Umfrage: Was würdest du bevorzugen?
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Monogamie
52.32%
79 52.32%
Polygamie
25.17%
38 25.17%
Etwas anderes
22.52%
34 22.52%
Gesamt 151 Stimme(n) 100%
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Warum Monogamie?

RE: Warum Monogamie?
#46
24.03.2009, 15:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.03.2009, 16:16 von spell bound.)
also zuerst einmal: manche hier sagen, es ginge in diesem thema ja garnicht um freiheit oder liebe. dazu kann ich nur sagen: mir geht es schon darum.

interessant ist darüber hinaus schon, wieso manche menschen überhaupt heiraten oder definierte beziehungen eingehen.

wenn, wie manche meinen, leute nur aus liebe und vertrauen beieinander bleiben, ohne sich zwänge und pflichten und ängste aufzuerlegen, dann bedarf so eine form des zusammenlebens keiner institution, keiner regeln, d.h. auch keiner "fouls", dann funktioniert das alles ganz von alleine, soweit, wie eben jeder aus seiner eigenen freiheit heraus zu gehen bereit ist. und zu zett: ja, jede von vorn herein definierte beziehung basiert auf verpflichtungen, nicht nur eine monogame. aber wie ich ja schon sagte, halte ich auch nicht viel von polygamie.

ehe als reiner steuerlicher vorteil? klingt mir irgendwie zu unvollständig. die vorteile beziehen sich ausserdem auch auf gesellschaftliche anerkennung, auf absicherung von besitz (wozu auch die erbschaftslinie gehören kann), usw. worauf noch?
ausserdem muss man ja nicht zwangsläufig heiraten, um zumindest teilweise monogam zu leben. in der tat leben die meisten menschen nicht streng monogam, sondern höchstens seriell monogam (partnerwechsel also nicht innerhalb eines zeitraumes, aber nacheinander); dass nach monogamer terminologie die meisten menschen auch noch "fremd gehen", darf auch nicht vergessen werden.

in der tat mag eine entstehende familie binden, weil man ja nicht einfach die kinder im stich lassen kann. aber was hat das zwangsläufig mit liebe zu tun? auch hier könnte man noch weiter gehen: wozu überhaupt familien? kinder können sich ihre eltern nicht aussuchen - ist das fair?

die verlustängste wirken meiner meinung nach aber auch dort, wo man sie nicht spürt, wo man meint, verliebt zu sein. gerade dort. die hoffnungen, die man auf den anderen projeziert, die erwartungen, vom andern geliebt zu werden und auch zu bleiben, und vor allem die idee: wenn jemand mit noch wem anderen zusammen ist (und bei manchen zählt da schon ein kuss) liebt er mich nicht mehr - diese handlungen drücken für mich unmissverständlich verlustängste und regulationsversuche aus.

natürlich kommt noch dazu, dass man kaum was andres kennt. und wenn man von klein auf gelernt hat, dass liebe nur mit monogamer partnerschaft zusammenhängen kann, dass es keine anderen möglichkeiten gibt, dann wird man das auch irgendwann internalisieren.



das problem mit verlustängsten ist auch erstmal nicht, dass sie da sind - wennauch das in vielen fällen, wo sie nämlich unangebracht sind, einen mangel an vertrauen bedeutet - sondern, was man daraus macht. und den anderen, den man vermeintlich liebt, in seiner freiheit zu beschneiden - oder sich selbst beschneiden zu lassen - ist nun ziemlich unelegant. gerade wenn man behauptet, man würde am wohl des anderen interessiert sein. das ist so ähnlich wie erziehung. man schikaniert dich, wenn du nicht tust, was brav, vernünftig, und wohlerzogen wäre, und erzählt dir dann, das wäre nur zu deinem besten.
sorry, ich kann mir keine liebe ohne vertrauen und freiheit vorstellen.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
RE: Warum Monogamie?
#47
24.03.2009, 16:57
(24.03.2009, 15:47)spell bound schrieb: das problem mit verlustängsten ist auch erstmal nicht, dass sie da sind - wennauch das in vielen fällen, wo sie nämlich unangebracht sind, einen mangel an vertrauen bedeutet - sondern, was man daraus macht. und den anderen, den man vermeintlich liebt, in seiner freiheit zu beschneiden - oder sich selbst beschneiden zu lassen - ist nun ziemlich unelegant. gerade wenn man behauptet, man würde am wohl des anderen interessiert sein. das ist so ähnlich wie erziehung. man schikaniert dich, wenn du nicht tust, was brav, vernünftig, und wohlerzogen wäre, und erzählt dir dann, das wäre nur zu deinem besten.
sorry, ich kann mir keine liebe ohne vertrauen und freiheit vorstellen.
Was soll man noch mehr sagen außer: Stimmt.
RE: Warum Monogamie?
#48
24.03.2009, 18:13
jop ^^

und @ Thunderbird: Hier meine Liebe ^^:

(Zitat)
Das hat jetzt natürlich nicht viel mit dem Thema zu tun. Das ist lediglich die ausführliche (xDD) Erklärung meiner Aussage da ganz oben, die sich aufs Thema bezieht, nämlich, dass:

Liebe nur in der Monogamie funktionieren kann. (Zitat Endö)

steht direkt unter dem ganzen gelaber, gegen das du argumentiert hast, drunter big

@ Galssmoon: Seeehr elegant lol ^^. so bringt man eine Diskussion voran, ja xD
>>Will it to happen and it will happen!<<
RE: Warum Monogamie?
#49
24.03.2009, 21:38
hättest ja auch gleich sagen können, dass nich drüber diskutiern willst...
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
RE: Warum Monogamie?
#50
25.03.2009, 08:42
(24.03.2009, 10:18)Zuko schrieb: Das hat jetzt natürlich nicht viel mit dem Thema zu tun. Das ist lediglich die ausführliche (xDD) Erklärung meiner Aussage da ganz oben, die sich aufs Thema bezieht, nämlich, dass:

Liebe nur in der Monogamie funktionieren kann.

Eine ausführliche (xDD) Erklärung, die ich in Frage gestellt habe.

Thunderbird möchte,

eine Erklärung oder Erläuterung oder Ausführung deines Statements, unter Miteinbezug meiner Kritik.

Zuko möchte,

nicht mehr an dieser, sehr themenbezogenen (!), Diskussion teilhaben.
Schade.

Thunderbird
RE: Warum Monogamie?
#51
25.03.2009, 15:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.03.2009, 15:53 von spell bound.)
mir fällt noch was ein:

(14.03.2009, 19:09)LutziderTräumer schrieb: Ich habe ja nichts gegen monogamie, sondern dagegen, dass nur monogamie erlaubt ist. Am liebsten wäre es mir natürlich wenn jeder so lieben und leben kann wie er es mag.
das widerspricht sich meines erachtens. man kann nicht monogamie tolerieren, wenn man gleichzeitig dafür ist, dass sich jeder lieben kann wie er möchte. das ist, wie wenn man zwar selber gegen krieg ist, ihn aber toleriert, wenn andere ihn betreiben. denn monogamie ist nicht bloß eine persönliche entscheidung, sondern eine (a-)soziale, fast sogar politische. es ist nicht bloß eine entscheidung, die man zusammen mit dem partner seiner wahl trifft, sondern auch eine entscheidung, die man gegen alle diejenigen trifft, die potenzielle partner - auf beiden seiten - sein könnten.
insofern ist es nicht nur, wie ich sage, eine unterdrückung der eigenen gefühle für andere, sondern sogar eine unterdrückung der gefühle von anderen.

(und ich propagiere hier nicht einen zwang zur liebe zu mehreren menschen (was ja eher polygamie wäre);, wie wenn es unmöglich wäre, auch mal nur mit einem menschen intim zu sein. monogam ist zweisamkeit noch nicht. monogam ist erst, wenn das zum ideal, zur regel, zum anspruch, zum gesetz, wenn es exklusiv, verbindlich, unbedingt wird.)

hinzu kommt das thema der erziehung und die tatsache, dass monogame menschen ihre eigenen beschränkungen nicht nur als ideal sondern als einzige wirklchkeit anderen vorleben.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
RE: Warum Monogamie?
#52
25.03.2009, 17:09
Es gibt ja verschiedene Ansätze alternativer Lebensmodelle. An statt nur gegen etwas zu diskutieren würde ich mich gerne mal austauschen, was jemand statt dessen bevorzugt.

z.B.
1. Das Modell kleiner Stämme, in denen es praktisch keine Familienstruktur gibt, wie wir sie kennen. Die Leute sehen den Stamm als ihre Familie an. Geschlechtliche Liebe wird zwischen allen gleichaltrigen Stammesmitgliedern nach persönlichen Vorlieben praktiziert. Die Kinder werden von der Gemeinschaft aufgezogen.
Wird z.B. von diversen Indianern am Amazonas und ursprünglicher Gesellschaften im polynesischen Raum praktiziert.

2. Die offene Beziehung / Familie:
2 Menschen leben zusammen und lieben sich, haben auch Kinder zusammen. Nebenbei haben sie auch andere Liebhaber/innen. Dieses Modell habe ich bei bekannten aus der linken / autonomen Szene mitbekommen und bei den Eltern einiger Studienkollegen wie auch bei Jean Paul Satre mit Simone de Beauvoir.

3. Dreier und Viererbeziehungen.
2 Männer 2 Frauen, 1 Mann, 2 Frauen 2 Männer 1 Frau, wie auch immer. Wird ebenfalls gelegentlich in alternativen Kreisen gelebt.

4. Andere
Im Himalaya gibt es irgendwo ein Gebiet, in dem eine Frau alle männlichen Nachkommen einer Familie heiratet. Die jüngeren Brüder können dann noch weitere Frauen heiraten, so dass irgendwann 10 Leute unter einem Dach leben.

Das klassische islamische Modell, in der 1 Mann bis zu 4 Frauen heiraten kann. (entstand wohl in einer Zeit, in der es eine hohe Jungensterblichkeit gab)

Welches Lebensmodell bevorzugt ihr?

Ich finde eigentlich 1-3 ganz gut.
ॐ मणिपद्मे हूँ
Du bist ein guter Klarträumer, das Klarträumen fällt dir leicht

RE: Warum Monogamie?
#53
25.03.2009, 17:28
es kommt eben darauf an, welche ziele man verfolgt durch eine gemeinschaft und ein zusammenleben.

wenn man sich dabei auch um kinder kümmern will, sollte man ihnen z.b. auch was bieten können - was einfacher ist, wenn die potenziellen bezugspersonen zahlreicher sind, wenn sie in verschiedenen bereichen geschult und aufgeklärt sind, und wenn das kind mehr freiheiten hat, sich auch seine lebenssituation selbst auszusuchen.

mehr freiheiten entstehen auch durch mehr raum, der jedem zur verfügung steht, was allerdings heutzutage auch meist bedeutet, dass es teurer wird.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
RE: Warum Monogamie?
#54
25.03.2009, 17:30
Gott war ich gerade froh, als ich nach dem umfrage sah das die meisten noch an monogamie glauben...

Also was sex betrifft kann man sicher mit allen möglichen rummachen.

Aber was Liebe angeht finde ich, sollte es die Liebe geben... das gibt einem halt zu wissen, das man einen hat, der immer für einen da ist.. hätte man mehrere, wär das eher schwierig...

Ich bin außerdem so erzogen, das ein Mann und eine Frau zusammen gehören...
Und walt disney hats mir auch beigebracht.. bigwink =P
Träume werden wahr...

Ich hatte 6 Klarträume! Letzten Ansehen
Reggaemusik? Jonny M. auf Myspace

RE: Warum Monogamie?
#55
25.03.2009, 18:36
(25.03.2009, 17:30)jonnymarx schrieb: das gibt einem halt zu wissen, das man einen hat, der immer für einen da ist..
Das ist auch so ein Punkt in der Kritik von Polyamorie und offener Beziehung, den ich einfach nicht verstehe: Woher kommt die Annahme, daß das außerhalb einer monogamen Beziehung ausgeschlossen sei?

Meine Erfahrung zeigt mit im Gegenteil, daß die Verbindung in einer monogamen Beziehung unter mehr Tabus und weniger Vertrauen leiden, sodaß der eigene Partner gerade nicht als Ansprechpartner bei (Beziehungs-)Problemen geeignet ist. Bei offenen Beziehungen ist der Umgang miteinander meist ungezwungener, und alles kann und wird offen ausgesprochen. Denn gerade das bildet die Basis der Beziehung.

Natürlich wäre das auch eine gute Grundlage für eine monogame Beziehung, doch findet sich das eher in Ausnahmefällen denn in der Regel.
RE: Warum Monogamie?
#56
25.03.2009, 21:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.03.2009, 21:45 von spell bound.)
(25.03.2009, 17:30)jonnymarx schrieb: das gibt einem halt zu wissen, das man einen hat, der immer für einen da ist..
ja, das glaub ich, dass das halt gibt... bis derjenige dann doch nich mehr da ist biggrin

gott, der mechanismus wirkt auch in religionen. das ist nicht bloß auf monogamie anzuwenden.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
RE: Warum Monogamie?
#57
25.03.2009, 22:58
Okay.. ich glaub es ist sinnlos darüber zu diskutieren über so ein thema,
jeder hat da halt andere ansichten und cih habs nurmal so gelernt und bin so glücklich,
ihr eben anders bigwink

-CLOSED-

(PS:Spaaß) xD Nehme mir nicht das recht heraus, ein Thema zu closen.. bigwink
Träume werden wahr...

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RE: Warum Monogamie?
#58
25.03.2009, 23:22
Ich habe es nicht anders gelernt als Du. Doch ist mir aufgefallen, daß die meisten, langjährigen Ehen bestenfalls als funktionierende Zweckgemeinschaften zu bezeichnen sind, öfters nicht einmal als das. Auch frische, monogame Beziehungen sind nicht selten geprägt von Mißtrauen, Eifersucht und Tabus. Wenn man dann noch betrachtet, daß die Verknüpfung von Ehe und Liebe eine ziemlich neumodische Erfindung ist, wenn es um den Versuch einer Umsetzung dieser Idee geht, sind Zweifel am Märchenideal angebracht.

Vertrauen, Nähe, Halt und Erfüllung sind für mich Werte, welche für mich in einer Liebesbeziehung von Bedeutung sind. Werte, wie sie meiner Erfahrung nach häufiger in offenen oder polyamorösen Beziehungen erfüllt werden als in monogamen Beziehungen.


Gruß, Glass
RE: Warum Monogamie?
#59
26.03.2009, 07:20
(25.03.2009, 17:09)EmoScreamo schrieb: (...)wie auch bei Jean Paul Satre mit Simone de Beauvoir.(...)

Ich lese gerade das Sein und das Nichts und verstehe kein Wort. biggrin

Außerdem hat Jean Simone diese Idee aufgezwungen, Simone hätte lieber eine monogame Beziehung gehabt.

Ich habe meine Informationen aus der BR-Alpha Sendung zu Jean Paul Satre, du doch auch, oder?

Jedenfalls, zurück zum Thema:

Ich würde das Beziehungsmodell 2 bevorzugen, wobei es mir schwer fallen wird jemanden zu finden, der genauso denkt.

Das ist vielleicht das größte Problem in irgendwie gearteten Beziehungen, zwei Individuen habe zwei verschiedene Weltbilder.
Niemand kann den jeweils anderen absolut nachvollziehen...

Thunderbird
RE: Warum Monogamie?
#60
26.03.2009, 08:18
@ Thunderbird: die Info habe ich aus diversen Büchern, in "Böse Männer kommen in jedes Bett" wurde es ähnlich wie du sagst, dargestellt, dass diese Beziehung auf Drängen Jean Paul Satres entstand. (Das Buch stellt übrigens keine Anleitung zum Flachlegen dar, sondern soll als Warnung vor einem bestimmten Typ Mann wirken). Andere Quellen stellen es so dar, dass sich SdB ganz glücklich damit gefühlt hat.

In dem Buch "Das Lexikon der Psycho-Irrtümer" von Rolf Degen beschreibt dieser eine Studie, die bei Kindern alternativer Beziehungsmodelle (Gleichgeschlechtliche und Polyamorische) keine sozialen Defizite beobachtet wurden, jedoch profitierten die Kinder polyamoröser Beziehungen von der größeren Anzahl von Bezugspersonen.
ॐ मणिपद्मे हूँ
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