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einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?

einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#1
02.01.2020, 19:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.01.2020, 19:37 von andoriana.)
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hallo zusammen,
seit ca vier paar tagen beschäftige ich mich mit dem thema klarträumen, mache RCs und MILDe vor mich hin, traumtagebuch führe ich auch. ich mach das alles konsequent, aber entspannt und erwarte auch gar nicht, dass da schnell was passiert. und ich freu mich grad sehr über dieses forum, weil mir so ein paar fragen unter den nägeln brennen und ich entschuldige mich jetzt schon mal für die bleiwüste big

thema 1:
gestern abend hab ich mich ins bett gelegt, mir einen ort vorgestellt, an den ich (traum)gehen möchte und dabei autogene entspannung gemacht. Bald darauf fing das bildergewirbel an, was bei mir meistens kommt kurz bevor ich einschlafe, aber eher so ‚im kopf‘, nicht mit den augen und ich war schon irgendwie ‚weg‘ auf ne art. auf einmal hat sich daraus eine landschaft geformt, die sich auf mich zubewegte und die ich auch ganz bewusst wahrgenommen habe – in schwarzlila zwar, aber von den konturen und details und der bewegung her komplett realistisch. Und halt nicht wie die anderen bilder ‚im kopf‘, sondern mit den augen gesehen. Ich hab mir das kurz angeguckt, dann rief mir mein rest-bewusstsein „hypnagoges bild!!“ entgegen und das hat mich richtig wach gemacht, weil ich das eher nich wollte (hab gelesen, dass WILD über hypnagoge bilder auch in schlafparalyse mit unangenehmen hallus enden kann, unter anderem deshalb hatte ich mich eigentlich für MILD entschieden.)

meine frage ist jetzt: was sagt ihr, waren das hypnagoge bilder? oder...? 'das sah auch nicht abstrakt oder so aus, sondern bis auf die farbgebung realistisch, und 'bild' ist halt auch der völlig falsche ausdurck, eher wie eine sehr gut gemachte 3d-film-szene. Und falls ja: is das ‚normal‘ (im sinne von ‚kommt öfter vor‘), sowas nach so kurzer zeit zu haben? ist das ein indiz dafür, dass ich eher auf WILD umsteigen sollte? Ich weiß, ich weiß, ruhig mit den jungen pferden, geduld, aber das gestern nacht kam echt völlig unerwartet für mich (was vielleicht auch gerade der trick daran war… normal ).

thema 2:
Soweit ich mich bisher eingelesen habe, ist es ja durchaus möglich, in einem traum bewusst zu werden, aber nicht handeln/die umgebung beeinflussen zu können. Kennt ihr fälle, in denen zb alpträume bewusst und ohne eingreifmöglichkeit erlebt wurden? Oder schwindet das bewusstsein eh in dem moment direkt wieder, in dem man sich vom traumgeschehen auch erschrecken lässt und man träumt normal (=ohne bewusstheit) weiter oder wacht eben auf?

thema 3:
was ist, wenn man irgendwie ahnt, dass man gerade träumt und auch ein bisschen handeln kann, aber nur entlang der logik des traumes und das geschehen selbst nicht beeinflussen kann? Zb wenn ich auf einem seil über einen tiefen abgrund balanciere, mich dabei extrem unwohl fühle und die wahl hab, entweder weiter zu balancieren mit der hoffnung, auf der anderen seite anzukommen, oder runterzuspringen, weil ich weiß (bzw richtiger: ahne), dass ich dann aufwache und die situation vorbei ist? das wissen um den traumzustand war nicht wirklich klar. Es war eher wie so eine dumpfe ahnung, oder wie ein ‚bauchgefühl‘ im RL. weder konnte ich die ausgangssituation ändern, noch konnte ich sie auf andere weise (zb wegfliegen oder sowas) verlassen. Ich hab mich jedenfalls fürs springen entschieden und bin erfreulicherweise nicht als blutiger haufen auf den felsen aufgeschlagen, sondern davon aufgewacht. das war noch lange vor meiner ersten beschäftigung mit KT. Was haltet ihr davon? War das präluzid oder irgendwas anderes?

lieben dank für alles, was euch dazu einfällt!
gespannt:
andoriana
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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#2
02.01.2020, 23:19
[+] 4 User sagen Danke! Ver366 für diesen Beitrag
[quote pid='256037' dateline='1577989919']


...

lieben dank für alles, was euch dazu einfällt!
gespannt:
andoriana
[/quote]

Wilkommen andoriana! blumen 

Zitat:Ich hab mir das kurz angeguckt, dann rief mir mein rest-bewusstsein „hypnagoges bild!!“ entgegen

Ich würde sagen, vertraue Deinem "rest-bewusstsein". wink1 Es hat Recht.

Zitat:Und falls ja: is das ‚normal‘ (im sinne von ‚kommt öfter vor‘), sowas nach so kurzer zeit zu haben? ist das ein indiz dafür, dass ich eher auf WILD umsteigen sollte? Ich weiß, ich weiß, ruhig mit den jungen pferden, geduld, aber das gestern nacht kam echt völlig unerwartet für mich (was vielleicht auch gerade der trick daran war… normal ).

Ja genau, immer ruhig mit den jungen Pferden. Und ja, probiere ruhig WILD (was kann es schaden... wink1 )
Alle Menschen sind verschieden, freue Dich einfach, wenn etwas einfach und schneller funktioniert als Du gedacht hast. pleased



Zitat:thema 2:
Soweit ich mich bisher eingelesen habe, ist es ja durchaus möglich, in einem traum bewusst zu werden, aber nicht handeln/die umgebung beeinflussen zu können. Kennt ihr fälle, in denen zb alpträume bewusst und ohne eingreifmöglichkeit erlebt wurden? Oder schwindet das bewusstsein eh in dem moment direkt wieder, in dem man sich vom traumgeschehen auch erschrecken lässt und man träumt normal (=ohne bewusstheit) weiter oder wacht eben auf?


Hmm, also Menschen und Träume sind ganz verschieden. Mit "Nicht möglich zu handeln" könnte der Schreiber auch gemeint haben, dass man zwar einen KT hat, sich aber "Superkräfte" einfach nicht einstellen wollen.
Fälle von "Bewusst uns ohne Eingreifmöglichkeit" kenne ich selbst so nicht. Wenn ich im Klartraum eine Person bin, kann ich zumeist immerhin das tun was eine Person im RL auch tun kann.
... Schwindendes Bewusstsein, kann immer passieren.




Zitat:thema 3:

was ist, wenn man irgendwie ahnt, dass man gerade träumt und auch ein bisschen handeln kann, aber nur entlang der logik des traumes und das geschehen selbst nicht beeinflussen kann? Zb wenn ich auf einem seil über einen tiefen abgrund balanciere, mich dabei extrem unwohl fühle und die wahl hab, entweder weiter zu balancieren mit der hoffnung, auf der anderen seite anzukommen, oder runterzuspringen, weil ich weiß (bzw richtiger: ahne), dass ich dann aufwache und die situation vorbei ist? das wissen um den traumzustand war nicht wirklich klar. Es war eher wie so eine dumpfe ahnung, oder wie ein ‚bauchgefühl‘ im RL. weder konnte ich die ausgangssituation ändern, noch konnte ich sie auf andere weise (zb wegfliegen oder sowas) verlassen. Ich hab mich jedenfalls fürs springen entschieden und bin erfreulicherweise nicht als blutiger haufen auf den felsen aufgeschlagen, sondern davon aufgewacht. das war noch lange vor meiner ersten beschäftigung mit KT. Was haltet ihr davon? War das präluzid oder irgendwas anderes?


Ich würde es präluzid nennen.
So eine Albtraum-Ahnung habe ich mir als Kind aufgebaut.
Ich konnte mich dann aus dem Traum wecken.
Mit zunehmender Erfahrung wird aus der für das Traum-Ich gefühlten Option aufzuwachen, vielleicht zunehmend die Option, bewusst etwas tun zu können.
Erkennen=>Annehmen
Ad Astra!
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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#3
08.01.2020, 23:20
vielen lieben dank für deine ausführliche antwort, ver366! den hier blumen erwidere ich direkt mal big

eine folgefrage hab ich noch:


Zitat:
Zitat: schrieb:Und falls ja: is das ‚normal‘ (im sinne von ‚kommt öfter vor‘), sowas nach so kurzer zeit zu haben? ist das ein indiz dafür, dass ich eher auf WILD umsteigen sollte? Ich weiß, ich weiß, ruhig mit den jungen pferden, geduld, aber das gestern nacht kam echt völlig unerwartet für mich (was vielleicht auch gerade der trick daran war… [Bild: 01_normal.gif] ).

Ja genau, immer ruhig mit den jungen Pferden. Und ja, probiere ruhig WILD (was kann es schaden... [Bild: 02_wink1.gif] )
Alle Menschen sind verschieden, freue Dich einfach, wenn etwas einfach und schneller funktioniert als Du gedacht hast. [Bild: 23_pleased.gif]


ja, ich freu mich auch! dolle! es war zwar wegen des erschreckens nur ein ganz kurzer moment, aber der hat gereicht, mir tagelang noch so ein unterschwelliges freude-glucksen einzupflanzen big
das mit dem 'was kann es schaden' bezüglich WILD berührt diesen punkt hier:

Zitat:Ich hab mir das kurz angeguckt, dann rief mir mein rest-bewusstsein „hypnagoges bild!!“ entgegen und das hat mich richtig wach gemacht, weil ich das eher nich wollte (hab gelesen, dass WILD über hypnagoge bilder auch in schlafparalyse mit unangenehmen hallus enden kann, unter anderem deshalb hatte ich mich eigentlich für MILD entschieden.)


das ist der hintergrund meines erschreckens und damit auch des endes der hypnagogen bilder in dem moment. mir ist klar, dass das nicht so kommen muss, also dass man auch ganz ohne negative begleiterscheinungen WILDen kann, allerdings hab ich eben so eine anleitung dafür gelesen, in der das mit den alptraum-hallus bei dieser methode als wahrscheinlich dargestellt wird. mir ist auch klar, dass das, was man erwartet/befürchtet, eine gute chance hat, sich im traum bzw der hypnagogie zu manifestieren, weswegen es kontraproduktiv ist, davon auszugehen, dass was blödes passiert. nur ist dieser drops eben schon gelutscht, weil ichs bereits gelesen und irgendwie verinnerlicht habe. ich bin sozusagen auf der suche nach leuten, die wissen, wovon sie reden und sagen 'das is quatsch', damit ich das 'überschreiben' kann big
hach. spannend, alles. jetzt erstmal über ein paar affirmationen meditieren meditier
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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#4
09.01.2020, 12:03
...und direkt noch eine frage: ist es möglich, luzid zu träumen, ohne sich zu erinnern?
vielleicht lässt sich diese frage aus prinzip nicht beantworten, denn wie sollte man das aufgrund eigener erfahrung (an die man sich dann ja nicht mehr erinnert) bejahen können?

anders gefragt: verändert luzides träumen die traumerinnerung? also wenn ich luzid träume, erinnere ich mich dann an alles aus diesem traum?
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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#5
09.01.2020, 12:13
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Ich vergesse manchmal beinahe meine Klarträume, besonders wenn ich danach weiterschlafe. Also, ja zur ersten Frage. Auch deswegen ist eine gute Traumerinnerung wichtig.
~ I primarily want to light up a flame in a raging storm ~


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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#6
09.01.2020, 18:06
[+] 1 User sagt Danke! Ver366 für diesen Beitrag
(08.01.2020, 23:20)andoriana schrieb: ...
das ist der hintergrund meines erschreckens und damit auch des endes der hypnagogen bilder in dem moment. mir ist klar, dass das nicht so kommen muss, also dass man auch ganz ohne negative begleiterscheinungen WILDen kann, allerdings hab ich eben so eine anleitung dafür gelesen, in der das mit den alptraum-hallus bei dieser methode als wahrscheinlich dargestellt wird. mir ist auch klar, dass das, was man erwartet/befürchtet, eine gute chance hat, sich im traum bzw der hypnagogie zu manifestieren, weswegen es kontraproduktiv ist, davon auszugehen, dass was blödes passiert. nur ist dieser drops eben schon gelutscht, weil ichs bereits gelesen und irgendwie verinnerlicht habe. ich bin sozusagen auf der suche nach leuten, die wissen, wovon sie reden und sagen 'das is quatsch', damit ich das 'überschreiben' kann big
hach. spannend, alles. jetzt erstmal über ein paar affirmationen meditieren meditier

Aber gern:
Es gibt Menschen, die haben Probleme bei Schlafparalysen. Unter anderem auch, weil sie diesen Zustand nicht einordnen können.
Häufig haben diese Menschen noch nie was vom luziden Träumen gehört.
Das solche Probleme aber wahrscheinlicher werden, nur weil Du versucht über hynagoge Bilder zu WILDen, ist quatsch.


(09.01.2020, 12:03)andoriana schrieb: ...und direkt noch eine frage: ist es möglich, luzid zu träumen, ohne sich zu erinnern?
vielleicht lässt sich diese frage aus prinzip nicht beantworten, denn wie sollte man das aufgrund eigener erfahrung (an die man sich dann ja nicht mehr erinnert) bejahen können?

anders gefragt: verändert luzides träumen die traumerinnerung? also wenn ich luzid träume, erinnere ich mich dann an alles aus diesem traum?

Nach meiner Erfahrung ist das so:
* Die Beschäftigung mit Träumen steigert die Traumerinnerung.
* Die Traumerinnerung bei luziden Träumen ist besser, als bei den meisten Trübträumen.
* Auch bei luziden Träumen kann es Erinnerungslücken geben. (Die kannst Du auch am Tag mal haben...)
* Ja man kann wohl luzid träumen, ohne sich daran zu erinnern. Oder die Erinnerung kann verloren gehen, z.B. wenn man danach noch mal einschläft, aber den Traum nicht aufgeschrieben hat.
Erkennen=>Annehmen
Ad Astra!
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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#7
12.01.2020, 17:31
vielen dank Ver366 und Liri für eure Antworten! normal thumbsu

verständnis-nachfrage: meint ihr also, man kann auch das luzid sein als solches vergessen, nicht nur den jeweiligen trauminhalt? also träumen und träumen und darin immer mal wieder luzid sein, aber das nie schnallen, weil dieses wissen um die erfahrung mit dem aufwachen futsch ist?

aber jetzt mal zu (meiner) sensation des tages:
ich habe heute nacht meinen ersten RC im traum gemacht! woohoo
hab mein standard-programm abgespult: hand, nase und dann noch 'wie bin ich hierhergekommen?'


so. und jetzt kommts: laut den ersten zwei RCs (hand- und nase) soll ich wach gewesen sein. dann hab ich mir obige frage gestellt, also einen nicht-körperlichen RC gemacht - und bin (tatsächlich) aufgewacht. die traumerfahrung war so real und intensiv, dass ich zuerst richtig irritiert war, als ich auf einmal nicht mehr in der traumumgebung war, sondern mit dem gesicht im kissen aufgewacht bin. dann is mir klargeworden, dass ich bis eben geträumt haben muss und meinen ersten RC im traum gemacht hab und das hat mir erstmal das breiteste lächeln der welt ins zerknautschte gesicht gezimmert. dann direkt alles aufgeschrieben und mit dem traum geMILDet, parallel aber schon mal die auf der hand liegende frage gewälzt:

was hat das zu bedeuten, dass zwei von 3 RCs 'wach' angezeigt haben?
ich seh hier zwei möglichkeiten:
a) was ich bislang für wachzustand gehalten habe, ist auch ein traum. alles.
b) die zwei RCs haben nicht funktioniert.

aus pragmatischen gründen entscheide ich mich vorerst für option b) big 
daraus ergibt sich aber die folgefrage:
warum haben die nicht funktioniert bzw 'falsch angezeigt'? ich hab auch noch ganz klar den haptischen eindruck meines rechten zeigefingers, der sich vergeblich durch meine linke handfläche zu bohren versucht, in erinnerung. auffällig finde ich auch, dass aus meinem RC-repertoire ausgerechnet die körperlichen 'falsch angezeigt' haben und der geistige mich, so wär jetzt meine these, bevor er richtig auf 'traum' anzeigen konnte, wach gemacht hat. dazu ist mir folgende andere selbstbeobachtung aufgefallen:

seit ich mich mit KT befasse (mittlerweile knappe zwei wochen), habe ich ab und zu traumsequenzen gehabt, in denen ich in bezug auf bestimmte traumfiguren ein latentes angstgefühl hatte (also an sich klassisches alptraum-material) - aber irgendwie so eine diffuse ahnung, dass mir nichts passieren kann und dass ich auf diese figuren zugehen sollte, statt vor ihnen wegzulaufen. eine ganz komische gleichzeitigkeit: emotionale ebene - angst, sorge, fluchtreflex. rationale ebene: keine gefahr und handlungsempfehlung an mich selbst: konfrontation. das habe ich auch jedes mal im traum gemacht - und bin jedes mal davon aufgewacht. meine these hierzu ist, dass ich aussagen von laberge in einem interview in bezug darauf, dass man auch 'negative' traumanteile akzeptieren solle, verinnerlicht habe.

die parallele, die ich zwischen beiden arten von erfahrungen sehe, ist dass KT-theorien und -techniken, die eigentlich das potential hätten, mich im traum luzid werden zu lassen, stattdessen scheinbar irgendwie ins trauminventar aufgenommen werden. außerdem kommen in den letzten tagen immer häufiger dinge vor, die ich mir im wachzustand bei RCs als traumhandlungen ausmale.

was sagt ihr dazu? fällt euch dazu was ein? und/oder dazu, was das für die techniken oder mein sonstiges weiteres vorgehen in sachen luzid werden bedeuten könnte? brauche ich andere RCs? falls ja, welche könnten sich besser eignen? sollte ich mich zB auf nicht-körperliche RCs konzentrieren?

zwei andere fragen beschäftigen mich grad auch noch ziemlich:

  1. die letzten nächte hab ich andauernd unfreiwillig WBTB gemacht - meint: ich bin immer von alleine in den frühen morgenstunden nach träumen aufgewacht und konnte danach meistens lange oder aber gar nicht mehr einschlafen. insofern ist das bei mir eher nur 'Wake', ohne 'Back To' irgendwas. ganz besonders, wenn ich MILDe, hält das meinen kopf so wach, dass das mit dem weiterschlafen entweder extrem schwierig is und erst geht, wenn ich das MILDen sein lasse, oder halt gar nicht mehr geht. auch hier: any ideas? das schlafdefizit macht mich mittlerweile auch ein bisschen mürbe, muss ich sagen.
  2. meine träume sind ab und zu derart surreal, dass sie sich der beschreibung in worten oder zeichnungen fast vollständig entziehen. und eigentlich irgendwie, schwierig zu erklären, auch überhaupt der erfassung mit 'wachem' geist. zb ist zeit dann nicht linear, sondern dinge passieren parallel und nacheinander gleichzeitig. oder es gibt eine andere ebene, für die ich keine worte habe und und und. im übergang vom traum- zum wachzustand macht das alles noch sinn für mich, aber das schwindet mehr und mehr, sowie ich wach bin. und das ist definitiv was anderes, als sich durch aufwachung verflüchtigende traumerinnerung, eher wie was kategorial anderes. hat jemand erfahrungen damit? und wie zur hölle soll ich das aufschreiben? das geht einfach nicht. oder?
ich danke euch schon mal im voraus für alles, was euch dazu einfallen mag, ich bin sehr dankbar für alles an ideen und tipps normal (und ansonsten immer noch ganz euphorisch wegen der premiere grin )
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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#8
12.01.2020, 20:20
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(12.01.2020, 17:31)andoriana schrieb: [*]meine träume sind ab und zu derart surreal, dass sie sich der beschreibung in worten oder zeichnungen fast vollständig entziehen. und eigentlich irgendwie, schwierig zu erklären, auch überhaupt der erfassung mit 'wachem' geist. zb ist zeit dann nicht linear, sondern dinge passieren parallel und nacheinander gleichzeitig. oder es gibt eine andere ebene, für die ich keine worte habe und und und. im übergang vom traum- zum wachzustand macht das alles noch sinn für mich, aber das schwindet mehr und mehr, sowie ich wach bin. und das ist definitiv was anderes, als sich durch aufwachung verflüchtigende traumerinnerung, eher wie was kategorial anderes. hat jemand erfahrungen damit? und wie zur hölle soll ich das aufschreiben? das geht einfach nicht. oder?
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Hallo Andoriana,

in solchen Fällen versuche ich zumindest meine Gefühle zu notieren die ich während des Traumes hatte. Ich denke die sind sehr wichtig. 
Darüber hinaus, wenn möglich, auch rudimentäre Eindrücke wie z.B. hell, dunkel, kalt, warm, laut u.s.w.. Manchmal bleibt auch ein Eindruck wie, da war Wasser, ein Raum oder parallele Zeitlinien bigwink
Am helllichten Tage, in finsterer Nacht, nichts entgeht meiner Wacht.

Green Lantern


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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#9
12.01.2020, 21:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.01.2020, 21:45 von Nuevo.)
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(12.01.2020, 17:31)andoriana schrieb: so. und jetzt kommts: laut den ersten zwei RCs (hand- und nase) soll ich wach gewesen sein. dann hab ich mir obige frage gestellt, also einen nicht-körperlichen RC gemacht - und bin (tatsächlich) aufgewacht. die traumerfahrung war so real und intensiv, dass ich zuerst richtig irritiert war, als ich auf einmal nicht mehr in der traumumgebung war, sondern mit dem gesicht im kissen aufgewacht bin. dann is mir klargeworden, dass ich bis eben geträumt haben muss und meinen ersten RC im traum gemacht hab und das hat mir erstmal das breiteste lächeln der welt ins zerknautschte gesicht gezimmert. dann direkt alles aufgeschrieben und mit dem traum geMILDet, parallel aber schon mal die auf der hand liegende frage gewälzt:

was hat das zu bedeuten, dass zwei von 3 RCs 'wach' angezeigt haben?
ich seh hier zwei möglichkeiten:
a) was ich bislang für wachzustand gehalten habe, ist auch ein traum. alles.
b) die zwei RCs haben nicht funktioniert.

Ich würde mich auch erstmal für b) entscheiden bigwink

Ich habe nicht viel Erfahrung mit Klarträumen da ich nur wenige hatte.
Ich denke es ist wichtig ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln. Sich in seiner Traumwelt so gut aus zu kennen das der RC nur noch ein zusätzlicher Test ist aber nicht das Maß aller Dinge.
RCs funktionieren nicht immer oder nach einer Zeit vielleicht nicht mehr. Und sie funktionieren nicht immer  gleich. Wenn der "nicht körperliche" RC für Dich funktioniert, dann nutze den. Eine 100% Sicherheit/Test gibt es jedoch nicht.

Schau auch mal diesen Beitrag zum Thema, hier im Forum. Sofern du den YT Kanal noch nicht kennst bigwink

https://www.klartraumforum.de/forum/show...#pid240641
Am helllichten Tage, in finsterer Nacht, nichts entgeht meiner Wacht.

Green Lantern


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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#10
13.01.2020, 15:41
Zitat:verständnis-nachfrage: meint ihr also, man kann auch das luzid sein als solches vergessen, nicht nur den jeweiligen trauminhalt? also träumen und träumen und darin immer mal wieder luzid sein, aber das nie schnallen, weil dieses wissen um die erfahrung mit dem aufwachen futsch ist?

Ich denke, das Erkennen, dass es ein Traum ist, ist ein so prägnantes Ereignis, dass man es sich - soweit man den Traum als solchen merken kann - schon mit merken kann. Ich hab es eher schon so gehabt, dass ich mich erst im Lauf des Tages dran erinnern konnte, einen Klartraum gehabt zu haben. Aber das denke ich nur. Ich meine, theoretisch kann das schon sein, aber wie würde man das merken o.O ?

Zitat:meine träume sind ab und zu derart surreal, dass sie sich der beschreibung in worten oder zeichnungen fast vollständig entziehen. und eigentlich irgendwie, schwierig zu erklären, auch überhaupt der erfassung mit 'wachem' geist. zb ist zeit dann nicht linear, sondern dinge passieren parallel und nacheinander gleichzeitig. oder es gibt eine andere ebene, für die ich keine worte habe und und und. im übergang vom traum- zum wachzustand macht das alles noch sinn für mich, aber das schwindet mehr und mehr, sowie ich wach bin. und das ist definitiv was anderes, als sich durch aufwachung verflüchtigende traumerinnerung, eher wie was kategorial anderes. hat jemand erfahrungen damit?

Kenne ich. Ich würde das auch so machen, das aufzuschreiben, was geht, um das Erleben so gut wie möglich im Tageszustand zu verankern. Faszinierend ist sowas in jedem Fall. Du musst es ja niemandem anderen beschreiben, das Aufschreiben ist schließlich für dich selbst.

Zitat:insofern ist das bei mir eher nur 'Wake', ohne 'Back To' irgendwas. ganz besonders, wenn ich MILDe, hält das meinen kopf so wach, dass das mit dem weiterschlafen entweder extrem schwierig is und erst geht, wenn ich das MILDen sein lasse, oder halt gar nicht mehr geht. auch hier: any ideas? das schlafdefizit macht mich mittlerweile auch ein bisschen mürbe, muss ich sagen.

Zu wenig Schlaf bedeutet zu wenig Traumschlaf und weniger Chancen auf einen Klartraum. Versuchs doch mal mit SSILD, das hat, finde ich, eine super entspannende Wirkung... zumindest bei mir, und von anderen hab ich das auch schon gehört. Man ist gleich wieder im Traumland =)
~ I primarily want to light up a flame in a raging storm ~


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RE: einschätzungsfragen an erfahrende: war das hypnagog/präluzid/...?
#11
13.01.2020, 17:42
[+] 1 User sagt Danke! Ver366 für diesen Beitrag
(12.01.2020, 17:31)andoriana schrieb: vielen dank Ver366 und Liri für eure Antworten! normal thumbsu

verständnis-nachfrage: meint ihr also, man kann auch das luzid sein als solches vergessen, nicht nur den jeweiligen trauminhalt? also träumen und träumen und darin immer mal wieder luzid sein, aber das nie schnallen, weil dieses wissen um die erfahrung mit dem aufwachen futsch ist?

aber jetzt mal zu (meiner) sensation des tages:
ich habe heute nacht meinen ersten RC im traum gemacht! woohoo
hab mein standard-programm abgespult: hand, nase und dann noch 'wie bin ich hierhergekommen?'


so. und jetzt kommts: laut den ersten zwei RCs (hand- und nase) soll ich wach gewesen sein. dann hab ich mir obige frage gestellt, also einen nicht-körperlichen RC gemacht - und bin (tatsächlich) aufgewacht. die traumerfahrung war so real und intensiv, dass ich zuerst richtig irritiert war, als ich auf einmal nicht mehr in der traumumgebung war, sondern mit dem gesicht im kissen aufgewacht bin. dann is mir klargeworden, dass ich bis eben geträumt haben muss und meinen ersten RC im traum gemacht hab und das hat mir erstmal das breiteste lächeln der welt ins zerknautschte gesicht gezimmert. dann direkt alles aufgeschrieben und mit dem traum geMILDet, parallel aber schon mal die auf der hand liegende frage gewälzt:

was hat das zu bedeuten, dass zwei von 3 RCs 'wach' angezeigt haben?
ich seh hier zwei möglichkeiten:
a) was ich bislang für wachzustand gehalten habe, ist auch ein traum. alles.
b) die zwei RCs haben nicht funktioniert.

aus pragmatischen gründen entscheide ich mich vorerst für option b) big 
daraus ergibt sich aber die folgefrage:
warum haben die nicht funktioniert bzw 'falsch angezeigt'? ich hab auch noch ganz klar den haptischen eindruck meines rechten zeigefingers, der sich vergeblich durch meine linke handfläche zu bohren versucht, in erinnerung. auffällig finde ich auch, dass aus meinem RC-repertoire ausgerechnet die körperlichen 'falsch angezeigt' haben und der geistige mich, so wär jetzt meine these, bevor er richtig auf 'traum' anzeigen konnte, wach gemacht hat.

Erstmal Glückwunsch zu den RC's im Traum! blumen 

Der Nasen RC versagt bei mir auch manchmal, speziell bei Schnupfen oder wenn die Nase aus einem anderen Grund mal zu ist.
Den Finger durch die Hand bohren RC habe ich noch nie gemacht. Wenn ich was mit der Hand mache, dann eher Finger zählen. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass es nicht immer funktioniert Gegenstände zu durchdringen (z.B. durch eine Wand zu gehen), vielleicht ist das mit dem Finger ja das selbe Phänomen...

Zitat:dazu ist mir folgende andere selbstbeobachtung aufgefallen:

seit ich mich mit KT befasse (mittlerweile knappe zwei wochen), habe ich ab und zu traumsequenzen gehabt, in denen ich in bezug auf bestimmte traumfiguren ein latentes angstgefühl hatte (also an sich klassisches alptraum-material) - aber irgendwie so eine diffuse ahnung, dass mir nichts passieren kann und dass ich auf diese figuren zugehen sollte, statt vor ihnen wegzulaufen. eine ganz komische gleichzeitigkeit: emotionale ebene - angst, sorge, fluchtreflex. rationale ebene: keine gefahr und handlungsempfehlung an mich selbst: konfrontation. das habe ich auch jedes mal im traum gemacht - und bin jedes mal davon aufgewacht. meine these hierzu ist, dass ich aussagen von laberge in einem interview in bezug darauf, dass man auch 'negative' traumanteile akzeptieren solle, verinnerlicht habe.

die parallele, die ich zwischen beiden arten von erfahrungen sehe, ist dass KT-theorien und -techniken, die eigentlich das potential hätten, mich im traum luzid werden zu lassen, stattdessen scheinbar irgendwie ins trauminventar aufgenommen werden. außerdem kommen in den letzten tagen immer häufiger dinge vor, die ich mir im wachzustand bei RCs als traumhandlungen ausmale.

was sagt ihr dazu? fällt euch dazu was ein? und/oder dazu, was das für die techniken oder mein sonstiges weiteres vorgehen in sachen luzid werden bedeuten könnte? brauche ich andere RCs? falls ja, welche könnten sich besser eignen? sollte ich mich zB auf nicht-körperliche RCs konzentrieren?

Du scheinst ein Talent dafür zu haben, Themen vom Wachleben mit in den Traum zu nehmen.
Das ist cool und gar nicht so häufig.
Es klingt, als wärst Du auf dem richtigen Weg.
Andere RC's brauchst Du nur falls Du herausfindest, dass ein bestimmter RC fast nie wirkt. Also falls z.B. Deine Traumhand auf Dauer kein Bock hat, sich von Deinem Finger durchlöchern zu lassen. grin

Zitat:zwei andere fragen beschäftigen mich grad auch noch ziemlich:

  1. die letzten nächte hab ich andauernd unfreiwillig WBTB gemacht - meint: ich bin immer von alleine in den frühen morgenstunden nach träumen aufgewacht und konnte danach meistens lange oder aber gar nicht mehr einschlafen. insofern ist das bei mir eher nur 'Wake', ohne 'Back To' irgendwas. ganz besonders, wenn ich MILDe, hält das meinen kopf so wach, dass das mit dem weiterschlafen entweder extrem schwierig is und erst geht, wenn ich das MILDen sein lasse, oder halt gar nicht mehr geht. auch hier: any ideas? das schlafdefizit macht mich mittlerweile auch ein bisschen mürbe, muss ich sagen.
  2. meine träume sind ab und zu derart surreal, dass sie sich der beschreibung in worten oder zeichnungen fast vollständig entziehen. und eigentlich irgendwie, schwierig zu erklären, auch überhaupt der erfassung mit 'wachem' geist. zb ist zeit dann nicht linear, sondern dinge passieren parallel und nacheinander gleichzeitig. oder es gibt eine andere ebene, für die ich keine worte habe und und und. im übergang vom traum- zum wachzustand macht das alles noch sinn für mich, aber das schwindet mehr und mehr, sowie ich wach bin. und das ist definitiv was anderes, als sich durch aufwachung verflüchtigende traumerinnerung, eher wie was kategorial anderes. hat jemand erfahrungen damit? und wie zur hölle soll ich das aufschreiben? das geht einfach nicht. oder?
ich danke euch schon mal im voraus für alles, was euch dazu einfallen mag, ich bin sehr dankbar für alles an ideen und tipps normal (und ansonsten immer noch ganz euphorisch wegen der premiere grin )

zu 1. Ja das kenne ich auch. z.B. hat SSILD mich bisher immer wach gemacht.
Mein Tip: Probiere einfach etwas anderes und komme nur ab und zu testweise auf Techniken zurück, die Dir zu sehr den Schlaf rauben. (Falls Du nicht genau mit diesen Techniken die besten Erfolge erziehlst.)

zu 2. Es geht ja beim Aufschreiben hauptsächlich um die Verbesserung/Erhaltung der Traumerinnerung. Du könntest also gleichzeitig stattfindende Sequenzen weglassen, nacheinander aufschreiben, Diagramme oder Mindmaps malen, oder was auch immer Dir einfällt.
Du kannst dabei nichts falsch machen.
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