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Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik(SuFu: MILD)

Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik(SuFu: MILD)
#1
21.07.2005, 22:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.10.2010, 09:56 von Laura.)
MILD
Mnemotic inducted lucid dream

Auch diese Technik gehört zu den Klarheit-gewinnenden Techniken. Sie wurde von Stephen LaBerge entwickelt und im Buch "Hellwach im Traum" ausführlich vorgestellt.
Die komplette, allumfassende (umfasst m.E. auch einiges unnötiges) Anleitung findet sich hier: http://www.gewahr-sein.de/klartraeumen1.html#3.2 . Für diese Technik ist außerdem eine gut ausgeprägte Fähigkeit zur Traumerinnerung von großem Vorteil.

LaBerge beschreibt den Kernpunkt dieser Technik mit dem Satz: "Das nächste mal wenn ich träume, will ich daran denken zu erkennen, daß ich träume." Diese Intention muss nun für das Gehirn so wichtig erscheinen, dass man sich im Traum auch tatsächlich daran erinnert.

Um diese oben genannte Intention jetzt auch wirklich wichtig zu erscheinen lassen, wird folgende Vorgehensweise empfohlen:

1.) Die beste Zeit zur Ausübung der Technik ist der frühe Morgen, wenn man spontan aus einem Traum erwacht und die REM-Phasen länger werden. Sobald man wach ist, ruft man sich den eben erlebten Traum noch einmal so gut es geht in Erinnerung. Dabei sollten die Szenen noch einmal vor dem geistigen Auge ablaufen, so wie man es gerade schon einmal erlebt hat (deswegen ist die gute Traumerinnerung nötig).

2.) Nun konzentriert man sich auf die Absicht, klarträumen zu wollen. Dazu wird der Satz "Das nächste mal wenn ich träume, will ich daran denken zu erkennen, daß ich träume." im Geiste mehrere Male wiederholt. Man sollte darauf achten, nicht zu anderen Gedanken wieder abzurutschen, sondern konzentriert bei diesem Satz bleiben. Um dem schnellen Abrutschen entgegenzuwirken, wird auch empfohlen, vorher die Wachheit noch ein wenig zu steigern. Also indem man z.B. mal kurz die Augen mit kaltem Wasser ausspült.

3.) Kombination von Punkt 1 und 2: Man versetzt sich wieder in den zuletzt erlebten Traum zurück und wählt sich eine beliebige Situation daraus aus. Jetzt allerdings stellt man sich vor, wie man in dieser Situation luzid geworden wäre. Man spielt quasi den normalen Traum als Luzid-Variante noch einmal durch. Zitat LaBerge: "Fühlen Sie die Erregung, luzide zu werden, und stellen Sie sich selbst dabei vor, das zu tun, was Sie im luziden Zustand gerne einmal tun würden."

4.) Schritt 1 bis 3 solange wiederholen, wie man es für richtig erachtet.
________________

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, sein Vorhaben wichtig erscheinen zu lassen. Ein Beispiel wäre die "Wachposten-Methode", die von Don Rinatos vorgeschlagen wurde: http://www.klartraumforum.de/forum/showt...&startid=5

"Ich verwende manchmal fürs Klarträumen die Terminologie von Konstanin Platonow. Als Jugendlicher las ich seine „Unterhaltsame Psychologie“, wo er die Wachposten beschrieben hat - die Punkte im Gehirn, die wir absichtlich aktivieren können. Er beschreibt das so, dass wenn wir morgen eine wichtige Verabredung haben und der Wecker kaputt ist, wir am Abend (unbewusst?) unsere Wachposten aktivieren und dadurch rechtzeitig wach werden.

Ich habe mehrmals versucht meine Wachposten für unterschiedliche Zwecke einzusetzen und finde, dass sie für Klarträumen optimal passen. Aus der Introspektion kann ich berichten, dass die einwandfreie Funktion der Wachposten von der Ernsthaftigkeit der Vorgabe abhängig ist. Bei der Übenachtung auf den Felsen musste ich z.B. ein paar Wachposten aufstellen, um im Schlaf nicht runterfallen. Ich konnte prima schlafen und immer, wenn ich zu nah am Abgrund war, weckten sie mich.

Mittels Wachposten kann man sich (wie von inneren Wecker) zur Klarheit wecken, an verschiedene Klartraumaufgabe erinnern lassen oder die „Inseln der Klarheit“ für die Basisklarheit schaffen."


Viel Erfolg!
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#2
12.08.2008, 22:15
Ich hoffe, dass in diesem Thread hier Antworten erwünscht sind. Wenn ja, möchte ich diesen uralten Schinken mit folgender Verständnisfrage wieder hervorkramen:


Zitat:LaBerge beschreibt den Kernpunkt dieser Technik mit dem Satz: "Das nächste mal wenn ich träume, will ich daran denken zu erkennen, daß ich träume." Diese Intention muss nun für das Gehirn so wichtig erscheinen, dass man sich im Traum auch tatsächlich daran erinnert.


Die Grundidee von dieser Technik ist ja, sich erinnern zu können, dass man erkennen will, wenn man träumt.

Aber normalerweise (wenn man grade mal nicht klarträumt) nehmen wir die Traumwelt ja als Realität an.
Wie kann also die MILD-Technik funktionieren?
Gibt es etwas in uns, was zu jeder Zeit weiß, ob wir wach sind oder träumen?

Wenn wir nämlich die Traumwelt als Realität ansehen und dann unsere Absicht ins Bewusstsein zurückgerufen wird ("Ich will erkennen, dass ich träume!"), dann müsste man sich ja selbst sagen: "Schade, ich bin immer noch in der Realität"...

Ooooder? biggrin
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#3
12.08.2008, 22:56
Ja, diese MILD-Technik habe ich noch nie so richtig verstanden.

Allerdings ist mir in letzter Zeit immer wieder aufgefallen: Auch wenn ich nicht klar wurde in Träumen, hatte ich oft das Gefühl, als würde ich es steuern können. Ganz so, als wäre es doch nicht die Wachwelt, die ich da erträume, sondern ein Gedanke, den ich ganz nach Belieben zu Ende denken kann.

Dabei sind dann so Sachen entstanden, dass ich endgeil Piano gezockt habe, obwohl ich in Echt nur bisschen klimpern kann. Oder dass ich einen Audi RS6 gefahren bin, und dabei wusste, dass ich es mir nur einbilde. -> Ich wusste nicht, dass ich im Traum bin, aber ich wusste, dass es nicht die Wirklichkeit ist. Ist sicher ausbaufähig!
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#4
13.08.2008, 06:47

Zitat:Chr!$toph schrieb am 12.08.2008 22:15 Uhr:

Wenn wir nämlich die Traumwelt als Realität ansehen und dann unsere Absicht ins Bewusstsein zurückgerufen wird ("Ich will erkennen, dass ich träume!"), dann müsste man sich ja selbst sagen: "Schade, ich bin immer noch in der Realität"...

Ooooder? biggrin



Hmm, in diesem Fall würdest du doch trainieren, dass du trüb bleibst.

Der Kern der Technik ist m.E. das was unter Punkt 3. beschrieben ist, das man nachempfindet oder sich vorstellt, wie es ist das Träumen zu erkennen, wie es sich anfühlt, luzide zu werden. Und solche Momente immer wieder in den soeben erlebten TT einbaut. Das ist zumindest das, was mir früher den Erfolg zu bringen schien(ich hab MILD inzwischen lange nicht mehr angewendet fear )

Und dann in Wiederholung, so hab ichs zumindest gemacht - du gehst diese Traumhandlung in Schleife mit all deinen selbstgebastelten luziden Momenten durch bis zum Einschlafen, wieder und wieder dasselbe.

Könnte mir eigentlich bei der Technik kein Problem vorstellen, mal abgesehen davon, dass sie Übung braucht wie halt andere auch bigwink

Klarträumer sind Stehaufmännchen
Im Zenit der Tiefe ist alles eins.
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#5
13.08.2008, 08:57
Die Technik ist ja auch kein Problem für mich, ich frage mich nur, wie sie funktionieren kann biggrin
Es muss ja irgendwas in uns geben, dass immer über unseren jetzigen Bewusstseinszustand im Klaren ist, und welches dann der verinnerlichten Absicht, zu erkennen, dass man träumt, meldet, dass die Person jetzt gerade träumt....
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#6
13.08.2008, 14:05
Also ich hab mal gelesen,dass LaBerge davon ausgeht,dass wenn man an einen bestimmten zeitpunkt in der zukunft denkt(das nächste mal,wenn ich träume),und wenn man sich vornimmt,in diesem zeitpunkt etwas zu machen oder etwas zu denken(werde ich daran denken,zu erinnern,dass ich träume),dass es in unserem gehirn eine verbindung aus den beiden entsteht.Die handlung oder der gedanke wird halt durch diesen zeitpunkt "markiert".
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#7
13.08.2008, 14:37
das ist schon klar biggrin

Aber wann weiß das Gehirn, dass man sich genau JETZT in einem Traum befindet und nicht in der Realität?

Ich mein: jeder, der gerade nicht klarträumt geht ja im Grunde davon aus, sich IMMER in der Realität zu befinden, egal ob Traum oder nicht.

Dann kann ja die Verbindung (das nächste mal wenn ich träume) im Gehirn gar nicht aktiv werden, weil die Bedingung nicht erfüllt ist.
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#8
13.08.2008, 15:38
Warum sollte nicht irgendwas im Unterbewusstsein über unseren Bewusstseinszustand "bescheid wissen"? Schliesslich gibt es ja sogar physikalisch messbare Anzeichen, die Gehirnwellen, dafür. Nur das Bewusstsein selber weiss normalerweise nicht bescheid über den Bewusstseinszustand. Genau das will man ja ändern.
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#9
13.08.2008, 16:25
Ok, wenn es wirklich einen Teil des Gehirns gibt, der dauerhaft "klar" ist (also immer weiß, ob Realität oder Traum), dann hat sich meine Frage hiermit geklärt biggrin
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#10
06.11.2008, 18:11
ich hätte eine frage zu Mild könnte man auch z.b morgens
ein anderen traum anwenden den man z.b gestern oder vorgestern hatte oder muss man unbedingt den traum nehmen
den man jetzt hatte
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#11
06.11.2008, 18:24
Nein, du kannst natürlich auch einen früheren Traum verwenden. Vor allem am Anfang, wenn du noch keine gute Traumerinnerung hast ist das keine Schande. Es geht hier primär darum, assoziative Verknüpfungen im Gehirn anzulegen und so zusätzlich noch die Chance luzid zu werden zu erhöhen.
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Re: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#12
06.11.2008, 20:07

Ja, das was unser Schlangen-Liebhaber meinte finde ich ebenfalls zutreffend.

Diese Frage kam auch hier schon mal auf: http://www.klartraumforum.de/forum/showt...p?tid=4318
Nach etwas Recherche und Abwägen der Argumente war ich auch der Ansicht, dass man auch einen anderen, als den letzten Traum vorm Aufwachen hier nehmen und "anwenden" kann.

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RE: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#13
11.05.2009, 15:07
Kann man M.I.L.D. auch Abends vorm ersten Einschlafen anwenden und einen Traum von irgendeiner Nacht benutzen? Oder ist Abends eher schlecht?
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RE: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#14
11.05.2009, 15:31
Wird hier diskutiert.
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
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RE: Grundlegende Beschreibung der M.I.L.D.-Technik
#15
09.04.2010, 18:12
ich finde diese Technik am besten und einfachsten. Habe auch schon ein paar Erfolge damit gemacht.
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