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Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers» Was sind die Ursachen?

Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#1
12.12.2018, 22:34
Aus einer Enneagramm Beschreibung des Typen 5. Hier zum vollständigen Text.

Zitat:"Neben dem hauptsächlich theoretischen Weltumgang brauchen die Fünfer ihre Rückzuggefilde, in denen sie für sich sein können. Sie hassen Aufdringlichkeit und Eindringlinge."


Da frage ich mich. Wie löse ich das auf?


Zitat:"Der Abstieg aus dem Elfenbeinturm beginnt mit der Beheimatung im eigenen Körper, im wahrsten Sinne des Wortes mit Inkarnation."

Wie macht man dass?

Ich will im Grunde die ganze Zeit raus aus meinem Körper, schon mein Leben lang, aber um mein Ego aufzulösen, muss ich rein. Denn nur Annahme erzeugt loslassen. Es ist ein Paradoxon.

Da ist aber ein Widerstand in den Körper zu gehen. Ich will zwar meinen Körper annehmen, und ich versuche das auch schon so gut ich kann, aber innerlich ist da eher der Impuls den Körper zu verlassen.
Der Widerstand ist eben tweilweise noch unbewusst. Es reicht nicht, es einfach zu wollen.

Ein Außerkörperlicher Zustand ist sehr viel interessanter für mich, als ein innerkörperliches Erlebnis, denn ich fühle mich im Geist sehr frei, sobald ein Körper den Geist beschränkt, fühle ich mich irgendwie gefangen.

Ich möchte mich mit dieser Frage auseinander setzten um evtl Impulse zur Lösung zu erhalten.

Dabei habe ich meine Emotionen schon ziemlich gut angenommen. Emotionen sind kein Grund mehr zur Dissoziation. Die sind zwar schonmal anstrengent, aber kein Grund zu Abspaltung. Ich weiß gar nicht mehr so genau, welchen Grund es gibt, nicht im Körper sein zu wollen.

Ursprünglich denke ich war physische Gewalt und die Ablehnung der körperlichen Defizite, Übergewicht (das kam aber erst später) der Grund für die Abspaltung des Körpers. Ein Gefühl nicht hier sein zu wollen in dieser brutalen Welt. Aber da habe ich mich schon vor einiger Zeit entschieden, ich will jetzt hier sein, und alles annehmen. Das kann es also auch nicht mehr sein.

Andererseits nehme ich mich als seit frühster Kindheit als Beobachter war, der nie vollständig mit dem Körper identifiziert war. Ich weiß gar nicht, wann ich jemals etwas anderes als ein Geist war. Falls das die eigenen Antwort auf meine Frage ist, bin ich noch nicht überzeugt.

Vielleicht habt ihr Ideen. Danke.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#2
13.12.2018, 09:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.12.2018, 13:47 von Rhetor.)
[+] 3 User sagen Danke! Rhetor für diesen Beitrag
Es hilft manchmal, wenn man einen Körper hat, auf den man stolz sein kann, weil man zu seiner Leistungsfähigkeit aktiv beiträgt. (Der objektive Fitness-Level im Vergleich zu anderen spielt dagegen eher keine Rolle. Und natürlich gibt es trotzdem jede Menge Fitness-Enthusiasten mit gestörtem Körperschema.)

Lieben ist zunächst einmal ein Verb.
Will man seinen Körper lieben, muss man ihm Gutes tun (gesunde, nicht zu reichliche Ernährung, Yoga, Fitness – whatever).
Dann stellt sich auch irgendwann das Gefühl der Liebe ein, glaub ich.
Edit2: Und ja, ich denke, man muss den eigenen Köper lieben, sonst wird man sich in ihm nie zuhause und "inkarniert" im obigen Sinne fühlen.

Edit:

Ach so – falls das vielleicht nicht klar genug ausgedrückt war – ich halte es für verdammt wichtig, den eigenen Körper wertzuschätzen und zu respektieren. Und diese Ansicht teilten mit mir z.B. auch die Begründer des Ashtanga-Yogas vor über 2500 Jahren.
Dissoziation vom eigenen physischen Körper ist krankhaft und hat nichts mit Spiritualität zu tun fear
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#3
13.12.2018, 12:58
Hallo Steffi big

Ideen, was mir spontan einfiel:

Zitat:Ein Außerkörperlicher Zustand ist sehr viel interessanter für mich, als ein innerkörperliches Erlebnis, denn ich fühle mich im Geist sehr frei, sobald ein Körper den Geist beschränkt, fühle ich mich irgendwie gefangen.

Möglicherweise ist das auch ein Grund für alle, die sich an Klarträumen erfreuen(können) bigwink ? Warum auch nicht. Für mich ist es Weiterentwicklung, nach mehr Freiheit zu streben.  Es klingt aber so ein bisschen, als wenn du bezweifelst, dass es richtig ist.

Zitat:
Zitat:"Neben dem hauptsächlich theoretischen Weltumgang brauchen die Fünfer ihre Rückzuggefilde, in denen sie für sich sein können. Sie hassen Aufdringlichkeit und Eindringlinge."
Da frage ich mich. Wie löse ich das auf?

Mal nur von dem einzelnen Satz ausgegangen(ich habe nicht den Zusammenhang gelesen): Also ich würde das nicht auflösen wollen. Sonst wirkt das auf mich ungefähr wie: Leg dein Immunsystem auch gleich mit flach, brauchste nicht. bigwink
Gesunde Abgrenzung halte ich geistig wie körperlich für wichtig.

LG big
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Die Wahrheit macht frei
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#4
13.12.2018, 18:54
(12.12.2018, 22:34)ichbinmehr schrieb: Aus einer Enneagramm Beschreibung des Typen 5. Hier zum vollständigen Text.

Zitat:"Neben dem hauptsächlich theoretischen Weltumgang brauchen die Fünfer ihre Rückzuggefilde, in denen sie für sich sein können. Sie hassen Aufdringlichkeit und Eindringlinge."


Da frage ich mich. Wie löse ich das auf?

Hmm, vielleicht indem Du Deine Typen-Nummer änderst?
Okay, Du könntest einwenden, Du wärst dann möglicherweise nicht mehr Du selbst, aber Du hättest damit wahrscheinlich das Bedürfnis der Fünfer überwunden. devil
Erkennen=>Annehmen
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#5
13.12.2018, 19:18
schließe mich rhetor an: love is the answer
Bunt bunt bunt sind alle meine Träume: link bunt bunt bunt ist alles was ich hab. Darum lieb ich alles was ich Träume, weil mein schatz ein Regenbogen ist.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#6
14.12.2018, 01:41
Ich bin zu einer wichtigen Erkenntnis gekommen, was die Körperproblematik betrifft.
Und zwar war ich vor zwei Jahren einem einem Therapeuten, der versucht hat, dass ich in meinem Körper platz nehme. Die Übungen die er mir beibrachte, funktionierten auch. Aber gleichzeitig sprach er mir meine geistige Orientierung ab. Er hatte eine Ausbildung nach Christian Meyer, der die Enneagramm Charakter Fixierung als etwas sieht, was man überwinden müsse. Das sehe ich aber völlig anders – ich arbeite anders mit dem Enneagramm. Ich bin jemand der das Ego in seine Spiritualität integriert. Vater und Sohn sind für mich eins. Und deshalb habe ich mich von diesem Mann für meine Individualität abgelehnt gefühlt. So habe ich seine Übungen dann verworfen. Damals war mir das noch nicht so bewusst, deshalb konnte ich nicht seine Übungen einfach nehmen, ohne des Rest den er mir verkaufen wollte. Nun das sollte wohl so sein.

Er hat mir in einer Stunde beigebracht meine subtil immer etwas kationisch, angespannte, und versteifte Körperhaltung, die ich aus chronischer Angst entwickelt habe, trotz Anwesenheit von anderen Menschen zu durchbrechen. Es ging quasi darum, mir den Raum mit meinem Körper wieder einzunehmen und körperlich anwesend zu sein, mich richtig breit zu machen. Zu oft wurde ich in der Kindheit dafür bestraft anwesend zu sein, so dass sich diese Abspaltung eingestellt hat.

Jetzt wo ich erneut über diese Begegnung nachdenke, merke ich, dass der Mann noch eine einseitige Sicht auf die Spirituelle Dimension hatte. Denn er lebte im Gedanken von entweder oder. Er sagte mir, ich müsse in meinen Körper und ich soll die Freiheit des Geistes vergessen und ganz auf die Erde kommen. Heute verstehe ich warum er so handelte, er hatte eine andere Bewusstseinsstufe (integrale Philosophie) als ich. Er wollte das Gegenteil des Körpers noch verdrängen und so brachte er mich in den Widerstand, gegen seine Hilfe. Heute sehe ich, ich war viel weiter als er. Das passiert mir oft, und dass ist für meinen traumatisierten Teil schwierig, denn dann darf ich mich immer wider Hilflos und verlassen fühlen.

Da ich diese Einseitigkeit aber gar nicht mehr lebe, sondern ein sowohl als auch einnehmen kann, sehe ich plötzlich, dass sowohl die Übungen wieder in den Körper zu kommen, als auch die Bestrebungen über die Grenzen des Körpers hinaus zu gehen, nicht im Widerspruch stehen müssen. Sie sind miteinander vereinbar. So kann ich mich jetzt erneut den Übungen zuwenden, denn ich akzeptiere ja meine geistig Ausrichtung.

Und so schließt sich direkt auch die andere Frage an, die ich beim im den Raum stellen noch gar nicht als zusammengehörig empfand. Plötzlich sehe ich es. Weil mich physische Anwesenheit andere Menschen immer chronisch stresst und die subtile Katatonie auslöst, denn dann bin ich in meinem Körpertrauma, kann ich mich nur im Rückzug voll entspannen. Deshalb kostet mich physischer Kontakt extrem viel Energie. Physischer Kontakt erschöpft mich. Deshalb ist auch das Internet so eine Befreiung für mich, denn hier kann ich Kontakt haben, ohne Kontakt zu haben. Wenn ich es schaffe in der Anwesenheit ohne Angst mich völlig frei in meinem Körper zu fühlen, dann wird der Impuls so viel Rückzug zu brauchen zurück gehen. So meine Hoffnung.

Und dann darf die Identifikation mit dem Körper loslassen, denn zuvor wäre das immer eine Art Flucht vor dem Trauma. Und so ergeht es mir mit all meinen spirituellen Problemen, jedes Problem macht immer Sinn. Der optimale Weg damit ich der Buddha werde, der ich sein möchte, ergibt sich von selbst.

Zu Rhetors Anmerkungen


Zitat:Es hilft manchmal, wenn man einen Körper hat, auf den man stolz sein kann, weil man zu seiner Leistungsfähigkeit aktiv beiträgt. (Der objektive Fitness-Level im Vergleich zu anderen spielt dagegen eher keine Rolle. Und natürlich gibt es trotzdem jede Menge Fitness-Enthusiasten mit gestörtem Körperschema.)

Bitte bevor ich dir antworte, möchte ich noch was loswerden. Ich hatte das letzte mal wo wir ins über Spiritualität unterhalten hatten, das Gefühl ich habe dir irgendwie vor den Kopf gestoßen. Das ist schon ein paar Monate her. Ich weiß was ich für ein Klugscheißer bin, aber ich wollte dir nicht auf persönlicher Ebene vor den Kopf stoßen.

Es ist nicht meine Absicht, mit in einen Wettstreit zu geraten. Ich als 5 trenne Beziehungs- und Sachebene sehr stark, so dass ich dann auf Sachebene sehr fossiert diskutiere und manchmal über die Gefühle andere drüber latsche. Ich weiß das.

Ich muss aber auch zu mir und meine persönlichen Erfahrungen stehen und da sehe ich einfach ich stehe da an einer anderen Stelle. Zum Beispiel bewerte ich meine Grenzen anders als du. Ich hoffe dass du weißt dass ich dich auf persönlicher Ebene schätze und dir trotzdem dankbar für deine Hilfestellung bin, auch wenn ich manchmal alles was mir jemand rät in Frage stellen muss, weil ich spüre, das mein Weg ein andere ist als deiner. Ich sehe dein Hilfsangebot und danke dir dafür.

Ich sehe die Kommunikation in so einem Forum außerdem so, dass es nicht immer einen Fragenden, einen Antwortenden und einen stillen Lesenden gibt. Wir alle beeinflussen uns gegenseitig, ob bewusst oder unbewusst und ich bin jedem Menschen dankbar, der mit mir in Kommunikation tritt, selbst wenn ich die Argumente sachlich manchmal zerlege. Manchmal geschieht Erkenntnis gerade, weil man etwas zerlegt.

Zweitens kann man nie wissen für wen eine Antwort genau richtig ist. Es ist nicht wichtig wer den entscheidenden Hinweis gibt, wer etwas liest und einen Hinweis findet, ob ich ihn von jemandem bekomme, oder ob er mir selbst einfällt. Ich bin immer Dankbar für den Austausch, denn Austausch bringt mich immer zu Erkenntnissen.

Zurück zum Thema.

Weißt du ich hatte Zeiten, da habe ich über 10 Std – teilweise bis 15 Std. die Woche Fitness und Kraftsport gemacht. Ich konnte 150 Liegestütz in 3 Sätzen mal eben so. Ich konnte 10 km joggen, und bin um 4h aufgestanden um täglich eine Stunde Yoga vor der Arbeit zu machen. Ich habe als Frau 4 Sätze Bankdrücken mit 50 Kg gemacht, mit 20 Wiederholungen. Es gab kein Training unter 3 Stunden. Ich habe im ganzen Fitnessstudio vielleicht noch eine andere Frau gesehen, die so stark war wie ich. Die so wahnsinnig war wie ich, muss ich heute sagen. Ansonsten tun sich das ja nur Männer an. Die Frauen sie auf dem Sitzfahrrad saßen und ohne einen Tropfen Schweiß und in einer Zeitung blätterten, habe ich nur verachtend belächelt.

Ich habe damals fast 30 Kg weniger gewogen. Aber ich habe meinen Körper gehasst. Der Sport war ein Ausdruck meines Selbsthasses, meines Bedürfnisses mich zu verbessern. Es war nie genug. Ich trieb das einige Jahre bis mich Verletzungen und Krankheit davon abhielten, das weiter zu betreiben. Irgendwann war ich aus unterschiedlichsten Gründen so Krank, dass Sport gar nicht mehr ging. Heute wo ich wieder 30 kg mehr wiege und für die oberflächliche Betrachtungsweise möglicherweise unansehnlich erscheine, liebe ich mehr als zuvor.

Ich war damals sehr hart zu mir, weil ich dachte, wenn ich Fit und schön bin, werde ich endlich indem Maße geliebt, wie ich mir das wünschte. Pustekuchen. Ich habe erfahren dass die Äußere Erscheinung nichts mit Liebe zu tun hat. Wenn Liebe an eine smarte außer Erscheinung geknüpft ist, dann ist sie bedingt und keine echte wahre Liebe. Und ich habe auch erfahren das Gesundheit, nichts mit Fitness zu tun hat, sonder mit der inneren Versöhnung mit sich selbst, denn seit ich mich meiner Heilung der inneren Verletzungen zuwende, werde ich zunehmend gesünder.

Ich befinde mich mit meiner Spirituellen Arbeit auf dem Weg bedingungslose Liebe zu finden.
Bzw. ich habe sie gefunden. Nur ist sie noch nicht immer ganz stabil. Meine Erfahrung ist noch nicht tief genug. Und deshalb sollte das für mich nicht so funktionieren, wie es für dich funktioniert hat. Ich musste mein Ego komplett in Frage stellen und mein ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Ich verstehe natürlich was du mir sagen willst, und ja du hast Recht, man kann einen schönen Körper einfacher lieben, aber gerade diese Schwierigkeit mit meinem Körper, zwingt mich die bedingte Liebe in Frage zu stellen. Und gerade diese, früher habe ich gedacht Ungerechtigkeit, die mir im Leben widerfahren ist, verhilft mir jetzt meine spirituelle Dimension weiter zu beschreiben, manchmal denke ich weiter als andere Menschen das erfahren, die ein glückliches Leben hatten.
Das ist das Glück im Unglück.

Zitat:Lieben ist zunächst einmal ein Verb.
Will man seinen Körper lieben, muss man ihm Gutes tun (gesunde, nicht zu reichliche Ernährung, Yoga, Fitness – whatever). Dann stellt sich auch irgendwann das Gefühl der Liebe ein, glaub ich.

Das alles habe ich wie gesagt früher gemacht, aber es war nie genug. Ich hatte immer schon ein Problem mit Übergewicht, welches sich in den Jahren immer wieder von einem Extrem zum anderen gezeigt hat. Mein Übergewicht ist die Folge meines Traumas.

Alle Versuche mit gesunder Ernährung und Sport die ursächlichen Probleme zu bekämpfen, haben nie den Kern des wahren Problems getroffen und konnten so auch immer nur versagen. Gesunde Ernährung und Sport bekämpfen nur Symptome an der Oberfläche und waren ein Form von Kontrolle, die das Problem insgesamt immer nur noch mehr verschärft haben. Denn ich brauchte keine Kontrolle, sondern Annahme und zwar so wie ich bin.

Ich stieß dann zufällig über Maria Sanchez, die die emotionalen Ursachen von Übergewicht thematisiert und im Gegensatz zu anderen Beratungen den Leuten rät, ungesund weiter zu essen, aber eben bewusst. https://www.sehnsuchtundhunger.de/

Erst dieser Ansatz hat eine Verbesserung meiner Abspaltung des Körper gebracht. Den Körper so anzunehmen wie er ist, eben mit Übergewicht, mit Dehnungsstreifen der Haut, die nie wieder weg gehen, etwas wofür ich mich früher in Grund und Boden geschämt habe, diese bedingungslose Annahme hat mir Erleichterung verschafft. Auch durch meine Beschäftigung mit Tantra habe ich gelernt, den Körper mit alle seinen Defiziten anzunehmen, weil es nicht um Schönheit auf der Ebene der Materie geht. Wahre Schönheit, ist jenseits dessen was man sehen kann. Wenn ich es geschafft hätte meinen Körper durch Ernährung und Sport zu regulieren, hätte ich nie diese tiefe Erfahrung gemacht.

Erst durch die spirituellen Erfahrung, die Erfahrung des Sterbens, habe ich zum ersten mal gefühlt wie es ist, dass ich Steffi liebe trotz allem. Ich habe gefühlt, dass ich diesen zerstörten Körper liebe.
Ich habe mal in der Kabbalah gelesen dass man wahre Schönheit, erst durch die Erfahrung der Erstellung verstehen kann. Ich glaube das sollte ich erfahren. Und erst im Auge des Ego Todes, der alternative der Nicht Existenz, war ich dankbar für mich so wie ich war. Aber im Alltag ist das Gefühl eben nicht immer zugänglich, was für mich bedeutet, ich muss da noch weiter dran arbeiten, mich weiter heilen und meine Erfahrung vertiefen.

Marie Sanchez´s Ansätze arbeitet auch damit die Situationen bewusst zu durchschauen, wo man aus emotionalen Gründen mehr isst, falsch isst, und zu spüren, welche wahren Ursachen der Griff zb zur Schokolade hat. Mit dieser Methode bin ich schon dahin gekommen, dass viele meiner alten Suchtimpulse zurück gegangen sind, und die Bedeutung von Essen für meine emotionale Regulation zurück geht.

Ich verstehe erst jetzt, dass jede Regulation im Außen über eine gesunde kontrollierte Ernährung, eine erneute Traumatisierung des inneren Kindes erzeugt hat, denn dieses Kind konnte sich selbst nur Zuwendung über emotional aufgeladenes Essen geben. Fehlt diese Zuwendung, stürzt das Kind in emotionale Not. Erst durch meine Traumaheilung und sonstige Bewusstseinsarbeit, konnte diese Impuls weniger werden.

Ich habe im Zustand der Erleuchtung über eine Woche fast nichts gegessen, weil ich erkannte, dass das Essen müssen mit zur Illusion gehört. Es gab absolut keinen Impuls zu essen und es gab auch keinen Energieverlust auf Biologischer Ebene, den siese Konzepte gehören ebenfalls mit zur Illusion. Ich habe es schlichtweg vergessen weil es unnötig war. Es war ein Akt der Überwindung zurück auf die Erde zu kommen, zurück inden Körper und wieder anzufangen zu essen. Und das war seltsam, den normalerweise esse ich ja gerne.

Wenn ich im Egobewusstsein mal versucht habe zu fasten, bin ich fast wahnsinnig geworden schon nach einem Tag. Im verbundenen Zustand jedoch, muss da niemand essen, weil da niemand ist.

Diese Erfahrung hat meine Sicht auf das Essen total gecrashed. Vielleicht kannst du nachvollziehen, dass ich mich mit meinen Überlegungen wegen solcher Erfahrungen jenseits, von allen irdischen Überlegungen befinde und dir regelmässig widerspreche wenn du mich auf eine materielle Ebene bringen willst. Ich weiß es gibt keine Grenzen. Gar keine. Und ich kann nicht mehr zurück. Und zwar weil ich das so erfahren haben, nicht weil ich mir das ausdenke und gerne so hätte. Es hat mich ja selbst geschockt.

Manche nennen das glaube ich Lichtnahrungsprozess. Ich habe das nie angestrebt, es ist einfach so passiert. Auch habe ich in der Zeit wo ich lange verbunden war, rasant und ohne Schwierigkeiten abgenommen, weil ich innerlich total genährt von der Glückseeligkeit war und nur noch im Moment leben konnte.

Zitat:Ach so – falls das vielleicht nicht klar genug ausgedrückt war – ich halte es für verdammt wichtig, den eigenen Körper wertzuschätzen und zu respektieren. Und diese Ansicht teilten mit mir z.B. auch die Begründer des Ashtanga-Yogas vor über 2500 Jahren.

Ja das sehe ich auch. So aber ich denke man sollte nicht davon ausgehen, dass das jedem Menschen so einfach möglich ist. Wer wie ich, immer erfahren hat, dass er so wie er ist nicht erwünscht ist, der will in seinem Körper eben nicht anwesend sein. Das kann man nicht über den Appel an die Vernunft lösen.

Sehr oft haben Menschen die unter einem Defizit leiden, sich mit allen Vernunfts-Argumenten intensiv auseinander gesetzt. Oft bewirkt dass, dass sich ein Mensch noch viel mehr unverstanden fühlt, weil er es eben nicht umsetzten kann, obwohl er es besser weiß. Daran kann man sehen, dass das Problem noch auf emotionaler Ebene liegt. Und die Ebene kann man nicht mit Sport oder Ernährung lösen.

Ich glaube du hattest mal gesagt du bist Physiotherapeut oder etwas in diese Richtung, Vielleicht kannst du dir ja vorstellen, die emotionale Ebene in dein Glaubenssystem zu integrieren, um Menschen noch ganzheitlicher zu beraten. Ich zeige dir nur meinen Widerstand so offen, damit du erkennst, das es eben mehr Ebenen gibt, als die physische oder biologische die man beachten muss, will man Menschen so helfen, dass sie es annehmen können. Manchen kann man auf rein physischer/biologischer Ebene helfen andere brauchen etwas anderes. Immer dann wenn man diese Ebene nicht mit einschliesst, besteht die Gefahr, dass man etwas übergeht. Und dann blockiert etwas die Heilung.

Schlimm ist es, wenn man das das dann in eine Richtung dreht, die Leute hätten sich nicht genug angestrengt oder so. Solche Argumente habe ich schon oft gehört. Und deshalb schreibe ich hier auch so ausführlich über meine Erfrahrung, weil ich möchte dass die Welt die emotionale Ebene stärker integriert und weniger Menschen darunter leiden müssen. Auch wenn Weltverbesserung unerleuchtet ist, es ist mir ein persönliches Anliegen.

Zitat:Dissoziation vom eigenen physischen Körper ist krankhaft und hat nichts mit Spiritualität zu tun.


Das sehe ich auch so. Aber 1. alles siehe oben.

Und zweitens gibt es auch eine bewusste gesunde und heilige Dissoziation,
und zwar die Auflösung Identifikation mit dem Ego.

Mir ist es wichtig dass das heilende in den Körper kommen,
und das spirituelle aus dem Körper raus kommen,
nicht in einen Topf geworfen werden.

Ich kann einerseits in meinen Körper zurück wollen,
und andererseits meine Identifikation noch weiter auflösen wollen.
Das ist für mich eine Erweiterung in beide Richtungen
und kein sich widersprechendes Gegenteil.

Danke Rhetor


Danke Laura.

Ich finde deine Impulse bedenkenswert.

Auch da sehe ich muss ich etwas dazu sagen. Ich will gar nicht den Rückzug auflösen.
Ich habe auch lange gebraucht, mir überhaupt zu erlauben mich zu meiner Introvertiertheit zu bekennen. Das war auch so eine Akt, mich von gesellschaftlichen Verpflichtungen abzugrenzen, weil ich einfach nur mir mir (hahah und dem Internet) zusammen sein wollte. Das liegt aber auch daran, dass ich spezielle Menschen suche, die ich bisher in meiner direkten Umgebung nicht finden konnte. Menschen die offen für meine Interessensgebiete sind. Das Internet ermöglicht es.

Ansonsten fehlt mir das Ausgehen kaum. Immer wieder werde ich eingeladen, und lehne ab, weil ich, wenn ich hingehe, Langeweile empfinde. Ich bin mit mir selbst glücklicher als dort. Früher bin ich allerdings auch viel ausgegangen und war auch da glücklich. Es ist ja auch ein bisschen einseitig, wenn man nur noch mit sich selbst glücklich ist, wo die anderen ja auch man selbst sind. Aber ich brauche eben Austausch auf meiner Ebene und wo finde ich den?

Es müsste ja etwas auf der physischen Ebene besser sein, was mich bewegt meinen Rückzug zu verlassen. Was könnte das sein? Das Klartraumtreffen kürzlich war so eine Situation, die mich trotz der Blockaden bewegt, mich raus zu bewegen und die Körper Trigger hinzunehmen.

Wobei ich auch auf der Arbeit schon viele Begegnungen habe. Der Rückzug ist auch dafür eine Kompensation. Den auf der Arbeit bin ich Helfer und Bedürfniserdfüller und zwar nonstop. Davon brauche ich dann in meiner Freizeit dringend Erholung und Kompensation. Daran sehe ich dass mein Impuls Bedürfnisse zu erfüllen, ebenfalls ein Grund und eine Kompensation für meinen chronischen Rückzug ist.

Aber ich möchte einen Teil des Bedarfs nach Rückzug auch auflösen, weil ich denke irgendwann wird mein Ego nicht mehr so viel Rückzug brauchen. Ich war immer ein ängstlicher Mensch der viele körperliche Dinge im Außen nicht so angegriffen hat, wie andere Menschen. Ich war immer schon ein Beobachter, statt ein Macher. Aber da rede ich von meinem Ego. Die Frage ist, wie weit werde ich es in der Zukunft überwachsen können?

Auch hatte ich diverse Radunfälle, die meine Angst vor körperlicher Auslebung ebenfalls eingeschränkt hat. Ich habe kein Vertrauen in meine körperliche Fähigkeiten. Auch das habe ich versucht in Angriff zu nehmen zb durch den besuch im Hochseilgarten, aber es war eine Tortur durch die ich mich gequält habe, um hinter festzustellen, ich hab das zwar alles geschafft, aber meine Angst ist kein Stückchen kleiner geworden.

Ich glaube um mein Leben voll auszuschöpfen, und mich nicht nur in der Meditation innerlich frei zu fühlen, sondern dass auch im Außen konkret leben zu können, möchte ich auch physisch in die Welt hinaus und mich dabei frei fühlen. Zumindest irgendwann. Bisher habe ich dazu noch keine Energie. Irgendetwas muss dafür noch passieren. Aber was?

Mal eine extreme Vorstellung, die ich irgendwann mal verwirklichen möchte, ist irgendwie durch die Welt zu reisen, Vielleicht alleine mit den Rucksack. Monatelang zu irgendwelchen Schamanen oder so in ganz anderen Kulturkreisen. So etwas in der Art, klingt für mich schon spannend. Aber Steffi würde sich das nie trauen und sie hat noch so viele Blockaden, die das verhindern. Ich frage mich, habe ich glücklich gelebt, wenn ich darauf verzichte? Oder fehlt etwas? Ich glaube es fehlt etwas.

Mich erschöpft schon ein Klatraumtreffen und bringt mich an meine Grenzen, weil ich da so viel physischen Kontakt habe und die ganze Zeit mein Trauma getriggert wird. Also frage ich mich, was kann ich tun, um diese Hindernisse, zu überwinden um in allen Lebenslagen frei zu sein?

Auch hier ist es kein entweder oder, sondern es geht nur um eine Erweiterung meiner Komfortzone, meiner konkret gelebten Freiheit.

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann haben ja alle introvertierten Menschen irgendeinen Grund, warum sie nicht raus gehen wollen. Klar kann man sagen, ich bin halt introvertiert, aber dann bewegt man sich ja noch auf Ego Ebene. Da ist man wer. Ich möchte eben auf allen Ebenen frei sein, von meinen Ego Grenzen. Physisch und Außerkörperlich. Irgendwann.

Hallo Ver


Zitat:Hmm, vielleicht indem Du Deine Typen-Nummer änderst?
Okay, Du könntest einwenden, Du wärst dann möglicherweise nicht mehr Du selbst, aber Du hättest damit wahrscheinlich das Bedürfnis der Fünfer überwunden.

Ja im Grund habe ich das schon gemacht. Denn ich arbeite mit dem Enneagramm so, dass ich alles bin. Ich habe Phasen, da erkenne ich mich besonders in der 5, die auch am dominantesten ist. Aber ich sehe auch all die anderen Typen in mir. Manche noch nicht so stark und arbeite mit ihnen um eben alles zu integrieren, was ich bin und noch noch nicht bin. Das Enneagramm ist dazu die umfangreichste Landkarte der Persönlichkeit die ich je gesehen habe. Es ist unbeschreiblich wie detailliert die Aspekte der persönlichkeit da beschreiben werden.

Aber du bringt mich auch eine Idee, Ich könnte mal überlegen, welcher Typ im Enneagramm so ist, wie ich sein will und mich noch mal mit dem Part beschäftigen.

Die 3 ist zb ein außenorientierter Macher. Der aber zur Zeit im krassen Widerspruch mit meiner Introversion (4), und dem Bobachter (5) steht.

Ebenso ist die 7 so ein kindlich offener Wirbelwind, der mit deinem Körper mehr durch Leben tanzt als geht und keine Berührunsängste hat. Ich glaube diese beiden Typen, repräsentieren Aspekte der Außenorientierung, die ich noch integrieren könnte. Danke für den Impuls.

Berührungsängste habe ich auch gerade als Schlagfwort erkannt. Hm..


Meerflix


Zitat:schließe mich rhetor an: love is the answer

Ja das ist schon klar. Aber wenn es so einfach wäre, wären wir alle vollständig erleuchtet. Das Leben wäre einfach wunderbar und zwar für Jeden und in jedem Moment. Es gäbe keine Kriege und alles wären unentwegt Glücklich.

Und an der Stelle bin ich knallharter Realist, der ganz genau sieht, wo er selbst Defizierte hat.

An der Stelle bin ich überhaupt kein Licht und Liebe Spiritueller, sondern sehe ob jemand integriert hat und konkret lebt, was er predigt. Diesen Anspruch habe ich an mich. 

Und dann arbeite ich so lange daran, bis sich eine Verbesserung zeigt. Und solange bis es noch nicht so ist fühle mich mich unvollständig, weil mich dieses Gefühl antreibt, der Mensch zu werden, der ich sein will.

Diese Selbstverbesserung wird aber immer weniger zum Problem, es ist mehr so, dass ich sie immer mehr beobachte und mich ihr hingebe.

Ich danke euch allen für eure Ratschläge.

Es sind viele interessante Aspekte durch das Schreiben mit euch bewusst geworden.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#7
14.12.2018, 12:57
[+] 2 User sagen Danke! Oneiroanutin für diesen Beitrag
Hi Steffi,
das Gefühl, in der Gegenwart anderer nicht entspannen zu können entsteht aus fehlenden Grenzen. Man läuft schutzlos durch die Gegend und rechnet jederzeit mit einem Angriff und hat gleichzeitig Angst, sich zu zeigen wie man ist, um keinen Angriff/Verachtung zu provozieren. Dein Körper fühlt sich nicht von dir beschützt und verspannt sich. Grenzen zu setzen bedeutet, zu verinnerlichen: "Ich bin hier und ich bin gut so wie ich bin. Du bist dort und du bist gut so wie du bist.
Du hast ja schon geschrieben, dass du bewußt auf Grenzen verzichtest. Und du erwartest, dass andere dies ebenfalls tun.
Ich weiß nicht, wie lange du diese Stratgie schon verfolgst, aber nachdem was du so schreibst leidest du darunter, dass du damit nicht den ersehnten Erfolg hast und kommst auch nicht mit dir selbst zurecht.
Ich bin selbst ein Mensch, der gerne extreme Wege geht, aber egal ob extrem oder nicht, der Weg sollte Erfolge mit sich bringen. Tut er das nicht, taugt er nicht.

Genauso beim Sport. Echt heftig, was du gleistet hast und ich finde es super, dass du deine extreme Herangehensweise hinterfragt hast. Wenn Sport Quälerei ist und nur dazu dient, den Selbstwert zu erhöhen, geht das nicht lange gut. Aber warum immer gleich Extreme? Ich habe durch dein Posting den Eindruck, für dich existieren nur entweder Extremsport oder die Akzeptanz des eigenen Scheiterns. Vielleicht hat es bei dir einfach noch nicht Klick gemacht. Sport macht man nicht, um andere zu beeindrucken. Das Ziel ist es, sich wohl zu fühlen in und mit dem eigenen Körper und Freude an der Bewegung zu haben.

Versuche nicht, großartig zu sein mit deiner Leistung. Versuche nicht, großartig zu sein in deinem Scheitern. Probiere doch einfach mal in der Mitte zu SEIN.

"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Einstein
Simple living. High thinking.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#8
14.12.2018, 14:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2018, 16:47 von Rhetor.)
[+] 2 User sagen Danke! Rhetor für diesen Beitrag
(14.12.2018, 01:41)ichbinmehr schrieb: Weißt du ich hatte Zeiten, da habe ich über 10 Std – teilweise bis 15 Std. die Woche Fitness und Kraftsport gemacht. Ich konnte 150 Liegestütz in 3 Sätzen mal eben so. Ich konnte 10 km joggen, und bin um 4h aufgestanden um täglich eine Stunde Yoga vor der Arbeit zu machen. Ich habe als Frau 4 Sätze Bankdrücken mit 50 Kg gemacht, mit 20 Wiederholungen. Es gab kein Training unter 3 Stunden. Ich habe im ganzen Fitnessstudio vielleicht noch eine andere Frau gesehen, die so stark war wie ich. Die so wahnsinnig war wie ich, muss ich heute sagen. Ansonsten tun sich das ja nur Männer an. Die Frauen sie auf dem Sitzfahrrad saßen und ohne einen Tropfen Schweiß und in einer Zeitung blätterten, habe ich nur verachtend belächelt.

Ok, alles klar. Die Möglichkeit hatte ich ja auch nicht ausgeschlossen:

(13.12.2018, 09:29)Rhetor schrieb: Und natürlich gibt es trotzdem jede Menge Fitness-Enthusiasten mit gestörtem Körperschema.

Statt "Körperschema" hätte ich vielleicht allgemeiner schreiben sollen "Verhältnis zum eigenen Körper"
[Edit: und statt "Fitness-Enthusiasten" besser "scheinbare Fitness-Enthusiasten", denn um echte Begeisterung handelt es sich in diesem Fall dann ja gar nicht.]

Zitat:
Zitat:Ach so – falls das vielleicht nicht klar genug ausgedrückt war – ich halte es für verdammt wichtig, den eigenen Körper wertzuschätzen und zu respektieren. Und diese Ansicht teilten mit mir z.B. auch die Begründer des Ashtanga-Yogas vor über 2500 Jahren.

Ja das sehe ich auch. So aber ich denke man sollte nicht davon ausgehen, dass das jedem Menschen so einfach möglich ist. Wer wie ich, immer erfahren hat, dass er so wie er ist nicht erwünscht ist, der will in seinem Körper eben nicht anwesend sein. Das kann man nicht über den Appell an die Vernunft lösen.

Das stimmt.
Ich dachte einfach, Deine psychische Gesundung sei schon weiter fortgeschritten. Tut mir leid, wenn ich Dich damit überfordert habe.


Zitat:Ich glaube du hattest mal gesagt du bist Physiotherapeut oder etwas in diese Richtung, Vielleicht kannst du dir ja vorstellen, die emotionale Ebene in dein Glaubenssystem zu integrieren, um Menschen noch ganzheitlicher zu beraten.

Dass Du mir die emotionale Ebene absprichst, kränkt mich noch genauso wie schon vor ein paar Monaten.
Da nützt es auch nichts, wenn Du weiter oben schreibst, es täte Dir leid, oder was auch immer shoulder

Bloß weil ich nicht Deine gesamte Lebens- und Krankengeschichte im Hinterkopf habe, bin ich noch nicht uneinfühlsam. Die Geschichte mit der exzessiven Fitness z.B. kannte ich definitiv noch nicht oder hatte sie wieder vergessen. Und trotzdem exclam schrieb ich außerdem den Disclaimer mit dem gestörten Körperschema.

Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass sich 99,9% Deiner Beiträge ausschließlich um Dich selbst und Deine Probleme drehen. Nur wenn Du erwartest, dass alle anderen sich alles was Du schreibst auch dauerhaft merken (vorausgesetzt, dass sie es gelesen haben), dann wird es schwierig.
Das hat dann absolut nichts mit der emotionalen Ebene zu tun, sondern lediglich damit, dass wir auch ein Leben außerhalb des Klartraumforums haben augenroll

Ja, ich bin Physiotherapeut und halte mich definitiv für emotional einfühlsam genug.
Trotzdem – nicht jeder Therapeut passt zu jedem Patienten und umgekehrt.

Und ich kann alle emotionale Einfühlsamkeit der Welt besitzen – trotzdem bin ich kein Psychiater oder Psychotherapeut.
Deshalb muss ich in Deinem Fall leider passen sad

Zitat:...
Und zweitens gibt es auch eine bewusste gesunde und heilige Dissoziation,
und zwar die Auflösung Identifikation mit dem Ego.

Ja, die Identifikation mit dem Ego aufzulösen, ist auch mein spirituelles Ziel.

Leider habe ich von Dir allerdings auch schon "Auflösung des Ego" (per se) gelesen.
Und das hielte ich eben für einen krankhaften Irrweg.
Schön, wenn wenigstens das bloß ein Missverständnis war neutral
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#9
14.12.2018, 22:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2018, 22:42 von ichbinmehr.)
Zitat:Hi Steffi,
das Gefühl, in der Gegenwart anderer nicht entspannen zu können entsteht aus fehlenden Grenzen. Man läuft schutzlos durch die Gegend und rechnet jederzeit mit einem Angriff und hat gleichzeitig Angst, sich zu zeigen wie man ist, um keinen Angriff/Verachtung zu provozieren.
Dein Körper fühlt sich nicht von dir beschützt und verspannt sich. Grenzen zu setzen bedeutet, zu verinnerlichen: "Ich bin hier und ich bin gut so wie ich bin. Du bist dort und du bist gut so wie du bist.

Nein das sehe ich anders. Das Problem ist nicht mangelnder Schutz, sondern eine nicht integrierte Angst vor Gewalt. Auf spiritueller Ebene fehlt eine noch tiefere Akzeptanz zu sterben.

Aber ich möchte deinen Vorschlag auch nicht ausschliessen. Ich nehme aber eine Unstimmigkeit wahr, vermutlich weil es ein einseitiger Gedanke ist. Wenn du sagst Schutz und Offenheit, ok. Aber bei Schutz statt Offenheit, fühle ich Unstimmigkeit. Wie könnte diese Form des Schutzes aussehen?

Auf kindlicher Ebene fehlt es wohl noch ein tieferes Mitgefühlt,
mit dem Teil der immer wieder in diese Starre gerät.
Ich glaube dass hier der Ansatzpunkt ist,
das Spirituelle wird sich dann von selbst ergeben.


Zitat:Ich weiß nicht, wie lange du diese Stratgie schon verfolgst, aber nachdem was du so schreibst leidest du darunter, dass du damit nicht den ersehnten Erfolg hast und kommst auch nicht mit dir selbst zurecht.


Ich leide nicht. Das ist dein Urteil über mich. Ich bin sehr zufrieden mit mir.

Zitat:Ich bin selbst ein Mensch, der gerne extreme Wege geht, aber egal ob extrem oder nicht, der Weg sollte Erfolge mit sich bringen. Tut er das nicht, taugt er nicht.


Ich fühle mich mit meinen Strategien zur Zeit sehr erfolgreich. Aber ich greife mir eben immer wieder gleich die nächste Aufgabe und deshalb fehlt das festhalten am Erfolg. Es fehlt das Feiern des Erfolges. Im Prinzip ist der aber da. Ich nehme mir immer das nächste fehlende Puzzlestück vor, deshalb wirkt das wohl, als würde ich nur rumjammern, aber ich bin glücklich dabei. Bei Ego zeigt mir meinen Ego, an dem ich mich entlang hangel. Dabei finde ich meine Erkenntnisse.

Zitat:Aber warum immer gleich Extreme?

Weil das mein Weg ist. Aber gute Frage warum ist das mein Weg?
Ich vermute um die Welt von A-Z zu durchschauen. Genauso wünsche ich es.


Zitat:Das Ziel ist es, sich wohl zu fühlen in und mit dem eigenen Körper und Freude an der Bewegung zu haben.

Ja das weiß ich. Das wünsche ich mir auch. Aber ich fühle oder fühlte früher anders.
Vernunft hatte da nicht geholfen.

Zitat:Versuche nicht, großartig zu sein mit deiner Leistung. Versuche nicht, großartig zu sein in deinem Scheitern. Probiere doch einfach mal in der Mitte zu SEIN.

Ich versuche gar nichts. Ich bin einfach ich. Ich akzeptiere Extreme wenn sie sich ausdrücken wollen. Ich möchte in die Mitte, ja aber erst wenn es sich stimmig anfühlt, dann gehe ich den extremen Weg.

Zitat:"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

Da stimme ich dir zu. Im NLP sagt man, wenn das du tust nicht zum Erfolg führt, dann tue so lange etwas anderes bis es erfolgreich ist. Das tue ich seit Jahren. Ich habe mich quasi Selbst voll auf den Kopf gestellt und tue nun das Gegenteil wie früher. Über diese Vorgehensweise, erfahre ich die größte Einsicht, und komme dann in die Mitte.


Lieber Rhetor,

Zitat:Dass Du mir die emotionale Ebene absprichst, kränkt mich noch genauso wie schon vor ein paar Monaten. Da nützt es auch nichts, wenn Du weiter oben schreibst, es täte Dir leid, oder was auch immer

Dass tut mir leid. Ich wusste auch nicht genau, womit ich dich damals gekränkt habe, nur dass es geschehen ist. Damals hatte ich nochmal versucht zu den Thema was zu sagen, aber ich hatte das Gefühl ich mache es mit jedem Satz  nur schlimmer. Nein ich spreche dir die Emotionale Ebenene nicht ab.

Ich empfinde es leider immer wieder so, dass meine emotionale Ebene übergangen wird.
Und dann möchte ich nur auf meine Bedürfnisse aufmerksam machen, die sich nicht gesehen fühlen.
Ich bin wirklich ein hochsensibler Mensch, ich höre quasi die Flöhe husten. Wo andere Gefühle nur zu 30% fühlen, bin ich bei 80%.

Und ich gebe Emotionen eine hohe Bedeutung was die Kausalität von Symptomen betrifft. Weil das in unserer Gesellschaft meist nicht genügend beachtung findet, weise ich darauf hin. Aber damit meine ich im Grunde genommen die ganze Gesellschaft, nicht dich persönlich.

Unterschiedliche Menschen nehmen unterschiedlich wahr, und daher ist auch die Bewertung einer Situation unterschiedlich. Sehr oft erlebe ich, dass mir Menschen fast nur auf der physischen Ebene oder der geistigen Ebene, begegnen. Ich sehe immer wieder, dass die Emotionale Ebene unterschätzt wird. Ich möchte mich für die Emotion in der Welt einsetzten.

Ich habe wirklich sehr sehr tief in verschiedenen Ebenen geschaut, dabei Erfahren, dass das gesamte Ego nur aus unbewussten Blockaden besteht, die wir Körper, Geist oder Emotion, nennen. Uns allen geht es so, dass es uns im Alltag unbewusst ist. Ich weise auf das hin was bei 90% der Mmenschen im Schatten liegt. Ich wollte nur dazu animieren noch tiefer zu schauen.


Zitat:Ja, die Identifikation mit dem Ego aufzulösen, ist auch mein spirituelles Ziel.

Dann haben wir ja doch etwas gemeinsam, vielleicht ist nur unser Weg total unterschiedlich, und dann findet man sich manchmal in einer Art Gegnerschaft wieder, weil jeder am eigenen Weg hängt und doch beide zum selben Ziel wollen. Manchmal dient die Gegnerschaft auch dazu, sich zu erkennen, durch. Ich nehme das nicht mehr so persönlich. Habe ich aber lange.

Auf welchem Weg versucht du denn dein Ziel zu erreichen?
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#10
15.12.2018, 09:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.12.2018, 09:37 von Rhetor.)
[+] 2 User sagen Danke! Rhetor für diesen Beitrag
Ich praktiziere seit 13 Jahren Zen.
Leider habe ich den Trick, wie man der Suchfunktion dreibuchstabige Begriffe unterjubelt, schon wieder vergessen, sonst hätte ich noch eine Übersicht verlinkt, wo und was ich dazu im Forum gelegentlich geschrieben habe. (War das mit irgendwelchen tags, geöffnet und gleich wieder geschlossen? Edit: Ne, anscheinend nicht.)
Allzuviel dürfte es allerdings ohnehin nicht gewesen sein. Ich lass mich nicht gerne darüber aus.
Klarer Fall von Nike-Style: I just do it pleased
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#11
16.12.2018, 02:28
Ahh Zen. Ich habe letztens ne interessante Ausage von Osho gelesen in einem Buch über Zen.

Die Wurzel der Spiritualität sei Indien. Er sagte Indien ist das Land der inneren Schätze. Die indische Spiritualität ist eine nach Innen gerichtetet Spiritualität. Indien sei ein Land indem die Schätze nach Innen getragen werden. Es sind im Innen reiche Menschen aber die Inder schaffen es nicht, ihren inneren Reichtum im Außen zu manifestieren. Man sehe sich nur mal das Land an, überall stinkt es, die Menschens sind verarmt. In Indien liegt die Wurzel, aber dort konnte der Baum keine Früchte tragen.

Dann sei die Lehre von Indien nach China gewandert. China sei ein Land der Gegensätze. Aber in China konnte sie sich nicht halten. Ich weiß grade nicht mehr warum. Hihi. Müsste ich nachlesen.

Dann sei die Lehre nach Japan gewandert. Japan sei ein nach Außen gerichtetes Land. Die Japaner zeigen ihre Spiritualität über die Perfektion jeden Momentes im Außen. In Japan konnte die Lehre eine Blüte bilden. Ich fand das sehr interssant. Und stellte fest, ich bin dann wohl eher ein Inder. Hahaha. Allerdings habe ich auch ein japanisches Schwert. biggrin
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#12
16.12.2018, 17:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.12.2018, 18:31 von ichbinmehr.)
Die Identifikation mit dem Körper ist ein geistiger Zustand. Ich stelle gerade fest, dass sich mein materielles Denken immer noch versucht hat, vom materiellen Denken zu lösen. Gestern gab eine eine Verschiebung weiter in die geistige Richtung.

Warum ist das geschehen?

Zitat:Ich habe eine Technik mit der ich meinen Aufmerksamkeitsfokus bewusst ausrichte. Im Grund eine Technik um Realität zu erschaffen. Mit Fokus meine ich nicht nur die Aufmerksamkeit von Steffi. Mit dem Fokus meine ich etwas, was über die Grenzen von Steffi hinweg, Situationen in mein Leben bringt. Der Fokus steuert meine Realität. Diesen Fokus kann ich bisher über eine Technik sehr gut steuern:

Dieses mache ich in dem ich Fragen stelle. Ich stelle eine Frage in den Raum.
Diese schreibe ich mir möglichst auf zb auf eine Zettel. Manchmal lege ich diesen Zettel auf mein Ritualbrett, um meine Entscheidung, etwas wissen zu wollen zu bekräftigen.

Durch meine Kommunikation mit dem Internet bin ich zufällig zu ganz anderen Techniken gekommen, die Frage in den Raum zustellen.

Zum Beispiel stelle ich eine Frage in einen offenen Raum, hier im Forum oder bei FB. Zum Teil ergeben sich aus dieser Frage Diskussionen um Außen. Diese Diskussionen sind für mich wichtig, um mich mit meinen unbewussten innerern Anteilen auseinander zu setzten. Jeder der mir widerspricht und sagt, deine Vohaben sind verrückte allmachtsphantasien, ect. konkrontiert mich, mit einem inneren Zweifel. So muss ich mich mit diesen Zweifeln auseinander setzten. So entsteht Bewusstheit.  Meine Unbewussten Widerstände werden durch Diskussionen bewusst.

Immer dann wenn ich einer Person im Außern widersprechen muss, setze ich mich mit unbewussten Anteilen in mir selbst auseinander. So enstehen Themen, an die ich so nie gekommen wäre. Deshalb bin ich auch sehr dankbar für jeglichen Widerspruch und für andere Perspektiven, die ich selbst nicht bedacht habe.

Ich trenne sehr stark Beziehungs- und Sachebene. Die Meinung einer Person, über ein Sachtehema hat für mich nichts mehr mit der Sympathie für einen Menschen zu tun. Das habe ich über viele Gespräche langsam gelernt. Ich weiß noch wie betroffen ich früher war, als mir Menschen widersprachen, weil ich mich oft von abhängig von anderen Menschen fühlte. Es war als brauchte ich immer eine Absolution von ihnen, um meinen Weg zu gehen. Heute brauche ich das nicht mehr. Ich bin dankbar für Menschen die mir andere Perspektiven eröffnen, mir von ihrer Meinung berichten, vor allem wenn diese so ganz anders ist als meine. Aber ich muss immer in mich spüren, ob ihr Weg mein Weg ist und wenn das nicht so ist, dann muss ich Widersprechen. Das ist ein typisches Verhalten meiner oben erwähnten 5er Persönlichkeiststruktur, ich trenne Sachebe von Beziehungebene, und kann mich durch meine Sachbezogenheit sehr gut stabilisieren, selbst wenn Emotionen ausgelöst werden.

Nun das ist aber nur ein Aspekt der Technik. Ein weiter Aspekt ist es, dass sich über das hinaus was ich als Mensch bewirken kann, Intuitive Erkenntnisse, und Synchronizitäten ergeben, die ebenfalls von dieser Frage die ich gestellt habe, bewirkt wurden. Um da zu bewirken bin ich offen das antworten von überall her kommen können. Dh. ich Stelle diese Frage der höchsten Instanz, die von überhall her antworten kann. Und so kommen wenn ich so eine Frage stelle wie in diesen Thread, Antworten aus allen Bereichen meines Lebens auf mich zu. Und das ist so krass, dass es wirklich über jegliche Vernunft hinweg funktioniert, dass selbst jemand an meiner Tür klingeln kann und mir eine Botschaft überreicht, obwohl ich hier im Forum diese Frage gestellt habe. Alles was dazu nötig ist, ist die Offenheit das glauben zu können.

Das mich diese Ereignisse immer noch verwundern, zeigt nur dass ich noch zu einem gewissen Maße an materiellen Weltbild festhänge und ein Teil von mir die Außerkörperlichkeit die ich bin, noch nicht ganz anerkennen kann. Immerhin habe ich zu einer emotionalen Akzeptanz gefunden. Früher haben mich diese Ereignisse in Angst versetzt, nun habe ich mich daran gewöhnt. Aber das Staunen hört nicht auf und das bewegt natürlich, dass ich darüber schreiben muss. Vielleicht muss ich auch einen kleinen teil unglauben behalten, damit ich mich an den Wundern, welche sich mir täglich zeigen, noch erfreuen kann. Ja so ist es.



Nun und mit der in den Raum gestellten Frage: Wie überwinde ich die Identifikation mit meinem physischen Körper?  bemerke ich, habe ich wieder etwas losgetreten. Denn diese Frage hat meinen Bewusstseinsfokus (den der Über das Ego hinaus geht und Intuitive Wahrnehmung mit einschließt) aktiviert, mir Informationen zu senden.

Dies geschah zb gestern als ich im Telegram Chat mit Raipat über Subliments redete und ich die Frage stellte: Wie ist das mit Homöopathie. Glaubst du an eine Kausalität der Wirkweise auf materieller oder geistiger Ebene? Und dann sagte Raipat irgendwas über die Wirkweise von Tee. Und ich schaue auf meine Teetasse, die zufällig neben mir stand. Und in dem Moment war es als ob etwas von mir abfallen würde. Und zwar ist die Anhaftung an das materielle Weltbild, in diesem Moment abgefallen, welches ich durch unzählige Diskussionen im Außen bekämpft hatte. Ich wusste in dem Moment, die Wirkung meines Tees und jeder anderen Substanz, die ich zu mir nehme, beruht einzig auf Glaubenssätzen und nicht auf chemischen Inhaltsstoffen.

Nun wobei das auch wieder eine einseitige Falschaussage ist. Denn beides kann gleichzeitig möglich sein. Aber ich möchte mich ja bewusst von meinem noch unbewussten materiellen Weltbild lösen und mich kontrolliert auf das geistige Weltbild verschieben. Deshalb muss ich die Materie in Frage stellen. Auch wenn ich gleichzeitig sehe, dass jedes Weltbild gleichberechtigt ist. Es geht also gar nicht um die Aberkennung der Materie, sondern um die Fähigkeit die Materie bewusst aufzuheben. Es geht um die Kontrolle darüber, das eigene Bewusstsein ausrichten zu können und zar losgelöst von allen Konditionierungen.

Dann hatte ich gestern ein interessantes Abendessen, indem ich die Lebensmittel an Hand ihrer Glaubenssätze betrachtete. Und ich verfiel automatisch in den Zustand den ich vor zwei Jahren erfahren hatte, nämlich in eine große Achtsamkeit, im Moment wo ich esse. Das ist etwas erstaunliches, wie unterschiedlich so eine Erfahrung sein kann. Im Alltag esse ich oft unbewusst nebenher. Im Zustand der Achtsamkeit ist es als fühle ich mich auf einen fremden Planeten versetzt und darf etwas probieren, was mir völlig fremd ist. Wenn das Essen die Geschmacksnerven berührt, ist es als zoome ich in eine neue Welt, ob das nun Brokkoli oder Schokolade ist. In diesen Zustand esse ich sehr langsam und bin ich unglaublich genügsam und trotzdem total satt und zufrieden. Etwas was mir beim unbewussten Essen oft fehlt. Nun vermutlich kennt das jeder, der sich mal mit bewussten Essen beschäftigt hat, aber ich erlebe es eben in einer Intensität, die alle Maße sprengt, eben in seinen Extremen.

Ich habe jedes Nahrungsmittel bedacht, welches Glaubenssätze in ihm enthalten sind. Himbeeren = Vitamine, gut. Brokkoli = Vitamine Gut, Überhaupt Grün gut. Salat = Gut aber meine Freund sagt immer Salat wird Ernährungsphysiologisch überbewertet, und genau dieser Glaubenssatz klebte am Salat. Den kann ich löschen. Fisch = Gut Omega 3, Sahnesoße = Böses fett. So stellte ich fest, dass ich den Glaubenssatz der Sahnesoße bewusst verändern sollte. Und zwar in Genuß und Freude. Ebenso spürte ich bei der Soße und beim Fisch herzhaften Geschmack sehr intensiv. Ich fühle da tief rein und erkannte. Herzhaft = Geborgenheit.

Also ich sah alle Konditionierungen die auf dem Essen lagen. Das war damals schonmal so, als ich so High war. Wahnsinn welche Gefühle Lebenmittel auslösen können. Wahnsinn das so bewusst zu sehen. Ich habe mir vorgenommenen öfter so achtsam zu essen und meine negativen Gedanken über ungesunde Lebenmittel zu löschen. Ebenfalls die negativen Gedanken, die an Gesunden Lebensmitteln hängen, die ich deshalb nicht esse, zu löschen. Es bleibt Gesund ist das wa sich als Gesund segne. Ebenso habe ich Konditionierungen erkannt, die mir das langsame, bewusste und achtsame Essen bisher verwehrt haben.

An diesem Beispiel sehe ich auch auch nochmal deutlich, welchen positiven Effekt es hat, so offen über seine Probleme zu sprechen. Es passiert jedes mal eine Öffnung und somit wird mein Zugang zu meinem Unbewussten frei gelegt, immer dann wenn ich bereit bin, offen über ein Thema zu sprechen, besonders dann, wenn meine Offenheit (innere und äußere) Tabus bricht, heilt etwas auf dramatische Weise.

Später auf der Couch geriet ich beim TV gucken automatisch in einen meditativen Zustand. Das passiert mir seit einigen Wochen immer öfter, einfach so, ohne Meditation ohne tun, ohne Technik, ohne Übung. Ich spürte eine Vibration, die ich auch aus den OOBE Übungen kannte. Darauf hin versuchte ich ein Experiment. Ich spürte bewusst in meine Beine, die ich vor mir sah. Plötzlich war mir als ob mein Fuß kurz anfing zu schweben. Ich bemerkte interessiert, dass ich diesmal gar keine Angst hatte. Gleichzeit aber behinderte mein rationaler Zweifel, dass die Erfahrung weiter ging. So stelle ich hier eine neue Frage. Wie überwinde ich den Zweifel, der die Erfahrung blockiert?

Heute Mittag. Ich rede mit meinem Freund und er sagte mir: Er hätte kapiert, dass sich der Astralkörper nicht aus dem physischen Körper heraus bewegt, sondern der physische Körper aus dem Astralkörper entsteht. Und indem Moment merkte ich wieder aha! Es ändert sich gerade wieder mein Weltbild.

Ich hatte so viel Zeit damit verbracht, den Energiekörper zu fühlen, aber habe es immer noch aus der materiellen Sicht betrachtet. Es machte wieder klick und ich erkannte, dass wenn ich weiter meditiere und mich meinem Energiekörper zuwende, sich meine Wahrnehmungen diesbezüglich erweitern werden. Ich weiß dann intuitiv, dass es so sein wird, als schaue ich in meine Zukunft.

Dann sah ich auf eine Stift, weil mein Freund mal erzählt hat, er hätte einen Stift zum schweben gebracht. Damals versuchten wir auch einen Löffel (ohne Kraft) zu verbiegen. Er schaffte es, ich nicht. Ich schafte es nur mit Kraft und hatte Zweifel. Damals dachte ich darüber nach und ich hatte Angst davor dass es funktionieren könnte. Das war vor eine paar Monaten. Ich dachte ich bekomme einen Schock so was zu erleben. Heute versuchte den Stift schweben zu lassen, es klappte zwar nicht aber ich spürte: Die Angst ist weg! Irgendwas muss in mir Klick gemacht haben.

Außerdem ist die Identifikation mit dem spirituellen Sucher abgefallen. Steffi sucht, fragt und forscht, (wie jetzt hier) aber plötzlich ist das nur noch die Geschichte, die ich aus dem Zeugenbewusstsein sehe. Bisher war es so, dass ich in einigen Situationen immer wieder stark identifiziert war mit Steffi. Der Sucher und Problemlöser war so ein Teil. Aber das hat sich heute Mittag geändert. Ich spüre immer mehr es ist alles schon da. Und ich spiele dieses Spiel aus reiner Freude. Ich suche und frage, um mir meine Erkenntnisse die schon da sind, in genau der Dosis zu geben, wie ich sie verarbeiten kann (wozu auch das Schreiben gehört). Es ist also alles schon Perfekt. Perfektion in jedem Moment. Ich muss nirgends mehr hin, obwohl ich suche. Das ist paradox. Der Sucher ist nur noch eine Geschichte.

Und somit hat sich die Identifikation mit dem Ego wieder ein Stück weiter aufgelöst. Diesmal über die Grenzen des Irischen hinaus. Die letzten Jahre ging es vor allem um die Auflösung meiner Persönlichkeitsspaltung über das Enneagramm, welches ich intensiv studiert habe und auf meine Umwelt angewendet habe um mich in jedem menschen zu erkennen. Und auch das macht so unendlich viel Sinn für mich, weil ich zb andere Leute sehe, die zwar Einsicht in die höhere Bewussteinszustände haben, und aus ihrem Körper rauskommen, aber auf Grund ihres Ego Filters, der durch die gespaltene Persönlichkeit entsteht, Sachverhalte in meinen Augen nicht richtig interpretieren. Erst die Individuation, die Heilung der Spaltung ermöglicht wirklich klar zu sehen.

Wobei ich auch nicht glaube, dass man jemals 100% geheilt sein wird, dass man je 100% klar sieht, aber ich glaube es gibt zumindest so was wie eine kritische Masse an Heilung und Weitsicht. Schaue ich mir zb andere Leute an, die das Bewusstsein auf ähnliche Weise erforschen, wie ich, zb Jonathan Dilas, der eine wahnsinnige Arbeit im Bereich OOBE leistet: Also ich will ihn nicht abwerten, ich bin ihm dankbar für seine Arbeit, aber ich sehe so will ich das nicht. Ich sehe er glaubt an Außerirdische, die ihn bedrohen, und andere Krfäfte, die er nicht als Teile seines Selbst erkennt. Dann sehe ich, wie viel Sinn es gemacht hat erst die innere Spaltung zu heilen, weil an Hand seiner Interpretation sehe ich, er hat sich selbst noch nicht als Bewusstsein erkannt, denn er projiziert noch. Und solange das so ist, interpretiert man die Wirklichkeit immer falsch. Solange man sich nicht selbst erkannt hat, projiziert man den eigenen Schatten auf die Welt und natürlich auch auf seine Erkenntnisse.

Bei Tom Campbell zb ist das ganz anders, der ist für mich ziemlich rund, von seiner Persönlichkeiststruktur. Nur so kann man wirklich klar sehen. Und das unterscheidet Campbell von Dilas. 
Und das wollte ich auch immer. Und so empfinde ich zur Zeit alles als Perfektion, denn genau so habe ich es immer gewollt. Und so war meien Katharsis, mein Absturzt in die Tiefe, genau das was ich brauchte um meinen Schatten bewusst zu transformieren. Es ist eine Gnade in die eigene Dunkelheit zu fallen und diese beleuchten zu dürfen.

Mein Wunsch nach Wahrheit ist in mir stärker als alles andere. Nur so findet man zur höchsten Erkenntnis. Immer wieder wenn ich total high war, und Realität kreieren durfte, habe ich mich neu entschieden, erst Steffis Trauma zu heilen, weil ich intuitiv wusste dass das der weiseste Weg ist. Aber heute verstehe ich erst warum das so sein musste. Ich sehe plötzlich bewusst wie viel Sinn das für mich gemacht hat, um der Mensch zu werden, der ich sein möchte. Ich habe das Gefühl der Fokus auf die therapeutische Arbeit ist jetzt zum großen Teil abgeschlossen. Jetzt geht es darum, sich über das menschliche Bewusstsein hinaus zu erweitern. Ich fühle große Begeisterung und Freude udn Dankbarkeit für mein Leben, für meine Existenz. Das sind Gefühle dem Leben gegenüber, wie ich sie noch nie hatte.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#13
16.12.2018, 23:50
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steffi schrieb:Nun und mit der in den Raum gestellten Frage: Wie überwinde ich die Identifikation mit meinem physischen Körper?
Wozu? Was verstehst du unter Identifikation?

Zitat:An diesem Beispiel sehe ich auch auch nochmal deutlich, welchen positiven Effekt es hat, so offen über seine Probleme zu sprechen. Es passiert jedes mal eine Öffnung und somit wird mein Zugang zu meinem Unbewussten frei gelegt, immer dann wenn ich bereit bin, offen über ein Thema zu sprechen, besonders dann, wenn meine Offenheit (innere und äußere) Tabus bricht, heilt etwas auf dramatische Weise.
Kenn ich.

Sich öffnen hat aber immer ein Gegenüber, und du kannst dich nicht mitteilen, ohne auch die Sprache des Gegenübers einzubeziehen. Oder ... naja, du kannst es natürlich dir selbst mitteilen, aber dann verstehst du dich halt selber falsch. Klingt vielleicht absurd, aber alleine fehlt halt irgendwie ein bisschen die Kontrolle darüber, ob das Gesagte auch noch irgendeinen Sinn ergibt. Für einen selbst macht es Sinn, aber für andere nicht? Ups, da könnte ein Problem liegen.

Zitat:Ich hatte so viel Zeit damit verbracht, den Energiekörper zu fühlen, aber habe es immer noch aus der materiellen Sicht betrachtet.
Naja, ein Energiekörper ist ja auch ein zutiefst materialistisches Konzept. Lass das halt mal weg.^^ Ich glaube, sowas wie "Energiekörper" gibt es auch in der Esoterik nur, weil sich Materialismus schon so weit durchsetzen konnte, dass Leute, um ernstgenommen zu werden, halt auch sowas griffiges brauchten.

Sollte es nicht um was Wesentlicheres gehen?

Zitat:Wobei ich auch nicht glaube, dass man jemals 100% geheilt sein wird, dass man je 100% klar sieht, aber ich glaube es gibt zumindest so was wie eine kritische Masse an Heilung und Weitsicht.
Joa, ich finde 100% ist sowas von unrealistisch. Die meisten Leute haben genug Probleme, und wenn sie auch nur ein paar davon gründlich lösen, ist es schon viel.

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Dissoziation ist mir ziemlich unangenehm. Je mehr ich meinem Körper nahe bin, desto gesünder erlebe ich mich. Dem Körper nahe sein heißt nicht, ihm ausgeliefert zu sein - im Gegenteil, wenn ich in einem dissoziativen Zustand bin, verliere ich die Kontrolle über meine eigenen Körperbedeutungen; mein Bedürfnis nach leckerem Säurebonbon drückt sich irgendwie aus, in einem Erleben, einem Streben, einer Vorbedingung. Nachdem dies alles einmal erfüllt ist, kann man sich nach dem nächsten Ziel umsehen, etwas verursachen, eine Bedingung abstecken. In dieser steckt wiederum ein neuer Ansatz, ein kleines Pflanzenbewusstsein eines Samenkorns, das sich erst zu einem mächtigen Baum entwickeln muss. Dieses Potential zu erleben ermöglicht jede kleine Empfindung, auch bereits eines Säurebonbons.

Dieser gesamte letzte Absatz war ein Schreibexperiment, ich hab keinen blassen Schimmer, was ich da gemeint hab, war einfach mal so drauflosgeschrieben. wink1  Automatisches Schreiben hat ein dissoziatives Element, es wird irgendwie der Fokus vom Wachdenken wegbewegt, und die dahinterstehenden Gedankenströme gelangen ans Licht. Surrealist*innen gingen ja davon aus, dass sich da etwas Traumähnliches an die Oberfläche zerren ließe, und hatten da wohl auch immer mal wieder Erfolge. Neulich saß ich in ner Vorlesung und hab mal 5 min geschrieben. Das, was herausgekommen war, ergibt beim erneuten Durchlesen kaum Sinn, aber ich fühlte mich danach besser - und mir fällt auch auf, dass eine ganze Menge Schlüsselbegriffe darin vorkamen, kleine lokale Knotenpunkte meines aktuellen Denkens oder von Problemen.

In einem weiteren halbautomatischen Modus setze ich fort. Was sind Körperbedeutungen? Gibt der Körper etwa vor, was bedeutsam ist, und was nicht? Bis hierhin hatte ich noch das Gefühl, dass meine Worte halbwegs verbunden waren mit meinem bewussten Denken. Dann habe ich langsam den Verstand verloren.^^ Aber die Bedeutungen - gibt es etwas, das uns bedeutsam erscheinen kann, ohne dass es mit unserem Körper verbunden ist? Ist totale Dissoziation nicht auch so etwas wie totale Bedeutungslosigkeit? Das Säurebonbon war eine hastige Assoziation - irgendetwas, das die Sinne reizt. Säure ist ja da bereits ein recht spezifischer Reiz, irgendwie eigentlich unangenehm - unser Körper teilt uns mit, bäh ist das sauer ey, das kannste doch nicht ernsthaft essen wollen. Aber irgendwie auch geil. Wir haben uns daran gewöhnt, gerade in intensiven Erfahrungen Bedeutung zu erleben? Oder bin ich hier schon wieder in ein gedankliches Loch abgedriftet? Ich folge mal Steffis Beispiel und schreibe mir langsam die Vernunft weg. Goodbye, it was nice with you. Die Säure frisst sich durch das geistige Bonbon. (Leute, mir geht's gut, ich tob mich nur grad sprachlich aus.) Erleben, Streben, Vorbedingung. Ohne Erleben kein Streben? Naja, es muss ja erstmal das Erlebnis von was geil Saurem sein, bevor der Körper sagen kann, das will ich nochmal, schieb das mal rüber ey. Next. Etwas verursachen - ja klar, natürlich wollen wir schon etwas mehr als nur Erleben, Erleben, Erleben. Säure ist halt nicht alles, auch Dinge versalzen kann was. Also anderen die Erlebnisse madig machen. Da stecken wir schon auch eine Menge Energie rein, aber wie erleben wir das im Körper? Ist die Befriedigung der Nicht-Befriedung anderer wirklich körperlich manifestiert? Ihr merkt, ich drehe die Komplexität der Sprache gerade etwas rauf. Da muss ja dann aber auch wieder nen Comic Relief kommen, ne? Ich arbeite darauf hin. Kaputtschlagen - ich schlag da grade was kaputt, oder? Versalze ich diesen Thread? (Kann es denn überhaupt genügend Salz geben? Ich solle mal Brot82 fragen, ob er aus der Formal NaCl noch eine Lebensweisheit generieren kann, damit dieser Thread noch etwas Würze bekommt. (Aber das Chemisch-Philosophische Theater ist leider nur eine Fiktion. (Aber das kennt ihr ja alle nicht, tut mir leid.) Der komplette Rauswurf aus der Welt - das finden Leute immer so erstrebenswert, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht so recht, warum. Ist die Raumzeit denn nicht gut genug für euch? Es wäre sowieso nur ein knappes Entkommen, und hinter der Matrix ist immer noch eine Matrix. (Wobei Matrizzenmultiplikation da auch mal interessant sein könnte. Leider hab ich schon wieder halb vergessen, wie die funktioniert. (Und nein, ihr müsst es mir nicht erklären.))) Ob Salz als Metapher etwas taugt, wage ich jetzt aber doch zu bezweifeln, es scheint nur dazu gut sein, Klammern zu öffnen. (Was mir auch durchaus ein Vergnügen ist. (Auch wenn ich mir mittlerweile nicht mehr sicher bin, wieviele offen sind.) Und Vergnügtsein ist ja körperlich manifestiert, nicht wahr? Ein Manifest des Vergnügens zu schreiben, wäre das eine Option? (Optional jedenfalls.) Ist Schadenfreude ein Ausdruck einer kulturellen Verzerrung? Ist es unnatürlich, sich am Leid anderer zu erfreuen? Ich stelle jedenfalls fest, dass es Menschen gibt, die das kaum jemals tun. Andere haben fast an nichts anderem mehr Spaß, und ich meine doch, dass dies kein natürlicher Zustand ist. (Ist aber sowieso eine Natural Fallacy, ein Schluss vom Natürlichen zum Richtigen, das wollen wir mal innerhalb der Klammern lassen, nicht dass es noch nach draußen entkommt. (Fuck, ich hab keinen blassen Schimmer mehr, wieviele Klammern jetzt noch offen sind.( Aber außer einem gewissen User mit einem alphabetisch späten Buchstaben als selbstgewählte ironische Identifikation (irgendwie immer das Letzte sein, oder das letzte Wort haben?) wird kaum jemand sich die Mühe machen, die Klammern zu zählen, und mein Bedürfnis, jetzt noch einmal ein paar Level hochzugehen, erstirbt langsam, weil mir das Salz ausgeht. (Jedenfalls ist das jetzt meine Ausrede. ))))))

spell bound schrieb:Das Bewusstsein entsteht, wenn der Mensch zu Bewusstsein kommt.

Dissoziation, graphisch in einem Baumdiagramm - jede Klammer führt in eine tiefere Ebene. (Ich muss allerdings gestehen, dass in diesem ganzen Komplex keine Spiralen vorkommen. (Außer diejenigen in der DNA des Baumes. (Aber da es sich um einen metaphorischen handelt, können wir eigentlich auch nur eine metaphorische DNA annehmen, und diese könnte auch eine andere Form haben.)) Wir bewegen uns also in einer relativ geraden, übersichtlichen Struktur, so die Behauptung, die gerade durch die praktische Umsetzung als dreiste Lüge überführt wird.) Das Samenkorn war dann wohl der ursprüngliche Text, zu dem dieser hier ja einen ausführlichen Kommentar darstellt. Und ich meine immer noch, dass sich darin auch ein Problem manifestiert. Dissoziation ist letztlich ja eine Entfernung, oder genauer, ein Entfernen. (Entfernen von sich selbst, auch wenn der Körper und das Selbst von anderen nicht so gerne gleichgesetzt werden.) Besser noch, ein Trennen. Aber die Trennung von sich selbst, ist das nicht ein Widerspruch? Kann ich in diesen hineinspringen, so wie das in vielen anderen Textwänden in diesem Forum ja gerne mal vorgemacht wird? Das wird sich zeigen. Mein Instinkt verleitet mich sofort dazu, den Widerspruch auflösen zu wollen, aber ich sehe doch auch ein gewisses energetisches Potential in dessen Aufrechterhaltung. Ist eben wie eine gespannte Feder. Leider ist es eben auch anstrengend, die Feder auseinanderzuziehen, und wenn ich loslasse, schnalzt es und meine Finger tun weh. Keine ideale Situation jedenfalls. Ich merke gerade, das mit dem Hineinspringen in den Widerspruch klappt nicht so ganz. Also versuche ich es doch wieder auf meine Art, jedenfalls fürs Erste. Trennung von sich selbst, das kann ja eigentlich grammatikalisch gar nicht sein. Es muss sich also um verschiedene Teile handeln, die da getrennt werden. Praktisch betrachtet ist das auf die Wahrnehmung bezogen, also eine verschobene Perspektive, die ihre eigentliche Realität, von der wir ja behaupten, dass es sie gibt, nicht mehr oder nicht mehr so stark berücksichtigt. (Castanedas Montagepunkte kommen mir in den Sinn. (Und ich möchte auch kurz erwähnen, dass es ganz schön frustrierend sein kann, das Wort "Montage" im Netz zu suchen, da es zunächst einmal als Wochentag interpretiert wird.)) Wenn das Bewusstsein aber etwas im Beginn fixiertes ist, dann handelt es sich vielleicht auch um eine zeitliche Verschiebung, demnach müsste es also nicht einmal die selbe Realität sein, zu der ein Missverhältnis existiert. Und dann können wir natürlich die Frage in den Raum stellen, ob wir uns nicht alle stets in einem Zustand der Dissoziation gegenüber der Vergangenheit befinden. Aber auch hier besteht natürlich jetzt eine ernsthafte Gefahr, dass der Begriff durch diese Umdeutung (eine Verschiebung? Dissoziation?) wieder an Bedeutung verliert. (Was natürlich kein Wunder wäre, da es hier natürlich um eine exemplarische Darstellung einer Dissoziation geht, in Form eines bewusst auf sich selbst bezogenen Textes. Die Wand hochzuklettern erfordert natürlich einiges an Anstrengung - das ist ja gerade das Problem; Dissoziation ist ja weder leicht herzustellen noch leicht zu lösen, im Gegenteil bleiben die wesentlichen Zustände lebenslang erhalten. Eine lebenslange Dissoziation erzeugt allerdings wieder einen Widerspruch, da sich dann die Frage stellen lässt, ob das lebenslang verdrängte überhaupt noch den Stellenwert hat, als Bezugspunkt einer festgestellten Trennung zu dienen, oder ob es sich dabei schlicht um ein Anderes handelt, das bestenfalls noch einen temporalen Bezug zur Wahrnehmung der betreffenden Person hat. Und gerade ein solcher temporaler Bezug scheint mir schon weit hergeholt. Darum müsste ich jetzt auch so einen Begriff wie "das innere Kind" infragestellen, denn das Kind existiert ja nicht mehr, es ist auch nicht irgendwie innen, genausowenig wie es irgendwie außen sein könnte, sondern wir beschreiben damit nur ein Phänomen der Nachwirkung; das Gegenwärtige ist aus dem Vergangenen gebaut, aber benutzt es die selben Bauteile, sodass immer wieder zerlegt werden muss, bevor etwas neues entsteht, oder werden stattdessen neue zugekauft, in einem Handel mit einem Äußeren, das nicht als Dissoziiertes verstanden wird, ja gar nicht als solches verstanden werden darf?
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#14
16.12.2018, 23:50
[+] 1 User sagt Danke! spell bound für diesen Beitrag
(16.12.2018, 17:56)ichbinmehr schrieb: Es geht um die Kontrolle darüber, das eigene Bewusstsein ausrichten zu können und zar losgelöst von allen Konditionierungen.
Das Bewusstsein entsteht, wenn der Mensch zu Bewusstsein kommt. In der Reizgeneralisierung nach Watson und Rayner (1920) sieht man sehr gut, wie die Konditionierung von der Angst z.B. vor Ratten auf eine Angst vor Hasen, Hunden oder sogar eine Nikolausmaske, Baumwollbüschel und einen Pelzmantel generalisiert werden konnte. Das Bewusstsein bildet sich demnach die Angstobjekte selbst, kann diese aber möglicherweise auch wieder zurückbilden. Insofern stimme ich dir zu. Als HSP ist das besonders interessant, da die Reizüberflutung das Bewusstsein so weit formt, dass in einem bestimmten Moment das Bewusstsein überfordert ist und abschaltet. Wusstest du, dass Hochsensible in der Lage sind, z.B. Gerüche viel differenzierter wahrzunehmen und daraus auch eine ganz andere Bewertung ihrer Umgebung vollziehen können, als normal-sensible Menschen? Das ist auch ein Vorteil, nicht nur ein Nachteil. Die Reizfilterung des Gehirns macht es dem Bewusstsein möglich, auf bestimmte Reize nicht reagieren zu müssen, aber auch nicht zu können. Das heißt, dass eine Ablösung von allen Konditionierungen dazu führt, diesen Filter abzustellen und im Gegenzug auf alle Reize reagieren zu können, aber auch zu müssen. Bei Fröschen konnte man z.B. nachweisen, dass dank der Reizfilterung spezielle Gruppen von lichtempfindlichen Zellen die von ihnen generierte Erregung bevorzugt ans Gehirn leiten und so als Beutedetektoren eingesetzt werden können! (Biologie ist cool).
Informationsüberflutung gibt es nicht nur im Gehirn, sondern auch z.B. in Online-Communities. Je höher die Dichte an Informationen ist, umso eher neigen Mitglieder dazu, Inhalte zu ignorieren. Durch asynchrone Kommunikationssoftware lässt sich eine solche Informationsüberflutung z.B. softwaretechnisch teilweise eindämmen, was als Parallele zur Asynchronisierung des Bewusstseins bei der Überflutung der Reize durch eine Entkonditionierung angesehen werden kann.

Zitat Richard Sennett: "Große Mengen an Rohdaten bilden eine politische Tatsache. Die wachsenden Datenmengen führen zu einer Zentralisierung der Kontrolle."

Übertragen auf das Bewusstseinsparadoxon bedeutet das, dass eine wachsende Menge an geistigem Input (durch Wegfall der Wahrnehmungsfilter) zu einer politischen Tatsache werden kann: Der Geist droht nämlich, ob der Flut an Daten in Passivität zu verfallen, und öffnet damit Tür und Tor einer Kontrolle und Vorgabe durch externe Stimuli. Das geschieht unbewusst, d.h. als Mensch im bewusstseinserweiterten Zustand fällt einem der Einfluss nicht mehr auf, da ja alles aus dem eigenen Selbst zu entstehen scheint. De facto aber entsteht die dadurch erzeugte Hochsensibilität gegenüber normativ wirksamen Mustern und  genau das Gegenteil der angestrebten Freiheit wird erreicht (siehe Foucault mit Gilles Deleuze: der Faden ist gerissen).

Zitat:Später auf der Couch geriet ich beim TV gucken automatisch in einen meditativen Zustand. Das passiert mir seit einigen Wochen immer öfter, einfach so, ohne Meditation ohne tun, ohne Technik, ohne Übung.
Cool! Im meditativen Zustand war ich auch schon oft während des TV Schauens. Man dringt ein in eine fremde Welt und nimmt sich selbst dabei gleichzeitig als Beobachtende des Geschehens wahr. Ein Zwischenzustand entsteht, in welchem man in zwei Welten gleichzeitig ist, und dadurch weder in der einen noch in der anderen Welt verhaftet bleibt. Meditation kommt ja aus dem Altgriechischen: μέδομαι medomai „denken, sinnen“. Die neuesoterische Abwendung vom Denken ist also im urtümlichen, reinen Wortsinn noch nicht da gewesen. Interessant ist ja, dass im Mittelalter verschiedene Begriffe verwendet wurden, hier gab es die "lectio" für geistliche Übungen bzw. aufmerksame Lesungen, die "meditatio", hier eine gedankenfreie (!) Anschauung, aber auch die "contemplatio", also eine gegenständige Betrachtung und natürlich die "oratio", sprich das Gebet.  meditier

Sprich, es gab einen Bedeutungswandel des Begriffs, nach dem also die Meditation anfangs ursprünglich das Denken meinte, später hat sich das Denken eher in den Begriff der Kontemplation verschoben, während die Meditation eher das Denken abschalten sollte. Trotzdem würde ich sagen, lässt sich Meditation und Denken lässt sich genauso vereinen wie Meditation und Film Gucken, währenddessen man ja ebenfalls denkt. Allgemein würde ich sagen, ist das Denken ein meditativer Zustand, wenn es bewusst geschieht. Besonders in visuell eindrucksvollen Filmen, z.B. auch in Dokus, wird diese "Panorama-Bewusstheit", die ja zur Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung angestrebt wird, unterstützt, das nutze ich auch ganz gerne, wenn auch leider viel zu selten, als Inkubation für die Träume.

Bei Rudolf Steiner z.B. wird die Meditation auch als eine Vertiefung des Denkens verstanden, eine Art der Konzentrationsmeditation. Die anthroposophische Meditation wird von Steiner, im Gegensatz zu den östlichen Seins-Meditationen, als Werdens-Meditation verstanden. D.h. es geht nicht darum, den Seinsgrund allgemein und jenseits des Menschlichen zu erfahren, sondern genau im Menschen, in der Welt aufzusuchen. D.h. der Seinsgrund liegt auch nicht in einem Jenseits des Körpers oder des Denkens, sondern diesseits! Und genau dazu bekommt man Zugang, wenn man nicht den Körper versucht, zu transzendieren, sondern ihn zu immanieren.

Zitat:Ich hatte so viel Zeit damit verbracht, den Energiekörper zu fühlen, aber habe es immer noch aus der materiellen Sicht betrachtet. Es machte wieder klick und ich erkannte, dass wenn ich weiter meditiere und mich meinem Energiekörper zuwende, sich meine Wahrnehmungen diesbezüglich erweitern werden. Ich weiß dann intuitiv, dass es so sein wird, als schaue ich in meine Zukunft.
Der Energiekörper wird ja auch Astralleib, Aura oder Synästhetischer Körper genannt. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, das Fühlen des Energiekörpers damit zu übersetzen, eine Sinneswahrnehmung im Geistigen Sinne zu haben. D.h. unabhängig von der Quelle der Sinnesinformation auf der rein phänomenologischen Ebene, nicht auf der metaphysischen Ebene, diese Qualia zu benennen. Darum interessiert mich der Synästhetische Körper, der mit den Chakren in Verbindung steht, da auch "sichtige" Menschen als "synästhetische" Menschen bezeichnet werden. Insofern macht die Rede von dem Energiekörper plötzlich Sinn! In der Meditation, wie in der Kunst übrigens auch, ist der Zugang zur synästhetischen Wahrnehmung des Geistes viel stärker ausgeprägt. Ich nenne es ja Traumbewusstsein. Synästhesie bedeutet ja das Zusammenfallen mehrerer Sinnesebenen, während nur eine einzige Sinnesebene von Außen gereizt wird. Erblindete erleben häufiger Synästhesie als Sehende, wahrscheinlich als Kompensation des ausgefallenen Sinnes, oder da der theoretisch noch vorhandene, aber passiv gewordene, Sehsinn nach neuen Quellen einer Sinnesreizung sucht - und sie dann im Geiste findet. Diese geistige Reizung durch andere Sinne kann also auch durch Sinnesdeprivation entstehen oder gefördert werden. Wir alle kennen es ja aus der hypnagogen Phase. Insofern ist der Energiekörper, d.h. der synästhetische Körper, derjenige Körper, der beim Wahrnehmen der synästhetischen Empfindung auftritt. D.h. die übrigen wenigen Reize vom Körper wecken einen neuen Reiz, bzw die Deprivation erzeugt eine Halluzination eines Reizes, der dann angeregt wird als Phantom-Bewegung bzw. synästhetisch erzeugte Körperempfindung. Nach Graham Wallas werden auch bei kreativen Prozessen vier Stufen durchlaufen: Präparation, Inkubation (in der Nacht, in den Träumen), Illumination und Verifikation. Die Präparation in dieser Phase kreativer Schöpfung besteht bei Savants z.B. darin, das angehäufte Wissen auf eine synästhetische Weise abzuspeichern, die es ihnen ermöglicht, ganz andere Denkwege einzuschlagen, und dadurch zu ungewöhnlichen Lösungen zu gelangen. Insofern würde denke ich das Üben des Energiekörpers ebenfalls dazu beitragen, eine solche kreative Problemlösung in Gang zu setzen. Das müsste ich mal ausprobieren! Danke für die Idee!

Leere Grüße,  sirds
spell
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Identifikation mit dem Körper vs. Dissoziation des Körpers
#15
17.12.2018, 04:54
Gnutl sagt: 


Zitat:Wozu? Was verstehst du unter Identifikation?

1. Wozu: Um meine Selbsterkenntnis zu vertiefen.

Es gibt für mich verschiedene Ebenen der Selbsterkenntnis. Je nach dem welche Methode man benutz, welchen Weg man geht, erfährt man bestimmte Aspekte intensiver als andere. Eine sehr bekannte und vermutlich auch noch rational verständliche Form wäre das was C.G. Jung mit Individuation bezeichnet.

Allerdings, beschreibt er den Vorgang mehr auf der Ebene der psychologischen Persönlichkeit. Er beschreibt wie die Spaltung der Persönlichkeit, die durch die Identifikation mit dem Ego entsteht, wieder aufgehoben wird. Und zwar indem man die Persönlichkeitsanteile vereint, weil man erkennt dass man sich in allen Anteilen zumindest wiederfindet. Er glaubte, dass man so eine vollständige Anerkennung der eigenen Individualität findet, die er Individuation zum Selbst nennt. Diese Ebene des Selbst die C.G. Jung beschreibt ist für ich schon eine Form der Einheitserfahrung, die jedoch noch durch den Verstand interpretiert wird.

Dazu muss man aber erst mal ergründen, was alles so zum Selbst gehört. Er hat sich hauptsächlich zu den Aspekten der Persönlichkeit ausgelassen, aber ich finde das Selbst geht viel weiter, als alles was wir meist so annehmen. Jung hat auf der reinen Verstandesebene an dieser Frage geforscht und Antworten gefunden. Und so hat er seinen Prozeß auch auch auf der Verstandesebene innerhalb der Psychologie erklärt. Bestimmte Ebenen der Selbsterkenntnis hat er aber vermutlich nicht überschritten. Zb wurde er mal gefragt was er von Gott hält und da sagte er er hat Gott selbst erfahren. Er hat die Gotteserfahrung aber noch von sich selbst getrennt. Daran sieht man seine Erfahrung ging noch nicht so ganz tief wie zb die des Buddha.

Meine Selbsterkenntnis die geht noch viel weiter als das was Jung beschreibt, weil sie weitere Ebenen umschließt, die er wohl nicht gesehen hat und Gott nicht mehr nach Außen abspaltet.  Also meine kurze Erfahrung die so intensiv war. Und dahin möcht ich versiche zurück zu kommen. Rationale Vertreter die das Erleben der Nicht Identifikation beschreiben sind, zb Tom Campbell, oder Ken Wilber. Des weiteren beschreiben nahezu alle spirituellen Traditionen diese Erfahrungen. Und ich bin daran sehr interessiert.

Wilber spricht zb von grobstofflichem Körper, subtilen Körper und kausalen Körper. Was mit dem grobstofflichen Körper gemeint ist, ist uns allen klar, es ist der physische Körper gemeint. Der subtile Körper beschreibt einen feineren Körper der zb Emotionen, aber auch den Traumkörper beinhaltet. Der Kausale Körper, ist die Ich Erfahrung jenseits eines Körpers. Diesen Körper kann man im Grund nur noch als Fahrzeug betrachten, aber er hat keine Form mehr.

Mir geht es also darum meine Identifikation die auf Grund meiner Konditionierungen auf dem grobstofflichen Körper liegt, zum subtilen und zum kausalen Körper zu verschieben.


Zitat:Ich kann dir mal eine Situation beschreiben wo ich im Kausal Körper Zustand war.

Ich selbst empfinde mich als Energieball, rund. Und gleichzeit weiß ich dass die Form keine Rolle spielt. Ich bin formlos. So wie im Klaren Licht im Traum. Der Ball schwebt in der Mitte meiner Aufmerksamkeit. Ich bin nicht mehr Steffi. Mein Ich Gefühl ist an diesem Ball gebunden. Ich bin diese Lichtkugel. Wer bin ich? Ich bin die Ewigkeit. Ich bin Sicherheit. Liebe. Vertrauen. Wissen. Freude.
Es gibt hier keine Angst. Es gibt auch keine Zeit. Vortstellungen die an die Erfahrung innerhalb des Films gebunden sind fallen, hier sehr schnell weg.

Vor mir sehe ich einen Film. In dem Film entstehen verschiedene Szenen. Ich bin nicht mehr mit Steffi identifiziert. Sie ist eine Person die die gleiche Bedeutung hat, wie alle anderen, die in diesem Film auftauchen. Dennoch ist sie mir wichtig. Ich liebe Steffi wie nie zuvor. Aber Steffis Ängste die sonst da sind, sind weg.

Ich schaue den Film. Steffi geht arbeiten. Nicht Ich gehe arbeiten, ich muss nicht arbeiten ich bin nur Zuschauer der reinen Existenz. Ich schaue einen Film und deshalb kann ich mich entspannen. Ich schaue den Film indem Steffi mit dem Rad zur Arbeit fährt. Ich fahre nicht, sonder die Bewegung ist innerhalb des Films. Ich bin irgendwie entrückt, dass ich das auf einmal sehen kann.

Meine Aufmerksamkeit war in dieser Erfahrung auf Steffi gerichtet, aber das kann auch noch so weit gehen, dass alle anderen Personen gleichwertig betrachtet werden, weil sie alle als ich betrachtet werden.Alles was im Film erscheint ist das Ich. Das ist die Selbsterkenntnis, man schaut sich selbst und erkennt sich in allem. Das habe ich in anderen Situationen oft, aber in der Situation war es nicht so.

Ich war bei Steffi. Und beobachtete wie sich meine Freiheit plötzlich erweiterte. Es gibt Themen die lehnt Steffi ab, oder sie hat Angst davor. Immer dann blockiert etwas und behindert die Freiheit.
In dem Zustand als dieser Lichtball/obwohl es teilweise auch war, als wäre ich entrückt hinter eine Wand, traf ich andere Entscheidungen als Steffi. Wo so eine Blockade auftrat, fielen diese plötzlich ab, oder blieben stehen und wiesen den Weg durch das Ego was noch bestehen wollte. In diesem Zustand zu sein, war das total loslassen.

Mein Ich war der Beobachter und mein Ich wieß gleichzeitig den Weg, dem ich folge. Es war ein sehr beglückender Zustand der absolut Angstfrei war obwohl er so seltsam neu war. Und ich wusste dass alles möglich war. Es war der Möglichkeitsraum, von dem man zb Außerkörperliche Erfahrungen im Wachen starten konnte.


2. Was verstehst du unter Identifikation?

Mein Ichpunkt kann zb in meinem Körper sein oder Außerhalb des Körpers. Das Bewusstsein verändert sich mit dem Ich Punkt. Man könnte den auch nach Castaneda Montagepunkt nennen, was du später in deinem Text auch schreibst. Jedenfalls ein Punkt wo das Ich beheimatet ist, der sich verschieben kann. Im Traumzustand erlebt man das glaube ich sehr oft. Nur im Wachen ist es für die meisten Menschen ungewöhnlich. Erweiterte Bewusstseinszustände gehen häufig mit einer Verschiebung der Ich Identität hervor. Ich versuche das halt irgendwie für mich zu erforschen und zu verstehen. Ich habe mehrfach solche starken Erlebnisse gehabt, anfangs haben sie einen Zusammenbruch meines Lebens bewirkt. Aber die Erfahrungen der letzten Zeit waren viel gelassener, so als ob ich diese plötzlich annehmen kann. Und deshalb versuche ich das was ich erlebt habe, wieder frei zu schalten. Aber immer unter der Prämisse, dass ich mich nicht mehr damit überfordere. Das ist mir ganz wichtig.


Zitat:Sich öffnen hat aber immer ein Gegenüber, und du kannst dich nicht mitteilen, ohne auch die Sprache des Gegenübers einzubeziehen. Oder ... naja, du kannst es natürlich dir selbst mitteilen, aber dann verstehst du dich halt selber falsch. Klingt vielleicht absurd, aber alleine fehlt halt irgendwie ein bisschen die Kontrolle darüber, ob das Gesagte auch noch irgendeinen Sinn ergibt. Für einen selbst macht es Sinn, aber für andere nicht? Ups, da könnte ein Problem liegen.

Ja. Hast du eine Idee warum das so ist? Ich schreibe auch oft mit mir selbst um diesen Effekt auszulösen. Aber mit einem wirklichen Gegenüber ist das immer intensiver. Ich vermute weil an die „echte „ Person Glaubenssätze geknüpft sind. Manchmal wäre ich auch froh, wenn ich nicht immer alles mit der ganzen Welt besprechen müsste, aber oft zieht es mich dahin, weil ich da immer die stärkte Heilung finde.

Zitat:Sollte es nicht um was Wesentlicheres gehen?

Letztlich geht es für mich darum konkrete Erfahrungen zu machen, die meine Selbsterkenntnis vertiefen. Ich glaube konkrete Erfahrungen erweitern die Einsicht nochmal anders als theoretische Einsichten. Ich glaube schon eine ganze Zeit, dass die ganze Welt eine Illusion ist. Die Alchemisten sagen es ist ein Unterschiede ob man glauben kann dass jemand übers Wasser gehen kann, oder ob man es tatsächlich tut. Und ich frage mich halt, wie kommt man dahin diese Grenzen zu überwinden? Allerdings interessiert mich mehr der Aspekt der Außenkörperlichkeit bzw der Zustand über alle Zustände Wachen, Traum, Tiefschlaf, hinausgeht.


Zitat:Dissoziation ist mir ziemlich unangenehm. Je mehr ich meinem Körper nahe bin, desto gesünder erlebe ich mich. Dem Körper nahe sein heißt nicht, ihm ausgeliefert zu sein - im Gegenteil, wenn ich in einem dissoziativen Zustand bin, verliere ich die Kontrolle über meine eigenen Körperbedeutungen; mein Bedürfnis nach leckerem Säurebonbon drückt sich irgendwie aus, in einem Erleben, einem Streben, einer Vorbedingung. Nachdem dies alles einmal erfüllt ist, kann man sich nach dem nächsten Ziel umsehen, etwas verursachen, eine Bedingung abstecken. In dieser steckt wiederum ein neuer Ansatz, ein kleines Pflanzenbewusstsein eines Samenkorns, das sich erst zu einem mächtigen Baum entwickeln muss. Dieses Potential zu erleben ermöglicht jede kleine Empfindung, auch bereits eines Säurebonbons.


Das hast du sehr schön beschrieben. Weil du es so sinnlich beschrieben hast, konnte ich mich sehr gut einfühlen und merkte dabei, dass ich auch mal üben könnte, mich von meinen Emotionen und Körperempfindungen führen zu lassen. Ich bin gespannt was dabei heraus kommt. Das habe ich in dem Zustand damasl oft gemacht und aber voll vergessen. Mein Körper wurde quasi geführt von einem Gefühl. Danke! Für das erinnern. hug2


Zitat:Dieser gesamte letzte Absatz war ein Schreibexperiment, ich hab keinen blassen Schimmer, was ich da gemeint hab, war einfach mal so drauflosgeschrieben.

Experiment gelungen! Wir waren im gemeinsamen Raum. 

Zitat:Dann habe ich langsam den Verstand verloren.^^

Haha ja das kenne ich. Ich wusste gar nicht, das du sowas machst. Wie schön, etwas gemeinsames.
Ich glaube das die Ebene wo man meint man würde den Verstand verlieren, eine Art Irritation ist, eine Grenze, die einen hindern soll weiter zu gehen. Aber man verliert nicht wirklich den Verstand, oder nur kurz. Ich glaube das passiert beim Übergang von Rational zu Intuition. Als ob da ne Tür ist.

Ich erlebe immer wieder solche Grenzen wo Irritation, Schwindel, Zweifel oder Angst auftritt. Für mich sind das so Art Tore, durch die man durch gehen kann. Dahinter liegt dann immer eine neue Fähigkeit, eine neue Ebene des Bewusstseins. Nach diesem Totalcrash vor zwei Jahren respektiere ich aber ich auch, wenn mir das Tor verschlossen erscheint. Ich renne nicht mehr unsanft mit dem Kopf durch die Wand, sondern versuche es vorsichtig und wenn es geht super und wenn nicht, dann ein andermal. Dann ist es noch nicht so weit. Ich habe dadurch gelernt sanfter mit mir umzugehen und nicht immer alles gleich sofort öffnen zu müssen.


Zitat:bäh ist das sauer ey, das kannste doch nicht ernsthaft essen wollen.

Haha.

Zitat:Wir haben uns daran gewöhnt, gerade in intensiven Erfahrungen Bedeutung zu erleben?

Ja ich glaube. Intensiv ist es ja, wenn Emotionen eine Erfahrung unterstreichen.

Hinterlösst ein komische Gefühle  jemanden so beim freien schreiben zu beobachten. Ich merke ich logge in deinen Zustand ein, währen dich lese.

Zitat:Der komplette Rauswurf aus der Welt - das finden Leute immer so erstrebenswert, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht so recht, warum. Ist die Raumzeit denn nicht gut genug für euch?

Gute Frage ich weiß noch nicht warum ich will das letztlich will. Ich frage mich da so, wer redet da gerade mit mir. Kam mir vor wie eine andere Person.

Zitat:Es wäre sowieso nur ein knappes Entkommen, und hinter der Matrix ist immer noch eine Matrix.

Ja vermutlich. Und gleichzeitig, hm wenn man in diesem Nullpunkt ist, wo eine keinen Raum und keine Zeit gibt, ist man dann nicht raus aus der Matrix raus? Ich weiß es nicht. Ich werde es herausfinden.


Zitat:Dissoziation ist letztlich ja eine Entfernung, oder genauer, ein Entfernen. (Entfernen von sich selbst, auch wenn der Körper und das Selbst von anderen nicht so gerne gleichgesetzt werden.)

Ja das gleiche denke ich auch. Und gleichzeitig sehe ich aber, dass es kein Anfang und kein Ende gibt. Und das hat zur Folge, dass vorne hinten ist. Und deshalb stimmt alles und nichts. Ich merke deine Art zu schreiben steckt voll an. Ich kann mich dem nicht entziehen. Interessant da kippt eine Art Vernunft weg, so zu schreiben, dass man verstanden wird. Obwohl mir ja die leute oft sagen, sie verstehen mich nicht, Vielleicht sollte ich mal intuitiv schreiben.


Zitat:Castanedas Montagepunkte kommen mir in den Sinn. (Und ich möchte auch kurz erwähnen, dass es ganz schön frustrierend sein kann, das Wort "Montage" im Netz zu suchen, da es zunächst einmal als Wochentag interpretiert wird.

Oh ja verstehe. Hihi. Das passiert mir immer bei der Band Rage und ständig ist alles voll mit Rage against the maschine, die ich gar nicht suche. Schön mal deine intuitive Seite kennen gelernt zu haben. Danke für die Einsicht. Mein Freund hat mir kürzlich Gedichte gezeigt die er intuitiv geschrieben hat. Ich bin immer wieder erstaunt was da tolles bei raus kommt. Aber oft wenn ich versuche zu channeln, so würde ich das intuitive abfragen nennen, dann bin ich manchmal in dieser Zwischenebene wo nur Zweifel und Blödsinn raus, kommt und dann habe ich manchmal keine Lust, diese Ebene zu überwinden. Ich glaube deshalb benutze ich meine Intuition viel seltener als ich eigentlich könnte. Wäre ja auch witzig mal nen Therad dazu aufzumachen, wo man sich fallen lässt.


Spell schreibt:


Zitat:Das Bewusstsein entsteht, wenn der Mensch zu Bewusstsein kommt. In der Reizgeneralisierung nach Watson und Rayner (1920) sieht man sehr gut, wie die Konditionierung von der Angst z.B. vor Ratten auf eine Angst vor Hasen, Hunden oder sogar eine Nikolausmaske, Baumwollbüschel und einen Pelzmantel generalisiert werden konnte. Das Bewusstsein bildet sich demnach die Angstobjekte selbst, kann diese aber möglicherweise auch wieder zurückbilden. Insofern stimme ich dir zu. Als HSP ist das besonders interessant, da die Reizüberflutung das Bewusstsein so weit formt, dass in einem bestimmten Moment das Bewusstsein überfordert ist und abschaltet. Wusstest du, dass Hochsensible in der Lage sind, z.B. Gerüche viel differenzierter wahrzunehmen und daraus auch eine ganz andere Bewertung ihrer Umgebung vollziehen können, als normal-sensible Menschen? Das ist auch ein Vorteil, nicht nur ein Nachteil. Die Reizfilterung des Gehirns macht es dem Bewusstsein möglich, auf bestimmte Reize nicht reagieren zu müssen, aber auch nicht zu können. Das heißt, dass eine Ablösung von allen Konditionierungen dazu führt, diesen Filter abzustellen und im Gegenzug auf alle Reize reagieren zu können, aber auch zu müssen. Bei Fröschen konnte man z.B. nachweisen, dass dank der Reizfilterung spezielle Gruppen von lichtempfindlichen Zellen die von ihnen generierte Erregung bevorzugt ans Gehirn leiten und so als Beutedetektoren eingesetzt werden können! (Biologie ist cool).


Das ist ein sehr interessanter Text. Danke! Er erklärt mir, warum ich damals wo alle Konditionierungen mit einem Mal weg gefallen zu scheinen waren, ich so hypersensibel auf alles reagiert habe, als würde ich alles zum ersten mal erfahren. Ich konnte keine Suppe essen indem 3 Zutaten waren, weil mich das schon komplett überforderte. Am besten war eine Sache, maximal 2. Ich weiß durch meinen Beruf, dass das im Grunde so bei Kindern ist. Kinder müssen alles einzeln probieren, um das eine Lebensmittel erst mal kennen zu lernen. Klar das wusste ich, aber man unterschätzt das ja. Und dann hatte ich selbst diese Erfahrung.

Oder zu mir sagte mal eine Dozentin auf einer Fortbildung, dass die Erzieherinnen während der Eingewöhnungsphase nicht ihr Deo wechseln sollten oder ihre Haare Färben, usw. weil das die Kinder, die sich gerade erst an die neuen Personen gewöhnen, ja oft mit massiven Verlustängsten zu kämpfen haben, wenn es das erste mal ohne Eltern da bleiben muss. Das sich Kinder an beständige Erzieher orientieren müssen, war mir klar, aber das mit dem Geruch hatte ich als übertrieben empfunden. Ja und dann hat mein Freund in der Zeit wo ich psychotisch war, sein Deo gewechselt, weil das was er sonst immer benutzt, nicht vorhanden war. In dem Zustand war ich so haltlos, und verwirrt, dass ich dachte, das ist ein anderer Mann. Er hat mir solche Angst gemacht, weil ich ihn zu einem Teil nicht wieder erkannte auf Grund des Geruchs. Aber das hatte ich noch mit anderen Auslösern zu tun.

Jedenfalls habe ich da erfahren wie dass ist. Ich wusste bisher nicht so genau warum ich so sensibel reagiert hatte. Deine Erklärungen sind jedenfalls schlüssig für mich. Es war aber nicht nur so, dass sie Sinne sensibler waren, sondern dass Sinne wie der Geruchssinn die in meinem üblichen Ego Muster kaum eine Rolle spielt, angeschaltet waren, und das hat mich total irritiert. Ich konnte riechen wie ein Tier. Ich glaube sogar ich konnte Angst anderer Menschen riechen. Ich hatt Instinkte, die ich nicht kannte. Auch waren meine visuellen Sinne überladend, was ich sonst gar nicht so kenne.


Zitat:Trotzdem würde ich sagen, lässt sich Meditation und Denken lässt sich genauso vereinen wie Meditation und Film Gucken, währenddessen man ja ebenfalls denkt.


Ja finde ich auch. Interessant dass du das auch so empfindest,. Ich meditiere zur Zeit im Grunde recht wenig. Klar habe ich auch Jahre gehabt, da habe ich täglich meditiert. Aber ein Großteil meiner Bewusstseinsarbeit findet im Geist, im Denken statt. Durch Kontemplation, Schreiben, Auflösung von Konflikten und durch das Befragen der Intuition, ähnlich wie Gnutl das oben veranschaulicht.

Tv Gucken ist so ein Ruhepool für mich, wo ich wenig denke, und mehr fühle, aber eben ohne dass ich wieder denke jetzt muss ich Mediation üben. Schon oft hatte ich interessante Zustände dabei, ich glaube weil ich da entspanne. Aber natürlich sind diese Öffnungen wohl auch irgendwann durch Mediation und Traumarbeit heraufgeholt worden. Ich glaube einfach, dass meine Arbeit so langsam Früchte trägt und deshalb nicht mehr eine ständige Anstrengung nötig ist um Zugang um Unbewussten zu haben oder in eine gute Schwingung zu geraten.

Zitat:Allgemein würde ich sagen, ist das Denken ein meditativer Zustand, wenn es bewusst geschieht.

Ja auf jeden Fall. Und unter vielen Spirituellen herrscht das große Missverständnis, weil ich immer wieder einem sehr massiven Dogma begegne, dass Denken problematisch wäre und wegfallen müsste. Klar negative Gedanken erzeugen natürlich Probleme, oder die Unfähigkeit sich entspannen. Aber oft kann man Problem auch einfach anschauen, und dann ergibt sich ebenfalls die Entspannung, die man im Raum ohne Denken finden kann. Es ist für mich eher so eine natürliches Entspannen der Gedanken welches sich einstellt als ein Unterdrücken. Das ist ist nicht so meins. Aber auch das halte ich für legitim. Es ist einfach nur ein andere Weg.

Die Verbindung mit dem eigenen Selbst, die findet man auch in Gedanken. Ich glaube es gibt o viele verschiedenen Arten diese innere Verbundenheit zu finden, wie es Menschen gibt, die das erleben.

Konzepte die einem Wege aufzeigen wie man in diese Verbindung kommt sind auch gut, Aber wenn diese dann wieder wie in Stein gemeißelt da stehen, verhelfen sie wieder nur zu neuen Dogmen. Das ist ja das ganze Problem mit den Religionen. Die waren bestimmt auch mal gut gemeint.

Ich finde es gerade interessant andere Weg zu gehen, als die Masse. Denn so hat man die Möglichkeit, ein wenig von Außen zuschauen. Wer sich mitten in der Masse bewegt, wird seine eigene Techniken nicht so arg in Frage stellen, wie jemand der abseits vom ausgetrampelten Pfad geht. Und ich glaube der Weg ist erst beendet wenn man seinen eigenen Weg in Frage stellen kann und sieht dass alle Wege zum Selbst führen. 

Zitat:Buddha sagt:
Die Lehre gleicht einem Floß, das man benutzt, um über einen Fluss ans andere Ufer überzusetzen, das man aber zurück lässt und nicht mehr mit sich herumschleppt, wenn es seinen Zweck erfüllt hat.

Viele Menschen halten aber an ihren Konzepten die sie weiter gebracht haben fest. Wenn man so einen Außenseiter Weg geht, stellt man den eigenen Weg sehr viel wahrscheinlicher in Frage. Wer durch Meditation und Stille ans ander Ufer angelangt. Wo ja alle von Meditation und Stille spreche, der wird die Stille nicht so schnell in Frage stellen. So oft habe ich gedacht ich sei falsch, nur weil alle woanders lang gehen. Wie oft habe ich meinen Hang zum Denken schon in Frage gestellt, aber es ist eben Ausdruck meiner Individualität und dieser bedingungslos zu folgen, darin liegt für mich der Schlüssel. Mir ist bestimmt von 200 Leuten gesagt worden, lass das Denken los. Das war ne Prüfung zu kapieren, dass die alle unrecht haben und mir kein Konzept der Welt sagen kann, wer ich bin.

Was genau meinst du mit folgenden Absätzen? Die klingen interessant aber ich glaube du müsstest sie noch etwas ausführen, damit ich verstehe was genau du meinst.


Zitat:Besonders in visuell eindrucksvollen Filmen, z.B. auch in Dokus, wird diese "Panorama-Bewusstheit", die ja zur Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung angestrebt wird, unterstützt, das nutze ich auch ganz gerne, wenn auch leider viel zu selten, als Inkubation für die Träume.

der Seinsgrund liegt auch nicht in einem Jenseits des Körpers oder des Denkens, sondern diesseits! Und genau dazu bekommt man Zugang, wenn man nicht den Körper versucht, zu transzendieren, sondern ihn zu immanieren.

Ja den Zusammenhang von Synästhesie verscheidender Sinneskanäle und der Wahrnehmung an sich finde ich auch einen interessanten Punkt. Was ich auch habe, aber das ist keine klassische Synästhesie ist so eine Switchen in eine andere Ebene und Telepathische Wahrnehmung.

Zb da ist eine Körperlicher Schmerz, ich fühle den und lasse alle Widerstände fallen, dann schaue ich welche Emotion liegt unter dem Schmerz und dann schaue ich das Thema noch auf der Energie eben an. Das sind alle drei Gefühlsebenen für mich. Und weil ich das bei mir selbst kann, kann ich das auch bei anderen. Die Voraussetzung ist, man muss erst bei sich selbst diese Gefühle und die Energie wahrnehmen und annehmen können.


Zitat:Telepathie Technik

Bei Fb zb da treffe ich oft Menschen, die ich überhaupt nicht kenne. Ich lese auch nicht ihre Profile. Ich kenne sie einfach nicht. Und dann schreibt mir irgendwer und ich fühle was ist das für ein Mensch. Ich versuche dem Menschen wahrzunehmen und zwar jenseits meines Verstandes. Aura sehen kann ich bisher nicht. Ich fühle Menschen. Über meine Herz Intuition. Empathisch indem ich sie in mir fühle.

Und dann nehme ich oft erst mal Energie an den Chakren war. Zb am Kopf dann weiß ich zb oh ein Denker. Aktive Gedanken nehme ich an eine Art unruhigen Wolke wahr. Wenn ich in diese Wolke rein fühle dann passiert es auch manchmal, dass ich einzelne Gedanken höre. Damit habe ich allerdings wenig Erfahrungen. Ein paar Mal ist es mir schon gelungen, auch mit Überprüfung die korrekt waren. Ein Teil von mir kann das immer noch nicht glauben.

Oder ich nehme wahr, dass jemand zb Trauer in sich trägt. Ich kann die Gefühle sehr schnell identifizieren, weil ich mich selbst sehr intensiv mit meinem Gefühle auseinander gesetzt habe.
Das ist die erste Ebene der Empathie. Diese nehme ich teilweise zufällig war. Manchmal nur weil ich mit jemandem rede, an jemandem vorbei gehe. Schon ist mein Fokus da. Das kann auch manchmal unangenehm sein, wenn es jemandem schlecht geht.

Wenn ich meine ich möchte mehr über die Person wissen, dann frage ich welche Emotionsschicht liegt unter der Trauer. Und vielleicht kommt dann ein neues Gefühl. Ich darf keine Widerstände gegen die Gefühle haben, sonst blockiere ich es. Ich muss alles annehmen, sonst kann ich nicht weiter schauen.

Wenn ich in der Lage bin alles anzunehmen, dann kann es sein, dass ich auf eine Schicht wie eine Zwiebel schaue und dann sehe ich quasi alle emotionalen Traumata wie Gesteinsschichten bis bin zur Todesangst des Egos, oder dem Urtrauma was das Ego von der Einheit mit der Seele trennt. Das kann ich nicht immer und nur selten geht es so tief. Bisher nur mit Menschen wo ich eine große Nähe habe. Ich muss selbst in einem verbunden Zustand sein und selbst frei von störenden Eigengefühlen. Aber im Grunde ist das eine Synästhesie von Fühlen und Wissen.

Es ist dann aber immer noch so, dass ich nur die Emotionen fühle und nicht weiß, wie sie entstanden sind. Es ist also nur ein Teil der Information die ich abfrage. Das mitgefühlen mit einem Menschen erzeugt Mitgefühl. Es ist dann als sei seine Trauer meien Trauer. Da ist nie ein Urteil. Auch nicht bei Wut. Immer ist da Mitgefühl.

Sehr oft kann ich meine gut gemeinten aber manchmal eben auch unpassenden Ratschläge, die ich für Menschen habe, fallen lassen, wenn ich mit meinen sonstigen Scannern in ihm war. Es ist dann wirklich als ob ich sein Trauma miterlebt habe, weil ich den ganze Schmerz gefühlt habe. Man kann dann  niemanden mehr verurteilen, weil man einmal in seiner Haut gesteckt hat. Ganz oft fällt jegliche Gegnerschaft weg, sobal ich jemanden wirklich verstehe.

Die Erklärung wie das Gefühl erzeugt wurde, frage ich dabei nicht ab. Ich vermute das ist so entstanden, weil ich so mein eigenes Trauma bearbeite und habe ich gelernt da steht das verstehen wollen, der Annahme im Weg. Im Grunde bin ich einfach mit dem Gefühl ohne damit etwas zu machen. Es geht da nur um Annahme und Mitgefühl. Manchmal kann ich so auch Menschen helfen, die selbst nicht mal wissen dass sie dieses Gefühl in sich haben. Manchmal spreche ich etwas für jemanden aus, was für ihn unbewusst ist.

Erst wenn ich dann nachfrage was hat es mit dem Gefühl von Person x auf sich, kommen über den intuitiven Kanal Erkenntnisse dazu. Aber das mache ich nur, wenn ich den denjenigen vorher gefragt habe willst du wissen warum ich da zb Trauer wahrnehme. Ansonsten ist da so etwas wie eine Privatzone. Und ich muss nicht wissen warum, es reicht ja die Trauer im Arm zu halten, dann heilt sie.

Mit meinem Freund haben ich solche Erkenntnisse teilweise überprüft, auch noch mit jemand anders, und es hatte immer gestimmt. Aber das mache ich wirklich nur selten, so tief, weil ich für die meisten Begegnungen reicht es, zu wissen dass jemand zb verletzt ist, aber ich nicht immer wissen muss wie und warum und vom wem. Es ist einfach ein immer wieder ein reinzoomen in das was man wahrnimmt.. Es ist einfach ein sich einlassen auf das was eh schon immer da ist.
Einfach nur ein sich drauf einlassen, ganz tief.

Und im Grunde erfährt man dann das Informationen nicht an den Körper gebunden sind
und das wir nicht getrennt sind
. Aber meist schauen wir nur flüchtig hin und übersehen das.

Und ich habe bestimmt 2 Jahre das Fühlen erstmal „geübt“ um solche Effekte überhaupt wahrnehmen zu können. Das war im Grunde ein Abfallprodukt von Mediation und Trauma fühlen. Es war nicht geplant das zu lernen. Und es kam mir vor wie Zauberrei. Und ich brauchte bestimmt nochmal 2 Jahre, um es glauben zu können und um eine gewisse Sicherheit mit der Fähigkeit zu haben.

Auch ein gutes Beispiel dafür wie anders doch unsere Welt sein könnte, würden wir unser Kinder anders konditionieren. Ich glaube während das im Falle des nicht Sehenden der eine Kompensation für seine fehlenden Sinn entwickelt, werden um so bewusster man wird, alle Sinne gleichzeitig wacher. Ich glaube die Aktivität ist abhängig von der Energie die man hat und dem Fokus den man setzt. Nur muss man wenn man etwas außergewöhnliches erfahren will, auch Außergewöhnliche Wege gehen. Geht man da lang wo alle lang gehen, findet man das was alle finden.


Zitat:Insofern ist der Energiekörper, d.h. der synästhetische Körper, derjenige Körper, der beim Wahrnehmen der synästhetischen Empfindung auftritt.

Das ist eine sehr interessante Schlussfolgerung!

Ich merke ich kann die Informationsdichte gar nicht verarbeiten. Jetzt habe ich schon so vile geschreiben und konnte gar nicht auf alles was du gesagt hast antworten. Ach werde es in den nächsten Tagen nochmal lesen und gegeben falls nochmal antworten.

Zitat:Leere Grüße,  
spell

Haha. Ich habe den Beitrag heute leicht verschoben gelesen. Das war witzig. Ich war schon vorher so drauf, aber besonders Gnutls intuitive Auschweife habe mich wieder durch diese Tür zwischen rational und Intuition geschoben. Und bei deinem Gruß habe ich gerade die emotional Wahrnehmung von einem erleuchteten Spell. Das geschieht öfters wenn sich meine Aufmerksamkeit auf die Seele eines Menschen erichtet. Vielleicht schaue ich auch auf die Zukunft. Oder du bist es schon immer. normal
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