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Religion und Kirche

RE: Religion und Kirche
#31
19.08.2020, 15:52 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.08.2020, 15:53 von spell bound.)
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(19.08.2020, 12:26)Likeplacid schrieb: Die christliche Religion ist, so glaube ich, was ganz besonderes. Sie hängt die Liebe an die große Glocke. sie macht gewissermaßen ein großes Ding draus. Das hebt sie von den anderern Religionen ab.
nein, da gibt es viele andere religionen, die das auch machen.
beispiele: islam, buddhismus, hinduismus
Ich strebe eine Verbindung an zwischen Wissenschaft, Rationalität, Kreativität, und Intuition. Leider wird das oft als Gegensatz verstanden, weshalb kritische Fragen dann als störend wahrgenommen werden. Ich werde mich hier weniger beteiligen, weniger sinnlose Diskussionen führen, mehr Videos produzieren.
Bin weiterhin über PN zu erreichen.
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RE: Religion und Kirche
#32
19.08.2020, 16:55
Im Christentum spielt die Identifikation mit dem Christusbewusstsein eine sehr große Rolle und wird kaum in Frage gestellt.
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RE: Religion und Kirche
#33
19.08.2020, 16:57
[+] 1 User sagt Danke! mathchild für diesen Beitrag
(19.08.2020, 15:52)spell bound schrieb:
(19.08.2020, 12:26)Likeplacid schrieb: Die christliche Religion ist, so glaube ich, was ganz besonderes. Sie hängt die Liebe an die große Glocke. sie macht gewissermaßen ein großes Ding draus. Das hebt sie von den anderern Religionen ab.
nein, da gibt es viele andere religionen, die das auch machen.
beispiele: islam, buddhismus, hinduismus


Hierzu möchte ich kurz in Erinnerung rufen, dass die abstrakte Natur der Liebe auf individueller Ebene auch häufig missverstanden wird.
Ich spitze meine Farbstiftmine mit einer Farbstiftspitzmaschine.
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RE: Religion und Kirche
#34
19.08.2020, 17:21 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.08.2020, 17:40 von ichbinmehr.)
Aus der Kreuzigung Jesus wir immer so ein „ er hat das für uns auf sich genommen „ gemacht.
Keiner wagt es, Jesus Weg auch mal in Frage zu stellen und mal klar zu sagen, dass er da noch ne kleine Baustelle hatte, weshalb der die Kreuzigung erfahren hat.

Er hat nicht (nur) uns erlöst, sondern vor allem sich selbst. Die Kreuzigung die er erfahren hat, war seine Gnade, seine Erlösung aus dem Ego, aus dem Hochmut, der Lehrerrolle, der Helferrolle die er spielte, obwohl er da ja schon wusste, dass er Gottes Sohn war. Da durfte sein Ego endlich sterben. Das wird aber häufig (nur) verdreht interpretiert, weil man ihn dann nicht mehr einseitig glorifizieren könnte.

Bei Buddha macht das keiner. Da heisst es wenn du Buddha triffst, töte ihn. Und auch bei den Hindus und der Advaita Lehre unterscheiden sie in Brahman und Para- Bramahn, soweit ich weiß. 

Im Christentum fehlt mir da jeglicher Hinweis drauf. Jesus sagt nur, der Vater und ich sind eins. Und das ist gut, dass er das sagt, weil das in all den anderen Religionen nicht gesagt wird. Das wiederrum verschweigen sie uns im Buddhismus. lol heul


Jesus vergisst zu sagen, dass der Vater und Sohn gleichzeitig nicht eins sind. Eins und nicht eins.

Er hätte auch nochmal sagen können, ich hatte da noch eine Anhaftung und musste die loslassen und wurde zum Glück gestoppt, die ganze Welt retten zu müssen. Judas war also kein Verräter sondern sein Erlöser. Der hatte ihn ja auch besonders lieb, wie es immer heisst.

Aber dann wäre da wieder das Problem mit der Paradoxie. meditier

Wer würde denn diese Religion dann noch verstehen?

Wie könnte eine Religion die auf Grund ihrer Freiheit chaotisch wäre, Menschen irgenwo hin führen, wenn da aus lauter Freiheit kein Weg mehr erkenntbar wäre?


Was aber wenn wir Menschen so eine Ikone zur Glorifikation brauchen, um uns selbst zu finden?

Da wären wir wieder bei C.G. Jung der sagt, wir spalten unsere göttliches Ich ab und suchen uns Projektionsflächen. Die muss ja jemand verkörpern, damit wir projizieren können, solange wir abspalten.

Deshalb muss jede Religion Fehler haben. Ausnahmslos.
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RE: Religion und Kirche
#35
19.08.2020, 21:32
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(19.08.2020, 11:01)ichbinmehr schrieb: Hallo viva,
mich würde interessieren, hast du in christlichen Gemeinden eine authentische und aufgeklärte Auslebung der Religion gefunden?

interessante Frage, was meinst du mit "aufgeklährt" ? 
ich glaube, dass jeder das findet was er erwartet oder wozu er offen ist, je nach seinem Bewusstsein, wo er steht, derselbe Text in der Bibel kann unterschiedlich verstanden werden weil jeder ihn anders empfindet und dann auch unterschiedlich interpretiert, es ist also eine ganz persönliche Sache und muss mit der Wahrheit nichts zu tun haben, eher mit der eigenen Interpretation.

Es ist ein Prozess, ich habe einige wirklich echte Christen gesehen, aber auch welche die nichts prüfen und alles übernehmen, in die Gemeinde hineingeboren sind, also Glaube ohne Wissen, aber im Resultat ist es wahrscheinlich dasselbe, schlussendlich kann ich in niemanden hinein sehen, nur Gott schaut ins Herz wie es gemeint ist.
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RE: Religion und Kirche
#36
19.08.2020, 21:45
Zitat:interessante Frage, was meinst du mit "aufgeklährt" ?

Meine Vorstellung von Gott, die hebelt das ganze System der Religion aus. Ich denke da an einen Austausch über eigene mystische Erfahrungen in einer Gemeinschaft der Toleranz, ohne Fanatismus.
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RE: Religion und Kirche
#37
20.08.2020, 11:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2020, 11:54 von Likeplacid.)
[+] 1 User sagt Danke! Likeplacid für diesen Beitrag
--Wer ein Heilmittel kritisiert macht sich unbeliebt
--Die Körperfeindlichkeit des Christentums ist vielleicht nicht jedem bewusst. Denen kann ich nur sagen: seid froh. Und hört auf hier zu lesen, es kann euch nur verderben. 
--Meine Aufgabe ist es nicht einen philosophischen oder psychologischen Roman zu verfassen. Daher begnüge sich der Leser bitte mit diesen hingeworfenen zerstreuten Ideen. 
--Liebe ist ja vielleicht nicht nur Angehörige der christlichen Religion ein Problem. Vielleicht war es schon immer ein Problem, schon in der Steinzeit. Und vielleicht sind alle Religionen und Kulte bloß entstanden um dem Dämon Liebe Herr zu werden. 
--Adam und Eva nackt im Paradies. Das Gute an ihrem Zustand war, dass sie in ihrer Nacktheit nichts Sexuelles sahen. Also ungefähr so wie auf so manchem FKK-Gelände, wo man außer Dickbäuchen und Hängebusen nicht viel zu sehen kriegt. Wo es also nicht viel gibt, was einen aufgeilen könnte. Die Leistung von Adam und Eva bestand aber darin, dass sie geile Körper hatten, aber trotzdem keine sexuellen Begierden hatte. Adam konnte Eva also ansehen ohne ihre weiblichen Rundungen ihn aufgeilten. Und Eva konnte Adams Schwanz anschauen ohne auf dumme Gedanken ("Ich will ihn in mir spüren") zu kommen. Die Deutung des alttestamentlichen (jüdischen) Paradies-Mythos ist von Christen vorgenommen worden. Für Juden hatte die Nacktheit und der Sündenfall vermutlich keine sexuelle Bedeutung, oder zumindest nicht in dem Ausmaß, wie es bei Augustinus (christlicher Geistlicher des 4. Jh.) der Fall war. Für die Juden war der Sündenfall einfach nur die Erkenntnis von Gut und Böse. Also mehr oder weniger die Errichtung des Über-Ichs oder das Ende der Immoralität. Im Zustand der Immoralität weiß man nichts von Gut und Böse. Man kann machen was man will ohne irgendein schlechtes Gewissen entwickeln zu können. Also auch kein schlechtes Gewissen wegen sexueller Handlungen. In gewisser Weise ist die Möglichkeit des sexuellen Schuldgefühls also im jüdischen Bedauern des Verlustes der Unschuld bereits impliziert. Man sollte aber nicht vergessen, dass lüstern-sexuelle Handlung von der christlichen Morallehre in den Vordergrund gestellt wurden. Sünden wie Lüge, Mord, Diebstahl treten in den Hintergrund. An der sexuellen Lüsternheit ist aber an und für sich gar nichts Sündhaftes. Aber Augustinus wollte der Welt das wohl einreden. Ich vermute, weil er ein persönliches sexuelles Problem hatte. Er lebte in wilder Ehe und vergnügte sich sexuell mit einer schönen Frau, was er hinterher selbst zugab. Das konnte oder wollte er nicht fortführen. Die Frage ist: wieso? Vielleicht ist er von seiner "festen Freundin" ja einfach verlassen worden, und fand keine neue? Falls das so war ist es nicht erstaunlich, dass er sich mit dem christlichen Glauben seiner Mutter identifizierte und ihn für seine persönlichen Zwecke ummodelte oder "erweiterte". 
--Die christliche Liebe möchte körperlos sein. Wieso eigentlich? Vielleicht ist es ja nur mein Eindruck. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass die christliche Liebe nicht auf das Körperliche fixiert ist, sondern auf das Geistige. Im christlichen Himmel hat man gar keinen Körper mehr. Man ist dann nur noch eine Seele, die so aussieht wie alle anderen Seelen. Oder ist es denkbar, dass eine Seele ein Aussehen hat, dass sie Kopf, Arme, Beine hat, und Geschlechtsteile? Wenn  eine Seele im Himmel eine körperliche Erscheinung haben sollte, dann wohl sicher eine schwanzlose. Ein Schwanz darf da nicht zu sehen sein, denn seine Aufgabe ist es zu ficken. Zu was anderem braucht ihn nicht. Pinkeln kann man auch ohne. Seelen im Himmel können kaum mehr als sich gegenseitig zu lieben, und mehr machen sie auch nicht. Sie werden dieser Liebe niemals überdrüssig, weil es Zeit keine gibt. Zumindest will der Glaube das glauben machen. Ach, was ist das schade, dass es das alles nicht geben soll. Vielleicht ja doch? Dann möchte ich das aber auf keinen Fall verpassen. Zumindest würde ich es einem Aufenthalt in der Hölle vorziehen. Da hat man durchaus einen Körper und der wird gequält. Körper ist in der christlichen Vorstellung also etwas, das am Lieben hindert und der Quell von Leid sein kann. Solange man lebt sollte man die Art wie man liebt nicht zu sehr auf das Körperliche fixiert sein. Am besten man kommuniziert nur noch per Email. In gewisser Weise ist ein Internetforum ein prima Vorbereitung auf den Zustand im Himmel. Denn da sieht man vom Nächsten (von der anderen Seele) ja auch nichts. 
--Warum schreibe ich an diesem Entwurf, den ich vielleicht nie veröffentlichen werde, statt gemäß meiner Einsicht "Ich bin das Opfer christlicher Körperfeindlichkeit" mich Menschen ganz normal anzunähern, Freundschaft zu suchen und sexuellen Kontakt? Weil die Einsicht nicht ausreicht. Meine Liebe ist gelähmt, oder nur noch rudimentär vorhanden. Sie beschränkt sich aufs Schauen und aufs eigenbrödlerische Tun. Menschen sind und bleiben mir suspekt. Ich weiß nicht ob ich das schizoide Produkt des christlichen Begriffes von Liebe bin, aber ich vermute es. Warum aber nur ich? Zumindest kenne ich keinen, dem es auch so geht. Aber das ist ja auch kein Wunder. Menschen wie ich machen nicht gern auf sich aufmerksam. Und ich tue dies in Internetforen auch nur deshalb, weil es was Unkörperliches ist. Meinen Körper sieht der Leser nicht. Nicht, dass ich hässlich wäre. Ich sehe, glaube ich ganz normal aus. Es ist mir unangenehm beim Reden angeschaut zu werden, und auf diese Weise aufs Körperliche reduziert zu werden. Das sine non qua normaler Beziehungen ist das Körperliche. Da mutet die christliche Körperfeindlichkeit fast schon als etwas an, das geeignet ist Liebe zu erschweren. Und wieso wird dann so viel von Liebe geredet? Um dies zu kompensieren. 
--Sollte es mir gelingen meine Angst vor körperlicher Liebe (und überhaupt vor Liebe, denn Liebe ist vom körperlichen ja kaum zu trennen) zu überwinden, so werde ich Leuten in den Armen liegen, die sterblich sind. Ich werde sterbliches Gebein lieben, das zufällig noch lebt. Und wenn es dann stirbt, dann suche ich mir was anderes, was zufällig noch lebt. Es wird niemals einen Mangel an lebenden Menschen geben, solange ich selbst am Leben bin. Was anderes anzunehmen wäre höchst unrealistisch. Wenn ich dann aber sterbe, wie setze ich das  Lieben fort, ohne Körper? Ich werde als Geist umherschweben und mich nach meinem Körper zurücksehnen. Ich werde versuchen mich so schnell wie möglich zu reinkarnieren. Es könnte aber auch sein, dass ich völlig tot sein werde, ausgelöscht, und dann ist es sowieso egal, was ich zeitlebens gedacht und gefühlt und gemacht habe. Sollte ich wider Erwarten in einem christlichen Himmel landen, so habe ich nicht mehr viel zu entscheiden, denn einen Ausgang gibt es da wohl nicht. Man hängt dort ewig rum. Und man fragt sich vielleicht, wieso man sich zeitlebens so viel darum bemüht hat beliebt zu sein. Denn im christlichen Himmel liebt man sich praktisch selbst. Man braucht überhaupt niemanden, nicht mal Gott. Gott ist zwar vielleicht der Stifter des Himmels, aber ich glaube nicht, dass er oft dort reinschaut und sich mit den Seelen abgibt. Ich weiß auch nicht, worüber er sich mit diesen Dumpfbacken unterhalten sollte. Im Vergleich zu ihm sind sie ja nur ganz kleine Lichter. Viel Neues können sie ihm nicht erzählen. Und was er ihnen sagt, das verstehen sie nur dann, wenn er sich dumm so stellt und so tut, als wäre einer von ihnen. Im Himmel gibt es also vereinzelte Seelen. Sie genügen sich selbst und haben keine Kommunikation. So gesehen ist mein Zustand der Beziehungslosigkeit ja eine prima Vorbereitung. Und warum glauben so viele daran? Weil die Christen im Imperialismus die halbe Welt erobern haben und den Eingeborenen den christlichen Glauben "nahegebracht" haben. Aufgezwungen könnte man es auch nennen. Aber ich bin ja nicht dabei gewesen. Und jetzt jammern sie, sie seien die am meisten unterdrückte religiöse Gemeinschaft. Ich bin ja selbst einer, wenn auch nicht freiwillig. Ich kann nicht aufhören es zu sein, auch wenn ich es noch so verabscheue es zu sein. Es wurde mir eingeimpft, in der Kindheit. Aber die anderen Religionen machen es doch auch so. Sie stellen Kindern Glaube als Wissen dar, und wenn sie dann langsam kritisch werden, dann verbietet man ihnen darüber zu reden. Dagegen verstoße ich mit diesem Beitrag. Bin nämlich kein Kind mehr, das sich den Mund verbieten lässt. 
-- Jesus lehrte keineswegs, dass man einander lieben soll, ganz normal und ganz natürlich. So lehrte er lt. Lukas (6. Kapitel): " Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon? Denn auch die Sünder lieben ihre Freunde. "  Beziehungsprobleme gibt es auch bei Heiden. Wenn man jemanden liebt heißt das nicht, dass er es erwidert. Jesus hat seine Botschaft aber so dargestellt als sei Liebe auf Gegenseitigkeit was ganz Einfaches. Und man sei ein Heide oder Sünder, wenn man es sich einfach mache. Ich aber predige euch: Einfacher ist es, wenn man auf Freundschaft und Partnerschaft ganz verzichtet. So gesehen kann Jesu Lehre als Anleitung gesehen werden es sich einfach zu machen. Das wird durch den Satz "welchen Dank habt Ihr davon?" Mit anderen Worten: was habt Ihr davon, wenn Ihr einander liebt? Das hat er gefragt, nicht ich. Oder hab ich ihm jetzt das Wort im Munde verdreht? Aber das ist ja Quatsch, da ich gar nicht weiß wer er war und was er alles gesagt hat. Ich bin auf die Evangelisten angewiesen. In Markus stellt er diese Frage gar nicht. In Matthäus sagt er man soll seine Feinde lieben. Das passt ganz gut zu der Frage "Welchen Dank habt ihr davon?" (wenn ihr eure Freunde liebt.) Aber ich muss jetzt aufhören. Dieses Ende ist stilistisch nicht grade schön, aber wie gesagt, ich will keinen Roman abliefern.

(19.08.2020, 17:21)ichbinmehr schrieb: Aus der Kreuzigung Jesus wir immer so ein „ er hat das für uns auf sich genommen „ gemacht.
Keiner wagt es, Jesus Weg auch mal in Frage zu stellen und mal klar zu sagen, dass er da noch ne kleine Baustelle hatte, weshalb der die Kreuzigung erfahren hat.

Er hat nicht (nur) uns erlöst, sondern vor allem sich selbst. Die Kreuzigung die er erfahren hat, war seine Gnade, seine Erlösung aus dem Ego, aus dem Hochmut, der Lehrerrolle, der Helferrolle die er spielte, 

Faszinierende Sichtweise. Wo hast du das her? Von dir selbst? Es gibt solche und solche Lehrer: die einen denken sich selbst was aus, und die anderen geben bloß wieder was andere schon gelehrt haben. 

Ich äußerte vor 10 Jahren in einem Philosophieforum ich sei der Gekreuzigte. Da war ich mit meiner Lehrerrollle schon ziemlich am Ende. Ich wollte den Leuten dort die Lehre S. Freuds nahebringen, aber sie intereressierten sich partout nicht dafür.
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RE: Religion und Kirche
#38
20.08.2020, 12:03
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Interessant zu sehen, dass man sich eigentlich in seinern Ansichten über Religion mehr widerspiegelt als dass man eine wirkliche Aussage über die Außenwelt trifft. Ich nehme mich da nicht aus xD
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Religion und Kirche
#39
20.08.2020, 12:18
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(19.08.2020, 21:45)ichbinmehr schrieb:
Zitat:interessante Frage, was meinst du mit "aufgeklährt" ?

Meine Vorstellung von Gott, die hebelt das ganze System der Religion aus. Ich denke da an einen Austausch über eigene mystische Erfahrungen in einer Gemeinschaft der Toleranz, ohne Fanatismus.

so ähnlich ist eigentlich auch die Botschaft Jesu, nicht Toleranz, aber den Nächsten zu lieben, naja in einer toleranten Haltung ist Liebe wohl enthalten.

Was sagt die Bibel über Träume?
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RE: Religion und Kirche
#40
20.08.2020, 13:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2020, 13:41 von Nuevo.)
[+] 1 User sagt Danke! Nuevo für diesen Beitrag
Ich weis nicht so genau was die Bibel über Träume sagt aber einige Träume kommen auch in der Bibel und der christlichen Religion vor.
Hier ein Beitrag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der ein paar Beispiele nennt. Ich denke, das Träume, und vor allem Klarträume, in allen Religionen, eine sehr große Rolle spielen. Jedoch denke ich auch, das es vielen Träumenden, nicht bewusst war, das sie einen Klartraum hatten.
https://www.ekhn.de/ueber-uns/kirche-fue...entum.html

Hier, mehr zum Thema Träume, auf der gleichen Web Seite, der EKHN.
https://www.ekhn.de/ueber-uns/kirche-fuer/frauen-und-maenner/traeume-entdecken.html
Am helllichten Tage, in finsterer Nacht, nichts entgeht meiner Wacht.

Green Lantern


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RE: Religion und Kirche
#41
20.08.2020, 15:51 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2020, 16:18 von ichbinmehr.)
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
@likeplaceit
 

Zitat:Körperfeindlichkeit des Christentums
 
Bei Körperfeindlichkeit denke ich spontan an die Erziehunsmethoden der Nazis, die ganz bewusst dazu geraten haben Babys schreien zu lassen und möglichst keinen Körperkontakt herzustellen, damit die Kinder nicht so „verweichlicht“ werden, denn man wollte ja harte Soldaten aus ihnen machen. Das haben ganze Generationen so erlebt  und unbewusst weitergegeben. Ich bin mir sicher das mein schlechtes Körpergefühl damit zu tun hat. Ich weiß nicht, ob man alles so pauschal auf eine Ursache schieben kann, weil ich denke das gesellschaftliche Trauma auch mehrere Ursachen haben können.
 

Zitat:Adam und Eva nackt im Paradies.

Ich weiß gar nicht ob es da um fehlende Sexualität ging? Ich dachte immer, die „Nacktheit“ ist symbolisch gemeint und hat etwas mit der Unschuld an sich zu tun. Ich verstehe unter Unschuld eine kindliche Naivität, die Freiheit bedeutet. Die Sexualfeindlichkeit im Christentum meiner Meinung nach auch sehr viel mit der Unterdrückung des Weiblichen zu tun.
 

Zitat:Die Leistung von Adam und Eva bestand aber darin, dass sie geile Körper hatten, aber trotzdem keine sexuellen Begierden hatte. Adam konnte Eva also ansehen ohne ihre weiblichen Rundungen ihn aufgeilten. Und Eva konnte Adams Schwanz anschauen ohne auf dumme Gedanken ("Ich will ihn in mir spüren") zu kommen.

Sagt das die Schrift oder ist das deine Idelavorstellung?


Zitat:Die christliche Liebe möchte körperlos sein. Wieso eigentlich? Vielleicht ist es ja nur mein Eindruck. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass die christliche Liebe nicht auf das Körperliche fixiert ist, sondern auf das Geistige.
 
Ok. Ich glaube jede Religion strebt Vergeistigung an.
Man trinkt aber rituell sein Blut und isst sein Körper?
 

Zitat:Im christlichen Himmel hat man gar keinen Körper mehr. Man ist dann nur noch eine Seele, die so aussieht wie alle anderen Seelen. Oder ist es denkbar, dass eine Seele ein Aussehen hat, dass sie Kopf, Arme, Beine hat, und Geschlechtsteile? Wenn eine Seele im Himmel eine körperliche Erscheinung haben sollte, dann wohl sicher eine schwanzlose. Ein Schwanz darf da nicht zu sehen sein, denn seine Aufgabe ist es zu ficken. Zu was anderem braucht ihn nicht. Pinkeln kann man auch ohne. Seelen im Himmel können kaum mehr als sich gegenseitig zu lieben, und mehr machen sie auch nicht.

 Warum können Seelen lieben aber nicht ficken? lol
 

Zitat:Am besten man kommuniziert nur noch per Email. In gewisser Weise ist ein Internetforum ein prima Vorbereitung auf den Zustand im Himmel. Denn da sieht man vom Nächsten (von der anderen Seele) ja auch nichts. 

Haha. Finde ich auch. Manchmal erkennt man auch wofür das alles irgendwo gut war. Wer sich nicht so viel mit seinem Körper beschäftigt, hat mehr Energie für den Geist.
 

Zitat:"Ich bin das Opfer christlicher Körperfeindlichkeit" mich Menschen ganz normal anzunähern, Freundschaft zu suchen und sexuellen Kontakt? Weil die Einsicht nicht ausreicht. Meine Liebe ist gelähmt, oder nur noch rudimentär vorhanden. Sie beschränkt sich aufs Schauen und aufs eigenbrödlerische Tun. Menschen sind und bleiben mir suspekt.

Ich verstehe das gut.

Und dennoch muss nicht alles für immer verloren sein. Man kann Therapie machen und Traumata aufarbeiten.

Ich hatte ne Phase da hab ich mich sehr für Tantra interessiert. Im Tantra wird die Sexualität bejaht. Das hat mir sehr geholfen eine neutrale Meinung zur Sexualität zu finden.
 

Zitat:Zumindest kenne ich keinen, dem es auch so geht.

Ich glaube es geht ganz vielen Menschen so.
 

Zitat:Und man fragt sich vielleicht, wieso man sich zeitlebens so viel darum bemüht hat beliebt zu sein. Denn im christlichen Himmel liebt man sich praktisch selbst.

Glaub ich auch. Warum erst im Himmel? Warum nicht jetzt?
 

Zitat:Sie stellen Kindern Glaube als Wissen dar, und wenn sie dann langsam kritisch werden, dann verbietet man ihnen darüber zu reden. Dagegen verstoße ich mit diesem Beitrag. Bin nämlich kein Kind mehr, das sich den Mund verbieten lässt. 

 
Find ich gut. Ist auch wichtig, dass irgendwo einfach mal auszudrücken. Ich drücke hier auch ganz oft etwas aus, damit es mal raus ist.


Zitat:-- Jesus lehrte keineswegs, dass man einander lieben soll, ganz normal und ganz natürlich. So lehrte er lt. Lukas (6. Kapitel): " Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank habt ihr davon?

Jesus sagte ja auch : Liebe dich selbst wie deinen Nächsten.
 

Zitat:
Zitat:ichbinmehr schrieb: Aus der Kreuzigung Jesus wir immer so ein „ er hat das für uns auf sich genommen „ gemacht. Keiner wagt es, Jesus Weg auch mal in Frage zu stellen und mal klar zu sagen, dass er da noch ne kleine Baustelle hatte, weshalb der die Kreuzigung erfahren hat.

Er hat nicht (nur) uns erlöst, sondern vor allem sich selbst. Die Kreuzigung die er erfahren hat, war seine Gnade, seine Erlösung aus dem Ego, aus dem Hochmut, der Lehrerrolle, der Helferrolle die er spielte, 

 
Faszinierende Sichtweise. Wo hast du das her? Von dir selbst? Es gibt solche und solche Lehrer: die einen denken sich selbst was aus, und die anderen geben bloß wieder was andere schon gelehrt haben. 

 
Das hab ich mir selbst ausgedacht. Witzigerweise habe ich aber heute noch mal drüber nachgedacht und eine gegenteilige Sichtweise gefunden. Scheinbar hat er die ganze Schuld auf sich genommen. Puh, das muss heftig sein.

Naja ich denke eben viel über meine Rollen nach, zb die des Helfers und versuche mich aus zwanghaftem Helfen zu erlösen. Da ist mir Jesus als Archetyp eingefallen und daher interpretiere ich seine Kreuzigung als Erlösung aus dem Helfen. Aber sicher ist das nur eine Perspeketive von vielen. Ich hab mal gehört, in einem König muss sich das ganze Volk erkennen können. Für jemand anders hatte die Kreuzigung vielleicht eine ganz andere assoziative Bedeutung?

Das finde ich auch ne interessante Frage: Warum wurde Jesus gekreuzigt?


Zitat:Ich äußerte vor 10 Jahren in einem Philosophieforum ich sei der Gekreuzigte. Da war ich mit meiner Lehrerrollle schon ziemlich am Ende. Ich wollte den Leuten dort die Lehre S. Freuds nahebringen, aber sie interessierten sich partout nicht dafür.

 
Ja. Ich denke als Lehrer kann man sehr viel lernen. Wenn man das so sieht, dann ist man unabhängig davon wie das jemand findet, was du machst. Ich lehre vor allem für mich, weil ich immer dabei lerne.
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RE: Religion und Kirche
#42
30.08.2020, 17:11
[+] 2 User sagen Danke! Ziona für diesen Beitrag
ui, da ist ja ein Thema, zu dem ich auch was schreiben kann, als Neuling hier. ?

ich bin auch katholisch aufgewachsen, war sogar bei den Ministranten und eigentlich jeden Sonntag im Gottesdienst, über sicher 7 Jahre hinweg. als Jugendliche interessierte es mich dann nicht mehr, wie das halt so ist... und auch danach nicht. ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich nicht eingesehen habe, wozu ich diesem Konstrukt auch noch Geld reinbuttern sollte. 
vor etwa 6 Jahren hatten wir eine starke Ehekrise. wir waren schon beim scheidungsrichter. meine Mutter war darüber sehr verzweifelt und machte sich sorgen, dass ich mit den beiden kleines kids bald allein dastehen würde. sie hat mich abgebettelt, eine christliche Eheberatung zu besuchen, ein Versuch wäre es wert. 

seit damals bin ich Christin. es hat zwar ein wenig gedauert, weil ich erst so unglaublich viel falsch erlernte Theologie aus meinem Kopf bekommen musste, aber als ich die Botschaft endlich aus einer neuen Perspektive sehen konnte, hat es mich umgehauen. ich kann nur sagen, dass ich meinen Glauben um nichts auf der Welt eintauschen würde.

ich denke, es spielt keine Rolle, welcher Kirche man angehört. ich habe inzwischen sogar einige Katholiken getroffen, die echte Christen sind. es gibt sie offensichtlich in jeder denomination, vielleicht in der katholischen Kirche weniger. ich denke, das hängt damit zusammen, dass den Menschen dort nicht nahegelegt wird, die Bibel selbst zu lesen. sie haben sich auf das zu verlassen, was der Pfarrer ihnen vorkaut.  auch ist die katholische Kirche voller Dogmen, Alter Bräuche und Riten, die absolut nichts mit mehr mit dem Evangelium zu tun haben. das schreckt viele ab, mich eingeschlossen. 

im jungen Erwachsenenalter habe ich mich ziemlich ausführlich mit den verschiedenen Religionen beschäftigt, auch mit esoterik. irgendwie ist überall etwas passendes und wahres drin, so kommt es mir zumindest vor. für mich war allerdings immer klar: sollte ich jemals an irgendetwas glauben, dann muss das passen. nicht nur ein wenig. ich will einen Gott/ein Weltbild/eine übergeordnete Energie nicht als Lückenbüßer in mein Leben aufnehmen, sondern so intensiv wie möglich versuchen, die Wahrheit herauszufinden, oder zumindest so viel davon, wie es uns Menschen möglich ist. einige Zeit fühlte ich mich dann zum Buddhismus ziemlich hingezogen, kurzzeitig sogar zum Islam. bei tieferer Betrachtung fand ich aber irgendwie nirgends ein stimmiges Gesamtkonzept. mir erschien das alles nicht richtig logisch und ich gab meine halbherzigen Versuche, die passende Religion für mich zu finden, auf. bis zur Ehekrise. ?
ich bin noch immer verheiratet und habe letztlich gefunden, wonach ich gesucht hatte. aber eben da, wo ich es am wenigsten erwartet hatte: beim Christentum. 

ich denke, jeder muss seinen eigenen Weg zu Gott finden. ich denke aber auch, dass nur dieser eine Gott existiert und da scheiden sich bekanntlich die Geister. trotzdem unterhalte ich mich wahnsinnig gerne mit Menschen anderer Glaubensrichtungen, weil wie gesagt jede Überzeugung seine wahren Elemente hat. der Christ kann viel vom Hinduismus lernen um umgekehrt. 
so sehe ich das zumindest. ?
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RE: Religion und Kirche
#43
30.08.2020, 20:17
Zitat:ich denke, das hängt damit zusammen, dass den Menschen dort nicht nahegelegt wird, die Bibel selbst zu lesen. sie haben sich auf das zu verlassen, was der Pfarrer ihnen vorkaut. 

Ja komisch.
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RE: Religion und Kirche
#44
30.08.2020, 20:25
[+] 1 User sagt Danke! Ziona für diesen Beitrag
Ja, seltsam. Ich wäre als Katholikin gar nicht auf die Idee gekommen, die Bibel zu lesen.   wink3
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RE: Religion und Kirche
#45
31.08.2020, 17:20
@ Ziona

Ich finde das Modell was ich etwas weiter oben im Thread angesprochen habe ganz gut, um zu verstehen warum das so ist.

https://www.klartraumforum.de/forum/show...#pid260518

Die Bibel nicht selbst zu lesen und sich sagen zu lassen was drin steht, ist nämlich typisch blaue Stufe.

Selbstständigkeit, selbst forschen, sich selbst auseinandersetzten zb mit Schrift, selbst nach Antworten suchen, dass passiert laut diesem Entwicklungmodell erst ab der orangen Stufe. Ab Stufe orange sucht man im intellektuellen Bereich nach Lösungen für die eigenen Lebensfragen, ab Stufe grün sucht man in sich nach Antworten. Wer noch auf blau steht, überlässt die Deutungshoheit dem Pfarrer oder einer anderen äußeren Authorität. Die kath. Kirche ist noch ziemlich blau geprägt. Logisch dass ein Mensch der in seiner Selbstentwicklung schon an einem anderen Punkt steht, auch etwas anderes bruacht.
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