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All Day Awareness den ganzen Tag?

All Day Awareness den ganzen Tag?
#1
07.12.2018, 20:29
Hallo zusammen,

ich möchte demnächst mal damit experimentieren einen kompletten Tag meine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu fokussieren getreu der Technik All Day Awareness.
Ich habe mich in den letzten Monaten auch mit Meditation und Achtsamkeit auseinandergesetzt, was mich dann hoffentlich in diesem Experiment unterstützt.

Hat das jemand von Euch schonmal versucht?

Ich könnte mir vorstellen, dass sich das erheblich auf die Traumerinnerung oder auch die Chance klar zu werden auswirken kann. Wenn ich achtsam durch den Tag gehe und meditiere, habe ich das Gefühl, dass sich das auch auf die Klarheit meiner Träume auswirkt, da ich dann quasi auch mit einer anderen Sichtweise an meine Träume herangehe oder auch: Wenn ich achtsam durch den Tag gehe und meine Umgebung voll wahrnehme und nicht "schlafwandle", dann habe ich diesen klareren Blick auch in meinen Träumen.

Von dem was ich bisher so über Paul Tholey gehört und gelesen habe, konnte er das zur Perfektion und kam so zu sehr viel KTs (ist nur meine Vermutung).

Ich werde berichten sobald sich ein Tag dafür mal gut eignet big
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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#2
07.12.2018, 20:34
Das strebe ich auch an. Sonntag werde ich es probieren. Es wirkt sich aufjedenfall positiv aufs Klarträumen aus und auf die Qualität der KTs.
Nichts für ungut, aber Zen ist für Nichts gut.
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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#3
07.12.2018, 21:47 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.12.2018, 21:48 von ichbinmehr.)
Da hätte ich eine Frage. Vielleicht hat jemand darauf schon eine Antwort gefunden?

Wenn ich versuche den ganzen Tag, oder so lange wie möglich im Hier und Jetzt zu sein, spüre ich irgendwann eine Art Erschöpfung, meine Aufmerksamkeit auf das Bewusstsein oder die Energie zu richten. Es ist wie eine Art geistige Müdigkeit. Manchmal kommt sie nach ein paar Stunden im High Zustand. Es ensteht ein Gefühl von Anstrengung.

Ich schaffe es bisher nicht, dieses zu ignorieren, auch nicht das Gefühl niederzuringen. Also es bleibt bisher nur Annahme, ich muss mich wieder ergeben und in eine niedrigere Schwingung zurückkeheren. Wenn ich in dem Zustand meditiere, schlafe ich ein, selbst im sitzen. Zu anderen Zeiten kann ich lange sitzen, aber wenn diese Ermüdung da ist, dann werde ich sozusagen rausgeworfen und muss mir zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ich wieder erholt bin,  den Zugang erneut herstellen.

Meist entsteht dann auch ein Widerstand gegen die Müdigkeit und so verdichtet sich das Ego durch den Widerstand, welches den positiven Zsutand nicht verlieren will. Widerstand erzeugt Ego. Dafür habe ich nur die Lösung gefunden, den Zustand loszulassen.

Normalerweise arbeite ich mit emotionalen Triggern so, dass ich diese annehme, fühle und da voll rein gehe, das Gefühl groß mache, es untersuche, zu dem Gefühl selbst werde. Mit Emotionen geht das, aber bei Müdigkeit ist es so, dass ich dann einschlafe. Gibt es irgendeine Idee, wie man Müdigkeit oder Erschöpfung durch den Geist bezwingen kann?

Wenn ich mir so zuhöre, merke ich, mein Geist kämpft wohl gegen meinen Körper. Aber wie bleibt das jenseits von Geist und Körper wach und aufmerksam?
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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#4
07.12.2018, 22:36
[+] 1 User sagt Danke! Meerfelix für diesen Beitrag
das strebt wohl jeder bodhi an.
@ ich bin mehr. ich bin der meinung es ist eine illusion. prozesse, die uns weißmachen wollen, dass wir nicht in jeder sekunde alles erreichen können. naja und weil wir halt konditioniert sind ist es das ein oder andere mal sehr schwer es nicht zu glauben. allmgmein finde ich es ein gutes zeichen, dass du das bemerkst. es zeigt, wie bewusst und sensibel ist. nur ruhig und stetig weiter machen, es hält den fortschritt nicht auf, kann ihn höchstens in etappen umwandeln. und: es wird von moment zu moment besser und leichter. eventuell können noch jene mehr dazu sagen, die tatsächlich die materie gänzlich transzendiert haben.
@ Zenboy dabei fällt mir wieder auf, du hattest ja diesen Traum, wo dir angeboten wurde alle Programme aufzulösen, ehrlich gesagt fühle ich mich dazu berufen es dir erneut als große Chance ins Bewusstsein zu rufen. *zwinker*
Bunt bunt bunt sind alle meine Träume: link bunt bunt bunt ist alles was ich hab. Darum lieb ich alles was ich Träume, weil mein schatz ein Regenbogen ist.
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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#5
08.12.2018, 11:27
[+] 2 User sagen Danke! Liri für diesen Beitrag
Darf ich als Mediations-Noob auch mal was dazu sagen?

Ich habe das definitive Gefühl, solange man gegen den Körper, also gegen sich selbst, kämpft, dann ist das irgendwie nicht richtig.

Ich verbinde diese Aufmerksamkeit eher mit einem fließenden, leichten, freien Gefühl.

Ich versuche das zur Zeit ja auch zu machen, immer wieder, soweit es sich eben ergibt, und es ist nicht Erschöpfung, die mich da rauszieht, so wie ich es empfinde, sondern eher so, dass mich was aus meinem "natürlichen Zustand", also der wachen Aufmerksamkeit, als ursprünglichen Zustand rausreißt, mich aus meiner inneren Mitte zieht - wisst ihr, was ich meine?
~ I primarily want to light up a flame in a raging storm ~


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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#6
08.12.2018, 11:57
[+] 2 User sagen Danke! Oneiroanutin für diesen Beitrag
Hi zusammen,

@dreams:
mit ADA ( All Day Awareness ) habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, habe vor ein paar Jahren selbst von Realitychecks zu ADA gewechselt. Das hat, in Kombination mit WBTB meine Klartraumrate auf bis zu zwei KT's pro Woche gepusht, wäre mit Sicherheit noch besser geworden, habe aber wegen Alltagsstress den Fokus verloren.

Ich rate dir, es langsam anzugehen, überanstrenge dich nicht, sonst verlierst zu deine Motivation. Anstatt dir gleich einen ganzen Tag vorzunehmen, setze dir lieber einen halben Tag oder ein paar Stunden als Ziel, dafür regelmäßiger, das ist schon sehr gut und bringt viel. Du musst nicht den ganzen Tag aufmerksam sein, um auf eine gute KT Rate zu kommen. Und kombiniere ADA mit anderen Techniken mit denen du gut gefahren bist. Versuche ADA auch während besonders vereinnahmender Tätigkeiten ( Schule, Beruf ) aufrechtzuerhalten, denn im Traum wird man ja auch meist vereinnahmt und vom Geschehen absorbiert. Das führt zu einer distanzierteren Haltung und zu mehr Abstand zum Geschehen, was die Klarheit erleichtert.

@ichbinmehr & dreams:
ADA ist Meditation ohne Kissen, da wo du gerade bist. Meditation muss trainiert werden wie ein Muskel. Und ADA entwickelt sich in Stufen.
Hast du das Buch Übung der Nacht von Tenzin Wangyal Rinpoche? Lies mal das Kapitel über Zhine ( Meditation/Ruhiges Verweilen ). Dort wird Meditation in drei Stadien unterteilt.

1. Nachdrückliches Zhine: der Geist springt noch hin und her und man muss sich anstrengen, ihn zu bändigen und an einem Punkt zu halten. Das ist anstrengend und mit der Zeit wird man erschöpft. Sich dann zu zwingen macht keinen Sinn. Lieber kürzere Sessions, dafür öfter.

2. Natürliches Zhine: der Geist hat sich beruhigt und die Sammlung ist stabiler. Hier ist es nicht mehr anstrengend, gesammelt zu bleiben, es fühlt sich natürlich und entspannt an.

3. Höchstes Zhine: die Stille des Geistes wird nochmal leichter, entspannter, geschmeidiger.


Trifft meiner bescheidenen Meinung nach auch voll auf ADA zu. Am Anfang geht es nur für kurze Zeiträume, Zwang produziert Frust und Kopfschmerzen. Dann fällt es leichter und lässt sich mühelos über Stunden aufrechterhalten und kann in den Alltag integriert werden. Teilweise fühlt es sich bei mir so an, als wenn nicht ich mich sammle, sondern ich werde gesammelt.
Was ich auch noch erwähnenswert finde ist, dass man nicht immer distanziert sein kann bzw. will. Wenn ich z.B. mit guten Freunden unterwegs bin oder Playsi zocke, dann möchte ich absorbiert werden! bigwink
ADA ist ein megaeffektives Werkzeug, um den Geist zu schulen, Klarträume sind da nur einer von vielen Nebeneffekten, es wirkt aber noch viel deeper.
Simple living. High thinking.
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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#7
08.12.2018, 18:11
[+] 1 User sagt Danke! Nomad für diesen Beitrag
Hallo Dreams!


Richtig gute Idee, mach das ruhig mal! Ich glaube wenn man das mal einen ganzen Tag versucht sieht man ganz gut wo man selbst gerade steht. Wichtig ist es aber vor allem nach diesem Tag nicht frustriert zu sein wenn noch nicht so viel geht - das ist völlig normal. 
Ich bin ebenfalls gerade daran die ADA auszubauen. Dabei ist mir ist erstmal aufgefallen, dass die formale Meditationspraxis (Kissen schnappen, hinsetzen und los!) eine gute Basis schafft von der aus man dann die Aufmerksamkeit auf den Alltag erweitern kann. Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht zunächst für mich monotone Situationen mit erweitertem Bewusstsein wahrzunehmen (Straßenbahn- und Busfahren bspw.). Von da aus kann man es dann vielleicht auch mal auf Gespräche mit guten Freunden anwenden (, die vielleicht eher Verständnis haben wenn man mal kurz "weg" oder "da" ist  grin ). Und so kannst du das progressiv vorantreiben und damit immer mehr Erfahrungen sammeln. 

Viel Erfolg und ich bin gespannt auf deinen Bericht!  normal
Meditation dehnt < <Zeit> >
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RE: All Day Awareness den ganzen Tag?
#8
09.12.2018, 19:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.12.2018, 19:19 von ichbinmehr.)
Mich hauen halt immer wieder Emotionen, körperliche Schmerzen und Ängste rund um das Thema Krankheit raus.
Zu Hause kann ich mich dann hinsetzten und das Ganze fühlen, mich quasi hingeben, damit ich nicht in einen Widerstand gegen das Gefühl gerate. Aber wenn ich zb arbeite, dann kann ich das noch nicht immer, währendessen ich mich auf andere ausrichten muss, gleichzeitig noch eine heftige Emotion angucken und da nicht in deinen Widerstand zu geraten.

Auf der Arbeit bin ich in einem stärkeren Ego. Wenn ich Gefühle anschauen will, muss ich mein Ego zum großen Teil aufgeben.. Ich weiß noch nicht wie ich beides vereinbaren kann.  So entsteht oft Erschöpfung durch dieses aushalten. Auch wen ich sehr high bin. Denn gerade dann bekomme ich stets sämtliche Emotionen und Kundalini Phänomene um die Ohren gehauen, die ich dann anschauen muss. Bei mir läuft das oft körperlich. Dann muss ich es auf eine andere Ebene transformieren um mich nicht total in die Idee von Krankheit zu verstricken, denn Gedanken erschaffen Realität. Das kostet einfach so viel Aufmerksamkeits Energie, das stabil zu bleiben, denn mein Ego ist hypochrondrisch veranlagt. Selbst dann wenn ich die Symptome nicht beachte,  im Sinne von glaube dem Symptom nicht, erschöpfen sie mich bisher noch. Ich suche da Lösungen.

Zur Müdigkeit. Gestern war wieder so eine Situation. Ich war im Supermarkt und bekam Schmerzen in den Nieren. Es enstand das Gefühl, ich muss es aushalten, weil ich mich unterwegs nicht entspannen konnte, um das Symptom anzunehmen. Das aushalten kostet dann Energie. Es spitze sich extrem zu, bis ich voll im Widerstand war. Bis ich die Möglichkeit fand endlich zu Hause die Tür hinter mir zu zumachen und zu fühlen, war ich schon durch, abgestürzt und voll identifiziert mit dem Widerstand gegen die Gefühle, Angst und Hilflosigkeit. Das Aushalten dauerte zu lange. Ich kann das dann nicht halten. Ich kann es aber auch nicht fühlen, wenn ich nicht in meinem Rückzug bin. Deshalb brauche ich so viel Rückzug, weil ich nur da loslassen kann. Andere Menschen lösen noch denImpuls aus, Gefühle verdrängen zu müssen und mich anzupassen.

Ich setzte mich zu Hause hin. Ich versuchte voll reinzugehen und es zu fühlen: Den Schmerz, die Angst, die Trauer und all das was da im Raum stand. Doch dann war ich so erschöpft dass ich einschlief. Ich schlief 2 Std bis es mir etwas besser ging. Ich erzählte es meinem Freund als ob ich wieder einen Misserfolg gehabt hätte, weil ich ja eingeschlafen bin, obwohl ich diese Angst und diesen Schmerz durchdringen und tranzendieren wollte. Aber er meinte, warum ärgerst du dich? Dein höheres Selbst hat dir als zu total erschöpft warst, die Möglichkeit gegeben zu entspannen. Da erkannte ich, dass er recht hat. Vielleicht sollte ich das einschlafen dankbarer annehmen?

Man kann es so und so sehen. Aber da bleibt ein Teil in mir übrigt, der diese Phänomene ein für alle mal überwinden will. Ich will nicht mehr dass mich Phänomene insbesondere Krankheit ins Ego ziehen. Ich will endlich erkennen, was mir noch fehlt. Ich will Gesund sein. Frei von Symptomen, die mir immer wider Angst machen. Es nervt mich dass es immer wieder passiert und mich runter in eine niedrige Schwingung zieht.

Das ärgste Gefühl ist die Angst. Es ist die Angst des Kindes das kein vertrauen findet. Angst ist wie ein Fahrstuhl hinab. Ich kann vorher noch total high in Liebe und Glückseeligkeit sein, aber dann kommt Angst sobald sich ein körperliches Symptom zeigt und ich stürze viele Ebenen tiefer und bin wider total identifiziert. Und jetzt frage ich mich, wie überwinde ich das ein für alle mal? Bisher kann ich nur alle Gefühle die auftreten Schritt für Schritt annehmen. Immer wieder finde ich auch neue Aspeke, die diese Abstürze auslösen. Ich werde insgesamt stabiler, aber erst wenn ich mich mal stabil gesund fühlen kann, habe ich das überwunden. Dieser Punkt ist mein ärgster Ego Trigger, den ich überwachsen möchte.
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