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War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?

War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#1
22.07.2020, 08:44
Ich muss mich noch einmal melden.
Wie viele von euch wissen habe ich schon länger intensive hypnagoge Bilder beim Einschlafen. Mal mehr, mal weniger stark. Ich nehme keine Drogen. Das möchte ich hervorheben.
Ich habe mittlerweile einen Slalom an Ärzten durch. Neurologe 1: Gab mir Schlafmittel, was ich aber nicht nahm, weil es kurzfristig besser wurde. Sagte auch nichts weiter dazu.

Neurologe 2: Antwortete mir auf die Frage, ob hypnagoge Bilder in der Intensität in der ich sie habe normal wären, dass es selten wäre und antwortete mit jein und dachte es wären Halluzinationen.

Allgemein habe ich das Gefühl, davon hat kein Arzt wirklich eine Ahnung. 
Es scheint unter der Kategorie Halluzinationen eingestuft zu werden und ich traue mich kaum darüber zu reden. Nachher lande ich am Ende noch in der Psychiatrie. 

Mir fällt dabei auf, dass ich anscheinend wach bin und nicht richtig einschlafe, aber mein Körper ruht. 
Ich sehe all diese hypnagogen Bilder aktiv.

In den letzten 2 Tagen hat sich das Problem dann anders gezeigt.

Meine Schwester war da und wir haben öfters mal TV geschaut und gequatscht.
Irgendwann als wir so nebeneinander lagen muss ich eingeschlafen sein, hatte dafür aber kein Gefühl und fühlte mich die ganze Zeit über wach.
Plötzlich schrecke ich hoch, merke aber, dass meine Schwester nicht mehr neben mir ist, obwohl sie bis eben noch da war. 
Ich rufe also nach ihr, bekomme aber keine Antwort. Ich hatte totales Herzrasen, weil ich wie in Trance war und im nachhinein bin ich mir auch nicht so sicher ob ich wirklich gerufen habe oder es nur versucht hatte.
Jedenfalls habe ich keine Luft bekommen, hatte Herzrasen und dachte nur: Hab ich mir jetzt alles nur eingebildet? Wo ist die jetzt hin? Die war bis eben noch da?
Mein Zeitgefühl hatte sich vollends verabschiedet.
Es war, als ob mein Kopf mal wieder wach ist und mein Körper nicht.

Ich muss sagen, dass ich derzeit jeden Abend ein viertel Gläschen Wein trinke, was wirklich zum einschlafen beiträgt und die hypnagogen Bilder sehr minimiert.


Ich hab das so dem Neurologen erzählt und der meinte: Das wäre eine Panikattacke. Wenn ihr mich fragt, war das aber eher eine klassiche Schlafparalyse. Zumindest so, wie viele es hier beschreiben. Was sagt ihr?

Der Neurologe hat mir jetzt ein MRT spendiert. 
Nur um was hirnorganisches auszuschließen, weil ich noch eine Reihe anderer Probleme habe.
Als ich sagte, ich habe ein Taubheitsgefühl, wollte er mich schon ins Krankenhaus überweisen zum Hirnwasser ziehen, was ich gerade noch verhindern konnte.

Was meint ihr. War das eine Schlafparalyse?

mutex/ijq/mutex
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#2
22.07.2020, 09:36
[+] 1 User sagt Danke! Raipat für diesen Beitrag
gut, dass Du ein MRT kriegst. Dann kann man die einzige halbwegs begründete Sorge, die hier schon geäußert wurde, ausschließen.
Eine Lumbalpunktion kann man ja immer noch machen, sollte auf dem MRT was zu sehen sein...

Ja, was Du beschreibst, klingt nach einer Schlafparalyse. Mit solchen Zuständen experimentieren hier einige freiwillig und interessiert.
Wenn deine Schwester das nächste Mal da ist, könntet ihr das nutzen, um z.B. "hypnagogic report" zu spielen.
Das ist, stark vereinfacht, eine Gruppenübung, in der eine Person versucht, bewusst einzuschlafen und anderen anwesenden Personen erzählt, was sie sieht und erlebt. Vielleicht nimmt diese Form der bewussten Auseinandersetzung mit dem Geschehen dem ganzen den Schrecken.
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#3
22.07.2020, 11:18
Welche halbwegs begründete Sorge?

Danke für deinen Beitrag.

Verstehe ich das richtig und während man versucht einzuschlafen, erzählt die andere Person was sie sieht/erlebt?
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#4
22.07.2020, 13:36 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.07.2020, 17:05 von Rhetor.)
[+] 1 User sagt Danke! Rhetor für diesen Beitrag
Ich glaube, die halbwegs begründete Sorge bezog sich auf "was Hirnorganisches"

Und nein, Hypnagogic Report bedeutet, dass die Person, die gerade am Einschlafen ist, dabei berichtet, was sie gerade sieht oder anderweitig wahrnimmt.
Mein Klartraum-Roman:                            Finja – Bedeutsame Begegnungen
Mein Song gegen Rückgratlosigkeit:      Invertebrates
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#5
22.07.2020, 14:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.07.2020, 14:32 von Dreamweaver.)
[+] 2 User sagen Danke! Dreamweaver für diesen Beitrag
Hallo Tanja,

organische Ursachen sind gemeint, aber unwahrscheinlich.

Grundsätzlich sind alle starken Sinneseindrücke rund um den Schlaf mit dem Wortzusatz "hypna/o" gekennzeichnet- "hypnagog", wenn vor den Einschlafen, "hypnopomp", wenn beim Aufwachen.

Genaugenommen handelt es sich tatsächlich Halluzinationen, die aber in einem besonderen Bewusstseinszustand auftreten.
Klassisch wird aber eher etwas als Halluzination bezeichnet, das bei vollem (Tages-)Bewusstsein erlebt wird.

Deine starken Erlebnisse machen Dir sicher Angst und klingen wirklich unangenehm. Ich denke aber, dass Du Dich auch sehr darauf konzentriert und sie daher besonders intensiv erlebst.

Wenn ich Deine Texte lese, scheint es mir aber eher, dass Du kein ursächliches Problem mit Hypnagogien hast, sondern Einschlafprobleme. So lange und intensive Eindrücke kommen bei den meisten Menschen nämlich vor allem deshalb nicht vor, weil sie vorher einschlafen.

Wie lange brauchst Du etwa (geschätzt) für den Einschlafprozess? Falls die Zeit über 40 Minuter liegt, würde ich vllt eine Entspannungsmethode erlernen. Mit einer solchen Technik hättest Du auch etwas Angenehmes als Gegenpol zu Deinen unangenehmen Erlebnissen, die dadurch positiv beeinflusst werden könnten.
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#6
26.07.2020, 10:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.2020, 11:20 von TanjaB..)
Ich muss mich hier nochmal melden, weil ich langsam echt Nervenzusammenbruch ähnliche Zustände bekomme. Meine hypnagogen Bilder sind abends und morgens derzeit wieder sehr stark.
Schlimmer wurde es, als ich gestern mit dem Auto als Beifahrer unterwegs war und meine Schwester fuhr. Ich war sehr entspannt, schloss die Augen und hatte plötzlich am hellen Tag kurzzeitig das Gesicht einer Frau vor mir (in allen Einzelheiten). Ich habe es mit offenen Augen nicht gesehen. Es war eher vor meinem inneren Auge. Das hat mich so sehr erschrocken, dass es mir wieder den ganzen Tag schlecht ging (normal habe ich das bisher nur abends und morgens im Schlafprozess). Die hypnagogen Bilder waren gestern Abend auch wieder stärker.

Letzte Woche war ich ja für eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt, der mich nun zum MRT (wegen Kopfschmerzen) überwies und mir unabhängig davon sagte, dass meine hypnagogen Bilder doch nicht so normal sind wie ich denke.
Auf die Frage, ob es normal wäre, antwortete er mit Jein. Es wäre sehr selten. Narkolepsie hat er ausgeschlossen.
Später habe ich dann im Internet gelesen, dass nur Schizophrenie und Parkinson noch in Frage kommen. Seitdem geht es mir noch schlechter.
Mein Leidensdruck ist groß, weil ich einerseits Angst habe mich mit den hypnagogen Bildern nochmal irgendjemandem anzuvertrauen, der mich dann irgendwann aus Ratlosigkeit in die Psychiatrie überweist und andererseits aber durch die Unsicherheit große Angst habe, dass es doch nicht so harmlos ist und ich Schizophrenie habe, da ich manchmal auch Probleme habe mich gedanklich zu ordnen und immer mal wieder Gedanken habe, die in den normalen Gedankenfluss funken.

Der andere Neurologe war eher nicht so kompetent und hat mir lediglich ein Schlafmittel verschrieben, das abhängig macht.
Der Letzte hat sich eine Stunde für mich Zeit genommen, war aber so enthusiastisch, dass er mich zum Hirnwasser ziehen fast ins Krankenhaus eingewiesen hätte, weil mir manchmal die Beine taub werden. Ich hab das abwenden können, weil ich ihm sagte, dass das Problem mittlerweile durch Physiotherapie behoben ist. Danach habe ich mir schon gar nicht mehr getraut, dass mit den hypnagogen Bildern detailliert zu erzählen. Ich hatte das Gefühl er ordnet das alles als Halluzinationen und Geisteskrankheit ein.
Ich fühle mich damit total allein gelassen, weil es mich sehr stark belastet.
Ich will einfach nur mein normales Leben zurück, wo ich abends im Bett liegen und mir schöne Situationen vorstellen konnte, unter denen ich schließlich eingeschlafen bin.

Habt ihr noch Methoden für mich, wie ich das wieder wegbekomme? Möglichst nicht zu esotherisch, denn ich halte von sowas nicht viel. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass in meinem Hirnstoffwechsel ein Dopaminüberschuss vorliegt.

Ich muss dazu sagen, dass ich vor 10 Jahren wegen Panikattacken längere Zeit Antidepressiva genommen habe, wo das Phänomen erstmals auftrat. Damals aber, nachdem ich stundenlang auf Facebook surfte und mir mein Profil einrichtete. Ich sah dann vorm inneren Auge ständig die Gesichter und Fratzen der Freundesliste (allerdings auch im Wachzustand). Es war zu der Zeit, als ich mein Antidepressivum abrupt abgesetzt habe (damals in totaler Unkenntnis, dass man das ausschleichen muss). In den Tabletten war auch ein Stoff, der Dopamin hemmt. Ich nehme an, dass mein Hirnstoffwechsel damals durcheinander war und vielleicht auch ein Überschuss bestand.

Was kann ich noch tun?

Den Glauben in die Ärzte habe ich mittlerweile aufgegeben. Wirklich helfen konnte mir keiner von beiden.

Zu den Fragen (verzeih ich hab sie zuerst nicht gelesen): Wenn ich keine hypnagogen Bilder sehe brauche ich 10 Minuten um einzuschlafen. Meine Matratze treibt mich manchmal etwas in den Wahnsinn und bis ich gut liege dauert es eine kurze Ecke.

Sind die hypnagogen Bilder schlimm schlafe ich gar nicht ein. Ich komme dann einfach nicht zur Ruhe.

Das mit den Entspannungsmethoden hab ich auch schon überlegt, habe aber gleichzeitig Angst, dass ich dadurch alles noch schlimmer mache und dann tagsüber auch vermehrt diese Bilder habe, die ich sonst nur abends und morgens kenne.

Übrigens sehe ich bei hypnagogen ausschließlich Gesichter, selten Landschaften. Meist extrem detailreich und angsteinflößend.
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#7
26.07.2020, 12:25
Hallo Tanja,

es ist gut, dass du ein MRT machen lässt, um körperliche Sachen auszuschließen. Vielleicht wäre auch ein Blutbild sinnvoll, aber da kenne ich mich nicht gut aus.

Um Hypnagogien wegzukriegen, hilft es mir, mich abends viel blauem Licht auszusetzen. Sprich: Bis kurz vorm Schlafengehen am Handy oder PC arbeiten, am besten irgendetwas stumpfes und langweiliges machen, beispielsweise entspannende Youtubevideos gucken. Das killt auch sehr zuverlässig meine Traumerinnerung, hat aber leider auch negative Auswirkungen auf den Rest des Schlafs. Bei mir sind die Auswirkungen nicht so stark, dass ich das irgendwie merke abgesehen von der fehlenden Traumerinnerung aber ich kann das daher nur eingeschränkt empfehlen, weil es eigentlich immer und überall heißt, man solle auf blaues Licht vorm Schlafengehen verzichten. Aber wenn der Leidensdruck so hoch ist, dass deine Schlafqualität eh eingeschränkt ist, könnte das helfen. Ich benutze das immer wenn mein Stress im Alltag zu hoch ist und ich sichergehen möchte, dass ich keine Alpträume kriege.

Eine andere Sache fällt mir gerade noch ein: Hast du es mal mit Schlaftees probiert? Lavendel, Baldrian und Hanf helfen da ganz gut ohne dass man direkt Schlafmittel nehmen muss.

Ansonsten fällt mir nur die Möglichkeit der Konfrontation ein, wenn das für dich machbar ist. Du hast über Hypnagogien genauso die Kontrolle wie im Klartraum über deine Traumwelt und kannst sie aktiv mit deinem Willen beeinflussen. Wenn immer wieder Gesichter auftauchen, könntest du diese mal fragen, was oder wen sie darstellen, was sie dir sagen wollen. Das ist eine übliche und sehr effektive Alptraumbekämpfungsmethode in Klarträumen. Ich habe mich früher sehr viel mit Hypnagogien beschäftigt.

Ich wünsche dir alles Gute hug2
Die Sicht ist   im Innern  der Tiefe.
Die Sicht ist in der Stille der Tiefe.

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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#8
26.07.2020, 14:24
Hallo Ceesbe,

ein Blutbild habe ich im Mai machen lassen und das war unauffällig.

Danke für den Tipp. Werde es heute gleich probieren mit dem blauen Licht. Schlaftees hatte ich schon mal probiert. Ich hatte gehört, ich muss davon extrem viel trinken, damit sie effektiv sind woran es bei mir irgendwie immer gescheitert ist, weil ich nicht so die Vieltrinkerin bin und dann ständig musste.

Die Frage ist, wie kann ich diese Bilder steuern? Ich fühle mich ihnen eher ausgeliefert, sodass sie nicht beeinflussbar sind. Hast du noch Tipps, wie das funktioniert?

Danke, ich verstehe eben gerade nicht, warum es seit Juni so schlimm geworden ist. Davor war es mal eine Fratze/ein Gesicht pro Nacht und dann auch erst kurz bevor ich eingeschlafen bin und jetzt ist es ständig.
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#9
26.07.2020, 14:28
Hm, ich weiß nicht. Ist es nicht so, dass durch das blaue Licht der Einschlafprozess noch länger dauern könnte, weil man ja wacher ist? Aber wenn es bei dir, Ceesbe, funktioniert, dann ist das wohl nicht so.

Tanja, hast du schon versucht, dir angenehme/postitive/schöne Dinge beim Einschlafen vorzustellen? Vielleicht auch die letzte halbe Stunde vor dem Einschlafen etwas anzusehen/anzuhören/zu lesen, das für dich positiv besetzt ist? Hast du es mit Meditation versucht?
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#10
26.07.2020, 14:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.2020, 15:11 von TanjaB..)
Ich probiere das mit dem blauen Licht heute aus

Ja, habe ich. Dadurch bin ich ganz gut über die letzten Wochen gekommen mit den schönen Vorstellungen, aber derzeit ist es wieder so, dass die hypnagogen Bilder zu dominant sind und sich dazwischen schummeln.
Meditation habe ich noch nicht versucht. Ich hab wahnsinnige Angst, dass sich dadurch alles verschlechtert. Welche Meditiation empfiehlst du mir? (CD etc.)

Warum sehe ich nur Gesichter und nichts anderes und warum ist das so heftig? Und manchmal gar nicht?
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#11
26.07.2020, 17:20
Hypnagogien steuerst Du ebenso wie Klarträume.
Allerdings können wir das nicht alles in diesem Thread erklären.

Was genau macht Dir solche Angst?
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#12
26.07.2020, 17:29
Die Gesichtsausdrücke. Die sind wirklich fies und die Angst dahinter, den Verstand zu verlieren und diese Bilder nicht nur nachts sondern auch tagsüber zu haben.

Wo kann ich nachlesen wie ich das steuere?
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#13
26.07.2020, 18:06
(26.07.2020, 12:25)Ceesbe schrieb: Wenn immer wieder Gesichter auftauchen, könntest du diese mal fragen, was oder wen sie darstellen, was sie dir sagen wollen.

Damit könntest du erst einmal anfangen. Die Antworten können als Gefühle oder Worte in deinem Geist auftauchen oder das Gesicht verändert sich o.ä. So kommst du schon mal von Passivität in Aktivität. Und Aktivität mindert Angst.

Wenn du davon ausgehst, dass die Gesichter aus deiner Psyche stammen, könnte es sehr hilfreich sein, zu erfahren was sie ausdrücken möchten. Nach dem Motto: Wenn du sie erhörst, dann müssen sie nicht mehr so laut schreien. 

Ansonsten würde ich erst einmal das MRT abwarten. Und die Ärzte nicht sofort abschreiben. Wenn du so große Angst hast, ist Hilfe auf jeden Fall das Richtige. 

Einweisen kann man nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung. Ansonsten halte ich es für richtig, dass dir ein Therapeut zur Seite steht. Und an den wiederum kommst du durch eine Überweisung vom Arzt.
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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#14
26.07.2020, 19:16
[+] 1 User sagt Danke! Ceesbe für diesen Beitrag
Liri schrieb:Hm, ich weiß nicht. Ist es nicht so, dass durch das blaue Licht der Einschlafprozess noch länger dauern könnte, weil man ja wacher ist? Aber wenn es bei dir, Ceesbe, funktioniert, dann ist das wohl nicht so.

Ja, kann schon sein. Wenn ich intensiv zocke vorm Schlafen, wirkt sich das auf die Hypnagogien und die Traumwelt anders aus als wenn ich stumpfe, langweilige Tätigkeiten mache wie Videos gucken. Für mich ist es die beste Möglichkeit, innere Bilder komplett zu unterdrücken.

Aber es ist eine Sache, die man ausprobieren muss. Genauso wie manche nach dem abendlichen Sport schlafen wie ein Stein und damit zuverlässig jede Erinnerung unterdrücken, regt bei mir abendlicher Sport die hypnagogen Bilder eher an.

Zitat:Die Frage ist, wie kann ich diese Bilder steuern? Ich fühle mich ihnen eher ausgeliefert, sodass sie nicht beeinflussbar sind. Hast du noch Tipps, wie das funktioniert?

Wie auch beim Klarträumen ist es wichtig, dass du dir klar machst, dass es alles in deinem Kopf ist und von dir selbst ausgeht und damit auch von dir steuerbar ist. Wenn du dir das klar machst, geht es mit etwas Übung ganz von selbst. Du kannst mit etwas einfachem anfangen wie eine Frage in den Raum zu stellen. Du wirst merken, dass die Hypnagogien darauf reagieren. Weitere Schritte wären, dass du Bilder "festhältst" bzw. "einfrierst" oder mit den Bildern interagierst, um sie zu entschärfen.

Warum das so heftig kommt und das auch erst seit relativ kurzer Zeit, kann ich dir nicht beantworten. Hat sich im Juni etwas bei dir verändert? Hast du mehr Stress, eine neue Lebenssituation, fühlst du dich unglücklicher? Unabhängig von den Hypnagogien meine ich, dass die dir auf die Stimmung schlagen, versteht sich von selbst. Die Technik, Alptraumfiguren (in deinem Fall die Gesichter) zu befragen, hilft auch, dem Grund auf die Spur zu kommen.
Die Sicht ist   im Innern  der Tiefe.
Die Sicht ist in der Stille der Tiefe.

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RE: War das eine Schlafparalayse? Narkolepsie?
#15
26.07.2020, 21:21
[+] 1 User sagt Danke! TanjaB. für diesen Beitrag
Danke für eure lieben Beiträge.

Ich hab schon Horror vor der nächsten Nacht.

Ich hatte übrigens auch den Eindruck, dass es schlimmer wird, wenn ich mich abends sportlich betätige/bewege.
Anfangs habe ich aus Unwissenheit abends noch Spaziergänge gemacht und war dann erschrocken, dass die hypnagogen Halluzinationen noch schlimmer denn je waren.

Ich habe es bisher leider nie geschafft die Bilder festzuhalten.

Ich habe nochmal näher nachgedacht und ich denke richtig bergab ging es erst seitdem mein Hund tot war (Im März). Ich hatte ganz schön was durch und im Unterbewusstsein etwas erlebt, das in mir gären könnte. Ich bin an eine unfähige Tierklinik geraten, die den Tod meines Hundes aus Geldgründen weiter hinaus gezögert hat. Obwohl die dortige Tierärztin meinte, ich soll ihn noch nicht einschläfern lassen fuhr ich für eine Zweitmeinung zu einer weiteren, die mir zum einschläfern riet, was ich mir heute noch zum Vorwurf mache, weil ich im nachhinein denke, dass die Zeit noch nicht gekommen war. Ganz davon abgesehen habe ich etwas gemacht, das ich mir nicht verzeihe: Ich war beim einschläfern nicht dabei und habe meinen Hund dort gelassen. 
Das war im März.

Im Juni zog bei uns ein neuer Hund ein. Damit gab es aber viel Trouble, weil uns der Züchter übers Ohr gehauen hat und der Hund anfangs krank war (Telefongespräch, bei dem uns der Züchter übelst beleidigte)
Eine Woche danach setzten die hypnagogen Bilder ein. Zufall? Dann hatte ich im Rahmen von Corona kurzzeitig meinen Job verloren und mein derzeitiges Studium bringt mich sehr an meine Grenzen.

Ich bin der Meinung, dass die hypnagogen Bilder überwiegend weiblich sind. Warum weiß ich aber nicht.

Das MRT habe ich erst in 5 Wochen. Einen Therapietermin leider nicht vor Oktober.

Danke für eure lieben Ideen.

mutex/ijq/mutex
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