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Das Ich» Lasst mal was hören

Das Ich
#1
13.11.2009, 21:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.2009, 21:30 von SurviveX.)
Nachdem mir im Thema "Perfektion" schon so gut geholfen wurde werde ich hier mal wieder einer meiner Gedankengänge aufschreiben um eure Aspekte zu hören.

Noch zum anmerken: Wenn man weiss was eine Derealisation/Depersonalisation ist kann man es wahrscheinlich besser verstehen.

Der Gedanke kam mir nach einem Traum. Ich stellte meinem Unterbewusstsein die Frage wieso ich nie/selten zum klarträumen komme und er antwortete mir als Doppelgänger vor mir in völlig anderem Stil (von der Kleidung und Sichtweise her) das die Zeit die ich träume seine Zeit sei.
Ich hackte nach und fragte wie er das meinte. Er sagte er hätte bloss während meinen Träumen "Freiraum". Wenn ich also klarträume erlebt er das sozusagen trüb.
Der Gedanke fesselte mich und zog mich in seinen Bann.
Ich fragte mich ob mein derzeitiges Ich und mein Unterbewusstsein überhaupt die selbe Person seien da wir anscheinend immer an Widersprüche hängen blieben.
Später fragte ich mich dann ob ich erst wirklich ich selbst sein würde wenn ich wie mein Unterbewusstsein sein würde. Ob ich erst dann wirklich glücklich sein würde. Ob die DR/DP sich dann auflösen würde.
Desto mehr ich Zeit mit diesem Gedanken verbringe desto mehr wird mir klar was ich mir wirklich wünsche.
Am Ende bleibt doch eh bloss die Frage ob man glücklich ist oder nicht?
Ist dies der richtige Weg um glücklich zu werden?

Mit glücklich sein meine ich kein glücklich sein im Sinne das man etwas kleines erreicht hat sondern das man seinen Traumvorstellungen entspricht, seine Träume erreicht hat und sich selbst kennt.

MfG SurviveX
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RE: Das Ich
#2
13.11.2009, 22:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.2009, 22:57 von Orakel.)
Dein Traumerlebnis finde ich äußerst spannend! Vorallem die Antworten, die du dir selbst auf die Frage nach den Klarträumen gibst finde ich interessant. Dass das Unterbewusstsein eine Zeit für sich alleine braucht ist eine schöne Hypothese.

Ich beschäftige mich derzeit auch mit dem Thema Glück. Strebt der Mensch nach Glück? Sollte man nach Glück streben? Wie erreicht man Glück? Was ist Glück eigentlich?
Ich denke Unglück bzw. Probleme entstehen in erster Linie im Kopf. Wir selbst entscheiden ob wir mit etwas zufrieden sind oder nicht. Aber wann entstehen die Probleme? Sind Probleme nichts anderes als Diskrepanzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein? Und ist Glück demnach die Harmonie von Körper, Geist und Seele?

Meiner Meinung nach sollte man Glück nicht als ein Ideal betrachten, dem man verzweifelt hinterherjagen muss um es zu erreichen. Das Glück ist in uns allen, man muss es nur zulassen.
Nichts ist besser als Licht in der Dunkelheit.
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RE: Das Ich
#3
14.11.2009, 04:21
(13.11.2009, 22:50)Orakel schrieb: Meiner Meinung nach sollte man Glück nicht als ein Ideal betrachten, dem man verzweifelt hinterherjagen muss um es zu erreichen. Das Glück ist in uns allen, man muss es nur zulassen.

Als ich den Beitrag jetzt las, war erst mal ein RC fällig biggrin

Gerade eben habe ich noch gewildet und mein UB präsentierte mir im hypnagogen Übergang die Worte: "Du musst Glück zulassen".

Zufälle gibts biggrin oder doch nicht huh

Ich denke auch, dass Probleme immer dann auftauchen wenn es Diskrepanzen zwischen unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein gibt
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Im Zenit der Tiefe ist alles eins.
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RE: Das Ich
#4
20.11.2009, 10:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.11.2009, 10:28 von maxsensei.)
schön big
ich muß ja offensichtlich immer wieder von neuem darüber nachdenken, was ich eigentlich bin. „etwas“ bringt mich dazu.
ich stelle zunächst fest, daß ich mich verändere:

- mal bin ich ganz ich (aufmerksam und konzentriert über diesen text nachdenkend und was ich sagen will und wie ich es sagen will - oder im klaren traum);

- dann weniger (abgelenkt durch äußeres, z. b. geräusche, klänge, die ich höre, durch himmel, garten, tiere, die ich sehe;
oder durch inneres erleben, durch schmerzen, durch kälte, durch wärme, was dann jeweils unterschiedliche gefühle in mir weckt – immer IN mir, nie draußen);

- dann kaum noch (tagträumen, phantasien zur vergangenheit und zukunft, also nicht mehr hier und jetzt)

- ohne ich-sein im trübtraum oder im tiefschlaf.

jeden morgen (oder nach sonst einem bewußt-losen schlaf) erwacht mein ich, aber wenn ich genau hinschaue, hat es sich mehr oder weniger verändert. irgendetwas bleibt gleich (bestimmung von zeit, also tag, raum, also wo ich bin und was meine vergangenheit ist usw.); aber jetzt bin ich nicht mehr der, der ich gestern war, oder morgen sein werde. mein verstandes-ich sagt „keine sorge, alles ist so, wies immer war und sein wird.“ aber „etwas“ sagt mir, das sich ein anderer bin. jetzt ist keine ewigkeit, sondern ein unaufhörliches fließen. wenn mein ich sich löst von den geschäften und der geschäftigkeit und von früher, vorgestern, morgen oder übermorgen oder vom tag „seines“ todes und voller aufmerksamkeit im fließenden jetzt sich hält, dann bin ich glücklich.

dies hat mein ich sich gerade erdacht (versteht sich: es gibt natürlich eine reiche gedankenkultur auch von vielen anderen zum thema) big -. es kommt mir kurz vor, aber völlig ausreichend zunächst.
offene weite - nichts von heilig
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RE: Das Ich
#5
20.11.2009, 11:33
Hallo SurviveX!

Deine Fragen sind nicht zu beantworten solange Du von einem real existierenden ICH ausgehst!...

Da müsstest Dir schon zuerst die Frage stellen, welches ICH Du da meinst? Meinst Du das ICH, das sich heute in der Früh in den Spiegel geschaut hat? Oder das ICH, das vor ein paar Jahren die Grundschule besuchte? Oder meinst Du das ICH, das in ein paar Jahren in Rente gehen wird (hoffentlich ohne HartzIV alleine!)?

Meinst Du das ICH, das das ICH beobachtet während es sich als ICH wahrnimmt?... augenroll

Je tiefer Du da nachborst, umso mehr wird Dir auffallen, dass es soetwas wie ein konstantes, ewig währendes, einzelnes ICH nicht gibt!

Tatsächlich gibt es überhaupt nichts konstantes! Alles ist ständiger Veränderung unterworfen. Und somit ist auch eine Suche nach einem permanenten Glücklichsein - nach Glückseeligkeit - ein Unsinn!

Dauerhaft Glücklichsein gibt es ebensowenig wie dauerhaft Traurigsein. Kann es gar nicht geben! Denn eines kann ohne das andere nicht sein; Ohne Schatten kein Licht - und umgekehrt!

Wenn Du willst, kannst Du die wahre Erkenntnis, dass nichts was ist, von dauerhaftem Bestand ist, als eine Art In-Frieden-Sein bezeichnen.

Mit Wahrer Erkenntnis meine ich aber kein Akzeptieren, Annehmen, Sich-Arrangieren und schon gar nicht Resignieren! Sondern ein tiefes und wahrhaftiges, einmaliges und endgültiges Erkennen über den Verstand und das sogenannte Herz hinaus!

Ist das einmal "vom Tisch" und erkannt, dann bist Du zwar nicht glücklicher als zuvor, aber im Frieden.

Kannst Du damit was anfangen?
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RE: Das Ich
#6
22.11.2009, 16:57 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.11.2009, 17:00 von SurviveX.)
(20.11.2009, 10:26)maxsensei schrieb: schön big
ich muß ja offensichtlich immer wieder von neuem darüber nachdenken, was ich eigentlich bin. „etwas“ bringt mich dazu.
ich stelle zunächst fest, daß ich mich verändere:

- mal bin ich ganz ich (aufmerksam und konzentriert über diesen text nachdenkend und was ich sagen will und wie ich es sagen will - oder im klaren traum);

- dann weniger (abgelenkt durch äußeres, z. b. geräusche, klänge, die ich höre, durch himmel, garten, tiere, die ich sehe;
oder durch inneres erleben, durch schmerzen, durch kälte, durch wärme, was dann jeweils unterschiedliche gefühle in mir weckt – immer IN mir, nie draußen);

- dann kaum noch (tagträumen, phantasien zur vergangenheit und zukunft, also nicht mehr hier und jetzt)

- ohne ich-sein im trübtraum oder im tiefschlaf.

jeden morgen (oder nach sonst einem bewußt-losen schlaf) erwacht mein ich, aber wenn ich genau hinschaue, hat es sich mehr oder weniger verändert. irgendetwas bleibt gleich (bestimmung von zeit, also tag, raum, also wo ich bin und was meine vergangenheit ist usw.); aber jetzt bin ich nicht mehr der, der ich gestern war, oder morgen sein werde. mein verstandes-ich sagt „keine sorge, alles ist so, wies immer war und sein wird.“ aber „etwas“ sagt mir, das sich ein anderer bin. jetzt ist keine ewigkeit, sondern ein unaufhörliches fließen. wenn mein ich sich löst von den geschäften und der geschäftigkeit und von früher, vorgestern, morgen oder übermorgen oder vom tag „seines“ todes und voller aufmerksamkeit im fließenden jetzt sich hält, dann bin ich glücklich.

dies hat mein ich sich gerade erdacht (versteht sich: es gibt natürlich eine reiche gedankenkultur auch von vielen anderen zum thema) big -. es kommt mir kurz vor, aber völlig ausreichend zunächst.
Hat eher indirekt mit dem Thema zu tun.
Ich frage mich einfach ob das Bewusstsein, also das Ich das gerade diesen Text am schreiben ist das selbe Ich ist, dass unterbewusst mitsteuert. Ob ich erst zu mir finden werde wenn mein Unterbewusstsein und Bewusstsein eins sein werden. Ich habe das Gefühl das nicht alles fliesst, es gibt etwas das immer währt und konstant da ist. Klar verändern wir uns jeden Tag, doch das ist nur das Bewusstsein glaube ich. Was geschieht wenn wir und das Unterbewusstsein völlig im Einklang sind. Das grenzt schon fasst an meinem Perfektionsthema.

(20.11.2009, 11:33)schlafesbruder schrieb: Hallo SurviveX!

Deine Fragen sind nicht zu beantworten solange Du von einem real existierenden ICH ausgehst!...

Da müsstest Dir schon zuerst die Frage stellen, welches ICH Du da meinst? Meinst Du das ICH, das sich heute in der Früh in den Spiegel geschaut hat? Oder das ICH, das vor ein paar Jahren die Grundschule besuchte? Oder meinst Du das ICH, das in ein paar Jahren in Rente gehen wird (hoffentlich ohne HartzIV alleine!)?

Meinst Du das ICH, das das ICH beobachtet während es sich als ICH wahrnimmt?... augenroll

Je tiefer Du da nachborst, umso mehr wird Dir auffallen, dass es soetwas wie ein konstantes, ewig währendes, einzelnes ICH nicht gibt!

Tatsächlich gibt es überhaupt nichts konstantes! Alles ist ständiger Veränderung unterworfen. Und somit ist auch eine Suche nach einem permanenten Glücklichsein - nach Glückseeligkeit - ein Unsinn!

Dauerhaft Glücklichsein gibt es ebensowenig wie dauerhaft Traurigsein. Kann es gar nicht geben! Denn eines kann ohne das andere nicht sein; Ohne Schatten kein Licht - und umgekehrt!

Wenn Du willst, kannst Du die wahre Erkenntnis, dass nichts was ist, von dauerhaftem Bestand ist, als eine Art In-Frieden-Sein bezeichnen.

Mit Wahrer Erkenntnis meine ich aber kein Akzeptieren, Annehmen, Sich-Arrangieren und schon gar nicht Resignieren! Sondern ein tiefes und wahrhaftiges, einmaliges und endgültiges Erkennen über den Verstand und das sogenannte Herz hinaus!

Ist das einmal "vom Tisch" und erkannt, dann bist Du zwar nicht glücklicher als zuvor, aber im Frieden.

Kannst Du damit was anfangen?

Und ob, jedoch ist es ein bisschen schwer auszudrücken was ich ausdrücken will. Zwar verändern wir uns alle fortlaufend, aber Ich werde immer Ich bleiben und Du wirst immer Du bleiben. Also muss es da etwas konstantes geben das den Grundstein für unser Verhalten und Denken darstellt. Und dieses ist glaube ich unser Unterbewusstsein welches uns nur einen kleinen Freiraum zur Entwicklung gibt. Ich werde immer zusammen mit meinem Unterbewusstsein sein und das ist zumindest in dem Zeitraum in dem ich lebe konstant so.
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RE: Das Ich
#7
23.11.2009, 12:58
Zitat:Ich werde immer Ich bleiben und Du wirst immer Du bleiben.
Das ist der grundlegende Irrtum: Ich denke also bin ich!... Genau auf dieser irrigen Annahme beruht alles Leid in der Welt.

Du suchst nach einer konstanten persönlichen Identität im Universum. Und die wirst Du weder im sogenannten Bewußtsein, noch im sogenannten Unterbewusstsein finden. Ganz abgesehen davon, dass auch Dein Bewußtsein und Dein Unterbewußtsein einem steten Wandel unterzogen sind - der nicht unbedingt ein Fortschritt sein muß!

Stell Dir vor, Du hättest einen Unfall und trägst einen Gehrinschaden davon; Glaubst Du, dein Unterbewußtsein würde dann noch genauso funktionieren wie jetzt? Oder Du wirst im Alter dement... Auch dann verändern sich beide, Dein Bewußtsein und dein Unterbewußtsein.

Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder, Du schließt dich einer Religionsgemeinschaft an, die Dir entsprechende Antworten liefern kann, die Du dann glaubst. Oder Du forscht alleine nach, und siehst ob Du was finden kannst!

Übrigens: Es gibt die sogenannte Ich-Kontinuität. Das ist ein Begriff aus der Psychologie und beschreibt jenes Paradoxon das uns in jedem Lebensalter, unabhängig von der Entwicklungsstufe des Gehirns, ein konstantes Ich-Gefühl wahrnehmen lässt. Vielleicht bist Du ja gar nicht wirklich auf der Suche nach dem Ursprung Deines Seins, sondern einfach auf dieses scheinbar kontinuierliche Ich-Gefühl "hereingefallen"?!...
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RE: Das Ich
#8
23.11.2009, 23:13
(23.11.2009, 12:58)schlafesbruder schrieb:
Zitat:Ich werde immer Ich bleiben und Du wirst immer Du bleiben.
Das ist der grundlegende Irrtum: Ich denke also bin ich!... Genau auf dieser irrigen Annahme beruht alles Leid in der Welt.

Du suchst nach einer konstanten persönlichen Identität im Universum. Und die wirst Du weder im sogenannten Bewußtsein, noch im sogenannten Unterbewusstsein finden. Ganz abgesehen davon, dass auch Dein Bewußtsein und Dein Unterbewußtsein einem steten Wandel unterzogen sind - der nicht unbedingt ein Fortschritt sein muß!

Stell Dir vor, Du hättest einen Unfall und trägst einen Gehrinschaden davon; Glaubst Du, dein Unterbewußtsein würde dann noch genauso funktionieren wie jetzt? Oder Du wirst im Alter dement... Auch dann verändern sich beide, Dein Bewußtsein und dein Unterbewußtsein.

Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder, Du schließt dich einer Religionsgemeinschaft an, die Dir entsprechende Antworten liefern kann, die Du dann glaubst. Oder Du forscht alleine nach, und siehst ob Du was finden kannst!

Übrigens: Es gibt die sogenannte Ich-Kontinuität. Das ist ein Begriff aus der Psychologie und beschreibt jenes Paradoxon das uns in jedem Lebensalter, unabhängig von der Entwicklungsstufe des Gehirns, ein konstantes Ich-Gefühl wahrnehmen lässt. Vielleicht bist Du ja gar nicht wirklich auf der Suche nach dem Ursprung Deines Seins, sondern einfach auf dieses scheinbar kontinuierliche Ich-Gefühl "hereingefallen"?!...

Was genau soll ich den finden? Erkenntnisse?

Bzw. fehlt mir ja im Moment wegen der Depersonalisation/Derealisation dieses Ich-Gefühl. Also kann ich nicht darauf hereinfallen so gerne ich dies möchte.
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RE: Das Ich
#9
24.11.2009, 07:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.11.2009, 08:06 von maxsensei.)
(23.11.2009, 23:13)SurviveX schrieb: Was genau soll ich denn finden? Erkenntnisse?

Bzw. fehlt mir ja im Moment wegen der Depersonalisation/Derealisation dieses Ich-Gefühl. Also kann ich nicht darauf hereinfallen so gerne ich dies möchte.

ich hatte weiter oben versucht, die einzelnen stadien des ich-bewußtseins zu beschreiben. schlafesbruder hatte es sehr klar gesagt: was du dein ich nennst und mit dem du identifiziert bist (ich bin ich und sonst nichts), ist nicht deine person, dein selbst, deine existenz, die "etwas" in dir hinter dem ich verspürt. nenn es wie immer, die dicke frau oder jesus oder gott oder gaya, oder das universum; egal. also das numinose. und dein ich fragt sich und plagt sich, das hast du doch schön dargestellt: was bin ich? was ist der sinn? usw. und dann fängt es an, sich im kreise zu drehn (tut es schon, seit menschen erwacht sind; - oder dann, wenn ein kleines kind zum erstenmal in den spiegel schauend, seinen namen und ich sagt und die eltern sich freuen, das ihr kind "so weit gekommen" istbiggrin).

wonach du aber, wenn ichs richtig verstehe, fragst, ist die nächste stufe. es gibt praktische übungen, die dir zeigen, daß diese ich-ich-ich...-fragen sich auflösen lassen in hellbewußtes seinsgefühl (ich nenn es mal so, es gibt sehr schöne wörter dafür...). sie heißen meditation.

das wachbewußtsein des ich ist auch im klartraum vorhanden und ist schön, innenschau und außenschau miteinander zu verbinden; aber nur solange, bis da ich wieder anfängt, sich verselbständigend, die initiative zu übernehmen. dann hat deine vernunft (auch: verstand, also das sogenannte begriffliche denken) dich wieder und das alte verhältnis von herr und knecht ist wieder hergestellt: ich sag dir jetzt mal, wos langgeht (ogottoohgottogott, kuck dir die welt an, und du siehst, wohin das führt! bigsad)

der verstand ist was großartig tolles (bigwink), wenn du ihn lenkst und nicht er dich, ist er ein instrument deines selbst als teil der welt. nutze ihn helfend, liebend, behütend. meditierend. big

lg
maxsensei

ps: grad noch was schönes zum thema gefunden: http://lowbright.com/comics/tune/01_prax...pter01.htm
offene weite - nichts von heilig
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RE: Das Ich
#10
24.11.2009, 10:52
(23.11.2009, 23:13)SurviveX schrieb: Was genau soll ich den finden? Erkenntnisse?

Bzw. fehlt mir ja im Moment wegen der Depersonalisation/Derealisation dieses Ich-Gefühl. Also kann ich nicht darauf hereinfallen so gerne ich dies möchte.
Ich habe die persönliche Identifikation mit "meiner Existenz" vor ein paar Jahren verloren. Wenn ich die seit damals auftretenden "Symptome" einem Psychiater oder Psychologen erzählen würde, dann würde der bei mir auch eine Derealisation diagnostizieren. biggrin

Ich leide darunter aber nicht weil ich es als eine riesengroße Befreiung empfunden habe. (Die einzige die seinerzeit darunter gelitten hatte war meine Frau... Die hat sich aber mittlerweile eher an die für sie dadurch entstandenen Vorteile gewöhnt bigwink ).

Wenn Du tatsächlich an einer echten psychischen Störung leidest (betonung auf dem Wort LEIDEN), dann wird dir hier vermutlich niemand helfen können. Angeblich gibt es Medikamente die da helfen...

Es gibt aber auch Menschen, die aktivan einer solchen Derealisation "arbeiten" (zumindest glauben sie das zu tun). Die nennen sich Sucher und streben nach Erleuchtung, oder zumindest nach persönlicher Erfüllung und ewiger Glückseeligkeit... Und maxensei und ich dachten, dass Du sojemand sein könntest - war wohl ein Irrtum. Drum haben unsere Ausführungen für Dich auch keinen Sinn ergeben.
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RE: Das Ich
#11
24.11.2009, 18:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.11.2009, 18:40 von SurviveX.)
(24.11.2009, 07:56)maxsensei schrieb:
(23.11.2009, 23:13)SurviveX schrieb: Was genau soll ich denn finden? Erkenntnisse?

Bzw. fehlt mir ja im Moment wegen der Depersonalisation/Derealisation dieses Ich-Gefühl. Also kann ich nicht darauf hereinfallen so gerne ich dies möchte.

ich hatte weiter oben versucht, die einzelnen stadien des ich-bewußtseins zu beschreiben. schlafesbruder hatte es sehr klar gesagt: was du dein ich nennst und mit dem du identifiziert bist (ich bin ich und sonst nichts), ist nicht deine person, dein selbst, deine existenz, die "etwas" in dir hinter dem ich verspürt. nenn es wie immer, die dicke frau oder jesus oder gott oder gaya, oder das universum; egal. also das numinose. und dein ich fragt sich und plagt sich, das hast du doch schön dargestellt: was bin ich? was ist der sinn? usw. und dann fängt es an, sich im kreise zu drehn (tut es schon, seit menschen erwacht sind; - oder dann, wenn ein kleines kind zum erstenmal in den spiegel schauend, seinen namen und ich sagt und die eltern sich freuen, das ihr kind "so weit gekommen" istbiggrin).

wonach du aber, wenn ichs richtig verstehe, fragst, ist die nächste stufe. es gibt praktische übungen, die dir zeigen, daß diese ich-ich-ich...-fragen sich auflösen lassen in hellbewußtes seinsgefühl (ich nenn es mal so, es gibt sehr schöne wörter dafür...). sie heißen meditation.

das wachbewußtsein des ich ist auch im klartraum vorhanden und ist schön, innenschau und außenschau miteinander zu verbinden; aber nur solange, bis da ich wieder anfängt, sich verselbständigend, die initiative zu übernehmen. dann hat deine vernunft (auch: verstand, also das sogenannte begriffliche denken) dich wieder und das alte verhältnis von herr und knecht ist wieder hergestellt: ich sag dir jetzt mal, wos langgeht (ogottoohgottogott, kuck dir die welt an, und du siehst, wohin das führt! bigsad)

der verstand ist was großartig tolles (bigwink), wenn du ihn lenkst und nicht er dich, ist er ein instrument deines selbst als teil der welt. nutze ihn helfend, liebend, behütend. meditierend. big

lg
maxsensei

ps: grad noch was schönes zum thema gefunden: http://lowbright.com/comics/tune/01_prax...pter01.htm

So langsam krieg ich einen Überblick darüber. Danke das du es mich so veranschaulichen liesst. Hättest du ein Beispiel für eine Situation in der der Verstand jemand lenkt und umgekehrt? Ich kann mir nämlich nichts konkretes darunter vorstellen =/
Bzw. netter Comic, nettes Ende tongue

(24.11.2009, 10:52)schlafesbruder schrieb: Ich habe die persönliche Identifikation mit "meiner Existenz" vor ein paar Jahren verloren. Wenn ich die seit damals auftretenden "Symptome" einem Psychiater oder Psychologen erzählen würde, dann würde der bei mir auch eine Derealisation diagnostizieren. biggrin

Ich leide darunter aber nicht weil ich es als eine riesengroße Befreiung empfunden habe. (Die einzige die seinerzeit darunter gelitten hatte war meine Frau... Die hat sich aber mittlerweile eher an die für sie dadurch entstandenen Vorteile gewöhnt bigwink ).

Wenn Du tatsächlich an einer echten psychischen Störung leidest (betonung auf dem Wort LEIDEN), dann wird dir hier vermutlich niemand helfen können. Angeblich gibt es Medikamente die da helfen...

Es gibt aber auch Menschen, die aktivan einer solchen Derealisation "arbeiten" (zumindest glauben sie das zu tun). Die nennen sich Sucher und streben nach Erleuchtung, oder zumindest nach persönlicher Erfüllung und ewiger Glückseeligkeit... Und maxensei und ich dachten, dass Du sojemand sein könntest - war wohl ein Irrtum. Drum haben unsere Ausführungen für Dich auch keinen Sinn ergeben.


Im wie fern ist das eine Befreiung? Ich muss zugeben das es Vorteile hat. Ich bin völlig relaxt in jeder Lage, gehe locker durchs Leben, empfinde keinen Schmerz und kann Stunden vergehen lassen wie Minuten.
Aber diese Sicht, ich weiss nicht ob du die auch hast, die nervt einfach. Es sieht surreal aus, als wäre es ein Film und alles um mich herum spielt sich nur ab. Ich habe zwar gelernt wie ich meine Vorteile daraus ziehen kann, eben z.B. ein paar Stunden Arbeit wie Minuten aussehen lassen weil alles um mich herum nur abläuft und mein Körper alleine arbeitet, aber diese Sicht ist grauenhaft. Im Prinzip ist die DR/DP schön, wäre diese Sicht nicht da...

Anti-Depressiva und son Mist hilft, aber ich habe keine Depression. Ich habe das Burnout-Syndrom gepaart mit dem ADHS... Deswegen mag ich nicht so oft nach draussen gehen was mich noch mehr nervt.

Euch allen bedanke für die Antworten ^^
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RE: Das Ich
#12
25.11.2009, 10:07
(24.11.2009, 18:40)SurviveX schrieb: Hättest du ein Beispiel für eine Situation in der der Verstand jemand lenkt und umgekehrt? Ich kann mir nämlich nichts konkretes darunter vorstellen

- das zitieren geht am günstigsten zwischen dem ersten "quote" und letzten "/quote"; nur mal so info, sonst werden die beiträge ja immer so lang und dann unübersichtlich. -

zu deiner frage: wenn du denken willst, "wieviel ist 10x10?" oder "dies ding heißt BAUM" und in englisch "tree" lenkst du deinen verstand, dann bist du denkaktiv. wenn du nicht besonderes tust, z.b. da sitzt huh, dann fängt das gedankenkreisen an. es heißt auch grübeln, dann verselbständigt sich dein denken, dann bist du denkpassiv. es denkt dann so vor sich hin. der wiki-artikel beschreibt es.

ich kann natürlich hier nicht zu einer evtl. vorliegenden psychischen krankheit stellung nehmen. dazu befragst du dann besser deinen arzt oder apotheker bigwink

empfehlen kann ich dir meditationsanleitungen, die du von dieser seite herunterladen kannst, um anzufangen, z. b. dies ist ein ganzes buch in pdf zum kostenlosen herunterladen:"Anapanasati - Die sanfte Heilung der Spirituellen Krankheit, von Ajahn Buddhadasa".

autogenes training ist hilfreich und wird angeboten bei der vhs z.b., für dich sicher gut, weil dus da in der gruppe machen kannst.

wenns nicht reicht, ruhig fragen big

lg
maxsensei
offene weite - nichts von heilig
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RE: Das Ich
#13
25.11.2009, 13:41
(25.11.2009, 10:07)maxsensei schrieb: wenn du denken willst, "wieviel ist 10x10?" oder "dies ding heißt BAUM" und in englisch "tree" lenkst du deinen verstand, dann bist du denkaktiv. wenn du nicht besonderes tust, z.b. da sitzt huh, dann fängt das gedankenkreisen an
Naja, da fehlt ein wesentlicher Punkt: Wer lässt Dich wollen, über "10 x 10" nachzudenken? Und, wer lässt Dich "nichts besonderes tun"?

Aus Deiner Ausführung könnte man schließen, dass es da eine Trennung zwischen Denker (Ich) und Gedachtem (Verstand) gäbe...

Ich kenne die Vorstellung des Verstandes als Werkzeug von E. Tolle. Aber bei dieser Vorstellung geht Tolle fälschlicherweise von einem wissentlich bestimmenden Selbst aus. Einem Selbst, dem es möglich ist willentlich zu erschaffen.
Er schreibt zwar ganz am Anfang des Buches sinngemäß daß es "vermutlich" gar nicht möglich ist irgendwas tatsächlich selbst zu tun. Aber, dass diese Erkenntnis dem werten Leser vermutlich nichts bringen wird... Ja, und ihm, dem Tolle auch nicht. Denn dann hätte er das Buch überhaupt nicht schreiben müssen! Und er hätte mit: "Sie können eh nichts tun!" vermutlich keinen Cent verdient!biggrin"

Um beim Lenken zu bleiben: Wer lenkt den Lenker?...

Oder um es mit Schoppenhauer zu sagen: Du kannst zwar tun was Du willst. Aber Du kannst nicht wollen was Du willst!

Oder noch anders: Die Entscheidung darüber irgendetwas zu tun oder zu lassen kann zwar wahrgenommen, aber nicht erzeugt werden!

@SurviveX: Und hier schließt sich der Kreis nach Deiner Frage zur "Befreiung"; Nicht der Verstand oder das Selbst oder das Ego oder sonst irgend ein Hirngespinnst wird durch diese Erkenntnis befreit - also, im Sinne von Freiheit zu tun und lassen was immer man möchte! Sondern, man wird von der Last befreit irgendetwas tun oder lassen zu müssen... Ergibt das für Dich Sinn?
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RE: Das Ich
#14
26.11.2009, 08:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.11.2009, 08:47 von maxsensei.)
@schlafesbruder; wenn du (du, nicht ich) anfängst, zu argumentieren "wer läßt dich wollen?" redest du mit sprache über sprache und sprechakte. ich meinte: da kommt ein entschluß, nachdem ich ein bedürfnis verspürte, meinem verstand eine aufgabe zu stellen. ich würde das willentlich nennen und nicht unwillkürlich.

was ich sagen wollte: es handelt sich um verstandesoperationen. ABER, was sich vernünftig erklären läßt, muß im handeln dann nicht auch vernünftig sein, es braucht maßstäbe. das sind dann normen, nach denen sich das handeln richtet im verkehr mit anderen. dies system hat sich dadurch, daß sich die vernunft verselbständigt hat (du führtes descartes "ergo/also" an), vom "wer" oder "was", vom schweigenden sinn/sein verabschiedet. so ist der allgemeine trend.

das denken ist kein wert, sondern ein werkzeug. ich meine soche verwechslungen wie "ich bin schmied", oder "das sind meine kinder", oder "das ist meine heimat", "ich habe eine frau" usw. mit "dies ist meine hand und sie tippt jetzt auf der tastatur gedanken, die zu denken ich mich aufgrund meiner lebendigen erfahrung entschloss."

sprache ist ja so schwerfällig, wenn es darum geht, ganz einfache sachverhalte zu erklären. so ist es ein guter (positiver wert) wunsch, auf weitschweifige erklärungen dessen, was man (also ich) eigentlich sagen wollte, zu verzichten.

philosophie ist an den hochschulen zu egosophie verkommen (klar, ausnahmen gibt es immer, besonders die, die "ich" kenne und schätze big.
sonst wäre es nicht nötig, eigens eine eristische dialektik zu schreiben. du kennst die sicher, weil du ja schopenhauer erwähnst.

wenn ich hier was erzähle, versuche ichs aus meiner erfahrung zu entnehmen. das ist sehr schwer, weil wir so überaus konditioniert sind, recht zu behalten.

die inneren vorgänge fein zu differenzieren, - "die guten ins töpfchen, die schlechten ins kröpfchen" - ist eine lebendige, sinnaufgabe, die ich mir selbst stelle bigwink da sind ja immer mehrere, die in mir auch argumentieren und sich streiten; aber: sie sind auf einer kleinen insel auf dem großen ozean des seins (und kloppen sich bigwink ohne stille zu sein und zu sehen, wie schön und geheimnisvoll die welt rings umher ist: "ohja! dieser wunderbare sonnenuntergang! schaunsie nur mein herr, die s-derne! - ach übrigens, was ich noch sagen wollte: hast du den LOTTO-schein abgegeben? die versicherung bezahlt? die steuererklärung bearbeitet? deine schuhe geputzt? den kindern vorgelesen?" das ist alles dies komplexe ich, in das auch noch ständig jede menge gefühle einfließen (philos: also bestimmende regungen von lust und unlust: zielvorstellungen: wegvorstellungen bigwink.

mein braves und guterzogenes (durch arbeit an sich selbst) ich entschließt sich dann: meditier! atme! lebe im einundausatmen. las die gedanken kommen und sinken ohne zu werten. spache: münchhausen zieht sich selbst am zopf aus dem sumpf. - ist doch nett. oder?
bloß nicht so ernst nehmen. ego ist völlig ernst und humorlos.

usw.

usw.


usw.



(achja, ich glaube, ich muß einfach mal glück zulassenaugenroll...) maxsensei
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