RE: Die zwei Seiten der Klarheit
Lieber Likeplacit,
manchmal steht mir die Art, wie du dich zeigst, im Weg, mit dir zu schreiben.
Nicht, weil deine Texte nicht gut wären.
Deine Texte haben fast immer ein philosophisches Highlight.
Wenn ich dir dann jedoch „normal“ antworte,
erlebe ich häufig
eine Art Zurückweisung,
ein Nicht-Aufgenommenwerden.
Und das irritiert mich.
Diese Art steht mir manchmal im Weg,
wirklich in Kontakt zu kommen.
Wenn ich ausführlich und persönlich antworte
– aus Erfahrung, aus Emotion, aus Beziehung heraus –
entsteht bei mir oft das Gefühl,
dass das nicht wirklich aufgegriffen wird.
Manchmal sogar deutlich abgelehnt,
auch dann, wenn ich versuche, es neutral zu formulieren.
Ich erlebe dich dadurch stark auf der geistigen Ebene präsent,
aber emotional und beziehungsmäßig eher schwer greifbar.
Das ist kein Vorwurf.
Es ist meine Wahrnehmung.
Ich habe dieses Empfinden in mir eine Zeit lang übergangen,
indem ich mich vor allem auf die philosophischen Highlights bezogen habe,
bin aber auch jedes Mal mit einem unguten Gefühl
aus unseren Austausch gegangen.
Und ich merke,
dass mir für echten Austausch
nicht nur Klarheit und Konzepte wichtig sind,
sondern auch Resonanz,
und ein Gefühl von „da sein miteinander“.
Das wollte ich dir nur mitteilen,
ohne dich anzugreifen.
Mir ist bewusst, dass niemand einfach so aus seinen eigenen Schuhen heraus kann.
Trotzdem fühlt es sich für mich nicht stimmig an, darüber zu schweigen.
Ich bin auch hilflos damit.
Ich gehe davon aus,
dass du deine Gründe hast, so zu reagieren.
Zum Beispiel bei deiner Erklärung zum Wort „Danke“.
In meinem Kopf entsteht dabei die Vorstellung,
dass du Freundlichkeit oder Dankbarkeit
möglicherweise schnell mit Vereinnahmung
oder mit Verpflichtungen und Unfreiheit verbindest.
Nur meine Interpretation.
Und ich kenne das zumindest gut,
sich nicht in verpflichtende Beziehungen begeben zu wollen,
weil ich darin selbst sehr schlechte Erfahrungen
mit Menschen gemacht habe.
Dafür habe ich also durchaus Einfühlung.
Gleichzeitig erlebe ich diese Haltung
– so wie sie hier immer wieder auftaucht –
als etwas, das Austausch für mich auch erschwert.
Sie wirkt auf mich stellenweise schneidend
oder abwertend,
auch wenn sie vermutlich eher
ein Schutzmechanismus ist.
Craoo hat sich aus meiner Sicht sehr bemüht,
dir diesen Punkt mit der Klarheit zu erklären.
Und ich habe mich in seiner Erklärung
absolut wiedergefunden –
wozu ich selbst zu dem Zeitpunkt
keine Energie mehr hatte.
Dein anschließender Kommentar zur Dankbarkeit
könnte man auch so verstehen,
als würdest du Menschen auf der sozialen Ebene
grundsätzlich auf Abstand halten
oder dieser Ebene wenig Bedeutung beimessen.
Und manchmal fühlt es sich für mich so an,
als würde darin auch viel Ablehnung mitschwingen,
bis hin zu etwas, das sich wie Hass anfühlt.
An diesen Punkten merke ich,
dass ich hier aussteigen möchte.
Ich weiß nicht,
ob das deiner inneren Haltung entspricht.
Ich beschreibe nur,
wie es bei mir ankommt.
Mehr wie ein Feedback.
Kein Urteil.
Vielleicht kannst du nachvollziehen,
dass diese wiederkehrende Gestik
Austausch für manche Menschen
schwierig macht.
Ich weiß nicht,
was du konkret tun könntest
oder ob du überhaupt etwas tun möchtest um das evtl zu ändern.
Oder ob dir das überhaupt auffällt,
dass das eine Problematik hat.
Ich spüre nur,
dass es mir manchmal schwerfällt,
mich einfach so damit zu arrangieren –
auch bei vollem Verständnis dafür,
dass dein Verhalten
wahrscheinlich seine eigenen Ursachen hat.
Aber ich wollte diesen Punkt noch einmal ansprechen,
weil ich glaube,
dass eine ehrliche Auseinandersetzung
– wenn sie respektvoll gemeint ist –
für alle Beteiligten
immer auch eine Chance darstellen kann.
Ich merke bei mir, dass meine Bereitschaft,
mich anzustrengen oder zu bemühen, mit der Zeit nachlässt,
wenn Austausch für mich einseitig bleibt,
oder immer wieder solche Entwertungen beinhaltet.
Das Ehrliche Mitteilen als Spiel und Experiment
hat sich auch für mich selbst - im Alleingang -
als bereichernd erwiesen.
Es war ein Versuch,
aus alten Strukturen
herauszutreten
und sich auf einer anderen Ebene
zu begegnen.
Früher haben wir hier im Fourm auch öfter
Dinge miteinander „gespielt“.
Ich dachte mir,
ein Spiel könnte vielleicht
eine neue Ebene eröffnen.
Mehr kann ich gerade nicht tun.
Ich weiß nur, dass ich innerlich in einem Umbruch bin
und stärker darauf achte,
wohin ich meine Aufmerksamkeit gebe.
Gleichzeitig bin ich kein Mensch,
der Verbindungen einfach abbricht.
Ein Abbruch fühlt sich für mich oft wie ein inneres Abschneiden an:
von Entwicklung, von Lernen, von der Möglichkeit,
dass sich etwas verändern oder klären könnte.
Ich glaube nicht daran,
dass Rückzug oder Schweigen automatisch die reifere Lösung ist.
Manchmal ist es stimmiger, etwas auszusprechen,
weil das eben auch Räume öffnen kann.
Und Räume öffnen ist eher mein Spiel.
Liebe Grüße
manchmal steht mir die Art, wie du dich zeigst, im Weg, mit dir zu schreiben.
Nicht, weil deine Texte nicht gut wären.
Deine Texte haben fast immer ein philosophisches Highlight.
Wenn ich dir dann jedoch „normal“ antworte,
erlebe ich häufig
eine Art Zurückweisung,
ein Nicht-Aufgenommenwerden.
Und das irritiert mich.
Diese Art steht mir manchmal im Weg,
wirklich in Kontakt zu kommen.
Wenn ich ausführlich und persönlich antworte
– aus Erfahrung, aus Emotion, aus Beziehung heraus –
entsteht bei mir oft das Gefühl,
dass das nicht wirklich aufgegriffen wird.
Manchmal sogar deutlich abgelehnt,
auch dann, wenn ich versuche, es neutral zu formulieren.
Ich erlebe dich dadurch stark auf der geistigen Ebene präsent,
aber emotional und beziehungsmäßig eher schwer greifbar.
Das ist kein Vorwurf.
Es ist meine Wahrnehmung.
Ich habe dieses Empfinden in mir eine Zeit lang übergangen,
indem ich mich vor allem auf die philosophischen Highlights bezogen habe,
bin aber auch jedes Mal mit einem unguten Gefühl
aus unseren Austausch gegangen.
Und ich merke,
dass mir für echten Austausch
nicht nur Klarheit und Konzepte wichtig sind,
sondern auch Resonanz,
und ein Gefühl von „da sein miteinander“.
Das wollte ich dir nur mitteilen,
ohne dich anzugreifen.
Mir ist bewusst, dass niemand einfach so aus seinen eigenen Schuhen heraus kann.
Trotzdem fühlt es sich für mich nicht stimmig an, darüber zu schweigen.
Ich bin auch hilflos damit.
Ich gehe davon aus,
dass du deine Gründe hast, so zu reagieren.
Zum Beispiel bei deiner Erklärung zum Wort „Danke“.
In meinem Kopf entsteht dabei die Vorstellung,
dass du Freundlichkeit oder Dankbarkeit
möglicherweise schnell mit Vereinnahmung
oder mit Verpflichtungen und Unfreiheit verbindest.
Nur meine Interpretation.
Und ich kenne das zumindest gut,
sich nicht in verpflichtende Beziehungen begeben zu wollen,
weil ich darin selbst sehr schlechte Erfahrungen
mit Menschen gemacht habe.
Dafür habe ich also durchaus Einfühlung.
Gleichzeitig erlebe ich diese Haltung
– so wie sie hier immer wieder auftaucht –
als etwas, das Austausch für mich auch erschwert.
Sie wirkt auf mich stellenweise schneidend
oder abwertend,
auch wenn sie vermutlich eher
ein Schutzmechanismus ist.
Craoo hat sich aus meiner Sicht sehr bemüht,
dir diesen Punkt mit der Klarheit zu erklären.
Und ich habe mich in seiner Erklärung
absolut wiedergefunden –
wozu ich selbst zu dem Zeitpunkt
keine Energie mehr hatte.
Dein anschließender Kommentar zur Dankbarkeit
könnte man auch so verstehen,
als würdest du Menschen auf der sozialen Ebene
grundsätzlich auf Abstand halten
oder dieser Ebene wenig Bedeutung beimessen.
Und manchmal fühlt es sich für mich so an,
als würde darin auch viel Ablehnung mitschwingen,
bis hin zu etwas, das sich wie Hass anfühlt.
An diesen Punkten merke ich,
dass ich hier aussteigen möchte.
Ich weiß nicht,
ob das deiner inneren Haltung entspricht.
Ich beschreibe nur,
wie es bei mir ankommt.
Mehr wie ein Feedback.
Kein Urteil.
Vielleicht kannst du nachvollziehen,
dass diese wiederkehrende Gestik
Austausch für manche Menschen
schwierig macht.
Ich weiß nicht,
was du konkret tun könntest
oder ob du überhaupt etwas tun möchtest um das evtl zu ändern.
Oder ob dir das überhaupt auffällt,
dass das eine Problematik hat.
Ich spüre nur,
dass es mir manchmal schwerfällt,
mich einfach so damit zu arrangieren –
auch bei vollem Verständnis dafür,
dass dein Verhalten
wahrscheinlich seine eigenen Ursachen hat.
Aber ich wollte diesen Punkt noch einmal ansprechen,
weil ich glaube,
dass eine ehrliche Auseinandersetzung
– wenn sie respektvoll gemeint ist –
für alle Beteiligten
immer auch eine Chance darstellen kann.
Ich merke bei mir, dass meine Bereitschaft,
mich anzustrengen oder zu bemühen, mit der Zeit nachlässt,
wenn Austausch für mich einseitig bleibt,
oder immer wieder solche Entwertungen beinhaltet.
Das Ehrliche Mitteilen als Spiel und Experiment
hat sich auch für mich selbst - im Alleingang -
als bereichernd erwiesen.
Es war ein Versuch,
aus alten Strukturen
herauszutreten
und sich auf einer anderen Ebene
zu begegnen.
Früher haben wir hier im Fourm auch öfter
Dinge miteinander „gespielt“.
Ich dachte mir,
ein Spiel könnte vielleicht
eine neue Ebene eröffnen.
Mehr kann ich gerade nicht tun.
Ich weiß nur, dass ich innerlich in einem Umbruch bin
und stärker darauf achte,
wohin ich meine Aufmerksamkeit gebe.
Gleichzeitig bin ich kein Mensch,
der Verbindungen einfach abbricht.
Ein Abbruch fühlt sich für mich oft wie ein inneres Abschneiden an:
von Entwicklung, von Lernen, von der Möglichkeit,
dass sich etwas verändern oder klären könnte.
Ich glaube nicht daran,
dass Rückzug oder Schweigen automatisch die reifere Lösung ist.
Manchmal ist es stimmiger, etwas auszusprechen,
weil das eben auch Räume öffnen kann.
Und Räume öffnen ist eher mein Spiel.
Liebe Grüße

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