Klartraumforum

Normale Version: Traumerinnerung ohne Üben
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Glaubt ihr dass es möglich ist, ohne physische Erinnerungstechnik (TTB, usw) eine Traumerinnerung von 0 auf passabel oder gut zu steigern,  
alleine indem man mentale Intentionen setzt?

Wie könnte sowas funktionieren?
Ich glaube jeder Mensch ist verschieden und es ist sicher nicht unmöglich, dass es jemanden gibt dem das gelingt.
Ehrlich gesagt halte ich es aber für ziemlich unwahrscheinlich.

Falls es Dir gelingt, berichte bitte darüber!
Ich selbst führe TTB. Es geht um einen Freund der Klarträumen möchte ohne Traumerinnerung zu trainieren. Ich dachte ihn belehren zu müssen, dass das schwierig wird. Doch nun frage ich mich, ob ich nicht lieber meine Glaubenssätze hinterfragen sollte und es für möglich halten sollte.

TraumN

hallo Ichbinmehr

Aus meiner Erfahrung kann ich dir zumindest bestätigen, das man ganz ohne Traumerinnerung Klarträume haben kann.
Ich hatte dieses Jahr zwei davon und das ohne Erinnerung. Die waren aber nicht geübt oder durch irgendeine Technik entstanden
sondern einfach so durch Zufall.. Also möglich ist es, aber ich denke mal das all die Leute, vor allem jene die das richtig gut beherrschen
nicht ohne Grund das Traumtagebuch als wichtig erachten.
Vielleicht  ginge  es, wenn jemand sozial für ihn sehr wichtiges hin täglich ernsthaft fragt, was er geträumt hat.
Oder es müsste auf andere Art ein wirklich dringendes Bedürfniss erzeugt werden sich zu erinnern.
Ich glaube, für mich ist das TTB so eine Sache, die wohl dem Grundsatz "Show, don't tell!" folgt.

Ein "Ich beschäftige mich täglich 10-30 Minuten mit meinen Träumen durch das TTB" geht irgendwie, glaube ich, tiefer ins Unterbewusstsein als ein "Ich will mich an meine Träume erinnern", was man sich nur so vorsagt.
Ich habe Traumerinnerung, ohne dass ich ein Traumtagebuch führe. Hin und wieder habe ich präluzide Träume.

Um wirklich öfter Klarträume zu haben, empfehle ich auf jeden Fall, ein Traumtagebuch zu führen. Ohne klappt das mit dem Klarträumen nicht wirklich so gut.
Ich glaube, dass es mindestens genauso positiv auf die Traumerinnerung wirkt wie TTB-Schreiben, wenn man stattdessen seine Träume detailiert und ohne zu editieren einem anderen Menschen erzählt.

TraumN

(22.11.2017, 22:04)Rhetor schrieb: [ -> ]Ich glaube, dass es mindestens genauso positiv auf die Traumerinnerung wirkt wie TTB-Schreiben, wenn man stattdessen seine Träume detailiert und ohne zu editieren einem anderen Menschen erzählt.

das kann ich bestätigen. Ich hatte mal einen lustigen Traum und meine gute Arbeitskollegin kam darin vor. Ich habe ihr diesen Traum im Büro dann erzählt.
Das ist schon eine Weile her und ich habe damals kein Tagebuch geführt, aber den Traum habe ich noch heute in Erinnerung.
Ob das auch funktionieren würde wenn man sich den quasi selbst laut erzählt.? Das wäre gut für die Traume in der Nacht. Da brauch ich immer einen sehr guten Schweinehund wirklich Licht anzumachen und halb müde in mein Heft zu schreiben :-)
Von nix kommt nix, außer man ist außergewöhnlich talentiert. (Das sollte ich auf "lustige" oder "inspirierende" Bilder schreiben und diese auf social media posten biggrin ).
Mir ist unbegreiflich, warum faule Menschen immer nach Knopfdruck-Wundermitteln suchen (und diese sogar kaufen).
Ich gehöre zu der schreibfaulen Sorte..... TTB in dem Sinne wie es vorgeschlagen wird, habe ich noch nie geführt - was ich in mein normales Tagebuch notiere sind Traumzeichen, Traumziele, Autosuggestionen, Fragen an den Traum, besondere Trübträume (mit Erkenntniswert) und Klarträume. Den Weg zur Arbeit nutze ich oft, um Träume zu erinnern und zu analysieren - so ist die 30min Autofahrt nicht so eine verschwendete Lebenszeit. Mir reicht das in der Form aus. Allerdings habe ich eine gute TE solange ich denken kann und mir reicht eine Klartraumrate von 2/Monat aktuell aus.

Für jemanden mit 0 TE finde ich es gewagt, "einfach so" klarträumen zu wollen....
(23.11.2017, 09:12)insomnia schrieb: [ -> ]Für jemanden mit 0 TE finde ich es gewagt, "einfach so" klarträumen zu wollen....

Jemand mit wirklich absolut Null Traumerinnerung könnte theoretisch auch jede Nacht drei Klarträume haben und es leider nie erfahren grin
Es ist weniger eine Frage der Faulheit. Es ist eher die geistige Haltung die bewusst Anstrengung und Streben ablehnt und einen intuitiven Weg sucht.
Zitat:Es ist weniger eine Frage der Faulheit. Es ist eher die geistige Haltung die bewusst Anstrengung und Streben ablehnt

Also ich finde den Begriff "Faulheit" ja auch in den allermeisten Fragen total unbrauchbar. Aber wenn ich ihn definieren wollte, wäre "eine geistige Haltung, die bewusst Anstrengung und Streben ablehnt" ein ziemlich guter Anfang. grin

Die Frage ist eher: Warum gibt es keine Motivation, sich mit Träumen zu beschäftigen? Warum Klarträumen wollen, aber Träume offenbar nicht so interessant finden? Da sind mögliche Widersprüche, die eins ergründen könnte. wink1
Hört sich für mich ein bisschen nach "sportlich sein wollen, ohne Sport zu treiben" an. Stelle ich mir sehr schwierig vor.

Das irgendwann eine gewisse mentale Einstellung vorhanden ist, welche Traumerinnerung fördert, auch ohne, dass man die Sache aktiv verfolgt ist vermutlich wahr. Allerdings muss dieses Mindset ja auch erstmal erschaffen und verinnerlicht werden. Vor allem, wenn man regelmäßige Klarträume als Ziel anstrebt, ist eine langfristig gute Traumerinnerung einfach super wichtig. Das komplett ohne 'physische Erinnerungstechnik' zu erreichen ist glaube ich für die meisten von uns utopisch. Vor allem, wenn man nicht bereit ist, bewusst Energie in die Traumerinnerung zu investieren.
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