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Auch kurze Texte können erbaulich sein

RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#31
09.08.2021, 20:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.08.2021, 20:47 von ichbinmehr.)
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Ich habe gemerkt, dass ich Zugriff auf das Speicherbewusstsein bekomme, wenn ich meditiere und mich darauf ausrichte. Ich denke an einen speziellen Energiekörper einen Art Seelenkörper und versuche mich mit ihm zu verbinden. Er fühlt sich an wie eine Energie Ei. Es ist ein Ort der Sicherheit. Energetische Sicherheit. Ruhe. Loslassen. Manchmal "fällt da etwas heraus". Es ist nie so ein super Samadhi, wo alles gleichzeitig bewusst wird, es kommt (bei mir) Scheibchenweise. Einzelne Einsichten, die dann integriert werden wollen.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#32
23.09.2021, 11:38
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(09.08.2021, 20:45)ichbinmehr schrieb:
Ich habe gemerkt, dass ich Zugriff auf das Speicherbewusstsein bekomme

Ich habe das auch gemerkt, aber meine Methode ist ein bisschen anders. Ich setze mich hin zur Meditation und warte bis negative Gefühle einen Level erreichen, der nicht mehr angenehm ist. Früher bin ich dann oftmals einfach sitzen geblieben und habe versucht es auszuhalten. Bei der neuen Methode (die vielleicht nur ich praktiziere; zumindest habe ich nie gelesen, dass sonst jemand so was macht) beende ich also die Meditation sobald es unangenehm wird (manche raten ja dazu trotzdem sitzen zu bleiben). Aber das allein wäre nicht sehr effektiv um Zugriff auf das Speicherbewusstsein zu bekommen.  Der erste Teil der Technik besteht also darin nur so lange zu meditieren wie man Lust hat. Und nun komme ich zum zweiten Teil der Technik: Ich schreibe unmittlelbar nach der Meditation auf, was mich dazu bewogen hat die Meditation zu beenden. Dabei kommen zwar nicht immer Inhalte aus dem Speicherbewusstsein zutage, aber es hilft mir oft meine Gefühle auf eine angenehmeren Level zu heben. Die Methode des "Aufschreibens nach der Meditation" habe ich früher auch in Verbindung mit einer "regulären" Zen-Meditation angewendet, die allerdings (für Zen-Verhältnisse) ziemlich kurz war: 15 Minuten. Damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht. In letzter Zeit fiel es mir aber öfters schwer 15 Minuten durchzuhalten. Dann verkürzte ich es auf 10 Minuten, und das war mir dann öfters auch zu lang. 

https://www.medizin-im-text.de/2018/5782...hoanalyse/

 Die Grundregel wird normalerweise nicht innerhalb einer "Schreibtherapie" durchgeführt, sondern innerhalb einer von Freud so genannten "Redekur". Das Problem dabei ist nur, dass nicht jeder "Lust" hat zu einem Therapeuten zu gehen. Und wenn man das Verfahren mit einem Freund durchführt weiß ich nicht ob dabei was gutes herauskommen kann, auch wenn es ein guter Freund ist. Denn um freie Assoziationen, die einem von einem anderen mitgeteilt werden verarbeiten zu können braucht man sehr viel Therapie-Erfahrung, auch Erfahrung in Selbstanalyse, die ja in der Regel schriftlich abläuft. König erwähnte mal er lege sich allein auf die Couch: https://www.amazon.de/Selbstanalyse-Hinw...3525457790) Ich fand das sehr mutig von ihm und es öfters selbst mal versucht. Ich legte mich auf mein Bett und fing einfach an "frei zu assoziieren" Das brachte mir manchmal was. Aber in der Regel bleibe ich doch lieber bei der schriftlichen Methode. Die ist unter anderem von Farrow beschrieben worden, zu dessen Buch S. Freud ein Vorwort geschrieben hat (Link siehe unten). Der Umstand, dass der "Meister" ein wohlwollendes Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat beweist, dass er Selbstanalyse nicht als Humbug oder zwecklos angesehen hat. Manche Therapeuten warnen vor der Selbstanalyse, weil sie befürchten, dass man aus der "Regression" allein nicht mehr rauskomme. Diese Sorge ist nicht ganz unbegründet. Aber ich bin bisher aus jeder Regression herausgekommen. Das war oft nicht ganz einfach. Es sei noch angemerkt, dass es auch in einer Psychotherapie keine Garantie dafür gibt, dass man aus einer Regression immer (schnell) wieder heraus kommt. 

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/An...bstanalyse
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#33
06.07.2022, 13:26
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Philosophie ist überall. Aber man kann das Ausmaß von Philosophie begrenzen. Ich spreche hierbei von der persönlichen Erfahrung. Man kann ein Leben führen, dass einer bestimmten Philosophie verpflichtet ist und dabei bleiben. Wenn man sich bei der Philosophie, zu der man auf irgendeinem Weg gekommen ist, nicht mehr wohl fühlt entsteht oftmals der Wunsch nach Veränderung der eigenen Sichtweisen. Oftmals besteht aber auch einfach der Wunsch "Depressionen loszuwerden" oder ähnliches.

Der Wunsch nach der Erlösung von Depression wäre nicht möglich ohne bestimmte Denkmuster, die dem Begriff der Depression zugrundeliegen und ihn erklären. Das Wort Depression ist zwar relativ neu, aber vermutlich gab es schon in der Antike einen ähnlichen Begriff, zumindest bei den höher entwickelten Völkern. 

Es ist schwer vorstellbar, dass in jeder Sprache ein Wort gibt, dass dem deutschen Wort "Depression" entspricht. Besonders Eingeborenensprachen haben nicht so viele Worte. Da fehlen manche Worte einfach. Das muss nicht bedeuten, dass manche Eingeborenen nicht depressiv sein können. Sie haben nur kein Wort dafür. Wenn man kein Wort dafür hat, dann ist das Erleben ein anderes. Wenn man über diesen Zustand reden kann indem man sagt "Ich bin depressiv" ist das was anderes, als wenn man versucht es mit den anderen zur Verfügung stehenden Worten zum Ausdruck zu bringen, z.B. indem man sagt "ich bin unglücklich" oder "ich bin verzweifelt". Unglücklich oder verzweifelt ist ja jeder mal. Wenn also einer sagt "Ich bin unglücklich" dann erwartet der Zuhörer, dass noch was nachkommt und zwar die Angabe des aktuellen Grundes. Er fragt dann vielleicht "Wieso bist du denn jetzt unglücklich?" Seine Antwort hängt aber auch davon ab, ob er ihn persönlich kennt. Wenn ein Fremder sagt "Ich bin unglücklich" ist das was anderes als wenn ein Freund, der normalerweise gut gelaunt ist sagt "Ich bin unglücklich".
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#34
06.07.2022, 13:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.07.2022, 13:41 von ichbinmehr.)
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Zitat:Es ist schwer vorstellbar, dass in jeder Sprache ein Wort gibt, dass dem deutschen Wort "Depression" entspricht.

De-press-ion = Ich würdes mit Selbstunterdrückung übersetzten.

Zitat:Der erste Teil der Technik besteht also darin nur so lange zu meditieren wie man Lust hat. Und nun komme ich zum zweiten Teil der Technik: Ich schreibe unmittlelbar nach der Meditation auf, was mich dazu bewogen hat die Meditation zu beenden. Dabei kommen zwar nicht immer Inhalte aus dem Speicherbewusstsein zutage, aber es hilft mir oft meine Gefühle auf eine angenehmeren Level zu heben. Die Methode des "Aufschreibens nach der Meditation" habe ich früher auch in Verbindung mit einer "regulären" Zen-Meditation angewendet, die allerdings (für Zen-Verhältnisse) ziemlich kurz war: 15 Minuten. Damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht. In letzter Zeit fiel es mir aber öfters schwer 15 Minuten durchzuhalten. Dann verkürzte ich es auf 10 Minuten, und das war mir dann öfters auch zu lang.

Ich habe deinen vorletzten Text sehr gerne gelesen, weil der wirklich sehr interessant für mich war. Dein Text hat mich daran erinnert, dass ich bei meinen Problemen bzgl. Meditation wie ich sie zb hier unten beschrieben hatte, noch weitere Optionen habe, als ganz oder gar nicht, nämlich wie du es zb vorschlägst, schriftlich zu reflektieren, warum es gerade nicht stimmig ist oder Nebenwirkungen hervorruft und zweitens mit meinem Inneren Kind im Gespräch darüber zu sein.

Zitat: Ich schrieb in einem anderen Thread:

Ich habe über mich herausgefunden, dass ich wenn ich Stress habe und dann meditiere in ein Ungleichgewicht falle. Mein Stirnchakra ist ohenhin oft so weit auf, dass ich einen Ausgleich mit dem Wurzelchkara brauche. Wenn ich Stress habe, fühle ich mich schnell entwurzelt und wenn ich dann meditiere und oben alles offen ist, dann geht das wieder in so eine leicht psychotische Richtung. Es gab vor ein paar Monaten ein paar Tage die waren psychisch für mich wieder sehr sehr ansgrengend und als ich da meditiert hatte, ging das genau in die Richtung. Dadurch verstand ich dann, warum ich oft gar keine Lust habe auf Meditation, weil es auch nicht das richtige wäre. Lust - Unlust sind Hinweise und nichts was man durch Disziplin unterdücken sollte.

Ich kann das alles mittlerweile abbremsen, zb dass ich total die Erdung verliere, ich kann das mitlerweile etwas lenken, so dass es mich nicht gefährdet, aber ich brauche dann manchmal einfach etwas anderes. Somatic Experiencing zum Beispiel, Gespräche mit Menschen oder Innere Kind Arbeit, aber keine Meditation. Oft fehlt es an Beziehungserfahrungen. Ich habe erkannt, dass Selbstfürsorgeübungen an solchen Tagen für mich besser sind und Meditiation das vorhandene Ungleichgewicht eher noch verstärkt.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#35
06.07.2022, 14:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.07.2022, 15:12 von ichbinmehr.)
Jetzt aktuell zb wenn ich überlegen würde, etwas zu meditieren, spüre ich direkt einen Widerstand und Unlust. Warum ist da ein Widerstand frage ich mich? Was verbirgt sich unter der Unlust?

Ich spüre dass mein Kronenchakra sowie gerade sehr offen ist und die Kundalini da arbeitet, weil in den letzten Tagen viel in mir passiert ist. Gestern ging es mir energetisch super, da war ich schon den ganzen Tag in Meditation, ohne dass ich mich dafür hinsetzten musste. Ich war einfach offen. Es war als würde die Sonne aus mir heraus scheinen. Ich war sehr entspannt und hatte viel Energie. Aber in der Nacht habe ich zu wenig geschlafen, weil ich am Morgen einen Termin hatte und gleich habe ich noch einen Termin. Und das alleine reicht, um mich wieder völlig zerstört zu fühlen.

Wenn die Kundalini aktiv in mir arbeitet, empfinde ich Meditation immer als ein zu viel des Guten. Am besten komme ich dann mit einer abgewandelten Form von Somatic Experiencing klar. Ich habe dann oft leichte Kopfschmerzen, fühle mich etwas ungeerdet und leicht dissoziiert. Dissoziation kann verschieden sein, es ist aktuell eher eine Form der Dissoziation, die auf Grund von überflutenden Stress geschieht. Also kein Zeugenbewusstsein, sondern eine Dissoziation, die eine ungesunde Entkoppelung vom Körper hervorruft, weil ich mit den Terminen und Erwartungen am heutigen Tag überfordert bin und mir Ruhe wünsche. Ich fühle ich unverbunden.

Wenn ich reinspüre was ich jetzt brauche, sehe ich mich ganz entspannt vor dem Fernseher sitzen, mit einer Tasse warmen Kakao. Dabei decke ich mich mit einer Decke zu und ermögliche ich mir Geborgenheit, Entspannung und Loslassen. So etwas bringt mich meist wieder in die Verbundenheit. Vor allem ist es die völlige Erwartungslosigkeit an mich selbst, die dem Gefühl der Verbundenheit zuträglich ist. Loslassen und Erwartungslosigkeit kann ich bisher nur erzegen, wenn ich keine Termine habe.

Ich meditiere oft nicht, weil ich im Grunde genau spüre was ich brauche und was nicht. Es ist kein Fehlen von Disziplin, sondern Weisheit. Ich möchte daher die Idee, das tägliche Meditation in jedem Fall anstrebsam und bewusst ist, die Idee das Disziplin in jedem Fall anstrebsam ist, mal grundsätzlich in Frage stellen, denn Selbstfürsorge kann auch bedeuten, keine Erwartungen mehr zu erfüllen und die Meditation ganz bewusst sein zu lassen. Das ist auch der Grund warum ich keine Klarträume habe zur Zeit.

Wenn ich jetzt trotzdem meditiere, dann wird sich die Dissoziation verstärken und das würde bedeuten, dass ich nicht gut mit mir selbst und dem Boden verbunden wäre, dass ich meinene authentischen Emotionen und meinen Körper abspalte, denn in der Meditation wird das Ich und seine Bedürfnisse noch mehr ausgeblendet. Ich halte es aber für viel sinnvoller meiner Bedürfnisse genau zu erspüren und zu schauen, in wie fern ich diese Bedürfnisse selbst erfüllen kann. Es fehlen mir traumabedingt liebevolle Beziehungserfahrungen in solchen Stress Situationen, weshalb ich lernen darf mir das selbst zu geben. Liebevolle Selbstführsorge ist deshalb das bessere und nachhaltigere Tool an der Stelle für mich persönlich. 

Es kann sein, dass ich morgen Lust habe zu meditieren, weil ich da emotional stabil bin. Es kann sogar sein, dass ich etwas herausforderndes tue, welches das Bewusstssein erweitert, aber es ist immer davon abhängig mit welchem Grundgefühl gehe ich in so eine Erfahrung rein. Im Grunde sind es Set und Setting Überlegungen für mich, wie man diese auch aus dem verantwortungsvollem Umgang mit Drogen kennt. Set ist die Innere Einstellung und Setting die Umstände. Set und Setting passen heute nicht um zu meditieren.

Das war früher ganz anders. Früher habe ich Meditation unbewusst und diszipliniert durchgezogen und mir eingebildet dass das eine tolle Leistung sei. So bekommt man das ja vorgelebt, weshalb ich dem hier auch widerspreche, denn es kommt eben immer eine nächste Ebene des Bewusstseins, auf der man erkennt, ich kann das jetzt nicht mehr so, weil ich jetzt viel sensibler und achtsamer mir selbst gegenüber bin und spüren kann, ob es mir überhaupt gut tun zu meditieren.

Früher hatte ich dafür ja gar keine Wahrnehmung. Da habe ich einfach jeden Tag meine Übung gemacht, weil ich gar nicht fühlen konnte, was ich heute alles empfinde. Seitdem ich dafür eine sehr sensible Wahrnehmung habe, kann ich keine Erwartungen an mich mehr erfüllen. Das ist manchmal ein Problem, denn der Kopf hat ja immer Ziele und Vorstellungen, denen man ab einem gewissen Grad der Achtsamkeit nicht mehr entsprechen kann. Seinen eigenen Erwartungen nicht zu entsprechen ist auch eine Form des Ego Todes. So könnte für den ein oder anderen das bewusste "nicht meditieren" zu mehr Klarheit führen, als das meditieren.

Stimulanzien die das Herz Chakra öffnen, zb spezieller Roh Kakao, erzeugen immer recht schnell eine bessere emotionale Stabilität und somit auch Erdung bei mir. dh. die Tendenz zur Dissoziation löst sich auf, ich komme in meinen Körper und in meine Gefühle. Erdung ist für mich Geborgenheit. Selbstfürsorge erzeugt Geborgenheit, also Erdung. Kakao zb hilft mir immer, wenn ich es noch nicht immer aus eigener Selbstregulationskraft schaffe, mir diese liebevolle Selbstfürsorge zu geben. An Hand dieser Beobachtungen erkenne ich, dass das emotionale Ungleichgewicht durch zu wenig Selbstliebe, zu wenig Geduld, zu wenige Gelassenheit, zu wenig Verständnis mir selbst gegenüber und und zu wenig Herzoffenheit bei mir entsteht.

Heute zb weil ich zwei Termine habe und ich fühle, das gerade zu viel ist. Es sind nichtmal schlimme Termine. Aber das reicht machmal schon, dass ich meine Innere Stabilität verliere und nur noch getresst bin und sozusagen neben mir stehe. Das ist eigendlich eine gute Formulierung für Dissoziation, neben sich stehen, statt ganz in sich drin zu sein. Das ist ja irgendwie ein Schutzmechnismus der bei mir immer anspringt, wenn ich überfordert bin. Wenn ich da dann noch Meditation drauf packe, habe ich die perfekten Vorraussetzung für die Frage: Wie backe ich mir eine Psychose? Nun da ich in dieses Loch schon reingefallen bin, wird mir das heute nicht mehr passieren, weil ich eben genau erspüren kann, ob Meditation gerade heute eine gute Sache für mich ist oder nicht.

Ich kann nicht entspannen und loslasse, ehe diese Termine erledigt sind. So lange kann ich mir loslassen nicht erlauben. So stehe ich neben mir, bis die Umstände wieder besser zu meinen Bedürfnissen passen. Deshalb ist Stress + Meditation für mich keine gute Kombination. Manchmal kann ich dann meinen temporäten Stress nur akzeptieren, mich von weiteren Erwartungen an mich selbst abgrenzen, wissend dass es mir morgen besser gehen wird, weil ich da wieder loslassen kann. Oder aber psychologische Selbstregulationstechniken anwenden.

Das dauert oft ein paar Tage bei mir,  bis ich losgelassen habe und erst dann, wäre ich wieder offen zb mit Meditation zu experimentieren. Also die Voraussetzung ist, das ich in meinem Körper bin, statt neben mir zu stehen. Spannend für mich, das mal so zu formulieren.

Morgen wäre ja auch wieder die gemeinsame Gateway Meditation, und es gibt den Teil in mir, der das total blöd findet, meine Erwartungen nicht erfüllen zu können. Es gibt aber auch einen Teil in mir,  der da schon längst drüber hinaus gewachsen ist, weil es nicht darum geht Erwartungen zu erfüllen und Ziele immer nur richtungsweisend funktionieren, nicht aber erfüllt werden müssen. Ein Ziel ist ein Fokus, mehr sollte es nicht sein. Alles andere ist eigendlich wahnsinn. Man sollte sich eigendlich total entspannt selbst enttäuschen können. Das wäre ein gesunder Umgang mit Zielen.

Ich wüsste gar nicht wie ich Selbstliebe in der Meditation lernen könnte, aber vielleicht hat da ja jemand eine Idee. Natürlich kenne ich Herz Meditation, aber die Öffnung des Herz Chakras empfinde ich nicht als kontrollierbare und selbstständige Ich Kompetenz. Scheinbar geht es bei mir aber gerade darum. Herz Öffnung kann einem in Meditation geschehen, Selbstfürsorge kann ich selbstsändig machen. Meditation bringt mich zwar zur Ruhe, aber eben auch manchmal noch weiter in die Dissoziation.

Und bewusstseinserweiternde Erfahrungen durch Meditation müssen auch integriert werden. Integration benötigt Energie. Das alles sollte man abschätzen. Wer sowieso nie bewusstseinserweiternde Erfahrungen während der Meditation hat, der kann ruhig täglich stundenlang meditieren. Da sind ja dann noch alle Tore zu anderen Welten zu. Da wird man dann quasi vom Unbewussten geschützte. Da ist der Schutz noch abgespalten. Das unbewusste übernimmt die Aufgabe.

Wer diese Tore aber offen hat, der muss auch mit den offenen Toren umgehen lernen. Das bedeutet dass man den Aspekt des Selbstschutzes selbstständig übernehmen muss. Leider habe ich darüber in keiner Anleitung über Meditation je etwas gelesen, weil scheinbar alle davon ausgehen, dass die Tore eines Menschen zu sind. Genauso wie es an Anleitungen fehlt wie man in anderen Welten navigiert. Meditationsanleitungen sind meist für Anfänger geschieben und eigendlich steht in allen Büchern der selbe Standart Verfahren. Schema F. Was aber wenn man aus Schema F aufwacht? Wer erlebt wie sich die Welt auflöst, sobald er mal ne halbe Stunde nach Innen schaut, der muss Meditation ganz anders dosieren, nämlich sehr bewusst und im Einklang mit den sonstigen Bedüfnissen des Ichs/Selbst. Es kommt halt drauf an, ob man noch mit Stützrädern fährt oder ohne.

Ich kann nicht richtig kontrollieren wohin mich Meditation bringt. Kontrollierte Selbstfürsorge bringt mich definitiv zu mehr Geborgenheit und Verbundenheit mit mir selbst.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#36
08.07.2022, 11:02 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.07.2022, 13:32 von Likeplacid.)
Auf den Beitrag von "ichbinmehr" werde ich vielleicht später noch eingehen (ich habe noch nichts davon gelesen).

Ich habe jetzt eine Schreibblockade. Ich hatte eigentlich vor, den Gedankengang von vor einigen Tagen fortzusetzen. Da schrieb ich über Depression. Im Anschluss fragte ich mich wieso ich das geschrieben habe. Ich fand es ziemlich befreiend, das geschrieben zu haben. Öffentlich schreibe ich mit einem anderem Bewusstsein als wenn ich privat auf meine Festplatte schreibe. Ich erreiche hier Leute. Wie viele Leute ich erreiche weiß ich nicht. Wie viel sie davon lesen oder verstehen weiß ich nicht. Aber manchmal habe ich das starke Bedürfnis für andere zu schreiben, und nicht bloß für mich selbst. Ich habe in den letzten Jahren sehr viel nur für mich selbst geschrieben. Ich habe seit den 80er Jahren sehr viel auf Papier geschrieben (von Hand). Das habe ich hinterher alles vernichtet, obwohl ich anfangs versuchte es aufzubewahren. Aber wenn ich nach einigen Monaten versuchte darin zu lesen war ich meistens verwirrt, ich konnte nicht mehr viel damit anfangen. Es war nicht so geschrieben, dass ein anderer es verstehen soll oder kann oder dass ich selbst es noch nach einigen Wochen verstehen kann.  Der Fokus beim Schreiben lag darauf mir was von der Seele zu schreiben, und das klappte oft auch sehr gut. Mit "sehr gut" meine ich natürlich nicht, dass ich von meiner schwerwiegenden Neurose geheilt wurde, aber ich habe einige Teilerfolge erzielt, auf die manch ein Psychotherapeut stolz gewesen wäre. Ab dem Jahr 2001 war dann meine Schreiberei nicht mehr so effektiv. Ich machte "selbst-therapeutisch" keine Fortschritte mehr, aber gleichwohl erlebte ich das regelmäßige Schreiben noch als entlastend. 

Ich habe nun von was ganz anderes geschrieben als ich eigentlich vorhatte. Das passiert mir, wenn ich privat schreibe, auch oft. Was das ursprüngliche Thema angeht, worüber ich schreiben wollte habe ich aktuell eine Schreibblockade. Es ist fast so als würde Gott mich daran hindern, darüber zu schreiben. Es geht dabei um das Thema "Können Texte therapeutisch wirksam sein?" Nun hat Gott es also doch zugelassen, dass ich "darüber" schrieb. Vielleicht lässt er mich ja noch mehr schreiben. Im allgemeinen denke ich nicht oft an Gott. Das liegt daran: ich habe meinen Glauben an Gott vor einigen Jahren selbst analysiert. Dadurch ist viel Gottesglaube verloren gegangen. Aber zurück zum Thema. Kann man durch das Lesen eines Textes (z.B. eines Buches) eine langjährigen Depression heilen? Das könnte ich mir vorstellen und ich habe so was auch schon mal erlebt. Aber die Heilung dauerte nur einige Monate und sie war auch nicht sehr tiefgreifend. Es handelte sich dabei um das Buch "Das Spektrum des Bewusstseins" von Ken Wilber.  Ich habe es sogar zwei Mal gelesen. Diese zwei Durchlesungen schaffte ich innerhalb von vier Monaten. Da war mein Geist noch offen. Ich las relativ schnell. Später konnte ich dann nicht mehr so viel von einem Autor lesen, zumindest nicht in so kurzer Zeit. Von Ken Wilber fand ich auf dem Wühltisch in einem Warenhaus im Januar 1989 noch ein zweites Buch. Das hieß "Halbzeit der Evolution" Dieses Buch hat mich gewissermaßen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Durch "Spektrum des Bewusstseins" hatte ich das Gefühl erleuchtet zu sein. In "Halbzeit der Evolution" hat er behauptet, dass man allein (ohne Zen-Meister oder ähnliches) keine Erleuchtung erlangen könne und dass das lächerlich sei. Von April bis Oktober 1989 ging ich dann wieder arbeiten und zwar in meinem erlernten Beruf als Zerspanungsmechaniker  (seit August 1988 hatte ich nicht gearbeitet, aufgrund von Depressionen). Die Arbeit fiel mir ab April - ca. August 1989  leicht und ich fühlte mich als nützliches Mitglied der Gesellschaft. So ein Gefühl hatte ich zuvor schon einige Jahre nicht mehr gehabt. Das lag zum Teil aber auch daran, dass ich eine Ausbildung machte (Zerspanungsmechaniker, Fachrichtung Frästechnik) die mich unglücklich machte. Der Beruf gefiel mir von Anfang nicht. Vor dieser Lehre hatte ich mal vier Monate als Bürohilfskraft gearbeitet und kam da ganz gut klar. Mein Vater meinte dann aber ich solle einen anständigen Beruf lernen. Da ich bereits eine kaufmännische Lehre abgebrochen hatte empfahl er mir eine gewerbliche Lehre zu machen. Ich weiß natürlich nicht ob das überhaupt "noch" jemanden interessiert, außer "ichbinmehr". Ihn/sie interessiert das ganz bestimmt.  "ichbinmehr" hat schon oftmals auf meine Beiträge geantwortet, was ihm/ihr zu helfen scheint. Mir hilft es nicht viel, anders formuliert: mir hilft es vielleicht ein bisschen. Das weiß man oft gar nicht so genau, durch was man sich besser fühlt. Das kann natürlich auch in die andere Richtung gehen, dass man sich durch jemanden oder etwas schlechter fühlt und sich dessen gar nicht bewusst ist. Das Thema "Was heilt die Psyche und gibt es überhaupt etwas, was sie heilt?" finde ich ungeheuer spannend. Man könnte die Frage auch so stellen: "Ist Psyche überhaupt jemals krank?" Der Krankheitsbegriff kommt ja aus der Medizin. Manche körperliche Krankheiten sind "realer" als andere. Bei manchen körperlichen Krankheiten besteht Zweifel ob es nicht im Grunde was Seelisches ist. Aber die Seele hat man ja in der Seelenheilkunde abgeschafft und man nennt es jetzt lieber Psychotherapie. Man meidet also das Wort Heilung.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#37
08.07.2022, 17:16
Es ist kein Zufall, dass dieser Thread, der den Namen "Auch kurze Texte können erbaulich sein", sich in Richtung "Erhellung des Begriffs der Depression" entwickelt. Ein erbaulicher Text ist ein Text, der beglückend ist oder eines Text, der von Depressionen befreit. Erbaulichkeit eines Textes ist also "beglückende Eigenschaft" eines Text, oder wenn man es therapeutisch formuliert "depressionslösende Eigenschaft eines Textes" oder "von Depression heilende Funktion eines Textes". Den Begriff der Erbaulichkeit habe ich von Hegel, und zwar aus der Vorrede zur "Phänomenologie des Geistes" http://www.zeno.org/Philosophie/M/Hegel,...es/Vorrede 

Ich habe Hegel nicht mehr weiter gelesen und zwar aus zwei Gründen: 
1. wegen seiner Ansicht, dass Philosophie nicht erbaulich, sondern ernst und schwer sein sollte. 
2. weil ich mit dem, was er sonst noch so schrieb nicht allzu viel anfangen konnte. Er schreibt teils unverständlich und teils langweilig. Dort wo seine Texte leicht verständlich sind, sind sie langweilig, und dort wo seine Texte nicht verständlich sind, habe ich keine Lust mich näher damit zu befassen, weil es mir zu mühselig ist. Die Sekundärliteratur zu Hegel zeigt, dass es kaum lohnen mag sich dieser Qual ihn verstehen zu wollen zu unterziehen. Er hat durch seine (vermutlich absichtlich) unverständliche Schreiberei viel Aufsehen erregt und eine große Zahl an philosophischer Literatur ausgelöst. So soll sich Feuerbach, dessen Werk "Das Wesen des Christentums" ich sehr schätze zu Hegel bekannt haben. Er erwähnt Hegel jedoch an keiner Stelle. 

Depression soll nach Ansicht von Hegel also nicht überwunden sondern eher noch vertieft werden. Dies vermutlich im Sinne des christlichen Jammertals. Ich möchte nun aber Hegel, von dem ich ohnehin nicht viel verstehe aber endgültig verlassen (oder zumindest für diesen Beitrag). 

Depression kann verstanden werden als chronisches Unglücklichsein, oder als chronische Verzweiflung oder als Mischung aus beidem. In psychotherapeutischen Literatur wird das Unglücklichsein in den Hintergrund gestellt. Dies geschieht vermutlich aufgrund der Überlegung, dass auch normale Leute oft unglücklich sind. D.h. jeder ist ab und zu mal unglücklich. Diese Überlegung lässt aber den zeitlichen Faktor außer Acht. Ich finde, wer öfter als normalerweise üblich unglücklich ist, der mag wohl durchaus als Depressiver bezeichnet werden dürfen, vor allem dann wenn kein klarer aktueller Grund für seine Betrübnis gefunden werden kann. 

Fachleute für Psychotherapie definieren Depression oft als relativ gefühllosen Zustand und sehen es als Fortschritt an, wenn ein Depressiver in einen Zustand gelangt wo er sich verstärkt unglücklich fühlt, also leidet. Liegt dem vielleicht eine gewisse Geringschätzung dem Nichtleiden und des Frohsinns zugrunde? Oftmals gelten solchen angeblichen Fachleuten relativ normale Leute als depressiv, und mit wirklich unglücklichen und Verzweifelten befassen sie sich gar nicht. Sie blenden sie aus, oder stufen sie als psychotisch ein. Psychotisch ist für sie dann ein Patientenmerkmal, dass es gestattet die Behandlung abzulehnen. Aber ich möchte den Eindruck aufkommen lassen, dass alle Therapeuten so sind. Es gibt auch Therapeuten die ich geduldig mit "echten" Depressiven beschäftigen und die es bestimmt nicht leicht haben, da sie sich einem hohen Risiko aussetzen einen Selbstmord auszulösen oder zu beschleunigen. Denn jede psychotherapeutische Aktivität kann zu einer zumindest vorübergehenden Verschärfung des Leidens führen.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#38
09.07.2022, 05:44
(06.07.2022, 13:40)ichbinmehr schrieb:
Ich habe deinen vorletzten Text sehr gerne gelesen, weil der wirklich sehr interessant für mich war. Dein Text hat mich daran erinnert, dass ich bei meinen Problemen bzgl. Meditation wie ich sie zb hier unten beschrieben hatte, noch weitere Optionen habe, als ganz oder gar nicht, nämlich wie du es zb vorschlägst, schriftlich zu reflektieren, warum es gerade nicht stimmig ist oder Nebenwirkungen hervorruft und zweitens mit meinem Inneren Kind im Gespräch darüber zu sein.

Ich habe auch noch eine weitere alternative Mediationstechniken auf Lager (die vermutlich noch von keinem gelehrt wurde). 

Ich denke in der Meditation manchmal ganz konzentriert über ein Problem nach. Dies tue ich im vollen Bewusstsein entgegen der Anleitungen die man so kennt. Die sagen ja alle: man soll in der Meditation nicht denken.  Aber warum wollen die einem das Denken verbieten? Damit man schön klein bleibt und kein eigenes Buch schreibt.  Ab und zu tut es mir wirklich sehr gut mich in der Meditation ganz bewusst auf ein aktuelles Problem ganz bewusst zu fokussieren. Täglich kann ich das aber nicht machen. Es tut mir dann auch wieder ganz gut "nach Vorschrift" zu meditieren (d.h. die Gedanken kommen und gehen zu lassen etc.). Im allgemeinen meditiere ich aber nicht mehr viel. 

Eine andere Technik finde ich auch sehr interessant. Ich las sie vor einigen Jahren in einem Buch eines tibetischen Lamas (Titel und Name habe ich vergessen). Leider kann ich sie nicht so wiedergeben, wie sie in dem Buch gestanden hat. Zur Zeit führe ich diese Meditation allerdings lieber auf dem Sofa aus, und zwar indem ich vorne auf der Kante des Sofas aufrecht sitze. Sie hilft mir gut, um runterzukommen.  In meiner Version dieser Meditation braucht man dazu einen Kurzzeitmesser ("Eieruhr"), der elektronisch sein sollte, denn mechanische lassen sich nicht so gut auf genau 1 Minute einstellen. Die Mediation besteht aus drei Phasen von jeweils 1 Minute.  In der ersten Phase denke ich so viel wie ich kann. Ich vermeide es irgendeine Lücke im Denken entstehen zu lassen. Mit "Denken" meine ich das innere Reden. Man redet ja den ganzen Tag innerlich, was ja im Grunde erstaunlich ist. In der zweiten Phase mache ich das Gegenteil und zwar unterdrücke ich konsequent das innere Sprechen. Es gelingt mir in der Regel, dass fast die ganze Minute kein eigenes Wort "entsteht" oder maximal zwei einzelne Worte. In der dritten Phase lasse ich das Denken dann wieder zu und versuche so zu denken wie ich es normalerweise tue,  also mit Pausen ab und zu.  Wenn ich diese Übung mache, habe ich meistens hinterher das Gefühl das Denken besser im Griff zu haben. Ich bin dann Herr über meine Gedanken und werde nicht von ihnen bestimmt, sondern ich bestimme über sie. Ich mache das aber nur selten und nur wenn ich es wirklich brauche.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#39
09.07.2022, 14:20
(06.07.2022, 14:34)ichbinmehr schrieb:
 Wer sowieso nie bewusstseinserweiternde Erfahrungen während der Meditation hat, der kann ruhig täglich stundenlang meditieren.

Nein, kann ich nicht. Selbst wenn ich wollte. Die Depressionen werden meistens schon nach 10 Minuten unerträglich, auch die körperlichen Beschwerden (der Rücken tut weh, die Beine schlafen ein etc.) Ich in einer Meditation habe ich noch nie was interessantes erlebt. In meinen spirituellen Flitterwochen, die schon einige Jahrzehnte her sind, konnte ich mehrmals täglich 30 Minuten meditieren ohne das irgendwas passierte. Ich saß einfach nur da und fühlte mich wohl. Hinterher war ich dann erleuchtet (es gibt ja viele Arten erleuchtet zu sein, und eigentlich erinnere ich mich kaum noch dran. Der Haupteffekt bestand darin, dass ich mich erlöst fühlte; der gedankliche Hintergrund dabei war angelesen. Ich war damals auch stark von einer TV-Serie mit Shirley Maclane beeinflusst, worin sie äußerte sie sei das Universum

Ich habe zur Zeit auch ohne Meditation schon genug Probleme. Nach dem obigen Beitrag, den ich nachts verfasste, bin ich nur sehr schwer eingeschlafen, noch schwerer als sonst. Aber erstaunlicherweise habe ich darauf relativ gelassen reagiert. Um 14:30 Uhr bin ich mit einer Migräne aufgewacht. Ich hatte bis gestern vormittag auch schon einen Tag Migräne und dachte es sei vorüber. Die Migräne saugt Gefühle auf. Durch die Migräne habe ich keine Angst mehr (außer davor, dass sie zunimmt) und auch die Depressionen lassen nach. Wenn sie allerdings zu stark wird, hindert sie mich an fast allem. Ich habe dann ziemliche Kopfschmerzen und zwischendurch wird mir übel. Das sind die einzigen bewusstseinserweiternden  Erfahrungen die ich mache. Das war natürlich nur Spaß. Migräne ist einfach nur ein Leiden und ein pathologischer Kompromiss. 

Ich habe heute nacht auch noch mal eine der beiden Meditationen ausprobiert die ich erklärt habe und zwar die Dreiphasige. 
Ich tat das, obwohl ich es eigentlich nicht nötig hatte. Normalerweise mache ich diese Meditation nur, wenn ich das Bedürfnis habe zwanghaftes Grübeln zu beenden (z.B. hat es mir vor einem halben Jahr geholfen den Terminstress mit einer Galerie zu bewältigen, ich malte einige Bilder für, letztenendes wurde aber nichts draus). Aber heute Nacht machte ich es "einfach so", aus Langeweile. Ich hatte dann einige interessante Effekte, die genau in die entgegengesetzten Richtung gingen. Das Denken zeigte verstärkt die Tendenz sich zu verselbstständigen. So was habe ich nur selten erlebt, aber es war nicht sehr beängstigend. Weil es so interessant war, machte ich es nach einer Stunde noch mal. Da passierte dann nicht mehr so viel.
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#40
11.07.2022, 14:37
Eigentlich ist das Thema Meditation ja so was von Off Topic. Die Frauen haben irgendwann damit angefangen und ich mich da mit reinziehen lassen. Ich habe in den letzten 24 Stunden auch ziemlich viel meditiert, obwohl ich gar nicht (mehr) in der Verfassung dazu bin (in den schon erwähnten "spirituellen Flitterwochen" war ich dazu noch in der Lage) Ich habe mehrere Kurz-Meditationen gemacht seit gestern Nachmittag. Ich muss sagen, dass es meine "allgemeine" depressive Stimmung eher verstärkt. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich nicht lange meditieren kann, und zwar hauptsächlich deshalb nicht weil ich in der Depression depressiv werde. Nun merke ich aber auch immer wieder, dass Meditation mich allgemein depressiv macht und zwar vor allem dann wenn ich ZU OFT am Tag meditiere.  1-2 Mal am Tag (oder in der Woche?)*** bisschen meditieren tut mir hingegen manchmal gut. Aber so genau weiß ich das gar nicht. Meditation ist vielleicht eher was für Leute, die psychisch völlig gesund sind. Und psychisch Kranke sollten es entweder gar nicht machen oder sehr vorsichtig dosieren. Meditation habe ich früher oft als Mittel missbraucht, um Zeit totzuschlagen. Dagegen ist zwar grundsätzlich nichts einzuwenden, nur sollte man für solchen "Blödsinn" eine stabile psychische Gesundheit besitzen. 

***ich führe darüber nicht Buch wie oft ich meditiere und welche Wirkungen es hat; daher weiß ich es nicht so genau
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RE: Auch kurze Texte können erbaulich sein
#41
13.07.2022, 13:59
Meditation ist doch nicht Off-Topic. Meditationsanweisungen sind meistens Kurztexte. Und manchmal werden Meditierenden vorher Kurztexte vorgelesen um sie auf die Meditation einzustimmen. Innerhalb des Buddhismus gibt einen Streit ob die Kenntnis der heiligen Texte (Buddhas Lehrreden) wichtig oder unwichtig sei um Erleuchtung zu erlangen. Es würde ziemlich lange dauern sie alle zu lesen.
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