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Geist und Materie» Physik vs. Psychologie verschmelzen

Geist und Materie
#1
10.03.2022, 21:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.03.2022, 04:20 von ichbinmehr.)
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Geist und Materie

Thomas Campbell

Ich möchte zukünftig in diesem Thread auf die My Big TOE Trilogie des Physikers Thomas Campbell eingehen und ein umfassenderes Verständnis von moderner Physik gewinnen.

Wahrscheinlich werden auch noch andere Physik Themen hinzukommen. Ich glaube Einsteins Relativitätstheorie scheint ganz interessant zum Thema Raum, Zeit und Realität. Ich muss mal gucken wohin es mich noch verschlägt und was mir wirklich dienlich erscheint, um das zu finden was ich hier suche. Sicher mache ich auch noch einen Ausflug in die Quantenphysik. Ich möchte meine materialistischen Vorstellungen der physikalischen Realität erweitern und ggf. überwinden, um mein Traumbewusstsein und mein Wachbewusstsein noch freier gestalten zu können.

Ich werde mich hier mit den Experimenten zu Shared Dreams, AKE´s, anderen Realitäten und dem größeren Bewusstseinssystem beschäftigen, von denen Thomas Campbell in seinen Büchern und Videos berichtet. Tom Campbell dient mir zur Zeit als ein Vorbild, von dem ich lernen möchte.

Transrationalität

Indem ich hier offen über meine Erkenntnisse schreibe, vertiefe ich diese und komme zu neuen Erkenntnissen. Ich habe festgestellt, dass mir das Schreiben immer wieder dazu verhilft, kreisende Gedanken zu Ende zu denken, so dass sie sich fortsetzten und sich die Grenzen in meinem Bewusstsein erweitern. So komme ich durch den bewussten Ausdruck meiner Fragen, Zweifel, Ängste und Gedanken zu neuen Einsichten. Ich halte diese Herangehensweise für wichtig, weil es mir missfällt, wenn Sprituelle sagen, man könnte über magische Dinge nicht reden. Ich glaube, dass uns in unserer Kultur nur manchmal eine Sprache dafür fehlt und dass wir diese Sprache mit Hilfe von Konzepten, die wir bereits haben und frei kombinieren, erhalten können.

Mitmachen


Ich werde hier Videos und Texte zum Thema Posten, die ich zur Diskussion stelle. Wer zum Thema My Big TOE, Virtuelle Realität von Tom Cambell, Moderne Physik, etwas beizutragen hat, den lade ich herzlich ein, sich im Thread zu beteiligen. Auch das Thema Glaubenssetze möchte ich hier besprechen, denn es geht um die Fusion von Geist und Materie. 

Nicht Wissen

Ich gehe das Thema an, wie ein neugieriges naives Kind. Ich sage als erstes eins: Ich habe keine Ahnung von Physik. Und das ist gut so, denn so gehe ich völlig naiv und unvoreingenommen an das Thema heran. Ich weiß gar nichts und habe deshalb auch keine Vorstellungen, die mich einschränken könnten. Ich hatte ein Jahr Physik auf der Realschule und ich kann mich an nichts mehr erinnern.

Dazu las die Tage einen Spruch von André Stern: „Er hat diesen Beruf nicht gelernt und kann ihn von Grund auf neu erfinden.“

Ich werde also ganz frei über mein gerade erst erworbenes Verständnis von Physik philosophieren. Kann sein dass es dafür offizielle Begriffe wie Naturphilosophie zb gibt, aber davon habe ich keine Ahnung, denn ich forsche ja rein intuitiv, ohne dass ich das je gelernt hätte. Ich bin einfach von Grund auf neugierig, dass ist alles und ja sicher mache ich vieles falsch, weil ich es nicht besser weiß. Vielleicht mache ich auch Sachen richtig, weil ich es nicht weiß.

Integrale Haltung


In diesem Thread, möchte ich jedoch eine integrale Sicht auf die materielle Realität werfen und werde das Ganze eher philosophisch, phänomenologisch und magisch angehen. Ich werde das Weltbild von Physik chaos-magisch mit dem Weltbild von Psychologie verbinden. Ich erlaube mir, dass meine Intuition sich frei an dem Prozess beteiligt. Das wird eine magisch- integrale Sichtweise auf die moderne Physik und für Menschen die ein rein rational materielles Weltbild haben, könnte das unschön werden. Vermutlich werde ich auch schamanische Sichtweisen mit einfließen lassen.

FSK gelbes MEM tongue

Für sachliche Kritik, die dem Erkenntnisgewinn dienen, bin ich offen. Wer das was ich hier tue, jedoch von Grund auf ablehnt, der soll hier lieber fern bleiben, denn ich werde hier alle Vorstellungen grundsetzlich in Frage stellen und über Board werfen, denn darum gehts, sich von allen einschränkenden Vorstellungen bzgl. Materie zu trennen. Dazu muss ich aber erstmal erforschen, was denke ich überhaupt über Materie?

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit meine integralen und chaotisch anmutenden Gedanken irgendwie von meinen rationalen Gedanken sichtbar zu trennen, indem ich gewisse Prozesse farblich markiere. Ich muss mal schauen, ob sich das umsetzten ließe. Ich verstehe sehr gut, dass das manchmal überhaupt nicht transparent erscheint, was ich tue, weil ich mein rationales Bewusstsein mit dem Traumbewusstsein verschmelze, ohne dass das ein Außensteher noch versteht, dass ich ganz bewusst Rationalität und Intuition verbinde. Ich möchte erforschen, wie ich meine Denkprozesse diesbezüglich transparenter für einen Leser gestalten könnte. Vielleicht wäre das sogar möglich?

Physik vs. Psychologie

Ich möchte die Physik und die Psychologie miteinander verschmelzen. Ich möchte Materie und Geist verschmelzen, so wie es die Kabbalisten als höchste Stufe der Erleuchtung verstehen.

Ich habe keine Ahnung wie man das macht, also will ich das heraus finden. Vor allem möchte ich meine Erkenntnisse mit einer rationalen Sprache begleiten können, weshalb mir da ein rein schamanisches Weltbild nicht ausreicht. Zumal die schamanischen Weltbilder ebenfalls von Glaubenssetzten geprägt sind, die ich ebenfalls kritisch betrachte und beliebig nutze und zerstückele und mit anderen modernen Konzepten wieder zusammen setze. Ich habe noch nie gehört dass das jemand so versucht hat, wie ich mir das vorstelle, also gehe ich davon aus, dass es gelingen wird.

Ich habe festgestellt, dass ich mich mittlerweile sehr umfangreich mit der menschlichen Psyche auskenne. Meine Denkmodelle mit denen mir bisher die Welt erschlossen habe, stammen hauptsächlich aus der Psychologie. Mit Hilfe der Psychologie kann ich den menschlichen Geist erforschen und auch zum Teil verändern. Damit habe ich einen gewissen Einfluss auf meine Realität.

Bei meiner Erforschung der Realität stoße ich jedoch immer wieder auf ein Problem, denn wir sind von Materie umgeben und bestehen selbst auch aus Materie. Für Ideen wie Teleportation oder Aktionen wie im Wachbewusstsein durch eine materielle Wand gehen, ein hinderlicher Umstand. Siddhis (magische Fähigkeiten) haben mich immer schon fasziniert. Es ist dieses Zerbrechen von Grenzen und Vorstellungen, welches einen unglaublichen Reiz auf mich ausübt.

Ich bemerke, dass ich immer wieder an meinen eigenen Glaubensätzen scheitere, weil der Sprung an das Unwahrscheinliche zu glauben, um es per Gedankenkraft hervorzubringen, manchmal noch zu groß für mich ist. Also hatte ich die Idee, ich muss erst genauer erforschen, was über die physikalische Realität überhaupt bekannt ist, denn ich habe wie ich glaube, ein sehr gefährliches Halbwissen davon, welches sich immer wieder in meiner Umwelt spiegelt.

These

Meine These ist, dass die Bedingungen, die wir als Naturkonstanten begreifen, in psychologischen Begriffen Glaubenssätze sind. Glaubenssätze kann man verändern. Folgt daraus, dass wir die wahrgenommenen Naturgesetzte verändern können?

Wer noch nie erlebt hat, wie er plötzlich wusste, dass er tot ist, wer noch nie erlebt hat wie plötzlich die Zeit stehen bleibt, der wird vielleicht nicht verstehen, warum ich das tue, was doch normalen Menschen unmöglich erscheint. Ich habe einmal im Wachbewusstsein meine Gestalt gewandelt. Ich habe keine Ahnung wie ich das gemacht habe, aber ich will das verstehen und wiederholen können. Ich will verstehen wie sich im Wachbewusstein das Gefühl einstellt, nicht mit dem physischen Körper identifiziert zu sein und wie ich das bewusst hervorrufen kann, bis ich die Materie verändern kann.

Ich habe diese Zustände erlebt und möchte sie tiefer durchdringen. Bisher habe ich immer auf beiden Seiten gearbeitet, auf der rationalen und intuitiven Seite. Die intuitive Seite besitzt den Vorteil, dass ich ich jenseits meines Egos Erfahrungen sammeln kann. Zb mit Hilfe von Meditation oder der Arbeit mit den Chakren. Für mich ist es jedoch auch wichtig, dass mein rationaler Verstand versteht, was ich erlebe, denn nur dann empfinde ich mystische Erfahrungen als wirklich integriert. Auch ist es mir schon immer ein Anliegen gewesen, meine Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen, um diese ebenfalls zu inspirieren. Ich fühle mich von meiner Umwelt abgeschnitten, wenn ich ein Erlebnis nicht verbal erklären kann. Sprache ist für mich Ausdruck der Verbundenheit mit meiner Umwelt. Es gibt viele mystische Erklärungen für mystische Erfahrungen aber ich finde gerade die rationalen Erklärungen für mystische Erfahrungen so viel spannender, weil ich das Gefühl habe, ich kann meiner Realität so noch mal viel tiefer (be) greifen.

Ich muss verstehen, was mich noch hindert, frei über meine Realität verfügen zu können. In einem Klartraum gibt es die Schwerkraft auch nur, weil wir an sie glauben. Ich habe erkannt, das Traum- und Wachbewusstsein nicht getrennt sind, dass es nur so erscheint. Selbst die Geschichte, dass wir uns ins Bett legen und schlafen ist nur ein Traum. Ich habe durch meine Praxis im Traumyoga erkannt, dass die Wachrealität ein Traum ist. Ich glaube wir könnten sagen, es gibt Erfahrungen die sind traumlogisch und es gibt Erfahrungen, die erscheinen konstant. Aber wovon hängt das ab? Wer projiziert diesen Traum auf die Leinwand? Wie funktioniert der Projektor? Wie schalten wir die Sender am Projektor um?

Es gibt immer noch Glaubenssätze in mir, die diese Illusion von Trennung aufrecht erhalten und mich innerhalb von Grenzen halten, während ein ander Teil von mir, um das Schauspiel weiß. Welche Glaubenssätze sind das? Wozu dienen sie? Sind sie änderbar? Welche Konsequenzen hätte das?

Ob meine These wahr ist oder nicht, muss ich selbst erforschen. Ich kann mich nicht darauf verlassen, was andere Menschen dazu erforscht haben oder was sie dazu glauben. Denn mir gehen die meisten Menschen einfach nicht weit genug mit ihren Betrachtungen der Realität. Thomas Cambell ist da eine erfrischende Ausnahme.

Wenn der Beobachter die Realität beeinflussen kann, dann kann so ein Experiment nur dann gelingen, denn die Voraussetzungen für ein Gelingen erfüllt sind. Ein Meeresbiologe würde auch keine Fische in der Wüste finden. Man stelle sich vor, man sage dem Fischer, es gibt keine Fische, denn in der Wüste haben wir keine gefunden. Der Fischer fängt aber jeden Tag einen Fisch, denn er steht mit seiner Angel am Wasser. Er sagt das auch dem Meeresbiologen, aber der hört gar nicht zu, dass man am Wasser stehen muss. So machen das aber die meisten Leute. Sie sagen da ist nichts, weil sie nie nachgeguckt haben, oder an der falsche Stelle, oder ohne echte Hingabe. 

Ich glaube dass die Voraussetzungen für paranormale Ereignisse oft gar nicht erfüllt sind, weil die Umstände unter denene solche Phänomene auftreten, von den einen noch nicht tief genug erforscht sind und von den anderen bekämpft werden. Informationen aus zweiter Hand, sind deshalb in jedem Fall anzuzweifeln, weil die Menschen ihre Forschungen evtl. nicht sorgfältig genug betreiben.

Ein Mystiker sucht immer die direkte Erfahrung oder man könnte sagen, eine phänomenologischen Evidenzbeweis, der beweiskräftig genug ist, dass der Mystiker selbst fähig ist, seine einschränkenden Paradigmen holistisch zu überwachsen. Mir geht es primär darum, meine eigenen Blockaden zu überwachsen. Aber vielleicht sind meine Gedanken ja auch für andere Leute interessant.

Moderne Physik und der Bruch mit der konstanten Logik


Ich brauche ein zweites rationales Denkmodell, welches rational soweit erforscht ist, dass sich die Vorstellung von fester Materie auflösen lässt. Dh. ich brauche eine Wissenschaft, die die Paradoxie auf der integralen Ebene erkannt hat, damit ich diesen Aspekt der Realität weiter erforschen kann. Für mich wird das wie ich annehme, die Physik sein, denn alle Anzeichen deuten für mich zur Zeit darauf hin. Die Physik scheint mir da am vielversprechendesten von allen Naturwissenschaften.

Ganz intuitiv kam die MBT von Tom Campbell in den letzten Wochen auf mich zu und lud mich zu einem neuen Durchgang ein. Damals als ich es zum ersten Mal las, animierte mich das Buch dazu, selbst zu forschen, statt anderen Menschen zu glauben was wahr ist. Ich las es vor ca 10 Jahren, mal halb. biggrin

Jetzt merke ich, ich möchte ich das physikalische Weltbild tiefer verstehen. Weil ich wirklich keine Ahnung von Physik habe, habe ich mir jetzt erstmal ein paar Kinderbücher zu dem Thema gekauft, denn ich glaube ich muss wirklich ganz langsam beginnen und dann immer ein bisschen tiefer ins Thema einsteigen. Ich lasse mir da Zeit. Ich bin gerade erst dabei mir einen grundlegenden Überblick zu schaffen. Parallel lese ich gerade My Big TOE1 von Campbell. Ich bin ein langsamer Leser, weil mir immer alle möglichen anderen Themen dazwischen kommen. Es ist oft so als bewege ich mich in einer zyklischen Spirale um die Themen und kehre dann nach einer Zeit zu einem Thema zurück. Bestimmt wird dieses Projekt mehrere Jahre dauern.

Ich bin sehr gespannt, welche größere Freiheit sich in meinem Bewusstsein kreieren lässt, wenn ich die Psychologie mit der modernen Physik eines Tages verbinden kann und mein Denken nicht mehr an meinen begrenzenden materialistischen Vorstellungen halt macht.

Alchemie


Das Ziel ist natürlich den alchemistischen Prozess nicht nur geistig, also psychologisch zu vollziehen, sondern auch physisch. Ob das realistisch ist, das weiß ich nicht. Wenn ich das nicht weiß, muss ich es jedoch für absolut möglich halten. Deshalb ist Nicht Wissen = Freiheit. Leider glaube ich wohl zu viel falsches über meinen physischen Körper, so dass mich mein Wissen da noch einschränkt.

Ich las mal ein mystisches Buch über die Alchemie. Das ist der Prozess bei dem es die Metapher gibt, dass Blei (ein unedles Metall) zu Gold (edeles Metall) transmutiert wird. Der Tiefenpsychologe C.G. Jung, der sich sehr umfassend mit Mythologie und Spirualität beschäftigt hatte, sagte dazu, dass es sich dabei um einen rein geistigen Prozess handelt. Es gilt dabei das unendle als etwas edeles zu erkennen. Etwas was im Schatten liegt lieben und wertschätzen zu können. Ebenso lehrte Jung das Vereinen von gegensätzlichen Polaritäten, die in in einer vereinigt werden. Das sei laut Jung Alchemie. Zum Beispiel Trägheit als Müßiggang lieben zu lernen und zu erkennen, dass Müßiggang letztlich sehr produktiv ist, weil wir durch das Loslassen des Egos in unsere intrinsische Kraft kommen. Intrinsiche Motivation = von Innen heraus.

Dazu gibt es auch viele Paralleilen im Tantra. Statt die Begierden zu überwinden, erkennt man sie als Bedürfnisse an und erfüllt sich diese bewusst, bis man sie wertschätzen kann und man keinen Widerstand mit ihnen hat. Jenseits des Widerstandes lässt das Ego sie dann los. Ihr müsst mal auf die Thankas und Statuen der Buddhisten schauen, da kreuzen sie auch oft die Ritual Gegenstände, wie zb den Dorje als Zeichen einer alchemistischen Vereinigung von Gegensätzen.

Aber es gibt auch Mystiker und Magier, die behaupten, dass die Alchemisten des Mittelsalters echtes physisches Gold herstellen konnten. Dh. manche Menschen glauben, dass dieser Prozess mehr als nur eine sprituelle transformation des Geistes ist. Manchmal habe ich da zu Jung gehalten, weil ich glaubte, dass die Mensche die sich für die Transmutation von physischen Gold interessieren, die mystische Symbolik auf Grund ihrer Gier nach materiellem Reichtum, die den eigendlichen geistigen Erkenntnisprozess hervorbringen, verpassen.

Was aber wenn Jungs Sichtweise auf die Alchemie nur die halbe Miete ist? Ich habe Jung auf der Karte der Kabbala positionieren können und glaube er war nur halb erleuchtet. Ich sage nicht, dass seine Ausführungen zur Alchemie falsch sind, ich sage ich vermute diese Sichtweise ist die eine Hälfe und es fehlte ihm, also mir die andere Seite. Denn Jungs Sicht habe ich verinnerlicht.

Jedoch über Jesus wurde auch immer wieder gesagt, dass er zb über Wasser gehen konnte, oder Wasser zu Wein verwandelt hatte. Sind das nur Methaphern oder ist er wirklich über das Wasser gelaufen? Das sind Fragen die Alchemisten spalten und mich neugierig machen, herauszufinden wie weit diese sprituelle Erkenntnis wirklich gehen kann.

Ich war in Bewusstseinszuständen, in denen ich wusste, dass es keine Grenzen gab. Innerhalb meines Egos habe ich aber noch Grenzen. Ich möchte herausfinden, ob sich diese Grenzen systematisch überwinden lassen, eben durch ein tieferes Verständnis.

Manche Menschen wie die Buddhisten sagen, man müsse Leid überwinden, um zu erwachen. Andere wie Jesus haben das Leid durchdrungen, um zu erwachen. Mache Menschen sagen, man soll das Wissen loslassen um zu erwachen, andere wie Tom Campbell, haben ihr Wissen erweitert, um zu erwachen. Ich glaube wir müssen da unserer persönlichen Berufung folgen. Es gibt da kein richtig oder falsch.

Durch die Kabbala weiß ich, beide Wege sind gleich-gültig richtig. Das Loslassen ist nicht so meins. Ich habe diese Verbissenheit eben in mir und sehe nur die Möglichkeit, diese auf tantrische Weise anzunehmen und zu nutzen, indem ich meine Verbissenheit bewusst anwende, um das Wissen zu finden, welches mich von allem befreit.


Glaubenssätze


Obwohl ich zahlreiche Erfahrungen gemacht habe, dass ich die Wahrnehmung hatte, dass mein physischer Körper nicht real ist oder aus Licht besteht, bin ich auf Grund meiner Konditionierungen immer noch zum Teil an ein materialistisches Weltbild gebunden. Was der Geist denkt, wird er auch kreieren. Nur wie verändert man Glaubenssätze, die kulturell bedingt in mich hinein sozialisiert sind? Was ist wenn mehr Wissen über die moderne Physik, diese Anhaftungen als falsche Glaubensmodelle auflockern können? Über Glaubensätze habe ich im NLP vieles gelernt und auch dieses Thema wird hier mit einfließen.

Wie innen, so auch im Außen.

Ich habe festgestellt, dass ich immer wieder mit Menschen in einen Widerstand gerate, die behaupten, sie würden sich auf die Naturwissenschaften beziehen. Um so mehr ich mich mit Wissenschaft beschäftige, um so mehr stellte ich fest: Diese Menschen verteidigen meist einzig ihr materialistisches Weltbild, nicht jedoch zwingend das was die Wissenschaft herausgefunden hat. So unglaublich viele Menschen sprechen von Naturwissenschaft, als würde das ein fester Standpunkt sein. Dabei ist das nur die Methode. Daran sehe ich, die wissen gar nicht wovon sie reden.

Denn soweit ich den großen Physikern unserer Welt zugehört habe, glaubt und glaubte keiner von ihnen, an eine feste Materie. Man könnte sogar sagen Physik ist absolut traumlogisch und sehr nahe an sprituellen Vorstellungen. So kam ich zu dem Schluss, dass die Menschen die so reden, vielleicht gar keine Ahnung von Physik haben. Sie beziehen sich auf ein altes Paradigma, einer materiellen Realität. Der Physiker Hans-Peter Dürr sagte, dass dieses alte Paradigma bereits Ende des 18. Jahrhunderts widerlegt wurde, jedoch haben wir dieses immer noch nicht begriffen. Ich möchte die moderne Physik (be) greifen. Weil ich wissen möchte, wer Recht hat.

Ich weiß dass ich nur deshalb mit Menschen über das materielle Weltbild anecke, weil ich selbst noch am materiellen Weltbild festklebe und das diese Menschen meine Projektionen sind. Sie spiegeln mir meine eigenen Anhaftungen. Als ich das neulich erkannte, musste ich so lachen, weil ich in diesem Moment wusste, dass ich einfach nur weiter lernen und forschen muss und alles finden werde, was ich suche. Also muss ich mich tiefer mit Physik beschäftigen. Ich bin sehr gespannt, was dann passiert und welche Realität sich daddurch hervortuen wird, wenn ich noch mehr verstehe.

Shared Dreams

Völlig überraschend fand ich ein für mich selbst sehr aussagekräftiges Shared Dream Experiment von Tom Campbell und seinem Freund Dennis, wo ich gerne mal wissen würde, wie die Menschen aus diesem Forum die sich mit wissenschaftlichem Arbeiten auskennen, dieses Experiment so im allgemeinen bewerten. Ich werde es euch in einem der nächsten Posts ausführlich vorstellen.

Ich habe heute eine ganze andere Haltung als früher. Ich kann heute akzeptieren, dass es etwas was für mich persönlich ein Evidenzbeweis ist, für einen andere Menschen kein Beweis ist. Wenn ich einene Beweis brauche, um jemanden in meine Realität einzuladen, dann muss dieser Beweis den wissenschaftlichen Standart genügen. Das ist ein sehr hoher Anspruch an paranormale Erfahrungen.

Vielleicht kann hier ja eine alte Diskussion nochmals auf einem neuen und sachlicheren Niveau geschehen, weil ich jetzt dazu reif bin oder zumindest demütig genug, gegenüber der Wissenschaft, dass ich verstehe, wenn etwas nicht als Beweiskräftig angesehen wird. Ich würde auch diese Thema gerne nochmal mit meinem heutigen Verständnis diskutieren wollen. Mal gucken ob sich jemand dafür findet?

Für mich selbst würde aber erstmal ein persönlicher Evidenzbeweis genügen und die Fähigkeit eine paranormale Erfahrung, wiederholt abrufen zu können. Denn bisher geschehen mir diese Zustände nur immer irgendwie. Ich habe das Ziel meine Ahaftungen an das materielle Weltbild durch dieses Projekt weiter loslassen zu können.

Mir ist zudem sehr bewusst, dass weit mehr dazu gehört, eine mystische Erfahrung zu machen, als eine überzeugende Erklärung zu lesen. Die Seele selbst muss dazu reif sein. Wo eine Seele nicht reif ist, kann man noch so viel erklären und Brücken bauen, es ist aussichtslos. Ich werde niemanden überzeugen können, es sei denn die Person hat ein wirkliches Interesse ihr Bewusstsein zu erweitern. Überzeugen kann man nur sich selbst. Man redet auch immer nur mit sich selbst. Deshalb verucht man andere zu überzeugen.

Ich hoffe dass mir mehr rationales Wissen dabei helfen wird meine mystischen Erfahrungen zu vertiefen und ich mich selbst davon überzeugen kann, dass ichmehrbin als mein physischer Körper. Sehr oft wenn ich mich mit neuen rationalen Themen beschäftige, schaltet sich die intuitive Seite dazu und ermöglicht mir dazu die passenden mystischen Erfahrungen zu machen. Bisher halten diese nur nie lange. Ich erhoffe mir durch ein rationales Verständnis meine Gipfelerfahrungen zu einer abrufbaren Bewusstseinsstufe machen zu können. Ich bin also sehr gespannt, was hier auf mich zu kommen wird.
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RE: Geist und Materie
#2
11.03.2022, 01:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.03.2022, 01:42 von ichbinmehr.)
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Die Arbeit mit Glaubenssätzen

Eingangs ein halbes Kapitel als Einblick ins Thema MBT. Einführung zum Thema Glaubenssätze:


Zitat:Thomas Campbell – My Big TOE (Buch 1 von 3. S. 158 Vergl.)

Entmystifizierte Mystik: Die Grundlagen der Realität - Einführung in Segment 2

Was wir als mystisch bezeichnen, hängt vom Umfang unseres Wissens und Verstehens ab. Scheint irgendein Prozess, ein Phänomen oder eine Konzeptualisierung jenseits unserer potenziellen Fähigkeit zu liegen, eine Erklärung im Zusammenhang mit PMR (der physischen Realität) zu bieten, so bezeichnen wir dies als mystisch. Vieles von dem, was vor tausend Jahren als mystisch betrachtet wurde, wird heute als Wissenschaft bezeichnet und vieles von dem, was heute als mystisch angesehen wird, wird von einer zukünftigen Wissenschaft fraglos verstanden werden.

Während unser gegenwärtig gesammeltes objektives Wissen an seine Grenzen stößt und sich in das scheinbar Unbegreifliche aufzulösen beginnt, wird das, was sich außerhalb unserer vermeintlichen theoretischen Reichweite befindet, als mystisch definiert. Solche Annahmen rühren von unseren Glaubenssätzen über objektive Realität her. Folglich spiegelt das, was aus Sicht der westlichen Kultur mystisch oder nicht wissbar erscheint, schlicht kulturelle westliche Glaubenssätze und das begrenzte Verständnis zeitgenössischer Wissenschaft wider.

Dementsprechend handelt es sich um eine doppelte Dosis Ignoranz (kulturelle Glaubenssätze und begrenztes wissenschaftliches Wissen), welche definiert, was jenseits unserer ernsthaften Erwägungen zu liegen scheint. Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie die Augen verdrehen und jemanden belächeln, weil Sie das Konzept des Mystischen im Allgemeinen mit Ignoranz (die der anderen, nicht Ihre), Dummheit und unwissenschaftlichem Geschwafel assoziieren.

Für den Einzelnen ist dieser Prozess persönlicher. Was von einer Person als mystisch wahrgenommen wird, hängt vom Verständnis, dem Wissen und der Ignoranz dieser Person ab. Es sind unsere persönlichen Glaubenssätze, die bestimmen, was wir als mystisch betrachten. Egal ob eine Person wenig oder viel über PMR oder NPMR (die nicht-physische Realität) weiß:

Das, was jenseits der Reichweite ihres eigenen Verständnisses und Wissens liegt, kann

(1) von dieser Person als mystisch interpretiert werden,
(2) aufgrund von Glauben als etwas ausgelegt werden, das den Bedürfnissen der Person entspricht, (3) als vorübergehende Unwissenheit einer Sache betrachtet werden, die theoretisch wissbar ist, oder
(4) als eine bleibende Unwissenheit über etwas angesehen werden, das theoretisch nicht wissbar ist.

Die Schlussfolgerungen einer Person bezüglich dessen, was jenseits ihrer objektiven Reichweite liegt, beruhen zwangsweise auf Glauben, es sei denn natürlich, die Schlussfolgerung lautet, dass es keine Schlussfolgerungen geben kann. Nichtsdestotrotz nehmen die meisten von uns eine Vielzahl von beidem an – kulturell vorgegebene und selbst hergeleitete glaubensbasierte Schlussfolgerungen – mit einem Grad an Gewissheit, den nur eine wirklich tiefsitzende Ignoranz aufrechterhalten kann.

Glaube ist eine Schlussfolgerung, die auf einer mystischen Voraussetzung beruht. Wissenschaftler mögen glauben, dass alles Unbekannte im Datensatz von PMR enthalten sein und einer gewöhnlichen objektiven Kausalität folgen muss, doch dieser Glaube bzw. dieses Kredo drückt einfach nur eine akzeptierte Form von Mystik aus. Eine Mystik, die unsere kulturellen Glaubenssätze unterstützt, wird als offensichtliche Tatsache akzeptiert.

Definitionsgemäß erscheint solch ein Glaube zwangsläufig als vernünftigste Annahme, die eine rationale Person (innerhalb einer bestimmten Kultur) treffen kann. Auf diese Art wird alltägliche Mystik, die ihren Ausdruck in kulturellem und persönlichem Glauben findet, in eine unbestreitbare philosophische Grundlage verwandelt.

Wir erkennen, dass die objektive Kausalität des westlichen Materialismus notwendigerweise einer Grundlegung mystischer Annahmen entspringen muss. Und siehe da: Glaube verwandelt sich in Wissenschaft oder zumindest in einen integralen Bestandteil der wissenschaftlichen Gesinnung. Die Ergebnisse dieser unlogischen Transformation führen zu einer Kettenreaktion.

Als Nächstes wird Wissenschaft zu Wahrheit – oder zumindest zum alleinigen Richter über Wahrheit – und ihr wird die Aufgabe übertragen, Realität zu definieren. Folglich gabelt bzw. teilt sich aus westlicher Perspektive die Welt der Vorstellungen und Konzepte in Wissenschaft und Wahrheit auf der einen und Philosophie und Vermutungen auf der anderen Seite.

Obgleich die Wissenschaft wichtig ist, da sie eine fabelhafte Reihe nützlicher physischer Ergebnisse produziert, wird die Philosophie dadurch leider an den Rand gedrängt, da sie scheinbar nichts als nutzlose Argumente hervorbringt. Im letzten Akt dieser Farce sehen wir, dass die Wissenschaft – welche ihrerseits nicht in der Lage ist, die Barriere ihrer uralten, nicht länger nützlichen, glaubensbasierten Paradigmen zu überwinden – von den Beschränkungen ihrer eigenen innersten Überzeugungen gefangen gehalten wird.

Während die Wissenschaft mit ihrer selbsterzeugten Kurzsichtigkeit zu kämpfen hat, versucht die Philosophie vergeblich, die wissenschaftliche Illusion von Objektivität zu imitieren, um relevant zu wirken. Erinnert Sie das nicht an ein lächerlich verworrenes französisches Possenspiel? Ahhh, warten Sie noch, ... der Akt ist noch nicht vorbei – es gibt ein überraschendes Ende! Allerdings werden Sie diese Reise mit mir und meiner großen Theorie von Allem (My Big TOE) antreten müssen – von hier an bis zum Ende von Segment 6 –, wenn Sie herausfinden möchten, wie dieses Drama seinen Ausgang nimmt. Keine Frage, ich halte Sie hin. Weshalb?

Wenn ich Ihnen den Ausgang jetzt schon verraten würde, bevor wir eingehend einige Ihrer momentanen Glaubenssätze und Weltanschauungen erörtert haben, würden und könnten Sie es einfach nicht „verstehen“.

Ich weiß, dass Sie eine erfahrene und brillante Persönlichkeit sind, aber darum geht es hier nicht. Das Erkennen des großen Gesamtbildes erfordert mehr als bloße intellektuelle Leistungsfähigkeit. Es erfordert auch das Überwinden tief verwurzelter Glaubenssysteme. Das ist etwas, zu dem viele Menschen nicht bereit oder imstande sind – zumindest nicht umgehend oder widerstandslos, wenn überhaupt.

Dies ist auch der Grund, weshalb anstelle einer technischen Abhandlung eine ganze Trilogie erforderlich ist. Akademische Arbeiten können nur dann etwas von Wert vermitteln, wenn man innerhalb der akzeptierten kulturellen und wissenschaftlichen Glaubenssysteme arbeitet. Daher wird signifikantes neues Wissen in der Regel dadurch erzeugt, dass man akribisch unzählige kleine Schritte von stetig steigender Detailgenauigkeit in Richtung eines konkreten Zieles macht. Details ans Tageslicht zu bringen erfordert einen vollkommen anderen geistigen Prozess als das Entdecken von Paradigmen des großen Gesamtbildes.

Heutzutage konzentrieren sich fast alle Wissenschaftler nach wie vor darauf, stur nach Details einer Realität Ausschau zu halten, die ausschließlich durch traditionellen wissenschaftlichen Glauben begrenzt wird. Fakt ist: Sie werden niemals in der Lage sein, das große Gesamtbild zu erkennen, solange Sie sich auf einzelne, politisch korrekte Pixel konzentrieren.

Da My Big TOE über die traditionellen Glaubenssysteme hinausgehen muss, um ein gänzlich neues Verständnis von Realität einzuführen, muss ein Großteil dieser Trilogie zwangsläufig dazu verwendet werden, Ihre persönliche Perspektive zu erweitern.

Haben Sie Geduld und widerstehen Sie dem Drang, scheinbar offensichtliche Schlussfolgerungen zu ziehen, bevor Sie die gesamte Trilogie konsumiert haben. Das Überwinden alter Paradigmen und Glaubenssysteme ist ein Prozess, der grundsätzlich genauso schwierig zu vermitteln wie zu bewältigen ist.

Wird My Big TOE zu Hilfe eilen und diesem dahinsiechenden Drama blamierter Wissenschaft und ins Abseits gedrängter Philosophie wieder Leben einhauchen, indem sie den Gordischen Knoten aus beschränkendem Glauben löst, der sowohl die Wissenschaft als auch die Philosophie zu kaum mehr verdammt, als sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit auszuruhen – ganz einfach den nächsten logischen Schritt gehen oder sich wie bisher nur tiefer in die Details gestriger Erkenntnisse hineingraben?

Innerhalb dieses Prozesses hoffe ich, Ihre persönliche mystische Grenze (an welcher Wissen auf Unwissenheit trifft) zu dem Punkt zurückzudrängen, an dem das noch verbleibende Unbekannte keine potenzielle Bedeutung mehr besitzt und von keinem praktischen Interesse mehr ist. Eine TOE, die nicht über PMR hinausreicht, ist lediglich eine kleine TOE (eine nur ein kleines Bild beschreibende Theorie von Allem), die auf PMR und auf eine lokale Kausalität begrenzt ist.

Die Annahme, dass es eine natürliche, praktische Grenze für das Ausmaß unseres Wissens geben könnte – eine Grenze, die sich jenseits dessen befindet, was unsere Wahrnehmung nicht durchdringen kann –, gründet sich auf die Vorstellung, dass wir lediglich ein sehr kleiner Teil einer weitaus größeren Realität sind.

Dieser demütigende Gedanke läuft der Bedeutung und Selbstherrlichkeit zuwider, die wir Menschen uns selbst gerne zuschreiben. Falls sich unsere Erfahrung auf einen kleinen Teil einer größeren Realität beschränkt, wäre es nur vernünftig anzunehmen, dass jenseits der Grenzen unserer möglichen Kenntnis durchaus eine Masse an Phänomenen, Wechselbeziehungen, Zusammenhängen und geordneten Ereignissen existieren kann, von der unsere Realität und unsere Existenz zwar in hohem Maße abhängt, die wir jedoch nicht direkt wahrnehmen können.

Die schwer vorstellbare theoretische Möglichkeit zuzulassen, dass unsere geliebte PMR nur eine lokale Realität sein könnte (eine Untermenge von etwas Größerem), ist der erste Schritt, um ein größeres Bild zu verstehen. Diese Möglichkeit bricht mit der konventionellen Weltanschauung, dass PMR alles ist, was existiert, und ersetzt sie durch eine umfassendere Welt anschauung, welche eine logische Übermenge bildet – das begrenzte Konzept des kleinen Bildes ist dabei vollständig innerhalb des allgemeineren Konzeptes eines größeren Bildes enthalten.

Wenn das größere und allgemeinere Paradigma für ein besseres und präziseres Verständnis der verfügbaren Daten sorgt sowie wertvolles neues Wissen, neue Denkansätze und neue Prozesse hervorbringt, dann ist die allgemeinere Konzeptualisierung zudem eine genauere, produktivere und wahrheitsgetreuere Darstellung des Ganzen.

Ein verbessertes Realitäts-Paradigma ist jenes, welches den verfügbaren Lösungsraum bezüglich der existierenden Daten und Probleme auf eine Weise erweitert und vertieft, die sowohl praktisch als auch nützlich ist. Wir können offen dafür sein, neue Dinge zu lernen, und in diesem Prozess die Reichweite unseres Gewahrseins – und somit unsere Realität – bis an dessen äußeren Grenzen erweitern.

Bedauerlicherweise werden wir jedoch durch weit mehr beschränkt: durch Glaubenssätze, Pseudowissen, vorgefasste Meinungen, Einstellungen, Ängste, Verlangen, Bedürfnisse und kulturelle Befangenheit.

Aus diesem Grund müssen wir zuerst über einige dieser Punkte sprechen. Das größte Bild muss alles abdecken – alles Objektive, alles Subjektive, alles Normale und alles Paranormale. Geist und Materie, Bewusstsein und das Greifbare, alle wahren Daten und die Fakten der Existenz (die persönlichen sowie die wissenschaftlichen) müssen in dieser einen großen TOE erklärt werden, mit ihr vereinbar und in ihr enthalten sein – falls es sich um eine umfassende und korrekte große TOE handelt.

Wenn es sich lediglich um eine kleine TOE oder um eine inkorrekte große TOE handelt, wird sie nicht alle Daten unterstützen bzw. erklären. Es liegt an Ihnen, das Ausmaß zu beurteilen, mit welchem diese große TOE Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen erklärt. Allerdings ist es wichtig, vor dem Ziehen von Schlussfolgerungen den Unterschied zwischen Wissen und Glaube zu verstehen.

Vertrauen Sie mir, sofern Sie nicht viele Jahre der Erfahrung auf diesem Gebiet zugebracht haben, wird das, was Sie im Begriff sind zu lesen, die Dehnbarkeit Ihres Geistes enorm auf die Probe stellen. Um es noch schlimmer zu machen, wird mein Beharren darauf, dass diese Big TOE im Wesentlichen auf sorgfältig ausgewerteten wissenschaftlichen Daten basiert, anstatt von theoretischen Spekulationen abgeleitet zu sein, von Ihrem Gefühl für meine Glaubwürdigkeit verlangen, sich sogar noch weiter zu dehnen als Ihr Verstand.

Menschen glauben im Allgemeinen, dass sie fast alles wissen, was es zu wissen gibt; dass die letzten paar Dinge, die es herauszufinden gilt, nur kleine Schritte darstellen, verglichen mit der Entfernung, die bereits zurückgelegt wurde.

Beispielsweise beklagten Wissenschaftler gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts oftmals die unübersehbare Tatsache, dass alles Bedeutsame (in der Wissenschaft und Technologie) bereits entdeckt wurde. Kaum mehr als ein Jahrhundert später ist diese Behauptung einfach nur noch lächerlich. Es liegt in der Natur der Sache, dass man sich nicht dessen bewusst sein kann, was man nicht weiß. Dennoch lassen wir uns fast immer von unseren Egos dazu verleiten, zu glauben, dass wir weitaus weniger unwissend sind, als dies tatsächlich der Fall ist.

Es wird oft gesagt, es gäbe nichts so Ungeheuerliches oder Seltsames wie die Wahrheit. Die Wahrheit dieser Aussage, die in der modernen Physik deutlich zum Ausdruck kommt, erfordert einen unvoreingenommenen Denkansatz.

Das große Gesamtbild zu erfassen und zu verstehen ist stets der erste Schritt, um den effektiven Einsatz der eigenen verfügbaren Ressourcen zu konzentrieren und zu steuern. Sinn und Zweck dieses Werkes ist es, eine erweiterte Sichtweise von Realität und Ihrer Beziehung zu dieser Realität anzubieten, die Ihnen auf eine direkte und praktische Art und Weise nützlich und hilfreich ist.

Um optimal effektiv zu sein, muss meine Erkenntnis zu Ihrer Erkenntnis führen. Ich muss Ihnen nicht nur dabei helfen, objektiv die Beschaffenheit Ihrer Realität zu verstehen, sondern ebenfalls dabei behilflich sein, diese selbstständig zu entdecken. Selbst wenn diese Bücher am Ende keinen anderen Effekt haben, als dass Sie Ihre Glaubenssätze, Ihre Konzepte, Ihr Wissen und Ihre Einstellung neu bewerten, ungeachtet dessen, wie das Ergebnis dieser Beurteilung aussieht, wird sich meine Mühe gelohnt haben. Legen Sie los. Viel Glück auf Ihrer Reise – mögen Sie Werte von bleibender Bedeutung finden.

Ich hoffe dieser kleine Einstieg hat euch etwas Lust auf die My Big TOE Bücher von Campell gemacht und ich  finde hier noch jemand anderes, der die Bücher gelesen hat und oder noch lesen mag, mit dem ich mich demnächst mal über den Inhalt austauschen kann.

Glaubenssätze

Also erstes möchte ich mich also dem Thema Glaubenssätze widmen. Interessanterweise kam das das Thema Glaubenssätze wie von selbst zu mir, als müsste ich mit diesem Thema bekannt gemacht werden, wenn ich mein Bewusstein erforschen möchte. Es geschah ungefähr zeitgleich vor 12 Jahren, als ich begann mich fürs Klarträumen zu interessieren. Zum Selben Zeitpunkt fand ich auch per Zufall das NLP.

Seit meiner Beschäftigung mit NLP habe ich eine ganz besondere Flexibilität in meinem Geist entwickelt. Ich würde also jedem der sein Bewusstein erweitern möchte die beschäftigung mit NLP empfehlen. Ich möchte versuchen mein Wissen bzgl meiner geistigen Flexibilität mit euch zu teilen. Ich werde in einem der nächsten Posts, noch mehr zu meiner Arbeit mit Glaubenssätzen aus dem NLP schreiben.

Erstmal möchte ich euch dieses Video zeigen, welches sich ebenfalls auf das Thema Glaubenssätze und My Big TOE bezieht und in einer Matrixwissen-Diskussionsrunde, von Felix vorgetragen wurde. Dieser Vortrag eignet sich ganz gut, um ein bisschen in meine Denkweise einzusteigen, die ich in diesem Thread anwenden möchte.

Felix verwendet in seinem Vortrag einige Abkürzungen aus Tom Campbell's MyBigTOE-Theorie. Die wichtigste davon ist LCS - damit ist das Larger Consciousness System - also das größere Bewusstseinssystem, als Basis unserer Realität gemeint. Ein spirituell/psychologisches Wort für LCS wäre Höheres Selbst.

Thomas Campbell
drückt in seiner Terminologie, die Beschreibung von Bewusstsein sehr technisch aus. Er spricht zum Beispiel von einer Virtuellen Realität, statt Traumbewusstsein zu sagen. Durch diese andere Ansprache, die sich an seinem physikalisches Modell von Realität MBT (My Big Toe - Meine große Thoerie von Allem) orientiert, ergeben sich natürlich ganz andere Vorstellungen und Möglichkeiten, als wenn wir und in einer mystischen, psychologischen, biologischen oder religiösen Sprache über Bewusstsein unterhalten. 

Wie unsere Glaubenssysteme und Axiome unsere Erkenntnisfähigkeit begrenzen oder erweitern



Zeitmarken des Vortrags:

03:50 Einleitende Kurzgeschichte 
07:30 Begriffsdefinition: Axiome und Glaubenssätze 
13:15 Wissenschaftliche Axiome und Glaubenssätze
28:20 Axiome außerhalb der Wissenschaft
51:20 Glaubenssätze außerhalb der Wissenschaft
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RE: Geist und Materie
#3
12.03.2022, 20:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2022, 04:48 von ichbinmehr.)
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Holistische Kausalität

In den folgenden Textausschnitten, die der Dehnung des Geistes dienen mögen, geht es um unserer Vorstellung von Kausalität.

Ich sehe bzgl. der Erklärung von Tom zur Kausalität, die immer nur auf ein bestimmtes Bezugssystem und nicht kausal auf alles Anwendungsfelder anwendbar sind, eine Parallele zum holistischen Weltbild von Ken Wilber.

Ken Wilber ist einer der wichtigsten Vertreter der Integralen Theorie. Als Integrale Theorie, auch integrales Denken oder integrale Weltsicht genannt, bezeichnet sich eine Schule von Weltanschauungen, die sich um eine umfassende Sicht des Menschen und der Welt, oft auch des Geistigen und Göttlichen ganz allgemein bemüht.

Was ein Holon ist, hatte ich hier mal etwas ausführlicher beschrieben. In einem Satz: Es handelt sich um ein Bezugssystem, welches bestimmte Gesetzmäßigkeiten besitzt, welches von nächsthöheren Bezugssystem umgeben ist. Ein Holon ist eine Ebene die die untere Ebene quasi umarmt und einschließt.

Ein Beispiel: Es gibt ein Bezugssystem für ein Atom. Ein gibt ein höheres Bezugssystem für ein Molekühl. Das Atom ist holistisch in das Molekül eingebettet. Das Atom und dessen Eigenschaften geht bei der Einbettung in ein umfassenderes System nicht verloren.

Ein anderes Beispiel: Wir können auf einer Entwicklungsstufe des Denkens in schwarz-weiß Kategorien denken.  In einer nächsten Entwicklungsstufe denken wir differenziert.

Das Konzept des Holons ist auf viele Bereich anwendbar. Ken Wilber sagt Holons emergieren (entfalten sich) holarchisch. Ken Wilber sagt Holarchien sind das Grundmuster aller Evolution. Bitte lest diesen Text über Kausalität vor dem Hintergrund eines holistischen Weltverständnisses.

Zitat:Thomas Campbell - MBT 1, S.170 Vgl. (Vgl. bedeutet = Ich habe große Teile des Kapitels weggelassen)

Kausalität und Mystik

Anfänge sind immer schwierig. Wo auch immer man beginnt, jedes Mal steht die Frage im Raum: „Was kam davor?“ Diese Frage rührt von unserem Sinn für objektive Kausalität her – dass allem eine eigene Ursache vorausgeht. Muss alles eine Ursache haben? Falls nicht, geht man augenblicklich dazu über, sich auf mystische Anfänge zu berufen. Falls ja, stellt der Anfang eine logische Unmöglichkeit dar. Es kann erklärtermaßen keinen Anfang geben, wenn alles eine Ursache haben muss. Der Logik von Kausalität zufolge sind Anfänge unlogisch. Diese Logik erfordert, dass die anfängliche Existenz, von der wir abgeleitet sind, spontan aus dem Nichts entsteht (da wir ja nun mal tatsächlich existieren). Das Konzept der objektiven Kausalität muss also ganz klar gegen die eigene Logik.

Beruft man sich also auf eine objektive Kausalität, so erhält man als logische Folge daraus auch automatisch einen mystischen Anfang. Somit ist das logische Ergebnis der Ablehnung einer objektiven Kausalität (unser Anfang begann ohne vorherige Ursache) ebenso ein mystischer Anfang. Obwohl die Logik unserer objektiven Kausalität scheinbar darauf schließen lässt, dass unsere Anfänge mystisch sein müssen, muss das nicht auch unbedingt der Fall sein. Es hängt einerseits von der Realität ab, in der ein solcher Anfang stattfindet, und andererseits von der Realität, aus welcher wir diesen betrachten. Kausalität ist systemspezifisch – eine Logik der Kausalität (die Logik der PMR-Physik zum Beispiel) gilt immer innerhalb eines bestimmten kausalen Systems. Die kausale Logik verlangt, dass der Anfang eines bestimmten Systems lediglich aus einem Blickwinkel heraus mystisch erscheint, der innerhalb dieses Systems liegt.

Anfänge gehören zur nächsthöheren Ebene der Kausalität und befinden sich jenseits des Geltungs- oder Anwendungsbereichs der eigenen kausalen Logik eines Unter systems. Stellen Sie sich eine Art Rangfolge kausaler Systeme vor, bei der jedes System eine Untermenge des nächsten ist. Demnach kann die Mystik unserer eigenen Anfänge aufgelöst werden, wenn wir die Perspektive der Übermenge einnehmen, welcher wir angehören.

Ich sage nicht, dass wir unsere objektive Kausalität verwerfen sollten. Die Logik unserer objektiven Kausalität ist nach wie vor die philosophische Grundlage unserer Wissenschaft. Sie hat uns dazu motiviert, Fragen zu stellen wie: „Wie funktioniert das?“ oder „Was ist die Ursache hierfür?“ Sie hat uns zu der Technologie und dem Verständnis geführt, das uns nun geradezu anfleht, den nächsten Schritt über das rein Materielle hinaus zu wagen. Ich möchte hier die Logik unserer objektiven Kausalität nicht schlechtreden. Ich bin Wissenschaftler – ich lebe und arbeite mit ihr. Ich rücke sie einfach nur in die richtige Perspektive. Ich zeige ihre logischen Beschränkungen auf, die Grenzen ihrer sinnvollen Anwendung, und die Tatsache, dass sie ihren eigenen Anfang benötigt, um gegen ihre eigene Logik zu verstoßen.

Sobald wir erkennen, dass die kausale Logik, welche Wissenschaft überhaupt erst ermöglicht, gleichzeitig unser Verständnis der größeren Realität (und ihrer Anfänge) begrenzt, sind wir frei genug, um mit der Untersuchung der größeren Wahrheit zu beginnen. Ohne diese Erkenntnis bleiben unser Blickwinkel und unsere Verständnisfähigkeit jedoch in einem konzeptuellen Gefängnis (einer Glaubensfalle) eingesperrt, welches wir uns selbst erschaffen haben.

Der irrtümliche Glaube an eine allgemeingültige Kausalität (im Gegen satz zu einer lokalen Kausalität) wird meistens dafür verwendet, diejenigen ahnungslos und fehlgeleitet erscheinen zu lassen, die es wagen, die Fragen nach den Anfängen rational anzugehen. Die immer wieder und unermüdlich gestellte Frage „Was kam davor?“, muss zwangsläufig mit dem Eingeständnis absoluter Unwissenheit enden, die im letztendlichen Kern eines ansonsten rationalen Diskurses existiert. Im Allgemeinen wird der Standpunkt vertreten, dass logische Argumente, die sich auf Unwissenheit gründen, höchst fragwürdig sind und man ohne Umschweife auf diese törichten und unbegründeten Mutmaßungen verzichten könne. Unsere physische Raumzeit-Kausalität ist lokal und lässt sich nicht auf das anwenden, „was davor kam“ – andernfalls würden wir entweder ohne Anfang dastehen oder wären von selbst aus dem Nichts erschienen. Jede dieser Alternativen führt zu mystischen Glaubenssätzen, die weder auf wissenschaftliche noch auf logische Weise produktiv sind.

Unsere Anfänge erscheinen uns mystisch aufgrund der Anwendungsgrenzen unserer Logik und aufgrund der Beschränkungen, die unsere glaubensbasierte Sichtweise unserem Verstand auferlegt. Wenn Sie in der Lage sind, die Wissenschaft sowie Ihren Weitblick und Ihr Verständnis auf die nächsthöhere Stufe der Kausalität zu heben – zum Übersystem, welches PMR als Untersystems beinhaltet –, wird die allgegenwärtige Mystik an die äußersten Ecken Ihres neuerworbenen Wissens zurückgedrängt. Wenn Ihr Bild (Weltbild oder Verständnis der Realität) bedeutend größer ist als das Bild Ihres Nachbarn, könnte Sie Ihr Nachbar eventuell für einen Mystiker halten. In der Tat werden Sie von einem Blickwinkel aus, der in seinem Verständnis enorm eingeschränkt ist, immer als Mystiker erscheinen, egal wie rational, vollständig oder wissenschaftlich Ihr Verständnis auch sein mag.

Ein Mystiker scheint von nicht erfassbaren Interaktionen angetrieben zu sein, die jenseits rationalen Verstehens liegen. Vielleicht hält Sie Ihr Hund für einen mächtigen, irrationalen Mystiker. Wenn Ihr Nachbar Sie aber zudem auch für eine besonders gute, liebevolle, weise, produktive, erfolgreiche und fähige Person hält, sollte er sich vielleicht bemühen, das zu verstehen, was Sie anscheinend verstehen. Wenn Sie auf andere jedoch arrogant, herablassend oder manipulativ wirken, anfangen zu missionieren oder nach Spenden zu fragen, würde Ihr Nachbar gut daran tun, seine Tür verschlossen zu halten und den Kontakt mit Ihnen zu meiden. Die Qualität Ihres Seins drückt immer auch gleichzeitig die Korrektheit Ihres Verstehens aus. Denken Sie einen Moment darüber nach. Was sagt die Qualität Ihres Seins über die Richtigkeit Ihres Verstehens aus?

Ihr findet die komplette My Big TOE -  Triologie (MBT) auf englisch übrigens auch kostenlos als PDF im Internet, denn Tom bietet sie auf Google Docs selbst vollständig an.
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RE: Geist und Materie
#4
13.03.2022, 04:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2022, 06:59 von ichbinmehr.)
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Limitierende Glaubenssätze überwinden

Ich bin der Meinung, dass die größte Hürde, die uns bisher davon getrennt unser Bewusstsein zu erweitern, unsere limitierenden Glaubenssätze sind.

Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in deinem Geist verankert sind und somit für dich wahr sind. Welche Glaubenssätze wir für wahr halten, wird maßgeblich durch unsere Erziehung und unsere Sozialisation bestimmt. Um eine Bewusstseinserweiterung zuzulassen, müssen unsere Glaubenssätze frei von Limitierungen sein. Wie du dass mit Techniken aus dem NLP erreichen kannst, erkläre ich in diesem Artikel.

Ich habe diesen Text über Glaubenssätze um ca 2015 geschrieben zu der Zeit, als ich sehr engagiert an der Überwindung meiner eigenen Glaubenssätze gearbeitet habe, um Astralreisen, Telepathie und Shared Dreams zu erforschen. Ich habe mein altes Weltbild falsifiziert und es somit immer mehr zerbrochen, um mir zu ermöglichen neue Erfahrungen innerhalb meines Bewusstseins zu machen.

Ich schrieb den Text damals, weil ich anderen Menschen ermöglichen wollte, an meinen Gedanken teilzunehmen und um zu erklären, wie ich zu meinen damals für mich selbst ungewöhnlichen Erfahrungen gekommen bin. Ich habe den Text kürzlich nochmal neu überarbeitet um ihn mit meinen Erkenntnissen in einen Einklang zu bringen.

Wer sich grundlegend für Glaubenssätze interessiert, ist mit dem Buch „Die Arbeit mit Glaubenssätzen“ von Klaus Grochowiak gut beraten, aus welchem ich für diesen Artikel einige Punkte herausgearbeitet habe.

Neurolinguistisches Programmieren, kurz NLP

Der Begriff Glaubenssatz ist eine Wortschöpfung aus dem Modell von NLP. NLP bedeutet Neurolinguistisches Programmieren. Das NLP untersucht die Muster oder die „Programmierung“, die durch die Interaktion zwischen dem Gehirn (Neuro), der Sprache (Linguistik) entstehen und nutzt die Erkenntnisse, um daraus Methoden und Techniken zur Veränderung psychischer Abläufe zusammen zu fassen.

Das Modell von NLP wurde von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Richard Bandler kommt aus der Therapie und John Grinder aus der Linguistik (Sprachwissenschaft). NLP entstand in der 70er Jahren und wurde seither von vielen Menschen weiter entwickelt. Die Begründer John Grinder und Richard Bandler, haben versucht zu verstehen, was Menschen auf bewusster und unbewusster Weise dazu antreibt, Spitzenleistungen zu vollbringen. Sie begannen drei der bekannten Therapeuten, Fritz Pearls (Gestalttherapie), Virginia Satir (Familientherapie) und Milton Erickson (der bekannteste Hypnotherapeut des 20. Jahrhunderts) zu modellieren. Das Modell von NLP hält viele Methoden bereit, die uns helfen können, lösungsorientierte Veränderungsstrategien zu finden.

Als Bewusstseinsforscherin hat mich das Modell von NLP sehr begeistert, denn es hat mein Wissen und meine Optionen über das Gebiet der Wahrnehmung, enorm erweitert. Dieses Wissen verband ich mit meiner Traumforschung, meiner Meditation, sowie meinen anderen bewusstseinserweiternden Methoden aus der Psychologie und dem Schamanismus, die mich immer wieder zu tiefen Grenzerfahrungen führen.

Für NLP Interessierte empfehle ich die Website des NLP Trainers Chris Mulzer, der in seinen Workshops ganz besonders auf das Gebiet der Bewusstseinserweiterung eingeht. Was NLP alles beinhaltet, passt nicht in diesen Artikel, aber ich muss behaupten, dass die Beschäftigung mit NLP ein wichtiger Grundstein bei meiner Suche nach der Freiheit meines Geistes war und kann dieses Modell deshalb nur jedem Suchenden ans Herz legen.

Ganz besonders möchte ich den DVD Kurs der Volkspraktitioner von Chris Mulzer empfehlen. Den DVD Kurs gibt es des öfteren gebraucht und zu kleineren Preisen bei Ebay. Dieser 10 tägige NLP Kurs, der einen starken Fokus auf das Thema Bewusstseinserweiterung hat, hat meinen Verstand damals gedehnt, so dass ich eine enorme Offenheit entwicklen konnte, meine Glaubenssätze in Frage zu stellen.

Limitierende Glaubenssätze

Modelling ist eine NLP Technik, bei der du dir ein Modell (Vorbild) auswählst und dessen herausragende Fähigkeit, kopierst. Im Zuge der Modellierungsarbeit entdeckten sie eine Menge Muster, die dazu geeignet waren, bewusste und unbewusste Prozesse bei sich selbst und Anderen zu verändern. Dadurch ermöglichte NLP Störungen und limitierende Verhaltensweisen in kurzer Zeit aufzulösen. Und trotzdem gab es immer wieder Verhaltensweisen, die sich nicht nachhaltig verändern ließen.

Robert Dilts ein Mitbegründer des NLP erkannte, dass limitierende Glaubenssätze die Möglichkeit zur Veränderung blockierten. Die Entdeckung der Glaubenssätze hat das Modell von NLP erweitert und es sind eine Reihe von Techniken entwickelt worden, mit denen sich Glaubenssätze verändern lassen.

Glaubenssätze wirken sowohl auf der bewussten, als auch auf der unbewussten Ebene in die Richtung, dass das Geglaubte eintrifft. Der bekannteste Bereich von unbewusst wirkenden Glaubenssätzen ist der Placebo Effekt. Der Placebo Effekt ist ein Beleg dafür, dass unsere Erwartungshaltung sich auf ein Ergebnis auswirken kann.

Die Selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy) beschreibt das Phänomen, dass ein erwartetes Verhalten einer anderen Person durch eigenes Verhalten erzwungen wird. Erwartet jemand ein bestimmtes Verhalten von seinem Gegenüber, erzwingt er durch eigenes Verhalten genau dieses Verhalten. 

Sowohl Glaubenssätze als auch Wissenschaft unterliegen Generalisierungen (Verallgemeinerungen). Wer die Wissenschaft einmal genau beobachtet, stellt fest, dass es stetig Novellierungen gibt. Wir können also nicht ganz sicher sein, ob die aktuelle wissenschaftliche Meinung richtig ist und morgen noch gilt.

Wissenslücken ersetzt der Mensch notwendiger Weise durch Glauben. Wobei ich nicht vom Glauben an … (z. B. an Gott) spreche, sondern vom Glauben, dass … (etwas als möglich erachtet wird).

Paradigmen erhalten vs. Paradigmen wechseln

Die Wissenschaftsgeschichte ist ein Zeugnis dafür, dass neue Entdeckungen, sofern sie nicht ins alte Paradigma passen, von dem größten Teil der etablierten Wissenschaftler erst einmal abgelehnt und lächerlich gemacht werden.

Heisenberg sagt einmal: Neue Theorien setzten sich in der Wissenschaft nicht durch, dass Anhänger der alten Theorie überzeugt werden, sondern dass Anhänger der alten Theorie aussterben.

Veränderungsphasen von Glaubenssätzen laufen selten friedlich und harmonisch ab. Der entscheidende Unterschied zwischen wissenschaftlichen und individuellen Hypothesen, besteht darin, dass individuelle Glaubenssätze meist auf der Basis weniger, emotionaler Erfahrungen gebildet werden.

Zitat:Schritte in einen Paradigmenwechsel

Der Begriff „Paradigmenwechsel“ wird in unserer heutigen Zeit, die durch Komplexität und hohe Veränderungsgeschwindigkeit gekennzeichnet ist, geradezu inflationär gebraucht. Ursprünglich wurde der Begriff geprägt durch die wissenschaftstheoretische Arbeit von Thomas S. Kuhn (Kuhn, 2001).

Darin kennzeichnet er ein Paradigma als das umfassende mentale Modell einer wissenschaftlichen Gemeinschaft, das ihnen für die Theoriebildung und deren praktischen Einsatz handlungsleitend ist. Das schlägt sich dann als herrschende Meinung oder wissenschaftliche Standards für Wissenschaftler nieder, die die gleiche Ausbildung erfahren haben, die gleiche Fachliteratur gelesen und im Wesentlichen ähnlich interpretiert haben. Dieses mentale Modell, oder auch dieser Bezugsrahmen strukturiert Wahrnehmung und Lösung von Problemen.

Dabei zeigt sich, dass dieses Paradigma für eine gewisse Zeit konkrete Problemlösungen anbietet, deren wissenschaftliche Qualität von der Gemeinschaft der Wissenschaftler bzw. Fachleute akzeptiert und honoriert werden.

Die Reichweite dieser Problemlösungskompetenz ist allerdings strukturell zeitlich begrenzt: Irgendwann tauchen Probleme oder Fragestellungen auf, die mit diesem Paradigma nicht mehr hinreichend beantwortet werden können. In dieser Zeit der Krise, wenn also Fragen oder Ergebnisse unerklärlich bleiben und/oder bisher gültige Lösungsansätze gar zu einer Verschlimmerung führen, dann entstehen andere, neuartige Erklärungsmodelle, Paradigma nicht kommensurabel sind.

Sofern diese neuen mentalen, handlungsleitenden Modelle sich dem alten Paradigma als überlegen erweisen, gibt es eine Phase der konkurrierenden Paradigmata, mit unvereinbaren Standpunkten und ganz erheblichen Kommunikations- und Verständnisproblemen.

Der Übergang verläuft nach Kuhn als Sprung, er bezeichnet das als einen revolutionären Vorgang, bei dem durch Konversion das neue Paradigma übernommen wird. Dieser Übergang ist für den einzelnen nicht willentlich oder durch eine bewusste Entscheidung vollziehbar; allerdings ist nach der Konversion das neue Paradigma verinnerlicht und steuert als übergreifendes mentales Modell nun die Wahrnehmungs- und Handlungsroutinen der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Quelle: Gabriele Bonau


Tom Campbell und der Paradigmenwechsel der Virtuellen Realität


Eine große Inspirationsquelle für jeden Bewusstseinsforscher und somit auch für mich, ist der Physiker Thomas (Tom) Campbell, der wie kein Anderer, Reisen in andere Realitäten und Wissenschaft durch seine Persönlichkeit verbindet. Tom hat mit seinem dreiteiligen Buch My Big Toe – Meine große Theorie von allem – versucht, sein Modell einer virtuellen Realität zu beschreiben.

Es gibt Audios und Videos, wo Tom erzählt, dass er zb in mehreren Realitäten gleichzeitig lebt und auch jede beliebige Realität besuchen kann. Er sagt, er kann jeden Menschen, der je gelebt hat in 3D vor sich erscheinen lassen und jede beliebe Szene aus der Vergangenheit und Zukunft in 3D vor sich abspielen lassen. Und das bringt er irgendwie damit zu sammen, dass er Wissenschaftler und Physiker ist und seine mystischen Erfahrungen wissenschaftlich forschend begleitet. Eine unglaubliche Inspiration für all jene Menschen, die Wissenschaft und Spritualität mittels einer integralen Haltung in sich vereinen können.

Zitat:Der nächste große kulturelle und wissenschaftliche Paradigmenwechsel ist die virtuelle Realität“, wie Tom schon seit über einem Jahrzehnt sagt. Virtuelle Realität ist heute ein weithin akzeptiertes Konzept in Wissenschaft und Technik. Toms Modell des Bewusstseins leitet die Quantenmechanik und die Relativitätstheorie ab, beseitigt die Quantenverrücktheit und baut ein wissenschaftliches Fundament unter vieles, was bisher als „paranormal“ galt.

https://www.my-big-toe.de/

Gerade in unserer Zeit erweitern sich unsere Grenzen des Wissens in immer kürzeren Abständen. Der Grad unseres Fortschritts misst sich an der Fähigkeit unserer Flexibilität. Unsere persönliche Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, wie flexibel wir bereit sind zu sein. 

Mich interessiert wie der Paradigmenwechsel in ein neues Bewusstsein in die Psyche eines Menschen integriert wird. Ich glaube wenn wir sehr aufmerksam und neugierig sind, können wir die ersten Menschen sein, die auf der Welle eines neuem Paradigmas reiten können. Zum Beispiel auf der Welle der Virtuellen Realität, wie Tom Campbell sie beschreibt. Es ist nicht so, dass wir warten müssen, bis Tom dieses neue Paradigma belegt hat. Dann wären wir Gläubige der Wissenschaft und keine Forscher. Wir können es selbst tun. Nein wir müssen es selbst tun. Dafür müssen wir aber bereit sein und aus unserem bequemen alten Paradigma herausbewegen und den Mut aufbringen, dem Unbekannten ins uns Selbst zu begegnen.

Wir haben es in der Hand, in welcher Realität wir leben wollen. Somit findet der Paradigmenwechsel in meinem eigenen Bewusstseins statt, sobald ich dafür bereit bin. Es mag sein, dass Tom dann synchron dazu einen Beweis liefert. Aber den Schritt hin zu diesem neuen Paradigma, den machst du. Das wir, was wir uns immer denken, muss zum „Ich bin Bewusstsein“ werden und es geschieht alles in meinem Bewusstsein, was ich bin.

Manchmal braucht es eine lange Zeit bist diese Umstrukturierung in die Persönlichkeit eines Menschen integriert werden kann. Denn bei aller Neugierde müssen wir es doch gleichzeitig schaffen, auf unsere Bedürfnisse zu achten. Ich denke wir sind deshalb angehalten zu erforschen, wie wir gemeinsam dieses neue kollektive Paradigma einer virtuellen Realität in unsere Kultur und unsere Persönlichkeit integrieren und bewältigen können. Und wer weiß, vielleicht sind einige unserer globalen Probleme, löstbar wenn wir neue Sichtweisen in unsere große Perspektive integrieren.

In einem gewissen Sinne dienen uns Glaubenssätze als Arbeitshypothesen und solange wir sie als Arbeitshypothese ansehen, die wir wieder verwerfen, wenn sie uns schlechte Dienste erweisen, ist der Glaube eine berechtigte Wahl. Wird aus der Hypothese aber eine scheinbare Gewissheit, dann schränkt Glaube ein und limitiert die eigentlich zur Verfügung stehende Vielfalt des Lebens.

Die Glaubenssätze von Beständigkeit natürlich ein hervorragende Orientierung. Wenn du jedoch in neue Gebiete deines Bewusstseins vordringen möchtest, dann kannst du diese Sicherheit einmal beiseite lassen. Finde doch einmal heraus was passiert, wenn du dich in ein Gebiet jenseits deiner Vorstellungen begibst. Denn das heißt es Bewusstseinsforscher zu sein.

Ganz nach dem Mottoziel von Star Trek: „Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022. Dies sind die Abenteuer des Bewusstseinsforschers X, der unterwegs ist, um neue Innere Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt der Forscher in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Die Entstehung von Glaubenssätzen

Glaubenssätze über sich selbst, andere Menschen und die Welt im Ganzen, werden auf Basis der individuellen Lebenserfahrung gebildet. Es gibt einzelne Glaubenssätze, als auch ganze Glaubenssatzsysteme. Häufig werden auf der Grundlage eines Glaubenssatzes andere Glaubenssätze aufgebaut.

Ein Beispiel soll dieses verdeutlichen:

Ein Mensch ist zu der Überzeugung gekommen, dass er nicht liebenswert ist, weil seine Eltern ein Geschwister bevorzugt haben. Obwohl einem Ausstehenden offensichtlich wäre, dass sich nur die Eltern auf diese Weise verhalten, verallgemeinert der Betroffene die Erfahrung dahingehend, dass er glaubt, er sei generell nicht liebenswert. Glaubenssätze können bewusst oder unbewusst sein. Dieses nennt sich Generalisierung.

Ist das Programm „Ich bin nicht liebenswert“ erst einmal installiert, entstehen rund um ihn neue Glaubenssätze, die auf der Vorannahme aufbauen. Und wenn die Vorannahme bereits nicht der Wahrheit entspricht, können die weiteren Glaubenssätze auch nicht richtig sein.  Diese Person würde in der Pubertät sicherlich gerne eine Freundin haben, aber wie soll das gehen, wenn die Person glaubt, dass sie nicht liebenswert ist. Sie bildet daraufhin neue unwahre Glaubenssätze: Wenn man mich nicht wegen meiner Selbst liebt, muss man mich aus anderen Gründen mögen. Z.B. weil ich Leistungen erbringe, Hilfsbereit bin, Humor habe, Intelligent bin, etc. So bilden Menschen eine Reihe von Verhaltensmustern, die dazu dienen, Liebe zu erhalten. Zurück zu unserer imaginären Person. Geht die Beziehung auseinander, geht der Trennungsschmerz über das übliche Maß hinaus, weil der Trennungsschmerz ein erneuter (falscher) Beweis dafür ist, dass der ursprüngliche Glaubenssatz wahr ist.

Glaubenssätze als Wahrnehmungfilter


Der Amerikanische Autor Robert Anton Wilson sagte einmal: „Was immer der innere Denker denkt, wird der innere Beweisführer beweisen.“

Hat sich ein Glaubenssatz erst einmal gebildet, wirkt er wie ein Wahrnehmungsfilter für das Ego. Das heißt alle Erfahrungen, die den Glaubenssatz zu bestätigen scheinen, werden verstärkt wahrgenommen. Alle Erfahrungen die dem Glaubenssatz widersprechen, werden ausgeblendet oder verzerrt. Auf diese Weise unterliegen wir mit unserem Denk- und Wahrnehmungsapperat unseren eigenen Bewusstseinsfiltern.

[Bild: c05f5-iiiiiii.jpg]

Du siehst also permanent durch einen Filter der die Wirklichkeit verzerrt. Alleine der Entwicklungshintergrund eines jeden Kindes, welches in unserer Gesellschaft aufwächst, genügt bereits, um eine ganze Reihe von Wahrnehmungsfiltern und unwahren Programmen in uns laufen zu lassen, auf denen wir neue unwahre Überzeugungen aufbauen. Du erlebst die Welt durch die Filter deiner eigenen Biografie und deiner kulturellen Konditionierung. Wir denken meist immer wieder in den gleichen alten Gedankenschleifen und drehen uns im Kreis.

Praktische Arbeit mit Glaubensätzen

Wenn wir aber etwas Neues erleben wollen, müssen wir neue Glaubenssätze zulassen. Logisch oder? Unser Ego hat ein großes Interesse daran, unsere alten Gedanken zu bestätigen, denn das spart Energie und verhindert die Konfrontation mit Angst. Neues wird meist erst mal abgelehnt. Sofort wird ein Gegenargument gefunden wie: „So einfach kann das nicht sein“.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder machst du dir all deine Ego Filter bewusst und bearbeitest diese, um sie vollständig aufzulösen, was sehr aufwendig ist. Dies entspricht dem tiefenpsychologischen Ansatz. Meiner Meinung nach geht es langfristig auch nicht ohne dieses tiefe Durchdringen des Egos, bei dem du dir alles anschaust, was in dir verborgen liegt. Dieses geschieht prozesshaft, oft im Laufe vieler Jahre und erfordert womöglich die Einbeziehung einer entsprechenden Führung durch eine Psychotherapie oder eines Coachings, bei dem du gezielt begleitet wirst, dir deine Programme bewusst zu machen.

Jedoch gibt es auch einen anderen schnellen Weg. Es ist ein sehr schneller Weg. Der Schnellste den ich kenne und deshalb ist er sehr potent. Nur das diese Methode dir lediglich eine Gipfelerfahrung, also einen kurzen erweiterten Bewusstseinszustand erbringen kann. Diese Erfahrung aufrecht zu erhalten, wird nur mit einer dauerhaften Transformationsarbeit möglich sein. Manchmal braucht man jedoch erstmal einen Durchbruch, ja eine Türöffner oder eine Initiation. So kannst du diesen Trick verwendenden, der dir erlaubt, deine Ego Filter und limitierende Glaubenssätze schnell zu umgehen, und einmal hinter den Vorhang der Matrix zu schauen.

Im NLP arbeiten wir fast nie tiefenanalytisch, stattdessen geht so gut wie immer, um die Möglichkeit schnelle Veränderungsprozesse anzustreben, ohne dass wir erst herausfinden müssen, welche Blockaden uns daran hindern eine erweiterete Realität zu erfahren. Diese Techniken sind aus therapeutischer Sicht nicht unbedingt geigenet um nachhaltige emotionale Heilungsprozesse zu erwirken. Daszu sollte man wirklich andere Methoden verwenden. Wer jedoch einfach nur mal die Matrix, die das eigene Ego aus den verinnerlichten Glaubenssätzen konstruiert, zerreißen will, weil er wissen will, was wahr ist, dem genügt vielleicht ein einmaliger Blick hinter den Vorhang.

Um die Integration der Erfahrung in die Persönlichkeit, muss man sich dann später evtl. noch mit anderen Methoden bemühen. Bei meiner persönlichen Beschäftigung mit psychologischen Methoden, fing ich mit NLP an, kam dann zur Tiefenpsychologie und später zur Traumapsychologie. NLP reichte nicht aus, um angemessen mit dem Trauma  zu arbeiten, aber NLP eröffnete mir eine umfassendes Bewusstsein über Wahrnehmung, Sprache und Glaubenssätze.

As if Frame

Die einfachste Methode, um Glaubenssätze zu umgehen, ist der AS IF FRAME, der was wäre wenn Rahmen oder das „Tue so als ob“ Spiel, welches eine Methode aus dem Modell von NLP darstellt. Dieses ist die Fähigkeit zur Simulation, die Fähigkeit, zu denken und zu handeln, “als ob” bestimmte Tatbestände eingetreten oder “wahr” wären. Was wäre wenn es Shared Dreams geben würde?

Tue so als ob.

[Bild: d3702-iiiiiii222.jpg]

Zitat:Diese Fähigkeit steht im Zentrum der Philosophie von Hans Vaihinger von der “Einbildungskraft” des Menschen aus: Menschen entwerfen die ganze Zeit auf eine unbewusste Weise  Modelle der Welt und handeln, “als ob” ihre eigenen Modelle “wahr” wären. Viele Techniken des NLP basieren auf einer direkten Aktivierung von  Ressourcen, z.B. durch die Aktivierung von  Referenzerfahrungen: Menschen stellen sich vor, sie wären jetzt in dieser Erfahrung.

Ich werde dir später ein paar Beispiel des Tue so als Ob Spiels vorstellen, so dass du mit der Technik experimentieren kannst.

Je häufiger man limitierenden Glaubenssätze überwunden und durch entwicklungsfördernde Glaubenssätze ersetzt hat, desto toleranter und mutiger werden Menschen bei der Erforschung dessen, was für sie alles möglich sein könnte. Glaubenssätze haben einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie leicht und schnell du etwas lernen kannst.

The Work

Eine weitere Methode unwahre Glaubenssätze zu erkennen ist Byron Katies Methode – The Work. Byron Katie entwickelte 1986 aus einer eigenen, überwundenen Krise heraus diese Methode. Ziel der Methode ist es, feste Überzeugungen zu hinterfragen und belastende Gedanken zu erkennen. Mit The Work kannst du deine Filter kritisch hinterfragen. 

Byron Katie nahm aufsteigende Glaubenssätze, und schrieb sie auf. Sie nahm die Glaubenssätze, die sie als wahr empfand, und arbeitete mit ihnen. Am Ende stellten sich alle Glaubenssätze als unwahr heraus. Der Großteil ihrer Glaubenssätze bezog sich auf ihre Mutter. Das ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass die meisten unserer Überzeugungen aus der Erziehung stammen.

The Work besteht aus vier Fragen:

1. Ist das wahr?

2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen,

    dass das wahr ist?

3. Wie reagierst du (was passiert in dir),

    wenn du diesen Gedanken glaubst?

4. Wer wärst du ohne den Gedanken?


Falsifikation des eigenen Weltbildes und die Fähigkeit sich selbst in Frage zu stellen


Man muß schon überzeugt sein, daß man auch gelegentlich unrecht haben könnte, um gewillt zu sein, emotional betonte Projektionen vom Objekt abzulösen. Wenn es dir darum geht Recht zu behalten, und dir das wichtiger ist, als die Wahrheit zu erleben, wird es für dich Schwierig sein mit deine eigenen Glaubenssätze bewusst zu kontrollieren.

Manchmal braucht man nur einen kleinen Schubs über den Tellerrand. Wer im inneren schon bereit ist, seine Glaubenssätze zu transformieren, mag sich vielleicht über den Tellerrand schubsen lassen. Wer bewusst Realitäten hinter dieser selbst geschaffenen Grenze sucht, der wird sie auch finden.

Ich habe es allein dadurch geschafft, das ich testweise meinen Glaubenssatz verändert habe. Mit dem As if frame,  habe ich Klarträume, außerkörperliche Erfahrungen, Shared Dreams. Telepathie, Magie und den Zustand der Erleuchtung erlebt, obwohl der rationale Teil von mir gezweifelt hat, obwohl das lange Zeit völlig außerhalb meiner Weltsicht lag. Das Klarträumen hat bei mir eine Generalisierung ausgelöst. Wenn Klarträume möglich sind, was könnte dann noch möglich sein? Dann stand plötzlich die nächste Frage für mich im Raum: Was sind dann Astralreisen? Dann erlebte ich Astralreisen, die sich ganz anders anfühlten als meine Klarträume. Dann stellte ich mir neue Fragen: Wenn es Astralreisen gibt, gibt es dann auch Shared Dreams? Gibt es Chakren? Gibt es Erleuchtung? Ich habe nie etwas geglaubt, von alledem - ich habe es erforscht, indem ich meine Glaubenssätze in Frage gestellt habe. Die Folge war, ich habe eine andere Realität erlebt.

So hangelte ich mich, aus einem wissenschaftlich orientierten Weltbild kommend, als kritischer Agnostiker forschend durch mein Bewusstsein, angetrieben durch meine Neugierde, weil ich wissen wollte, was alles möglich ist. Mit dieser Technik kam ich bis in den Raum der Unbegrenzten Möglichkeiten und der Unendlichen Perspektive. Meditation betreibe ich am Rande, ja. Aber die enormen Durchbrüche hatte ich immer durch die durch NLP erworbene Fähigkeit meine Gedanken bewusst zu lenken.

Das Ego

Wir erschaffen uns durch unsere Glaubenssätze, Grenzen die eigentlich gar nicht existieren. Wir begrenzen unsere Wahrnehmung. Wir schränken uns in unserem Realitätsbild ein, weil wir Angst haben, vor der Freiheit die wir dort finden werden. Das Ego ist wirklich sehr tricky. Es erfindet immer neue Dinge, um sich nicht verändern zu müssen. Falsifikation bedeutet in diesem Zusammenhang, stelle dich selbst in Frage und glaube deinem Weltbild nicht. Was wenn die Welt ganz anders ist, als du immer dachtest? Was wenn alles möglich wäre, von dem du geträumt hast? Was wenn dir nur der Mut fehlt, es wirklich wissen zu wollen?

Angst vor dem Unbekannten


Für die meisten Menschen, die die Existenz von Magie ablehnen, ist es die Angst vor der Freiheit, dem Unbekannten, dem Selbstbildverlust, dem Selbstwertverlust falls dieser auf Pseudo-Wissen beruht und dem vermeintlichen Kontrollverlust, der damit einhergeht. Unser Verstand denkt: Wenn es Magie gibt, was gibt es dann noch, was ich mit meinem rationalen Verstand nicht kontrollieren kann?

Einem rational ausgerichteten Menschen macht dieses Angst. Ich vermute auch, weil wir dazu neigen die Magie als etwas außerhalb von uns zu betrachten. Es ist dann, als ob sich die Wände der Realität, die sie begrenzen, verschieben und es keine Orientierung und keinen Halt mehr gibt. Worauf wäre dann noch Verlass? Wir müssen uns schon entscheiden, wollen wir eine vermeindliche Sicherheit oder die Wahrheit finden? Welche Aussagen die die Wissenschaft als Realität umgrenzt, wäre dann ebenso anzuzweifeln? Wie soll man sich in einer Welt orientieren, die keinen Halt bietet?

Ich bin mein Orientierungspunkt - Selbstliebe als Orientierung in der Welt

Die Antwort die ich nach langer quälender orientierungsloser Suche gefunden habe, ist die Selbstliebe. Wenn du dich selbst liebst und Selbstfürsorge betreibst, dann ist das dein letzer Orientierungspunkt in der Welt. Wenn du dich selbst liebst, kannst du die Anhaftung an dein Pseudowissen loslassen. Mittels der Selbstliebe und der Schattenarbeit fallen alle Projektionen auf äußere Wissensauthoritäten, sowie einen äußeren Gott weg.

Deshalb brauchen wir die Tiefen- und Traumapsychologie, denn die Selbstliebe finden wir erst wenn wir bereit sind mit uns selbst in Kontakt zu sein. Und wer mit sich selbst in den Kontakt geht, der ist auch im Kontakt mit dem alten Schmerz und der Erfahrung von Leid. Nur wenn damit in Kontakt geht, kann die Dualität gänzlich überwinden. Est dann wenn wir mit uns selbst in einem liebevollen Kontakt sind, können wir die höchsten sprituellen Ebene betreten. Erst dann werden wir selbst zu Gott, ohne Projektionen auf die Umwelt zu haben.

Im die Freiheit unsere Bewusstseins zu erfahren, müssen wir uns zunächst der Erfahrung der Orientierungslosigkeit stellen, die diese Erfahrung der Freiheit mit sich bringt. Aus der anfänglichen Orientierungslosigkeit wird mit der Zeit Freiheit entwickeln. In dieser Orientierungslosigkeit, beginnt unser Ego zu sterben. Bei vielen Menschen generiert das genau hier eine Abwehrhaltung und hält somit die selbst gesponnene Realitäten des Egos fest. Das ist verständlich und normal. Es geht jedem so, bis er einmal erfahren hat, dass sie Freiheit mit jedem Ego Tod (Paradigmenwechsel) größer wird. Du solltest dir also die Frage stellen, wie sehr bist du an der Wahrheit interessiert? Und bist du bereit, die Grenzen deiner bisherigen Realität überschreiten?

Wie bei allem geht es hier darum eine Mitte auszuhandeln, und eigenen Grenzen und Bedürfnisse nach Schutz zu akzeptieren. Das aufrecht erhalten des eigene Weltbildes, ist ein Bedürfnis des Egos nach Sicherheit, besonders dann, wenn du dir Sicherheit durch dein Pseudo-Wissen erfüllst.

Manchmal können wir einen Schritt weiter gehen und eine Wand die uns begrenzt einreißen und entdecken, oh krass die Welt geht da ja noch viel weiter, als ich dachte. Dann können wir staunen wie ein Kind. Da sind ja noch ganz andere Räume. Unendliche Räume. Unendliche Weite. Unendlicher Frieden. Unendlicher Freude. Unendliche Liebe. Undendliches Wissen. Unendliche Möglichkeiten.

Experimente

Ich erkläre nun ein paar einfache Experimente mit Glaubenssätzen, die mir vor Jahren erstmal dazu verholfen haben, meine innere und äußere Realität zu verändern. Man könnte sagen, diese Techniken haben die Macht das Ego zu überwinden. Überwinden bedeutet nicht auflösen, ich meine mehr ein umgehen. Wir bauen uns quasi eine Umleitung. Das Ego bleibt intakt, wir umgehen es nur für die Zeit des Experimentes.

Achtung: Wer diese Experimente mit vollster Hingabe und fester Absicht ausführt, wird das Ego umgehen können. Das Ganze ist auch nicht ungefährlich für mich gewesen, weil ich nicht über die notwenige psychisch-emotionale Stabilität verfügt hatte. Deshalb rate ich dazu, mit diesen Techniken vorsichtig zu arbeiten und bei bekannten Traumata erst so lange psychotherapeutisch zu arbeiten, bis du mit deinen schwierigen Gefühlen spielend im Kontakt sein kannst und dich eigenständig durch diese Gefühle begleiten und regulieren kannst. Denn vorher könnten diesen magischen Räume, für dich eine Überforderung darstellen.

Glaube als Technik

Bei den folgenden Übungen bedenke bitte folgendes: Diese mentalen Übungen sind genauso potent wie Ayahuacsa oder LSD es sein können. Unterschätze die Fähigkeit deines Verstandes nicht. Dein Verstand ist genau so Potent wie ein Halluzinogen. Wenn du deine Gedanken über eine Zeit bewusst veränderst, verändert sich deine Wahrnehmung der Realität. Ich möchte dir zeigen, wie du mit diesen Übungen den bewussten Glauben an ... x als Technik verwenden kannst.

Mit den folgenden Übungen, habe ich mein Ego innerhalb von 2 Tagen vollständig zerbrochen. Nur war es mir nicht möglich, diese Erfahrung dauerhaft zu halten. NLP Übungen sind einfach nicht nachhaltig und beinhalten keine Elemente, die zur Integration der Erfahrung in die Persönlichkeit dienen. Stellt es euch eher so vor, als ob ihr mittels eines LSD Trips eine einmalige intensive Erfahrung macht, die ihr später mit etwas Mühe erst noch in eure Persönlichkeit integrieren müsst. Ihr werdet mit dieser Übung eine veränderte Bewusstseins Erfahrung machen und danach in euer Ego zurück kehren. Es ist immer gut während oder nach der Übung etwas aufzuschreiben, dass dient dann auch bei der Integration.

Sicherheits Maßnahmen

Jedes Spiel welches du innerhalb der dualen Wahrnehmung spielst, das deine psychische Enerergie erhöht, kommt irgendwann zu einem Kipppunkt. Die Dualität besteht aus zwei Seiten: Licht und Schatten. Strebst du intensiv nach guten gefühlen, bestrittst du am Kippunkt den Schattenbereich.

Numinos ist das Wort, welches den Kipppunkt beschreibt. Praktizierende der Magie kennen diesen Begriff. Numinos bedeutet in Bezug auf das Göttliche, schaudervoll und anziehend zugleich. Ich erlebte am Höhepunkt der Energieerfahrung mit dieser Technik unglaublichliche Glücksgefühle und gleichzeitig, dass alle meine unbewussten Schatten und Traumatas in überflutenden Weise auf mich zu kamen. Die Folge waren sich abwechselne Erfahrungen von Himmel und Hölle. Passe auf, dass du diesen Kippunkt, nicht unbeabsichtigt überschreitest.

Spiele diese mentalen Spiele nur soweit, es dir damit gut geht. Das rational analytische Denken geht während dieser Übung immer mehr zurück. Achte darauf dass du umkehrst solange du noch eine Kontrolle hast. Übe immer wieder ganz bewusst in deine Alltags Realität zurück zu kehren, dich zu Erden und übertreibe nichts.

Dass Menschen die nach Erleuchtung streben, oft viele Jahre meditieren, hat den Sinn sich langsam an die Energieerhöhung zu gewöhnen und das Ego langsam zu läutern. Im Schamanismus spricht man auch von einer Ego Zerstückelung und glaube mir, dass heisst so, weil es sich genauso anfühlt. Wenn du dich mit diesen Zuständen noch nicht auskennst, dann gehe da erstmal nicht zu weit rein. Mache eine Erfahrung veränderter Realität und kehre dann wieder um und gehe zurück ins Ego. Das EGo auflösen kannst du ja immer noch wenn du das wirklich anstrebst.

Ich empfehle dieses Experiment in diesem Zusammenhang, als Möglichkeit, wie du dein konstantes Weltbild falsifizieren kann, welches dein Ego erschafft. Indem du einmal einen Ego fremden Glaubenssatz annimmst und erleben kannst, wie sich deine innere und äußere Realität dadurch verändern lässt, erlebst du dass dein geist deine Realität erzeugt.

Wenn du diese höchsten Energiebene mit einem mal betrittst, und immer weiter und weiter gehst, wird dir dein Ego um die Ohren fliegen. Das kannst du natürlich alles machen, aber sei dir bewusst, dass ist wie ein Trip mit psychedelischen Substanzen und birgt die gleichen Chancen, als auch Gefahren. Nur weil man am Meer ist muss man auch nicht gleich so weit raus schwimmen, bis man ertrinkt. Besser man badet am Strand da wo man noch im Wasser stehen kann und erfreut sich an den bunten Fischen, die man dabei beobachten kann. Ich rate dir also, bleibe besonders bei deinen ersten versuche im flachen Wassen und schwimme nicht so weit raus, wenn du nicht schwimmen kannst. Ich möchte dass du die Gelegenheit hast, zu beobachten wie sich deine Wahrnehmung mit dieser Überung so weit verschiebt, dass sich deine Realität zu verändern beginnt. Mehr nicht.

Nutze deshalb auch diese Methoden mit bedacht und achte auf deine Bedürfnisse und Grenzen – oder aber lebe mit den Konsequenzen. Ich sage gleich nochmal bis wohin du gehen kannst und wann du umkehren musst, wenn du das Abrutschen des Egos in die totale Ich Auflösung vermeiden willst. Wisse bitte, dass eine Auflösung deines Ichs nichts in deinem Leben verschonen wird. Es ist nicht nur eine Innere Erfahrung.

Praktische Übung 1 – Dankbarkeit

Ein Beispiel, an Hand dessen du mal experimentieren kannst, stellt folgende Übung dar:

Tue so als ob du für alles dankbar bist, was dir geschieht. Du musst dieses Spiel eine Weile spielen, bis sich deine Wahrnehmung an deine neue Art zu denken angleicht. Um so engagierter du dieses Spiel spielst, um so eindrücklicher wird sich deine Realitätswahrnehmung verändern. Ich spreche hier nicht von einer Metta oder Dankbarkeits Meditation. Es geht nicht darum einmal am Tag danke zu sagen, es geht darum vom Beginn deines Experimentes, JEDEN deiner Gedanken in Dankbarkeit zu verwandeln. Betrachte ALLES was dir geschieht mit Dankbarkeit. Es geht um eine sehr hingebungsvolle und extreme Geisteshaltung. Lasse nur noch Dankbarkeits Gedanken zu, die ganze Zeit, so dass keine andere Gedanken mehr Platz in deinem Kopf haben. Spiele das mal für 5 Minuten und beobachte, ob etwas passiert. Wenn ja was? Schreibe es auf.

Achte darauf, ob sich deine Energie erhöht. Welche Effekte treten in deiner Wahrnehmung auf, wenn du deine Energie durch gezielt positive Gedanken erhöhst? Mache dir Notizen, wie lange du spielen musst, bis du eine merkliche Energieerhöhung und Veränderung deiner Umwelt wahrnehmen kannst. Was nimmst du wahr?

Schaffst du es für 5 Minuten jeden! deiner Gedanken in Dankbarheit zu verwandeln? Schaffst du es für 10 Minuten? Schaffst du es für 20 Minuten? Bei 10 bis 20 Minuten Game Play, erlebe ich schon eine optisch veränderte Realität. Es treten erste magisch - synchronistische Ereignisse in meinem Bewusstsein auf. Wie ist das bei dir?

Ich erlebe wie sich meine visuelle Wahrnehmung durch das Tue so als ob Spiel verändert. Meine Umgebung beginnt zu leuchten. Meine Chakren Energien beginnen zu strömen. Meine Gedanken arbeiten auf einem höheren Level. Ich erlebe Synchronizitäten. Ich erlebe die zweite Aufmerksamkeit, die durch alles mit mir zu kommunizieren beginnt. Ich fange an Auras zu sehen oder zu fühlen. Es passiere magische Dinge.

Spiele so lange, bis du eine eindeutige Veränderung deiner Realität erlebst und kehre dann zurück zur Alltagsrealität. SChreibe auf was apssiert ist. Erde dich und lerne zu verstehen dass du mit deinen Gedanken Einfluss auf die Realität nehmen kannst.

Kipppunkt der Dualität

Denke daran, dass wir in einer dualistische Welt leben. Wenn du immer weiter in die positiven Gefühle und Gedanken wie Dankbarkeit und Freude gehst, kommt irgendwo der Kipppunkt, wo du in den Schatten fällst. Diese Übung des positiven Denkens ist langfristig deshalb einseitig, weil du damt dein Ego nur umgehst, es aber nicht transzendierst. Dh. du umgehst all deine authentischen negativen Gefühle und unbewussten Glaubensätze, indem du spielst: Ich bin für alles dankbar.

Am Kippunkt werden dich alle negativen Gefanken wieder einholen und zwar mit Wucht. Deshalb gehe nicht zu weit ins tiefe Wasser und lerne nach den ersten ungewöhnlichen Wahrnehmungen erstmal wieder umzukehren und dich zu Erden.

Erdung und Selbstfürsorge

Lerne wie du dich Erden kannst. Das Erden musst du für dich genauso erforschen, wie die Bewusstseinserweiterung, zumindest am Anfang. Später wenn du dich an die hohe Energie gewöhnt hast, und auch deine Dunkle Seite mehr und mehr kennst, und weißt dass du selbst dein HS bist fällt der Bedarf sich zu Erden immer mehr weg.

Anfangs sind Erdung und Selbstfürsorge jedoch sehr wichtig. Was für den einen Erdung ist und etwas mit der Bewusstmachung des physischen Körpers zu tun hat, ist für den anderen die Selbstfürsorge. Schau mal was dich da am besten wieder zurück in deine normale Alltags Realität bringt.

Höre am Anfangs auf zu spielen sobald du etwas ungewöhnliches bei deinem Experiment wahrnimmst und bringe diese Erfahrung zurück in dein normales Bewusstsein. Ein ganz nützliches Modell zur Integration von erweiterten Bewusstseinszuständen ist die Heldenreise.

[Bild: Heldenreise-Stationen-Campbell.png]

Quelle: https://www.neuewegewagen.de/die-station...ldenreise/

Denke wieder normal, dualistisch, in das mag ich und das mag ich nicht. Das Ego denkt in mag ich und mag ich nicht. Wenn du auf alles ohne Ausnahme mit Dankbarkeit schaust, unterbrichst du das Ego, das in gut und schlecht einteilt. Deshalb kehrst du ins Ego zurück, wenn du wieder dualistisch schwarz-weiß denkst.

Stoppen

Du hast die Macht. Du triffst die Entscheidung.

Beende das Tue so als Ob Spiel!

Es ist ganz wichtig dass du weißt, dass du die Entscheidung treffen kannst, das Spiel zu beenden. Sobald man das Tue so als ob Spiel unterbrichst, rutscht man eigendlich von selbst wieder ins Ego zurück. Manchmal dauert das ein bisschen. Man muss nur wirklich damit aufhören, dem weißen Kaninchen immer wieder hinter zu rennen. Mit weißem Kaninchen meine ich, den ungewöhnlichen Ereignissen, den faszinierenden Gefühlen die auftreten werden, wenn du das Spiel spielst. Klinke dich deshalb ganz bewusst aus dem Spiel aus. Treffe diese Entscheidung es zu stoppen. Es läuft dir nicht weg, du kannst diese Erlebnisse immer wieder initiieren. Um so besser du dich erden kannst, um so tiefer kannst du mit der Zeit gehen.

Erdung im Notfall

Wenn man etwas neues ausprobiert, kann es auch sein, dass man Angst bekommt. Angst ist immer ein Hinweis, dass du deine Bedürfnisse übergangen hast. Kehre dann bitte erstmal um. Du kannst (auch später noch)in Ruhe erforschen was die Angst dir sagen wollte.

Wenn du schon gut mit deinen Gefühlen umgehen kannst, kannst du auch jetzt direkt der Angst nachgehen und mittels Selbstregulation arbeiten. Du könntest mittels der Inneren Kind Technik mit deiner Angst Arbeiten und eine Heilung bewirken. Wenn du das noch nicht beherrschst, sind auf die Materie ausgerichtete Erdungs Techniken zu empfehlen.

Denke daran, dass der Bewusstseinszustand in den du dich durch diese Technik verschieben kannst, traumartig ja psychedelisch sein kann. Wenn du Angst bekommen solltest hast du womöglich ein Stück weit deine Erdung verloren und bist weitaus empfänglicher für Emotionen, kannst aber vielleicht nicht mehr so rational denken. Ganz so wie in einem Albtraum. Mitten im Albtraum haben wir Angst, nachdem wir den Albtraum aufgeschrieben haben, können wir mit Abstand auf unsere Emotion schauen. Zur Integration könntest du die Erfahrung später wie einen Traum deuten und so über den Abstand wieder in Kontakt mit den Gefühlen kommen, die in der Situation zu schwierig waren. Es ist wichtig dass du dich in diesem Zustand nicht verlierst.

Beruhige dich erstmal, falls du Angst bekommen hast und schirme dich möglichst von äußeren Reizen ab, die dich noch mehr ins unerdige Gedanken ziehen. Versuche dir Sicherheit und Geborgenheit zu geben, Körperlich und emotional. Erdung ist Sicherheit und Verankerung in der normalen Welt, ja in der normalen Realität die dur gewohnt bist. Für manche Menschen ist Beruhigung und Ruhe dann super. Andere tun dann lieber etwas zb Tätigkeiten, die dir vertraut sind und bei denen du mit deinem Bewusstsein im Körper bist und weniger im Verstand. Ein paar Bewegungsübungen können im Notfall helfen. So kommt man mit dem Bewusstsein wieder in den physischen Körper. Oder stelle dir einfach vor, deinen Füße verankern sich wie Wurzeln mit der Erde und das gibt dir eine unglaubliche Sicherheit.

Es geht darum, sich in erdenen Tätigkeiten zu verankern. Die materielle Welt und seinen Körper stellt man dabei bewusst in den Vordergrund, das Geistige, stellt man in den Hintergrund. Mit der Glaubenssatzverschiebung gehen wir aktiv in unsere geistige Identifikation. Wenn wir uns Erden, identifizieren wir uns wieder ganz bewusst mit unserem physischen Körper. Trenne dich kurzfritig von geistigen Tätigkeiten und suche erdende Tätigkeiten. Das ich ungegerdet bin, merkte ich an Angstzuständen, Schwindel, Schwanken, ein Gefühl von Ziehen wie bei einer beginnenen Astralreise, Unruhe und Kälte.

Falls so etwas passiert, kehre um, in deine normale Welt. Wenn du mittes Dankbarkeits Praxis dein Bewusstsein verschoben hast, dann ärger dich doch mal bewusst und schau mal, ob du doch so zurück verschieben kannst. Du hast das Ego nämlich mittels Dankbarkeit umgangen. Ärger bringt dich schnell wieder zurück ins Ego. Ärger lässt das Ego eng werden. Dankbarkeit lässt es weit werden. Essen und Trinken kann auch helfen. Finde mal heraus, wie du dich gut erden kannst.

Bannung

Hier noch eine Alternative. Mache vor und nach der Übung eine Bannung um das Ritual zu öffnen und wieder zu beenden. Die Magier nenen Erdung oft Bannung. Die IAO-Bannung ist eine erprobte Möglichkeit, sich zu fokussieren, zu schützen und zu reinigen, Rituale zu eröffnen und wieder zu schließen und sich aus Identifikationen zu lösen. Ihre Kraft liegt in ihrer Einfachheit und raschen Anwendbarkeit – vor allem auch für den Alltag. Bernhard und Rudolph erklären und demonstrieren diese Übung sie in diesem Video. https://www.youtube.com/watch?v=gca5kwZkxSk

Hingabe an das Experiment vs. Selbstführsorge fürs Ego

Als Mystik bezeichnen wir die direkte Gotteserfahrung. Wir können uns viel Wissen über spirituelle Wege anlesen, aber entscheidend ist, wie beherzt wir unseren eigenen Weg gehen. Wir können vieles über Wasser wissen. Wir können seine Essenz durch die Brille eines Chemikers betrachten und in seine Bestandteile zerlegen. Wir können dann sagen: Wasser ist H2o. Die konkrete Erfahrung im Meer zu baden, ist jedoch eine völlig andere. Die mystische Erfahrung ist der Erfahrung im Meer zu baden, vom Prinzip her ähnlich.

Um mystische Erfahrungen auszulösen, brauchen wir eine gewisse Hingabe. Wer noch nie im Meer geschwommen ist, könnte versuchen, aus der sicheren Distanz herauszufinden, was Wasser wirklich ist. Wir können die direkte Erfahrung des Wassers jedoch nicht machen, indem wir ausschließlich Bücher über Wasser lesen und behaupten alles über Wasser zu wissen. Wir müssen in einen direkten und echten Kontakt kommen.

Bei vielen spirituellen Suchern, ist ein gewisses Maß an Hingabe bereits vorhanden. Hingabe äußert sich durch Neugierde und Begeisterung. Manchmal zeigt sie sich durch Liebe oder dem Wunsch eine tiefe Erfahrung zu machen, die alles bisher Erfahrene zu übersteigen vermag. Hingabe äußert sich häufig sehr leidenschaftlich, spontan und kraftvoll. Genauso kann Hingabe eine stabile regelmäßige Mediations- oder Forschungspraxis fördern.

So wie es Ausdauersprortler gibt, die einen langen Atmen haben und Kraftsportler gibt, die sehr viel Energie in kurzer Zeit bereit stellen können, ist das auch mit unserer Hingabe, die wir für die Meditation oder für Experimente dieser Art brauchen. Einen langen Atmen hatte ich nie. Deshalb war meine Art zu meditieren und zu forschen immer sehr auf intensive Erfahrungen ausgerichtet. Andere Menschen können mehr eine dauerhafte Disziplin hervorbringen. Beides hat vor uns nachteile. Du kannst 20 Jahre meditieren bis du deine Ego Grenzen berührst. Du kannst das auch in kurzer Zeit schaffen, wenn du sehr viel Hingabe hast. Ich habe mein Ego mit den erwähnten Tue so als ob Technik, in kürzerster Zeit aushebeln können. Ich bin mher der mit dem Kopf durch die Wand Typ, mit allen Vorteilen und Konsequenzen, die das für mich hat.

Vielleicht kannst du jetzt schon erkennen, zu welcher Art Mensch du gehörst. Bist du eher ein Langstrecken Läufer oder ein Kraftsportler? Wenn deine Hingabe eher die eines Langstreckenläufers gleicht, hast du vermutlich die Geduld und die Disziplin über einen sehr langen Zeitraum eine stabile und regelmäßige Forschung aufrecht zu erhalten. Solltest deine Hingabe eher der eines Kraftsportlers gleichen, kannst du dich vermutlich für leidenschaftlichen und sehr intensive Erfahrungen begeistern.

Gefahren und Spirituelle Krisen

Ist die Hingabe an das Erreichen eines spirituellen Ziels jedoch zu groß, kann dieses ebenfalls zu Problemen führen. Denn wenn wir vor lauter leidenschaftlicher Hingabe die Matrix zu zerreißen oder mit dem Universum verschmelzen zu wollen, unsere physischen und emotionalen Bedürfnisse nicht mehr spüren können, übertreiben wir womöglich mit unsere Praxis und fügen uns Schaden zu. Daher ist es von entscheidener Wichtigkeit ein Gefühl für einen maßvollen Umgang mit unsere Neugierde zu finden.

Besonders schwierig kann das ausbalancieren sein, wenn du selbst bisher keine gute Verbindung zu deinen Grenzen und Bedürfnissen hattest. Menschen mit (vielleicht unbewussten) Traumafolgestörungen haben häufig genau dieses Problem.

Damit du diese Experimente sicher praktizieren kannst, ist es wichtig, dass du die Übungen mit deinem Bedürfnis nach Selbstfürsorge immer wieder abgleichst und wenn nötig mehr an deiner Erdung und Selbstfürsorge arbeitetest, um eine ideale Intensität für dich persönlich hervorzurufen, die dich A sanft erweitert und B auf keinen Fall überfordert.

Nicht jede außergewöhnliche Bewusstseinserfahrung ist als direkt als Krise zu verstehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich dir ungewöhnliche, ja magische Bewusstseinszustände zeigen werden, wenn du diese Übungen ersthaft praktizierst.

Es kommt darauf an, dass die Erfahrungen und das Alltags Ich in eine Harmonie zu bringen. Manchmal ist das zunächst schwierig, weil es sehr verführerisch sein kann, bestimmte Energien zu fühlen. Ähnlich dem wenn du dich verliebst. Sicher kennst du das, dass dich die Liebe zu einem Menschen so durcheinander machen kann, dass dein Alltags Ich Probleme bekommt.

So ein bisschen kann sein, wenn du das Tor zu anderen Seite öffnest. Genauso können Ängste auftreten, weil die Aktivierung der Energie Zentren ein Thema in dir lösen und bewusst machen. Es kann sein dass ich große Glückseeligkeits, Liebes, Freidens und Allmachtserfahrungen, mit großen Ängsten abwelchseln. Solange das so ist, bis du noch dabei deine Erfahrung zu integrieren. Es macht also Sinn immer nur eine kleine Menge Energie zu aktivieren, so dass du die Auswirkungen noch verarbeiten kannst. Selbstregulation heisst in dem Fall spüren, wann man eine Pause braucht und sich diese Pause nehmen.

Praktische Übung 2 – Der höhere Sinn

Noch ein Spiel: Tue so als, ob alles was du erlebst einen höheren positiven Sinn hat. Finde eine Bedeutung dieses höheren positiven Sinns, für die unbedeutenden Momente des Lebens, bis du mit staunenden Augen auf diese Situationen schauen kannst. Finde in allen Gegenständen und Personen, die dich umgeben eine höhere Bedeutung. Erkenne warum du diesen Gegenständen und Personen ausgerechnet jetzt begegest und nehme die Erkenntnisse an, die sie dir bringen. Erlebe einen Gefühls des Einklangs mit dem Kosmos, un kehre dann zurück und erde dich.

Praktische Übung 3 – Computer Spiel

Ein drittes Spiel: Spiele du bist in einem Adventure Computer Spiel und betrachtest die Welt aus der Freiheit deiner Spielfigur. Untersuche deine Welt. Sehe deine Welt mit neuen Augen. Suche dir ein positives Spiel Ziel aus. Zum Beispiel: Ich gewinne das Spiel, wenn ich einen Schatz gefunden habe. Suche dann in deiner Umgebung nach diesem Schatz, bis du ihn gefunden hast. Bitte denke daran, das Spiel wieder zu verlassen um rechtzeitig in deine Welt zurück zu kehren. Denke dich dazu wieder in deine gewöhnliche Ego Realität ein.

Bitte spiele diese Spiele nicht bei psychischen Dysbalance. Spiele nur soweit, dass du in deine alte Realität zurück findest. Es sind sehr mächtige Spiele, wenn du sie voller Hingabe spielst. Deine Hingabe hat die Macht, deine Realität auszuhebeln.
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RE: Geist und Materie
#5
13.03.2022, 07:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2022, 07:20 von ichbinmehr.)
Thomas Campbell – My Big TOE Band 1, Kapitel 19, S. 175, Vergl. (gekürztes Kapitel)

Zitat:Hüten Sie sich vor der Glaubensfalle

Die meisten von uns sind voller tiefsitzender und tief verwurzelter Denk- und Seinsweisen, ob wir uns dessen nun verstandesmäßig bewusst sind oder nicht. Was tief in uns verwurzelt ist, können wir kaum wahrnehmen – es wird zum Teil des unsichtbaren inneren Kerns unseres Seins. Es ist eine Tatsache, dass subtile Glaubenssysteme unsere persönliche Realität begrenzen.

Eine weitere Tatsache ist, dass sich die meisten unserer Glaubenssätze jenseits der bequemen Reichweite unseres Intellekts befinden. Außerhalb unseres Gewahrseins definieren und limitieren sie somit buchstäblich alles, was wir uns als Realität wahrzunehmen und zu interpretieren gestatten.

Ich bin sicher, dass Sie keine Probleme damit haben werden, die Informationen über das große Gesamtbild intellektuell zu verarbeiten. Da Ihre tiefsten Überzeugungen jedoch so ungeheuer fest in Ihnen verwurzelt sind, wird es Ihnen hingegen um einiges schwerer fallen, diese Informationen erfolgreich in die tieferen Ebenen Ihres Verständnisses einfließen zu lassen.

Dass Ihnen bestimmtes Material intellektuell leicht verständlich oder konzeptuell offensichtlich und aufgrund der vielen Wiederholungen monoton erscheint, bedeutet nicht unbedingt, dass die Bedeutung dieses Materials auch tatsächlich bis zu Ihren tieferen Erkenntnisebenen vorgedrungen ist. Was als intellektuelles Verständnis durchgeht, ist oftmals nur oberflächlich und unvollständig, da wir nicht über die Mittel verfügen, das Ausmaß unserer Unwissenheit präzise beurteilen zu können.

Dass wir uns unserer Unwissenheit bezüglich eines für uns sehr wichtigen Themas gewahr werden, hat ein unangenehm beklemmendes Gefühl zur Folge – das beklemmende Gefühl, nicht zu wissen, was Sie unbedingt wissen wollen. In der Regel verspüren wir den inneren Drang, nach außen hin eine allem Anschein nach stichhaltige Einschätzung des Problems vorzuweisen, egal wie viel oder wie wenig wir tatsächlich wissen. Um sicherzugehen, dass unsere Einschätzung fundiert genug scheint, und um unser angstbasiertes und durch unsere Unwissenheit hervor gerufenes Unbehagen maßgeblich zu mindern, stellen wir Annahmen über den Grad, die Qualität und die Vollständigkeit unseres Wissens an, was uns unweigerlich dazu verleitet, „oberflächlich und unvollständig“ als „ausreichend und schlüssig“ zu interpretieren. Die daraus resultierende intellektuelle Beurteilung wird – egal wie unzureichend durch dacht sie auch sein mag – immer eine Schlussfolgerung hervorbringen, die (zumindest ihrem Schöpfer) halbwegs überzeugend und offensichtlich korrekt scheint. Abrakadabra, Simsalabim! Das lästige Unbehagen verschwindet, da das Ego ein Pseudowissen fabriziert, um die eigene Unwissenheit zu verschleiern.

Können Sie erkennen, wie die Angst vor Unwissenheit sich somit selbst beschwichtigt, indem sie eine glaubwürdige und sogar sich selbst überzeugende Geschichte kreiert, die eine willkommene Alternative zum Eingeständnis und zur Akzeptanz der eigenen Unwissenheit bietet? Dass die Geschichte unwahr sein könnte, ist für ihren Schöpfer nicht erkennbar, da sie ja auf Annahmen und Überzeugungen basiert, die darauf zugeschnitten wurden, das dringende Bedürfnis des Erfinders nach Beruhigung und Sicherheit zu stillen.

Haben Sie sich jemals gefragt, wie andere Menschen zu den merkwürdigsten Schlussfolgerungen über alle möglichen Dinge kommen können? Von religiösen Fanatikern bis hin zu unserem uns manchmal zur Weißglut treibenden Vorgesetzten oder Lebensgefährten – alles funktioniert stets nach dem gleichen Prinzip. Passen Sie auf, dass Ihr Intellekt Sie nicht dazu verleitet, tröstlichen und verlockenden Schlussfolgerungen Glauben zu schenken, die in erster Linie dazu konstruiert wurden, Ihr eigenes Unbehagen zu mindern, Ihr Ego zu beruhigen und Ihre derzeitige, selbstzufriedene Weltanschauung aufrechtzuerhalten.
Wann immer Sie sich einigermaßen sicher fühlen, dass Sie scheinbar richtig liegen – selbst wenn Sie über keine echten Daten verfügen, die das bestätigen können –, sollten Sie zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, vielleicht doch in einer selbsterschaffenen Glaubensfalle zu stecken. Nur unvoreingenommene Skepsis wird es Ihnen ermöglichen, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Große Wahrheit muss auf tiefer Ebene verstanden werden, um effektiv angewendet werden zu können. Weisheit ist eher eine Angelegenheit des Herzens und der Seele als eine Frage des Intellekts. Ihr Intellekt kann Sie bei Ihrer Erforschung großer Wahrheit lediglich bis zu einem bestimmten Punkt bringen; er kann Ihre Suche lenken, aber er kann Sie nicht dazu bringen, irgend etwas zu lernen, was eine tiefere Bedeutung in sich trägt.

Ihr Intellekt kann Sie jedoch dazu bringen, jede Gelegenheit zu vergeuden, um große Wahrheit zu verstehen. Um unsere Erörterung über Glaubensfallen an dieser Stelle etwas detaillierter zu betrachten, lassen Sie mich versuchen, Ihnen ein klareres und präziseres Verständnis darüber zu vermitteln, was ich damit meine, wenn ich die Begriffe „Glaube“ und „Wissen“ verwende:

Glaubenssätze können kulturell, religiös, wissenschaftlich oder persönlich sein. Dabei ist es Unwissenheit, welche einen Glauben erforderlich macht und produziert. Wenn Sie etwas mit absoluter Sicherheit wissen, ist Glaube nicht mehr notwendig. In diesem Fall verfügen Sie über echtes Wissen. Wissen entsteht, wenn man weiß, was wahr ist. Wenn Ihr scheinbares Wissen jedoch falsch ist, dann glauben Sie lediglich zu wissen. In diesem Fall tarnt sich Glaube als Wissen. Glaube, der sich als Wissen ausgibt, ist lediglich Pseudowissen und kein echtes Wissen.

Die Erforschung von NPMR


Begriffe:

NPMR = Nicht physische Materielle Realität
PMR = Physische Materielle Realität


NPMR zu erforschen ist in vielerlei Hinsicht dasselbe, wie PMR zu erforschen. Forschung in NPMR erfordert in den meisten Fällen einen langen, zähen, manchmal frustrierenden und mühsamen Prozess bei der Erschließung von vorläufigem neuen Wissen. So wie überall führen auch im Falle der ernsthaften Forschung hartnäckige Ausdauer, sorgfältige Analyse und beständiger persönlicher Einsatz besser und verlässlicher zu Resultaten, als irgendeine andere Methode.

Wenn Sie sich erneut die Frage stellen, wie man Wissen von Pseudowissen unterscheidet, und dabei gleichzeitig so tun, als sprächen Sie über PMR-Wissen statt über NPMR-Wissen, so werden Sie feststellen, dass der Großteil derselben offensichtlichen Antworten ebenfalls zutrifft. Wissenschaft ist Wissenschaft, in PMR genauso wie in NPMR.

Wissenschaftliche Methodik besitzt an beiden „Orten“ die gleichen Eigenschaften und Schwierigkeiten. Der Hauptunterschied liegt darin, dass in NPMR (wie sie von PMR aus betrachtet wird) Wissenschaft eine persönliche oder subjektive Handlung mit objektiven Resultaten ist. Das steht im Gegensatz zur Wissenschaft von PMR (wie sie von PMR aus betrachtet wird), in welcher Wissenschaft eine direkt mit anderen teilbare objektive Handlung ist, die gleichermaßen objektive Resultate produziert.

Um Missverständnissen vorzubeugen: NPMR-Wissenschaft, wie sie von NPMR aus betrachtet wird, ist ebenso eine direkt mit anderen teilbare objektive Tätigkeit, die objektive Resultate hervorbringt. Diese Erörterung wird an anderen Stellen der My Big TOE-Trilogie weitaus detaillierter und aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven fortgesetzt.

Mit diesem Einschub möchte ich einfach nur aufzeigen, dass es keine Zauberformel bzw. Abkürzung gibt, um Wahrheit zu finden und zu beurteilen. Das, was ich oder irgendjemand sonst über NPMR oder die Natur der Realität zu glauben behauptet, ist gleichbedeutend mit dem Ziehen voreiliger Schlüsse, ohne die Wissenschaft oder die Untersuchungsarbeit dafür selbst durchgeführt zu haben.

Glaube ist keine Abkürzung und kann uns somit nicht zu einem wirklich bedeutsamen Ziel führen.
Zu glauben, was andere sagen, ist ein riskantes Unterfangen. Sie selbst müssen die Wahrheit und das Wissen herausfinden, sonst wird es nicht Ihre Wahrheit bzw. Ihr Wissen sein.

Eigene Daten sammeln

Ihre Wahrheit und Ihr Wissen pulsieren tief und kraftvoll in Ihrem Wesen, wohingegen die Wahrheit und das Wissen eines anderen nicht tiefer als bis in Ihren Intellekt dringen kann. Anderen zuzuhören kann einerseits auf großartige Weise die Effizienz Ihrer Reise verbessern oder Sie andererseits ziellos umherirren lassen. In jedem Fall müssen Sie sich selbst auf den Weg machen und die Realität, die sich Ihnen eröffnet, erfahren, beurteilen und bestätigen.

Ich möchte nicht den Eindruck vermitteln, dass Sie alles völlig ohne fremde Hilfe bewerkstelligen müssen. Andere bei Ihrer Reise zu einem größeren Verständnis miteinzubeziehen ist generell eine gute Idee. Mit anderen zu interagieren, sofern diese weise gewählt wurden, kann Ihnen dabei helfen, eine umfassendere Perspektive zu entwickeln und ebenso den notwendigen Zuspruch sowie Führung und Richtung liefern. Aber niemand kann für Sie lernen und wachsen – das müssen Sie selbst tun.

Zudem spreche ich von klaren, objektiven und beweiskräftigen Daten. Im Grenzbereich, in welchem sich NPMR-Aktivitäten und PMR-Aktivitäten gegenseitig beeinflussen und verändern, können beweiskräftige Daten problemlos gesammelt werden. An dieser Grenze in NPMR gewahr zu sein, ist in etwa wie das Teilnehmen an einer eng fokussierten geistigen Aktivität (ähnlich einem unglaublich fesselnden, interaktiven Tagtraum), die eine starke kausale (erwiesene) Verbindung mit PMR hat und eine dynamische Existenz besitzt, welche unabhängig von Ihnen und Ihren bewussten oder unbewussten geistigen Prozessen ist.

Ihr Geist muss ruhig, klar und gelassen sein, ohne widerspenstiges Geplapper oder störendem Lärm, ansonsten können Sie nicht zwischen dem unterscheiden, was Ihr Geist erzeugt, und dem, was unabhängig von Ihrem Geist existiert. Das ist der Grund, weshalb das Finden des ruhigen, gelassenen Zentrums Ihres Bewusstseins (und zu lernen, darin zu existieren und zu agieren) immer der erste Schritt ist. Ein klares, geräuscharmes, funktionsfähiges Bewusstsein erlebt das Sammeln von Daten in NPMR etwa wie das Durchleben eines ungewöhnlich klaren Tagtraums.

Ein forschendes Bewusstsein sollte sich anfänglich mit dem Durchführen von Experimenten beschäftigen und nach Beweisen dafür suchen, dass die NPMR-Aktivität Effekte in PMR hervorruft (und umgekehrt). Irgendwann – wenn genügend eindeutige Beweise anhand persönlicher Erfahrung gesammelt wurden – wird klar werden, dass NPMR sowohl unabhängig von Ihnen existiert als auch kausal mit PMR verbunden ist. Diese Tatsache zu erkennen wird Ihre erste, größte und erstaunlichste Entdeckung werden!

Ich kann mich immer noch deutlich an mein Gefühl des ungläubigen Staunens erinnern, als Dennis und ich zum ersten Mal begannen, gemeinsam identische, gleichzeitige Erfahrungen zu teilen, während wir NPMR erkundeten (siehe Kapitel 10). Nachdem ich immer wieder die Genauigkeit von Remote Viewing-Experimenten überprüft und deren Wirksamkeit direkt erfahren hatte – wie beispielsweise die Gesundheit eines physischen Körpers von einem fokussierten Geist drastisch beeinflusst werden kann – war meine Realität gezwungen sich zu erweitern.

Wenn das Paranormale normal wird, hat man keine andere rationale oder logische Möglichkeit, als nach einem größeren Bild zu suchen, das die Gesamtheit der eigenen sorgfältig ausgewerteten beweiskräftigen Erfahrungen umfasst. Sie können anderen Menschen stets unterstellen, dass sie lügen oder verwirrt sind, doch wenn Ihre eigene Erfahrung beständig und auf gezielten Abruf zu einer logisch und wissenschaftlich unausweichlichen Schlussfolgerung führt, wird die Wahrheit dieser Erfahrung ein größeres und tieferes Verständnis der Realität erfordern, innerhalb derer Sie existieren.

Das Paranormale schlicht als etwas zu bezeichnen, das nur von den Wahnhaften, den Diabolischen, den Seltsamen und den Verrückten wahrgenommen wird, kann Ihnen dann nicht länger den einfachen Ausweg bieten, mit der Existenz einer Realität umzugehen, die Ihren tiefsten Überzeugungen und Annahmen vollkommen widerspricht. Wenn es sich bei der Erfahrung um Ihre eigene handelt und die verwendeten Prozesse zum Erlangen und Beurteilen dieser Erfahrung sorgfältig und wissenschaftlich waren, müssen Sie sich mit den objektiven Fakten Ihrer Entdeckungen auseinandersetzen – diese Fakten zu leugnen bedeutet, sich aus Gewohnheit, Unsicherheit und Angst an Unwissenheit und Beschränkung zu klammern.

Solch eine Erfahrung zu leugnen bedeutet letztlich, schwer erwerbbares Wissen der Annehmlichkeit eines geistlosen Dogmas zu opfern. Zuzulassen, dass Unwissenheit oder Angst die Menge Ihrer Möglichkeiten definiert, eliminiert Ihre Wachstumsgelegenheiten und verschwendet Ihr Potenzial.

Sobald das Sammeln beweiskräftiger Daten („NPMR-PMR“-Psi-Effekte) zur Routine geworden ist, geht man normalerweise dazu über, die Kultur, die Gesetzmäßigkeiten und die Physik von NPMR durch sorgfältiges Experimentieren und Beobachten von Ursache und Wirkung zu definieren. Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Alien-Wissenschaftler aus einer anderen Dimension, der zur Erde teleportiert wurde, um herauszufinden, wie die Erde und ihre Lebensformen so sind: In etwa der gleichen Weise funktioniert die Erforschung von NPMR, allerdings ohne die Einschränkungen der Bedürfnisse eines physischen Körpers.

Lassen Sie uns hier einen kurzen Einschnitt machen, um das Wort „Psi“ zu definieren. Psi ist unter Parapsychologen und anderen, die sich mit dem Studium und der Erforschung der Fähigkeiten des Geistes beschäftigen, ein verbreiteter Begriff. Psi-Ereignisse verweisen im Allgemeinen auf ungewöhnliche Effekte des Bewusstseins, speziell auf paranormale Ereignisse, die mit geistigen Fähigkeiten oder veränderten Bewusstseinszuständen in Verbindung gebracht werden. Das Wort Psi wird oft als Synonym für „parapsychologisch“ verwendet – demnach bezieht sich der Begriff „Psi-Phänomen“ auf messbare physische Phänomene, die durch ein Merkmal oder eine Fähigkeit des Geistes erzeugt werden, die derzeitig über eine traditionelle wissenschaftliche Erklärung hinausgehen.

Einige häufig erlebte und erforschte Psi-Ereignisse sind zum Beispiel telepathische Kommunikation, Hellsichtigkeit und Remote Viewing. Die Begriffe „Psi-Energie“ und „Psi-Kräfte“ werden oft verwendet, um einen unbekannten, theoretischen kausalen Mechanismus anzudeuten, welcher hinter den Psi-Phänomenen vermutet wird.

Da ich Sie auf Schritt und Tritt dazu anhalte, Ihre eigenen Erfahrungsdaten zu sammeln, vermute ich mal, dass ich Ihnen auch verraten soll, wie Sie diese Aufgabe angehen sollen. Zu diesem Zweck werden wir in Kapitel 23 Techniken besprechen, die Sie nutzen können, um geistigen Lärm zu reduzieren, Beherrschung und Kontrolle über Ihre mentale Energie zu erlangen und um mit der Erforschung von NPMR und dem inneren Raum des Bewusstseins zu beginnen. Bevor wir dazu jedoch übergehen, ist es unumgänglich, dass Sie zuerst herausfinden, wie stark Ihre Glaubenssätze Ihre Realität Sie einschränken, und lernen, zwischen Wissen und Pseudowissen zu unterscheiden.

Andernfalls könnte Ihr Versuch, NPMR zu erforschen, damit enden, dass Sie nichts weiter als Ihr eigenes Ego erforschen.

Das eigene Ego zu erforschen kann ein produktiver erster Schritt sein, der zu einem besseren Verständnis und somit zur Auflösung der Angst und der Glaubenssysteme führt, die Ihr natürliches Potenzial begrenzen. Doch es ist keineswegs dasselbe wie das Erforschen von NPMR – einer Realität, die unabhängig von Ihren Glaubenssystemen und Ihrem eigenen Verstand existiert.

Für jedes Entwicklungs-Wachstum gibt es eine natürliche und notwendige Reihenfolge. Das Überspringen von notwendigen Schritten führt fast immer zu Frustration und Blockaden, nicht aber zu einer schnelleren Weiterentwicklung. Bevor Sie NPMR auf produktive Weise erforschen können, müssen Sie sich zunächst erfolgreich mit Ihrer Angst und Ihren einschränkenden Glaubenssystemen auseinandersetzen. Es ist nicht erforderlich, dass Sie Ihre Angst vollständig besiegen – ganz und gar nicht –, doch eine gewisse Mindestkompetenz im Umgang mit Ihrem eigenen Bewusstsein stellt hier eine Grundvoraussetzung dar. Diese notwendige Grundkompetenz wird in der Regel durch Meditation, Mut und einer tatkräftigen Hingabe an die Entdeckung der Wahrheit entwickelt.

Die grundlegenden Prinzipien und Funktionsweise der Meditation werden in Kapitel 23 behandelt. Obwohl es viele Wege gibt, erfolgreich zu meditieren, kann Angst nur durch Mut und Entschlossenheit überwunden werden. Ich verfüge über keine spezielle, merkwürdige Wissenschaft, die Ihnen dabei helfen kann, das Verfahren abzukürzen und Wahrheit anhand von großen intuitiven Sprüngen zu finden. Bei Entdeckung und Wissenschaft geht es vor allem darum, stetigen Fortschritt zu erzielen, indem man einen kleinen, vorsichtigen Schritt nach dem anderen macht und währenddessen kontinuierlich „den Pudding probiert“, die Beweise überprüft und objektive messbare Resultate produziert.

Es gibt meines Wissens keine „Wurmlöcher“, die einen durch einen Tunnel direkt zur Erleuchtung schicken, oder Wegweiser, die eindeutig die beste Route definieren, die jedes Individuum einschlagen sollte. Die Wahl des Pfades und der betriebene Aufwand müssen das Ergebnis Ihrer eigenen Willenskraft sein.

Denken Sie bitte intensiv darüber nach, in welcher Form das Material in diesem Kapitel auf Sie persönlich zutreffen könnte – auch wenn es sich vielleicht auf intellektueller Ebene wiederholen und dadurch monoton werden mag, repräsentiert diese Erörterung über Glaube, Angst und Wissen einen entscheidenden Schritt, der auf einer Ebene integriert werden muss, die weitaus tiefer liegt als der Intellekt.

So schwierig es ist, die Themen Angst, Wissen und Glauben stark genug zu betonen, so leicht kann es einem passieren, dass man intellektuell durch sie hindurcheilt, ohne sich wirklich tief mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Die Konzepte selbst sind vermeintlich simpel, wodurch ihre Wiederholung schnell ermüdend wird. Die vollständige Erfassung ihrer Auswirkungen auf jeden Einzelnen ist jedoch äußerst schwierig. Welche Ängste lauern tief verborgen in meinem Inneren, die mich wie ein kleines Boot auf einem wütenden Ozean hierhin drängen und dorthin ziehen? Welche Glaubenssätze schränken meine Realität ein? Was kann ich gegen sie unternehmen?

Das sind schwierige und komplexe persönliche Fragen, denen viele Egos nur allzu gerne aus dem Weg gehen. Gewöhnlich rauschen an derlei Fragen meistens genau diejenigen ohne die geringste Beachtung vorbei, die diese Fragen am dringendsten für sich beantworten müssten. Da jene Leute nur an der Oberfläche kratzen, mag ihnen dieses Kapitel so ermüdend und nervig vorkommen wie eine elterliche Standpauke. Diejenigen wiederum, die auf diesem Gebiet nur wenige Schwierigkeiten haben, werden sich mit diesen Aspekten bereitwillig noch ein weiteres Mal auseinandersetzen, da sie die Tragweite erfassen können, ihnen dieser Prozess kein Unbehagen bereitet und sie keine Angst vor den Resultaten haben. Es mag zwar sein, dass ihnen die beabsichtigte Wiederholung auffällt, sie werden diese jedoch eher zur Verfeinerung ihres Könnens nutzen, anstatt sie bloß zu erdulden.

Wissenschaftlicher Glauben und persönlicher Glaube

Ein jeder versteht die Begriffe „kultureller Glaube“ und „religiöser Glaube“, einige fragen sich jedoch womöglich, was mit „wissenschaftlichem Glauben“ und „persönlichem Glauben“ gemeint ist. Wissenschaftlicher Glaube ist der Glaube, dass sowohl die größere Realität als auch sämtliche Wahrheit einzig durch objektive, auf Abruf wiederholbare, widerspruchsfreie, streng wissenschaftliche PMR-Messungen definiert und darauf beschränkt werden müssten. Dies ist der Ausdruck einer engstirnigen Sicht der wissenschaftlichen Arbeitsweise, welche mit einem exklusiven „Es existiert nichts anderes als PMR“-Dogma besetzt ist.

Obwohl dieser Glaube für eine bestimmte Untermenge der Realität auch weiterhin gilt und herrlich produktiv ist, so gilt er nicht in einem größeren Bild, welches Bewusstsein einschließt – so wie die klassische Mechanik in einem größeren Bild versagt, welches sehr hohe Geschwindigkeiten (was relativistische Mechanik erfordert) und sehr kleine Größen (was Quantenmechanik erfordert) beinhaltet. Persönlicher Glaube umfasst all die Dinge, die Sie über sich selbst und andere Menschen, Orte oder Dinge glauben – sozusagen Ihre scheinbare Realität, hochgerechnet auf den Bereich jenseits Ihres sicheren Wissens.

Wenn persönliche Überzeugungen nicht der Wahrheit entsprechen, werden sie oft durch den Einfluss von Hoffnung, Angst, Schuldgefühlen, Bedürfnissen, Fehlinformationen und Missverständnissen verzerrt. Persönliche Überzeugungen beinhalten zudem viele personalisierte Versionen Ihrer kulturellen Überzeugungen. Viele sind wiederum von Überzeugungen Ihrer Eltern, Altersgenossen und Kollegen abgeleitet. Kulturelle Überzeugungen repräsentieren jene Überzeugungen, die Sie deshalb für wahr halten, weil alle um Sie herum sie für wahr halten. Rassismus ist zum Beispiel eine Ausdrucksform kulturellen Glaubens. Ein Glaube an eine allgemeingültige, objektive physische Kausalität ist sowohl ein kultureller als auch ein wissenschaftlicher Glaube.

Die Überzeugung, dass Telepathie, geistiges Heilen oder Wunderheilung, Psychokinese oder Hellsehen allesamt völlig unmöglich sind, ist ebenfalls kulturell abgeleitet. Religiöser Glaube wiederum ist ein Glaube an die Überzeugungen, an das Dogma und an die Glaubensgrundsätze einer organisierten Religion.

Wissenschaftlicher Glaube funktioniert wie religiöser Glaube. Es handelt sich um einen Glauben an die Überzeugung (die PMR-Kausalität herrscht über alles), das Dogma (einzig PMR existiert) und die Glaubensgrundsätze (das Subjektive enthält keine Fakten, lediglich Meinungen) der „objektiven“ westlichen Wissenschaft. Diese Erörterung über Glaubensfallen ist für jede Art von Glauben relevant – religiösen, wissenschaftlichen, persönlichen, kulturellen, politischen, ökonomischen und für jede andere Glaubenskategorie, die Sie sich zusammenbasteln können.

Diese Glaubenskategorien sind nicht streng voneinander abgegrenzt und überschneiden sich in vielen Fällen sehr stark. Einige Menschen verbinden den Begriff „Glaube“ in erster Linie mit Religion und sind sich der weit verbreiteten und bedeutenden Rolle nicht bewusst, welche Glaube außerhalb des typischen religiösen Kontextes spielt.

Wissen vom Glauben zu trennen ist die Aufgabe der Wissenschaft – der objektiven wie auch der subjektiven Wissenschaft. Den Unterschied zwischen Wissen und Glauben in Bezug auf eine bestimmte subjektive Information zu kennen, wird als Weisheit bezeichnet.

Den Unterschied zwischen Wissen und Glauben in Bezug auf eine bestimmte objektive Information zu kennen bedeutet, die Fakten zu kennen. Viele fühlen sich genötigt, sämtliche Informationen, mit denen sie in Kontakt kommen, entweder zu glauben oder nicht zu glauben und sich dementsprechend schnell ein Urteil über alles zu bilden. Solch ein Prozess lässt wenig Zeit und Raum für tatsächliches Wissen und zeigt kein besonderes Interesse an der Wahrheit. Diesen Personen genügt das Pseudowissen, insbesondere wenn es das eigene Unbehagen mindert und zudem noch weithin akzeptiert ist. Dieser Umgang mit Informationen ist bedauerlich und führt dazu, dass man aufgrund von fehlerhaften „feel-good“-Annahmen voreilige Schlüsse zieht.

Die Grenzen unseres Wissens zu verstehen, anzuerkennen und zu akzeptieren hat zur Folge, dass man den Großteil der Informationen, die zunächst jenseits des eigenen Wissens liegen, weder glaubt noch anzweifelt. Man sollte mit einer Beurteilung warten, bis ausreichend Daten gesammelt wurden. Diese Methode im Umgang mit Informationen bezeichnet man als „unvoreingenommen“.

Die Qualität (Exaktheit) der Umstände und Prozesse, welche definieren, was als „ausreichend“ gilt, hängt davon ab, wie wissenschaftlich Ihre Erforschung ist. Gute Wissenschaft produziert tatsächliches Wissen, wohingegen schlechte Wissenschaft nur Pseudowissen hervorbringt. Wissen, Unwissenheit, Wahrheit, Lüge, gute Wissenschaft, schlechte Wissenschaft, Weisheit, Dummheit, Fakten, Fiktion, Unvoreingenommenheit und Engstirnigkeit existieren fast immer parallel in unterschiedlichem Ausmaß, da sie zum Entwickeln (wie beispielsweise bei der Erschaffung dieser Trilogie) oder Beurteilen (was Sie von dieser Trilogie halten) jeder beliebigen Teilinformation oder Informationsreihe dazugehören.

Nur selten sind Wissen und Wissenschaft vollkommen und unverfälscht. Es ist eher eine Frage von Graduierung und Verhältnis zueinander. Vielleicht sollten alle öffentlichen Gedanken, Vorstellungen und veröffentlichten Dokumente eindeutig vom staatlichen Wissens- und Glaubens-Ministerium gekennzeichnet werden: „Dieses Konzept enthält 80% Wissen, 20% Glauben.“ Ein belustigender Gedanke mit einem beängstigenden Beigeschmack. Natürlich liegt die einzige gültige Beurteilung bei Ihnen und Sie müssen diese so korrekt wie möglich vornehmen – die Qualität Ihres Geistes und Ihres Seins steht auf dem Spiel.

Sie sollten sich nicht auf Experten, Fachleute oder sonst jemanden verlassen, damit diese für Sie Wissen von Glauben unterscheiden – selbst, wenn Sie diesen Leuten mehr als sich selbst vertrauen mögen und bereit sind zu glauben, was sie Ihnen sagen.

Im Gegenzug können Sie Glaube von Wissen auch nur für sich selbst unterscheiden, nicht für andere. Denken Sie mal darüber nach: Wie unterscheiden Sie tatsächliche Wahrheitsverkünder von denjenigen, die nur glauben, dass sie die Wahrheit sagen? Ein kleiner Tipp: Deren Überzeugungen mit Ihren eigenen zu vergleichen ist nicht die Lösung. Sie sollten selbst die Verantwortung dafür übernehmen, Glaube von Wissen für sich (und nur für sich) zu trennen, da Sie die Früchte ernten werden, wenn Sie richtig liegen bzw. die Konsequenzen tragen müssen, wenn Sie falsch liegen.

Herdentriebe – anderen zu folgen, die ihrerseits auch wieder nur anderen folgen – sind hier kontraproduktiv. Es existiert keine Sicherheit in der Menge, wenn es um das Entdecken von großer Wahrheit geht. Gemeinsam mit der Mehrheit zu scheitern ist kein Trost, da alle Erfolge oder Nichterfolge doch immer persönlicher Natur sind. Niemand kann Sie dadurch, dass sie oder er für Sie denkt oder für Sie Erfahrungen macht, zum Erfolg schleifen. Jedoch können Sie zulassen, dass andere Ihren Fortschritt bremsen, indem Sie nicht für sich selbst denken.

Seien Sie unaufhörlich wachsam und bleiben Sie stets offen für neue Daten. Verschließen Sie sich nicht vor Informationen, die im Widerspruch zu Ihren Glaubenssätzen oder zu dem stehen, was Sie sich als Wahrheit wünschen.

Dogma ist eine Reihe von Glaubenssätzen, die man blind akzeptieren muss, um sich den Reihen der Glaubenden anzuschließen, die dieses bestimmte Dogma teilen. Dogma kann kulturell, religiös, wissenschaftlich oder persönlich sein. Es ist ein integraler Bestandteil einer jeden Art von Glauben.

Wissen, das scheinbar wissenschaftlich oder objektiv ausgewertet wurde, kann tatsächlich dennoch falsch sein. Das liegt einerseits daran, dass wir nicht allwissend sind (unser Wissen und unsere Daten sind begrenzt) und andererseits daran, dass wir alle unsere eigene Realität erschaffen (objektiv und subjektiv), indem wir unsere Erfahrung interpretieren.

Wenn Sie mit neuen Informationen, neuen Ideen oder neuen Konzepte in Berührung kommen, die möglicherweise wertvoll sein könnten, ist es weitaus besser, eine unvoreingenommene Skepsis beizubehalten, während Sie Ihre Daten zu diesem Thema sammeln (selbst wenn dies ein Leben lang dauern sollte), als voreilige Schlüsse auf Grundlage eines bislang vertretenen Glaubens oder neu erworbenen Glaubenssatzes zu ziehen. Bewahren Sie alle Möglichkeiten, sowohl die alten als auch die neuen, bis Sie über das Wissen verfügen, anhand dessen Sie die Angelegenheit mittels Ihrer direkten Erfahrung korrekt beurteilen können. Das Wichtigste ist: Sie müssen losziehen und Daten sammeln.

Jenseits der Grenze Ihres Wissens und der äußeren Grenze Ihres 3D-PMR-Verstehens liegt Ihr persönliches Unbekanntes. Ein Großteil des potenziellen Wissens, das unbekannt für Sie bleibt, mag wirken, als befände es sich jenseits der theoretischen Reichweite Ihres Wissens (wäre also mystisch) und manch anderes mag schlicht wie ein Mangel an Information erscheinen. In beiden Fällen können Sie dem Unbekannten entweder keine Beachtung schenken, es ignorieren und als etwas für immer Unbekanntes akzeptieren oder Sie können es mit der Absicht überprüfen und erforschen, wenigstens einen Teil davon eines Tages in Wissen zu verwandeln.

Die meisten Menschen machen ein bisschen von beidem: In der Regel wählen Sie einen kleinen Teil des angenehmen Unbekannten, untersuchen es mithilfe von Objektivität und Glaube als bevorzugte Werkzeuge und ignorieren den Rest. Sie pflücken die tiefhängenden Früchte und überzeugen sich selbst davon, dass alles, was nicht ohne viel Anstrengung zu erreichen ist, die Mühe und das soziale Risiko auch nicht wert ist.

Der Einsatz von subjektiver Erfahrung in enger Verbindung mit objektiven Resultaten wird nur selten erforscht, da dies ein mühseliger Prozess und es sich dabei eher um eine individuelle als eine gemeinschaftliche Erfahrung handelt. Diejenigen, die keinen Schritt ohne die Bestätigung anderer machen können, werden abgeschreckt. Diese Individuen glauben fälschlicherweise, dass sich das, was ihnen naturgemäß mystisch erscheint, für immer außerhalb ihrer Reichweite befindet. Der damit verbundene Glaube impliziert, dass das, was natürlicherweise für diese Personen mystisch bleibt, sich auch für immer jenseits der Reichweite aller Menschen befinden muss. Dieser tröstliche Glaube wird fabriziert, um sich selbst von der Verantwortung freizusprechen, die Courage für die Verrichtung von harter Arbeit aufzubringen, die für das Verwandeln des Unbekannten in Wissen notwendig ist. Aufgrund seiner erlösenden Wirkung wird an diesem Glauben auf leidenschaftlichste Art und Weise festgehalten. Darüber hinaus verschließt er den Geist vieler Menschen.

Ein weiterer schwerwiegender Fehler besteht darin, dieser natürlich existierenden Mystik – all das, was jenseits des Ihnen Bekannten liegt – intellektuell und emotional zu begegnen, indem man eine Reihe dogmatischer Glaubenssätze annimmt. Dogma und Glaube sind Zwangsjacken für den Geist, Augenbinden für die Wahrnehmung, Beschränkungen für die Gedanken, die Sie zu denken fähig sind, und für das Verständnis, das Sie erlangen können. Dogma erzeugt eine kleine, für gewöhnlich unvollständige und verzerrte Perspektive, die nicht über die Grenzen des eigenen Glaubens hinaus erweitert werden kann.

Lassen Sie uns einen Moment lang den Unglauben betrachten. Unglaube repräsentiert in der Regel eine negative Reaktion auf einen konkurrierenden Glauben. Egal ob man nun glaubt, dass etwas wahr ist, oder glaubt, dass es nicht wahr ist: In beiden Fällen nutzt man Glauben, um das Unbehagen der Unwissenheit zu mildern. Ob Sie nun glauben oder explizit nicht glauben: Beiden Optionen liegt die Unwissenheit zugrunde. Lediglich die voreilig gezogenen Schlüsse unterscheiden sich.

Die meisten lautstarken Nichtglaubenden und voreingenommenen Skeptiker sind von ihren eigenen Glaubenssätzen ebenso eingenommen wie diejenigen, denen sie widersprechen oder die sie verspotten. Der Hauptunterschied liegt nur darin, dass sie geschickter darin sind, zu leugnen, dass ihre Glaubenssätze ebenfalls Glaubenssätze sind.

Je mehr Sie sich Ihrem Glauben verschrieben haben, desto mehr scheint dieser Glaube Wissen und die absolute Wahrheit darzustellen. Es kann vorkommen, dass man sich leidenschaftlich an Pseudowissen klammert, wenn dieses Pseudowissen ein starkes inneres Verlangen stillt oder von einer gewaltigen Angst herrührt. Das komplexe Geflecht, welches Bedürfnis, Unbehagen durch Unwissenheit und Angst und den trügerischen Seelen balsam des Egos miteinander verknüpft, wird in Segment 3 eingeführt.

Tatsache ist, dass Meinungsverschiedenheiten bei Konzepten über das große Gesamtbild oftmals das Resultat eines Konflikts von Glaubenssätzen sind, ungeachtet der Tatsache, wer gerade redet, wer vorgibt zuzuhören, wer zustimmt oder wer widerspricht. Wenn Sie es vermeiden wollen, mangels Wissen voreilige Schlüsse zu ziehen, müssen sie eine Haltung unvoreingenommener Skepsis einnehmen und beibehalten – es gibt keine andere vernünftige oder logische Alternative.

Der Hauptzweck und die Hauptfunktion von Glauben bzw. Pseudowissen liegt darin, die Existenz von Unwissenheit zu leugnen, Angst zu beschönigen und andere zu manipulieren. Wissen andererseits bietet Ihnen die Möglichkeit, in jeglicher Situation Ihr jeweiliges Potenzial zu optimieren. Ein Kopf im Sand mag zwar dafür sorgen, dass Sie sich kurzfristig besser fühlen, doch es hält Sie davon ab, an einen wirklich hilfreichen oder produktiven Punkt zu gelangen.

Wenn das, woran Sie kulturbedingt zufällig glauben, tatsächlich große Wahrheit sein sollte, werden Sie sich in der glücklichen Lage befinden, in die richtige Kultur hineingeboren worden zu sein. Eine korrekte Kultur bestünde notwendigerweise definitionsgemäß fast ausschließlich aus unfehlbar weisen Individuen von herausragender Qualität. Gleicht diese Beschreibung der Kultur, in der Sie leben?

Da die Qualität Ihres Seins zum jeweiligen Zeitpunkt ganz klar die Korrektheit Ihres Verstehens zum Ausdruck bringt, ist es leicht festzustellen, ob Sie und die Mitglieder Ihrer Kultur oder Subkultur (einschließlich derjenigen, die Ihrem Berufsstand, Verein, Freundeskreis oder Ihrer Nachbarschaft oder Religion angehören) erleuchtet sind. Probieren Sie einfach den Pudding: Betrachten Sie die Menschen um sich herum. Betrachten Sie die durchschnittlichen Menschen in Ihrer Kultur und betrachten Sie sich selbst. Wenn Sie überall in erster Linie Güte, Weisheit, Ganzheit und Liebe sehen, dann benötigt Ihr Glaubenssystem keine weiteren Korrekturen und es bleibt Ihnen erspart, die Qualität Ihres Bewusstseins zu erhöhen, nur um den Anschein zu erwecken, besonders entwickelt zu sein.

Falls dies aufgrund eines unglücklichen Umstandes nicht auf Ihre Situation zutreffen sollte oder Sie mehr an tatsächlichem als an scheinbarem Wachstum interessiert sind, dann heben Sie jegliche einschränkenden Glaubenssätze (sprich alle Glaubenssätze) vorübergehend auf – zumindest so lange wie Sie benötigen, um ein paar große Gedanken abzuwägen. Wenn Sie dabei Erfolg haben, werden Sie die Wahrscheinlichkeit herauszufinden, wie Sie die Qualität Ihres Seins verbessern können, enorm erhöht haben.

Keine Sorge: Diese ungewöhnlichen Konzepte können Ihren Geist nicht über seine Elastizitätsgrenze hinaus dehnen. Ihr Geist hat eine nahezu unbegrenzte Kapazität, neue Informationen und neue Beziehungen zwischen Bruchstücken von Informationen sowohl aufzunehmen als sich auch ihnen zu verschließen.

Vielleicht wissen Sie gar nicht, was Ihre tatsächlichen Glaubenssätze sind (die tatsächlichen, nicht die intellektuellen, über die Sie sich mit anderen unterhalten). Das ist völlig normal. Kulturelle, religiöse, wissenschaftliche und persönliche Glaubenssätze können äußerst subtil und für die Individuen und Mitglieder der Gruppe, die diese teilen, oftmals unsichtbar sein. Religiöse, persönliche und kulturelle Wahrheiten sind in der Regel so tiefsitzend und offensichtlich, dass sie scheinbar die Realität selbst definieren und daher auch niemals infrage gestellt werden. Darin liegt eine Haupteinschränkung von Glauben – wenn Sie glauben, die richtigen Antworten zu kennen, gibt es keinen Grund, weiterhin nach Wahrheit zu suchen oder Fragen zu stellen.

Menschen, die kontinuierlich die offensichtliche Wahrheit infrage stellen, sind jenen von uns lästig, die die Antworten bereits kennen. Wenn man doch nur eine Technik finden könnte, um diese Störenfriede, die echte Wahrheit einfach nicht so gut verstehen wie wir, effektiv umzuerziehen. Dann wäre der Planet ein weitaus besserer und sicherer Ort für alles und jeden. Sanfte und gütige Auslöschung der ganz offensichtlich Unerziehbaren wäre klar gerechtfertigt und ein wichtiger Schritt, um unsere Welt zu einem besseren Ort für unsere Kinder und für zukünftige Generationen zu machen. Wir könnten eine ewig strahlende Zukunft für alle bewirken, indem wir effektiv und ein für alle Mal die unerwünschtesten und negativsten Elemente unter uns, welche die Hauptursache für all die Scherereien sind, neutralisieren. Der vorherige Absatz war sarkastisch gemeint.

Wenn Ego („ich muss Recht haben“, „meine Bedürfnisse, Meinungen und Glaubenssätze definieren die Wahrheit“), Angst (vor dem Unbekannten, davor falsch zu liegen, vor Missbilligung, Unvollkommenheit, Versagen, Gott oder dem gottlosen Gegner) und Gruppenzwang („so denken alle, demnach muss es richtig oder zumindest sicher sein“) Einfluss oder Vetorecht darüber haben, was für Gedanken Sie ehrlich und ernsthaft beschäftigen, dann sind Sie in einer oder mehreren Glaubensfallen gefangen – selbst wenn Sie nicht vorhaben, die Entarteten auszulöschen, die es für alle anderen von uns versauen. Wenn jemand andererseits denkt, es sei eine gute Idee, die unumkehrbar Entarteten unter uns auszulöschen, dann ist solch ein Individuum nicht bloß in einer Glaubensfalle gefangen, sondern zudem auch noch potenziell gefährlich.

Gewaltsame oder erzwungene Verbote als Lösung eines Problems erzeugen fast immer das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung; in der Regel verschlimmert es das ursprüngliche Problem erheblich, während es die Glaubwürdigkeit des Standpunkts des gewaltsamen Individuums in hohem Maße verringert.  lol  devil

So bis hier erstmal zum Thema Glaubenssätze, als Vorbereitung. An Hand des Vorhandenen ist es auf jeden Fall schon mal möglich eigenständig zu experimentieren und Daten zu sammeln. Welche Phänomene würdet ihr denn gerne mal erforschen?

Als nächstes wollte ich auf ein ganz bestimmtes Video von Tom eingehen, indem er seine Big TOE sehr umfassend erklärt und indem er sein berühmtes Shared Dream Experiment mit seinem Freund Dennis beschreibt.
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RE: Geist und Materie
#6
13.03.2022, 07:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.03.2022, 07:22 von Liri.)
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Hier ein paar Erklärungen, welche Art des Zitierens urheberrechtlich legal ist und welche nicht. Wenn der von dir kopierte Text allgemein zugänglich ist, könnte man ihn ja auch einfach verlinken?

https://ggr-law.com/urheberrecht/faq/zit...-zitieren/
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Geist und Materie
#7
13.03.2022, 08:59
[+] 3 User sagen Danke! Gast für diesen Beitrag
"Der Zitatzweck ist erfüllt, wenn der übernommene Text als Belegstelle oder Erläuterungsgrundlage für selbständige Ausführungen und Überlegungen dient und somit eine innere Verbindung zu eigenen Gedanken hergestellt wird."

Das hat der Herr Rechtsanwalt Tobias Röttger so schön formuliert, dass ich es glatt gleich zitieren möchte, auch wenn meine eigenen Gedanken hierzu wohl schwerlich die nötige "geistige Schöpfungshöhe" erreichen werden, um dieses Zitat zu legalisieren grin
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RE: Geist und Materie
#8
15.03.2022, 00:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.03.2022, 07:05 von ichbinmehr.)
Zitate

Danke euch. Ja so sehe ich das auch Rhetor. Es ging mir darum meine Gedanken zum Thema Wissenschaft und Glaubensätze mal von einem Wissenschaftler, der auf einer ähnlichen integralen Ebene denkt wie ich, zu untermauern.

Nur dass ich eben selbst kein Wissenschaftler bin und es mir persönlich noch an Fachwissen fehlt und da deshalb immer noch eine Wissensautorität wie Tom im Außen brauche, solange ich auf diesem Gebiet noch lerne, weil ich mich da fast nicht auskenne.

Das letzte Zitat von Tom bezieht sich auf meinen vorangegangen Text über Glaubenssätze. Ich wollte den Text von Tom nicht noch in den ohnehin schon sehr langen Post von mir den ich über Glaubensätze verfasst habe quetschen. Ich achte eigendlich immer darauf dass ersichtlich ist, dass ich Zitate immer nur zum Zwecke der inneren Auseinandersetzung poste. Ich denke aber wer beide Texte gelesen hat, erkennt den unmittelbaren Zusammenhang meiner und Toms Gedanken.

Glaubenssätze

Campbell hat trotz seiner skeptischen Haltung, unvoreingenommene Experimente durchgeführt und durch seine dadurch entstandenen Außerkörperliche Erfahrungen herausgefunden, dass die Realität umfassender ist, als er zuvor annahm. Und so ähnlich ging es mir auch, nur dass ich leider keine wissenschaftliche Bildung hatte, kein Labor und meiner Umwelt nie belegen konnte, was ich erlebt habe. Deshalb spricht Tom mir aus der Seele. Er ist Teil meiner Seele und er spricht zu mir.

Weil mir das weh tut, dass meine wichtigsten inneren Erfahrungen, vom größten Teil meiner Umwelt, abgelehnt werden, fühle mich mit seiner Arbeit sehr verbunden. Denn er hat die selbene Erkenntnisprozesse durchgemacht wie ich. Ich hoffe, dass seine Worte auf Grund seines Ethos mehr Gewicht haben, als meine und ich so meiner Erfahrung ein Stück mehr Sachlichkeit verleihen kann. Vielleicht habe ich diesen Satz auch nur für mich selbst geschrieben und sollte Toms Buch als Bestätigung meiner Erfahrungen mal selbst ernster nehmen. Ja meine Seele spricht hier zu mir.

Über meine Erfahrungen mit Glaubenssätzen wollte ich schon lange mal einen zusammenhängenden Text schreiben. Tom hat meinn Text zum Thema Glaubenssätze ergänzt und den Leser meines Threads mit der Grundhaltung bekannt gemacht, die ich selbst nutze, wenn ich mich mit übersinnlichen Themen beschäftige. Das hätte ich nicht besser ausdrücken können, als Tom. Daher nahm ich seine Worte zur Hilfe.

Ich hatte mich jedoch mehr mit der praktischen Arbeit bzgl. Glaubenssätze beschäftigt. Ich verwendete den Glauben als bewusste Technik und fragte mich wie verändere ich durch bewusste Glaubenssatzarbeit meine Realitätswahrnehmung. Tom ist in seinen Texten etwas mehr auf unbewusste persönliche und kulturelle Glaubensätze eingegangen. Seine Warnung kulturellen Glaube und  Wissen miteinander zu verwechseln, empfinde ich als sehr wertvoll und liefert das fehlende Pendant zu meinem Text über Glaubenssätze. Es gibt aber auch sehr viele Überschneidungen, die ich nur etwas anders versprachlicht habe.

MBT online lesen

Das Buch My Big Toe ist leider nur auf englisch öffentlich zugänglich. Auf englisch ist sogar die Version öffentlich, die alle drei Teile der Triologie enthält. Hier kann man das Buch zur Zeit offiziell auf englisch in Google Docs lesen: https://www.tom-campbell.de/de/buch

Wenn ihr jedoch den Titel in der Google Such Maschine eingebt, findet ihr ein PDF des selben Dokumentes  als download. Es gibt mehre Seiten über Toms MBT, auf deutsch und englisch und auf einer älteren Seite gab es das PDF auch mal zum herunter laden. Ich finde diese ältere Seite so wie ich sie in Erinnerung hatte, gerade nicht mehr, aber früher konnte man die englische MBT Version auf jeden Fall als Download auf seiner offiziellen Seite runter laden. Es gibt mittlerweile neue Auflagen und es kann sein, dass er die neue Auflage dann nur noch als Docs Dokoment öffentlich gemacht hat, das PDF aber immer noch überall im Netz verfügbar ist.

Auf deutsch ist das Buch My Big TOE in drei Teile gesplittet. Amazon Kindle erlaubt abgesehen davon eine Kopie einer bestimmten Menge von Zeichen, derer ich mich bedient hatte. Leider gibt es bisher nur das erste Buch als Kindle Version. Teil 2 und 3 gibts auf deutsch bisher erst als Papier Buch.

Toms Park

Vor kurzem ist Toms viertes Buch, " Tom`s Park" bisher nur auf englisch erschienene. Das Buch kostet 80 Euro. Ja uff. WTF. Ich hatte schon gefragt, ob das ein Versehen war mit dem Preis, bekam aber als Anwort dass Toms Park ganz ähnlich wie das Gateway Programm von Monroe ein Art Workshop sein soll, der Menschen über viele Jahre bei ihrer Selbsterkenntnis begleiten und sie befähigen soll Mentalreisen zu erlernen. Ich bekam die Antwort, dass es das Wert sein soll. Schon ein seltsamer Umschwung von Open Source zu so einem Preis.

Zitat:Tom's Park ist ein Spiel/Handbuch/Werkzeug, das Ihnen helfen soll, Ihre intuitive Seite zu entwickeln, in einem intuitiven Raum zu arbeiten, ohne dass Ihr Intellekt den Prozess stört, Ihre Fähigkeit, kreativ zu sein, zu verbessern und es Ihnen zu ermöglichen, sowohl komplexe Probleme zu lösen als auch größere Bilder zu sehen. Es wird Ihnen helfen, Ängste abzubauen, Vertrauen zu gewinnen und Ihnen Wahlmöglichkeiten zu geben, die die Qualität Ihres Bewusstseins verbessern werden.

Die Erfahrung von Tom's Park besteht darin, dass Sie zunächst Ihre Vorstellungskraft nutzen, um Ihre Gedankenwelt in einen äußerst nützlichen und wertvollen virtuellen Realitätsschutzraum zu verwandeln, der jenseits der physischen Realität liegt. Eine Realität, in der Sie Ihr Potenzial voll entfalten können - sowohl als Mensch als auch als Bewusstsein. Ihre Reise durch Tom's Park kann Jahre, sogar Jahrzehnte dauern - aber mit Geduld und Ausdauer wird der Schmerz der kleinen Bilder schließlich durch die Freude der großen Bilder ersetzt werden.

Was Toms Park so besonders macht, ist, dass er vom Larger Consciousness System (LCS) mitbetreut wird. Das LCS erzeugt einen unabhängigen Datenstrom, der perfekt mit dem Datenstrom Ihrer Vorstellungskraft übereinstimmt, so dass Sie nahtlos in eine lehrreiche, nicht-physische Erfahrung eintauchen können, ähnlich wie bei einem Virtual-Reality-Spiel für einen Spieler. Tom's Park wird als eine unabhängige virtuelle Realität innerhalb des Larger Consciousness System (LCS) definiert, genau wie unser sogenanntes "physisches" Universum (PMR).

Quelle: Amazon

Wie es aussieht könnte dieses Buch einige der Frage beantworten, die mich seit vielen Jahren beschäftigt haben: "Wie macht Tom das? zb dass er in verschiedenen Realitäten gleichzeitig lebt. Dass er dort in 3 D in NPMR eintauchen kann. Dass er sich durch Raum und Zeit bewegen kann." Ich kann es kaum erwarten, dass das Toms Park auf deutsch erscheint.

Ich hatte unter anderem mit der My Big Toe Triologie nochmals begonnen, weil MBT den theoretischen Unterbau zu dem eher auf die Praxis ausgelegten Workshop Toms Park darstellt. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ich mit dem Theorie Teil fertig bin, auch weil ich paralleil immer viele Nieschen öffnen. Ich hoffe dass danach Toms Park auf deutsch erscheint und ich nahtlos zu diesem Teil übergehen kann. Ich erhoffe mir dann dass das Ganze meine praktischen Erfahrungen mit NPMR vertiefen wird.

Ich hatte in den vergangen Wochen wieder viele neue Erkenntnisse bzgl. meiner Praxis der Mentalreisen und für mich gehen beide Themengebiete ineinander über. Denn ich hatte intuitiv verstanden, dass Tom über die Praxis des Mentalreisens in diese vertieften die Zustände kommt. Er hatte irgendwann gar keine Übergangsphänomene mehr wie Einschlafen ein Übergangsphänomen ist.

Vor allem stellte ich erstaunt fest, das Tom die gleichen Techniken benutzt wie ich. Ich glaube nur er ist da wirklich viel weiter als ich, sowohl von seiner sprituellen Entwicklung her,  als auch von seinem theoretischen Wissen. Deshab hebe ich ihn gerade so weit empor, weil ich ihm ganz bewusst die Authorität gebe, mir ein Vorbild zu sein, solange er mehr weiß als ich, möchte ich von und mit ihm lernen. Ich hätte ja diesbezüglich lieber einen realen Lehrer gehabt, aber vielleicht geht es durch  meine Anbinung an das LCS welches mir alle notwenigen Fragen beantwortet auch so. Ja vielleicht muss es genauso sein, obwohl ich so gerne eine Art Zuflucht hätte bei jemandem der sich in den NPMR auskennt. Nun ich habe es gerade erkannt. Tom ist scheinbar der Lehrer nach dem ich immer gesucht habe. Ich kann mich im allgemeinen sehr gut für andere Menschen begeistern, wenn sie mir in ihrer Entwicklung überlegen sind. Ich kann ein guter Schüler sein.

Ich glaube jedoch, dass ich etwas habe, was Tom nicht hat und das ist meine Angst. Als Tantriker ist Angst jedoch kein Problem, sondern etwas was mich befähigt weiter zu denken als er. Die meisten Sprituellen Lehrer sind nicht in der Lage Schüler zu sein. Interessanter Weise kann ich auf diese Weise so viel Widersprechen und Klugscheissen wie ich mag. Lehrer die nämlich auch Schüler sein können, wenn man ihre Konzepte dekonstruiert, ohne das sie Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben, sind Mangelwahre.

Ich hoffe ich, dass sich gewisse menschliche Blockaden bzgl der NPMR, mit der Hilfe meiner persönlichen Hingabe und meines psychologischen Wissens erforschen und erlösend erklären kann. Tom sieht das ganze ja sehr kühl und technisch, also eher aus der männlichen Perspektive und ich glaube ich kann durch meine entgegengesetze sehr sensitive Persönlichkeit genau diese Lücken schließen, die sich dadurch ergeben. Ich weiß also intuitiv schon, dass ich dazu berufen bin, was hier gerade geschieht. Das ist einfach meine Rolle in diesem Spiel. Aus meinem LCS kenne ich meinen Wert in diesem Spiel, aus meinem Ego kann ich das nicht glauben, dass ich das tun soll. Deshalb ist es auch anziehend, jeder zweite Satz den ich hier schreibe, den schreibe ich jenseits meines Selbstbildes. 

Nicht Wissen

Ich glaube dass es besser ist, nichts zu wissen, als an seinem kulturellen Wissen anzuhaften. Ich glaube wir müssen uns fragen, wann dient mein Wissen dem aufrecht erhalten meines Egos? Wann dient Wissen dazu, meine Selbstwertgefühl zu stärken? Wann dient Wissen meinen Machtgelüsten? Wo nutze ich Wissen als Machtmittel? Und was wäre denn, wenn ich mal offen eingestehe, ich weiß hier im Grunde gar nicht genau was Sache ist. Vielleicht habt ihr ja Lust dieses Thema mit mir zu diskutieren? Welchen Wert hat Unwissenheit? Welchen Wert hat Naivität? Sind Wissen und Nicht Wissen eins?

In der Aufzeichnung von Platon über Sokates Rede las ich mal, das Sokarates sogar gesagt haben solle, dass sein Nicht Wissen ihn dazu befähigen würde, mehr zu Wissen, als diejenigen die Wissen haben. Da stand nicht nur: Ich weiß dass ich nichts weiß. Da stand sein Nicht Wissen deutet Sokatres höher als das Wissen. Für diese Aussage ist er dann getötet worden. Logisch denn er hat die anderen ja erniedrigt, die Teil seines eigene Höheren Selbst waren. Wie heisst es triffst du eine Buddha dann töte ihn. Das ist im übrigens auch das Problem vieler anderer Mystiker gewesen. Was denkt ihr über diese Aussage von Sokrates?

Im übirgen lade ich euch wie immer ein euch zu meinen Texten zu positionieren. Nur eben sachlich, ohne Schwubler-Beschimpfungen, weil ich beim Inhalte meines Threads bleiben möchte. Für sachliche Kritik deren Ziel der Erkenntnisgewinn ist, bin ich immer offen. Ich mag nur keine Kritik, die der Entwertung anderer Menschen dient. Also fühlt euch eingeladen euch hier zu beteiligen. Fragen sind auch immer sehr nützlich. Manchmal sind Fragen sogar nützlicher als Antworten.

Wissensauthoritäten und Projektionen

Dass ich für diesen Prozess noch Fremd Zitate bauche, zeigt dass ich diese Themen noch nicht selbstständig formulieren kann. Wenn ein Wissensthema vollständig integriert ist, muss man sich nicht mehr an äußere Wissensauthoritäten anlehnen. Zitate sind Übergangshilfen. Man bedient sich der Authorität eines andere Menschen. Wenn man das Wissen dieses Menschen vollständig integriert hat, braucht man diese äußeren Wissensauthoritäten nicht mehr. Nur besteht diese Authorität aus mehreren Aspekten. Ich weiß nicht ob ich jemals verkörpen kann, was ein Tom Campbell verkörpert. Ich kann mir sein Wissen aneignen, aber ich werde immer Steffi sein, die in einer bildungsfernen Familie aufgewachsen ist. Also muss ich andere Skills haben, die mich befähigen werden das auszudrücken was mir so wichtig ist. Es muss ja einen Grund haben, dass ich hier Stunden sitze und meine Gedanken formuiliere.

Letztlich ist Tom Campbell für mich eine Projektion. Ich habe ihn als meine Projektion erkannt. Er ist etwas was ich anstrebe, auch wenn ich das was er darstellt auf eine andere Art verkörpern werde. Er ist ein ganz bestimmter Archetyp, in einer modernen Form. Er ist der Archetyp der männlichen Weisheit. Er verkörpert die Tarot Karte des Hohepriesters. Diese Karte hat immer schon eine große Anziehung auf mich ausgeübt, weil ich das werden will. Ja er ist mein Werden. Ich projiziere diesen Archetyp in Fom von Tom nach Außen, weil er ein Teil meines Selbst ist, den ich eines Tages verkörpern möchte. Er ist definitiv ein lichter Teil meines Selbst. Er ist eine sehr positive Projektion. Man könnte auch sagen, er ist ein lichter Schattenanteil meines Ichs.

Für das was ich ich hier machen will, brauche ich Toms Form jedoch noch als Gegenüber, weil ich als Steffi Ego kein Physiker bin und deshalb kein Wissen über das Thema bessitze und keine Authorität diesbezüglich für andere Menschen bin. Wenn ich über meine Erkenntnisse über die Zusammenhänge der Realität schreibe, werde ich oft nicht ernst genommen, weil mich die meisten Menschen in die Esoterik-Spinner Ecke einsortieren. Wenn Tom jedoch im Kern das Selbe sagt wie ich, dann erhoffe ich mir bessere Chancen, dass beim Leser zumindest die Chance besteht, dass meine Aussagen mal in einem anderen Licht gesehen werde, nämlich als Inpiration zu neuen integralen Denkweisen. Denn das ist mein Ziel bzgl. meiner Außenwirkung: Eine Inpiration für andere zu sein. Nur dann ich ich ich selbst sein.

Progression vs Regression sind Eins

Ich habe als ich mich mit Astrologie mal kurz beschäftige, verstanden dass mein Widderzeichen eine sehr progressive Kraft ist. Abgesehen davon, weiß ich noch nichts über Astrologie. Ich bin so eine Art Pionierpfanze, die neue Denkweisen vorbereitet. So wie eine Birke eine Pionierpfanze ist und sich als erstes in neuen Wald Gebiete ansiedelt und andere Baumarten sich erst später ansiedeln, wenn die Birke die Umgebung vorbereitet hat.

Es gibt auch entgegengestezte Kräfte zu mir, die eher regressiv sind und die progressiven Entwicklungen  stetig aufhalten wollen. Die regressiven Kräfte, dienen u.a. dazu unsere Realität stabil zu halten. Stellt euch mal vor, unsere Welt würde nur aus Menschen wie Elon Musks bestehen, dann würden wir in einer Welt leben, die sich so schnell bewegt, dass wir die Dinge nicht sehr tief durchdringen würden. Wir würden komplett die Bodenhaftung verlieren. Regression bringt also auch Erdung und Tiefe mit sich. Es gibt Menschen wie mich, die lieben einfach die Flexibilität des Geistes und es gibt andere Menschen,die bevorzugen die Beständigkeit und erweisen sich als Hüter der Traditionen. Jedes Ego hat seine ganz persönlichen Gründe, warum es das eine oder andere mehr mag und dient dann diesem Sinn. Wir arbeiten aber alle an einem höheren Ganzen.

Aus Seelensicht gibt es keinen Streit zwischen den progressiven und des regressiven Kräften. Viel mehr sind sie ein Team, des einen Ganzen Kosmos. Das möchte ich auch nochmal zu den Menschen sagen, mit denene ich gelegendlich anecke und streiten muss. Aus meinem Ego heraus muss ich meine Rolle als progressive Kraft erfüllen. Ich werde von progressiver Energie getrieben und fühle eine beklemmede Enge wenn ich regressiven Kräften ausgesetzt bin. Progressive Gedanken begeistern mich und lösen Glückszustände in mir aus. Aus höherer Sicht sehe ich das völlig wertfrei. Aus meiner Steffi Ego sicht, ist Regression für mich sehr schwer auszuhalten, weil ich mich dann in meiner Freiheit eingeschränkt fühle. Mein Ego möchte die regressiven Werte überwinden und sich hoch schwingen in einer andere nicht materielle Daseins Form.

Ich weiß nicht ob und wie ich die Anhaftung an die Progression überwinden kann und soll? Vielleicht kann ich das Regressive  mehr als weisen Gegenspieler verstehen?

Mir ist auch bewusst wie belehrend ich dann immer erscheinen mag, aber das gehört eben auch zu meiner Rolle. Lieber wäre mir ja wenn das Universum mit mit dem was ich an Inspiration geben möchte an einen Ort bringt, wo genau das was ich zu geben habe, erwünscht wäre. Da ich aber hier bin, fürchte ich, ich muss mein Unbehagen mit meiner Rolle überwinden. Ich zweifel sehr oft an mir. Vielleicht ist es meine Aufgabe den Zweifel an meiner Rolle zu überwinden? Deshalb starte ich immer wieder solche Projekte, wissend wie sehr ich mit meinem Denken im Mainstream anecke.

Sich einer der Authorität einer fremden Person bedienen

Es gibt eine eine ziemlich große Überschneidung, zwischen dem was ich auf meinem Weg der Selbsterkenntnis für mich Selbst herausgefunden habe und was Tom Campbell sagt.

Ich sehe viele Menschen die sagen, sie würden sich für die Positition von Wissenschaft und den Werten der Aufklärung einsetzen. Aufklärung ist ein Fortwährender Prozess, ja eine Haltung und kein fester Zustand. Für mich hat die Wissenschaft jedoch keinen festen Standpunkt zum Thema Bewusstein. Jeder Wissenschaftler der sich mit dem Thema auskennt, wird sagen, wir wissen fast nichts. Das ist die Haltung über die ich hier spreche: Nicht Wissen. Dazu möchte ich euch motivieren, euch zu überlegen, welche Vorteile es hätte, nichts zu wissen?

Ich weiß dass meine Projektionen auf Menschen, die mich nicht ernst nehmen, die auf mich womöglich herabschauen, eigene Anteile sind, die sich nur im Außen zeigen, weil sich meine Welt auf diese Weise in allem spiegelt. Ich muss das überwinden, indem ich noch mehr ich selbst bin. In meiner Auseinandersetzung mit Tom hoffe ich auf die Verschmelzung rationalen Wissen und intuitiver Weisheit. Aber bis dahin ist es vielleicht noch ein Weg.

Ablösung von äußeren Wissensauthoritäten

Zum Beispiel schrieb ich vor zwei Wochen meinen ersten längeren Text über die Integrale Theorie. An der Stelle brauchte ich zur ersten Mal kein einziges Fremd Zitat von Ken Wilber oder einem anderen Integralen Autor, um meine inneren Erkenntnisse mit rationalen Worten anderen Menschen zu erklären. Ich war fähig einen Sachverhalt ganz ohne äußere Integrale Authorität zu erkären. Da wusste ich, jetzt ist dieses Modell mit dem ich mich so viele Jahre beschäftigt hatte, so vollständig in mir integriert, dass ich es mit eigenen Worten und mit meiner eigene Authorität, nämlich die Authorität meiner persönlichen Erfahrung erklären konnte.

Als Kind hatte ich mal die Vision, dass ich die Unendliche Perspektive finde. Ich erlebte einen Samadhi draußen beim Spielen auf meine Lieblingswiese. Es war eine besondere Situation, denn vor mir landete ein Bussard. Direkt vor mir. Das ist das Krafttier welches für den Aspket des Beobachters in meinem Bewusstsein steht. Es war ein symbolisches Zeichen und vor allem erlebte ich damals ein Gefühl der Einheit. Als ich anfang 30 war las ich das erste Buch von Ken Wilber und wusste, was mit der Unendlichen Perspektive gemeint war. Als ich Ken Wilber kennen lernte, wusste ich wie sich diese Unendliche Perspektive in mir ausdrücken würde. Er ist im Ennegramm eine 5 genau wie ich, liebt er es alles miteinander zu verbinden.
Und dann dauerte es nochmal ca 10 Jahre, bis ich das Gefühl hatte, jetzt habe ich die Integrale Theorie von Wilber auf meine individuelle Steffi Weise verinnerlicht. Ich weiß dass es mit Campbell jetzt das Selbe ist. Ich laufe nicht so blind durch die Welt wie früher. Ich sehe oft welchen höheren Sinn eine Erfahrung hat und doch muss ich sie machen, weil ich auf dem Weg lerne.

Ein Zitat sagt somit aus: Ich habe das noch nicht so weit verstanden, dass ich es selbst erklären kann. Ich bediene mich hier eines Menschen, der weit mehr über die physikalische Realität und NPMR weiß als ich, denn er kann das in Worten ausdrücken, was bei mir noch einzelne intuitive Erkenntnisse sind. Ich erhoffe mir, dass ich was das Thema physikalische Realität angeht, eines Tages ebenso selbstständig über das Thema sprechen und schreiben kann.

Seriöse Quellen im Außen brauchen wir so lange wir selbst nicht kritisch genug denken können. Ich hätte alldas nie in Frage stellen können, wenn ich studiert hätte. Aber ich habe jetzt den anderen Salat, nämlich den, keine Authorität zu haben, mit meinen intuitiven Erkenntnissen allein. Andererseits vielleicht hätte mich mein kulturelles Wissen dann blockiert, wenn ich gebildeter währe? Manchmal lachen mich die Gebildeten aus. Manchmal lache ich die Gebildeten aus.

Das rhetorische Dreieck: Ethos, Pathos, Logos

Ethos ist die Glaubwürdigkeit des Sprechers oder Schriftstellers. Um ein Publikum für ein bestimmtes Thema zu gewinnen, muss sich die Person, die die Informationen präsentiert, zuerst als vertrauenswürdig erweisen oder als jemand, der viel Erfahrung mit dem Thema hat. Als Erzieherin die sich ihr ganzes Leben mit Psychologie beschäftigt hat, habe ich eine gewissen Ethos über Entwicklungspsychologie, der gilt aber nur für Menschen die diesem Thema eine Bedeutung geben. Die Anzahl derer ist klein.

Ich werde jedoch nie die gleiche Authorität wie Tom haben, denn ich bin kein Physiker und mein Beruf hat nicht die gleiche Anerkennung in der Gesellschaft. Da könnte ich mich auf den Kopf stellen und die nächsten 30 Jahre Physik lernen. Man kann eben kein andere Menschen sein, als der Mensch der man ist.

Ich glaube gleichzeitig, wir sind alle perfekt so wie wir sind, nur ist das manchmal schwer das auch zu sehen. Wenn ich sehe dass Tom von seiner Umwelt nicht in dem Ausmaß in Frage gestellt wird, sondern bewundert wird, dann bin ich manchmal sehr neidisch, während ich das selbe erfahren habe und man mich Schwurbler nennt. Ich glaube aber das das daran liegt, dass ich mich selbst noch nicht tief genug erkannt habe, weil ich sonst wüsste, dass meine Fähigkeiten genau dem entsprechen, dass ich mein eigenes Paradies auf Erden finden kann.

Wo ich auf Tom neidisch bin, da habe ich mich wieder im Außen verloren und bin ich Vorstellungen verfangen, die womöglich gar nicht wahr sind. Ich möchte das gerne Erkennen was ich da noch nicht sehe. Ich glaube es sind meine weiblichen Fähigkeiten, das göttliche Kind und die Tiefe, aber ich weiß nicht wie ich das offensiv als Stärke leben soll, denn all das bekommt in meiner Kultur absolut keine Anerkennung. Wie kann man Stärken leben, die die Umwelt abwertet? Wie kann ich meine weiblichen und kindlichen Stärken genauso schätzen, wie das was Tom hat? Schätze ich diese Aspekte noch nicht genug? Wo sehe ich da etwas nicht?

Der Logos stützt sich auf Argumente, Beweise und Fakten. Der Logos spricht die rationalere Seite des Publikums an. Ich arbeite hier dennoch gerade an meinen Logos Skills. Ich glaube, ich kann zumindest einen grundsätzlichen Teil des physikalischen Weltbildes verstehen und in mein integrales Denken, welches sich hauptsächlich in einer psychologischen Sprache abspielt, integrieren. Ich habe mittels Psychologie nämlich keine Konzepte für Objekte und Materie, die keine Lebewesen sind. Zur Zeit verlaufen meine Gedanken die meine Logos Skills erweitern sollen, noch im Wechselspiel mit Tom´s Werk.

Aus Sicht des großen Ganzen - LCS

LCS = Larger Consciousness System

Letztlich ist Tom auf der Ebene des LCS keine Person. Das ist nur aus der Sicht des Egos so. Aber verlassen wir mal diese einseitige Realitätssicht. Wenn ich aus der Sicht seines MBT Modells schaue, dann ist das was Tom und sein Modell darstellt, eine Bewusssteinseinheit, die anderen Bewusstseinseinheiten die Möglichkeit gibt, sich auf der Ebene von Wissenschaft mit spirituellen Erfahrungen zu beschäftigen. Diesbezüglich bin ich eine Übermittler-Einheit von Information für alljene die diese Infomationen ebenfalls in ihr System integrieren wollen. Auf diese Eben gibt es weder eine Trennung von Wissenschaft und Spritualität, noch von Innen und Außen. Da sind wir alle einfach Datenströme. Sowohl, Tom als ich ich, als auch ihr, sind einfach Datenströme.

Tom oder sein Buch ist dabei nicht getrennt von mir. Ich führe hier im Grunde ein Selbstgespräch, nur dass ich die Anteile die Tom repäsentiert, noch nicht als mein Selbst betrachte, solange ich kein rationales Verstehen der physikalischen Realität habe. Ihr seid auch nicht getrennt von mir. Nur euer Ego trifft diese Wahl, euch getrennt zu fühlen. Zum Beispiel wenn ihr mich in eine Esterik- Schublade steckt, während ihr euch in die Wissenschafts-Schublade steckt, verschließt ihr eure Bewussteinseinheit, einfach nur davor diese Datenströme zu empfangen. Vielleicht würdet ihr davon zu heiß laufen.  lol

Es ist gut möglich, dass ich dieses auf physikalischen Weltbild beruhendes Wissen eines Tages intuitiv abrufen kann, aber bisher fehlen mir noch grundsätzliche Konzepte, um das Wissen dann auch mit meiner Umwelt sprachlich zu teilen. Warum ich letztlich dieses Spiel mit mir selbst spielen muss, obwohl ich ja weiß, dass meine Umwelt nicht getrennt von mir ist un dich sowieso alles bin was hier existiert, ist mir ein Rätsel. Ich tauche da immer wieder ein, bis ich wieder auftauche.

Die Bewusstseinseinheit die ich bin, läd in der Beschäftigung mit Toms Big TOE einen Datenstrom von seiner Bewusstseinseinheit herunter und teilt ihn mit allen Bewusstseinseingeiten, die um mich herum existieren und auf meinen Datenstrom zugreifen wollen. Schon der Downloadprozess ist virtuell, aber so sind eben die Gesetzmäßigkeiten.

Sinn?

Wenn wir uns entwicklen, macht das Sinn. Wenn Entwicklung selbst auch ein Teil der virtuellen Realität ist, dann gibt es nichtmals einen Sinn von alldem. Tom sagt der Sinn wäre die Veringerung von Entropie, aber wenn wir das als Weltenseele eh schon alles und Ganz sind, dann macht auch das keinen Sinn.

Manchmal würde ich einfach gerne ankommen in einem Da-Seins-Bereich, wo ich auf eine Umwelt treffe, die sich durch meine Fragen und meine radikale Ehrlichkeit positiv inspiriert fühlt und damit in Resonanz geht. Ich frage mich wie das wohl wäre? Das hatte ich noch nie.

In Beziehung sein mit der Umwelt

Die Bindung an diese Gesetze des Kollektivs sind ein Bezug nehmen, auf diese Selbstanteile. Es ist ein sich auf das kollektive Spiel einlassen. Das könnte man auch als ERDUNG bezeichnen. Sich auf die rationale Welt einlassen, obwohl man weiß, dass das die rationalen Konzepte aus der Sicht der Seele Illusionen sind, dient dem im Kontakt sein mit der Umwelt. Man könnte es auch MlTGEFÜHL nennen. Erdung und Mitgefühl ist das Gleiche, nur aus einer anderen Perspektive. Das eine ist eine materielle Sicht, das andere eine Emotionale Sicht.

Dieser Kontakt mit der rationalen Welt ist mir wichtig, weil ihr mir wichtig seit. Weil du und ich, nicht getrennt sind. Nichtmal dann wenn wir über unsere Differnzen streiten, sind wir letztlich getrennt. Wir tun das um uns zu entwicklen oder um uns neu zu konfigurieren.

Es wäre mir nicht dienlich, wenn ich ständig in dieser "ich schwebe über allem, und bin mit allem verbunden, weil ich keine Ego habe Haltung" wäre, wie ich es jetzt gerade tue. Sich ganz mit der Welt der Formen zu verbinden, bedeutet die Spiele der Welt mitzuspielen und ganz in die Rolle des Egos zu gehen. Ich habe genau hier immer wieder tiefe Erkenntnisse gefunden.

Jesus sagte: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Jesus meinte damit das Ich. Wer das Ich ausgrenzt, der trennt sich vom LCS und hält das Ego somit aufrecht. Deshalb sagt Jesus nehme das Ich vollständig an, dann kannst du dich mit Gott verbinden, oder mit dem LCS wie Tom sagt. Man kann das Wort Synonym verwenden.

Intuitve vs. Rationale Erkenntnisse

Erkenntnis ginge auch anders, nämlich rein intuitiv, zb durch ein mystisch - schamanisches Weltbild, aber damit kann ich 2022 nicht mit den Menschen in meinem Kulturkreis interagieren und würde so einen Teil von mir selbst aus mir auschließen. Sonst hätte ich mich im purpurnen Mem in Peru inkarniert oder im blauben mystischen Mem im Mittelalter. Dass ich mit dem was ich in meinem Inneren erlebe scheinbar nicht in die aktuelle Umwelt passe, kann nur bedeuten, dass ich irgendeinen Weg finden muss, diese beiden Seiten (Rationalität und Intuition) miteinander zu verbinden. Interagieren kann ich in meiner Umwelt nur dann, wenn ich für meine spirituellen Erfahrungen eine rationale Sprache finde, die in meinem Kulturkreis angemessen und anerkennt ist.

Wie bereits mehrfach erwähnt, geht es mir nicht um einen Wettbewerb zwischen Spiritualität und Wissenschaft, sondern um eine integrale Fusion beider Sichtweisen. Ich suche eine Integration mit der beide Seiten sich einverstanden zeigen können. Diesen Punkt habe ich noch nicht erreicht. Das haisst nur ich bin noch nicht am Ende meines Weges. Ich glaube aber das das möglich ist auch wenn ich noch nicht weiß wie.  Im integralen Modell heisst es, dass der Mensch auf der Ebene von Turkis diese Aufgabe meistern wird. Ich erlaube mir, so lange herumzustolpern, so lange per Versuch und Irrtum zu experimentieren, bis ich vollstens verstehe, wie so eine Einheit aus turkis und orange aussehen kann, mit der sich Menschen beider Systeme wohl fühlen könnten.

Zu Schweigen ist für mich dabei keine Option. Viele Spirituelle lösen das Dilemma zwischen Rationalität und Intuition durch Schweigen, aber ich fühle all die Ungereimtheiten, die in diesem Schweigen meiner spirituellen Umwelt verborgen liegen und weiß, dass wir es aussprechen müssen, damit wir uns selbst realisieren können. Ich weiß auch wie oft ich mich damit selbst in die Nesseln setzte und wie voft ich Menschen beider Sichtweisen vor den Kopf stoße, aber ich bin mehr an der Wahrheit interessiert, als an allem anderen. Wer diese beiden Seiten in sich verbinden will, der findet nahezu keine Zuflucht mehr, weder bei den Rationalen noch bei den Spirituellen. Integrale findet man selten, selbst unter Integralen. Erst die Wahrheit wird mein Frieden sein.

Wenn wir mit der Umwelt in Beziehung, ja im Kontakt sein wollen, weil wir anerkennen, dass wir das auch sind, ist die Anerkennung der kultuerellen Normen notwendig. Wenn ich in Deutschland lebe, indem einen Land indem das orange Mem (Wissenschaft) zur kultuerellen Identität gehört, muss ich einen Weg finden, meine spirituellen Erfahrungen anderen Menschen zugänglich zu machen, die sich auf dem orangen Mem bewegen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Menschen, die im orangen Mem leben, ein Stück weit  verstehen, dass ihre Identität zu einem großen Teil auf einem Paradigma, ja auf einer Ideologie beruht, die sie dazu verleitet sich mit ihrem Paradigma als Höhepunkt der geistigen Evolution zu fühlen, während das ... naja nicht so ganz wahr ist, weil es ja noch weitere Paradigmen gibt.

Ich hoffe das einige Menschen die sich bisher mit dem orangen Mem identifizieren, ihr Ego überwachsen können. Ich wünsche mir dass orange immer mehr erkennt, dass sich der Geist weitet, wenn man die Anhaftung an die Ideologie loslässt und das Wissen dadurch umfassender wird. Ja ich möchte eigendlich etwas geben und zeigen dass das Loslassen von Ideologie kein Verlust von Selbstwert, sondern ein Gewinn von Wissen ist. Dem entgegen steht aber das Streben nach Macht, welches auf orange noch sehr aktiv ist. Ich weiß auch nicht, ob man dieses Streben nach Macht läutern kann. Es könnte sein, dass die wenigsten ihre orange Macht freiwillig abgeben und einige erst einen Weg durch die Dunkelheit gehen müssen, bevor sich Offenheit zeigt.

Insgesamt geht es doch nur um einen ausgleich zwischen den Paradigmen. Wenn man Anhaftungen verliert, verliert man nie Wissen, man verliert nur den engstirnigen Tunnelblick der einen Denken lässt, dass dahinter die Welt zu Ende ist. Immer, ja immer habe ich erfahren, dass dahinter eine noch viel umfassendere Wahrheit hervor trat und die Welt weit komplexer und freier ist, als ich dachte. Warum sollte man sich diese Möglichkeit verwehren?

Das Sprituelle Ego läutern

Das ist eine sehr schwere Aufgabe, für jemanden der sich mittels seiner Intuition über diese kultuerellen Normen des Denkens hinweg bewegen kann. Für mich persönlich ist dieses schwer, weil ich keine umfassende Naturwissenschaftliche Bildung habe. In meinem Fall bedeutet dass, zu sagen ich habe keine Ahnung von Physik. Es ist die Läuterung des sprituellen Egos.

Das machen Spirituelle Egos nicht gerne, denn das Spirituelle Ego hat den Zweck sich selbst zu erhöhen, Selbstwert zu generieren und so das eigene Selbstwertgefühl zu stabilisieren. Hier ist die Paralleile zur Anhaftung an das Orange Mem. Wir schenken uns da nichts. 

Ich habe jedoch verstanden, dass wahre Einheit erst geschieht, wenn das Bedürfnis sich zu erhöhen nicht mehr notwendig ist, weil es gar keine Trennung mehr gibt und jede Erhöhung somit die Einheitserfahrung wieder unterbricht. Dafür muss man natürlich mit der Ohnmacht und mit allen Minderwertigkeitsgefühlen sein können, was oft erst am Ende des Trauma Heilungs Prozesses möglich ist. Das passiert in der Regel im Sprung von einem Mem auf s nächste. Wobei dieser Sprung oft ein sehr zäher Sterbeprozess ist. So wie wir alles es bei Corona erlebt habem. Das hat kein Spaß gemacht hat uns aber in unserer Entwicklung voran gebracht. So in etwas ist Ego Sterben.

Ich wollte aber auch nicht denken, dass das eh niemand versteht oder umsetzten kann, weil es ja auch mich gibt. Also muss es auch andere wie mich geben, die an diesem Punkt sind und springen wollen. Ich muss ich diese Spaltung in mir schließen und nochmal sagen, ich weiß ja so wenig. Das ist irgendwie wie eine geistig-emotionale Kreuzigung, der man zustimmen muss. Das tut man oft nur dann, wenn man gewzungen wird. Das ist es leidvoll. Wenn man sich aber aus Neugiere öffnet, kann es auch eine positives Abenteuer sein.

Bzgl. der Psychologie als Geisteswissenschaft konnte ich meine innere Spaltung schon sehr weit auflösen, weil ich mich wirklich viele Jahre damit beschäftigt habe, bzgl der Naturwissenschaften, klafft da aber noch eine riesige Lücke zwischen meinem Ego und meinem Höheren Selbst. Ich hoffe, dass auch andere Menschen diese Chance sehen und diese Spaltung in sich selbst erkennen mögen und vielleicht mit mir zusammen Wege finden, wie wir Brücken bauen können, zwischen der Esoterik und der Wissenschaft.

Es gibt intuitive Möglichkeiten sich mit Wissen zu verbinden, aber ich habe herausgefunden, dass ich die Trennung mit der Welt nicht auflösen kann, wenn ich mich alleine auf die intuitiven Methoden beziehe. Mit anderen Worten: Man kann tiefe sprituelle Erkenntnisse haben, Gipfeszustände, aber wenn man diese nicht mit der Wissenschaft vereinbaren kann, dann hakt noch etwas bei der Erleuchtung.

Die Einsicht gilt aber auch umgekehrt, man kann viele wertvolle Erkenntnisse als Wissenschaftler haben, aber wenn diese im Widerstand mit Paranormalen Phänomenen stehen, dann besitzt man noch nicht die Offenheit, die ein echter Wissenschaftler haben sollte. Falsifizieren muss man in beide Richtungen, wenn man es richtig macht. Man muss vor allem daran interessiert sein das eigene Weltbild in Frage zustellen.

Ich weiß intuitiv, dass sich rationales Wissen und intuitive Weiseheit tiefer verbinden werde. Ich erkunde das Thema von beiden Seiten. Dazu muss ich mehr über Naturwissenschaften lernen. Das Intuitive das muss ich nicht lernen, dass kommt von selbst. Die Tore die Intuitive Erkenntnisse rein lassen, sind bei mir offen. Vielleicht begünstig das eine, das andere?

Ich habe schon ein paar spanndende Paralleilen gefunden, zum Beispiel bzgl. der Lichtsprektren aus Sicht der Physik und der Chakrenlehre. Aber es ist zu früh etwas darüber zu sagen und ich werde an der Stelle nicht nocht nochmal den Fehler machen, mich dazu hinreißen lassen, mich auf meine subjektiven Einsichten festzulegen. Ich muss mal schauen, wie ich solche Einheitserkenntnisse von Physik und Magie zukünftig formulieren kann, ohne das sich das orange Mem, wieder vor den Kopf stoße.

Vielleicht finde ich eine angemessene Form, der Fragestellung? Vielleicht hat ja jemand eine Idee wie man so etwas angehen könnte? Man müsste intuitve Erkenntnissse irgendwie als Frage stellen können, ohne dass diese subjektiven Erfahrungen und Erkenntnisse das orange Mem vor den Kopf stoßen. Wie könnte man sowas formulieren, das das orange Mem mit der Form einverstanden wäre?

Paralleilen in Toms Theorie

Mit prä-rationalen Esoterikern habe ich selbst meine Schwierigkeiten, weil ich sehe, dass sie nur einen Teil der Realität sehen und auf Grund dessen falsche Schlussfolgerungen ziehen. Wissenschaftler mit einem integralen Weltbild sind jedoch relativ selten. Tom ist einer von ihnen. Ich setzte mich hier mit ihm auseinander, um zu verstehen, wie er beide Seiten in sich verbindet. Ich erhoffe mir dadurch Inspriration zu finden.

Ich finde es erstaunlich, dass Tom zu fast den selben Grundhaltung bzgl. Glaubenssätze kam, wie ich. Er hatte da auch einen langen Erkenntnisweg, auf dem er sein eigene Ego, also sein Pseudowissen immer mehr aufgelöst hat. Er war anfangs absolut skeptisch gegenüber esoterischen Themen. Er beschreibt in seinem Buch My Big TOE Band 1 zum Beispiel, wie er sich entgegen seinem wissenschaftlichen Skeptizismus bei einem Kurs für Tranzendentale Meditation angemeldet hatte und dabei enorme Widerstände gegen diesen ganzen esoterischen Kram hatte.

Diesen skeptischen und abwertenden Widerstand gegen Esoterik kenne ich selbst zu gut, denn auch wenn viele Leute mich gerne einseitig in die Schublade Esoterik stecken, komme ich doch eigendlich aus einem eher atheistischen Denken, nur das meine Experimente bzgl Astralreisen, Shared Dreams und Tantra meine Anhaftungen an das orange Mem haben überwachsen lassen.

Das glaubt mir nur immer keiner, weil ich ja heute ein integrales Denken habe und dieses vertrete. Wer nicht orange denkt, wird leicht als Esoteriker einsortiert, weil die meisten Menschen nicht in Kategorien von sowohl als auch denken können. Sie können oft nur in entweder Wissenschaft oder Esoterik denken. Wenn du nicht die Mainstream Sichtweise von oranger Wissenschaft teilst, stecken sie sich in die Schublade von Esoterik.
Die diffrenzierten Zwischentöne nehmen diese Menschen gar nicht war. .

Genau wie bei Tom ist diese Bewusstseinserweiterung bei mir durch selbständige Experimente entstanden. Genau wie Tom Shared Dreams selbst erleben musste, um sich für diese Möglichkeit zu öffnen, musste ich auch Shared Dreams selbst erleben, um zu glauben dass das möglich ist. Ich bin Agnostiker, ich glaube nur was ich selbst erfahren habe. Ich hatte aber nie diese totale Verschlossenheit wie ich sie bei vielen Menschen beoabachte. Ich hatte nie diese feste Idee, dass ich schon alles weiß.

Ich hatte auch meine auf Naturwissenschaftlichen Annahmen basierende Glaubenssätze, die letztlich Pseudo Wissen waren weil sie nicht tief genug gingen. Ich hielt aber nie an diesem Pseudo Wissen fest. Ich habe mich immer belehren lassen. Sowohl von Menschen, von Konzepten und von Erfahrungen. Ich war immer schon sehr offen. Ich hatte eine gute Portion: "Ich weiß es nicht", sowie kindliche Begeisterung und die Hoffnung das diese Welt mehr sein möge, als das was sich mir zeigte, welche mich dazu befähigte, trotzdem dieses Pseudo Wissens, aktiv Experimente zu Shared Dreams zu machen, die meine Weltbild falsifiziert haben, statt zu denken, das geht auf keinen Fall.

Tom hatte auch wie ich die Erfahrung, dass seine AKE´s pausiert haben, weil er sich erst als Mensch weiter enwicklen musste, bevor er nochmal tiefer in die Erforschung der NPMR einsteigen konnte. So war das bei mir auch, ich musste mich erst weiter individuieren.

Dabei fällt mir ein, dass meine und Toms Entwicklungs bzgl. Shared Dreams demnächst mal vergleichen könnte. Er macht dabei eindeutig die bessere Figur als ich, hatte aber auch ganz andere Voraussetzungen als ich. Er hatte als Wissenschaftler im Labor von Robert Monroe auf Grund seines Berufes die optimalen Bedingungen, während ich auf Grund fehlender Bildung nur selbst auf meine kindliche und unbeholfene Weise forschen konnte. Ich hatte auch keinen Lehrer wie Robert Monroe. Ich war immer von Leuten umgeben die mir alles was ich herausgefunden und erreicht habe, abgesprochen haben.

Er hatte ein Team um sich herum, die mit ihm zusammen diese Phänomene erforschten un dsich gegenseitig unterstützt haben. Er hatte Partner, die er Astral besuchen konnte, die ihm ein Feedback geben konnten. Ich hatte so jemanden nur für sehr kurze Zeit, für ca ein Jahr, so dass es gerade mal für meinen persönlichen Evidenzbeweis reichte, dass ich für mich wusste, ja es gibt Shared Dreams. Aber ich hatte dann nicht mehr die Möglichkeit das mit jemanden weiter zu erforschen und zu vertiefen. Und dann traten Blockaden bei mir auf. Tom hingegen hatte alle Voraussetzungen, die Phänomene in NPMR (nicht Physichen Materiellen Realitäten) gemeinsam mit anderen Menschen zu erforschen.

Ich merke gerade wie traurig mich das macht, dass ich nie die Möglichkeit hatte, meine Erfahrungen meiner Umwelt gegenüber irgendwie objektiv zu belegen. Es macht mich traurig, dass bisher keine zweite Person für das Erfoschen der NPMR erschienen ist. Ja das tut mir richtig weh, aber ich vermute dass diese Beschränkung einen höheren Sinn erfüllt, auch wenn ich diesen noch nicht verstehe. Welchen Sinn macht das? Wie werde ich diese Kränkung überwinden?

Es macht mich traurig, weil diese Erfahrungen ein Teil meiner positiven Identität sind und ich so gerne tiefer in diese Ebenen gehen würde und anderen Menschen zeigen möchte was ich erfahre. Besonders das telepathische Fühlen, welches sich im Zuge meiner Experimente einstellte, würde ich so gerne mit einer anderen offenen Person erforschen. Ich kann das nicht ohne Feedback einer Person erforschen.

Das ist so als ob ich 2015, als ich diese Erfahrungen von EInheit über Raum und Zeit mit einer Person hatte ein neues Bildtelefon bekommen hätte, aber du kannst es in der Kommunikation mit anderen Menschen fast nie verwenden, weil sie selbst kein Bildtefon haben. Sie glauben nicht mal, dass es Bildtelefone gibt. Du kannst das Bildtelefon zwar nutzten, aber du bekommst fast nie ein Feedback. Da hast du dieses tolle neue Bildtelefon und bist begeistert wie ein Kind von diesen Möglichkeiten, aber du kannst mit fast niemandem telefonieren, weil Bildtelefone für die meisten Menschen so jenseits ihrer anerkannten Realität liegen, dass es keinen Weg gibt, sie dazu zu begeistern. Ich frage mich welche Funktion das hat und ob es eine Möglichkeit gibt, mit einem Menschen auf diese Nicht Physische Weise zu kommunzieren, damit ich die Möglichkeiten dessen tiefer erforschen kann?

Das tut mir auch leid, dass ich dann manchmal so hochmütig werde, aber Fakt ist mir fehlen Menschen in meinem Umfeld die integral denken und emotional-energetisch offen sind. Wenn ich arrogant und feindselig gegen orange bin, dann geschieht das aus meinem Schmerz, weil ich bei aller Inneren Kind Arbeit nicht weiß, wie ich diese Erfahrungen alleine machen soll. Es ist das Fehlen eines Spiegels. Mir fehlt die Erfahrung von Resonanz. Ich wünsche mir Menschen, die bereit sind die bekannte Realität in Frage zu stellen diese neugierig erforschen, anstatt zu glauben, dass sie schon alles wüssten, weil ich mir Resonanz wünsche. Das ist überhaupt nur der Grund warum ich beständig über das Thema schreibe.

Ich möche einen Weg finden diese Polaritäten in meinem Leben zu verbinden. Vielleicht ist das die wahre Sehnsucht dahinter. Rationalität und Intuition zu verbinden. Innere Welt und Umwelt zu verbinden.

Für mich ist die Beziehung zu einem Gegenüber mit dem ich die Phänomene in NPMR erfoschen kann, sehr wichtig. Manchmal gebe ich mir diese Beziehung selbst, indem ich irgendwo öffentlich schreibe, weil ich Feedback und das Bezug nehmen auf ein Gegenüber brauche, denn ich hatte das nie. Ich wurde in meiner Kindheit nicht gespiegelt und deshalb brauche ich das Feedback. Obwohl ich weiß das dieses eine Projektion meines eigenen Selbst ist, scheint das eine Funktion zu haben. Welche?

Vielleicht ist der Gedanke aber auch eine Projektion, die noch eine ziemliche Macht über mich ausübt, weil ich einen Teile der eigenen Authorität noch nach Außen projitiere. Wenn ja wie löse ich das auf? Viele Sehnsüchte sind Projektionen, die auf der Suche nach dem eigenen Selbst beruhen. Es ist die Sehnsucht, das Gefühl der Trennung von Ego und LCS aufzulösen. Mein Ego erzählt sich ständig diese Geschichte, dass meine Sehnsucht sich erlösen würde, wenn ich diese Möglichkeit hätte, wie Tom sie hatte, NPMR zu erforschen und mir da nicht ständig Steine in den Weg gelegt werden würden. Ich frage mich ob das wahr ist?

Die Sehnsüchte zeigen sich in unterschiedlichen Projektionen auf diverse Ideen. Projektionen bzgl. Partner oder Kinder und so, das sind nämlich die normalen Programme, die sind mir schon um die Ohren geflogen sind, weil ich diese als Projektion als diese erkannte. Ich erkannte dass das die Sehnsucht nicht stillen wird. Projektionen auf Partner sind sehr hartnäckig, weil diese im kulturellen Glauben verankert sind und aös normale Wünsche erscheinen. Welchen Sinn haben meine Projektionen auf die Erfolge von Tom?

Die Erforschung von NPMR hält mich beständig in diesem Bann, ja in diesem Tunnelblick des Mangels am Wissen und Möglichkeiten gefangen. Ich trenne mich in diesen Gedanken in Gegenwart = Mangel und Zukunft = Hoffnung auf Einheit. Jetzt habe ich das Gefühl, dass dieser Tunnelblick gerade in Mitten meiner ausgedrückten Gedanken mit einem Gefühl des Verlustest von etwas unter Tränen verloren ging.

Weil ich nicht weiß was ich sonst mit meinem Leben machen soll, hänge ich schon wieder drin. Ich frage mich was ich hier gerade verloren habe. Es war sehr emotional. Vielleicht ist das so wie neulich mit der Resignation. Man kann gleichzeitig resignieren und gleichzeitig voller Hoffnung sein. Der Traum ist aus aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird. Vielleicht habe ich den Wahn gerade losgelassen und bin begeisterter denn je, von der Idee. Ich habe noch nicht verstanden was gerade in mir passiert ist.

Gemeinsames Erfoschen von NPMR

In anbetracht dessen, welche Diskussionen wir hier im Forum über die Jahre zu diesen Themen hatten, die immer wieder an den kulturrellen Glaubensätzen gescheitert sind, erhoffe ich mir dass sich ein paar Menschen diesbezüglich hinterfragen werden und zukünftige Diskussionen, über die Schwelle von Orange hinausgehoben werden. Wer außer uns soll denn Shared Dreams und Außerkörperliche Erfahrungen erforschen?

Ich hoffe dass möglichst viele Menschen ihre kulturell bedingten Glaubenssätze hinterfragen werden, so dass wir eines Tages hier aus dem Forum mal ein paar valide Ergebnisse zu dem Thema Shared Dreams oder Außerkörperliche Erfahrungen haben werden. Ich würde mich mit euch gerne mal auf einer NPMR Ebene treffen. Ja das nächte Klartraum Treffen auf das ich gehe, soll eins auf der Ebene von NPMR sein.

Wenn wir uns nur zusammen tun würden. Wenn wir nicht diesen Spaltung zwischen Wissenschaft und Esoterik hier hätten, sondern wenn wir zusammen arbeiten würden, statt gegeneinander, dann könnten wir hier ganz enorme gemeinsame Erfahrungen hervorbringen und diese zusammen erforschen. Diese Aussicht lässt mich immer wieder hoffen. Dafür aktiviere ich immer wieder meine Begeisterungsfähigkeit auch wenn ein Teil dessen gerade gestorben ist.

Eine Zeit lang habe ich hier sehr viele Menschen gesehen, die irgend etwas innerhalb ihrer Traumwelt erforscht haben, aber seit einiger Zeit sehe ich das immer weniger aktive Menschen. Ich glaube weil wir an der Schwelle stehen, dass Wissenschaft jetzt mit Esoterik zusammen arbeiten muss. Wie? Ja das steht noch in den Sternen, wenn ihr dazu ne Idee habt, immer raus damit.

Es gibt hier Leute deren Verständnis über empirische Forschung so umfassend kompetent ist, dass sie denjenigen den Menschen die hervorragende intuitive Fähigkeiten haben, zusammen an validen Experimenten arbeiten könnten. Was wenn wir statt Wettbewerb wer Reecht hat mal Kopperation und Co-Kreation versuchen würden? Ich hoffe dass mehr Menschen die Idee faszinierend finden, wie das wohl währe, wenn wir uns in unsere Unterschiedlichkeit ergänzen und ein gemeinsames Ziel formulieren würden. Ich hoffe dass wir das eines Tages schaffen über unsere trennenden Begrenzungen hinaus zu wachsen.
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RE: Geist und Materie
#9
17.03.2022, 00:57 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.03.2022, 02:04 von ichbinmehr.)
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Mantren für Kinästheten

Heute hatte ich ein Aha - Erlebnis, als ich in Kapitel 23 Toms Anleitung zu Mantren las. Warum habe ich ich das nicht früher gelesen? Als ich das Buch vor ca. 10 Jahren las, hatte ich es nicht zu Ende gelesen.  wall
Unfassbar, dass ich das erst heute erfahre, nach ca 10 Jahren, teils beständiger, teils sehr unbeständiger Mediationspraxis und ich habe die ganze Zeit intuitiv genau nach diesen Worten gesucht.

Durch meine Beschäftigungen mit dem NLP weiß ich dass es verschiedene Wahrnehmungtypen gibt. Ich wusste dass ich ein ich hauptsächlich kinästhetischer Typ bin. Ich hatte damals sogar die Wild Technik extra für Kinästheten beschrieben, weil ich erkannte, dass ich mit den visuellen Anleitungen nicht zurecht kam.

Dass ich aber in der Meditation ein gefühltes und auf mich individuell zugeschnittenes Mantra brauche, auf diese Idee bin ich noch nie gekommen. Ausgerechtet heute versuchte ich die Anhaftungen an meine Herz Energie loszulassen, da schenkt mir jemand sozusagen eine Anerkennung meiner Herz Energie. Boar. Ich bin gerade sehr berührt. Mir hatte das immer gefehlt. Ich habe so lange für eine Anerkennung des Gefühl gekämpft und indem Moment wo ich erkenne, dass ich es loslassen muss: Bam hier bitte dein Mantra.

Zitat:Seite 247

Für die kinästhetischen Typen benötigen wir Oberflächenstrukturen, die unpersönlich, interessant und angenehm sind. Erfühlen Sie zum Beispiel einen schweren Samtstoff oder Pelzmantel, indem Sie mental mit Ihren Händen darüber reiben. Greifen Sie mit Ihren Fingern hinein, fühlen Sie, wie er über Ihre Arme und Ihr Gesicht streicht. Erkunden Sie die Knöpfe oder Reißverschlüsse, die Nähte, die Ärmel und den Kragen. Werden Sie winzig klein (oder erschaffen Sie einen gigantischen Mantel) und rollen Sie sich auf ihm herum, kriechen Sie in eine Tasche hinein. Lassen Sie langsam Ihr Abtasten des Mantels simpel und rhythmisch werden. Sie können dasselbe tun, wenn Sie mental barfuß in matschigem Schlamm oder im Regen laufen, oder in einem Pool schwimmen, der mit Traubengelee gefüllt ist. Beginnen Sie mit etwas Komplexem und gehen Sie über zu immer einfacheren, rhythmischen Sinnesreizen. Führen Sie den Meditationsprozess ohne Unterbrechung mindestens zwanzig Minuten, zweimal täglich, drei Monate lang fort, bevor Sie die Ergebnisse bewerten. Wenn Ihnen die Sinneseindrücke entgleiten, jedoch keine äußeren Gedanken auftauchen, lassen Sie die Empfindungen los und treiben Sie absichtslos in den grenzenlosen Tiefen Ihres Bewusstseins umher.

Ich habe zwar mit gefühlter Meditation gearbeitet, als ich Kundalini Tantra gemacht habe, denn Chakren kann man fühlen, sowie meinen damaligen Mediationspartner den ich gefühlt habe, der auch Kinästhet ist. Das kam noch hinzu. Aber mein Fokus der lag nicht darauf, durch nicht tuen gefühlt in die Leere zu kommen. Ich wollte bei der Chakra Meditation immer etwas bewirken und erreichen. Da war immer noch ein streben udn erreichen wollen. Chakren öffnen und so. Es war also nicht das Selbe, denn es hatte immer ein Ziel, eine Absicht zb Energie zu erhöhen. Und es gab so immer eine Steffi die mit ihren Erfahrungen identifiziert war.

Ich habe jedoch die ganze Zeit gefühlt, dass mir ein Gegenüber, das ich fühlen möchte in der Meditation brauche. Seitde ich das einmal erfahren hatte, wusste ich das. Nur dachte ich, ich brauche eine Person. Aber jetzt verstehe ich, ich brauche Gefühl.

Die Person hatte ich dann nicht mehr, als mein Meditationspartner kein Interesse mehr hatte und seitdem fühle ich mich von den damaligen Meditations Erfahrungen abgeschnitten. Ich fühle seitdem, dass mir da etwas fehlt. Ich suchte das überall. Ich suche das seit Jahren. Ich hatte nur die Idee, dass ich ein Gegenüber brauche, denn immer dann wenn ich jemanden fühlen kann, komme ich total tief in der Meditation. Ich dachte immer dass mir eine Person fehlte, mit der ich zusammen fühlen kann. Ich dachte auch dass mir evtl. Vertrauen fehlt und dass ich deshalb jemanden brauche. Aber was wenn das gar nicht wahr ist? Was wenn ich es immer falsch interpretiert habe? Was wenn ich immer die falsche Technik für mich allein hatte?

Und jetzt lese ich diesen Absatz von Tom. Unfassbar, dass ich das nicht drauf gekommen bin. Ich brauche vielleicht nur irgendetwas das ich fühlen kann, statt jemanden.  happy

Wenn einem so lange etwas fehlt und man findet es nicht und dann kommt jemand und sagt, du bruachst einfach das und du weiß genau, DAS ist es! Das habe ich immer gesucht! Wie konnte ich das nur übersehen? Wie konnte ich das so lange so falsch bewerten.

Hach, aber ich weiß ich sollte es übersehen. Ich sollte es erst heute finden. Aber das ist schon hart so lange danach zu suchen und immer an den falschen Orten zu gucken. Ich glaube ich kann da bald etwas zusammenfügen, was ich immer getrennt von einander trainiert hatte. Ich hatte Meditationen des Herzens und Meditationen des Geistes trainiert. Aber getrennt konnte das nie funktionieren. Es sollte jedoch bis heute getrennt sein. Es ist alles richtig gewesen. Immer.

Ich hatte das auch untersucht. Ich kann längere Zeit ohne Denken sein und mein Ego auch bewusst loslassen. Aber das hatte dann immer ein spirituelle Dissoziation geführt. Das war nicht der Selbe Zustand wie ein Samadhi der alles umfasste, das Innen und Außen. Es war nicht das selbe Gefühl, wie eine Einheits Erfahrung, die das Gefühl und somit den Körper und äußere integriert. Deshalb habe ich die Gedankenstille Meditation dann verworfen, weil mir das dann so nichts brachte. Ich konnte den Körper ohne das Gefühl so nicht mitnehmen. Jetzt verstehe ich, ich muss das beides kombinieren, damit es keine Dissoziation gibt.

Ich habe auch mal gehört, dass 5er im Ennegramm kein Zen und kein Advaita machen sollen, weil sie ja eh schon eine starke Dissiziation haben auf Grund der Verbingung zum Geist haben sich immer sehr stark mit dem Beobachter identifizieren. Es zieht mich auch immer schon ganz intuitiv von diesen Weg weg und hin zu den Wegen die mit dem konkreten Fühlen und Erleben zu tun haben.

Tom hatte für alle 5 Wahrnehmungtypen eigene Mantren. Er hatte damals mit Tranzendaler Meditation begonnen und erzählt, wie er da sein erstes Mantra bekam. Ich dachte aber immer Mantren sind immer Wörter. Oh man. Das ist schon hart wenn, man so viele Jahre von dem Wissen fern gehalten wird, welches einem den entscheidenen Hinweis geben würde. 

Ich habe heute ein Ritual gemacht. Ich habe eine Statue gegossen, die einen Buddha zeigt, der in alle Richtungen gleichzeitig schaut. Die Unendliche Perspektive. Brahman Budda. Sie trocknet gerade. Morgen wollte ich sie auf meinen Altar stellen.
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RE: Geist und Materie
#10
19.03.2022, 20:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.03.2022, 21:03 von ichbinmehr.)
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Wieso begegne ich eigendlich jetzt dem Thema Physik?

Intrinsisch und Extrinsisch

In der Schule lernen wir meist durch extrinsische Verstärkung. Wir lernen für gute Noten, für den Lehrer, für die Eltern, für Lob, aus Angst vor Strafe. Extrinsisch bedeutet die Motivation fürs Lernen kommt von Außen. Intrinsich bedeutet, die Motivation kommt von Innen, weil man sich eigenständig für das Thema interessiert.

Extrinsische Motivation ist nicht so gut wie die instrinsische, weil diese immer abhängig ist, davon dass Lob oder Tadel erfolgt. Außerdem und das ist ein noch viel größeres Problem, bleibt das auswendig Gelernte, so nicht im Langzeitgedächtnis hängen. Denn dafür braucht es Emotionen. Idealerweise Begeisterung. Natürlich kann man auch mit Angst lernen. Ja das geht auch mit Angst. Wenn man nur genug Angst hat, dann merkt man es sich auch. Dann hat das aber auch immer ein Trauma zur Folge.

Ich habe das erste Mal in meinem Leben eine intrinsische Motivation mit mich Physik zu beschäftigen.

Das erinnert mich an die Aussage von Maria Montessori, die sagte, es gäbe Lernsensible Phasen, in der der Mensch bestimmte Themen leichter erlernt. Maria Montessori machte die Lernsensiblen Phasen jedoch am Lebensalter fest, genau wie andere Entwicklungspsychologen, wie zum Beispiel Jean Piaget oder Erik Erikson. Wobei Erikson der erste Entwicklungsforscher war, der erkannte, dass wir Menschen ein ganzes Leben lang lernen, bis zum Tod. Erikson hatte dennoch feste Lebensalter für bestimmte Entwicklungsprozesses. Das einzige Modell welches von festen Lebensalter abweicht, welches ich kenne ist Spiral Dyanamics, weil dieses einzig auf den Bewusstseinsstufe eines Menschen eingeht, jedoch nicht auf das Alter. Spiral Dynamics geht von Bewusstsein aus.

Abstraktionsvermögen

Laut Piaget sollen wir zb. mit 11 Jahren abstrakt denken können. Piaget konnte diese Vermutung davon ableiten, dass er stichprobenartig die Entwicklung von gesunden Kindern untersucht hat. Ich kenne jedoch Erwachsene die mit 70 Jahren noch nicht abstrakt denken können, denn dazu müssen eine ganze Menge an Voaussetzungen erfüllt sein.

Das ist auch der Grund warum es Klimaleugner gibt. An Hand dieses Beispiels kann man es gut verstehen. Um das Problem mit dem Klima verstehen zu können, brauchen wir als Grundvorausetzung abstraktes Denken. Denn das Problem findet ja entweder aktuell verstärkt in anderen Ländern oder in weit entfernter Zukunft statt. Ob dieses abstrakte und nachhaltige Denken, eingenommen werden kann, hängt damit zusammen, ob ein Mensch die Ressorcen hat, sich mit diesem Problem auseinander zu setzten.

Das hat also nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit Grundbedürfnissen die erfüllt oder nicht erfüllt sind.
Also hat entwicklung nichts mit dem Alter, sondern mit einem vorhanden sein von Voraussetzungen zu tun. Das das ganze mit dem Altern korreliert, lässt uns glauben, dass es eine Frage des Alters ist. Bei Kindern trifft das häufig zu, aber bei Erwachsenen verhält es sich meist doch ganz anders.

Wer Harz4 bezieht und jeden Euro zählen muss, der hat keine Ressorcen übrig für so einen einen abstrakten Gedanken wie Klimaschutz. Dessen Existenzgrundlage ist so fragil, dass dass sich dieser Mensch nicht für abstrakte und Nachhaltige Gedanken öffnen kann. Die Wahrscheinlichkeit dass dieser Mensch die Gefahr des Klimaerwährung verleugnet ist hoch.

Die Fähigkeit abstrakt zu denken, hängt also von der Erfüllung bestimmter Ressorcen ab. Piaget konnte also nur untersuchen, ab wann ein Mensch interellektuell fähig ist, abstrakt zu denken. Schauen wir aber in die echte Realität, sehen wir dass es nicht so einfach ist. Deshalb wird Klimaschutzt den alle gemeinsam tragen auch nur mit der Anerkennung der Existenzgrundlage aller Menschen funktionieren. Ich hatte im Kindergarten jedoch Gespräche über Träume und auch Luzide Träume mit Kindern die mit 4 Jahren erste Anzeichen von abstrakten Denken gezeigt haben.

Lernen lernen

Ich merke dass mir zur Zeit Bilder sehr gut helfen eine Brücke zu schlagen, wenn mein Abstraktionsvermögen manchmal nicht ausreicht. Vor dem Verstehen kommt das (be)greifen. Scheinbar entsteht der Eindruck für das Gehirn, durch ein Bild etwas (be)greifen zu können.

Deshalb bekommen Kinder ja auch Bilderbücher. Um so jünger das Kind, um so mehr Bilder braucht es, um zu begreifen, weil das Abstraktionsvermögen sich noch entwickelt. Ganz kleine Kinder mögen auch gerne Fühlbücher. Ein sechsjähriger kann 10 Minuten lang eine Geschichte auditiv zuhören, die ich ihm vorlese und aufmerksam bleiben. Solange die Geschichte interessant ist zumindest. Ein zweijähriger versucht mir derweilen immer schon das Buch aus der Hand zu nehmen, weil er visuell gucken muss, was auf dem Bild ist. Ich hatte oft diese Situation in der Kita, dass ich diesen Spagat machen musste, weil ich Kinder von 2-6 Jahren in der Gruppe hatte. Wenn da dann kein Bild da ist, verliert der zweijährige sofort sein Interesse. Er kann das nicht aushalten. Es überfordert ihn, und dann bleibt ihn nur die Möglichkeit sich innerlich auszuklinken.

Manchmal geht es mir mit sehr abstrakten und komplexen Dingen in der Physik auch so, vor allem weil gerade so viel neues auf mich zu kommt, wofür ich noch keine Schubladen habe, um es dort einzusortieren. Dann helfe ich mir mit Bildern und Videos. Die mir die Themen nochmal einzelnd und in einer anderen Form  zeigen. Für mich ist das ein ganz neues Lern-Erlebtnis, weil es in meiner Kindheit so war: Entweder ich verstehe es, dann hatte ich Glück. Oder ich verstehe es nicht und ich wurde bestraft. Jetzt kann ich mich sehr liebevoll, um mich selbst kümmern und mich beim Lernen konstruktiv unterstützen, so wie es ideal gewesen wäre. Das ist eine Erfahrung, die ich mir hier selbst geben kann,  die ich aus meiner Erfahrung  nicht kenne und deshalb halte ich sie für erwähnenswert. Es ist niemals zu spät für eine glückliche Kindkeit. Man muss sie sich nur selbst geben.

Was wenn wir uns diese sensiblen Lernphasen selbst eröffnen könnten?

Nochmal zurück zu Maria Montessori. Viele Entwicklungsforscher glauben das das Kind bis zum sechsen Lebensjahr sehr offen ist und dass dort auch das Grundgerüst gebaut wird. Man nutzt dieses Wissen zb für das Papilio Programm welches Gewalt- und Suchtverhalten verhindern soll und in Kita angewedent wird. Man arbeitet deshalb dort schon mit 4-6 Jährigen auf der Basis von Papilio, und baut gezielt Schutzmechanismen im Kind auf, damit das Kind im erwachsenen Alter besser geschützt ist. Oft fragen die Leute ein Programm gegen Sucht und Gewalt verhalten, in dre KiTa? Ja, weil im Alter bis 6 Jahren der Grundstein für user Ego gelegt wird. An der Stelle macht es Sinn dieses Wissen auf diese Weise anzuwenden.

Dennoch glaube ich dass wir uns von diesen starren Gedanken letztlich nochmal lösen müssen, weil wir sonst an diesen Lernsensiblen Phasen, die sich auf ein Alter beziehen festhängen und als Folge dessen verzweifeln müssen, wenn wir dieses Glück in einer Heilen und förderlichen Umhgebung aufzuwachsen nicht hatten.

Spielen ist = Lernen

Was wenn das nur so ist, weil wir bis zum sechsten Lebensjahr noch nicht in das (Schul) System eingegliedert worden sind? Was wenn es einfach nur diese Freiheit braucht, um sich Entwicklern zu wollen? Ich denke da immer gerne an einen der aktuellen großer Reformer der Pädagogik André Stern, der sagt spielen ist lernen. Spielen = Lernen.

Video 4 Minuten - André Stern: Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben



Zitat:André Stern, der selbst nie eine Schule besucht hat und sich frei, ungestört und in seinem ganz individuellen Tempo entwickeln durfte, beschreibt in diesem Buch, warum Spielen für die Entwicklung eines Kindes von elementarer Bedeutung ist. Er legt dabei den Finger in die Wunde einer Leistungsgesellschaft, deren Maxime Optimierung ist. Kinder werden zu Hause, im Kindergarten und in der Schule dazu angeleitet und dabei ständig korrigiert, immer bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Konkurrenz, Erwartungshaltungen, Erziehungssysteme und Normierungen setzen Kinder und Eltern unter ungeheuren Druck, der längst seine Opfer fordert. In diesem Umfeld wird das Spiel des Kindes zur »Pausenbeschäftigung« degradiert und das Kind bleibt in seinen natürlichen Fähigkeiten unverstanden und seiner Entwicklungsmöglichkeiten beraubt. André Stern plädiert für Vertrauen in die natürlichen Veranlagungen des Kindes und dafür, Kinder ungestört spielen zu lassen. Kinder, denen mit Vertrauen in ihre Entwicklung begegnet wird, werden sich für alles, was sie interessiert, begeistern können und nur wer begeistert ist, wird lernen und zwar: spielerisch, zwanglos, glücklich.

Wir haben dem Kind mit 6 Jahren gesagt, dass das Spielen nun zu Ende sei. Jetzt musst du lernen. Wir haben Spielen und Lernen an zwei verschiedenen Seiten der Polarität aufgespannt. Spielen gar nicht ernst und Lernen sehr ernst. Das versteht das Kind nicht, denn das Kind lernt auf ganz natürliche Weise durch Spielen. Das Kind lernt durch Spiel weil es die Möglichkeit hat sich frei auszuprobieren und Fehler machen darf. Beim Lernen bestrafen wir jedoch Menschen die Fehler machen. Wir ersetzten diese Möglichkeit durch stures Auswendig lernen, obwohl wir wissen, dass dies gar nicht im Langezeitgedächtnis hängen bleibt.

Der Neurowissenschaftler Gerald Hüther sagt: Begeisterung ist die Gießkanne fürs Gehirn. Wir lernen durch Begeisterung. Um Lernerfolge im Langzeitgedächtnis abzuspeichern, muss Lernen mit einer Emotion der Freude einhergehen.

Wieder Kind werden

Jesus sagte, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, dann kommet ihr nicht ins Himmelreich. Leider stört das die Menschen die immer noch Glauben, lernen sei sehr ernst.

Was wenn es gar keine altersabhängigen Lernsensiblen Phasen gibt, was wenn wir einfach nur zurück in den Zustand des Spiels müssen? Was wenn wir wieder Kinder werden müssen, um uns an unser Potential der offenen Lernfähigkeit anzuschließen?  Was wenn wir nur eine Möglichkeit haben müssen auf Ressourcen von Zeit, Energie zu und Wohlwollen zugfreifen, damit Lernen in einem freien Raum aus Begeisterung passiert? Was wenn wir eine intrinsische Motivation brauchen?

Meine kindliche intrinsische Motivation ist:
Ich suche die integration meiner mystischen Erfahrung und hoffe, dass die Beschäftigung mit Campbell und Physik mir dabei hilft meine kulturellen Glaubenssätze aufzulösen. Sollte mir das gelingen, erwarte ich, dass sich der Raum zur Magie noch weiter öffnet. Diese Erwartung löst große Freude in mir aus. Diese Erwartung hält mich bei Laune, auch wenn es manchmal trocken ist.

Vielleicht habe ich Glück dass ich nur ein Jahr Physik in der Schule hatte, von dem ich nichts mehr weiß, weil ich damals unter falschen Voraussetzungen gelernt hätte. Es gab in diesem Schulsystem keine Möglichkeit Dinge spielerisch selbst herauszufinden. Es gab nur Auswendig lernen und wiederkäuen. Das entspricht aber gar nicht meiner Intelligenz und Verspieltheit. Auswendig lernen ist eine Beleidung meiner Intelligenz und Freude am Forschen. Aus diesem Grunde konnte ich der Schule nichts abgewinnen. Es gab da einfach keine Freiheit, dass ich so kein konnte wie ich bin.

Nichts ist verloren, auch wenn es verloren ist

Ich hatte früher auch überhaupt keine Anwendungsgebiete für so ein abstraktes Thema wie Physik. Psychologie ist auch oft abstrakt, aber auf Grund meiner dysfunktionalen Familie, hatte ich da genug persönliche Betroffenheit, um dieses Wissen vom Abstrakten ins Konkrete zu holen. In der Welt in der ich damals gelebt habe, hätte es jedoch niemand gegeben, mit dem ich über Physik hätte sprechen können. Ich brauche jedoch das Gespräch über die Dinge die mich beschäftgen. Wieso weiß ich nicht. Es wäre ja sogar schlimm gewesen, wenn mich das Thema interessiert hätte, denn es hätte mich noch einsamer gemacht, als ich schon war.

Was wenn mein Bewusstsein das gewusst hat und meine Bildungslaufbahn ua. auch aus diesen Gründen eingeschränkt hat? Was wenn das alles gar nicht ein Behindern von Möglichkeiten war, sondern eine Akt der Güte? Ein Akt der Güte, damit ich mich nicht noch einsamer fühlte, mit noch mehr abstrakten Gedanken, wie meine Umwelt nicht versteht? Ich liebe Abstrakte Gedanken.

Was wenn abstraktes Wissen in einem prortionalen Einklang mit der emotionalen Entwicklung stehen muss? Ein gutes Abstraktionsvermögen würde sonst evtl. zu einer unerwünschen Dissoziation führen. Ich denke da gerade an den autistischen Jungen, der mal in meiner KiTa Gruppe war, der nicht fähig war mit einem anderen Kind zu spielen, aber mit 4 Jahren lesen, schreiben und Schach spielen konnte. Wenn sich dann auch noch den Identifikationpunkt des Egos auf das Abstrakte Wissen verlagert, dann wird man sozial schwierig.

Was wenn sich Lernfenster jedoch niemals schließen und man gar nichts verpassen könnte? Was wenn das Bewusstsein erst nach Ausgleich strebt, bevor es eine neue tiefe Entwicklung zulässt? Was wenn alles dann kommt, wenn man bereit ist? Was wenn manche Erfahrungen nicht geschehen, ehe man eine intrinsische Motivation verspürt? Was wenn ich noch alles erreiche, worum ich mich vom Leben und den Umständen in meiner Familie betrogen fühle? Dann könnte ich meine Trauer über alles, was mir dass Leben verweigert hat, loslassen, weil ich alles nachholen kann, wann immer ich bereit bin. Was wenn es so viel schöner ist?

Was wenn die äußere Anerkennung für Wissen, wie man das zb durch ein Studium hat, nie erfüllend für mich wäre, weil ich doch etwas ganz anderes Suche, nämlich Weisheit. Was wenn es so wie es mich getroffen hat, doch richtig ist und ich nur noch nicht ganz an dem Punkt bin, das zu sehen. Das wäre schön.

Man darf nicht denken, dass sich Möglichkeiten und Lernfenster für immer schließen würden, nur weil man an einem Punkt im Leben nicht dazu kam. Vielleicht ist das ja gar nicht wahr. Aber wir sind es gewohnt so zu denken.

Erinnert mich auch an Paul Tholey der mit über 50 Jahren noch das Skateboard fahren im Traum lernte. Wahrscheinlich hatte der auch nicht so viele Grenzen im Kopf und hat seinem Kind freien Raum gegeben.

Bild: Tholey auf dem Skateboard

https://www.luciddreamcoaching.com/post/...o-the-same

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RE: Geist und Materie
#11
18.06.2022, 23:47
Hier ein kurzes Video zum Thema: Wir leben in einer virtuellen Realität - Video 4 Minuten

Manchmal denke ich wenn jemand erwacht, also nicht nur wenn das persönliche Ich erwacht, denn das gibt es ja auch dass Menschen denken, ich bin erleuchtet und ich will euch wecken, weil ihr noch schlaft, aber das ist nach meiner Definition noch nicht das ganze Erwachen. Das ist womöglich die eine Hälfte. Die andere Seite ist Transpersonal. Im voll erwachten Zustand gibt es niemanden mehr der nicht erwacht ist.

Deshalb erlebe ich in diesen Zuständen auch immer wieder, dass sich meine Wahrnehmung der Welt rapide mit meinem aktuellen Bewusstseinszustand verändert, weil eben aus meiner Perspektive die ganze Welt mit mir erwacht. Das kann auch sehr überfordernd sein, weil ich es gar nicht gewohnt bin, in so einer unbeständigen Welt zu leben. Der Verstand kann das auch nur schwer begreifen, weil diese Wahrnehmung aus dem materiellen Weltbild heraus nicht kausal ist. Diese Wahrnehmung besitzt jedoch eine geistige Kausalität.



Von Physik über Liebe zum Weltfrieden - Tom Campbell
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RE: Geist und Materie
#12
05.07.2022, 01:50


Terence McKenna - Eines seiner letzten Interviews (1998) - 19 Minuten

Zitat:In diesem Interview aus dem Jahr 1998 spricht Philosoph, Psychonaut und Autor Terence McKenna über seine Weltsicht bezüglich der Rolle der Menschheit im Prozess permanenter Erneuerung und Innovation.

Terence sieht im Universum einen Neuerung favourisierenden Organismus und zur Zeit darf die Menschheit an der Innovationsfront als Hauptdarsteller kräftig mitmischen. Nach Terence Weltsicht deutet die exponentielle Zunahme der Ereignisdichte jedoch auf ein Ereignis hin, bei dem es möglich sein wird, die Materie zu transzendieren.
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RE: Geist und Materie
#13
09.07.2022, 23:25
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Ich finde die Vorstellung, dass die Welt im Grunde Geist sei beglückend, aber ich habe auch Zweifel. 

Die Frage auf die, die der Streit zwischen Materialismus und Idealismus hinausläuft ist folgende: Was ist das vorherrschende Prinzip? Beherrscht der Geist die Materie oder ist der Geist bloß ein (mehr oder weniger) zufällig und nebensächliches Produkt der Materie? 

Dass es Geist UND Materie gibt, daran kann wohl kaum ein Zweifel bestehen, auch wenn man die neuesten Erkenntnisse der Physik berücksichtigt. Meiner Meinung nach entstand alles was wie wir kennen (also Geist und Materie) aus einem unbekannten Urgrund, den sichtbar zu machen wohl ewig unmöglich sein wird. 

Geist ist im Grunde nur ein anderes Wort für "subjektive, nicht vermessbare Realität"
Materie ist im Grunde nur ein anderes Wort für "vermessbare und intersubjektiv vermessbare Realität". 

Sobald man einen Traum intersubjektiv erfahren könnte würde ich ihn als eine Form von Materie, d.h. objektiver Realität bezeichnen. 

Letztlich sind die Grenzen zwischen Geist und Materie fließend, aber es wird dem subjektiven Geist (also individuellen Ich) niemals gelingen alle Materie zu beherrschen. Es ist dem subjektiven Geist ja nicht mal möglich auch nur geringen Portionen von Materie unmittelbar zu beherrschen. Die Beherrschung des der Materie durch den Geist ist relativ bescheiden und sie geschieht nur vermittelst des Körpers. Es mag aber hin und wieder telekinetische Effekte geben. Diese beweisen aber kaum mehr als dass gewisse Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie möglich sind. Wie bewegt man den Arm? Das geschieht indem der Geist auf die Materie einwirkt. Darüber werden eingefleischte Materialisten lachen. Aber erklären können sie es ja auch nicht, wie der Wille den Arm bewegt.  Das soll nun aber wirklich nicht bedeuten, dass die Macht des Geistes über die Materie nennenswert erweitern kann, auch nicht durch Technologie. 

In der Antike war die Macht des Geistes über die Materie vielleicht größer. Anders können bestimmte Bauwerke nicht erklärt werden. Sie können kaum mit dem damals vorhandenen Werkzeug errichtet worden sein. Diese relativ große Macht über Materie (insbesondere über "Steine, Felsen")  hat die Menschheit irgendwann wieder verloren. Es ist nicht leicht zu sagen wann das passiert ist (vermutlich vor ca. 2000-3000 Jahren). Die römischen Bauwerke können durchaus schon mit reiner Muskelkraft und den damals vorhandenen Werkzeugen und Maschinen erbaut worden sein. Bei Bauwerken wie den Pyramiden und den Monumenten Stonehenge ist das aber nur schwer vorstellbar.
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RE: Geist und Materie
#14
11.07.2022, 06:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.07.2022, 16:46 von ichbinmehr.)
Zitat:Ich finde die Vorstellung, dass die Welt im Grunde Geist sei beglückend, aber ich habe auch Zweifel. 

Vielleicht ist beides richtig, weil die Welt gleichzeitig Geist und Materie ist?

Würde sich der Streit zwischen Materie und Geist nicht dadurch erlösen, dass es keinen Anfang gibt?

Zitat:Letztlich sind die Grenzen zwischen Geist und Materie fließend, aber es wird dem subjektiven Geist (also individuellen Ich) niemals gelingen alle Materie zu beherrschen.

Das individuelle Ich ist gleichzeitig das erleuchtete Selbst. Es gibt keinen Unterschied, es sei denn du machst ihn.

Keine Ahnung was der Geist alles Beherrschen kann. Warum schließt du das eine aus? Wenn die Welt eine Welt ist, die in deinen Gedanken entsteht, dann kannst du deine Welt auch beherrschen. Ein guter Klarträumer beherrscht ja auch seinen Traum. Erleuchtung ist nichts anderes.

Aber wir verlieren uns halt immer wieder in der Idee Traumfigur zu sein, Materie zu sein und glauben innerhalb von Grenzen zu leben. Sobald wir mit diesem Gedanken identifiziert sind, unterliegen wir Grenzen. Was der Denker denkt, wird der Beweisführer beweisen.

Aus der materiell identifizierten Sicht geht das natürlich nicht. Macht über die Materie funktioniert nur aus der Perspektive des Geistes, der Geister die jenseits von Materie leben. Du kannst auch nur deinen Traum freu steuern, wenn du absolut klar bist. Wenn du aber klar bist, hast du auch Traumkontrolle. Wenn du keine Traumkontrolle hast, bist du nicht ganz klar. Es gibt Abstufungen von Klarheit, siehe Paul Tholey. Es gibt bestimmt auch Abstufungen von Erleuchtung. Wenn du wach genug bist, wird es wohl keine Grenzen mehr geben. Ist halt die Frage, ob das eine sinnvolle Erfahrung ist?

Du darfst nicht denken, das du Likeplacid bist oder wie auch immer du heißt. Du musst denken, du bist der erleuchtete Geist, der gerade auf seine Kreationen schaut. Dann bist du im richtigen Mindset um Materie zu bewegen. Meist schaffen wir das nicht lange das erwachte Mindset zu halten, aber das heisst ja nicht dass es nicht möglich ist. Es bedeutet wie ich denke nur, wir müssen üben das richtige Mindset zu halten. Oder erkennen, dass wir die andere Seite schön längst sind. Tja wie erkennt man das? Ich möchte das gerne Erkennen. 

Ich verliere mich auch immer wieder in der Materie, die ich bin und denke dann, ich sei nicht der Geist. Ich denke dann ich sei in meiner Entscheidung begrenzt, weil ich aus der Perspektive meines Mensch seins denke. Dann bin ich wieder in den begrenzenden Gedanken gefangen. Damit erdet man sich, weil man die Erfahrung der Erdung braucht. Dabei bin ich gleichzeitig Geist UND Materie zugleich. Die Idee von "entweder oder" ist ein fieser Trick, ewig im Kampf um die Wahrheit zu sein. Wir müssen öfters in "sowohl als auch denken" das könnte helfen.

Zitat:Es mag aber hin und wieder telekinetische Effekte geben. Diese beweisen aber kaum mehr als dass gewisse Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie möglich sind

Ich hab mal meine Gestalt gewandelt. Das war sehr eindrücklich. Einem rationalen Bewusstsein beweisen kann ich das nicht.

Es gibt eine Sichtweise, da bist du erleuchtet, bist die Erleuchtung selbst und hast das längst realisiert. In einer anderen Sichtweise, ringen wir zwei um Selbsterkenntnis. Ganz schön ver-rückt.  normal
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RE: Geist und Materie
#15
11.07.2022, 15:49
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(11.07.2022, 06:03)ichbinmehr schrieb:
Keine Ahnung was der Geist alles Beherrschen kann. Warum schließt du das eine aus? Wenn die Welt eine Welt ist, die in deinen Gedanken entsteht, dann kannst du deine Welt auch beherrschen. Ein guter Klarträumer beherrscht ja auch seinen Traum. Erleuchtung ist nichts anderes.

Es ist Wahnsinn so was zu glauben. Oben hast du geschrieben die Welt sei "vielleicht" Geist und Materie. Das wäre dann in deinem Wahnsystem eine von dir geschaffene Materie. 

Ich habe so was ähnliches auch mal geglaubt, und eigentlich fühlte ich mich wohl damit. Aber irgendwann musste ich diese Wahnvorstellung aufgeben, und zwar weil sie der alltäglichen praktischen Erfahrung widersprach. 

Die Welt entsteht weder in deinen noch in meinen Gedanken. Schon eher entsteht sie in den Gedanken von uns allen, im Sinne eines gemeinsamen Traums von vielen Milliarden Seelen. Aber ich habe oben ja schon dargestellt wie ich das sehe. Die Welt besteht aus Geist und Materie, und die sind aus einem unbekannten Urgrund hervorgegangen. Wir müssen mit der Materie klarkommen und die ist nicht wenig. Sie ist oft störrisch oder schmerzhaft. Man kann nicht einfach gegen eine Mauer laufen, ohne dass es weh tut. Und wenn man mit dem Fahrrad dagegen fährt tut es noch mehr weh, oder man ist sogar tot. Hält man sich solche Fakten vor Augen erscheint deine Aussage, dass die Welt aus deinem Gedanken entsteht, abwegig. 

Dass die Welt nicht aus meinen Gedanken entsteht sehe ich auch immer wieder daran, dass die meisten Leute (die ja Teile der Welt sind)  sich von nur schwer dirigieren lassen. Sie haben alle ihren eigenen Willen und ihre eigenen Ansichten. Wenn ich Freunde haben will, dann muss ich mich anpassen. Ich muss mich ihrem Willen und ihren Wünschen beugen, und dann machen sie vielleicht auch mal was, wozu ich Lust habe, aber nicht von selbst, sondern nur wenn ich sie artig bitte. Dazu bin ich aber kaum bereit und deshalb habe ich auch keine Freunde. Du bist vielleicht ganz ähnlich, oder hast du Freunde? Wir sind uns in vielem ähnlich. Manchmal habe ich das Gefühl du stehst jetzt da, wo ich 1990-1994 gestanden habe. Ich war damals ziemlich verwirrt. Vermutlich mehr als du es jetzt bist. Wenn ich sage "ähnlich" meine ich nicht "gleich". Wir sind und bleiben trotz aller Parallelen erstaunlich unterschiedliche Persönlichkeiten. Wir scheinen uns vom Großteil der Menschheit dadurch zu unterscheiden, dass wir ziemlich weit auf dem Weg der Individuation fortgeschritten sind, aber das muss ja nicht ungedingt was Tolles sein. C.G. Jung sah das so, aber was ist eigentlich der konkrete Vorteil, wenn man was denkt, was vielleicht noch niemand zuvor gedacht hat? 

Du wirst vielleicht niemals einsehen, dass deine Gedanken nicht in deinem Geist entstehen, egal was ich dir erzähle. Du kannst aber auch mal normale Leute fragen, was sie von deiner These halten. Die werden dir was ähnliches antworten wie ich. Aber dann kannst du dich in die irrige Vorstellung flüchten, das seien bloß Traumfiguren. Sind sie nicht. Das sind genauso Menschen mit eigenen Gedanken wie du und ich. 

Es gibt eine Phase in der psychischen Entwicklung des Kindes, die nennt man halluzinatorische Omnipotenz. Das hilflose Kind bildet sich ein, dass alles in seinem Umfeld aufgrund seines Wollens entstehe. Dadurch mildert es die traumatische Erfahrung der Hilflosigkeit. In der Beziehung zur Mutter ist der Säugling so gut wie machtlos. Die Mutter bestimmt allein darüber was mit dem Säugling geschieht. Wenn sie es will kann sie den Säugling stundenlang irgendwo abstellen und sich nicht darum kümmern und wenn sie dann endlich zurückkommt mag der Säugling sich einbilden, dass sie dessen Wünsche oder Schreie erhört hat. Aber in Wirklichkeit ist sie nur zurückgekommen weil sie Bock drauf hatte. Oder aufgrund ihrer Hormone, die bei ihr ein fürsorgliches Verhalten erzeugen. Aber auf solche Hormone ist keineswegs hundertprozentig Verlass. In der Geschichte der Menschheit war es ganz und gäbe, dass Säuglinge von ihren Müttern einfach ausgesetzt und von wilden Tieren gefressen wurden. Diese Erfahrungen sind im kollektiven Unbewussten gespeichert und werden gewissermaßen vererbt. Sie prägen das Erleben jedes Säuglings. Jeder Säugling hat "unbewusst" eine riesige Angst von der Mutter im Stich gelassen zu werden. Daher ist Liebe so ein riesen Thema: weil sie in der frühen Kindheit dasjenige ist wodurch man überlebt.
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