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Klarträumen als therapeutisches Werkzeug» Führen Klarträume zu mehr Selbstwirksamkeit?

Klarträumen als therapeutisches Werkzeug
#1
13.05.2024, 16:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.05.2024, 16:44 von ichbinmehr.)
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Klarträumen als therapeutisches Werkzeug: Ein Weg zur psychologischen Selbstbestimmung.

Frage: Könnte Klarträumen eine Möglichkeit für Menschen bieten, die im Wachleben das Gefühl haben, wenig Kontrolle über ihr Leben zu haben, eine Referenzerfahrung von Kontrolle zu machen?


Zitat:Chat GPT sagt dazu: Klarträumen könnte tatsächlich für Menschen, die im Wachleben das Gefühl haben, wenig Kontrolle über ihr Leben zu besitzen, eine wertvolle Erfahrung von Kontrolle und Selbstwirksamkeit darstellen.

Im Zustand des Klarträumens sind die Träumenden sich bewusst, dass sie träumen, und haben oft die Fähigkeit, den Verlauf und Inhalt ihrer Träume zu beeinflussen.

Diese Erfahrung der Kontrolle im Traum kann das Selbstvertrauen stärken und möglicherweise dazu beitragen, auch im Wachleben ein Gefühl der Kontrolle zu entwickeln oder wiederzugewinnen (ganz wichtig bei traumatsierten Menschen).

Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass das Klarträumen therapeutische Vorteile haben kann, etwa bei der Bewältigung von Albträumen oder der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen.

Hier sind einige Beispiele:

    Therapeutische Anwendung bei Albträumen: Eine Studie von Krakow und Kollegen (2001) zeigte, dass das Training im Klarträumen dazu beitragen kann, die Häufigkeit und Intensität von Albträumen zu reduzieren. Patienten, die an chronischen Albträumen litten, lernten durch Klartraumtechniken, ihre Träume zu kontrollieren und erlebten eine signifikante Verbesserung ihrer Schlafqualität.

  Verarbeitung von Traumata: Forschungen, die von Ursula Voss und Kollegen durchgeführt wurden, deuten darauf hin, dass Klarträumen genutzt werden könnte, um Traumaerlebnisse im Traum zu rekonfigurieren und zu verarbeiten. Diese Ansätze sind besonders interessant für die Behandlung von PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung), wo Klarträumen helfen könnte, belastende Erinnerungen zu modifizieren und neu zu bewerten.

    Förderung der Kreativität: Eine Studie von Stumbrys et al. (2012) fand heraus, dass Personen, die regelmäßig klarträumen, auch in Wachzuständen tendenziell kreativer sind. Dies wird darauf zurückgeführt, dass das bewusste Erfahren und Manipulieren von Trauminhalten kreative Denkprozesse anregt.

    Einfluss auf das Wohlbefinden: Schredl und Erlacher (2004) untersuchten den Zusammenhang zwischen Klarträumen und psychologischem Wohlbefinden. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass Menschen, die häufiger klarträumen, von einem höheren Maß an Reflexivität im Wachleben und einer besseren emotionalen Bewältigungsfähigkeit berichten.

Auch wenn noch mehr Forschung benötigt wird, um diese Verbindungen umfassend zu verstehen, bietet der Ansatz, den du ansprichst, eine faszinierende Perspektive auf die potenziellen psychologischen Vorteile des Klarträumens.

Fragen:

Gibt es eurer Erfahrung nach einen Zusammenhang zwischen eurer Traumkontrolle und dem Grad der Selbstwirksamkeit, die ihr im Wachbewusstsein erlebt?

Welche Methoden verwendet  Ihr, um eure Traumkontrolle zu verbessern?

Führt mehr Selbstwirksamkeit im Wachbewustsein zu mehr Klarträumen?
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RE: Klarträumen als therapeutisches Werkzeug
#2
15.05.2024, 08:49
[+] 1 User sagt Danke! Likeplacid für diesen Beitrag
Nein .

Keine.

Nein.

Klarträume sind letztenendes auch nur Träume, und Träume sind ziemlich unvorhersagbar und unbeeinflussbar. Eine Ausnahme stellen Inkubationsträume dar (Stichwort: Senoi) , die aber nur dann funktionieren, wenn man sich allzu weit von den Themen entfernt, die man sowieso schon immer träumt. 

Ich habe mal meine Traumarbeit gebeten mir mehr soziale Erfahrungen in Träumen zu ermöglichen. Dadurch hat sich die Zahl meiner Träume in denen ich soziale Erfahrungen machte etwas erhöht. Was aber die meisten vielleicht mehr interessieren wird: ich hatte dadurch eine Zunahme von Klarträumen, und dies völlig unerwartet. Das bedeutet also: wenn man sich dafür interessiert was man träumt und sich vornimmt therapeutisch sinnvoll zu träumen, dann können sich infolge dessen auch mehr Klarträume einstellen, die dann aber - nach meiner Erfahrung - therapeutisch nicht "sinnvoller" sind als inkubierte Träume, oder sogar "sinnloser", weil man gar nicht in der Lage ist die Situation  auf die Schnelle "therapeutisch" zu nutzen. 

Noch mal zur Erinnerung: Inkubieren kann man nur Vorhaben oder Themen, die therapeutisch sinnvoll sind (die Inkubation gewisser Vergnügungen scheiterte bei mir). Und wenn man keine Therapie braucht? Dann könnte man der Traumarbeit vielleicht irgendeine andere sinnvolle Aufgabe geben, sofern es eine gibt. So könnte jemand, der Yoga macht die Traumarbeit bitten mehr Träume zu erzeugen, in denen Yoga praktiziert oder gelehrt wird. 

Meine Erfahrungen deuten also darauf hin, dass die Traumarbeit weiß was sie tut. Da scheint eine Intelligenz am Werk zu sein, die völlig autonom arbeitet, so ähnlich wie ein "persönlicher Gott" oder "Höheres Selbst".
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RE: Klarträumen als therapeutisches Werkzeug
#3
15.05.2024, 13:31
[+] 3 User sagen Danke! Raipat für diesen Beitrag
likeplacid, ich bitte Dich, deine persönliche Sicht nicht zu verallgemeinern. Deinen Betrag möchte ich verstanden wissen als "So sieht likeplacid die Welt, weil er sich seinen Wahrnehmungsfilter so gesetzt hat". Diese Weltsich ist weder absolut, noch allgemeingültig, noch stimmt sie mit meiner überein.

Was aber allgemein gilt: Wir haben zwei Mechanismen in der Psyche, den Denker und den Beweisführer.
Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen, indem er Beispiele und Erlebnisse sucht und herbeiführt, die die Ansicht des Denkers bestätigen und alle Beispiele und Erlebnisse filtert und vermeidet, die die Ansicht des Denkers widerlegen würden.
Am konkreten Beispiel bedeutet das, dass wenn der Denker denkt, dass Klarträume und Selbstwirksamkeit nichts miteinander zu tun haben, das eben auch nicht so sein wird. Würde man das Gegenteil annehmen, funktioniert es genauso
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RE: Klarträumen als therapeutisches Werkzeug
#4
15.05.2024, 20:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2024, 22:43 von ichbinmehr.)
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Zitat:Würde man das Gegenteil annehmen, funktioniert es genauso

Ja genau.

Es ist interessant, mit Glaubenssätzen zu experimentieren, indem man testweise an etwas glaubt, das man eigentlich nicht glaubt, um zu sehen, ob dieser temporäre Glaube die Wahrnehmung der Realität verändert.
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