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78 Doors - Tarot spielerisch entdecken» Lieblings Tarot-Decks vorgestellt

RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#76
19.02.2026, 12:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2026, 12:41 von xMANIACx.)
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Auf jeden Fall! big
Sehr inspirierend!

Aktuell lerne ich die Karten auf meine Weise kennen. Ich habe sie noch nicht gemischt und klassisch gelegt, sondern sie und ihre Symbolik hauptsächlich wirken lassen.

Zwei Abende hintereinander habe ich nun zufällig „Die Königin der Kelche“ gezogen. (Die Intention war dabei, die Intention in der Karte zu erkennen.)
Hast du hierzu Ideen? big

Ansonsten hatte ich einmal beim Hypna-Surfen folgendes Erlebnis:
(14.02.2026, 17:17)xMANIACx schrieb: (…)
Ich schaue auf die Maispflanzen und erstmal passiert nichts.
Die hypnagoge Szene ist einfach stabil und friedlich.
„Paar Vögel braucht es!“, denke ich. „Oder nee, vielleicht kommt ja gleich wer zwischen den Maispflanzen hervor?“
Ja. Ein Mann, der aber nicht lange von Belang ist, denn plötzlich richtet sich meine Aufmerksamkeit auf den oberen Teil eines steinernen Portals, was leicht über die Pflanzen ragt.
Wup! Da bin ich schon zwischen dem Mais und anstelle des Portals ist da ein Mann, der mich jetzt im Nachhinein 1zu1 an „Den Eremiten“ aus dem Tarot erinnert.

[Bild: tarotkarte-der-eremit.jpg]
Ich bin dabei stabil und komplett im Hypnagogen.
Anstatt eine Laterne zu halten, besteht das Innere seiner langen Ärmelöffnung aus „Raum“.
Es ist magisch anzusehen. 
Wie ein ewig weiter Sommerhimmel, der sanft leuchtet.
Ich „trete näher“ und blicke in dieses eigentümliche „Ärmel-Portal“.
Ich spüre die immense Höhe darin, spüre dass weit unten ein Dorf ist und ich, wenn ich nicht aufpasse, gleich vom Maisfeld durch den Ärmel des „Eremiten“ (wie ich ihn JETZT nenne, nachdem ich mir der Ähnlichkeit bewusst bin) in die Tiefe falle.
Und natürlich verliere ich die Balance und falle rein, falle runter, schlafe ein.

Und hier habe ich noch etwas zur „Vier der Kelche“ geschrieben, der ersten Karte, mit der ich spontan resoniert habe (kann es als Zitat nicht einfügen gerade) :
https://www.klartraumforum.de/forum/show...#pid284456
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
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RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#77
24.02.2026, 15:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2026, 15:52 von Bultungin.)
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Hey Maniac,

das klingt nach einer schönen Herangehensweise, einfach mal Karten zu ziehen, um sie kennenzulernen und ihre Details zu studieren.  normal
Zur Königin der Kelche fällt mir zunächst ein, dass sie das "Wasser des Wassers" ist.


Kleiner Exkurs: Die Hofkarten (Buben, Ritter, Königinnen, Könige) sind mit den vier Elementen verknüpft. 

Traditionell so: 

Buben = Erde
Ritter = Luft
Königinnen = Wasser
Könige = Feuer


Ich persönlich ordne sie anders zu, weil ich es so stimmer finde:

Buben = Luft (Anfang, Osten, noch nicht geeredet, Lernen und erste Impulse)
Ritter = Feuer (Entwicklung, Süden, in Aktion, handelnd)
Königinnen = Wasser (Emotionen, Westen, introspektiv, integrierendes Prinzip wie fließendes Wasser)
Könige = Erde (Materielles, Substanz, Stabilität, gereift und geerdet, lenkendes Prinzip wie verfestigte Erde)


Nun zur Könign der Kelche:

In beiden Versionen entspricht die Königin dem Wasser. Hinzu kommt dann noch das Element des jeweiligen "Hauses" also Schwerter, Stäbe, Kelche, Münzen. Die Kelche entsprechen dem Wasser, insofern trifft bei der Königin der Kelche das Wasser auf Wasser. Ich weiß nicht, welches Deck du verwendest, aber ich gehe immer sehr stark mit dem Bild und entschlüssele die Bedeutung über die Bildsymbolik (Was ist zu sehen? Was passiert? etc.). Im Waite Smith sieht man die Königin auf ihrem Thron sitzen (symbolisch für sie trägt Verantwortung), sie hält einen geschlossenen Kelch (symbolisch für bereits integrierte Emotionen). Ich meine mich zu erinnern, dass sie auch bedächtig auf diesen Kelch schaut, es besteht also eine Verbindung zwischen ihr und dem Kelch (=Emotionen/Intuitionen). Man sieht auch ein Ufer wo das Wasser sich ihr nähert. Die Emotionen sind also auf zwei Weisen symbolisiert, einmal verschlossen und dosiert in ihrem Kelch (integriert) und einmal als herannahendes Wasser am Ufer (unkontrollierbar). Beides kann sie handlen.

Sie ist als Personenkarte für mich auch immer ein Hinweis darauf, wie ich derzeit mit meinen Gefühlen umgehe, umgehen sollte oder umgehen darf. Die Königin verkörpert auch das weibliche (Yin) Prinzip, also eher das in sich ruhende und integrierende Prinzip. Hier geht es nicht darum, Emotionen zu lenken oder zu kanalisieren (wie beim König > männlich > Yang > lenken/steuern). Bei der Königin geht es eher darum, diese Gefühle in sich halten zu können, ohne sie direkt verändern oder lenken zu wollen. Wasser trifft Wasser und wird dabei zu... natürlich noch mehr Wasser. grin Man könnte also auch sagen es geht darum, erstmal in seinen Gefühlen zu baden und diese in sich zu integrieren. Erst danach ist man in der Lage sie zu lenken. Daher auch die Reihenfolge Königin > König. Ich sehe das nicht als Geschlechterhierarchie sondern als natürliche Reihenfolge der Kräfte. Ich muss zuerst etwas integrieren (Yin/Königin) um es dann nach außen zu lenken und zu strukturieren (Yang/König).

Vielleicht hilft dir das ja ein wenig. Finde es auf jeden Fall cool, dass hier wieder etwas Leben reinkommt und ich tausche mich auch super gerne weiter mit dir aus.  normal

Hattest du denn schon neue Erkenntnisse oder ein paar Entdeckungen in den Karten gemacht?
Zu den Vier der Kelchen schreibe ich gleich noch einen gesonderten Beitrag.
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RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#78
24.02.2026, 15:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2026, 15:59 von Bultungin.)
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Nachtrag zu den Vier der Kelchen:

So, ich habe mir noch deine Gedanken zu der Karte durchgelesen und erstmal: Bitte unbedingt meinen 78Doors-Thread vollspammen  normal Es gibt für mich nichts spannenderes als unvoreingenommene und frische Perspektiven zu den Karten von jemandem, der sie gerade erst kennenlernt und erkundet! Denn an diesen Punkt kommt man nie wieder, je mehr man über die Karten weiß. 

Ich finde es total interessant, wie du die Karte wahrnimmst und es bestätigt mich umso mehr darin, dass man sich nicht den Spaß nehmen sollte und die Bilder auf sich wirken lassen sollte ohne vorher jegliche traditionelle Bedeutungen durchzulesen (das kann man jederzeit noch tun). Aber unvoreingenommen sein kann man nicht mehr nachholen, insofern hierfür erstmal ein Lob  grin

Vier Kelche wird häufig mit Apathie, Langeweile und emotionaler Übersättigung in Verbindung gebracht. Das rührt daher, dass die Zahl 4 nummerologisch für Stabilität steht. Vier Seiten werden zu einem Quadrat, stabil, praktisch, gut, aber eben auch auf Dauer... langweilig oder sogar einengend. Der vierte Kelch kann daher mehreres symbolisieren. Er kann wahrgenommen werden im Sinne von: Ach bitte nicht noch so einer, ich hab doch schon drei und die sehen auch alle gleich aus! Oder so: Ah, die vierte Option, die endlich Sinn ergibt! Wenn man die Karten legt, hängt die symbolische Deutung oder Analyse stark von der Fragestellung ab. Und natürlich auch von ggf. umliegenden Karten. 

Ich finde es auch spannend, dass du sagst, es wäre die Karte gewesen, die dich anfangs am stärksten angesprochen hat. Vielleicht sehnst du dich genau nach so einer neuen Möglichkeit, die sich ergibt? Oder die zündende Erkenntnis, die in der Ruhe der Meditation aufsteigt? Sehr spannend.
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RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#79
26.02.2026, 16:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2026, 17:05 von Bultungin.)
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Lieblings-Decks und weshalb

Meine ersten Berührungen und eigenen Legungen mit Tarot sind nun mehr als zehn Jahre her. Das Deck, mit dem ich damals Bekanntschaft machte war das Röhrig Tarot. Wenn man sich eine Weile mit dem Tarot befasst, entwickelt sich irgendwann das Bedürfnis und die Neugier, auch mit anderen Decks zu arbeiten. Erst einige Jahre nach meinen ersten Anläufen mit Röhrig und dem Kunstdeck von Nicoletta Ceccoli, habe ich mit dem Waite-Smith systematisch "gelernt" und die Struktur des Tarot "studiert". 

Mittlerweile weiß ich ganz gut, was mir gefällt und womit ich gut kann. Ich mag definitiv Decks mit traditioneller Anlehnung, die aber ihren eigenen Turn haben. Und ich habe irgendwann gemerkt, dass ich selbst eine bestimmte "Bildsprache" spreche und wenn sich diese in meinem Deck spiegelt, dann kann ich es mühelos lesen und verstehen. Da es mittlerweile einen riesigen Markt und eine schier unfassbare Menge an Tarotkarten gibt, habe ich es mir in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, wenige Decks in die Tiefe zu studieren und das zu finden, was mir wirklich entspricht. Sicherlich spricht nichts gegen eine große Tarotkarten-Sammlung, aber für mich ist es einfach zu viel. Lieber weniger, dafür absolute Favoriten. Und die stelle ich heute vor. 

Ich habe drei Decks ausgewählt, mit denen ich weitgehend arbeite. Ich habe für alle drei Favoriten-Decks immer ein paar Karten ausgewählt, damit man einen Eindruck vom Deck bekommt:

Jeweils zwei Lieblingskarten der Großen Arkana
Jeweils Lieblingskarten der Kleinen Arkana - je eine Zahlenkarte pro Haus und zwei Hofkarten

Los geht es:




Platz 3: Das Hayworth Tarot (von Jessica Hayworth)
Kategorie: Horror/ verstörend, angelehnt an den Story-Podcast "Welcome to Night Vale" auf YouTube

Warum mag ich das Deck? - Ich weiß es nicht, denn im Grunde ist es eine Hass-Liebe und manchmal bezeichne ich es auch als "Gag-Deck", da es trotz seiner verstörenden Bilder manchmal nicht ganz ernst zu nehmen ist. Irgendwas reizt mich an diesen Darstellungen. Sie gehen unter die Haut und kehren Innen nach außen, was manchmal genau das ist, was man benötigt. Ich meine, allein die Darstellung der Sonne, die durch ihre vollkommene Schwärze wie eine schwere Sphäre anmutet, die sowohl nähren als auch absorbieren kann. Oder der Ritter der Stäbe, der ein riesiges Streichholz zu verschlucken scheint - die Karte schreit für mich nach "all in!", was für mich die pure Bedeutung des Stäbe-Ritters ist. Umso verstörender die Zwei der Schwerter, und doch zeigt sie unangenehm die Pattsituation. Aber das Deck spricht in Rätseln, weshalb ich es nicht häufig befrage aber dennoch ist es schon lange in meinem Bestand, was mir zeigt, dass es irgendwie Potential hat. Pluspukt: Das Hayworth Tarot bildet Diversität in Körpertypen, Alter, Hautfarbe, Haarfarbe, Gender ab.

Dateiname: Hayworth-T.jpg
Größe: 399,16 KB
26.02.2026, 16:29





Platz 2: Das Ghost Tarot (von Davide Corsi)
Kategorie: Fantasie/ ätherisch

Warum mag ich das Deck? - Es ist ziemlich traditionell und trotzdem anders, für mein Empfinden ästhetischer als ein Waite-Smith und sehr klar in seiner Bildsprache. Dadurch, dass die meisten Personen als Geist dargestellt sind, ergibt sich eine völlig neue Sichtweise. Beispielsweise der Narr: Würde man den Geist nicht sehen, wäre da nur die Klippe und der beginnende Sonnenaufgang - eine Einladung, selbst diesen Raum oder die Rolle des Narren einzunehmen. Oder der Bube der Schwerter: Stellt euch vor, der Geist wäre nicht sichtba, was würde bleiben? Ja, eine Mauer mit einem dicken Riss darin - möglicherweise die neuen Gedanken, Ideen und Einfälle die da durchbrechen und das alte Gemäuer sprengen? Spannend. Bei den Zehn der Schwertern ist auch eine echte Person zu sehen, aber sie ist tot - was bleibt ist ihr Geist. Etwas ist gestorben, aber es ist nicht tot. Oder anders gesagt: Was tot ist, kann niemals sterben. Und ja, mir ist dann auch aufgefallen, dass dies der Leitspruch der Graufreuds ist und seitdem habe ich den Spruch auch wirklich verstanden! Denn genau darum geht es bei den Zehn Schwertern: Dass das Ich nicht im Denken überleben kann. Die Karte symbolisiert eine Art Loslösung des Egos vom Selbst.

Dateiname: Corsi-T-001.jpg
Größe: 638,96 KB
26.02.2026, 16:34





Platz 1: Das Black Cats Tarot
(von Maria Kurara)
Kategorie: Fantasie/ freundlich, verspielt

Warum mag ich das Deck? - Zunächst: Ich mag Bastet. Und diese Katzen erinnern mich an sie. Und ich mag Decks ohne Menschen. In Decks mit Menschen ist oft das Problem der nicht vorhandenen Diversität störend. Bei Tierdecks stört mich das weniger, da man sich teilweise leichter in die Rollen und Karten hineinversetzen kann, da eine immer gleich aussehende schwarze Katze eine neutrale Projektionsfläche bietet, was immer gleich aussehende weiße, normschöne Menschen ggf. nicht tun, weil man sich einfach nicht angesprochen und gemeint fühlt. Ich denke, dass dies ein nicht zu unterschätzendes Problem in Tarotkarten-Darstellungen ist. Aber zurück zum Deck. Ich mag seine Klarheit. Die Bilder sind nicht bösartig oder verstörend und bilden doch den Schatten zuverlässig ab. Beispielsweise beim Teufel: Verführerisch und süß? Sie trägt eine Maske. Was ist wahr und was nicht? Wo lässt man sich fehlleiten von Desires? Die Problematik ist bildtechnisch gut umgesetzt. Die Zehn der Schwerter mag ich besonders: Eine Tür in der Wüste (gibt mir auch Dark Tower Vibes). Spannend finde ich auch die Königin der Kelche. Sie sitzt nicht in ihrem Thron, sondern liegt auf einem Baum und schaut linksgerichtet (intuitive Seite) in den Sternenhimmel mit einem Teleskop. Symbolisch für: Das, was weit weg und nicht greifbar ist, betrachtet sie unter der Lupe - ihren Thron und die damit verbundene Verantwortung lässt sie liegen. Hier ist der wässrige träumerische Aspekt dargestellt, was mir sehr gut gefällt. Hier ist wenig Kontrollbedürfnis - der Thron darf auch mal unbesetzt sein. 

Dateiname: Kurara-T-001.jpg
Größe: 462,3 KB
26.02.2026, 16:48




Was sind eure Lieblings-Decks? Postet gerne!
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RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#80
26.02.2026, 17:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2026, 17:47 von xMANIACx.)
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Danke dir für deine Ideen zu meinen bisherigen Erkundungen! big

Das mit der Integration von Emotionen macht absolut Sinn für mich, auch wenn ich bezüglich meines Innenlebens an dieser Stelle nicht zu ausufernd werden möchte.

Die vier der Kelche zieht mich besonders wegen der meditativen Atmosphäre an. Für mich ist es an aktueller Stelle dabei egal, wie hoch oder niedrig die Zahlen sind. Ob drei, vier, fünf Kelche…hmm. Viel mehr geht es mir um das, was ich darauf sonst sehe.
Und das ist: Die Option des himmlischen Geschenks.
Die Ruhe unterm Baum.
Das Äquivalent zu Buddha unterm Baum.
Ein Motiv, das sich seit meiner Kindheit als Sehnsucht durch mein Leben zieht.
Erleuchtung, Frieden, Balance.
Geben und Empfangen.
In einem anderen Thread habe ich mal von einem Traum berichtet, in dem ich von einer Hand in den Himmel gezogen wurde.
Der Traum selbst war wie eine Initiation.
Das spiegelt sich hier für mich mit der himmlischen Hand auch wieder.

Ich nähere mich dem Tarot gerade wirklich sehr intuitiv, langsam, bedacht und nur, wenn ich wirklich eine Frage habe.

Ich habe tatsächlich aber auch schon weiter gemacht und habe mir in Bezug auf meine Klartraumpraxis mal die Karten in der 3er Konstellation Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft gelegt.

Warum gerade klartraumbezogen? Weil das Klarträumen mir einen neuen Lebensbereich geschenkt hat und mein Leben extrem erweitert hat, z.B. indem es mir u.a. gezeigt hat, dass Spiritualität, die vorher eher einer ewigen Sehnsucht glich, auch tatsächlich erfahrbar ist.

Was ich gezogen habe?

Vergangenheit: Der Stern.
Gegenwart: Königin der Münzen.
Zukunft: Die Sechs der Schwerter.

Wie ich das für mich interpretiere?

Der Stern:

Als ich das Klarträumen 2014 (wieder)entdeckte und davon erfuhr, dass ich es selbst herbeiführen kann, war mein Leben in einer Umbruchphase. Es war eine schöne, spannende, aber in Bezug auf einen Lebensbereich auch sehr sorgenvolle Zeit, die schon Jahrelang so ging. 

Auf der Karte sehe ich einen Stern.
Dieser symbolisiert für mich die Orientierung und die Hoffnung, aber auch glasklar die Klarheit und die Nacht.
Klarträumen war etwas nächtliches, was nicht in den Tag hinein strahlte. Es gab noch keine Traumpraxis als Teil einer spirituellen Praxis, sondern nur das abendliche und nächtliche Abenteuer.
Ich sehe den roten Vogel auf dem Baum. 
Er ist das Fliegen und das Aufsteigen zugleich.
Die geliebte  Klartraumtätigkeit und die Entwicklung als Mensch.
Die Frau, die das Wasser schöpft und auf dem Gras ausschüttet, das ist für mich Quelle, Reinheit und das Nährende Prinzip.
Das Klarträumen war für mich zu dem Zeitpunkt die Quelle meiner Ressourcen. Lachen, Kraft, das Gefühl, dass ich besondere Dinge in meinem Leben erleben darf. 
Und es war die Quelle von Fragen. 
Z.B. warum geht das überhaupt, dieses Klarträumen und welchen Verlauf muss das Leben nach dem Urknall genommen haben, damit DAS möglich ist?
Ist das alles Zufall?
Außerdem Reinheit. Klarheit in der Achtsamkeit. Die Mahnung, langsam zu machen und zu sehen, was sich entwickelt. 
Das nährende Prinzip des Wassers auf dem Gras, das ist das Potenzial was im Geiste und im Leben als Ganzes steckt und mir in dieser Zeit umso bewusster wurde.
Ich meine, wir, die uns unserer Träume bewusst sind und uns in ihnen auch bewusst sein können, wir haben Zugang zu Lebensebenen, die andere vielleicht niemals kennenlernen.

Was eine gute Überleitung zur Gegenwart ist:
Die Königin der Münzen.

Wie auch beim Stern sind bei dieser Karte im Hintergrund die Berge. 

Die Frau, die das Gras gewässert hat, sitzt jetzt bekleidet und mit einer Krone auf einem Thron. Sie hält eine Münze in ihren Händen. Dabei ist sie umrankt von Rosen und umgeben von Blühenden Blumen. Links von ihr, rechts von uns liegt ein weißer Hase.

Diese Karte symbolisiert für mich die Ernte, die Reichhaltige Praxis und die Fülle, die mir das Klarträumen ins Leben gebracht hat. Die Erkenntnisse, Erlebnisse, die Sicherheit und Stabilität.
Mittlerweile bin ich seit elfeinhalb Jahren dabei und fühle mich reich an Erfahrungen und wirklich reich beschenkt.
Ich habe es zwar nicht zur Meisterschaft gebracht bisher, aber ich darf einen Weg gehen, der absolut spannend ist und mich immer wieder neugierig macht.
Ich weiß mittlerweile mehr als deutlich: Der Prozess selbst ist das eigentliche Geschenk. 
Und deshalb versuche ich auch nicht, das unbegreifliche festzuhalten.
Der Hase, der da gerade so schön neben dem Thron liegt, schielt nämlich schon auf den Kaninchenbau…
…und ich bin bereit, ihm zu folgen.
Die Münze ist deshalb auch nicht der Zweck.
Die Münze ist nicht der Orden.
Sie ist nur das Mittel, das Wegegeld fürs Upgrade.

Womit wir bei der Zukunft wären.
Bei der Sechs der Schwerter.

Mit dem Wegegeld habe ich mir nämlich ein Boot zugelegt, ein Gefährt, dass nicht nur mich, sondern vieles und viele tragen kann.

Das Klarträumen ist für mich nämlich nicht mehr dafür da, um das Ego zu füttern. Die Zeiten, in denen ich erzählt habe „ICH bin ja heute Nacht geflogen und DU so?“, die sind vorbei. 
Ich spüre vielmehr eine Dankbarkeit und eine Verantwortung, wenn ich ans Klarträumen denke.
Danke, dass ich es lernen darf, dass ich all diese mystischen und interessanten Zustände erleben darf!
Und: Was bin ich nicht privilegiert, dass ich all das erleben darf!
Das Klarträumen ist für mich Vision, Treiber der Evolution, Wertequelle und auch Transportmittel in besondere Sphären und Zustände.
Auf dem Boot sehe ich mich selbst als der Fahrer, der mithilfe der Klarheit und voller Kraft im Gepäck (Schwerter) alle mitfahrenden sicher ans Ziel bringt.
Andere machen Bodybuilding, ich mache „Spirit Building“, träume, erlebe und entscheide alles so intensiv und bewusst wie möglich, als Folge der Klartraumpraxis, die zu viel mehr geworden ist, als nur ein lustiges nächtliches Vergnügen.
Perspektivisch gesehen sehe ich mich als Klarträumer zukünftig immer versierter, stärker und bewusster.
Traumyoga lebend und als Schenker von Potenzial und Urvertrauen.
Ich glaube auch, dass das Klarträumen aus einem bestimmten Grund in meinem Leben ist und mich begleitet.
Klarträumen ist für mich mittlerweile auf jeden Fall deutlich mehr als nur Ego-Spaß, auch wenn sich seine Wirkung auf andere im Wachleben völlig anders zeigen mag, z.B. in einem Lächeln hier, einem Zuhören da, einem Gedicht, einer Geschichte, einem Witz oder auch in einer besonderen Entscheidung in einem besonderen Moment, einer bewussteren Haltung, bewussteren Werten, einem Strahlen und einer ansteckenden Lebensliebe. big
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
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RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#81
04.03.2026, 09:50
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Hey Maniac,

dein Ansatz dich dem Tarot zu nähern macht für mich absolut Sinn und ist im Grunde genau die Herangehensweise, die ich auch gewählt habe damals und immer wieder so empfehlen würde. Wenn man sich wirklich auf die Bilder einlässt und die Geschichten, die sie erzählen, braucht man keine Deutungsbücher und historische Theorie (das ist einfach nur Bonuscontent, wenn man sich dafür explizit interessiert). Es gibt einen Unterschied zwischen "Karten erklären" und "Karten legen". Es ist wie in der Medizin oder in der Psychologie - ein Lehrbuch zu lesen macht noch keinen guten Therapeuten. Man muss die Inhalte auch ver-inner-lichen. 

Die Symbole und nummerologischen Aspekte lassen sich so oder so nicht wirklich vom Bild trennen, insofern muss man das nicht zwingend auswendig lernen bzw. du erhältst deren Korrespondenzen automatisch mit dem Bild. Das ist das Schöne am Tarot, es ist alles da und zwar nicht zufällig! 

Spiritbuilding statt Bodybuilding finde ich übrigensein sehr cooles Motto  grin
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