr.)
Ich sehe das im Prinzip auch so wie clearseven. Die Art meiner Formulierung deutet darauf hin, dass ich zum Teil noch in einem materialistischen Weltbild lebe und denke.

Gleichzeitig habe ich diesen Raum erlebt und weiß dass es keine verschiedenen Welten gibt. Ich nenne ihn den Möglichkeitsraum. Das war ein Raum ohne jegliche (externe) Orientierung. (ohne externe (Wissens)-Autoritäten) Ein Raum der absoluten Freiheit, von dem aus alles möglich ist.

Ich weiß nur leider nicht was mich dahin gebracht hatte. Nun ja es war Cannabis in Kombination mit der Serie Big Bang Theorie, aber ich nehme an, dass beides nur eine Korrelation war und keine Kausalität.  lol

Jedenfalls bin ich gestorben. Aber auch der Tod war eine Illusion. Ich erkannte, dass es nie ein Ich gegeben hat. Deshalb kann das ich auch nicht sterben. Mein ich war immer nur ein Gedanke.

(Das hilft mir aber gar nichts, dass ich das erkannt habe, wenn ich in meinem Ich drin bin. Jemandem sein Ich abzusprechen empfinde ich überhaupt nicht als hilfreich.)

In diesem Zustand wurde ich zu dem Raum, in dem alles möglich war – der Raum der unendlichen Möglichkeiten, in dem Zeit und Raum nur Gedanken waren.

Nach drei Tagen kehrte mein Ego zurück, begleitet von einer Geschichte, aber ich kann auch hier nicht sicher sagen, ob es eine kausale Verbindung gibt. Eine Krankheit führte dazu, dass ich mich im Schmerz verkrampfte, und ich fand mich wieder in meinem Körper, im menschlichen Dasein, mit all seinen Bedürfnissen  Wünschen, Sorgen und Ängsten. Diese Erfahrung von 2018, war die einzige die ich bisher ohne psychotische Nebenwirkungen hatte.

Im Raum aller Möglichkeiten aus schränkt das „Ich“ diese Möglichkeiten durch seine Bedürfnisse ein.

Es gab davor schon solche Erfahrungen, als ich sehr aktiv mit meiner Kundalini gearbeitet hatte. Es geschah zum ersten Mal als sich 2015 mein Herz Chakra weit geöffnet hatte. Da erkannte ich auch schon,  diese unendlichen Möglichkeiten. Ich erfuhr dass ich die Realität mit meinen Gedanken steuern konnte. Aber damals war ich noch mit dem Ich identifiziert, was dann auch dazu führte, dass ich das ganze als spirituelle Krise erlebt hatte, denn das erzeugt Rollenkonflikte, wenn man als Mensch die totale Macht über seine Realität in die Hand gedrückt bekommt.

In meiner tiefsten spirituellen Krise, die ein Jahr später (2016) auftrat, erlebte ich, wie sich alle meine Chakren weit öffneten. Aber auch hier blieb ich weiterhin mit meinem "Ich" verbunden. Ich erlebte, wie sich ungewöhnliche Realitäten aus meinen Gedanken heraus formten. Zu dieser Zeit waren meine Erfahrungen immer wieder von Trauma und ungelösten Schatten-Themen beeinflusst, ohne dass mir dies bewusst war.

Aber auch während dieser Erfahrung war ich weitgehend identifiziert mit dem Ich, obwohl ich eine starke Dissoziation vom physischen Körper hatte und erlebte wie er sich von selbst bewegte und ich nur zuschaute. Trotzdem gab es noch eine Identifikation, mit all dem Schrecken und der Glückseeligkeit die ich erlebte.

Das Erlebnis von 2018 (Big Bang) war anders – Dort gab es gar keine Identifikation mehr. Steffi war nur noch ein Gedanke und ich war absolut sicher und frei alles zu entscheiden. Das war der beste Zustand meines Lebens.

In einem Buch, das ich derzeit lese, "Psychedelische Erfahrungen: Ein Handbuch nach Weisungen des Tibetanischen Totenbuches" von Timothy Leary, Ralph Metzner und Richard Alprecht, habe ich einige Erkenntnisse abseits von Trauma und Schattenarbeit gefunden. Dieses Buch beschreibt die Durchquerung der Bardo-Zustände in einer westlichen, psychologischen Sprache, ohne viel buddhistische Symbolik, die mir oft fremd ist. Ich beschäftige mich derzeit intensiv damit, um zu verstehen, an welchem Punkt ich möglicherweise festhänge.

Warum ich allerdings an diesem einen Tag einfach durch geglitten bin, ohne mich zu verheddern, das weiß ich nicht. Vielleicht war diese Erfahrung nur ein Hinweis - Schild.

Ich hatte diesen Moment, als ich aus diesem Zustand herausfiel, lange Zeit als Fehler meinerseits betrachtet und mich gefragt, was ich falsch gemacht hatte. Doch diese Gedanken habe ich inzwischen überwunden.

Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass Erleuchtung an einen bestimmten Zustand gebunden ist. Die Suche nach besonderen Bewusstseinszuständen kann sogar dazu führen, dass wir das Menschsein, das wir sind, vernachlässigen und entwerten.

Aus meiner Erfahrung heraus kann Erleuchtung sich sogar durch das Nichterreichen von Zuständen vertiefen.

Es scheint ein Wechselspiel zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen zu sein, bei dem es darum geht, beide Ebenen meines Seins anzuerkennen und in der Mitte auszubalancieren. Eine Anerkennung aller Ebenen ist dabei womöglich von entscheidender Bedeutung.

Es ist vielleicht ein Auspendeln, in der Mitte nötig und vor allem eine Anerkennung aller Ebenen des Seins. Sein und Nicht sein gleichermaßen. Grenzen und Grenzenlosigkeit. Ich hatte immer nach Grenzenlosigkeit gestrebt und stehe doch noch am Anfang dessen, meine Grenzen erstmal wahrzunehmen und zu respektieren. Das kann so nicht funktionieren, weil das ja immer wieder einen Widerstand erzeugen würde.

Das deckt sich auch mit dem Herz Sutra, wo es heißt Form und Leerheit sind das selbe. Also meine These ist, man erreicht diesen Zustand nicht vollständig, wenn man seine menschlichen Bedürfnisse zu entfliehen versucht.

Ein besonderer Bewusstseinszustand, wie ein Samadhi, bleibt immer noch eine Form, an der wir anhaften können. Wenn wir diesen Zustand anstreben, während wir das Menschsein (inkl. Bedürftigkeit) als weniger wertvoll betrachten, sind wir noch nicht wirklich frei.

Ein Großteil meiner Befreiung und wirklich entscheidender Erkenntnisse hat jenseits solcher besonderen Bewusstseinszustände stattgefunden.

Ich denke, dass das aktive (kompensatorische) Streben danach, diesen Raum zu finden, eher hinderlich ist, zumindest dann, wenn das Streben eine Strategie der Vermeidung der Menschlichkeit darstellt.

Was den Punkt in meinem Ego betrifft, an dem ich mich wieder für den "Möglichkeitsraum" öffnen kann, weiß ich noch nicht.

Ich mache derzeit sehr positive Erfahrungen mit Psychedelika, weil ich da eine Kontrolle über die Dosis habe. Das hatte ich beim Kundalini Tantra nicht. Da haben sich meine Chakren immer voll geöffnet oder eben gar nicht. Es gab nur ganz oder gar nicht - aber nichts dazwischen. Es gab da keine Möglichkeit zu navigieren und das ist es ja was Traumabetroffene brauchen, die Erfahrung erstmal eine Kontrolle zu haben, um sich selbst angemessen zu berücksichten.

Nach einer psychedelische Erfahrung kann ich in mein Ego zurück kehren und die Erfahrung erstmal integrieren und verarbeiten. Ich kann die Dosis anpassen und im Einklang mit meinen Bedürfnissen arbeiten.
Das alles war mir mit Kundalini Tantra nicht möglich. Da gab es nur die Möglichkeit einer Vollständigen Hingabe - im absoluten Sinne. Das hatte ich versucht und dadurch sind die spirituellen Krisen entstanden.

Das ist ebene meine Kritik an vielen traditionellen sprituellen Wegen, dass diese oft absolutistisch verstanden. Dieses Denken passt aber überhaupt nicht zu meiner Persönlichkeit und meinen Bedürfnissen. Ich kann mit einem Bein im Leben und mit einem Bein im Ego Tod stehen. Für mich ist das überhaupt kein unvereinbarer Widerspruch.  wink1

Ich habe lange Zeit den Fehler gemacht, so vielen Leuten da draußen eine Authorität zu verleihen, weil ich dachte sie wissen es besser, denn sie haben diesen dauerhaften Zustand erreicht. Aber sie sind eben diesen absolutistischen Weg gegangen, der für mich aber nicht funktioniert.

Wie oft habe ich all ihre Wege befolgt, mich vollständig zum sterben hingegeben, aber immer wieder bin ich zurück gekehrt, mit der Erkenntnis dass das so für mich nicht funktioniert. Die spirituellen Lehrer da draußen in der Welt, kommen oft aus so einem traditionellen Verständnis, aber ich bin jemand der auf der Welle der Evolution surft. Ich erfinde neue Wege für moderne Menschen, die ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen müssen.

Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dann nur ich selbst die Wissens- Authorität über mein Leben sein kann. Niemand anders. Und deshalb stelle ich traditionelle Wege auch oft in Frage, wobei ich doch gleichzeitig, weiß dass meine individuelle Erfahrung und Freiheit auf diesen Wegen aufbaut. Freiheit und Dogma sind eins.

Vielleicht war der Big Bang Tag ein symbolischer Hinweis darauf, dass ich es mal mit Substanzen versuchen soll. Das hatte ich damals nämlich hochmütiger Weise abgelehnt, weil ich glaubte, dass ich das alles nur mit Meditation und Psychologie schaffen wollte. Ich würde diesen Weg aber niemandem empfehlen. Manchmal wird man von etwas gerufen und dann muss man es machen. Man sollte auf den inneren Ruf hören und sonst auf nichts anderes.

Big Bang Theorie ist für mich auch nicht nur eine Serie. Denn die Hauptfigur Sheldon ist im Ennegramm eine 5. Das könnte ja auch etwas bedeuten, zb ein Hinweis auf Selbstannahme sein und dass ich nicht weniger verstehen soll, wie mir manche Spirituelle oft versucht haben einzureden, sondern mehr, weil das eben meine Berufung (mein Herzens - Ruf) ist.

Manche Menschen müssen den Verstand aufgeben, weil sie die Gegensätze im Denken nicht vereinigen können. Andere Menschen vereinigen die Gegensätze im Denken und im Herzen. Menschen die in einem absolutistischen Weltbild leben müssen sterben, um zu erwachen. Integral Denkende Menschen müssen nicht sterben.

Ich bin schon gespannt wie das wird, wenn ich herausfinden werde, wie ich diesen Möglichkeitsraum betreten kann. lol 
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RE: Paralleil Realitäten
#43
12.09.2023, 17:19
Ich selbst glaube, wir erschaffen unsere Realität selbst, zusammen mit den Konzepten, die wir verwenden, um unsere Erfahrungen zu erklären. Im Grunde ist der Raum leer, bis wir etwas hineingeben und uns in unsere Schöpfung verlieben, uns darin verlieren und glauben, ein Teil davon zu sein.

Die Struktur der Realität, die wir als konstant und stabil wahrnehmen, existiert in Wirklichkeit nicht so, wie wir sie wahrnehmen. Sie ist ein Produkt unserer Vorstellungskraft.

Wenn es um andere Realitäten geht, stellt sich die Frage, wie flexibel wir sind, wenn etwas höchst Ungewöhnliches passiert?

Das "Ich" kann solche Erfahrungen besser integrieren, wenn wir sie in ein Rahmenkonzept einordnen. Ein Framing. Ein solches Rahmenkonzept könnte sein, dass wir im Bett liegen, schlafen und träumen, oder dass es sich nur um einen Klartraum handelt, der in unserem Kopf stattfindet. Diese Rahmen sind jedoch letztlich Konzepte, die wir um das Erlebte herum konstruieren.

Worum es mir in diesem Thread geht, ist die Erkenntnis, dass es überhaupt keine konstante Realität gibt. Diese Erkenntnis ist gleichbedeutend mit Erleuchtung. In dieser Erkenntnis entsteht eben dieser Möglichkeitsraum, den ich im letzten Post beschrieben hatte. Dabei hatte ich damals nicht erwartet, dass ich diese Erkenntnis hier finden würde. Ursprünglich wollte ich aus hedonistischen und kompensatorischen Gründen Klarträumen und war neugierig darauf, was man damit anstellen kann.

Ein religiöser spiritueller Weg kam für mich als Agnostiker*in nicht in Frage. Deshalb war mein Einstieg in die Bewusstseinsarbeit ein Einstieg auf einer rationalen Ebene, mit wissenschaftlicher Orientierung. Ich habe Stephen LaBerge und Co gelesen. Aber dann führte eine Erkenntnis zur nächsten, meine Neugierde verführte mich immer wieder in Richtung Traumyoga, Tantra und Schamanismus und ehe ich mich versah, löste sich durch Klartraum meine Realität auf.

Bevor ihr mir widersprecht - und ich kann eure Bedenken nachvollziehen - möchte ich betonen, dass ich selbst Angst davor habe, dass es keine feste Realität gibt. Ich habe Angst, dass ich möglicherweise nur ein leerer Raum bin. Ich habe auch Angst vor der Einsamkeit, die diese Erkenntnis mit sich bringen kann. Diese Angst versuche ich nach und nach liebevoll zu überwinden, indem ich mich tiefer, aber eben auch in Achtung meiner menschlichen Bedürfnisse in diese Erkenntnis hineinbewege.

Es gibt neben der Möglichkeit, sich in diese Erkenntnis zu stürzen, auch eine zweite Option. Wir können am Rand des leeren Lochs stehenbleiben, so als würden wir einen Vulkan besuchen. Wir sind Touristen am Rande der Leere. Wir sind nur zu Besuch, und wir müssen uns nicht sofort hineinstürzen. Wir müssen die Leere nicht sofort umarmen. Wir können zuerst nur zuschauen, vielleicht ein Foto machen und dann wieder gehen. Wir können einen Reisebericht schreiben und später wieder kommen.

Es gibt keinen Grund, diese Leere abzulehnen, denn wir müssen sie nicht voll annehmen. Das ist auch so ein Irrglaube, indem ich mich oft verfangen hatte. Wir müssen die Leere nicht annehmen, oder gar sein, nur weil wir ihr begegnen.

Wir können sie erkennen, ohne dass sie unser Leben als getrennte Ich sofort ausradieren muss. Es gibt die Möglichkeit, sich zu positionieren und zu sagen: "Ich bin noch nicht bereit. Ich wollte nur einmal schauen. Hier ist ein Loch. Ok, ich weiß noch nicht, was ich damit anfangen soll? Ich lasse es vorerst da sein und kehre zu meinem Leben zurück." Ich muss es aber auch nicht kritisieren oder anderen absprechen. Denn wieso tut man dass? Weil das eigene Selbstbild in gefahr ist.

Ich persönlich habe auch Angst vor der Leere. Es wird wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis ich mich damit voll arrangieren kann, dass hier nichts ist. Das ich niemand bin. Das ihr nicht exitiert. Manchmal erkenne ich das. Manchmal sehe ich, dass ihr nur mein Spiegelbild seit. Aber dann verschließt sich diese Einsicht wieder.

Gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich, als ich leer war, überhaupt nicht bedroht wurde. Im Gegenteil, in der Leere finde ich Sicherheit, Frieden, Freude, Liebe und den Raum aller Möglichkeiten - absolute Freiheit.

Aber aus der Perspektive, in der wir uns gerade befinden, haben wir einen berechtigten Widerstand gegen die Idee, dass es hier nichts Festes gibt und dass all unsere Konzepte und Realitätskonstruktionen letztendlich leer sind. Wer nicht allein sein kann - kann auch nicht das Alleine sein. Logisch, dass man da in einen Widerstand geht.

Ich denke, wir sollten unseren Widerstand bewusst anerkennen, denn wenn es noch nicht an der Zeit ist, vollständig in die Leere zu gehen, dann sind wir eben noch nicht bereit. Das ist in Ordnung.

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RE: Paralleil Realitäten
#44
12.09.2023, 17:55
Was aber häufig passiert, wenn Menschen ihr Selbstbild gefährdet sehen ist, dass die Erkenntnis der Erleuchtung mit wissenschaftlichen, empirischen Argumenten abgewehrt wird.

Diese Abwehr dient als Schutzmechanismus vor der Angst vor der Leere und Auflösung des Ichs. Die Wissenschaft ist jedoch selbst ein Bestandteil des leeren Raums und kann daher nicht der letzte Rahmen sein. Die Wissenschaft ist nicht die endgültig letzte Instanz.

Einmal war es mir, als ob alle meine Konzepte runtergefallen sind. Da erkannte ich, dass diese alle leer sind. Da lagen sowohl Naturwissenschaften als auch Geisteswissenschaften auf den Fußboden. Plopp! Alles war nichts mehr wert. Alle Konzepte waren leer. Es war ein Schock! Ich wusste nicht mehr weiter. Wie um Himmels Willen sollte ich mich noch in der Welt orientieren? Ich hob alle Konzepte wieder auf und entschied weiter mitzuspielen.

Letztendlich ist auch die Wissenschaft leer. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir sie nicht verwenden können. Ich kann mich trotz dieser Erkenntnis, dass die Wissenschaft leer ist, mich weiterhin auf die Wissenschaft stützen und beziehen, aber ich weiß, dass dies nur ein Spiel ist. Existenz und Nonexitenz sind keine Widersprüche. Nur im Denken der Menschen erscheinen gegensätze als unvereinbar.

Ich habe mich zb impfen lassen, weil ich mich in der Entscheidungsfindung an der Studienlage orientiert habe. Das ist für mich kein Widerspruch zu meiner sprituellen Erkenntnis. Ich kann alle Konzepte die mir nützlich sind, weiterhin benutzen, obwohl ich weiß, dass sie nur Gedankenkonstrukte sind. - Auch die Naturwissenschaften.

Was sich jedoch geändert hat, ist die zwanghafte Bindung an diese Konzepte. Denn letzten Endes ist mir bewusst, dass alle Konzepte leer und bedeutungslos sind. Das lässt mich gelassener werden, da ich in der Lage bin, meine Konzepte in die Leere zu werfen. Dies kann sogar rituell geschehen. Einmal habe ich das Enneagramm symbolisch in die Leere geworfen, und als es wieder auftauchte und mir zurück gegeben wurde, war es transformiert - ohne starre Anhaftungen.

Die Leere ist eine Transformations Behälter. Da kann man alles reingeben, und es kommt gereinigt von Anhaftungen wieder raus. Man muss nicht gleich selbst komplett reinspringen. Man kann auch erstmal nur eine Sache reinwerfen und testen was damit passiert.

Eine Frage, die ich mir lange gestellt habe, lautet: Wie können wir uns in der Leere orientieren? Die Antwort, die ich gefunden habe, war für mich die Selbstliebe. In der Leere existieren keine Konzepte mehr. Man erfährt Orientierungslosigkeit, und daraus können spirituelle Krisen entstehen, wenn man keine Orientierung mehr hat und sich in verwirrten Vorstellungen verliert, die man selbst erschafft.

Liebe ist eine sehr gute Orientierung in der Leere. Ich empfinde Liebe oft als den Kern inmitten der Leere. Es ist, als ob ich eine Sonne aus Liebe und Sicherheit bin.

Ich erkenne, dass ich diese Leere bin, aber ich schütze meine persönliche Identität im Einklang mit meinen persönlichen Bedürfnissen, solange sich das in meinem Herzen so richtig anfühlt. So können Menschen erleuchtet sein, ohne ihr Ich aufzugeben. Das Ich zu bewahren für manche Menschen notwendig, weil diese erst noch eine stabile Identität aufbauen müssen. Ken Wilber hat mit Allen Combs dazu ein interessante Theorie entwickelt, die die Wilber-Combs Matrix genannt wird. In traditionellen spirtuiellen Lehren habe ich diese Theorie nicht gefunden.

Erleuchtung und Ichlosigkeit können getrennt werden, so wie ein Tanktriker auch lernen kann den Samenerguss vom Orgasmus zu trennen. Aber die meisten Menschen denken, das gehört unweigerlich zusammen. Es ist jedoch nur eine häufige Korrelation, die man lerne kann zu trennen.  lol

Seitdem ist die Leere in meinem Leben manchmal da und manchmal verschwindet sie wieder. Das macht nichts, weil ich nicht mehr im Widerstand gegen den Menschen bin, der ich bin. Ich kann mich durch meine Selbstliebe vor der ungesunden, psychotischen Auflösung in der Leere schützen, ohne die Wissenschaft als Orientierung und Abgrenzung zu benötigen.

Die Wissenschaft benötige ich dann, wenn ich mit den Menschen, die in dieser Realität leben, einen Konsens finden möchte. Zumindest in meinem Kulturkreis. Ich achte die Wissenschaft und bediene mich an ihr. Ich würdige den Weg alljener die ihn gehen, aber sie ist mir keine Autorität. Die letzte Autorität in meinem Leben bin ich selbst. Mein Herz ist meine Autorität.

Ich benötige die Wissenschaft nicht, um darüber zu entscheiden, ob ich einen Klartraum oder eine Astralreise erlebe. Wer hier anders navigiert, der hat seine ganz persönlichen Gründe. Auf dem Weg des Wissenschaftlers gibt es viel zu lernen.

Die Erkenntnis der Erleuchtung übersteigt jedoch oft die Autorität der Wissenschaft. Manchmal macht sie an der Stelle halt, wenn ein Mensch dort erst noch etwas lernen muss, so wie meine Erleuchtung da halt macht, so ich erst noch lernen muss meine Grenzen zu beachten.

Es kann sein, dass ich, wenn ich in meine eigene freie Realität eintauche, niemanden mehr finde, mit dem ich darüber sprechen kann, was ich in anderen Bewusstseinszuständen oder Realitäten erlebe. Das kann eine sehr große Belastung sein, keinen passenden Austausch zu finden, weil das ja zur Konseqzenz hat, dass man ganz alleine mit alldem ist. Und das war es was mir damals geschah.

Ich wählte die absolute Freiheit und war als Folge ganz alleine damit. Und ich hatte eben noch keine Selbstliebe, um mich in Mitten der Erscheinungen zu orientieren oder gar zu regulieren. Die Wissenschaft als Orientierung war bereits zerbrochen. Das Alte war verloren (Orientierung an Wissen), - das Neue noch nicht da (Orientierung an Liebe). Ich wusste aber nicht, dass ich das überhaupt in der Hand habe. Es gab damals einfach keine Informationen darüber. Ich weiß dass das viele andere Menschen auch durchleiden und deshalb möchte ich darüber sprechen.

Ohne Selbstliebe neigen wir dazu, die Wissenschaft als Mittel zur Abgrenzung zu nutzen, da sonst die Gefahr besteht, dass wir uns in der Leere und im Chaos verlieren. Dann erleben wir eine Spirituelle Krise. Rationalität dient uns oft als Schutz.

Die Wissenschaft lehrt uns häufig auch das kritische Denken, das Differenzieren und die Haltung der Objektivität und sollte deshalb nicht unterschätzt werden. Wenn Wissenschaft jedoch unser Bewusstsein einschränkt, dann können wir manche Ebene der Realität nicht erfahren und sprechen diese womöglich anderen Menschen ab.

Rationalität kann wie ein Tor sein, das wir hinter uns lassen können, wenn wir eine neue Orientierung gefunden haben. Manche Menschen durchschreiten dieses Tor durch das Aufgeben des Verstandes. Andere Menschen durchschreiten das Tor, indem sie das Integrale Denken erlernen, innerhalb dessen die Gegensätze holistisch vereint werden.

Es kann es gefährlich sein, wenn Menschen die Wissenschaft nicht anerkennen und ihnen die Fähigkeit zum kritischen Denken fehlt. Deshalb stimme ich Schuh auch voll zu, dass Esoterik ein Problem sein kann. Ein weiteres Problem ist aber auch oft eine fehlende Selbstfürsorge. Ich denke wir müssen das aufbauend betrachten. Nicht als Widersprich sondern, holistisch (umfassend, ganzheitlich, umschließend). Man kann nicht den letzten Schritt vor dem ersten machen. Erst brauchen wir die Wissenschaft, erst dann können wir die Liebe als Letzte Instanz der Orientierung nutzen. Erst wenn wir in der Liebe angekommen sind, können wir die Wissenschaft als Orientierung und Autorität ganz loslassen.

In der Kabbala wird der Entwicklungsprozess des Menschen wie folgt beschrieben:

1. Streben nach Überleben
2. Streben nach Macht
3. Streben nach Wohlstand
4. Streben nach Wissen
5. Streben nach Liebe

Liebe wird in der Kabbal als der höchste Zustand betrachtet. Liebe schwingt auf einer höheren Ebene als Wissen, denn Wissen kann immer noch als Machtmittel missbraucht werden. Wahre Liebe kann man nicht missbrauchen. Wahre Liebe ist bedingungslos. Diese sehr einfache Darstellung entspricht auch der Integralen lehre, nur dass da alles sehr viel komplexer dargestellt wird. Es entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung einer schrittweisen Erleuchtung.

Was ich hier sagen möchte, wenn wir den Fokus von der Wissenschaft als Orientierung für das Leben verlieren, fallen wir nicht ins Bodenlose, wie manche denken mögen. Stattdessen beginnt eine neue Ebene, die der Liebe. Ohne Liebe  - sollte man die Wissenschaft jedoch nicht ablegen. Da wird man verrückt.

Die Wissenschaft kann uns Orientierung, Schutz und Mittel zur Wahrheits- und Konsensfindung bieten. Die Liebe kann jedoch noch mehr, denn sie ist die höchste Ebene und integriert alle darunterliegenden Ebenen ganzheitlich. Aber man kommt auf die Ebene der Liebe nicht ohne die Anerkennung der Wissenschaft. Man braucht erst das kritische Denken, erst danach ist man ausreichend vorbereitet auf die Ebene der Liebe.

Als meine spirituelle Krise vor etwa zehn Jahren durch meine Klartraumarbeit begann, wollte ich darüber mit anderen sprechen. Allerdings hätte ich damals wahrscheinlich niemanden gefunden, der meine Erfahrungen wirklich verstanden hätte. Ihr hattet euch hauptsächlich auf wissenschaftliche Konzepte innerhalb des Traumes bezogen, und einige von euch hatten eine starke Bindung an die wissenschaftliche Ebene.

Ich empfand dies als eine sehr schwierige Situation, da ich in diese Leere gefallen war und noch nicht verstand, was ich erlebte. In spirituellen Büchern standen immer nur Ratschläge das man sich voll hingeben sollte aber das verschlimmerte meine Krise. Ich dachte, ich hätte keine Kontrolle darüber. Ich empfand die Leere als etwas außerhalb von mir. Leider boten die traditionellen spirituellen Konzepte keine guten Anleitungen für traumatisierte Menschen, die erst lernen mussten, Kontrolle zu erlangen. So fand ich weder bei den Wissenschaftlern noch bei den Spirituellen Hilfe. Erst nach 3 Jahren fand ich einen Lehrer der verstand, dass ich Selbstregulation brauchte und verstehen musste was ich erlebte.

Ich war aber eine ganze Weise ganz alleine, so wie im Text von Chögyam Trungpa über Maha Ati beschrieben. Den Text fand ich leider erst, als ich mich schon selbst gefangen hatte.

Zitat:Maha Ati ist das letzte Stadium des tantrischen Pfades, und beschreibt das Erleben völliger Offenheit.

Es ist so, als wären wir gerade dabei, etwas alltägliches zu erschaffen, und plötzlich wird der ganze Himmel zu einem riesigen Pfannkuchen und fällt uns auf den Kopf.

Eine neue Dimension der Überraschung ist aufgetaucht, die wir bislang niemals für möglich gehalten hätten, die wir nie erwartet hätten. Wir hätten nie gedacht, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen kann.

Der Himmel verwandelt sich in einen blauen Pfannkuchen und fällt uns auf den Kopf – niemand glaubt so etwas. Aber in der Maha-Ati Erfahrung geschieht das tatsächlich.

Das ist eine neue Dimension des Schocks, eine neue Dimension der Logik.

Es ist so als rechneten wir verzweifelt an einer Mathematikaufgabe in unserem Schulheft herum, und plötzlich dämmert uns ein völlig neuer Ansatz, der unser gewohntes Denken zum Stillstand kommen lässt.

Wenn uns der riesige Pfannkuchen auf den Kopf fällt, fällt er allen auf den Kopf. Du kannst noch nicht mal zu deinem Nachbarn laufen und sagen: „Mir ist ein Pfannkuchen auf den Kopf gefallen. Was soll ich tun?“

Du kannst nirgendwohin ausweichen.

Es ist ein kosmischer Pfannkuchen, der überall auf die gesamte Oberfläche der Erde fällt. Du kannst nicht fliehen – das ist der springende Punkt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr nicht begreift was ich sage.

Vgl. Chögyam Trungpa, Weltliche Erleuchtung, 2009

Es ist eine neue Dimension des Schocks, eine neue Ebene der Logik - nämlich die Integrale Logik 2.0, die Rationalität und Intuition in sich vereint.

Durch die Anwendung der Integralen Philosophie habe ich allmählich gelernt, eine Art Kontrolle in die Erfahrung der absoluten Kontrolllosigkeit zu integrieren. Anstatt einen radikalen Ego-Tod und völligen Kontrollverlust zu erleben, habe ich mich auf den Pfad der integralen Vereinigung der Gegensätze begeben.

Möglicherweise wird der Zeitpunkt kommen, an dem ich mich völlig in den Abgrund der Leere stürze und das letzte Stückchen Ego loslasse. Mein Herz sagt mir immer wieder, dass dies vielleicht gar nicht notwendig ist, da Vertrauen und Liebe ebenfalls einen Weg darstellen können, um den Tod zu überwinden.

Der Raum der unendlichen Möglichkeiten entfaltet sich jedoch erst vollständig jenseits des Ichs. Das Ich beschränkt diesen Möglichkeitsraum durch seine Bedürfnisse und Ängste. Der konzeptionelle Rahmen, den ich früher hatte, als ich erfolgreich im Klarträumen war, ist nicht mehr vorhanden. Seit meiner Erleuchtung sind meine Klarträume abhanden gekommen, da mein kleines Ich hier Angst verspürt. Ich suche noch nach einem Weg, um mit dieser Angst umzugehen.

Ich empfinde Angst vor dem Klarträumen und den Astralreisen, weil ich weiß, dass es keine Träume mehr sind. Der Rahmen ist weg. Vielleicht macht das letztlich gar nichts. Aber seitdem fürchte ich mich davor, weil ich denke dass ich dann für immer in die Leere stürzen könnte.

Ich frage mich, wovor genau ich Angst habe und versuche herauszufinden, wie ich damit umgehen kann?
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RE: Paralleil Realitäten
#45
13.09.2023, 12:05
[+] 2 User sagen Danke! Laura für diesen Beitrag
Zitat:Ich empfinde Angst vor dem Klarträumen und den Astralreisen, weil ich weiß, dass es keine Träume mehr sind. Der Rahmen ist weg. Vielleicht macht das letztlich gar nichts. Aber seitdem fürchte ich mich davor, weil ich denke dass ich dann für immer in die Leere stürzen könnte.

Ich frage mich, wovor genau ich Angst habe und versuche herauszufinden, wie ich damit umgehen kann?

Überlegung:
Vielleicht handelt es sich um die Angst vor Kontrollverlust. Allerdings, geht meine Vermutung dahin, dass du den Rahmen wiederfinden wirst. Denn am Ende ist nicht Entweder-Oder richtig, sondern Beides. Du entscheidest, welches Erleben du als Hallu einordnest oder nicht. D a s wäre für mich ein Abschluss. Du kannst dich dann im Rahmen "alles nur geträumt" oder "alles nur Halluzination" bewegen, sooft du ihn benötigst, es möchtest. Oder aber in einem anderen. Dahin bist du noch auf dem Weg, die Angst ist der Botschafter, der sagt "hey Steffi --- weitergehen!" Sie sagt dir, dass da noch was zu erledigen ist.

Zum Threadthema: Meine Meinung geht in die Richtung wie clearseven es beschreibt.
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Wahrer Reichtum liegt in der lebendigen Praxis der Anerkennung des freien Willens
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