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Die 7 Bewusstseinsebenen?

Die 7 Bewusstseinsebenen?
#1
11.06.2010, 18:27
Bei studivz hab ich letztens einen Text gefunden, den ich hier gerne mal zur Diskussion stellen wollte. Es wird in diesem Text beschrieben, dass die Erkenntnisfähigkeit in sieben Stufen unterschieden werden muss, welche das Bewusstsein nacheinander durchläuft.


Was haltet Ihr davon?


Zitat:Engin Agathon-Ka hat dieses Thema erstellt am 05.11.2009 um 18:53 Uhr
Die Sieben Bewusstseinsebenen
Bewusstsein ist eine Reflexion der Seelenidentität. Die Seele ist die gespeicherte Evolution des Individuellen Selbstes: die KAUSALSEELE. Raum und Zeit sind die Plattform, auf der die sich entwickelnde Kausalseele Form annimmt und in reflexiver Wahrnehmung erkennbar wird. Bewusstsein kommt zum Ausdruck in einer dritt- dimensionalen Wert- und Weltanschauung und daraus folgt ein entsprechendes Verhalten.

Wenn auch der Bewusstseinsprozeß fließend ist, lässt sich doch eine siebenfältige “Kategorisierung” und Zuordnung feststellen. Wobei in jedem Individuum eine Art von Zerrbild existiert. Fast immer läuft der Mentalkörper voraus. Die Gedankenfelder sind besonders bei Bewusst-Werdenden oft schon in der siebenten Bewusstseinsstufe, während andere Seelenteile des Kausalkörpers noch in der fünften oder sechsten Ebene dominant dem Wesen seine Prägung geben.

Am stärksten bekommt die Seelenreife in einer ethisch, moralischen Qualität ihre Ausdrucksrealität. Hier wird Bewusstsein zum Tun und damit Wirklichkeit. Im Tun – der Manifestation des Bewusstseins – liegt somit der wirkliche Reifezustand, wobei Schwankungen natürlich sind und nicht traurig stimmen sollten. Es kommt bei fast jedem von uns Bewusst-Werdenden immer auch noch zu Verhaltensmustern, die einer niedrigeren Bewusstseinsstufe entsprechen. Betrachte solche Rückkoppelungen als Reste eines Herauspendelns in eine niedrigere Entwicklungsphase.

Der Begriff der “Geistigen Sphären” entspricht – aus dem Buddhistischen kommend – einer solchen siebenfältigen Hierarchie der Bewusstseinsstufen. Wenn nun im folgenden hierarchische Ebenen gezeigt werden, so soll es damit nicht zu einer “Wertordnung” kommen, die an Menschen unseres Umfeldes als soziale Rangordnung eingesetzt wird, sondern in erster Linie als ein Spiegel für jeden selbst, um sich in seinem Entwicklungszustand erkennen zu können.

Es ist mit diesem “Raster” natürlich auch möglich, den Stand der Weiterentwicklung eines uns umgebenden Personenkreises zu erkennen und damit entsprechende Verhaltensweisen leichter zu verstehen. Gerade solch tiefes Erfassen kann zu hoher Toleranz und zum Verständnis gegenüber seiner Umgebung beitragen. Im Anschluß soll auch eine graphische Darstellung einen Überblick des planetaren Zustandes deutlich machen.

1. Bewusstseinsstufe –
“Der Mensch lebt unbewusst – schicksalsbezogen!”

Die Antriebe des Lebens kommen aus dem “tierischen” Motivationsfeld, triebbedingt, egobezogen. Es existiert kein komplexes Verstehen von größeren Zusammenhängen und Langzeitwirkungen. Vordergründig oberflächliche Prioritäten bestimmen die Verhaltensmuster. “Gut ist das, was im Moment nützt!” Primitive, hedonistische Lebenshaltung spiegelt sich hier alltäglich. Wahllose, augenblickliche Bedürfnisbefriedigung ist das signifikante Kennzeichen einer solchen Bewusstseinsstufe.

In der Partnerschaftsreflexion zeigt sich solches Bewusstsein äußerst instrumentell: “Der Partner hat “meinen” Gelüsten und Bedürfnissen zu entsprechen und zu dienen!”

2. Bewusstseinsstufe –
“Dämmerungszustand – das Verhalten wird beginnend hinterfragt!”

Der Lebensvollzug wird zwar noch vorwiegend in einem gesellschaftlichen Ablauf verstanden, dem man sich nicht entziehen darf und kann. Höchste Form von Fremdbestimmung und Unterordnung. Andere geben an, was ich zu tun habe (und es stört nicht oder kaum!).

Illusionistische “Gottgefälligkeit”. Immer noch bestimmen materialistische, egobezogene Prioritäten den individuellen Lebenslauf. Was das Kollektiv-Bewusstsein vorgibt, ist “richtig”! Man darf nicht anders sein.

Durch das Milieu bedingte Muster haben Vorgabecharakter. Man ordnet sich kritiklos ein und unter. In der Partnerschaftsreflexion zeigt ein solcher Bewusstseinszustand eine Ausrichtung nach funktioneller Ergänzung. Die “räumliche” materielle Maske des Partners bekommt besonderes Gewicht. Trotzdem bleibt der instrumentelle Bezug zum Partner im Vordergrund.

3. Bewusstseinsstufe –
“Bewusstwerdung im Gefühlsleben – der emotionelle Aspekt tritt in den Vordergrund.”

Das primäre Ego entdeckt seine soziale Resonanz. Das Geltungsbedürfnis gesellschaftlicher Rangordnungen wird entscheidend. Wer zu sein, wird wichtig. Damit werden die kollektiven memischen Muster besonders einflussreich. Abstammungsbezogene soziale Wertperspektiven haben Dominanz. Kleinbürgerliche, städtische wie dörfliche Denkschienen werden zu einem hohen Prinzip. Hinter solcher Scheinwelt bricht das individuelle Ego oft aus und schafft sich im Geheimen versteckte Verhaltensmuster. Man fühlt sich aber weitgehend dabei schuldig.

Karriere, beruflicher Erfolg, “Ansehen” .... werden zum Antriebsgenerator. Solche lokalen, kollektiven Vorstellungen werden zu Automatismen und kaum noch hinterfragt. In der Partnerschaftsprojektion tritt das emotionale Bezugsfeld in den Vordergrund. Emotionale Resonanz und Übereinstimmung bestimmen vorrangig die Partnerwahl und damit auch eine überstarke Anbindung und Fixierung. Diese kann oft kippen und sich in ihr Gegenteil umkehren, was sich bis zu aggressivem Hass steigern kann.

4. Bewusstseinsstufe –
“Bewusstwerdung auf der Mentalebene!”

Mentale Neugier, Wissensdurst und Erkenntnisdrang treten in den Vordergrund. Nicht mehr das Materielle, sondern das “Geistige” (wenn auch noch im Mentalbereich) wird wichtig. Das Hinterfragen seiner ideologischen Programme setzt ein. Kritische Distanz zum kollektiven Bewusstsein eröffnet einen Abnabelungsprozess. Oft aber noch Polaritätskämpfe: “Wer hat recht? Ich oder die anderen!”

Beginn eines autarken, ethischen Gefühls – unabhängig äußerer Normen. Hinter sich lassen familiärer Muster, religiöser Zwänge, ideologischer Okkupation, kollektiver, memischer Muster…, Aufmerksamkeit gegenüber individuellen Resonanzen, Entdecken des Karmaprinzips. Im Partnerbezug tritt Geistigkeit in den Vordergrund. Mentale Übereinstimmung wird zum entscheidenden Faktor, hohe Trennungsbereitschaft. Intelligenzübereinstimmung spielt große Rolle. Partner, die einander wertfrei zuhören können und tolerant zueinander sind, ziehen sich gewaltig an.

5. Bewusstseinsstufe –
“Erwachen der metaphysischen, mythischen Kräfte.”

Die Geistschöpfungskraft wird wahrgenommen und allmählich auch begonnen, sie umzusetzen. Das Präkognitive des menschlichen Wesens wird erfasst: “Ich erschaffe bewusst meine Realitäten durch Gedanken- und Bewusstseinskraft!” Das Erkennen der Wirkmacht auf sein Umfeld und letztlich, im morphisch planetaren Sinn, auf den ganzen Planeten. Die Kontrolle über die Kräfte seines Niederen Selbstes – Gefühlsreflexionen, Mentalreflexionen, Eigensinn… – wird zum Persönlichkeitsprinzip.

Ausscheiden aus Vereinigungen traditioneller, vereinsmäßiger, politischer und religiöser Anbindung ist ein häufiges Zeichen. Wertfreiheit gegenüber allen Strömungen. Die große “Entbindungsstation” von alten Ketten. Oft auch ein vorübergehender Weg in das Alleinsein (“All-Eine”). Offenes philosophisches Denken: “Auf der Suche nach tiefer liegender Wahrheit und echter Erkenntnis”. Karma-Bewusstsein wird zum angewandten Verhaltensregulativ: “Was ich säe, ernte ich!”

Äußeres Zeichen ist spiritueller Vegetarismus, das Seelengeschwister Tier wird bedingungslos respektiert. Echte Moralität übernimmt den Lebensfahrplan. Ausklinken aus passiver karmischer Abhängigkeit und Kausalität. Der Beginn der Souveränität ist erreicht. In der Partnerschaft wird höchste Übereinstimmung auf geistiger Stufe gesucht; frühere Prioritäten lösen sich als Gewichtigkeiten auf. Nur noch wenige Menschen im Umfeld können eine solche Partnerrolle erfüllen.

6. Bewusstseinsstufe -
“Universelle Liebe!”

Das Wesen auf dieser Stufe wird zu einer “priesterlichen” – geistigen Instanz. Sein Strahlungsfeld erreicht überdimensionales Gewicht. Sein “Da-Sein” ist wichtiger als sein Tun. Der Mensch auf dieser Stufe hört auf zu kämpfen, er lässt zu! Sein Ego wird auf die dritt-dimensionale primäre Lebensbereichsebene zurückgerufen. Die Trennung zwischen dem Höheren und Niederen Selbst wird aufgehoben und allmählich EINS! Die Seeleninstanz tritt die Autorität im Leben an (wird zugelassen!).

Das Eins-Sein mit Allem, was IST, tritt vom wissenden in den erfühl- und erfahrbaren Bereich. Kommunikationsfähigkeit mit Tier, Pflanze und Kristall wird wahrgenommen. Die dritt-dimensionalen Barrieren und Grenzen beginnen sich aufzulösen: “Alles wird möglich!” Das Geistwesen wird als Chefinstanz installiert. Die materiellen Kräfte und die dritt-dimensionalen Bereiche strukturieren sich nach dem Geisteswillen. Das ist der Punkt (Übergangszone), wo die Göttliche Quelle wachsend in einem individuellen Wesen in Erscheinung tritt.

Auf dieser Stufe eines menschlichen Bewusstseins wird der zwangsgesteuerte Reinkarnationszyklus beendet. Die Frequenzstruktur einer solchen Wesenheit wird “all-vernetzbar” und beginnt mit hohen Wesenheiten bewusst in telepatische Kommunikation zu treten. Sie beendet ihre Reife in Raum und Zeit und schließt einen solchen Lernzyklus ab. Die Erde bietet im Moment eine optimale Rahmenbedingung an: ein Gnadengeschenk, in kürzester Zeit durchs Ziel von Raum und ZEIT zu laufen.

Die Partnerschaft bekommt eine neue Dimension. Jede Form von “Besitz” oder “Verpflichtetheit” wird überwunden. Der ganze Reichtum einer dritt-dimensionalen Partnerschaft kann gelebt und erfahren werden, ohne dass daraus Zwänge und Abhängigkeit erwachsen. Alle untergeordneten Bereiche einer Partnerschaft in Raum und Zeit werden in “himmlischer” Freiheit gegenseitig geschenkt und erlebt: eine Spiegelung des Muttergott-Vatergott-Prinzips.

7. Bewusstseinsebene -
“Unio Mystica”

Das in der sechsten Stufe In-Gang-Kommen des All-Eins-Seins tritt in volle Verwirklichung. Damit ist ein “Gott” geboren! Göttliches Bewusstsein, das sich in der sechsten Stufe immer stärker in den Vordergrund gerückt hat, wird zur Manifestation. Hierher gehört auch der Begriff des “Aufgestiegenen Meisters”. Alle Aus- und Eingrenzungen zwischen der Äußeren und Inneren Welt lösen sich auf. Die Materiegesetze verlieren ihre Wirkung auf das Wesen. Das Wandern zwischen der Außen- und der Innenwelt benötigt keine Inkarnation mehr.

Die Polarität ist gemeistert und braucht nicht mehr in einer dichten Form angenommen werden. Es ist dem Wesen überlassen, ob, wann, wo und durch wen es möglicherweise als Avatar in einer polaren, dichten Welt inkarniert. Diese siebente Stufe ist auf dem Planeten nur in Promillegröße vorhanden, wobei aber im Zieleinlauf der ZEIT des JETZT eine große Schar anschließen und ankommen wird. Alle jene Zeitgenossen, die sich in der sechsten Bewusstseinsstufe bewegen, können damit rechnen, dass sie im ZEIT-Zieleinlauf unseres Zyklusses bis 2012 diesen Zustand erreicht haben werden.

Was die Partnerschaft betrifft, werden die, bis zur sechsten Stufe von Relevanz befindlichen, polaren Partnerschaften hinfällig. Man kann wohl annehmen, dass eine solche Seelenharmonie, die sich in der sechsten Stufe schon zeigt, in der siebenten nochmals erhöht wird und als eine Art von schöpferischer Mutter-Vater-Gott-Einheit höchste Strahlungs- und Reflexionswirkung erzielt.


Diese Darstellung ist nach einer Anregung aus dem Buch “Menschheit im Dornröschenschlaf” von Werner Günter reflektiert, am Tage des Magnetischen MULUC im Jahre des “Oberton Samens” am 26. Tag des Rhythmischen Mondes “Lunarer Samen”. Nochmals möchte ich darauf verweisen, dass die meisten von uns sich gleichzeitig in zwei oder sogar in drei Bewusstseinsfeldern gespiegelt erkennen. Was besonders den dynamischen, aber auch den sich intensiv verändernden Bewusstseinszustand jedes einzelnen von uns in der heißen Transformationszeit des JETZT zeigt.

Nach Werner Günters Angaben würde sich im Moment auf dem Planeten Erde folgende strukturelle Zuordnung der über 6 Milliarden individueller Menschen zu diesen sieben Bewusstseinsebenen ergeben. Knapp 95 Prozent würden sich von der ersten bis zur vierten Stufe befinden, wobei die dritte Stufe mit knapp 2/3 Anteil der ganzen Menschheit absolut dominant mit knapp vier Milliarden menschlicher Individuen das Hauptgewicht ausmacht. Wenn man davon ausgeht, dass der Planet Erde ein vier-dimensionaler Planet ist, sich dort aber nur 7,5 Prozent bewusstseinsmäßig befinden, lässt sich wohl seine Mangelentwicklung mehr als deutlich erkennen. Nur knapp 450 Millionen Menschen befinden sich somit in dieser vierten Bewusstseinsebene.

Erfreulich allerdings ist, dass bereits 3,5 % der Erdbevölkerung die fünfte Bewusstseinsstufe erreicht haben und mit mehr als 200 Millionen Individuen ein beachtliches Heer von Geistwesen herangereift ist. Auch die sechste Stufe, die Prophetische Stufe, soll schon 1,8 % der Erdbevölkerung, das sind bereits 106 Millionen Personen, erfüllen. Wenn sich auch nur ein Promille der Erdbevölkerung auf und in der siebenten Stufe befindet, nach diesen Angaben, sind das immerhin schon mehr als eine halbe Million menschlicher Individuen. Wenn wir davon ausgehen können, dass noch von den unteren Gruppen viele Individuen nachrücken werden, hat sich wohl die Erde als Entwicklungsplanet gelohnt!

Auf welcher Bewusstseinsebene findest Du Dich wieder?

http://www.studivz.net/Forum/ThreadMessa...1066c02675
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dessen werden wir uns bewusst.
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#2
11.06.2010, 18:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.06.2010, 18:52 von ricky_ho.)
erinnert mich stark ein entwicklungsmodelle des bewusstseins, wie sie hier besprochen werden. diese version hier scheint mir recht eng mit bestimmten weltanschaulichen vorstellungen vermengt zu sein. da finde ich die unter dem link erwähnten ansätze (insb. ken wilbers) ansprechender.

hab mal 'eher plausibel' gewählt, denn dass es so eine entwicklung gibt und sie auch ungefähr so beschrieben werden kann, denke ich schon.
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#3
11.06.2010, 20:52
Ich vermute, dieses Denken kommt aus einer älteren esoterisch-okkulten Quelle (Blavatski & Co.) Auffällig ist die streng hierarchische Ordnung und die Vorstellung, dass es einen Aufstieg gibt vom niedrigen animalischen bis hin zum geistig nondualen Sein. Ähnliches Denken ist in aktuellen esoterischen Kreisen zu erkennen, die postulieren, dass die Welt zurzeit einen Bewusstseinssprung von der 3. in die 4. oder 5. Dimension oder was auch immer macht. Diese Kreise sprechen auch von aufgestiegenen Meistern etc.

Ich lehne solches hierarchisches Denken ab, denn es führt zu sozialen Gefühlen der Über- bzw. Unterlegenheit, zu Führertum und zu "Eingeweihtenkreisen") Wer solches Denken liebt und für die Wahrheit hält, dem empfehle ich die Lektüre von Krishnamurti, der sich vehement aus der Theosophie herausgeschaufelt hat, obwohl, oder gerade weil die Theosophen ihn zum Messias machen wollten.

Inhaltlich sind diese verschiedenen Motivationsbereiche natürlich schon vorhanden, doch sehe ich sie eher nebeneinander und nicht hierarchisch übereinander. In der Praxis laufen solche verschiedenen Motivationen häufig parallel. Die Motive für eine Verhaltensweise sind in der Regel vielfältig, nicht einfältig. Der Mensch ist nicht so einheitlich rational bestimmt, wie es gewisse Menschen gerne sehen würden, und Entwicklungen laufen nicht unbedingt von unten nach oben, vom Niederen zum Höheren. Diese Evolutionsvorstellung (Darwin lässt grüssen) halte ich für fragwürdig.

GaS
Fd
Wir sind nur gekommen, ein Traumbild zu sehen,
wir sind nur gekommen, zu träumen,
nicht wirklich, nicht wirklich sind wir gekommen,
auf der Erde zu leben. - Tochihuitzin Coyolchiuhqui


[Bild: faviconb.ico] Traumring.info
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#4
11.06.2010, 23:30
(11.06.2010, 20:52)fiodra schrieb: Ich lehne solches hierarchisches Denken ab, denn es führt zu sozialen Gefühlen der Über- bzw. Unterlegenheit, zu Führertum und zu "Eingeweihtenkreisen") Wer solches Denken liebt und für die Wahrheit hält, dem empfehle ich die Lektüre von Krishnamurti, der sich vehement aus der Theosophie herausgeschaufelt hat, obwohl, oder gerade weil die Theosophen ihn zum Messias machen wollten.

Ich denke man muss unterscheiden zwischen Wertehierarchien und Entwicklungshierarchien. Eine Entwicklungshierarchie wertet nicht, sondern sagt nur etwas darüber aus, was sich woraus entwickelt. Und da gibts halt verschiedene Modelle. Die Frage ist ja: findet eine Entwicklung statt? Und wenn ja, kann man da diese Entwicklung genauer beschreiben? Das kann man ja feststellen, ohne es als Wertehierarchie zu sehen. Wobei ich eben auch finde, dass in dieser Entwicklungshierarchie da oben recht viel Wertung steckt.

Wenn ich sage: "Aus dem Säugling wird ein Kind und daraus ein Jugendlicher", dann hab ich eine Entwicklungshierarchie. Ist das automatisch eine Wertung? Ich glaube nicht, selbst wenn wegen Interpretation solcher Hierarchien als Bewertungshierarchie sich möglicherweise kulturell bzw. gesellschaftlich derartige Wertehierarchien dann wirklich ausgebildet haben, heisst das nicht, dass die Entwicklungshierarchie selbst als kulturelle Interpretation ohne objektive Bedeutung betrachtet werden muss. Überall werden aus Babys Kinder und dann Jugendliche, aber in manchen Kulturen werden die einen als höherwertige angesehen, in anderen die anderne, und in anderen ist es ausgeglichener.

Also denke ich, wenn es eine auf irgeneine bestimmte Art ablaufende Entwicklung des Bewusstseins gibt, dann kann man die auch untersuchen und feststellen, ob man ähnlich wie bei der biologischen Entiwcklung verschiedene Stadien identifizieren kann und ähnliches, und daraus ein Modell oder eine Theorie dieser Entwicklung ableiten, ohne dass diese eine Wertung enthalten muss.

Zitat:Inhaltlich sind diese verschiedenen Motivationsbereiche natürlich schon vorhanden, doch sehe ich sie eher nebeneinander und nicht hierarchisch übereinander. In der Praxis laufen solche verschiedenen Motivationen häufig parallel. Die Motive für eine Verhaltensweise sind in der Regel vielfältig, nicht einfältig. Der Mensch ist nicht so einheitlich rational bestimmt, wie es gewisse Menschen gerne sehen würden, und Entwicklungen laufen nicht unbedingt von unten nach oben, vom Niederen zum Höheren. Diese Evolutionsvorstellung (Darwin lässt grüssen) halte ich für fragwürdig.

Diese Differenzierungen die du nennst erinnern mich an den Ansatz von Ken Wilber, ich weiss nicht, ob du das kennst?

Ich weiss nicht, ob man solche Entwicklungsmodelle des Bewusstseins generell als Evolutionsvorstellung betrachten muss. Sicherlich gibt es die auch. Aber würdest du sagen, dass ein Mensch, der sich rein biologisch vom Embryo zum Erwachsenen entwickelt, "evolviert"? Ich denke nicht. Er "wächst" halt. Es ist eben eine Entwicklung, aber keine Evolution, sondern Wachstum, und es macht verschiedene Stadien durch (Embryo, Säugling, Kleinkind,...), wobei man diese Stadien vielleicht auch anders definieren könnte. So soll es nach diesen Modellen halt auch mit dem Bewusstsein sein.

Natürlich hängt das sehr eng mit Evolution zusammen. Aber die Entwicklung eines Individuumes, die Stadien die es durchmacht, sind keine Evolutionsprozess. Evolution heisst Reproduktion, Mutation, Selektion. Wachstum ist Reproduktion, Differenzierung, Integration. Das sind eben verschiedene Arten von Entwicklung, die man unterscheiden kann.

In diesem Fall ist natürlich schon im ersten Satz von "Evolution" die Rede, aber ich versteh nicht so ganz, was es bedeutet big

Tschüss,
Riky
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#5
12.06.2010, 00:27
ich habe erstmal noch nicht abgestimmt, ich finde es ist eine mögliche theorie aber warum sollte man sich daran halten.
ich frage mich wie lang jemand gebraucht hat um sich das auszudenken und dann auszurechnen wie viel prozent der menschheit auf welchen stufen sind. (der teil macht den kompletten text schon wieder unglaubwürdig, ich mein woher soll dieser werner günter das wissen.)
und dann auch noch 2012.
und um gegenargumenten von vornherein luft zu nehmen wird das ganze abgeschwächt durch die feststellung, dass man sich eh auf mehreren ebenen gleichzeitig befinden kann.
k, ich habe mich während dem schreiben dieses beitrages dazu entschlossen, für sehr unplausibel zu stimmen.
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#6
12.06.2010, 00:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.06.2010, 00:37 von SenCha.)
Gut, hier handelt es sich aber immernoch um ein Modell, nicht um einen konkreten Seins-Zustand. Als Modell ist es an keine absolute Aussage geknüpft & ist somit variabel. Es ist also nicht einfach Ein Subjekt/Objekt Theorem, sondern 'Viele'.
Eine absolute Aussage zum Beispiel, findet ihre Bestimmung in der Gesammtheit ihrer, sie bestimmenden Faktoren. Diese Faktoren können innere (die Beschreibung seines Wesenszustandes) oder äußere (die Beschreibung seiner Art) sein. Bei der absoluten Aussage werden beide Faktoren klar definiert. So nicht bei dem Modell. Das Modell ist kein absolutes Modell. Signifikat & Signifikant sind nicht an alle Strukturen gebunden, die ihnen in der subjektiven Wahrnehmung eines jeden Individuums gegeben werden. Das Modell als Idee ist ein offenes. So müssen innere & äußere Faktoren nicht zwangsläufig definiert werden.

Keine absolute Aussage bedeutet, alle Möglichkeiten aller möglichen Aussagen. Da ein Modell immer ein Theorem darstellt, ist es flexibel; es kann modifiziert werde ~ auf jeder Ebene. Müsste man das Modell verbildlichen, so könnte man sagen, dass jede spezifische Ausprägung, einem Punkt auf einer Linie gleichkommt. Die Linie bildet die Möglichkeiten aller Ausprägungen. Das Modell ist also eine 'Vielheit' ~ eine Singularität & somit ein eigenes Universum. Allerdings eindimensional & wenig komplex im Vergleich zu unsere(n)m dreidimensionalem Universum.

Fiondra, du hast diese (Sichtweise der) 7 Bewusstseinsebenen als das Denken "aus einer älteren esoterisch-okkulten Quelle (Blavatski & Co.)" beschrieben & tictic, du hast den Bezug auf die gegenwart belächelt; aber die Denker, die diesen Text (erdacht-) verfasst haben & die Person, die den da kommentiert hat, haben doch alle ihre spezifische Sichtweise als Maske auf die Kernaussage dieser Theorie gelegt. Dies geschieht vielleicht sogar automatisch (unbewusst?), da eine abstrakte Vorstellung so als greifbarer erfahren werden kann.

Anhand des Plausibilitätstests dachte ich also, könnten wir doch mal die Kernaussage dieses Modells auf seine Wahrscheinlichkeit der Möglichkeit hin untersuchen. Dabei muss man, denke ich, die vorgegebenen Strukturen nicht unbedingt als final betrachten.

Zitat:Inhaltlich sind diese verschiedenen Motivationsbereiche natürlich schon vorhanden, doch sehe ich sie eher nebeneinander und nicht hierarchisch übereinander. In der Praxis laufen solche verschiedenen Motivationen häufig parallel. Die Motive für eine Verhaltensweise sind in der Regel vielfältig, nicht einfältig. Der Mensch ist nicht so einheitlich rational bestimmt, wie es gewisse Menschen gerne sehen würden, und Entwicklungen laufen nicht unbedingt von unten nach oben, vom Niederen zum Höheren. Diese Evolutionsvorstellung (Darwin lässt grüssen) halte ich für fragwürdig.

Diese Meinung vertrete ich auch. Hier geht es aber um ein Modell. Gesellschaftskritik ist ein ganz anderes Thema tongue
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dessen werden wir uns bewusst.
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#7
12.06.2010, 06:58
@ ricky: Ich pflichte dir bei, in dieser Darstellung ist viel Werturteil vorhanden, darauf bezieht sich meine Kritik.

GaS
Fd
Wir sind nur gekommen, ein Traumbild zu sehen,
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nicht wirklich, nicht wirklich sind wir gekommen,
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#8
12.06.2010, 11:34
@tictac: Ich glaube nicht, dass der Autor dieses Modells sich das einfach ausgedacht hat und dann selbst errechnet hat, wieviel Prozent der Menschen auf welcher Stufe sind und so. Er wird mit Sicherheit Quellen verwendet haben, die ihn inspiriert haben, und hat diese dann eben mit seiner Weltanschauung, die wie fiodra sagt wohl aus esoterisch-okkulten Quellen stammt, vermischt.

Ich hab ja gesagt, dass es viele Modelle dieser Art gibt und auf den Thread verwiesen. Es gibt wirklich sehr viele solcher Modelle, ich würde sogar sagen, es gibt da eine ganze Forschungsrichtung oder eine Art "Bewegung" (ich weiss nicht, ob man es als eine wissenschaftliche Disziplin betrachten kann, es fliessen Beiträge aus vielen Disziplinen ein, hm, vielleicht trifft "Entwicklungspsychologie" es am besten), die sich mit dieser Thematik beschäftigt und auf der ganzen Welt arbeiten viele Forscher, Wissenschaftler, Psychologen usw... auf diesem Gebiet. U.a. entwickeln sie eben solche Modelle. Das machen andere Wissenschaftler und Forscher ja genauso.

Es gibt aber auch umfangreiche empirische Forschung in dem Bereich, also der Entwicklungspsychologie, und es gibt eben auch Schätzungen darüber, wieviel Prozent der Menschen global oder in bestimmten Kulturen sich auf welchen Entwicklungsstufen befinden. Natürlich sind das Schätzungen, aber sie basieren durchaus auf intensiver Forschung und sind durchaus plausibel, das sind also keine mal schnell so über den Daumen gepeilten beliebigen Angaben.

Ich vermute mal, dass der Autor seine Zahlen eben auch aus solchen Quellen hat.
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#9
12.06.2010, 11:46
Und welches Modell erfüllt deiner Meinung nach ded Plausibilitätskonsens?

Bibt es sowas wie ein bestes Modell oder so, über das sich eine Mehrheit einig ist?
Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, dessen werden wir uns bewusst.
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#10
12.06.2010, 13:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.06.2010, 13:30 von ricky_ho.)
Ein allgemein anerkanntes bestes Modell gibts wohl eher nicht, aber ich kenn mich da jetzt auch nicht so aus. Das meiste kenne ich aus den Büchern von Ken Wilber, der sein eigenes Modell bespricht und es eben auch in Beziehung zu vielen anderen stellt, über die man dann auch was lernen kann. Ich finde Wilbers Modell ist so etwas wie eine ganz überzeugende Synthese aus vielen anderen, ergänzt um Wilbers Erkenntnisse und Forschungsergebnisse, und ist insgesamt recht plausibel. Ich würde auf jeden Fall jedem, der sich für das Thema interessiert, mal empfehlen, was von Wilber zu lesen. Neben vielen Sachbüchern gibts auch einen Roman von ihm, der sich damit beschäftigt: "Boomeritis". Inwieweit Wilber jetzt "wissenschaftlich anerkannt" ist, kann ich nicht sagen. Seine spirituelle Betrachtungsweise dürfte da wohl ein Hindernis sein big
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RE: Die 7 Bewusstseinsebenen?
#11
12.06.2010, 13:47
Danke für de Tip!

Werde mir Wilber auf jeden Fall angucken.
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