Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

78 Doors - Tarot spielerisch entdecken» Träume mit Tarotkarten ankern: Stille, klare Wasser

RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#76
19.02.2026, 12:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2026, 12:41 von xMANIACx.)
[+] 1 User sagt Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Auf jeden Fall! big
Sehr inspirierend!

Aktuell lerne ich die Karten auf meine Weise kennen. Ich habe sie noch nicht gemischt und klassisch gelegt, sondern sie und ihre Symbolik hauptsächlich wirken lassen.

Zwei Abende hintereinander habe ich nun zufällig „Die Königin der Kelche“ gezogen. (Die Intention war dabei, die Intention in der Karte zu erkennen.)
Hast du hierzu Ideen? big

Ansonsten hatte ich einmal beim Hypna-Surfen folgendes Erlebnis:
(14.02.2026, 17:17)xMANIACx schrieb: (…)
Ich schaue auf die Maispflanzen und erstmal passiert nichts.
Die hypnagoge Szene ist einfach stabil und friedlich.
„Paar Vögel braucht es!“, denke ich. „Oder nee, vielleicht kommt ja gleich wer zwischen den Maispflanzen hervor?“
Ja. Ein Mann, der aber nicht lange von Belang ist, denn plötzlich richtet sich meine Aufmerksamkeit auf den oberen Teil eines steinernen Portals, was leicht über die Pflanzen ragt.
Wup! Da bin ich schon zwischen dem Mais und anstelle des Portals ist da ein Mann, der mich jetzt im Nachhinein 1zu1 an „Den Eremiten“ aus dem Tarot erinnert.

[Bild: tarotkarte-der-eremit.jpg]
Ich bin dabei stabil und komplett im Hypnagogen.
Anstatt eine Laterne zu halten, besteht das Innere seiner langen Ärmelöffnung aus „Raum“.
Es ist magisch anzusehen. 
Wie ein ewig weiter Sommerhimmel, der sanft leuchtet.
Ich „trete näher“ und blicke in dieses eigentümliche „Ärmel-Portal“.
Ich spüre die immense Höhe darin, spüre dass weit unten ein Dorf ist und ich, wenn ich nicht aufpasse, gleich vom Maisfeld durch den Ärmel des „Eremiten“ (wie ich ihn JETZT nenne, nachdem ich mir der Ähnlichkeit bewusst bin) in die Tiefe falle.
Und natürlich verliere ich die Balance und falle rein, falle runter, schlafe ein.

Und hier habe ich noch etwas zur „Vier der Kelche“ geschrieben, der ersten Karte, mit der ich spontan resoniert habe (kann es als Zitat nicht einfügen gerade) :
https://www.klartraumforum.de/forum/show...#pid284456
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#77
24.02.2026, 15:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2026, 15:52 von Bultungin.)
[+] 2 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Hey Maniac,

das klingt nach einer schönen Herangehensweise, einfach mal Karten zu ziehen, um sie kennenzulernen und ihre Details zu studieren.  normal
Zur Königin der Kelche fällt mir zunächst ein, dass sie das "Wasser des Wassers" ist.


Kleiner Exkurs: Die Hofkarten (Buben, Ritter, Königinnen, Könige) sind mit den vier Elementen verknüpft. 

Traditionell so: 

Buben = Erde
Ritter = Luft
Königinnen = Wasser
Könige = Feuer


Ich persönlich ordne sie anders zu, weil ich es so stimmer finde:

Buben = Luft (Anfang, Osten, noch nicht geeredet, Lernen und erste Impulse)
Ritter = Feuer (Entwicklung, Süden, in Aktion, handelnd)
Königinnen = Wasser (Emotionen, Westen, introspektiv, integrierendes Prinzip wie fließendes Wasser)
Könige = Erde (Materielles, Substanz, Stabilität, gereift und geerdet, lenkendes Prinzip wie verfestigte Erde)


Nun zur Könign der Kelche:

In beiden Versionen entspricht die Königin dem Wasser. Hinzu kommt dann noch das Element des jeweiligen "Hauses" also Schwerter, Stäbe, Kelche, Münzen. Die Kelche entsprechen dem Wasser, insofern trifft bei der Königin der Kelche das Wasser auf Wasser. Ich weiß nicht, welches Deck du verwendest, aber ich gehe immer sehr stark mit dem Bild und entschlüssele die Bedeutung über die Bildsymbolik (Was ist zu sehen? Was passiert? etc.). Im Waite Smith sieht man die Königin auf ihrem Thron sitzen (symbolisch für sie trägt Verantwortung), sie hält einen geschlossenen Kelch (symbolisch für bereits integrierte Emotionen). Ich meine mich zu erinnern, dass sie auch bedächtig auf diesen Kelch schaut, es besteht also eine Verbindung zwischen ihr und dem Kelch (=Emotionen/Intuitionen). Man sieht auch ein Ufer wo das Wasser sich ihr nähert. Die Emotionen sind also auf zwei Weisen symbolisiert, einmal verschlossen und dosiert in ihrem Kelch (integriert) und einmal als herannahendes Wasser am Ufer (unkontrollierbar). Beides kann sie handlen.

Sie ist als Personenkarte für mich auch immer ein Hinweis darauf, wie ich derzeit mit meinen Gefühlen umgehe, umgehen sollte oder umgehen darf. Die Königin verkörpert auch das weibliche (Yin) Prinzip, also eher das in sich ruhende und integrierende Prinzip. Hier geht es nicht darum, Emotionen zu lenken oder zu kanalisieren (wie beim König > männlich > Yang > lenken/steuern). Bei der Königin geht es eher darum, diese Gefühle in sich halten zu können, ohne sie direkt verändern oder lenken zu wollen. Wasser trifft Wasser und wird dabei zu... natürlich noch mehr Wasser. grin Man könnte also auch sagen es geht darum, erstmal in seinen Gefühlen zu baden und diese in sich zu integrieren. Erst danach ist man in der Lage sie zu lenken. Daher auch die Reihenfolge Königin > König. Ich sehe das nicht als Geschlechterhierarchie sondern als natürliche Reihenfolge der Kräfte. Ich muss zuerst etwas integrieren (Yin/Königin) um es dann nach außen zu lenken und zu strukturieren (Yang/König).

Vielleicht hilft dir das ja ein wenig. Finde es auf jeden Fall cool, dass hier wieder etwas Leben reinkommt und ich tausche mich auch super gerne weiter mit dir aus.  normal

Hattest du denn schon neue Erkenntnisse oder ein paar Entdeckungen in den Karten gemacht?
Zu den Vier der Kelchen schreibe ich gleich noch einen gesonderten Beitrag.
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#78
24.02.2026, 15:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2026, 15:59 von Bultungin.)
[+] 4 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Nachtrag zu den Vier der Kelchen:

So, ich habe mir noch deine Gedanken zu der Karte durchgelesen und erstmal: Bitte unbedingt meinen 78Doors-Thread vollspammen  normal Es gibt für mich nichts spannenderes als unvoreingenommene und frische Perspektiven zu den Karten von jemandem, der sie gerade erst kennenlernt und erkundet! Denn an diesen Punkt kommt man nie wieder, je mehr man über die Karten weiß. 

Ich finde es total interessant, wie du die Karte wahrnimmst und es bestätigt mich umso mehr darin, dass man sich nicht den Spaß nehmen sollte und die Bilder auf sich wirken lassen sollte ohne vorher jegliche traditionelle Bedeutungen durchzulesen (das kann man jederzeit noch tun). Aber unvoreingenommen sein kann man nicht mehr nachholen, insofern hierfür erstmal ein Lob  grin

Vier Kelche wird häufig mit Apathie, Langeweile und emotionaler Übersättigung in Verbindung gebracht. Das rührt daher, dass die Zahl 4 nummerologisch für Stabilität steht. Vier Seiten werden zu einem Quadrat, stabil, praktisch, gut, aber eben auch auf Dauer... langweilig oder sogar einengend. Der vierte Kelch kann daher mehreres symbolisieren. Er kann wahrgenommen werden im Sinne von: Ach bitte nicht noch so einer, ich hab doch schon drei und die sehen auch alle gleich aus! Oder so: Ah, die vierte Option, die endlich Sinn ergibt! Wenn man die Karten legt, hängt die symbolische Deutung oder Analyse stark von der Fragestellung ab. Und natürlich auch von ggf. umliegenden Karten. 

Ich finde es auch spannend, dass du sagst, es wäre die Karte gewesen, die dich anfangs am stärksten angesprochen hat. Vielleicht sehnst du dich genau nach so einer neuen Möglichkeit, die sich ergibt? Oder die zündende Erkenntnis, die in der Ruhe der Meditation aufsteigt? Sehr spannend.
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#79
26.02.2026, 16:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2026, 17:05 von Bultungin.)
[+] 4 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Lieblings-Decks und weshalb

Meine ersten Berührungen und eigenen Legungen mit Tarot sind nun mehr als zehn Jahre her. Das Deck, mit dem ich damals Bekanntschaft machte war das Röhrig Tarot. Wenn man sich eine Weile mit dem Tarot befasst, entwickelt sich irgendwann das Bedürfnis und die Neugier, auch mit anderen Decks zu arbeiten. Erst einige Jahre nach meinen ersten Anläufen mit Röhrig und dem Kunstdeck von Nicoletta Ceccoli, habe ich mit dem Waite-Smith systematisch "gelernt" und die Struktur des Tarot "studiert". 

Mittlerweile weiß ich ganz gut, was mir gefällt und womit ich gut kann. Ich mag definitiv Decks mit traditioneller Anlehnung, die aber ihren eigenen Turn haben. Und ich habe irgendwann gemerkt, dass ich selbst eine bestimmte "Bildsprache" spreche und wenn sich diese in meinem Deck spiegelt, dann kann ich es mühelos lesen und verstehen. Da es mittlerweile einen riesigen Markt und eine schier unfassbare Menge an Tarotkarten gibt, habe ich es mir in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, wenige Decks in die Tiefe zu studieren und das zu finden, was mir wirklich entspricht. Sicherlich spricht nichts gegen eine große Tarotkarten-Sammlung, aber für mich ist es einfach zu viel. Lieber weniger, dafür absolute Favoriten. Und die stelle ich heute vor. 

Ich habe drei Decks ausgewählt, mit denen ich weitgehend arbeite. Ich habe für alle drei Favoriten-Decks immer ein paar Karten ausgewählt, damit man einen Eindruck vom Deck bekommt:

Jeweils zwei Lieblingskarten der Großen Arkana
Jeweils Lieblingskarten der Kleinen Arkana - je eine Zahlenkarte pro Haus und zwei Hofkarten

Los geht es:




Platz 3: Das Hayworth Tarot (von Jessica Hayworth)
Kategorie: Horror/ verstörend, angelehnt an den Story-Podcast "Welcome to Night Vale" auf YouTube

Warum mag ich das Deck? - Ich weiß es nicht, denn im Grunde ist es eine Hass-Liebe und manchmal bezeichne ich es auch als "Gag-Deck", da es trotz seiner verstörenden Bilder manchmal nicht ganz ernst zu nehmen ist. Irgendwas reizt mich an diesen Darstellungen. Sie gehen unter die Haut und kehren Innen nach außen, was manchmal genau das ist, was man benötigt. Ich meine, allein die Darstellung der Sonne, die durch ihre vollkommene Schwärze wie eine schwere Sphäre anmutet, die sowohl nähren als auch absorbieren kann. Oder der Ritter der Stäbe, der ein riesiges Streichholz zu verschlucken scheint - die Karte schreit für mich nach "all in!", was für mich die pure Bedeutung des Stäbe-Ritters ist. Umso verstörender die Zwei der Schwerter, und doch zeigt sie unangenehm die Pattsituation. Aber das Deck spricht in Rätseln, weshalb ich es nicht häufig befrage aber dennoch ist es schon lange in meinem Bestand, was mir zeigt, dass es irgendwie Potential hat. Pluspukt: Das Hayworth Tarot bildet Diversität in Körpertypen, Alter, Hautfarbe, Haarfarbe, Gender ab.

Dateiname: Hayworth-T.jpg
Größe: 399,16 KB
26.02.2026, 16:29





Platz 2: Das Ghost Tarot (von Davide Corsi)
Kategorie: Fantasie/ ätherisch

Warum mag ich das Deck? - Es ist ziemlich traditionell und trotzdem anders, für mein Empfinden ästhetischer als ein Waite-Smith und sehr klar in seiner Bildsprache. Dadurch, dass die meisten Personen als Geist dargestellt sind, ergibt sich eine völlig neue Sichtweise. Beispielsweise der Narr: Würde man den Geist nicht sehen, wäre da nur die Klippe und der beginnende Sonnenaufgang - eine Einladung, selbst diesen Raum oder die Rolle des Narren einzunehmen. Oder der Bube der Schwerter: Stellt euch vor, der Geist wäre nicht sichtba, was würde bleiben? Ja, eine Mauer mit einem dicken Riss darin - möglicherweise die neuen Gedanken, Ideen und Einfälle die da durchbrechen und das alte Gemäuer sprengen? Spannend. Bei den Zehn der Schwertern ist auch eine echte Person zu sehen, aber sie ist tot - was bleibt ist ihr Geist. Etwas ist gestorben, aber es ist nicht tot. Oder anders gesagt: Was tot ist, kann niemals sterben. Und ja, mir ist dann auch aufgefallen, dass dies der Leitspruch der Graufreuds ist und seitdem habe ich den Spruch auch wirklich verstanden! Denn genau darum geht es bei den Zehn Schwertern: Dass das Ich nicht im Denken überleben kann. Die Karte symbolisiert eine Art Loslösung des Egos vom Selbst.

Dateiname: Corsi-T-001.jpg
Größe: 638,96 KB
26.02.2026, 16:34





Platz 1: Das Black Cats Tarot
(von Maria Kurara)
Kategorie: Fantasie/ freundlich, verspielt

Warum mag ich das Deck? - Zunächst: Ich mag Bastet. Und diese Katzen erinnern mich an sie. Und ich mag Decks ohne Menschen. In Decks mit Menschen ist oft das Problem der nicht vorhandenen Diversität störend. Bei Tierdecks stört mich das weniger, da man sich teilweise leichter in die Rollen und Karten hineinversetzen kann, da eine immer gleich aussehende schwarze Katze eine neutrale Projektionsfläche bietet, was immer gleich aussehende weiße, normschöne Menschen ggf. nicht tun, weil man sich einfach nicht angesprochen und gemeint fühlt. Ich denke, dass dies ein nicht zu unterschätzendes Problem in Tarotkarten-Darstellungen ist. Aber zurück zum Deck. Ich mag seine Klarheit. Die Bilder sind nicht bösartig oder verstörend und bilden doch den Schatten zuverlässig ab. Beispielsweise beim Teufel: Verführerisch und süß? Sie trägt eine Maske. Was ist wahr und was nicht? Wo lässt man sich fehlleiten von Desires? Die Problematik ist bildtechnisch gut umgesetzt. Die Zehn der Schwerter mag ich besonders: Eine Tür in der Wüste (gibt mir auch Dark Tower Vibes). Spannend finde ich auch die Königin der Kelche. Sie sitzt nicht in ihrem Thron, sondern liegt auf einem Baum und schaut linksgerichtet (intuitive Seite) in den Sternenhimmel mit einem Teleskop. Symbolisch für: Das, was weit weg und nicht greifbar ist, betrachtet sie unter der Lupe - ihren Thron und die damit verbundene Verantwortung lässt sie liegen. Hier ist der wässrige träumerische Aspekt dargestellt, was mir sehr gut gefällt. Hier ist wenig Kontrollbedürfnis - der Thron darf auch mal unbesetzt sein. 

Dateiname: Kurara-T-001.jpg
Größe: 462,3 KB
26.02.2026, 16:48




Was sind eure Lieblings-Decks? Postet gerne!
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#80
26.02.2026, 17:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2026, 17:47 von xMANIACx.)
[+] 5 User sagen Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Danke dir für deine Ideen zu meinen bisherigen Erkundungen! big

Das mit der Integration von Emotionen macht absolut Sinn für mich, auch wenn ich bezüglich meines Innenlebens an dieser Stelle nicht zu ausufernd werden möchte.

Die vier der Kelche zieht mich besonders wegen der meditativen Atmosphäre an. Für mich ist es an aktueller Stelle dabei egal, wie hoch oder niedrig die Zahlen sind. Ob drei, vier, fünf Kelche…hmm. Viel mehr geht es mir um das, was ich darauf sonst sehe.
Und das ist: Die Option des himmlischen Geschenks.
Die Ruhe unterm Baum.
Das Äquivalent zu Buddha unterm Baum.
Ein Motiv, das sich seit meiner Kindheit als Sehnsucht durch mein Leben zieht.
Erleuchtung, Frieden, Balance.
Geben und Empfangen.
In einem anderen Thread habe ich mal von einem Traum berichtet, in dem ich von einer Hand in den Himmel gezogen wurde.
Der Traum selbst war wie eine Initiation.
Das spiegelt sich hier für mich mit der himmlischen Hand auch wieder.

Ich nähere mich dem Tarot gerade wirklich sehr intuitiv, langsam, bedacht und nur, wenn ich wirklich eine Frage habe.

Ich habe tatsächlich aber auch schon weiter gemacht und habe mir in Bezug auf meine Klartraumpraxis mal die Karten in der 3er Konstellation Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft gelegt.

Warum gerade klartraumbezogen? Weil das Klarträumen mir einen neuen Lebensbereich geschenkt hat und mein Leben extrem erweitert hat, z.B. indem es mir u.a. gezeigt hat, dass Spiritualität, die vorher eher einer ewigen Sehnsucht glich, auch tatsächlich erfahrbar ist.

Was ich gezogen habe?

Vergangenheit: Der Stern.
Gegenwart: Königin der Münzen.
Zukunft: Die Sechs der Schwerter.

Wie ich das für mich interpretiere?

Der Stern:

Als ich das Klarträumen 2014 (wieder)entdeckte und davon erfuhr, dass ich es selbst herbeiführen kann, war mein Leben in einer Umbruchphase. Es war eine schöne, spannende, aber in Bezug auf einen Lebensbereich auch sehr sorgenvolle Zeit, die schon Jahrelang so ging. 

Auf der Karte sehe ich einen Stern.
Dieser symbolisiert für mich die Orientierung und die Hoffnung, aber auch glasklar die Klarheit und die Nacht.
Klarträumen war etwas nächtliches, was nicht in den Tag hinein strahlte. Es gab noch keine Traumpraxis als Teil einer spirituellen Praxis, sondern nur das abendliche und nächtliche Abenteuer.
Ich sehe den roten Vogel auf dem Baum. 
Er ist das Fliegen und das Aufsteigen zugleich.
Die geliebte  Klartraumtätigkeit und die Entwicklung als Mensch.
Die Frau, die das Wasser schöpft und auf dem Gras ausschüttet, das ist für mich Quelle, Reinheit und das Nährende Prinzip.
Das Klarträumen war für mich zu dem Zeitpunkt die Quelle meiner Ressourcen. Lachen, Kraft, das Gefühl, dass ich besondere Dinge in meinem Leben erleben darf. 
Und es war die Quelle von Fragen. 
Z.B. warum geht das überhaupt, dieses Klarträumen und welchen Verlauf muss das Leben nach dem Urknall genommen haben, damit DAS möglich ist?
Ist das alles Zufall?
Außerdem Reinheit. Klarheit in der Achtsamkeit. Die Mahnung, langsam zu machen und zu sehen, was sich entwickelt. 
Das nährende Prinzip des Wassers auf dem Gras, das ist das Potenzial was im Geiste und im Leben als Ganzes steckt und mir in dieser Zeit umso bewusster wurde.
Ich meine, wir, die uns unserer Träume bewusst sind und uns in ihnen auch bewusst sein können, wir haben Zugang zu Lebensebenen, die andere vielleicht niemals kennenlernen.

Was eine gute Überleitung zur Gegenwart ist:
Die Königin der Münzen.

Wie auch beim Stern sind bei dieser Karte im Hintergrund die Berge. 

Die Frau, die das Gras gewässert hat, sitzt jetzt bekleidet und mit einer Krone auf einem Thron. Sie hält eine Münze in ihren Händen. Dabei ist sie umrankt von Rosen und umgeben von Blühenden Blumen. Links von ihr, rechts von uns liegt ein weißer Hase.

Diese Karte symbolisiert für mich die Ernte, die Reichhaltige Praxis und die Fülle, die mir das Klarträumen ins Leben gebracht hat. Die Erkenntnisse, Erlebnisse, die Sicherheit und Stabilität.
Mittlerweile bin ich seit elfeinhalb Jahren dabei und fühle mich reich an Erfahrungen und wirklich reich beschenkt.
Ich habe es zwar nicht zur Meisterschaft gebracht bisher, aber ich darf einen Weg gehen, der absolut spannend ist und mich immer wieder neugierig macht.
Ich weiß mittlerweile mehr als deutlich: Der Prozess selbst ist das eigentliche Geschenk. 
Und deshalb versuche ich auch nicht, das unbegreifliche festzuhalten.
Der Hase, der da gerade so schön neben dem Thron liegt, schielt nämlich schon auf den Kaninchenbau…
…und ich bin bereit, ihm zu folgen.
Die Münze ist deshalb auch nicht der Zweck.
Die Münze ist nicht der Orden.
Sie ist nur das Mittel, das Wegegeld fürs Upgrade.

Womit wir bei der Zukunft wären.
Bei der Sechs der Schwerter.

Mit dem Wegegeld habe ich mir nämlich ein Boot zugelegt, ein Gefährt, dass nicht nur mich, sondern vieles und viele tragen kann.

Das Klarträumen ist für mich nämlich nicht mehr dafür da, um das Ego zu füttern. Die Zeiten, in denen ich erzählt habe „ICH bin ja heute Nacht geflogen und DU so?“, die sind vorbei. 
Ich spüre vielmehr eine Dankbarkeit und eine Verantwortung, wenn ich ans Klarträumen denke.
Danke, dass ich es lernen darf, dass ich all diese mystischen und interessanten Zustände erleben darf!
Und: Was bin ich nicht privilegiert, dass ich all das erleben darf!
Das Klarträumen ist für mich Vision, Treiber der Evolution, Wertequelle und auch Transportmittel in besondere Sphären und Zustände.
Auf dem Boot sehe ich mich selbst als der Fahrer, der mithilfe der Klarheit und voller Kraft im Gepäck (Schwerter) alle mitfahrenden sicher ans Ziel bringt.
Andere machen Bodybuilding, ich mache „Spirit Building“, träume, erlebe und entscheide alles so intensiv und bewusst wie möglich, als Folge der Klartraumpraxis, die zu viel mehr geworden ist, als nur ein lustiges nächtliches Vergnügen.
Perspektivisch gesehen sehe ich mich als Klarträumer zukünftig immer versierter, stärker und bewusster.
Traumyoga lebend und als Schenker von Potenzial und Urvertrauen.
Ich glaube auch, dass das Klarträumen aus einem bestimmten Grund in meinem Leben ist und mich begleitet.
Klarträumen ist für mich mittlerweile auf jeden Fall deutlich mehr als nur Ego-Spaß, auch wenn sich seine Wirkung auf andere im Wachleben völlig anders zeigen mag, z.B. in einem Lächeln hier, einem Zuhören da, einem Gedicht, einer Geschichte, einem Witz oder auch in einer besonderen Entscheidung in einem besonderen Moment, einer bewussteren Haltung, bewussteren Werten, einem Strahlen und einer ansteckenden Lebensliebe. big
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#81
04.03.2026, 09:50
[+] 2 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Hey Maniac,

dein Ansatz dich dem Tarot zu nähern macht für mich absolut Sinn und ist im Grunde genau die Herangehensweise, die ich auch gewählt habe damals und immer wieder so empfehlen würde. Wenn man sich wirklich auf die Bilder einlässt und die Geschichten, die sie erzählen, braucht man keine Deutungsbücher und historische Theorie (das ist einfach nur Bonuscontent, wenn man sich dafür explizit interessiert). Es gibt einen Unterschied zwischen "Karten erklären" und "Karten legen". Es ist wie in der Medizin oder in der Psychologie - ein Lehrbuch zu lesen macht noch keinen guten Therapeuten. Man muss die Inhalte auch ver-inner-lichen. 

Die Symbole und nummerologischen Aspekte lassen sich so oder so nicht wirklich vom Bild trennen, insofern muss man das nicht zwingend auswendig lernen bzw. du erhältst deren Korrespondenzen automatisch mit dem Bild. Das ist das Schöne am Tarot, es ist alles da und zwar nicht zufällig! 

Spiritbuilding statt Bodybuilding finde ich übrigensein sehr cooles Motto  grin
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#82
04.06.2026, 10:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.06.2026, 10:06 von Bultungin.)
[+] 5 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Pathworking the Tarot

Szenen im Tarot mit allen Sinnen erleben

Heute mal etwas für alle fünf Sinne – und natürlich auch den sechsten Sinn, sofern vorhanden ? Es geht um das bewusste, sinnliche Erleben einer Szene, die auf einer Tarotkarte dargestellt wird. Wo die reine Bildanalyse eher systematisch, symbolisch und sprachlich-visuell arbeitet, kommt es beim Pathworking eher auf den intuitiven und sinnlichen Zugang zu einem Bild bzw. einer Szene an. Das Ganze funktioniert meiner Erfahrung nach mit jedem Deck bzw. mit jedem Bild, aber es gibt durchaus Bilder, die es einem leichter machen können.

Für diese Übung nutze ich sehr gerne das Herbcrafter’s Tarot. Es ist sehr naturnah angelegt und bewusst abseits von traditioneller, oftmals patriarchalischer Hierarchie im Tarot (Königin – König) gestaltet. Statt Bube, Ritter, Königin und König werden die Personenkarten („Hofkarten“) durch Kind, Kriegerin, Mutter und Heilerin dargestellt und zeigen damit weniger machtgebundene Hierarchien an, sondern eher unterschiedliche Stadien der Entwicklung und inneren Integration. Die kleinen Arkana bilden keine Schwerter, Stäbe, Kelche und Münzen ab, sondern ist direkt auf die vier Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde ausgerichtet – ohne Umschweife und sehr organisch. So viel zum Deck an sich.



Wie funktioniert Pathworking?

Ganz kurz gesagt: Beim Pathworking reisen wir direkt in die Szene, die auf der Karte gezeigt wird. Das kann mit geschlossenen Augen, zu Musik, durch Bildbetrachtung, durch Vorstellung oder durch bewusstes Aufsuchen von Orten in der echten Welt geschehen. Was funktioniert hängt auch stark davon ab, über welche Sinne man den besten einen Zugang findet. Bei mir ist es vor allem visuell-auditiv. Aber auch fühlen, schmecken und riechen können Zugänge beim Pathworking sein. Ich gehe das ganze gerne auch etwas storytelling-mäßig an. Ich habe aus dem Herbcrafter’s Tarot eine meiner Lieblingskarten herausgesucht, zu welcher ich anfangs direkt einen guten Zugang hatte (im Herzen Sturmjägerin, vielleicht deshalb) und selbst erstaunt war, wie sehr das Bild zu mir gesprochen hat. Da mir eine auditive Umgebung hilft, habe ich zunächst einmal eine Art „Ambience-Soundtrack“ herausgesucht. Ansonsten kann man sich auf seiner „Reise ins Bild“ an folgenden Aspekten entlang arbeiten – ob systematisch oder kreativ-durcheinander spielt dabei keine Rolle:

1. Was sehe ich?
2. Was höre ich?
3. Was spüre ich?
4. Was rieche ich?
5. Was schmecke ich?
6. Was nehme ich insgesamt wahr?

Was auch spannend ist: Nicht nur das beobachten, was offensichtlich ist, sondern auch das, was fehlt: Was sehe ich nicht? Was höre ich nicht? Was spüre ich nicht? Was rieche ich nicht? Was schmecke ich nicht? Was kann ich nicht wahrnehmen (häufig schwierig, weil es sich um einen blinden Fleck handelt). Über die Abwesenheit von Eindrücken können jedoch weitere spannende Aspekte der Szene gefunden werden. Los geht's: 



Dateiname: 5ofEarth.jpg
Größe: 111,56 KB
04.06.2026, 10:00



Ein Sturm zieht auf
Eine Reise in die Fünf der Erde – Rot-Ulme
(traditionell: Fünf der Münzen)

Hintergrundrauschen: Gewitter in der Ferne (unbedingt anhören beim Lesen und anschauen des Bildes!)

Junge Rot-Ulmen stehen auf der Wiese vor der Veranda eines alten Hauses – eine sehr junge in einem Topf, die andere bereits ins Freiland ausgepflanzt. Ihre Blätter tänzeln sanft. Mein Blick wandert zum Haus: Die weiße Farbe der Bretterfassade blättert allmählich ab. Dieses Haus war schon länger dem hiesigen Wetter ausgesetzt. Ein leichter Wind weht, der sanft über den Rasen und über meine Haut streichelt. Die Schaukelstühle auf der Veranda wanken unter leisem Knarzen hin und her, angestoßen durch den Wind, der jetzt allmählich auffrischt. 

Ein leises Grollen ist in der Ferne zu vernehmen – der Himmel zieht sich langsam zu. Die Luft trägt einen markanten Geruch heran: Es ist dieser typische Geruch, der anzeigt, dass ein Sommergewitter herannaht. Und der auffrischende Wind bringt eine nicht mehr ganz so heiße, eher trockene Luft. Zeitweise herrscht beinahe Windstille und schwere, dunkle Wolken ziehen heran. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Wenn es soweit ist, werde ich ins Haus gehen, die kleine Rot-Ulme und die beiden Stühle ebenfalls unterstellen. Die andere Rot-Ulme, die bereits ausgepflanzt ist, kann ich nicht in Sicherheit bringen – sie wird dem Sturm aus eigener Kraft standhalten müssen. Ich habe sie nach bestem Wissen und Gewissen befestigt – so ist sie zumindest etwas geschützt. 

Die ersten Regentropfen fallen jetzt kühl und nass auf mein Gesicht. Das ferne Grollen wird merklich lauter. Ich nehme neben all dem Grollen und den Windböen eine gewaltige Stille wahr, die hinter allen Dingen ruht. Was auch immer der Sturm nehmen wird: Sie ist es, die überdauern wird und schon bald Raum für etwas Neues hinterlassen wird.



Jetzt ihr! Postet gerne eure Pathworkings, gerne mit Ambience-Sountrack, Bildern oder ähnlichem. Ich bin gespannt  normal
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#83
04.06.2026, 21:04
[+] 2 User sagen Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Wieder großartig! big Hab ich heute doch erst wieder ans Tarot gedacht - und dann kommst du mit sowas tollen Neuen um die Ecke! Danke! Wenn ich mir mal wieder die Zeit dazu nehme, werde ich mein „Patchwork-Erlebnis“ hier auch teilen.
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#84
13.06.2026, 10:53 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.06.2026, 10:55 von Bultungin.)
[+] 6 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Traumarbeit mit Tarotkarten

Heute mal etwas zum Thema Traumarbeit - wieso eigentlich erst jetzt? Nunja, so wie es mir eben in den Sinn kommt. Tarotkarten kann man auf verschiedene Art und Weise für die Arbeit mit den eigenen Träumen verwenden. Im Grunde gibt es zwei Richtungen: 

1. Pfadarbeit mit einer Karte, um einen Traum dadurch zu induzieren.
2. Einen Traum in die Energie oder Atmosphäre einer Karte übersetzen.

Mein heutiges Beispiel zu Punkt 2:


Stille, klare Wasser (Traumbericht vom 13.06.2026)

Meine Wohnung liegt ungewöhnlicherweise im Erdgeschoss und statt eines Balkons oder einer Terrasse sehe ich eine Brachfläche. Mit längerem Hinsehen erkenne ich fließendes Wasser und feine Rinnsale. Ich sehe so lange hin, bis ich ein ganzes Gewässer erkenne dessen Wasser so klar ist, dass ich den Grund des Gewässers mit bloßem Auge erkennen kann. Glatte, dunkle Felsformationen offenbaren im Wechselspiel aus Licht- und Schatteneinfall ihre Oberfläche. Das Gewässer ist wunderschön und ich freue mich darüber, dass es direkt hinter meiner Balkontür beginnt. An der Türschwelle sehe ich es sanft vorbeifließen. Es tritt nicht in meine Wohnung über. 

Nach dem Aufwachen habe ich dann mal eine Karte herausgesucht, die Atmosphäre und Energie des Traums am ehesten wiedergibt und meine Wahl ist auf das Ass des Wassers aus dem Herbcrafter's Tarot gefallen: Die Szene hat für mich etwas sehr friedliches. Man schaut hier sicher vom Uferrand auf das Gewässer (es könnte auch ein Fluss sein). Die Szene hat etwas unberührtes und doch sehr vertrautes. Im Traum war es ähnlich. Das Wasser hat mir keine Angst gemacht, wie in manch anderen Träumen, wo es durch alle Ritzen, Spalten und Wände meiner Wohnung ins Innere eindringt. Einen Traum, den man mit allen Sinnen erlebt hat, mit einer Tarotkarte zu verknüpfen, kann das eigene Gefühl und Wissen zur späteren Deutung dieser Karte tiefer und persönlicher werden lassen. So entstehen nach und nach persönliche Symboliken und "Erfahrungen" mit den Karten. Sie werden im Grunde in der Karte "geankert".

Dateiname: AceofWater.jpg
Größe: 109,08 KB
13.06.2026, 10:50
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#85
13.06.2026, 13:47
[+] 1 User sagt Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Danke wieder für diesen wertvollen Impuls. big Dank dir lerne ich, dass Tarot viel mehr ist, als ich zuvor angenommen habe. Das Spielerische und Kreative dabei begeistert mich sehr. Ich hole auch gleich wohl auch endlich mal wieder meine Karten… biggrin
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#86
13.06.2026, 15:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.06.2026, 15:04 von xMANIACx.)
[+] 4 User sagen Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Pathworking mit der Mäßigkeit.
[Bild: tarotkarte-die-maessigkeit.jpg]

Beim zweimaligen Durchsehen der Weiser-Karten ist mir jedes Mal die Mäßigkeit aufgefallen, also stelle ich mich zu ihr ins Wasser. Sie ist verkörpert im weißgewandigen Engel mit roten Flügeln. Er kippt Wasser von einem Kelch in den anderen und ist darin so vertieft, dass er mich nicht wahrnimmt. Für mich ist er ein Meister, der sanft und ernst den Fluss des Wassers und damit den Fluss des Lebens am Laufen hält. 
Es riecht nach nassem Gras, das Wasser in dem ich stehe, weicht auch das Erdreich drum herum auf. Die aufgehende Sonne lässt einen sanften Nebel daraus nach oben strömen. Das Gras, welches meine Aufmerksamkeit am meisten begeistert, glitzert und mir wird klar, dass es keine Grenze gibt. Wo hört der See auf, wo fängt die Wiese an. Ich blicke in das ernste Gesicht des Engels. Ich sehe das erste Mal, das Ernst auch Friede sein kann. Um uns herum, hinter dem sanften Plätschern des Wassers, ist ein Hall, ein Echo zu hören. Es hat keinen Anfang und wird niemals ein Ende nehmen, so lange es Leben gibt.
Die Mäßigkeit, sie ist das Prinzip, das bindende Glied zwischen den Extremen und jetzt, wo ich dem Meister zuschauen durfte, verstehe ich es zum ersten Mal.
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
Zitieren
RE: 78 Doors - Tarot spielerisch entdecken
#87
14.06.2026, 17:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.06.2026, 17:43 von Bultungin.)
[+] 4 User sagen Danke! Bultungin für diesen Beitrag
Zitat:Es riecht nach nassem Gras, das Wasser in dem ich stehe, weicht auch das Erdreich drum herum auf.

Hey Maniac,

ich finde es ziemlich cool, dass du die Mäßigkeit gewählt hast für das Pathworking! Das ist eine der Karten, zu der ich immer noch einen recht blockierten Zugang habe. Der oben zitierte Satz von dir, hat mir etwas bewusst gemacht: Das Wasser, von dem man meinen könnte, es sei weich und sanft, fremdgeleitet (immer zum Gravitationszentrum hin), ist am Ende das, was selbst den harten Erdboden aufweicht. Sogar gewisse kristalline Strukturen vermag das Wasser aufzulösen. Das Weiche formt das Harte, aber erst in einem größeren zeitlichen Kontext. Das ist vielleicht auch die Mäßigkeit: Nicht die Hau drauf Methode mit Quick-Fix, sondern das langsame Stetige, das am Ende die größten und profundesten Veränderungen bewirkt.

Danke dafür  normal

Es freut mich übrigens sehr, dass es mir scheinbar gelungen ist, mit diesem Thread ein wenig zu zeigen, wie viel Potential im Tarot steckt - ob als spirituelles Werkzeug oder psychologisch-gestalttherapeutisches Tool. Es ist eben aus meiner Sicht so wie der Thread schon sagt: 78 Türen und jede führt in einen Teil jener Welt, die das Deck eben abbildet.
Zitieren
Gehe zu:
Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt | Klartraumforum | Nach oben | Alle Foren als gelesen markieren | Archiv-Modus | RSS-Synchronisation | Impressum | Datenschutz
Forenstyle: