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Tantra, Traumyoga und Gurus

Tantra, Traumyoga und Gurus
#1
08.07.2024, 08:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.07.2024, 08:51 von ichbinmehr.)
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Tantra, Traumyoga und Gurus.

Aus einer Unterhaltung in einem Traumforum.  wink1

Ich habe den Text nochmal etwas überarbeitet, da ich ihn doch teilenswert empfand.

„X sagt: Die tiefe Bauchatmung wird auch länger beschrieben. Die mag zur Entspannung helfen, aber warum 7x?“

Ich grätsche hier mal rein, um die Energie mal zur Sprache zu bringen. Sind es vielleicht die sieben Chakren wie im Hinduismus? Möglicherweise ist die Übung nicht vollständig überliefert worden, denn solche buddhistischen Übungen sind eigentlich Geheimlehren, die so kraftvoll sind, dass sie nicht jedem einfach so gegeben wurden. Oder anders gesagt, diese Übungen wirken stärker, wenn man eine mündliche Unterweisung von einem Lehrer bekommt. Es könnte ein Teil der Übung fehlen. Aber das sind nur Mutmaßungen.

Im Buddhismus arbeitet man eher mit dem Konzept von fünf Chakren. Manchmal werden buddhistische Übungen aus dem Hinduismus übernommen, dann sind es sieben. Die Aktivierung aller sieben Chakren kann eine sehr kraftvolle Methode sein, die Traumklarheit fördern kann.

Nur sollte man das behutsam machen. Wenn die Kundalini einmal in Gang gesetzt wird, hört das erst wieder auf, wenn alle Chakren geöffnet sind. Das klingt wie ein Mythos, aber ich und alle anderen in meiner Linie haben das so erlebt. Es sind alte traditionelle Lehren aus dem Hinduismus und dem Buddhismus, die Kundalini Tantra und Kundalini Yoga genannt werden und auf die sich das tibetische Traumyoga mit den Hinweisen auf dei Chakren auch immer wieder bezieht. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob man diese Traumübungen alleinstehend praktizieren kann, bzw. ob sie dann auch so effektiv sind.

Es handelt sich um eine Lehre von Energiepunkten im Körper, die man durch bewusste Aufmerksamkeit aktivieren kann. Dadurch bringt man Bewusstseinsenergie in den Fluss. Das ist im Grunde nicht so verschieden von der Klartraumtechnik SSILD. Nur eben viel intensiver. Hinter den Chakren steckt richtig viel Power.

Beim SSILD lernt man auch seine Wahrnehmung für die auftretetenden Phänomene des Einschlafens zu schulen. Beim Tantra ist das so ähnlich. Man beobachtet die Körperenergie und lernt dadurch diese Energie wahrzunehmen und zu lenken. Es ist also ein bisschen ähnlich wie SSILD. Der Fokus liegt sehr stark auf dem Fühlen dieser Energie.

Norbu Namkhai Rinpoche empfiehlt in seinem Buch über tibetisches Traumyoga, das Herzchakra während des Einschlafprozesses zu aktivieren. Man schläft ein während man zum Herzen hin fühlt oder dort etwas visualisiert. Das Herzchakra ist das Zentrum des Bewusstsseins, das alle Chakren miteinander verbindet. Das Kehlkopfchakra soll laut ihm nur visualisiert werden, um die Traumerinnerung zu verbessern. In seinem Buch sagt er, dass das Herzchakra für die Traumklarheit sorgt.

Ein anderer buddhistischer Traumyoga-Lehrer, Tenzin Wangyal Rinpoche, lehrt, auf das Kehlkopfchakra zu meditieren, weil dieses Chakra für den Raum steht, und der Raum irgendwie den Traum erzeugt. Das hat bei mir nie funktioniert. Ich hatte da zu viele Blockaden im Kehlkopfchakra, das Chakra welches für den authentischen Selbstausdruck steht. Das ist unglaublich wie viel man das noch zurück hält, selbst wenn man denkt, jetzt bin ich doch schon total authentisch gegenüber früher. Mir gehts jedenfalls so.

Wer hingegen das Herzchakra öffnet, bekommt einen Traumyoga-Geschmack, bei dem sich Wachen und Traumrealität vermischen.

Aber normalerweise öffnet sich ein Chakra nicht "plopp" von heute auf morgen. Man muss seine Aufmerksamkeit schon sehr lange und sehr intensiv darauf richten, um es zu öffnen. Man braucht Hingabe.

Zum Glück ist das so, denn so kommen nur die wahrhaft ernsten Sucher in den Genuss dieser Erfahrung. Aber diese Hingabe muss man sich auch nicht so vorstellen, dass man da ein ganzes Leben lang für meditieren muss. Es braucht einfach eine klare Ausrichtung, eine klare Entscheidung und die bekräftigt man mit dem Ritual, dass man hinsetzt und diese Übung macht.

Beim SSILD hat man auch nicht von heute auf morgen visuelle Hypnagogien. Das ist ein Weg. Ein Prozess, so auch im Kundakini Trantra.

Wenn es (nur) um das Herzchakra geht, kann man es auch gut mit Dankbarkeitsübungen oder Metta-Meditation öffnen. Wer aber das Bewusstsein und damit die Kontrolle über seine Energie erlangen will, der sollte Energie-Meditation üben und alle 7 Chakren öffnen und die damit verbundene Energie kennen lernen.

Es gibt auch tantrische Übungen, die die sexuelle Energie für Klarträume bündeln können. Diese Übungen sind besonders gut für Menschen geignet, die viel oder gerne Sex haben und da einfach von Natur aus viel Energie in sich tragen; die können diese Energie in Klarheit sublimieren.

Das ist auch ein Grund, warum es in fast allen Traditionen das Zölibat gibt, weil die ganze Energie auf Gott gerichtet werden soll. Das hat nichts mit Moralvorstellungen zu tun. Dabei geht es zum Teil darum, dass man nicht an Familie, Partner und Kinder gebunden ist, weil das den Weg beschleunigt. Das ist einfach so, du bist unabhängiger, wenn du niemanden hast und im Kloster mit anderen bist, die alle nur das eine, die Vereinigung mit Gott suchen.

Natürlich verdrängt man dann viele Themen in den Schatten. Das ist der Nachteil, und wer seinen Schatten nicht kennt, der ist ihm ausgeliefert. Der größte Schaden passiert durch die Menschen, die ihre Bedürfnisse nicht kennen und die diese verdrängen. Das geschiegt ift sogar durch diejenigen die ganz besonders Selbstlos sein wollen, und dann wirklich denken, sie hätten keine Bedürfnisse mehr.

Wir wissen alle wie gut das mit dem auferlegten Zölibat klappt. Das sieht man hervorragend an der katholischen Kirche. Wer das nicht aus tiefster Überzeugung macht, bei dem zeigt sich der Schatten, der Enthaltsamkeit, der sich leider oft im Form von sexuellem Missbrauch ausdrückt. Die Buddhisten haben dieses Problem erkannt und ein Gegenprogramm entwickelt. Jeder (normale) Mensch braucht doch irgendwie Sex, aber dabei verliert sich die Energie wieder. Die Energie, die man braucht, um sein Bewusstssein zu erhöhen. Diese Energie die wir letztlich sind, wenn wir mal die Ego Geschichte weglassen.

Die Tantriker hatten einen Alternativplan, wie man die ganze Energie auf Gott richten kann, ohne auf Sex zu verzichten. Jetzt kann man eben Gott mit Klarträumen ersetzen und diese Technik auch anders nutzen. Man nennt es auch Sexualmagie. Die Energie die man damit aufbaut, kann man im Grunde für alles verwenden, und sicher auch missbrauchen. Aber im Grunde ist diese Technik dazu gedacht, sich mit Gott zu vereinigen und Erleuchtung zu finden.


Da gibt es eine Technik, die nennt sich die "Himmelsleiter". Wenn man die kann, hat man das Wesentliche bzgl. des sexuellen Tantra verstanden. Mir geht es jetzt nur um reine Energiearbeit, nicht um Heilung oder so. Tantra ist viel mehr als dieses reine Energielenken, Tantra ist auch Körpertherapie, Achtsamkeitm Sinnlichkeit, wichtige Methoden die zb. auch nach sexuellem Missbrauch Heilung bringen können. Aber ich will hier heute insbeondere über den energetischen Aspekt von Tantra sprechen. 

Es gibt viele Facetten von Tantra, auch ganz unsexuelle Richtungen. Das Tantra welches die Sexualität beinhaltet, nennt sich rotes Tantra. Dabei stellt das Lenken bzw. Wahrnehmen der Energie, die im Sexual Chakra entsteht den Kern, die mystische Essenz von tantrischer Energiearbeit dar.

Neo Tantra wäre es dann, wenn man diese Technik gebraucht, um einfach nur besseren Sex zu haben. Das gibt es auch. Dagegen ist auch nichts zu sagen, nur hat das eben mit dem spirituellen Ursprung von Tantra nicht mehr so viel zu tun. Es ist eine Auswaschung der Lehre, deshalb muss man sich wenn man sich mit Tantra beschäftigt, fragen was will ich damit bezzwecken. Es gibt viele Richtung im Tantra. Aber der Sprituelle Kern des Sexuellen Tantra ist es die Energiewahrnehmung zu trainieren.

Es ist eine Methode, mit der man sehr viel Energie "herstellen" kann, weil nämlich das Sexualchakra das einzige Chakra ist, das wir alle fühlen können, auch wenn wir nicht geübt darin, sind Chakren zu fühlen! Wir kennen doch alle sexuelle Erregung. Diese Erregung ist (Überraschung!) Energie, und da wo man diese Energie fühlt, liegt das Sakral Chakra.

Wenn man diese Erregungs Energie nicht direkt in einem Orgasmus entlädt, kann man diese Energie immer höher steigen lassen, bis alle Chakren mit dieser Energie geflutet werden, ohne dass man sich mit den anderen Chakren auskennen muss. Wie das genau geht, findet ihr unter dem Suchbegriff "Himmelsleiter und Tantra".

Ich habe das damals ca. zwei Monate geübt, bis ich das zum ersten Mal geschafft hatte. Haha. Es geht im Kern darum, den Orgasmus kurz bevor man kommt, zu verzögern und zu lernen, ein ganz bestimmtes Energielevel zu halten, das die Energie immer höher werden lässt und nicht abfallen lässt. Und dann geht es darum diese Extase zu genießen und darin meditativ zu verweilen.

Ich habe einen Freund, der angehender Tantra-Lehrer ist, der sagte mal 7/10. Also wenn 0 keine sexuelle Erregung ist und 10 der Orgasmus, dann lerne bei 7 zu bleiben und darin zu verweilen. Es gibt da so einen Point of no Return und man übt davor zu bleiben. Dabei kann man das Ego beobachten wie es den Orgasmus haben will, und üben sich von diesem " ich will haben" zu dissoziieren. Dabei baut man sehr viel feinstoffliche Energie auf. Das ist im Grunde die Essenz der Himmelsleiter Technik. So ihr seid nun alle in die tantrische Geheimlehre eingeweiht. Haha.  lol

Männer brauchen da meist noch eine Zusatztechnik, um die Ejakulation zu verhindern und auch sozusagen multiple - oder besser gesagt einen unendlichen Orgasmus zu haben. Da sind einfach zwei Schaltungen im Hirn verknüfpt nämlich Ejakulation und Orgasmus, die man wieder lernen kann zu trennen.

Und dann bade in diesem schönen 7-von-10-Gefühl so lange du magst und ziehe die ganze Energie über deinen ganze Körper wie eine Decke, die du über den Kopf ziehst. Man kann dabei auch noch an jemanden Denken den man sehr mag. So musst du dieses 7 zu 10 Gefühl über den Kopf, über dein Kronen Chakra ziehen. Durch den ganzen Körper hindurch und vor allem durch das Herz. Erde dich am Ende nochmals im Herzen mit all der Energie und dann schlafe ein, weil du dann so so viel Energie angesammelt hast, dass du einen Klartraum haben wirst.

Ich habe nur oft das Problem, dass ich dann zu wach bin, um einzuschlafen. Wenn ich das mache, bin ich nur noch Licht und Ektase und kann gar nicht schlafen, aber ich habe eh immer ein Problem mit dem Einschlafen. Ich habe das Tantra im Grunde nie geübt um Klarträume zu haben. Mich hat das energetische verbunden sein, auch das nicht sexuelle verbunden immer mehr angezogen. Einfach diese Herzverbindung mit Menschen zu fühlen, diese Liebe und zwar ohne den Körper. Das hat mich immer total angezogen, diese innere Verbundenheit ohne Körper.
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#2
08.07.2024, 08:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.07.2024, 08:51 von ichbinmehr.)
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Da entstehen wirklich ganz erstaunliche Bewusstseinszustände, ein Gefühl so schön wie ein Orgasmus, aber noch viel umfassender. Das kann  uch eine ganz extratische Liebe oder Freude sein, wie du sie noch nie gespürt hast. Dazu braucht man auch keinen anderen Menschen. Diese Art von Tantra übt man erstens alleine und erst wenn man das kann, kann man das überhaupt mit jemand anderen erfahren.

Dieses orgastische Gefühl, dass hört dann auch nicht mehr auf und man spürt es im ganzen Körper, bis über den Kopf hinaus. Man merkt dann, auch dass man nicht nur der phyische Körper ist, weil die Enetgie nicht am Körper entdet. Die Energie geht weit über den Körper hinaus. Und dann begreifst du vielleicht, ich bin gar nicht nur dieser Körper. Ich bin mehr. Ich bin so viel mehr als mein physischer Körper.

Man hat dann im ganzen Energie Körper ein ewig anhaltendes Orgasmusgefühl das nicht mehr aufhört. Es ist kein Orgasmus der kommt und vergeht. Es ist ein dauerhaftes Gefühl, dass so lange bleiben kann, wie du es aushälst. Besser gesagt, man ist dann irgendwann dieses Orgasmusgefühl. Man kann erleben wie sich das Ich in diesem Gefühl auflöst, bis man nur noch diese Energie ist. Das Ego stirbt dann möglicherweise in der Extase.

Man muss nur wissen, dass man immer wieder zurück kommen muss, auf die Erde. Jeder Orgasmus ist irgendwann einmal zu Ende, selbst wenn du selbst lenken kannst wie lange der dauert, wirst du aus Mitgefühl mit dir selbst irgendwann auf die Erde zurück kehren. So ein tantrischer Orgasmus kann locker eine Stunde oder länger dauern, oder ich weiß nicht wie lange du das auch immer aushalten magst. Irgendwann musst du aber zurück in dein normales Leben. Und so eine Ego Auflösung die geht meist auch wieder zu Ende. Und vielleicht ist das auch gut so, damit du begreifen kannst, dass die Ego Auflösung noch nicht die ganze Befreiung ist.

Das ist eben auch eine Methode, wie man Bewusstseinszustände von Glückseligkeit erreichen kann und in dieser Glückseligkeit kann es sein, dass das man eine Ego Tod Erfahrung hat. Dieses hochenergetische Gefühl transformiert das Bewusstsein. Deshalb, muss man auch mit dieser Technik sehr respektvoll umgehen! So eine Tantra Session ist eine transformative Erfahrung, die man am besten in ein Ritual einbettet, und sich ein bisschen mit Dosis, Set und Setting beschäftigt. Also bei aller Freude bitte nicht übertreiben.

Normalerweise spürt man, dass das nichts für einen ist, wenn man eben spürt, dass das nichts für einen ist. Man hat dann einfach irgendeinen Widerstand zb. so etwas zu üben. So einfach ist das. In dem Fall bitte auf diese Schutzhaltung achten, auch bei Partnern, die nicht von Tantra zu begeistern sind! Es kann sein dass da schwere Traumta vorliegen und die sollte man evtl. lieber umfassend und traumapsychologisch behandeln, als da mit hoher Energie ran zu gehen. 

In dem anderen Fall jedoch, wenn man sehr Neugierig ist, ist das eben auch ein Zeichen des Unbewussten. Interesse ist eine Einladung, dass man ruhig mit der Methode experimentieren sollte. Wenn man Angst bekommt ist das auch immer ein Signal. Also immer die Signale des Körpers beachten.

Wenn man mit diesen Techniken arbeitet, wird man schnell feststellen, wie intensiv diese Energieerfahrungen sind. So einer Erfahrung sollte man genügend Zeit einräumen, auch zur Integration. So ein kosmischer Orgasmus kann einen mal locker ein paar Tage umhauen - so wie eine starke LSD Reise. Ja wirklich so intensiv kann dieser kosmische Orgasmus werden. Also wer im Leben nichts verpassen will, der sollte das mal probieren. Haha.

Man läuft dann nur noch grinsend rum, als hätte man gekifft oder so. Das Ding ist, man muss sich an diese hohe Energie gewöhnen. Man sollte die Energiebahnen, die diese hohe Energie nicht gewöhnt sind nur langsam daran gewöhnen. Deshalb ist es auch gut, wenn man zusätzlich ein bisschen Energie Meditation übt, während diese eksatistischen Sessions, dann etwas besonderes darstellen. Ein High-Light, im wahrsten Sinn des Wortes.

Manchmal bekommt man so einen Art Kundalini Schmerz. Das ist ein Zeichen, dass man es zu wild getrieben hat und dass man die Intensität reduzieren sollte. Dann sollte man erstmal abwarten, ob die Symotome wieder von selbst zurück gehen, denn meist tun sie dass. Was auch hilft ist sich zu ärgern, sich so richtig in alltägliche Dinge zu verwickeln, damit kann man seine Energie meist sehr schnell runter bringen. Man beschäftigt sich zb. mal mit dem Bildungspoliti in Deutschland. Da schafft es keiner High zu bleiben. Nutze so ein Thema um, deine Energie bewussts auf die Erde zurück zu bringen.

Man macht ja auch nicht jeden Tag eine LSD Reise, zumindest nicht hoch dosiert. Das kann ja dann kein Mensch mehr verarbeiten, ständig nur ektatisch und high zu sein. Sei dir sicher, wer sich immer wieder dieser hohen Energien aussetzt, der wird in seinem Leben etwas anstoßen. Denn dieses Hochenergetische das macht was mit einem. Und selbst wenn du nicht weißt was du das anstößt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Wenn diese hohe Energie freigesetzt wird, werden damit dann automatisch alle Chakren aktiviert.


Es ist eigentlich nur die Frage, welche Art der Meditation einem mehr zu sagt. Man kann an der Öffnung der Chakren lange "arbeiten" (diszipliniert) – der Hedonist ist einfach Tantriker, wie der Dalai Lama zum Beispiel, der ist auch Tanktriker.

Und Tantriker können dann irgendwann auch die Energien anderer Menschen telepatisch fühlen, was dann auch zusätzlichen Raum bietet für spannende telepathische Erfahrungen. Ich lese ja immer eure Shared Dream Versuche, wenn ihr euch auf diese Weise miteinander verbindet, dann ist es leicht. Ihr müsst euere Energien synchronisieren um einen Sharde Dream zu haben.

Und Später, wird daraus dann die konkret gefühlte Erfahrung, die ganze Existenz zu sein. Du lernst dich in allem einzufühlen, weil du alles bist. Nun ja das ist immer diese Spiel mit dem Ego.

Man kann theoretisch telepathischen tantrischen Sex haben, wenn mans kann. Ich hatte mal einen Freund mit dem ich das eine Zeit lang üben durfte. Irgendwie ist uns das mehr so passiert. Von Selbst. Wir wollten eigendlich nur zusammen Klarträumen und wollten dafür unsere Energie synchronisieren. Ganz unschuldig, irgendwie. Haha.

Es hatte mit ihm auch nicht so eine starke Ausrichtung auf Sexualität, mehr auf Herzverbundenheit. Es war ein Verschmelzen im Herzen, was sehr schön war und unglaublich tief für mich ging. Und dennoch hatte das auch eine sexuelle Komponente, weil es für diese Art von ekstatischen und verbindenden Gefühle, eben gar keine anderen Begriffe in unserer Wirklichkeit gibt, als Sex. Das war wie Sex. Wie Sex, aus Mangel an anderen Beschreibungen.

Das war eine gemeinsame Samadhi Erfahrung bzw. ein Samadhi, bei dem die Trennung zwischen ihm und mir weggefallen ist. Meist kann man sich mit einem einzelnen Meditationspartner tiefer einlassen. Ein andere Mensch erfährt das Verschmelzen her mit einem Freund, also gar nicht so sexuell. Das kann eben verschieden sein.

Irgendwann versteht man aber auch, dass dieses tantrische Verschmelzen nicht unbedingt eine Frage sexueller Intimität ist, sondern eine sprituelle Erfahrung, die nur auf diese Weise zu dir kommt. Und dann machst du dir auch nicht zwingend mehr so viel daraus, ob sich das jetzt sexuell anfühlt. Auf der anderen Seite gibt es wahrscheinlich nichts schöneres was zwei Liebende miteinander spielen können. Aber du siehst Sex irgenwann immer mehr auf der Ebene von Energie und du lernst auch zu verstehen, warum du einem Menschen begegnest und das Liebe und Sex auch nur eine verführerische Art ist, dein Bewusstssein zu lenken. Aber man muss ja nicht alles entwerten, nur weil man die Leerheit der Erscheinug erkannt hat. Das wäre ja schade.

Grundsätzlich brauchst du für diese tantrische Verschmelzungs Erfahrung niemand Zweiten. Du kannst das nur mit jemandem teilen, aber dann ist das schon wieder eine Projektion auf einen Partner. Und die Ego Geschichte wird Größer und Größer. Es ist alles deine Energie. Du bist das alles.

Leider geht dieser Aspekt im (Neo) Tantra Bereich manchmal ein bisschen unter, weil die Vorstellung doch sehr stark vorherrscht, dass du einen Partner brauchts. Es ist so, manchmal hast du einen Partner und manchmal hast du keinen. Wenn nicht, dann brauchst du ihn nicht. Dann geht es darum dich ganz auf dich Selbst auszurichten.
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#3
08.07.2024, 08:48
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Gemeinsame Meditation in der Gruppe stimuliert die Chakren ebenfalls, so dass sich Chakren schneller öffnen. Besonders reizvoll ist das natürlich in einer Beziehung mit jemanden dem man dann auch noch sehr anziehend findet. Bei mir kam das alles für eine kurze Zeit in meinem Leben immer mal wieder zusammen und so bin eigentlich viel zu kurz zu diesen Erfahrungen gekommen, und dann landete ich schon mitten in der der spirituellen Krise und mir wurde das energetisch zu viel.

Und so hatten wir dann auch einen Shared Dream (gemeinsamer Klartraum), weil wir uns auf diese Weise energetisch und telepathisch miteinander verbunden hatten, vor allem im Herz Chakra.

Umso feiner dann die Wahrnehmung des Energiekörpers wird, umso intensiver und lustvoller wird das Ganze. Manchmal löst man sich in Mitten von Liebe und Freude auf. Man kann sehr beeindruckende Dinge mit seiner Sexualenergie machen, die zu hochenergetischen Bewusstseinserfahrungen führen. Und Spaß macht das außerdem. Das ist so eine Methode, da macht das Üben schon mehr Spaß als das Ziel Klarträumen hahah.

Aber auch jenseits von sexuellem Tantra, kann eine gemeinsame nicht sexuelle Herzmeditation eine Energie von freundschaftlicher Herzverbundenheit erzeugen, die die Chakren stimulieren. Ähnlich einer Umarmung zwischen Freunden. Hier können Gefühle von Geborgenheit und Sicherheit eine Rolle spielen. Bei meinem damaligen Lehrer, war es ein Bedürfnis sich anzulehnen. Und dann verweilt man einfach in diesem Gefühl.

Wenn man dann schon gelernt hat Energie telepatisch wahrzunehmen, dann kann man sich so auf nicht physichen Weise ein eine Person ausrichten. Durch diese Praxis fallt die Idee, dass man Menschen physisch Begegnen, muss auch immer mehr weg. Man beginnt sich selbst als Feinstoffliches Wesen zu erkennen, denn in diesen hohen Energiezuständen bildet man ganz unweigerlich seine anderen Energiekörper aus, die zu den Leben in nicht physischen Bereichen gehören. Wir können hier auf der Erde gar nicht alles leben was wir sind. Wir sind mehr als unsere materielle Körper und das beginnt man mit diesen langsam Übungen zu (be)greifen. Wir müssen das oft erst erfahren, damit wir das ganz verstehen können.

Und man kann in einer gemeinsamen Meditation auch auf die Qualitäten und sprituellen Erungenschaften der anderen zugreifen. Wenn eine Person zb. ein ausgeprägtes Herz Chakra entwickelt hat, dann können sich die anderen an diese Herz- Qualitäten anschließen und sich von dieser Liebe tragen lassen und in diesem Raum heilen. Es kann sein, dass man da eine Liebe und Geborgenheit erfährt, die man zuvor nie erlebt hat.

Wenn einer sich besonders gut entspannen kann, weil er das geübt hat, dann können alle anderen von seiner Entspannung profitieren und werden ganz ruhig, weil sie zu ihm werden. Wenn einer besonders gute Beobachter Eigenschaften aufweist, können andere ein besseres Meta Bewusstsein erfahren. Das ist im Prinzip wie in der Serie Sense 8 auf Netflix, wo diese Leute telepathisch miteinander verbunden sind. Ihr müsst Sense 8 schauen. Nur dass das wirklich funktioniert.

Man kann das auch als Gruppe praktizieren und damit eine lang anhaltende Verbindung untereinander schaffen und ich glaube auch dass das die Technik ist, um Shared Dreams auszulösen. Ich habe das einmal mit einer Gruppe erlebt. Wenn man eine Gruppe stärken will, dann kann gemeinsame Meditation, vor allem Herz Meditation eine sehr gute Methode sein.

Man schult beim Tantra ganz ähnlich wie beim SSILD seine Wahrnehmung für die innere Energie. Mit der Wahrnehmung dieser Energie scheint sie sich dann in Bewegung zu setzen, einen Lichtkörper freizusetzen und nächtliche Klarheit zu erzeugen. Und dabei bemerkt man dann in der Regel auch, wenn die Energie zu hoch wird. Dann kann man erstmal stoppen und eine Pause zur Integration machen und nachschauen, ob man noch gut geerdet ist.

Ich war damals in den Typen ein bisschen verliebt und auch das war ein Grund warum ich diesen Energieaustausch mit ihm nicht stoppen wollte, ihn nicht stoppen konnte. Es fühlte sich zu gut an mit seinem Herzen zu verschmelzen. Ich wollte nicht, dass das Gefühl von Herz aufhört und so wurde die Energie immer höher und höher und höher. Und da kam ich das erste Mal in den Bereich, wo ich erlebte, wie die Wachrealität und die Traumrealität zusammen fielen.

Auch gibt es Übungen, die die Energie im Notfall wieder runterfahren können, wie z. B. der kleine Energiekreislauf aus dem QiGong. Diese Übung sollte man am besten gleich mit üben, um im Falle von zu hoher Energie die Energie wieder runterzubringen.

Man bekommt dann auch ein Gespür dafür, welche physischen Tätigkeiten einen wieder erden und zurück in die physische Realität bringen, denn diese Energieübungen katapultieren einen auf andere Bewusstseinsebenen, wenn man sie intensiv übt. Dahin wo man sich eben nicht mehr so physisch und kausal wahrnimmt.

Im Kriya Yoga konzentriert man sich hauptsächlich auf das Stirnchakra, da man glaubt, dass dort der Sitz des Metabewusstseins ist – der Beobachter. Das passt ja zu unserer westlichen Vorstellung vom präfrontalen Kortex. Deshalb wird dieses Beobachter - Chakra, wie ich das Stirn Chakra mal nenne, im Kriya Yoga zuerst geöffnet, damit der Beobachter ausgebildet wird, bevor sich die anderen Chakren öffnen.

Den Beobachter zu schulen, das ist aber nur die Vorbereitung. Das eigentliche Erwachen, worauf auch Traumyoga abzielt, ist das Erwachen des Herzchakras, das Erwachen der Liebe und des wahren Selbst.

Dieses Herz ist die Klarheit, weil die Klarheit eben nicht im Verstand alleine begründet ist. Es ist die totale Hingabe zur Wahrhaftigkeit. Es ist mehr eine Herzens Klarheit, die wie ein Urgrund allen Seins ist, die im Alltag aber oft verdeckt ist, hinter unseren ganzen Konditionierungen, die uns hindern unser wahres Selbst zu leben.

Wenn sich das Herz Chakra einmal intensiv öffnet, ist das im Grunde wie ein Drogenrausch, der das Bewusstsein und die Sicht auf die Realität für immer verändern wird bzw. der uns vor die Ebene des Ego bringt, ins wahre Selbst.

Wenn man sich das so anhört, kommt man irgendwie zu dem Schluss, dass es letztlich egal ist, welche Technik man nutzt, welches Chakra man als erstes aktiviert, solange man die Übung mit vollster Hingabe ausführt. Ich denke man wird sich immer das Chakra aussuchen, zudem man die beste Verbindung hat.

Ein „Beobachter“ Ego wird sich das Beobachten aussuchen, ein Herz Mensch das Herz Chakra, ein Mensch mit großer Libido, das Sexualchakra und ein Sänger oder Redner, vielleicht das Kehlkopf Chakra. Und ein andere fährt auf das Erd Chakra ab. Man findet seinen Einstieg, da wo man selbst einen starken Bezug hat und da startet die Reise.

Ich möchte diese Techniken jedoch nicht kleinreden, indem ich sage, macht es, wie ihr wollt. Es steckt eine Menge Energie darin und es gut sich an die Anweisungen der Lehren zu halten. Es ist eine sehr gute, aber auch sehr mächtige Methode, die sehr viel Respekt verlangt. Diese Methode ist auch gefährlich weil man eben sehr schnell zu viel Energie aufwirbelt.

Das war auch der einzige Moment, in dem ich jede Nacht Luzide Träume oder Astralreisen hatte, die ganze Nacht lang, ohne jede Technik. Tagelang, bis ich meine Chakren wieder verschlossen hatte. Es war eine Folge der hohen Energie. Solange meine Chakren alle offen waren, hatte ich nur noch Klarträume, die ganze Zeit.

Es gab gar keine Unbewusstheit mehr im Traum. Selbst das Unbewusste war durchschaut. Es gab auch niemanden mehr der schlafen musste, denn auch der war durchschaut. Das was sich dann zeigte, hat alles Durchschaut. Dieses absolte Durchschauen fand ich damals ziemlich gruselig, vor allem weil ich noch so viele unbewusste Baustellen hatte, nur die konnte ich irgendwie nicht einfach durchschauen, die musste ich lösen, ganz konktet. Ich war damals in meiner individuellen Persönlichkeit nicht reif genug, diese Umwälzung meines Lebens so schnell zu vollziehen.

Ich war nicht reif genug für diese krasse Öffnung des Bewusstseins, denn diese Meditation auf die Chakren bringt eine Energie hoch, die man nicht gewohnt ist, und in dieser Energie beginnt sich dann das ganze Leben zu transformieren. Es transformiert all deine Beziehungen und wenn die nicht von Liebe und Achtsamkeit geprägt sind, dann musst du dein ganzes Leben umbauen. Stell dir vor du hast eine Scheiß Job und scheckliche Eltern. Ich musste dann erstmal anfangen, mein Leben umzubauen, es viel mehr abzureißen. Und da ist dann alles auf den Prüfstand gestellt worden, was nicht mehr mit dieser hohen Liebes Energie kompatibel war. Das ist die Liebe die ich letztlich bin, als mein Selbst.

Ich musste die Chakren zum Teil wieder schließen - die damit verbundenen Wahrnehmungen hatten mich schlichtweg überfordert. Auch darüber kann ich viele Geschichten erzählen, wie ich es geschafft habe, wieder ganz Mensch zu werden, aber heute soll es ja um Tantra gehen.

Die Rückkehr zur Erde, das war kein Fehler, denkt das blos nie, dass irgendeine Gesschichte vom herausfallen aus dem Licht ein Fehler sei, denn Extase zu erfahren, oder sich gar in ihr aufzulösen ist noch nicht ganze Erleuchtung und um das zu verstehen, musste ich ohnehin zurück auf die Erde. Man muss ohnehin am Ende eines jeden Höhenfluges noch einmal auf die Erde, um Himmel und Erde miteinander zu verbinden, um auch die Erde ganz in sich aufzunehmen. Erleuchtung bedeutet nicht der Himmel zu sein, sondern Himmel und Erde miteinander im Herzen zu verbinden.

Wir denken aber anfangs, dass es nur rauf geht. Hier kommt die schlechte Nachtricht. Wo es rauf geht, geht es auch runter. Wer in Ekstase badet muss auch in die eigene Hölle hinabsteigen, denn man kann letztlich nur im Frieden leben, wenn man das Negative nicht ablehnt.

Es war auch schwer diese andauernde Ekstase und diese Wahrnehmungen wieder loszulassen, bei aller Extase und Bewusstheit, die ich schon mal erreicht hatte, wofür ich so lange meditiert hatte, mit diesen Methoden. Auch deshalb hat sich meine Spirituelle Krise so in die Länge gezogen, weil ich das Erreichte nicht loslassen wollte, und doch konnte ich damals noch nicht damit umgehen. Es war zu früh in meinem Leben. Es war zuviel. Ich wurde rausgekickt.

Aber wenn du Klarheit über die ganze Nacht haben willst, dann ist das Öffnen der Chakren ein schneller Weg dahin. Die Frage ist, wie sehr du es willst und was du bereit bist, dafür aufzugeben, denn das Leben wird sich ändern, wenn du beginnst, deine Chakren zu öffnen.

Es gibt eigentlich nur eine Frage: Wie sehr willst du es? Das ist die einzige Frage die zählt. Wenn die Frage beantwortet ist, ist der Weg egal. Der Weg wird dann entstehen als Folge deiner inneren Entscheidung. So ist es immer. Der Weg der sich offnet, ist die direkte Folge deiner inneren Entscheidung. Es braucht nichtmal einen Weg. Aber für die meisten Menschen braucht es noch einen Weg.

Da wären wir wieder bei der Matrix-Frage: Rote oder blaue Pille? Wie mutig sind wir denn?
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#4
08.07.2024, 08:50
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Einige Unentschlossene versuchen dazwischen noch irgendeinen anderen Weg zu finden. Es muss doch auch anders gehen, ohne so eine absolute Hingabe, ohne dieses absolute - Ja-  zum Weg mit allen Konsequenzen. Einige versuchen das. Ich beobachte das, aber mich interessieren die jenigen die aufs Ganze gehen.

Vielleicht hat Don recht. In seinem Profil steht: Es begann mit einem Tod. Und vielleicht ist dieser Tod einfach nur ein anderer Ausdruck für eine klare Entscheidung aufwachen zu wollen. Die volle Traumkontrolle also, oder gibts die doch nicht? Ich bin mir da unschlüsssig.

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So... ich komme euch mal heute mit meiner ganzen leidenschaftlichen Energie auf einmal, die ich im Versuch mich irgendwie an das hiesige rationale Weltbild anzupassen, oft noch zurück halte. Im Wissen, dass diese Leidenschaft des Herzens, diese absolute Klarheit eröffnet, denn Klarheit ist Herz und Herz (Liebe) ist Klarheit. Ich sage Klarheit und nicht Leerheit, aber das ist das Selbe. Die Buddisten sagen Form ist Leerheit. Lehrheit ist Form. Ich sage, Liebe ist Klarheit und Leerheit ist Liebe.

Diese Praxis der Klarheit wird aber auch Veränderungen im Leben anstoßen. Wenn die Chakren offen sind, wird man mit alledem konfrontiert, was man immer verdrängt hat. Es tritt dann aus dem Unbewussten hervor. Wie auch immer. Das kann man auf ganz verschiedene Weise erleben, mache erleben scheinbar seit der Corona Pandemie so eine Dunkle Nacht der Seele, in der alles Unbewusste ans Licht kommt. Und dann wird man in eine Geschichte hineingezogen, wo möglicherweise noch ein Ego am Ende stirbt. Wo ein Jesus artiges archetypisches Wesen gekreuzig wird, weil es sich für die Menschlichkeit eingesetzt hat oder so. Und viele erfahren diesen Übergang so, aber eben nicht alle. Manche erzählen sich die Geschichte eines Buddhas, der in der Meditation erwacht. Manche haben gar keine Geschichte, weil die sie Geschichte nicht gebraucht haben, für den Prozess.

Es ist egal, ob man so eine Geschichte hat, in der der Held am Ende stirbt oder nicht. Wichtig ist, ob man die Geschichte durchschaut hat oder nicht! Wichtig ist, dass man sich nichts draus macht, außer dass man sie vielleicht gerne zu Lehrzwecken oder zum Spaß erzählt. Dann kann man ruhig eine Geschichte haben. Das ist zumindest meine tantrische Sichtweise darauf. Andere spirituelle Schulen sehen das anders, die sind da sehr steng und vebieten sich überhaupt eine Geschichte zu haben. Bei Tantrikern ist das Glas eher halb voll, sogar dann  wenns schon leer ist. Haha.

Und möglicherweise war Klarheit über die ganze Nacht auf dem Weg nur die Karotte für eine größere Klarheit, die über weitere Zuständen hinaus geht. Jeder Klarträumer träumt davon die ganze Nacht lang Klarträumen zu können.

Nur denke ich zum Ego Tod eben, dass das Ego sterben nie endet. Es ist für mich ein nie endender Prozess von Werden und Vergehen. Ich erfahre es mehr als eine nie endende Suche, bei der man nur irgendwann immer mehr begriffen hat, das Extase und Klarheit auch noch nicht Erleuchtung ist, weil sie immer noch Erscheinungen sind. Und alles was eine Erscheinung ist kann es nicht sein.

Aber am Ende vereinigt sich der Sohn mit dem Vater, wie das in der Bibel dargestellt wird, und es vereinigen sich dann alle Erscheinungen, ob vor oder hinter der Kamera. Eine Lehre ziehlt immer darauf ab, einen ganz bestimmten Weg zu offenbaren, einen ganz bestimmten Blickwinkel abzubilden, aber jede Lehre ist noch eine zu viel. Am Ende muss man drauf scheißen. Aber bis dahin musste man sich an die Lehre halten.

Und man begreift dann immer mehr dass diese Suche nach sich selbst, die Suche nach Erleuchtung ewig so weiter geht, und man aber die Idee aufgegeben kann, irgendwas zu finden, wo man sagen könnte, jetzt bin ich angekommen. Es kommt einfach immer nur das Nächste, aber es gibt kein Ende und vielleicht kann man bei diesem Gedanken begreifen, es gibt deshalb auch keinen entgültgen Tod, denn man ist die Ewigkeit selbst.

Auf meinem Weg kann ich sagen, ist der größte Schatz den ich gefunden habe, meine Menschlichkeit, und auch das unterscheidet sich stark von anderen Lehren, die zb die Leere betonen und den Menschen überwinden wollen. Wie kommt das? Soll man nun ganz Mensch werden, oder ganz Leer? Ich würde sagen sowohl als auch. Das hängt einzig von Weg ab, wie man das betrachtet und muss am Ende nochmal durchschaut oder durchbrochen werden, wenn man zu sehr an der ein oder anderen Seite des Wegs anhaftet.

Und alle Erscheinungen sind Ausdruck dieser einen Ewigkeit. Deshalb kann jedes Ankommen in irgendeinem Klarheitszustand oder in irgendeinem Glückseekigkeitszustand auch nie ein entgültiges Ankommen sein. Wenn es überhaupt ein Ankommen gibt, dann in der Erkenntnis zu versagen, irgendwo anzukommen und zu zu verstehen dass es nie endet. Es gibt absolut keinen Ausweg. Du bist das. Das das alles hier. Aber meist sind wir identifiziert mit einer Person, die einen Ausweg aus einer Situation sucht oder die einen Ausweg gefunden hat. Noch schlimmer, denn dann verkauft die Person den Ausweg, ist aber immer noch in der Geschichte gefangen. Ich habe auch oft Auswege verkauft und für die Ebene des Relativen gibt es damit auch kein Problem.

Wenn Menschen behaupten, sie seien irgendwo in der Erleuchtung angekommen oder hätten etwas gefunden, ihr Ego sei gestorben, das Rad der Widergeburt überlistet, dann sind sie garantiert nicht erleuchtet, denn es gibt nichts zu finden. Alles, was man finden kann, ist nur eine Erscheinung im ewigen Traum.

Daher kann uns auch keine Ekstase zur Erfahrung der Erleuchtung führen, denn Ekstase ist immer noch eine Erscheinung. Das mag jetzt so klingen, als würde Tantra zu nichts führen. Ja, genau. Hä? hast du uns nicht gerade angespriesen, dass diese Übungen zu Erleuchtung führen können. Ja genau! Die Wahrheit ist paradox. Man muss oft den Weg erstmal gehen, nur um zu begreifen dass der Weg leer ist. Manche Gurus erzählen euch nur die halbe Wahrheit. Aber ich kann das nicht, weil ich irgendeinen Deal mit der Wahrhaftigkeit habe.

Und dennoch kann es sein, dass wir diese von Glückseeligkeit und Verschmelzen Erfahrung machen müssen. In anderen spirituellen Lehren, wie im Zen, versucht man, diesen Verlockungen eher auszuweichen, indem man sich nicht von besonderen Bewusstseinszuständen verführen lässt. Da schaut man auf eine weiße Wand. Was für ein Kontast.

Im Advaita Vedanta versucht man, diese Verführung sich wieder ein eine Erscheinung zu verlieren durch logisches Verstehen zu durchschauen, indem man erkennt, dass jede Erscheinung nicht das sein kann, was du bist und immer wieder übst darauf zu achten.

Buddha sagte, dass du das Floß, mit dem du den Fluss überquert hast, nicht länger mit dir herumschleppen sollst. Er meinte damit auch, dass du die Lehre, die dich bis hierher gebracht hat, wieder loslassen sollst, denn mit einer Lehre in der Hand, oder mit irgendwas in der Hand, was du noch weißt oder gefunden hast, kannst du das Para - Dies nicht betreten.

Dies gelingt besonders gut durch eine entgegengesetzte Lehre, denn diese wird die Schatten deines Weges aufzeigen. Deshalb überrascht es mich nicht, dass Chögyam Trungpa (Tantra) eine Freundschaft mit Shunryu Suzuki (Zen) hatte, denn sie spiegelten sich gegenseitig ihre Schatten- Wege. Wunderbar! Und wenn dann zwei Menschen noch so bewusst sind, den Weg des anderen ebenfalls zu würdigen - Das ist wirklich selten. Dafür muss man den Weg des anderen ebenfalls verstehen. Das ist wirklich besonders. Den anderen mit seiner Erfahrung einfach da sein zu lassen, dazu muss man nämlich auch den Weg des anderen durchschauen. 

Aber ob Tantra, Zen oder Advaita, diesen Lehren zu folgen, dass sind auch alles nur Taktiken und keiner weis welche Taktik am Ende den Vorhang fallen lässt. Man braucht einen Weg, und dann muss man seinen eigenen Weg am Ende nochmal überwinden, weil eben jeder Weg noch zu Vorstellungen führt, die wieder überwunden werden müssen.
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#5
08.07.2024, 08:50
[+] 4 User sagen Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Ich habe heute so eine Leidenschaftlichkeit in mir. Die musste ich hier und jetzt und hier ausdrücken. Und jetzt kommen wir zum radikal ehrlichen Part meines Textes, der Part der mir heute beim Schreiben viel bedeutet hat.

Ich hatte heute 40 Mikrogramm LSD genommen und war daher irgendwie in einem Art Rausch, als ich diesen Text hier geschrieben hatte. Ich hatte mich heute mehrere Stunden mit etwas ziemlich Traurigem beschäftigt, da fing die Wirkung des LSD Trips gerade erst an. Dann habe ich diese Trauer herausgeweint und als ich so richtig drauf kam, habe ich diese Unterhaltung hier gefunden und gelesen und plötzlich hatte dann voll die Lust, euch den Tantra Guru zu spielen. Ich weiß gar nicht wie die weibliche Form des Gurus heißt.

Der Guru - Eine Rolle, die mir irgendwie inne liegt, die ich mir aber auf der anderen Seite meist nicht ganz erlaube oder nicht so recht weiß, wo und wie ich diese Guru Rolle in meiner humanistisch ausgelegen Welt überhaupt ausleben und spielen leben soll.

Meine Praxis der "Radikalen Ehrlichkeit" hat mich heute dazu bewegt, diese Rolle deshalb mal ganz bewusst zu spielen ohne etwas zurück zu halten und das hat sich unglaublich integrierend für mich angefühlt. Das ist auch Tantra. Tantra ist die volle Akzeptanz dessen was ist. Volle Hingabe, mit voller Emotionalität in eine Situation hinein springen, dabei aber wie in einer Meditation, die Situation immer beobachten und immer wieder Akzeptanz finden für alles was in Erscheinung tritt. Mit dieser Haltung habe ich mir heute voll bewusst erlaubt ein Guru für euch zu sein.

Ich verwehre mir die Guru Rolle oft, weil das ja nicht meinem Bedürfnis nach Augenhöhe und Co-Kreation entspricht. Die Gruu Rolle passt nicht zu meinem sozial bevorzugten Mem (grün). Ich möchte kein Oben, Unten, Höher, Weiter, Besser, als du. Und jeden den ich da oben auf einem Podest sehe, dem reiße ich das Podest weg. Ich bin ein Guru Killer.

Aber manche Dinge habe ich eben sehr intensiv erforscht und so habe ich auch da viele Erfahrungen, die ich irgendwie mit der Welt teilen muss. Ich muss einfach, nur mit wem? Als Guru braucht man doch Schüler. Aber ich habe keine Schüler, zumindest keine die meiner Lehre würdig waren und bereit gewesen wären diese Art der Belehrung mit der vollen Hingabe zu empfangen. Und was ist ein Lehrer ohne Schüler?
Wie klingt das Geräusch einer klatschenden Hand? Ja so fühle ich mich die ganze Zeit, wie ein Hand wo die andere Seite fehlt. Da ist diese unbändige Energie zu lehren und ich weiß nicht wohin damit. Ich bin keinem einzigen Menschen begegnet, der so eine Hingabe hatte, wie ich sie in mir erlebt habe. Und dann sitzt man da und übt sich in Geduld, aber man muss mit den Energie irgenwo hin.

Manchmal kämpfe ich dann mit den anderen Gurus im Außen, das sind dann ja die Schattenaspekte meiner Nicht-Guru-Erfahrung. Nur weil ich mir selbst nicht erlaube ein Guru zu sein. Da sehe ich dann wieder was ich doch für ein Glück hatte, dass mir diese Guru Rolle nie gelungen ist umzusetzten, wenn ich den ganzen Machtmissbrauch sehe, der da abgeht. Und deshalb habe ich mir heute mal ganz bewussts erlaubt ein Guru zu sein. Haha.

Ich weiß nicht ob ihr das jetzt versteht, wie ich das meine, wenn ihr das hier lest, ich bin halt grad voll auf LSD und habe so tiefgreifende Erkenntnisse heute, wie sehr ich diese Rolle immer in den Hintergrund dränge, während sich der Guru, der ich bin (in den Schatten verdränge) und sich der dann an allen Seiten hindurch quetscht und alle belehrt, die nicht bei 3 auf dem Baum sind. Es gibt keinen Freund, den ich nicht belehre, auch wenn er nicht gefragt hat. Und diejenigendie heute noch meine Freunde sind, sind diejenigen die mir das nicht übel nehmen, weil sie wissen, ich kann nicht anders.

Ich kann halt nicht ohne Menschen zu belehren. Und ich weiß nichtmal mehr wohin das überhaupt führen soll. Das ist meine Berufung. Wissen zu vermitteln ist als Enneagramm Typ 5 meine Berufung. Es ist die Begeisterung für das Verstehen. Weil ich selber gerne lerne, lehre ich auch gerne, denn das hängt beides unmittelbar miteinander zusammen. Aber manchmal denke ich auch, dass es der schlichte Wunsch nach Austausch mit Geichgesinnten ist, und dass es ganz kindliche Bedürfnisse sind, nach Nähe, nach Verstanden werden, nach Tiefe, nach gesehen werden, eben all das was ich als Kind nicht hatte. Und man wünscht sich auch einen Freund mit dem man diese ganzen krassen Erfahrungen teilen kann.

Aber der Guru passt so gar nicht zu meiner Auffassung, dass ich mit Menschen, ja mit Freunden auf Augenhöhe sein möchte. Ich weiß nicht wie ich diese beiden Sichtweisen vereinen kann?

Ich will einfach dieses Wissen vermitteln, und diese Techniken lebendig lehren. Ich bin dieses Wissen und ich muss drüber reden und schreiben. Ich bin dazu geboren und weiß nicht wohin damit. Und deshalb hasse ich manchmal alle erfolgreichen Gurus da draußen (insgeheim), die da ihren Weg gefunden haben, das zu leben, während ich das mit meinem Bedürfnis nach Augenhöhe irgendwie nie vereinbaren konnte und deshalb immer sabotiert habe.

Ich weiß nur, dass ich, um auf Augenhöhe zu sein, den Guru immer in den Schatten drängen muss und ihn nicht so offen lebe, wie ich das auf der anderen Seite gerne täte.

Ich bin ein Guru-Killer. Mein Spezialgebiet sind diejenigen, die glauben, sie hätten schon alles erkannt. Die belehre ich dann mit dem Gegenteil. Es ist auch irgendwie ein Spiel, zumindest mit den Menschen, für die diese Rolle nichts mehr bedeutet. Mit denen ist es ein Spiel. Wer sich jedoch irgendwie kompensatorisch in dieser Guru-Rolle eingerichtet hat, für den ist es kein Spiel. Für den bin ich jemand, der diese Guru-Rolle gefährdet, denn ich mache das Ego sichtbar, das manche schon glauben überwunden zu haben.

Ich habe das große Glück, dass ich mit meiner spirituellen Arbeit kein Geld verdienen muss. Dies ist nur möglich, weil ich dank meiner Rente finanziell abgesichert bin. Ich bin sehr dankbar dafür, denn nur dadurch bin ich frei. Vielleicht ist es auch eine Art Gnade, ein Guru für andere Menschen zu sein. Vielleicht kann man einen Teil der Rolle einfach so stehen lassen, weil es nichts macht. Das macht dann auch nichts mehr. Haha.

Heute zeige ich mich mal so, als Guru. Haha. Nicht dass ich das sonst nicht tue, aber ich tue es heute ganz bewusst, ohne diese Rolle in mir selbst zurückzuweisen. Das ist auch Radikale Ehrlichkeit und das wra wirklich sehr bewegend heute, als ich diesen Text schrieb und mir das alles bewussts wurde.

Und dabei fühlt es sich gerade an, als ob die Sonne auf mich scheint, dabei ist das nur das Licht vom Bildschirm, aber das Gefühl ist gerade pure Glückseligkeit. In mir ist alles am Strahlen und in diesem Strahlen ist gerade so viel Leichtigkeit, und so viel Humor, und wenn dass mal nicht die Chance ist, euch eine Einweihung in geheime tantrische Lehren, zu geben, haha, weil die werden nur von Lehrer zu Schüler mündlich übertragen. Die kann man zwar ín jedem Buch nachlesen, aber nur so sind diese Lehren mit der besonderen Energie aufgeladen. Fühlt euch also bitte alle eingeweiht. Haha.

Ich sah heute plötzlich, wie sinnvoll es doch ist, dieses Wissen zu teilen, weil ich wirklich kaum gute Texte über Tantra finde, die sich mit dem rein energetischen Teil beschäftigen.

Und die Anerkennung meines Guru Anteils, war mehr heute ein Ego Tod, als der klägliche Versuch einer bescheidenen Zurückhaltung. Es war ein Ausbruch, von etwas was ich unbewusst immer zurück gehalten hatte. Und jetzt erlaube ich mir, ein kleines bisschen ein Guru zu sein, 10 % nur um mich danach wieder auf Augenhöhe einzureihen.

Auf LSD war das heute total befreiend voll bewusst diesen Guru inmir raus zu lassen. Wenn ich keine Schüler habe, dann muss ich meine Freunde belehren. Das ist manchmal für beide Seiten unbefriedigend.

Ich hoffe dass Ihr mittlerweile auch im Lachen angekommen seit, wenn ihr das hier lest und alles nicht so ernst nehmt, außer die Übungen natürlich, die ich euch hiermit offenbart habe.

Ich muss gerade ständig lachen und geheult habe ich zwischenzeitlich auch mal, aber mehr vor Freude. Das war sehr befreiend. Es haben sich heute so viele Dinge befreit, erst die Trauer wegen meiner alten Arbeit, dann die Freude über meine neue Arbeit, sagt der Scherzkeks in mir. Haha.

Es war schön, das heute mit euch zu teilen, mein kleines Guru dasein, aber im Grunde bin ich das ja immer, ein Klugscheißer, Besserwisser und Lehrer, nur dass ich nicht weiß wohin damit und den Teil eben ständig unterdrücke, weil ich darum weiß und doch allen mit dem unterdrückten Guru Schatten damit auf den Wecker gehe, weil ich glaube dass Augenhöhe die Beziehungsbene ist, die ich am meisten Schätze. Die Ebene von Herz zu Herz.

Und dafür musst sich der kleine Guru der ich bin, in mir eben immer zurück stellen, weil ich ja sehe, wohin diese Rolle bei anderen Guru Lehrern oft führt, meistens nicht zu einer Herz zu Herz Begegnung, meistens zu spirituellem Missbrauch, auch wenn der manchmal nur ganz subtil geschieht und nicht immer überhauot der Rede wert ist. Ich bin da nur eben sehr sensibilisiert und sehe immer auch den kompensatorischen Aspekt jeder spirizuellen Bypassung Handlung.

Das LSD umgeht die Ego Filter und da sieht man mal wieder, das Ego ist nicht immer nur der Angeber, oder der sondern manchmal zeigt sich das Ego auch in der Zurückhaltung, die zum Problem wird. Und plötzlich musst du dich um dein Ego zu überwinden in den Mittelpunkt stellen, weil du das immer vermieden, hast. Ja vielleicht musst du der größte Angeber und Lehrer sein, der die Welt je gesehen hat. Es ist immer das was am meisten Angst macht, was man tun muss.

Und so sehe ich gerade mit einer enormen Klarheit, dass ich eigentlich dieser Guru bin, ja mit ganzem Herzen, mir aber diese Rolle bisher verweigere und auch nicht so recht weiß, wie ich den spielen soll, wenn doch Augenhöhe, Co Kreation und Freundschaft, so wie wahrhaftigkeit so wichtig für mich sind. Aber ich sehe gerade so klar wie noch nie, dass ich dieser Guru bin und dem einen Raum zum Wirken geben muss, damit er tun kann, was er tun muss, wozu er bestimmt ist.

Also Falls ihr also mal einen Guru, eine Tantra Lehrerin für Energiemeditation braucht: Ich stehe euch für Fragen zur Verfügung.

Und Steffi ist nicht erleuchtet. Ich bin ein Jnani, ein Wissender, ein Enneagramm Typ 5. Wo noch ein Wissender ist, ein Versteher, da ist keine Erleuchtung.

Und manche scheiden sich an der Frage, ob die Liebe auch noch eine Idee ist. Ich denke da ist die Wahrheit  niemals so eindeutig. Kommt drauf an von wo aus man die Sache betrachtet. Ich würde mich da nicht festlegen wollen, denn jede absolute Wahrheit ist realtiv. Und im Festnageln macht man´s meiner Meinung nach wieder kaputt. wink.

Manchmal macht das hier alles keinen Sinn mehr für mich, aber es sind eben so viele alte Emotion, alte Energien in diesen Rollen gespeichert, und selbst in den Rollen, die ich nie gespielt habe, weil ich sie mir verweigert habe. Das ist dann der latente Schatten. Das sind alles unerfüllte Sehnsüchte und Träume, die die man nie leben konnte, sich plötzlich mit aller emotionaler Wucht entladen wollen, weil sie ins Bewusstsein treten. Bei Tantrikern läuft das emotionaler ab als im Zen oder im Advaita. Da sind Vorstellungen und Hoffnungen (manchmal die des kleines Kindes) die ausgesprochen werden wollen, die beweint, aber auch voller Freude belacht oder gar gelebt werden wollen.

Ich habe heute intensiv geweint und gelacht. Voll emotional identifiziert und doch mit Abstand betrachtet. Das war ein guter Tag. .  normal
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#6
17.07.2024, 23:18
[+] 2 User sagen Danke! Osiris für diesen Beitrag
Ich hatte drüber nachgedacht, dir nach deiner Geschichte im online Treff, die bei mir anklang, eine PN zu schicken zu MDMA. Da habe ich jetzt diesen Thread gesehen und sehe, du bist auch DA schon gut unterwegs mit LSD biggrin

Das ist ein riesen Text, den ich bisher nur halb überflogen habe und zu dem ich schon einiges zu sagen hätte. Ich hoffe, ich finde demnächst die Zeit dazu.
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#7
18.07.2024, 12:36
[+] 3 User sagen Danke! tanjasin für diesen Beitrag
(17.07.2024, 23:18)Osiris schrieb: Ich hatte drüber nachgedacht, dir nach deiner Geschichte im online Treff, die bei mir anklang, eine PN zu schicken zu MDMA. Da habe ich jetzt diesen Thread gesehen und sehe, du bist auch DA schon gut unterwegs mit LSD biggrin

Ich gehe mal davon aus, dass Steffi von dem aktuell legalem LSD-Derivat (was ist das gerade? 1S-LSD?) spricht ... nicht dass hier noch jemand Anstoß daran nimmt dozier
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#8
18.07.2024, 18:58
[+] 2 User sagen Danke! Raipat für diesen Beitrag
wow, krasse Texte Steffi! Kann ich alles nachvollziehen. Einfach wow.
Ja, wenn das einmal auf ist, geht es nicht mehr anders. Nach solchem Sex gibt es keinen normalen mehr, und sobald die Schlange sich regt und aufsteigt, gibt es nur noch Wachstum oder Tod. Die Zustände muss man halten können. Nichts ist mehr wie davor. Schaltkreise 5-8 bei Wilson/Leary.
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#9
Vor 7 Stunden
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Natürlich spreche ich von dem aktuell legalen LSD Derivat. Aktuell ist es das 1S - LSD und in Deutschland frei verkäuflich.

Ich finde es jedoch falsch die Gefährlichkeit vom Status der Legalität abhängig zu machen. Das ist es mit Nichten! Alkohohl und Nikotin sind unter wissenschaftlichen Aspekten die gefährlichsten selbst- und fremdgefährdenden Substanzen.

Unabhängig vom Status der Legalität, sollte man sich bei jeder Substanz gut über Dosis, Set und Setting informieren!

Man sollte vorber am Besten viel über Psychedelika lesen, auch zb. wie man mit Horror Trips umgehen kann, die unweigerlich passieren können, gerade wenn man ein Typ ist, der sonst immer alles unter Kontrolle hat. In solchen Zuständen wo das Ego loslässt, bricht diese Scheinbare Kontrolle weg und dann zeigt sich das Unbewusste, ungeschönt und alles was man sonst unter den Teppich gekehrt hat, bricht hervor. Das kann Lebensverändernd sein.

Bei mir zeigt sich der Ausbruch aus dem Ego tatsächlich oft in Form von Freude, Leichtigkeit und Freiheit, weil ich das durch meine Strenge oft unterdrücke. Ich habe aber auch schon Ängste erlebt. Da ich bisher nur sehr kleine Dosen nehme, konnte ich das händeln.

Ich denke man sollte vor der Einnahme von Psychedelika grundlegende Skills in emotionaler Selbstregulation gelernt haben, oder aber sich professionell begleiten lassen, wo ein Begleiter diese Aufgabe der emotionalen Regulation übernimmt.

Man kann viele Gefahren minimieren, wenn man sich auf so eine Reise gut vorbereitet und einen bewussten sicheren Rahmen gestaltet. Besser ist es erstmal nur eine sehr kleine Dosis zu nehmen.

Gut ist auch ein Trip Sitter vor allem bei einer ungewohnten Dosis und dass man das nicht an einem unruhigen Ort macht. Also nicht auf Partys oder in der Discos, am besten auch nicht Draußen, zumindest so lange bis man etwas geübt ist. So lange bitte immer an einem sicheren Ort, wo man Ruhe und Rückzug hat.

Man kann sich damit auch das Leben zerstören und an einer Psychose oder "Hallucinogen Persisting Perception Disorder" (HPPD) erkranken. Bei HPPD erleben Betroffene wiederkehrende visuelle Störungen und Halluzinationen, die lange nach dem eigentlichen Konsum des Halluzinogens auftreten können.

Besser ist man bereitet sich wirklich gut auf so einen Trip vor, als dass man sowas dann Jahrelang nachbereiten muss, aus eigener Erfahrung.

Die meisten Menschen die an einem von beiden erkrankt sind, haben nicht auf Dosis, Set und Setting geachtet und sind unvorsichtig mit den Substanzen umgegangen. Viele haben eine Überforderung erlebt, weil sie an einem völlig ungeeigneten Ort, eine Erfahrung mit einer viel zu hohen Dosis hatten und gar nicht wussten, wie sie sich im Falle einer emotionalen Überreaktion regulieren sollen.


>>>

Zitat:Raipat sagt: Nach solchem Sex gibt es keinen normalen mehr

Ja das habe ich auch festgestellt. Normer Sex kann da von der Gefühls Intensität einfach nicht mehr mithalten. Für meine Beziehung mit einem nicht spirituellen Partner ist das schwierig zu verstehen.

Aber ich verstehe dennoch nicht, wie ich den Überschuss an Energie in die Traumwelt lenken kann. Ich bin dann immer nur unendlich wach und euphorisch. Irgendwas fehlt mir da noch.
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RE: Tantra, Traumyoga und Gurus
#10
Vor 6 Stunden
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Nochmal zum Thema Kundalini und Tantra: Vor eniger Zeit habe ich mich verliebt, und obwohl ich mit der Person kaum wirklichen Kontakt hatte, hat mich allein seine Existenz und sein Geist inspiriert und dadurch scheinbar stimuliert. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich meine Liebe voll zugelassen, ohne etwas zurückzuhalten, ohne Taktik (von Schüchternheit), ohne Kontrolle, ohne Erwartung.

Früher hatte ich immer Angst vor meiner Liebe, weil ich als Kind Liebe ja auch nur in der Kombination mit Zurückweisung kennen gelernt habe. Und wahrscheinlich war ich genau so stürmisch wie ein Kind, denn ich musste diese Energie befreien. Diese Erfahrung meine Liebe völlig offen fließen zu lassen, hat mir über Monate hinweg einen erheblichen Energieschub gegeben. Selbst wenn man zurück gewiesen wird, kann man das für sich nutzen, wenn man sich nicht von der Reaktion eines anderen Menschen abhängig macht.

Diese Offenheit, die Liebe fließen zu lasen, hat die Kundalini massiv aktiviert. Im Tantra gibt es den Begriff des Talorgasmus, wo die Energie nach unten geht. Diese Orgasmen kamen zu der Zeit des intensiven verliebt sein mehr mals tägllich von alleine, allein durch Gedanken an die Person, ohne jegliche physischen sexuelle Stimulation. Das habe ich bisher nur mit Menschen erlebt für die ich so eine innere Faszination hatte. Du sitzt vor deinem Computer Spiel und plötzlich spürst du die Person und es entsteht ein miteinander Fließen, dass so schön ist, dass das alle anderen Gefühle in den Schatten stellt.

Einmal erlebte ich eine etwa 1,50 Meter breite Säule, die vom Boden bis über den Kopf reichte, aus reiner Liebesenergie um mich herum, in der ich mich beinahe "verlor", weil diese Intensität an Liebe kaum auszuhalten war. Beinahe wäre mein Ego darin gestorben.

Die Lektion daraus war, dass ich meine Liebe nicht davon abhängig machen soll, wie die andere Person auf mich reagiert. Früher war das so. Da war so ein, wenn du mich zurückweist, dann stelle ich meine Gefühl für dich ein. Und es ging darum, trotzdem offen zu bleiben, in der Liebe zu bleiben, bedingungslos.

Ich habe festgestellt, dass mein Energiefluss mehrmals wieder eingebrochen ist, weil die Person mich keines Blickes würdigte. Aber dann schaffte ich es wieder, den Fokus auf die Liebe zu lenken, statt auf die ausbleibende Reaktion und ich konnte die Energie mehrmals wieder in Gang setzen.

Es geht hier scheinbar darum, die Liebe wirklich bedingungslos werden zu lassen. Dies habe ich noch nicht vollständig erreicht.

Dieser Talorgasmus ist ein anderer Orgasmus als der, den man durch Übungen erzeugt; er ist das Ergebnis einer inneren Haltung von Bedingungslosigkeit. Ich glaube dass sich dabei Energie aus den oberen Chakren absenkt, ins Herz, oder auch ins Sakral Chakra.

Ich glaube dass diese tantrischen Übungen die Fähigkeit diese Energien wahrzunehmen vorbereitet haben. Ich denke, dass das Bemühen darum jedoch immer mehr wegfällt und mehr so etwas wie "geschehen lassen" passieren kann und zwar dann, wenn man nichts mehr will. Das übe ich noch. Oder aber der Wille darf sein, aber eben in Form einer Kontrollierten Torheit. Das muss ich noch herausfinden.
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