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Das Leben ist ein Traum

RE: Das Leben ist ein Traum
#16
21.12.2013, 03:00
(18.12.2010, 23:54)TimeParadox schrieb: Lest den folgenden Text und versetzt euch mal richtig in die Situation hinein:

Stellt euch vor, ihr wacht morgens auf, frühstückt, lest die Zeitung, geht zur Arbeit / Schule / Sonstwohin, grüßt die Kollegen, arbeitet, trinkt in der Mittagspause einen Kaffee und so weiter, und so weiter, der Tag verläuft so, wie er bei euch immer verläuft, Alltag.
Nun stellt euch vor, ihr lebt schon <euer Alter hier> Jahre. Ihr habt Freunde, Familie, Erfahrung, Arbeit, Erlebnisse und sehr viele Gefühle hinter euch. Eines Tages wacht ihr auf, im Alter von z.B. 10 und ihr stellt fest: Der größte Teil eures Lebens war geträumt, in einem Traum, der euch jahrelang vorkam.

Wie würdet ihr reagieren?

Ich würde mich fragen wie oft ich solche erwachen schon hatte und es würde die sichtweise der Welt für mich weitesgehend ändern.
Ich lerne Tag ein Tag aus von den Menschen die mich umgeben.
Also lernte ich Jahrelang von Illusionen?
Woher kam das Wissen das diese Illuisonen mir beigebracht haben?
Und wie kann ich nach dem Erwachen, meine Umgebung plus ihre Menschen noch ernst nehmen?
Mich würde das Gefühl nicht mehr loswerden, das alles aufkeinster Weise mehr real ist, was wiederum dazu führen würde, das ich wohl nicht mehr so wirklich Gesellschaftsfähig wäre.
Zudem wäre ich am Anfang wohl sehr verwirrt und ginge wohl davon aus das das nur ein Traum sei.
Ich bin meiner Zeit nicht vorraus, nein ich bin Zeitlos.
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RE: Das Leben ist ein Traum
#17
21.12.2013, 20:22
Don Rinatos Geschichte hat mich erinnert an eine Geschiche, die ich mal gelesen habe und .... ich habe sie im www wiedergefunden:

Krishna und Narada

Einst wanderten Krishna und Narada an einem Fluss entlang durch die Steppe. Narada, der Götterbote, fragte: „Herr, sag mir, was ist Maya (Illusion)? Bis heute verstehe ich das nicht.“
Krishna erwiderte: „Das erzähle ich dir nachher. Jetzt würde ich gern ein wenig meditieren. Wenn du mir in der Zwischenzeit Wasser von dem Fluss dort unten holen würdest, dann wäre ich dir sehr dankbar, denn ich habe Durst und würde nach der Meditation gern etwas trinken.“
„Natürlich hole ich dir Wasser.“, sagte Narada.
Er stieg zum Fluss hinunter und überlegte, was er in der Zeit, während Krishna meditierte, tun könnte. Da sah er am jenseiti-gen Ufer eine junge Frau, die einen Riesenkrug mit Wasser füll-te.
„Niemals wird sie den allein heben können“, dachte er. „Ich muss ihr helfen.“
Kurz entschlossen watete er in das Wasser hinein und schwamm über den Fluss.
„ Willst du etwa diesen schweren Krug tragen?“, fragte er.
„Ja.“, antwortete die Frau.
„Und wohin?“
„Ins Dorf, gleich dort vor der steilen Felswand“, antwortete sie.
„Warte, ich helfe dir.“
Die Frau hatte ein freundliches Wesen und war schön. Narada schaute sie an, und sie schaute ihn an, und sie verliebten sich auf den ersten Blick.
Als sie zusammen das Dorf erreichten, fragte Narada ihren Vater, ob er sie heiraten dürfe. Dem Vater gefiel der kräftige Mann mit dem offenen Blick, und er stimmte zu.
So heirateten die beiden, und lebten zufrieden zusammen. Sie bauten sich eine schöne Hütte, die Frau wurde schwanger, und gebar ein Kind.
Da Narada und die Frau geschickt und fleißig waren, verdienten sie ausreichend Geld, um sich Ersparnisse zurückzulegen: Goldstücke, die sie in einem Säckchen sammelten und in ihrer Hütte vergruben.
Da galoppierte eines Tages ein Bote auf einem Pferd in das Dorf und rief: „Oberhalb des Flusses ist heftiger Regen niedergegangen, der schlimmste seit Menschengedenken. Das Wasser hat einen Damm durchbrochen. Jeden Moment muss die Flutwelle das Dorf erreichen und wird alles überschwemmen.“
Was sollten sie nun tun? ....

http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Buch/Gesc...Narada.htm
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RE: Das Leben ist ein Traum
#18
27.12.2013, 09:16
(07.12.2013, 16:21)DasNetzInDir schrieb: Finde nicht das sich dieser Zustand die andere Annahme unbedingt ausschließt.

Das ist wahr, rein theoretisch könntest du recht haben. D.h. es ist eine denkbare Erklärung. Aber wenn du meinen Traum (d.h. die Erinnerung an ihn) selbst erlebt hättest und nicht nur aufgrund meiner Beschreibung kennen würdest, dann würdest du ihn vielleicht ähnlich deuten wie ich.

Jeder Mensch hat ab und zu den Wunsch ein anderer Mensch zu sein, und aus den Begrenzungen seines Ichs auszubrechen, und das Leben aus der Perspektive eines anderen Menschen zu erleben. Ich denke, dass der Traum, den ich hatte eine schlichte Wunscherfüllung (im Sinne der Traumentstehungstheorie S. Freuds) darstellt.

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/fs-psyc...eutung.pdf

Nun könntest du einwenden, dass man sich diesen Wunsch ja auch erfüllen könnte, indem man real in andere Wesen (Menschen) schlüpft. Wenn es so was gäbe, dann müsste es sich auch widerlegen oder beweisen lassen. Solange deine Behauptung von niemandem widerlegt wurde, muss sie im Sinne der Wissenschaftstheorie Karl Poppers als wahr gelten. Ich bezweifle aber, dass sich jemals ein ernsthafter Forscher die Mühe machen wird die Behauptung, man könne im Traum in andere Wesen schlüpfen zu widerlegen, oder zu beweisen versucht. Das liegt daran, dass ernsthafte Forschung eigentlich nur im Bereich der Naturwissenschaft betrieben wird (das liegt u.a. daran, dass sich psychische Werte kaum messen lassen, und an der Privatsphäre) . Bewiesen werden könnte deine Behauptung dadurch, dass jemand durch einen Traum Informationen über das Leben eines anderen Menschen erlangen könnte, von denen nur die "Zielperson" etwas wissen kann (so eine Art Gedankenlesen).
Dazu müsste aber die Person, in deren Wesen man angeblich ím Traum geschlüpft ist bekannt sein (=Zieilperson). Wenn behauptet wird, man würde im Traum in das Leben irgendwelcher unbekannter Menschen schlüpfen, so wäre diese Behauptung dadurch beweisbar bzw. widerlegbar, indem man nach dem Namem und Aufenthaltsort fragt. Sollte es sich herausstellen, dass der (Klar-) Träumer im Traum einen bestimmten Namen hat (d.h. sich dieses Namens bewusst ist) und auch weiß wo er wohnt, dann ließen sich diese Daten ja im Wachzustand nachprüfen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikation

Ein Problem bei der Theorie, man schlüpfe im Traum in andere Wesen ist, dass dann bei der Person, in die man hineinschlüpft eine Gedächtnislücke entstehen müsste. Denn man verdrängt ja das angestammte Ich. Man geht in den anderen Körper hinein. Tut man das bewusst (als Klarträumer), oder unbewusst (als Trübträumer)? Das ist eine wichtige Unterscheidung. Wird man unbewusst zu jemand anderem, dann entsteht das Problem der Verdrängung des anderen Ichs nicht. Man ist dann bloß Zuschauer und Beobachter bei dem, was ein anderer Mensch erlebt.
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RE: Das Leben ist ein Traum
#19
13.11.2014, 13:19
(18.12.2010, 23:54)TimeParadox schrieb: Lest den folgenden Text und versetzt euch mal richtig in die Situation hinein:

Stellt euch vor, ihr wacht morgens auf, frühstückt, lest die Zeitung, geht zur Arbeit / Schule / Sonstwohin, grüßt die Kollegen, arbeitet, trinkt in der Mittagspause einen Kaffee und so weiter, und so weiter, der Tag verläuft so, wie er bei euch immer verläuft, Alltag.
Nun stellt euch vor, ihr lebt schon <euer Alter hier> Jahre. Ihr habt Freunde, Familie, Erfahrung, Arbeit, Erlebnisse und sehr viele Gefühle hinter euch. Eines Tages wacht ihr auf, im Alter von z.B. 10 und ihr stellt fest: Der größte Teil eures Lebens war geträumt, in einem Traum, der euch jahrelang vorkam.

Wie würdet ihr reagieren?

So eine Truman-Show stelle ich mir genau nach dem Ableben vor.
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RE: Das Leben ist ein Traum
#20
16.11.2014, 00:02
Ab und zu denke ich darüber nach ob es vielleicht so abläuft wenn jemand stirbt. Man ist tot und erwacht in einer anderen Welt in der man das Leben mehr zu schätzen weiß.
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RE: Das Leben ist ein Traum
#21
22.11.2014, 16:41
(19.12.2010, 00:00)tictactictac schrieb: ich würde mich drüber freuen, dass ich acht jahre (bin jetzt achtzehn) lebenserfahrung geschenkt bekommen habe ohne tatsächlich gealtert zu sein. andererseits würde ich mich darüber ärgern, dass es kein luzider traum war. du hättest wahrscheinlich eine andere antwort erwartet, und ich weiß nicht wie ich wirklich reagieren würde wenn ich länger zeit zum nachdenken hätte, beziehungsweise wirklich in dieser situation wäre, aber diese zwei dinge sind mir eben als erstes eingefallen.

Kann ich genau so unterschreiben.

Ich wüsste direkt nach dem Abi, was ich genau werden wollte und hätte ein paar große Fehler nicht gemacht und dafür Dinge schon früher angefangen, die ich jetzt erst entdeckt habe.

Wär schon toll, sowas. big
Es wird langsam besser mit den Klarträumen. Auch Trübträume können interessant sein!
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