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78 Türen» Wir unterbrechen diesen Thread für eine wichtige Durchsage!

RE: 78 Türen
#31
27.11.2022, 11:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.11.2022, 11:14 von Ursa Major.)
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Hey Steffi,

Zitat:Ich bin seit Tagen am frieren und ja es liegt auch daran, dass wir die Heizung runter gedreht habe. Mir ist dann aber irgendwann aufgefallen, dass die Kälte, die mich frieren lässt, in mir ist.

In der TCM ist ja auch das ganze Prinzip um Yin & Yang essentiell. Die TCM arbeitet mit Ernährung, Kräutern, Akupunktur, Bewegung wie Qi Gong etc. Wenn dein Yin im Überfluss ist nach TCM, dann kann es helfen, das Yang zu unterstützen. Ich habe auch einen Yang Mangel nach TCM. Yin ist die Substanz, alles was man anfassen kann. Yang ist das, was man nicht anfassen kann: Körperwärme, Bewegung etc. Ein Yang Mangel führt nach TCM zu Frieren, Trägheit, Übergewicht, Antriebslosigkeit. Dazu gibt es hier einige Tipps, die ich ganz gut finde. Ich stelle ja gerade auch meine Ernährung und Lebensweise mit Hilfe der TCM um, bin jetzt auch bei einer TCM Ärztin dazu.

Was ich bisher umsetze und was ganz gut hilft:

- 3x täglich gekocht essen
- thermisch warme Lebensmittel, vor allem Fencheltee
- mehr Bewegung, mindestens 5.000 Schritte am Tag an der frischen Luft, eher mehr
- Täglich Qi Gong oder Yoga

Hier gibt es noch weitere Tipps, speziell für die kalte Jahreszeit. normal 


Zitat:Ich habe auch schon die Karten danach befragt und heraus kam, ich soll irgendwie selbstbewusster sein. Es geht um ein Selbstbewusstein für meine Liebe für meien Yin Energie. Nicht um das Yang was man klassischer Weise als Durchsetzungsfähigkeit versteht. Das ist auch etwas was ich im Außen sehr oft sehe. Wenn Frauen danach streben in ihre Kraft zukommen, dann versuchen die oft einer Yang Kraft zu entsprechen. Dabei sollten sie ihre Yin Kraft ehren. Im Außen als Projektion auf meine Umwelt sehe ich das Dilemma, aber es fällt mir so schwer eine positive Wahrnehmung für meine Yin Kraft, meine Liebe und Sonne zu empfinden, weil diese mein Leben lang nie positiv gesehen wurde. Umgekehrt muss auch erkannt werden, das Yang Energie zb Grenzen setzten = Liebe ist.

Vielleicht hast du dazu ja eine Idee?

Nach der TCM ist es so, dass Yin & Yang im Ausgleich sein müssen, damit der Mensch im Gleichgewicht ist - körperlich sowie psychisch und geistig. Das Eine kann auch nicht ohne das Andere. In der TCM gibt es dieses Bildnis mit der Kerze: Das Kerzenwachs ist Yin, die Flamme ist Yang. Ohne das Wachs kann der Docht nicht brennen bzw. würde sofort verglimmen. Und ohne die Flamme ist das Wachs obsolet. Es muss also beides vorhanden sein, damit die Kerze brennt und "lebendig" ist/ Wärme abgibt/ Licht spendet etc.

Das Yin muss "beständig" werden, damit das Yang sich entfalten kann, ohne einen hitzigen Überschuss zu bilden. Wenn zu wenig Kerzenwachs da ist, dann geht die Flamme schnell aus und erschöpft sich. Das Yin liebt auch die Regelmäßigkeit und erholt sich im Schlaf. Nach TCM ist daher ein regelmäßiger Schlafrhythmus wichtig und möglichst warme Mahlzeiten zu geregelten Tageszeiten. Dadurch kann sich das Yin nachhaltig aufbauen und dem Yang eine Grundlage bieten.

Was denke ich besonders wichtig ist, um dieses Gleichgewicht aufzubauen und dann auch zu erhalten ist neben einem regelmäßigen Rhythmus im Leben auch die eigene innere Ausrichtung. Ich habe aktuell das gleiche Thema: Ich will gesund werden. Aber für wen? Und wofür? Ich mache mir viel Druck, weil ich für andere gesund werden will. Das ist aber keine Gesundheit. grin Meine Ausrichtung muss einen Selbstzweck verfolgen. Erst danach kann ich auch für andere da sein. Darin steckt auch Yin und Yang. Vielleicht ist es bei dir ähnlich und du darfst erstmal herausfinden was du willst und für wen?
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RE: 78 Türen
#32
27.11.2022, 11:18 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.11.2022, 11:18 von Ursa Major.)
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Zitat:Ein weiteres Thema zu dem du sicherlich viel sagen und zeigen kannst, sind die unterschiedlichen Tarot Decks und / oder auch Orakel Karten.

Die Karten, die du gepostet hast finde ich ebenfalls sehr spannend, besonders die 10 der Stäbe. Ich finde Künstlerdecks sehr inspirierend, weil sie oft noch ganz neue oder andere Aspekte einer Kartenbedeutung sichtbar machen. Dazu werde ich sicher auch noch was schreiben, ich weiß aktuell bloß noch nicht, was. Also falls du oder andere Mitlesende Ideen, Wünsche oder Anregungen haben immer her damit. Der Thread ist ja für euch und soll euch ja auch was bringen. normal
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RE: 78 Türen
#33
28.11.2022, 03:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.11.2022, 07:20 von ichbinmehr.)
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Wird im Tarot der Narr (Guck in die Luft) und der Trixter (Manipulation, kein Ich haben) eigendlich zusammen gefasst? Der Trixter wäre ja im Enneagramm die Drei (Don Juan Matus - Lehrer von Carlos Castaneda, Arya Stark aus Game of Thrones) Während der Guck-in-die-Luft-Narr, wohl die Sieben wäre, der immer wieder auf die Füße fällt, weil er nichts ernst nimmt. Manchmal werden diese beiden jedoch auch in einem Archetypen zusammen gefasst. Und dann gibt es noch den weisen Narren.

Auf einer Party am Samstag traf ich einen alten Freund, der sich ganz unerwartet mit mir über Archetypen unterhalten wollte. Das war ganz verrückt, meine alten Freude haben solche Innenschau Themen nie interessiert und plötzlich hatten einige ein großes Interesse an meinen Innenschau Themen und baten mich darüber zu sprechen. Ich h atte mich zuvor mit meinen Ego Themen, zurück gehalten und mich an ihr Mem, an ihre Welt angepasst, und dann wollten sie mich am Ende nicht gehen lassen und hatten plötzlich Interesse, an Trauma Verarbeitung und Psychologie. Ich habe die Situation natürlich direkt genutzt um von dem Trixter im Raum zu lernen. Wir haben rituelle Energien ausgetauscht, und jetzt muss ich es einsortieren.  Er meinte er sei der Gott Loki (nordische Mythologie) der in alle Rollen schlüpfen kann. So kam ich drauf, mich für die Gestalt des Narren/Trixter nochmal zu interessieren.

Vielleicht kannst du zu dem Thema etwas beitragen und mich diesbezüglich erhellen?

Ich habe so ein Kartendeck über Archetypen von Chuck Spezzano. In dem beiliegen Büchlein, wird der heilige Narr erwähnt. Dieser Narr ist mir schon mehrfach im Leben begegnet, zb in einem Praktikanten, der die Gabe hatte, den Chefs alles zu sagen. Ich sage ja auch gerne die Wahrheit an Orten wo diese nicht ausgesprochen werden darf. Aber ich tue das in einer ernsten ja etwas schweren Form. Ich frage mich wieso ich diesem heiligen Narren immer wieder begegne, der die Wahrheit mit so viel Leichtigkeit zum Ausdruck bringen kann. Ich weiß aber nicht, wie ich ernste Themen mit Humor rüber bringen soll. Überhaupt Humor: Mein Freund der Trixter hat definitv auch eine Fünf in sich und scherzt gerne über Nerd Themen. Da ist mir wieder aufgefallen. Das ist meine Ebene von Humor. Nerd-Humor. Für Nerd Humor braucht man aber auch eine gemeinsame Nerd-Ebene und Nerd-Freunde.  happy

Zitat:Der weise Narr ist ein Archetyp der große Weisheit enthält, Humor hat und vor allem gerne herumalbert. Er ist verspielt, ungezogen und hat die mutige Gabe, die Wahrheit dann auszusprechen, wenn andere sich das nicht trauen. Der weise Narr hat an der Wahrheit seinen Narren gefressen und vermag dem König ungestraft etwas zu sagen, was sonst kein andere dürfte. Er (oder sie) ist lustig und übermütig, aber in seinen (bzw ihren ) Bemerkungen immer weise. Der weise Narr ist ein Sprachturner und ein Bilderakrobat. Damit kann er etwas sagen, was sonst nicht ausgesprochen werden darf, aber unbedingt gesagt werden muss. Damit bringt der weise Narr einen Ausgleich mit sich und regt angesichts unangebrachter Selbstzufriedenheit zum Notwendigen Zweifel an und zu einer gewissen Leichtfertigkeit, wenn sich jemand sonst auf übertriebene Weise selbst zu wichtig und zu ernst nimmt. Der weise Narr immitiert, springt herum und spricht in Reimen; er ist ein Entertainer und politischer Satiriker zugleich. Er ist ein Störenfried, hält sich aber immer noch gerade an die Grenzen dessen, womit er durchkommt. Er ist ein Meister der Kommunikation, ein Ausplauderer von Geheimnisse und ein komischer Tänzer, der den Energiefluss voranbringt, gleich wie sehr die Atmosphäre ist oder voller dicker Luft steckt.

Quelle: Chuck Spezzano - Karten der Seele

"Der weise Narr hat an der Wahrheit seinen Narren gefressen und vermag dem König ungestraft etwas zu sagen, was sonst kein andere dürfte."

Ich muss mich auch immer mit der Autorität im Raum anlegen.  wink1
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RE: 78 Türen
#34
28.11.2022, 10:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.11.2022, 10:31 von Ursa Major.)
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Hey Steffi normal 

Zitat:Wird im Tarot der Narr (Guck in die Luft) und der Trixter (Manipulation, kein Ich haben) eigendlich zusammen gefasst?

Ja, da gibt es ganz klare Bezüge! Das habe ich auch im Beitrag über den Narren etwas angeschnitten. normal Der Narr ist ein sehr besonderer Archetyp, was man im Tarot an seiner "Stellung" im Kartensatz erkennt: Er hat die Ziffer Null bzw. eigentlich hat er gar keine Ziffer. Er ist wie ein Joker im klassischen Kartenspiel. Er kann jederzeit und überall auftauchen und sozusagen aus der Einheit (Kether) herausfallen. Zack, bumm! Könnte man sagen.

In anderen Kulturen kennt man ihn als den Trickster, Loki, Koyoten, Clown oder fahrenden Schausteller. Der Narr ist eine Figur, in welcher beide Seiten der Medaille gut zum Ausdruck kommen. Er wird sowohl fröhlich/luftig/leicht assoziiert, aber dahinter steckt natürlich noch mehr. Der Narr kann alles noch werden  - er ist daher unberechenbar. Hier liegt die Schattenseite sozusagen. Er verkörpert in dieser Hinsicht auch den Zufall, das Schicksal, das Unberechenbare. Er lässt sich in kein System einordnen, zumindest nicht so richtig. Das gefällt uns Menschen oft nicht, weil wir verstehen/einordnen/erklären wollen. Der Narr konfrontiert uns also gewissermaßen auch mit unserer eintönig durchgetakteten Spießbürgerlichkeit. grin Die Schattenseite zieht sich aber noch tiefer.

In unserer Kultur (und auch in anderen) gab es immer diese eine Komponente, diesen einen Aspekt im Leben, der einfach reinkracht und uns mit "offener Luke" zurücklässt. Das ist das Chaos, der Narr. Das ist wie damals im Kindergarten: Wir bauen hochkonzentriert einen Turm und dann kommt ein anderes Kind, schmeißt alles um und freut sich darüber auch noch. grin Kabumm, und wir können rein gar nichts mehr daran ändern. Im echten Leben kann der Narr auch eine sehr unangenehme Stimmung verbreiten, da er Wunde Punkte zielsicher trifft (wie z.B. der mittelalterliche Hofnarr) und uns oft mit unserer Ohnmacht konfrontiert. Auch ein "Schicksalsschlag", eine Krankheit, ein Verlust, all das kann in der nächsten Sekunde in unser Leben treten. Und dann stehen wir vor den Trümmern. Es ist aber anders als beim Turm (16) im Tarot, beim Turm weiß man in der Regel, dass es so nicht weitergehen konnte. Den Narren sehen wir nicht kommen. Er fällt sprichwörtlich aus allen Wolken und dann ist erstmal alles durcheinander.


Zitat:Ich frage mich wieso ich diesem heiligen Narren immer wieder begegne, der die Wahrheit mit so viel Leichtigkeit zum Ausdruck bringen kann.

So wie ich dich wahrnehme und kennengelernt habe liebst du Systeme (ich übrigens auch^^) und kannst dich darin verlieren, dich stundenlang damit befassen, analysieren, kategorisieren, verstehen, erschließen. Du begreifst die Welt durch die Brille dieser Systeme, die du verwendest, um Erkenntnisse zu erlangen. All das ist nicht der Narr. Der Narr ist die Null, das Herausfallen aus der geordneten Einheit. Was würde passieren, wenn du all diese Verstehens-Systeme für drei Tage nicht anrührst? Würde sich das Gefühl eines Kontrollverlustes einstellen? Du vertrittst ja auch - wie ich - die Überzeugung und Erfahrungsbasis, dass alles funktional ist, also eine Funktion hat. Welche Funktion hat deine sehr stark ausgeprägte Suche nach Verstehen, Einordnen, Analysieren etc.? Mir fällt als erstes Kontrolle ein, aber vielleicht ist es noch was anderes.

Ich drücke es nochmal in einem Bild aus: Stelle dir ein Bücherregal vor, vielleicht DEIN Bücherrgeal. Hier ruht all das Wissen, die Sicherheit, die Systeme zur Einordnung und Kategorisierung der Welt. Alles, was dir Boden gibt, Tools, Verständnis. Gäbe es einen lebendigen Narren, würde er an dieses Regal herantreten, mit grinsender Miene ein Streichholz entzünden und alles verbrennen. Er würde dich anschauen und dich dann fragen: Und jetzt? Wer bist du jetzt? Was wirst du jetzt tun?

Da wir ja letztens über Fight Club geredet hatten hier noch ein Vergleich: Tyler Durden ist im Grunde der Narr. Er ist eine Abspaltung des echten Tyler, in Form des Narren. Er macht, was er will, hat seine Wohnung gesprengt etc. Tyler Durden fällt auf den Nullpunkt. Und die Frage ist dann: Wer bist du, wenn all das weg ist, worüber du dich vorher definiert hast? Dein Job, den Geld, deine Bücher, deine schicken Möbel, etc. Ich finde den Film einfach großartig. grin Ein weiterer Film, der in diese Narren/Trickster Richtung geht ist "The Game" - sehr empfehlenswert. Es gibt dort am Anfang des Films sogar eine schöne Symbolik des Narren in Form eines Clowns, aber das muss man wirklich selbst gesehen haben. grin
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RE: 78 Türen
#35
29.11.2022, 01:57
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Mir ist gerade noch eingefallen, bei Star Trek Next Generation, gibts ja auch einen Trixter Gott - Q.
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RE: 78 Türen
#36
03.12.2022, 16:59
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Ich habe heute den Wagen auf meinem Spaziergang gesehen. Ein älterer Mann ging mit zwei Hunden spazieren. Der eine Hund war dunkelbraun und hatte ein paar helle Flecken, der andern Hund war weiß und hatte ein paar schwarze Flecken. Beide Hunde waren genau gleich groß. Der Mann hielt sie an der Leine – oder sie ihn. Ich sah die Karte des Wagens in dieser Situation. Das besondere an diese Begegenung war, dass ich erkannte dass der Mann die Hunde so gar nicht lenken konnte. Sie zogen ihn und bestimmten auch die Richtung, denn die Leine an der sie befestigt waren, war miteinander verbunden. Der Mann hielt als nur einen Riemen in der Hand und ließ sich ziehen. Die Richtung bestimmten die Hunde. Ich finde in diesen Bild spiegelt sich sehr gut das Thema Kontrolle des Egos vs Freier Wille des Selbst.

Vielleicht hast du ja noch eine Idee zu der Situation?

[Bild: rw_ga_wagen.png]
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RE: 78 Türen
#37
03.12.2022, 21:22
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(03.12.2022, 16:59)ichbinmehr schrieb: Vielleicht hast du ja noch eine Idee zu der Situation?

Die Zügel nur in einer Hand zu halten bedeutet Ungleichgewicht. Ähnlich wie beim Paddeln. Wenn man nur rechts, oder nur links paddelt, dann dreht sich das Boot im Kreis. Um bei der Bildsymbolik zu bleiben: Nur wenn mit beiden Händen die Zügel gehalten werden, gibt es eine ausbalancierte Situation. Dieses "Yin & Yang" findet sich in der Natur überall. Auch in der Sinuskurve oder in anderen Gesetzmäßigkeiten, die sich so finden lassen. Es gilt, beide Seiten der Medaille anzuerkennen, zu stärken, auszubalancieren. normal
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RE: 78 Türen
#38
05.12.2022, 11:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.12.2022, 11:46 von Ursa Major.)
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Wir unterbrechen diesen Thread für eine wichtige Durchsage...


Welcome to Night Vale

The Travelling Tarot Reader plus Transkript



Habt ihr eure Karten schonmal im Night Vale Stil befragt?

1. Was weiß ich nicht, was ich wissen sollte?

2. Was weiß ich, was ich nicht wissen sollte?

3. Was kann ich nicht wissen?
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RE: 78 Türen
#39
05.12.2022, 21:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.12.2022, 21:59 von ichbinmehr.)
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Was weiß ich nicht, was ich wissen sollte?


[Bild: rw_ga_eremit.png]


Der Eremit


Heute fällt mir zum ersten Mal das Licht in der Hand des Einsiedlers auf. Er steht auf einem Berg aus Schnee, aber er ist durch seinen warmen Mantel geschützt. Den warmen Mantel deute ich als Selbstliebe Fähigkeiten.

Ich lebe schon eine ganze Weile in einem Art Rückzug von der Welt. Das hatte ich nie so geplant. Das hatte sich aus bestimmten Voraussetzungen so ergeben. Ich hatte nie vor wie ein Yogi in einer Höhle zu leben, weil ich die Erleuchtung immer auf dem Marktplatz des Lebens finden wollte. Vor allem lebe ich seit zehn Jahren weitgehend zurückgezogen von physischen Begegnungen und weltlichen Zielen.

Aber im Grunde habe ich viele Jahre unter Menschen gelebt. In meinem Beruf als Erzieherin war ich den ganzen Tag von Menschen umgeben und habe mich täglich mit ihnen auseinandersetzten müssen. Ich habe gelernt, mich an Menschen anzupassen oder habe Kinder emotional reguliert und meine Bedürfnisse dabei immer hinten angestellt. Das obwohl ich auch ein sehr introvertierter Mensch bin, den seine Innenschau selbst schon erfüllt und der sich auf Grund seiner Hochsensibilität nicht von den Energien andere Menschen abgrenzen kann.

Wenn ich mir erlaube nach Innen zu gehen und die Welt im außen loszulassen, dann finde ich eine enorme Fülle in mir. Ich bin jedoch auf eine Weise erzogen worden, dass mit mein innerer Reichtum permanent abgesprochen wurde und ich in meiner Ruhe immer wieder gestört wurde. Meine Psychologin meinte mal zu mir, dass introvertierte Menschen häufig so viele kreative Ideen in sich tragen, dass diese mit sich selbst oft sehr glücklich sind und im allein sein nichts vermissen. Im Zusammensein mit anderen Menschen, müssen diese Introvertierten ihren inneren Reichtum aus Gründen der sozialen Anpassung häufig zurück stellen. Genauso habe ich das auch oft empfunden, dass ich mit anderen Menschen oft gar nicht leben kann, was ich bin.

Seitdem meine Krankheit mich von der Welt und auch von den weltlichen Zielen isoliert hat, hatte ich verschiedenst Phasen des alleinseins durchlebt. Diese Isolation war mir ein Lehrer in Selbstregulation. Ich durfte lernen, dass mit sich allein zu sein, etwas anderes ist, als Einsamkeit zu erleben. Einsamkeit ist Leid. Mit sich selbst alleine glücklich sein ist wahrer Frieden. Früher hatte ich Einsamkeit und Allein sein gleich gesetzt. Doch dann verstand ich, dass Einsamkeit aus dem Fehlen von Selbstregulation entsteht. Mit sich allein sein zu können ist eine gänzlich andere Erfahrung. Ich kann sehr glücklich mit mir sein, obwohl ich weitgehend isoliert lebe, sobald ich es vermag mich selbst zu regulieren, dh. sich selbst durch schwierige Lebensphasen zu begleiten, sich zu trösten, wenn ich traurig bin, mich liebevoll zu versorgen, wenn ich krank bin, mich selbst zu inspirieren, wenn ich uninspiriert bin, mir Rückhalt zu geben, wenn wiedermal alle gegen mich sind. Diese Fähigkeiten sind durch meine meine Auseinandersetzung mit meinem Trauma und diversen psychologischen Methoden zur Selbstreglulation entstanden.

Mein Dasein als Eremit bezieht sich nicht nur auf wenige soziale Kontakte (mal abgesehen vom Internet), es bezieht sich auch auf einen Rückzug von weltlichen Zielen und materiellen Werten. Materielle Werte sind nicht nur, Vorstellung wie mein Haus, mein Auto, mein Pferd, sondern auch Vorstellungen wie ich möchte einen sportlichen Körper haben. Mein Aufmerksamkeitsfokus hat sich durch bestimmte Ereignisse in meinem Leben vom physischen Körper nach Innen auf die emotionale, geistige und energetische Ebene geschoben. Dieser Umstand hat mich ebenfalls von der Welt isoliert und gleichzeitig Türen nach Innen geöffnet, an denen ich ohne diese Lebensumstände blind vorbei gelaufen wäre. Der Eremit ist der Ausdruck meines Inneren Asketen. Dieser Weg begann im Grunde schon in meiner Kindheit, denn man kann nicht eine Situation herauspicken und sagen, dass hat dazu geführt. Alles hat dazu geführt.

Ich hatte mich mal für die Heilgesänge der Icaro´s aus Südamerika interessiert und fand im Internet einen Schamanen aus Peru. Er bot Menschen aus dem Westen an, ihn zu besuchen um bei ihm eine Art schamanische Ausbildung zu machen. Mich interessierte sein Weg sehr. Vor allem wolle ich wissen, wie er diese Lieder mit denen er heilen konnte, gefunden hatte.  Er sagte, dass er dazu einige Jahre ganz alleine im Dschungel leben müsse und dabei einige asketische Einschränkungen ein Kauf nehmen musste. Während er sprach empfing, ich intuitiv was er in der Zeit des Alleinseins, die er als sehr hart beschrieb, gelernt hatte: Es war die Fähigkeit der Selbstregulation. In dem Moment wusste ich, dass ich nicht mehr nach Peru reisen musste, um eine Schamane zu werden. Mein ganzes Leben hat mich mit allem was ich erfahren habe, darauf vorbereitet. Manche Schamanen durchleben Zeiten schwerer Krankheit, in denen sie von niemandem Hilfe erhalten, weil es die Lernaufgabe des Schamanen ist, sich selbst zu heilen. Heute ist mir auf der Karte des Eremiten zum ersten Mal das Licht aufgefallen. Es ist das Licht, welches aus der Dunkelheit scheint.

Zitat:Der Eremit

Er folgt seinem inneren Licht und lässt sich nicht durch äußere Einflüsse ablenken. Er geht seinen Weg und sucht Weisheit in seinem Inneren. Er macht sich klar, was seine Identität in seinem Denken, Handeln und Fühlen ist. Diese Selbstreflektion hilft dem Eremit, sich auf sein Ziel zu konzentrieren.

Der Eremit bestimmt seine Ziele selbst, er trifft eigene unabhängige Entscheidungen - dazu muss er sich aber nicht von seinen Mitmenschen isolieren. Er übt sich darin, seiner inneren Stimme zu folgen und seine eigene Identität zu leben.

Im Zustand der Abgeschiedenheit kann er nicht vor sich selbst weglaufen - er konfrontiert sich mit seinen eigenen Ängsten und Zwängen. Der Eremit steht für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich - aus diesem Zustand bezieht er seine Kraft.

Quelle: https://www.feuerfunke.de/_php/tarot/karten/eremit.php


2. Was weiß ich, was ich nicht wissen sollte?


[Bild: rw_ga_teufel.png]


Der Teufel

Ich hatte mal eine Begegnung mit dem Teufel. Er hat mich gelehrt, ein unabhängiger Mensch zu werden. Heute erkenne ich, dass ich den Teufel mittlerweile auch verkörpere. Zudem sehe ich heute wie viel Licht diese Karte beinhaltet. Luzifer wird nicht umsonst auch der Lichtbringer genannt. Der Teufel ist eine vielfach unterschätze Figur, die man sich jedoch zum Freund machen kann, wenn man sich mit der Schattenseite beschäftigt.



Was kann ich nicht wissen?


[Bild: rw_ga_gerecht.png]


Die Gerechtigkeit


Diese Karte kann ich noch nicht selbstständig deuten. Der Brigitte Tarot Tipp: Sei zu dir selbst ebenso gerecht und fair, wie du es anderen gegenüber bist! Das kling wie: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Die Botschaft lautet: Sei dein eigener Richter! Über manche Karten weiß ich noch zu wenig. Ich kann aber etwas mit der Botschaft anfangen.

Vielleicht fällt dir noch etwas zu der Karte der Gerechtigkeit ein Ursa Major?
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RE: 78 Türen
#40
05.12.2022, 21:58 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.12.2022, 22:07 von Ursa Major.)
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(05.12.2022, 21:45)ichbinmehr schrieb:
Was kann ich nicht wissen?


[Bild: rw_ga_gerecht.png]


Die Gerechtigkeit


Diese Karte kann ich noch nicht selbstständig deuten. Der Brigitte Tarot Tipp: Sei zu dir selbst ebenso gerecht und fair, wie du es anderen gegenüber bist! Das kling wie: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Die Botschaft lautet: Sei dein eigener Richter! Über manche Karten weiß ich noch zu wenig. Ich kann aber etwas mit der Botschaft anfangen.

Vielleicht fällt dir noch etwas zu der Karte der Gerechtigkeit ein Ursa Major?

Mein erster Gedanke in Bezug auf die Frage "Was kann ich nicht wissen?" war: Ich kann nicht wissen, was richtig ist - ich kann nur erahnen, was richtig für mich ist. Was man vielleicht noch allgemein sagen könnte ist, dass die Gerechtigkeit das Abwägen (Waage, links, yin) mit der (Ent)Scheidung (Schwert, rechts, yang) verbindet. Nur durch eine Zusammenführung dieser Seiten, entsteht "Gerechtigkeit", also "rechtes Dasein", oder "richtiges Tun" (recht = richtig). In der Karte der Gerechtigkeit trifft Geburah auf Tipharet, Umwälzung trifft auf Schönheit. Hieraus ergibt sich die klare Abwägung, die zu einer ebenso klaren Entscheidung (Umwälzung) führt. Die Gerechtigkeit kann eine harte Lektion im echten Leben sein. Es ist oft nicht leicht, aus dem Abwägen heraus und auch ins (Ent)Scheiden zu kommen. Oft trifft man gar keine Entscheidung und steckt irgendwo fest.


Vielleicht befrage ich meine Karten morgen auch mal im Night Vale Stil. normal
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RE: 78 Türen
#41
05.12.2022, 22:02
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Zitat:Ich kann nicht wissen, was richtig ist - ich kann nur erahnen, was richtig für mich ist.

Das stimmt.

Danke für die Inspiration durch dieses Tarot Spiel. normal
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RE: 78 Türen
#42
05.12.2022, 22:08
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Gerne, ich hab im Beitrag nochwas ergänzt zur Gerechtigkeit. normal
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RE: 78 Türen
#43
Gestern, 14:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 14:51 von ichbinmehr.)
Ich kreise immer noch um die Fazination für den Narren. Ein Narr, der mir immer wieder höchstes humoristisches Vergnügen bereitet, ist der politische Satiriker Jan Böhmermann. Den mag man evtl. auch nur, wenn man sich mit seiner links-politischen Haltung identifizieren kann. Ich kann das ja. Diese zwei Folgen seiner Sendung ZDF Royal, dienen als Beispiel dafür, mit welcher selbstlosen Absurdität der Narr bereit ist, seine Ernsthaftigkeit zu Opfern, um eine Botschaft an die Gesellschaft zu überbringen: 

Linksradikal und staatsfeindlich: Ist die FDP die neue RAF? (Video 26 Minuten)

Wie Jan Böhmermann einmal die Demokratie rettete (Video 25 Minuten)



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