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Buddhismus und Selbsterkenntnis

Buddhismus und Selbsterkenntnis
#1
13.03.2019, 15:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.03.2019, 21:34 von ichbinmehr.)
Dateiname: Vajrasattva_500.png
Größe: 95,52 KB
13.03.2019, 15:18


Vor ungefair 10 Jahren habe ich mir einen Dorje aus Bergkristall gekauft, obwohl ich damals noch nicht wusste, wozu das Ding gut ist. Damals begann ich Edelsteine zu sammeln und so fand dieses Ding unbewusst zu mir.

Erst später begann ich magische Rituale mit dem bis dahin angesammelten Gegenständen zu wirken. Und erst heute verstehe ich meine Anziehungskraft bezüglich des Dorje und meine karmische Verbindung zum Buddhismus, die sich damals schon im Außen zeigte.

Der Dorje ist das Symbol des Vajra Buddha. Der Vajra Buddha ist der Buddha der Schärfe, der Kristallisation und der Unzerstörbarkeit. Vajra wird oberflächlich als „Diamant“ übersetzt. In der buddhistischen Tradition wird der Diamant als himmlischer Edelstein verstanden, der durch jedes andere feste Objekt schneidet. Deshalb ist er völlige Unzerstörbarkeit.

Die Vajra Buddha werden durch ein diamantförmiges Zepter dargestellt, welches im tibetischen Dorje genannt wird. Die scharfen Zacken des Diamanten symbolisieren das durchschneiden neurotischer Tendenzen und unbewusster Verwicklungen, mittels eines scharfen Verstandes.

Der Dorje repräsentiert die Qualität vieler möglicher Perspektiven (Multiperspektivität). Damit ist eine sehr große Flexibilität des Geistes gemeint, die diese Buddhas haben.

Der Vajra Buddha hielt seinen kostbarsten Schatz, seinen Zepter, den Dorje aus Kristall in der Hand, der das Symbol seines erwachten Geistes darstellt. Er bedankte sich für dieses Gabe, die es ihm ermöglichte zu tiefer Einsicht zu gelangen und alle Anhaftungen zu durchschauen. 

Doch weil er der Vajra Buddha ist, kann er sich nicht an seiner Errungenschaft der Einsicht festhalten. Seine unzerstörbare Logik zwingt ihn, einen letzten Akt des Loslassens auszuführen. 

Ich wäre kein Vajra Buddha, wenn ich nicht diesen letzten Schritt vollziehen würde. Tränen der Liebe und der Verlustangst rannen über seine Wangen. Es kamen Ängste auf, die sagten: Wer bin ich noch, wenn ich mein größtes Talent wegwerfe?

Er nahm dennoch den kristallenen Zepter und warf ihn in Gedanken hinter sich. Der kristallene Dorje zersprang in seiner Vorstellung in tausend Stücke auf dem Boden. Der Buddha lachte und war nun frei.

Wenn man etwas loslässt, was einem viel bedeutet, empfindet man Verlust. Im Moment des Loslassens stirbt ein Stück Ego. Das tut manchmal weh.

Jedoch verliert man letztlich nichts, außer der fixierten Anhaftung. Man verliert im Grunde immer nur seinen Starrsinn, der zu Unfrieden führt, weil man wieder für einen festen Standpunkt kämpft. 

Deshalb ermöglicht jeder Loslösungsprozess, in einen größeren und offeneren Raum der Freiheit und des Friedens zu gelangen.

Loslassen ist nie ein endgültiges sich abkehren. Das wäre eine erneute Einschränkung. Loslassen bedeutet viel mehr eine Haltung von Offenheit zu entwickeln, in der es keine Fixierung mehr gibt. So erfährt man immer mehr den offenen Raum.

Man muss letztlich behaupt nichts aufgeben. Statt entweder oder, entsteht immer mehr eine Haltung von sowohl auch als. Das ist Freiheit. Aber das Ego denkt jedesmal es müsste sterben, deshalb krallt es sich fest.

Auch der Boddhisattva, der Buddha des Mitgefühls, hat am Ende seines Weges, so einen finalen Schritt zu tun. Denn sein Weg ist ebenso einseitig.

Weil er der Buddha des Mitgefühl ist, kann er sich nicht an seiner Einsicht festhalten. Sein unzerstörbares Mitgefühl zwingt ihn, einen letzten Akt des Loslassens auszuführen. Er wirft die Anhaftung an seinen Weg weg und öffnet sich für eine Liebe, ohne Einschränkung.

Erleuchtung, ist nicht das einseitige Verfolgen eines spirituellen Weges. Erleuchtung ist ein Zustand jenseits aller Anhaftungen und Bestrebungen etwas zu erreichen. Es ist die Freiheit von jeglichem Standpunkt.

Deshalb muss man am Ende aller Wege, den eigenen Weg verlassen. Das heißt jedoch nicht Abkehr. Es bedeutet nicht alles in den Staub zu treten. Es bedeutet sich einfach nur für alles andere wieder zu öffnen.

Weder ein Vajra Buddha, noch ein Boddhisattva muss seinen Weg aufgeben. Was aufgegeben wird, ist die letzte Trennung, die der Erfahrung der Freiheit im Weg steht. 

An dieser Stelle weitet sich nochmals der klare Geist und das liebende Mitgefühl.

Alles was wir aufgeben müssen, sind unsere starren Ideologien. Es bleibt jedoch immer die Freiheit, den eigenen individuellen Weg zu gehen. Dann geht man ihn jedoch aus Liebe und nicht aus Gegnerschaft.
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RE: Freiheit
#2
19.03.2019, 21:29
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Ich beschäftige mich gerade viel mit Buddhismus. Vor allem mit dem Vajrayana Buddhismus, der auch tibetischer Buddhismus genannt wird. Ich glaube auch, dass ich irgendeine tiefere Verbindung zu diesem Thema habe, zb. frühere Leben, die ich gelebt habe, die vom Buddhismus geprägt waren.

Einmal bin ich vom Typ her ein Boddhisattva. Auch wenn diese Haltung in meinem jetzigen Leben, anders zu erklären ist, glaube ich dass sich in einem früheren Leben ein Gelübde dazu abgelegt habe und mein jetziges Leben entsprechend geplant habe.

Meine aktuellen Einsichten, in den eigenen Geist, weite sich immer mehr. Das kann man sich in etwa so vorstellen, wie wenn man bei Google Earth immer weiter heraus zoomt und immer mehr Überblick über die Erde enthält. So in etwa weitet sich mein Überblick über den eigenen Geist und mein Ich, immer mehr.

Manchmal komme ich da auch in Bereiche, wo ich meine, eine Einsicht in ein Gewahrsein zu haben, was bereits über den Kreislauf der unbewussten Wiedergeburt hinaus schaut. Für meinen Forschergeist ist das sehr spannend.

Man muss weder in Meeres Untiefen, noch ins weite Weltall fliegen um unbekanntes Gebiet zu erforschen. Der eigene Geist hat so eine Tiefe, dass man umfassende Reiseberichte über seine Erlebnisse abgeben kann.

Es war als sei ich gleichzeitig Steffi und Gott, der die Macht hatte die Sterne am Himmel zu verändern, damit sie einen Einfluss auf mein Leben nehmen. Ich sah die Aspekte „unbezwingbarer Geist“ und „Mangel“. Es kam mir vor, als hätte mein Leben zwischen diesen beiden Archetypen, Planeten stattgefunden. Plötzlich verstand ich, hier ist der Ort wo ich Realität manifestieren kann.
Ich weiß nicht ob das klappt. Wir werden sehen.

Es sind eben seltene meditative Momente, in denen ich solche Einsichten habe. Ich kann mein waches Gewahrsein, noch nicht beständig auf diesem Level halten. Klarheit und Trübheit wechseln sich noch ab. Ich erhoffe mir, im Buddhimus mehr Informationen über meine spirituellen Erfahrungen zu finden. Ich habe einige bereits erfolgreich praktiziert, aber ich war nicht umfassend genug durch die Lehre vorbereitet. Ich glaube deshalb habe ich auch noch so viele Fragen. Wie auch ich war ja Atheist/Agnostiker, als ich begann zu meditieren. Ich wollte damals auch gar keine Lehre haben.

Ein weiterer Punkt ist, dass sich in meinem Leben schon bevor ich mich bewusst mit Spiritualität beschäftigt habe, buddhistische Zeichen, Statuen, Bilder, Ritualobjekte bei mir eingefunden haben, deren Sinn ich erst später in einen Kontext mit meiner Erfahrung bringen konnte.

Irgendetwas zieht mich da magisch an. Das ist für meinen atheistischen Anteil manchmal schwierig, weil dieser sich keines Falls einer Religion unterordnen möchte und das kritische Denken und die westliche Psychologie, gegen buddhistische Ansichten anführt.

Ich möchte ein Freigeist bleiben. Das ist klar. Frei ist man aber auch nur, wenn man alles tun kann, alles mitspielen kann. Es ist mir gerade als steige ich aus mir selbst aus. Dazu gehört es meiner Meinung auch, sich auf eine Religion einlassen zu können, weil man keine Widerstände mehr hat und dort nichts fürchtet. Gegen die christliche Erziehung habe ich mich als Kind massiv gewehrt, denn diese wurde nie als Selbsterkenntnis verkauft, sondern als Unterdrückungsinstrument verwendet. Den Buddhimus nehme ich anders wahr.

Ich spüre nach all dem Atheismus, dass sich etwas in mir danach sehnt, mich noch mehr auf ein spirituellen Leben einzulassen. Vielleicht ist das aber auch nur eine Phase und ich lasse das wieder los wenn ich genug gelernt habe. Ich war auch schonmal für 3 Monate Vegetarier. 

So lasse ich mich momentan von den Weisheiten des Buddhismus begeistern und inspirieren, und gleiche die eigene spirituelle Erfahrung mit der Lehre ab. Ich teile mein Wissen gerne irgendwem mit. Deshalb werde ich in diesem Thread Texte verfassen, und quasi einen kleinen Bericht darüber schreiben, was ich so lerne, was mich am Buddhismus interessiert und wie ich meine spirituellen Erfahrungen, durch eine buddhistische Sichtweis einterpretiere.

Ich hoffe, dass mir das Frieden mit meinen Erfahrungen bringt. Ich glaube es ist sehr wichtig, dass der rationale Verstand eine Möglichkeit findet, die phänomenalen Erfahrungen zu verstehen und einordnen zu können. Damit man sich emotional sicher fühlt, ist es manchmal richtiger, ein falsches Erklärungsmodell zu haben, als gar keins.

So sehe ich manche Aussagen des Buddhismus als überholt an oder für mich selbst nicht zutreffend. Und andere Aussagen sind wissenschaftlich bisher nicht zu überprüfen. Das ist aber egal, wenn Religion einen emotionalen Halt gibt, der sonst fehlen würde. Das Ego braucht Erklärungsmodelle um die Erfahrungen zu integrieren.

Ich glaube auch, dass ich eine Aussöhnung mit dem Thema Religion erfahre, was zu mehr Frieden und Akzeptanz führt. Es gibt auch noch andere Menschen die genau das erleben wie ich. Ich erfahre zunehmend, es gibt Konzepte dafür und zwar seit langem. Es gibt wertschätzen für genau das, was ich erreicht habe, das gibt mir ein Gefühl von zu Hause ankommen.

Ich erkenne erst jetzt, wie sehr mir immer so eine sprituelle Gemeinschaft gefehlt hat, wo ich Verständnis für meine Erfahrungen bekomme. Seitdem ich mich mit dem Buddhismus näher beschäftige, fühle ich so etwas wie ein zu Hause ankommen. Es ist ein wenig, als suche ich nach eine Art Familie, in der ich mit meinen Erfahrungen angenommen bin. Es ist eine Suche nach Akzeptanz und Verstehen der eigenen Erfahrung.
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RE: Buddhismus und Selbsterkenntnis
#3
Gestern, 17:55
Teil 0 - Vorwort

Meine Perspektive auf den Buddhismus ist von meiner rationalen und von der westlichen Psychologie geprägten Sichtweise auf den menschlichen Geist beeinflusst. Ebenso haben meine eigenen mystischen Erfahrungen und mein intuitiver Zugang zum inneren Wissen, meine Perspektive auf die buddhistische Lehre beeinflusst. All das verbinde ich, in meinen Texten und das führt natürlich zu einer persönlichen Note.

Wer die Lehre wortwörtlich und konservativ, traditionell interpretiert, hat deshalb womöglich Schwierigkeiten mit meiner individuellen Interpretation der Lehre. Wenn ich mich mit praktizierenden Buddhisten unterhalte, für die die Lehre eine feste konstante Orientierung in ihrem Leben darstellt, stoße ich mit meiner sehr freien persönlichen Interpretation, die zudem gerne Dinge in Frage stellt, deshalb öfter an. Falls es euch ebenso geht, möchte ich darauf hinweisen, dass es sich lediglich um meine persönliche Perspektive handelt. Ein Ringen um die „richtige Perspektive“ ist für mich hinfällig geworden.

Allerdings bemühe ich mich, meine persönliche Perspektive stets zu erweitern und diese Haltung der Offenheit auch anderen Menschen zu vermitteln, weil ich glaube, dass eine weite Perspektive der Erlangung von Frieden, Freiheit, Weisheit, Mitgefühl und Glück zuträglich ist. Wenn ihr Lust habt meine Texte zu kommentieren, um hier eine weiter Perspektive hinzuzufügen, freue ich mich.

Als ich begann mich vor ein paar Monaten mit Buddhismus näher zu beschäftigen, war ich anfangs sehr verwirrt über die verschiedenen Schulen, Fahrzeuge und Einweihungswege. Einen Überblick über all die verschiedenen Ansätze und Zugänge zu erhalten, gelingt mir erst nach und nach und so befinde ich mich zur Zeit immer noch auf einem Weg der innerer Ordnung, von all dem was ich lese und auch schon selbst praktiziert habe.

Seltsamerweise habe ich Wege praktiziert, ohne eine wirkliche Ahnung zu haben, was ich da tue. Man könnte sagen, ich habe spirituelle Praktiken erfolgreich trainiert, ohne darauf vorbereitet zu sein, was ich mit den Früchten der Praxis anfangen soll. Es entwickelte sich alles von selbst aus dem Klarträumen, so wie ich es bei Tholey, Laberge, usw. zuerst erfahren hatte. Auch haben mich Leute in diesem Forum, wie zb. Don mit den Erfahrungen des Klares Lichtes sehr inspiriert, was dazu führte dass sich eine Motivation entwickelte, erfahren zu wollen, was das ist. Etwas in mir fragte sich beständig, wenn es Klarträume gibt, was gibt es dann noch? Eine unbändige Neugiere führte dann dazu, dass sich meine Klartraumpraxis immer mehr in Richtung Mediationpraxis entwickelte. Und plötzlich fand ich mich irgendwie auf dem der Suche nach Erleuchtung.

Mein Ungestüm dabei und die mangelnde Vorbereitung, hat dann wie einige von euch wissen, auch öfters zu Problemen geführt. Ich fühle mich zur Zeit, als hole ich diese fehlende Vorbereitung, in einer Nachbereitung, nach. Praktische Erfahrungen und Studium von Wissen bilden immer eine Einheit. Fehlt ein Aspekt, gibt es ein Ungleichgewicht. Es ist für mich zur Zeit, als schließt sich hier ein Kreis.

Ich sehe meine Herangehensweise der Vergangenheit dennoch nicht als Fehlerhaft. Ich möchte nicht, dass durch meine Worte neue dogmatische Vorstellungen entstehen. In Wahrheit glaube ich daran, dass jeder Mensch einen ganz individuellen Weg geht, der in keine Lehre zu pressen ist.

Lehren und spirituelle Wege können dem Praktizierenden einen Halt geben. Auf geebneten Wegen geht man einen sicheren Weg. Aber für manche Erfahrungen muss man sichere Wege auch verlassen. Ich möchte meine mangelnde Vorbereitung deshalb als Ausdruck meiner individuellen Erfahrung betrachten, die eben genauso geschehen sollte, denn die Schwierigkeiten in die ich dadurch hineingeschlittert bin, sind Erfahrungen, die ich auch ganz explizit erleben wollte, um der zu werden der ich schon bin.

Man kann es ein wenig vergleichen mit einem Psychologen der nie selbst eine Depression hatte. Wie soll er anderen Menschen mitfühlend helfen, wenn er die Depression nur aus Lehrbüchern kennt, aber nicht weiß wie es ist, wenn man drin steckt? Wie soll ein Psychologe einfühlsam einem Menschen mit einem schweren Trauma helfen, wenn der selbst nicht weiß, wie sich so ein Trauma anfühlt?

Und so sehe ich meine Schwierigkeiten mit dem Erwachen als wichtige Lektion, die mich befähigt Menschen die sich auf dem Weg befinden, und in Schwierigkeiten geraten, durch eine eigene Erfahrung Mitgefühl und Verständnis entgegen zu bringen. Und obwohl diese Erfahrungen leidvoll waren, möchte ich diese keinesfalls her geben. Und somit ist alles genau richtig für mich.

Und dennoch fühle ich mich noch nicht vollständig, und etwas alleine mit allem, etwas verloren, wenn ich diese Erfahrungen nicht in ein stimmiges Konzept bringen kann. Wir können Dinge nur vollständig in unser Bewusstsein bringen, für die wir ein versprachlichtes Konzept haben, welches wir auch mit anderen Menschen teilen können.

Zur Zeit integriere ich meine spirituellen Erfahrungen über das buddhistische Konzept, da ich mit der Psychologie, die mir sehr geholfen hat, und die mich mein ganzes Leben begleitet hat, immer wieder an Grenzen stoße. Die westliche Psychologie grenzt die Erfahrungen der Ich- losigkeit leider noch stark aus ihrer Wissenschaft aus. Es gibt zwar transpersonale Ansätze, die darauf hinweisen, aber diese sind noch sehr schwach vertreten, während die buddhistische Lehre eine umfassende östliche Psychologie dieser Erfahrungen, in einer langen Tradition anbietet. Ich empfinde es daher als folgerichtig, dass ich mein Hauptkonzept (bisher Psychologie), welches mich durchs Leben leitet, für eine gewisse Zeit (unbestimmt) wechsle, um eine Integration für meine persönliche Erfahrungen der Leerheit, zu finden.

Dass ich dabei immer wieder Vergleiche zwischen der westliche Psychologie und der östlichen Weisheitslehre ziehe, stellt für im Grunde keinen ernsthaften Konflikt dar. Das sich in mir jedoch gelegentlich innere Konflikte zwischen meiner rationalen freiheitlichen Sichtweise und dem religiösen Kontext der Lehre auftun, sehe ich als Herausforderung, diese inneren Konflikte zu einem inneren Frieden und einer Haltung von sowohl als auch, zu transformieren.

Der Buddhismus kann sowohl als Religion, als auch als philosophische Weisheitslehre, als auch als östliche Psychologie verstanden werden. Auch hier werden sich die Geister scheiden und die Lehre innerhalb der persönlichen Weltanschauen interpretieren. Menschen interpretieren Konzepte immer innerhalb des eigenen Egos. Eine wirklich objektive Sichtweise auf ein Konzept, ist daher gar nicht möglich. Daher muss man vielleicht einfach die subjektive Sichtweise annehmen, darf aber nicht den Fehler machen, diese als Wahrheit verstehen zu wollen.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Texten dazu betrage, das Wissen über diese Lehre von einengenden Vorstellungen über den Buddhismus zu befreien und so zu weitere Perspektiven des Geistes anrege.

Das Klarträumen wird dabei natürlich auch eine Rolle spielen, vermutlich aber erst in späteren Texten. Und wie gesagt, ich lerne zur Zeit selbst noch viel. Vielleicht ist es ja für euch genauso interessant wie für mich, zu erfahren, in welche größere Lehre das tibetische Traumyoga eingebettet ist. So können wir unsere westlichen Klartraumpraxis, insbesondere unserem Verständnis des Traumyoga, evtl. neue Aspekte hinzufügen und unser Verständnis über den Sinn einer Traumpraxis erweitern.

Im nächsten Text werde ich ein kurze Einführung in die verschiedenen Fahrzeuge des Buddhismus, Hinayana, Mayayana und Vajrayana geben.
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