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Wie fühlt sich ein Traum an?» Kann einen das Traumgefühl zur Klarheit verhelfen?

Wie fühlt sich ein Traum an?
#1
12.11.2018, 09:35
[+] 1 User sagt Danke! clearseven für diesen Beitrag
In letzter Zeit mache ich immer seltener RCs, um klar zu werden, ich werde es einfach. Es ist immer ein Gefühl - der Traum fühlt sich wie ein Traum an. Es sind die letzten drei Male, die ich klar wurde, keine besonderen Sachen passiert, dennoch sagte mir das Gefühl, dass es ein Traum ist. Das erste Mal lief ich neben einem Baugerüst spazieren, das zweite Mal stand ich am Rand einer Mauer und das dritte Mal fuhr ich Bus. Jetzt probe ich am Tage eine neue Art der Aufmerksamkeit. Ich frage mich, so oft ich daran denke, wie es sich gerade anfühlt? Auch meine Einschlaf-Suggestion ist derzeit eine andere. Anstatt "ich erkenne den Traum", sage ich mir: "ich fühle den Traum". Ich glaube, dass unser Gefühl als Traumerkennungs Sensor sehr viel geeigneter ist, als unser Logikzentrum. Fühlen tun wir immer, denken nicht.

Mit Fühlen meine ich nicht unsere physischen Sinne, wie beim SSILD. Träume fühlen sich geistig anders an, anders kann ich es nicht ausdrücken. Sie haben Magie, die man fühlen kann. Jeder, der aus einem Klartraum erwacht, kennt das, dieses magische Gefühl begleitet einen oft bis weit in den Tag hinein. Diese Magie fehlt im Alltag. So, wie ich mir durch Hinterfragen am Tage des Fehlens der Magie bewusst werden kann, kann ich mir im Schlaf der Traummagie bewusst werden. Dann ist es nur noch ein Fingerschnipp zur Klarheit.
Life is just a long false awakening
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#2
12.11.2018, 09:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.11.2018, 11:11 von Zenboy.)
Ein kurzes Innehalten kann instantan zur Erkenntnis führen, dass es ein Traum ist ! Ein spontanes, plötzliches Erwachen!
Nichts für ungut, aber Zen ist für Nichts gut.
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#3
12.11.2018, 13:06
[+] 2 User sagen Danke! glider für diesen Beitrag
Zitat:Mit Fühlen meine ich nicht unsere physischen Sinne, wie beim SSILD. Träume fühlen sich geistig anders an, anders kann ich es nicht ausdrücken. 


 Wie wär's mit: 'Ich spüre den Traum'?
Das ist mir in letzter Zeit und auch gerade wieder bei meinem letzten KT passiert. Irgendwie fühlt es sich jeweils komisch an, mich im TT zu bewegen, z.B. durch einen Gang zu gehen. 
Im letzten KT fand ich es auch interessant, dass sich mein Hinterkopf(Gehirn), nicht meine Stirn, wie sonst manchmal, 'kribbelnd', speziell, anfühlte. Ich fand es wohl zu spannend und verlor dadurch den Traum  sad
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#4
12.11.2018, 13:40
Gibt es für dich einen nennenswerten Unterschied zwischen spüren und fühlen?
Life is just a long false awakening
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#5
12.11.2018, 14:33
[+] 1 User sagt Danke! Zenboy für diesen Beitrag
Dieses Traumgefühl habe ich manchmal im Alltag. Gekoppelt mit bestimmten Orten und Situationen. Orte von denen ich häufig träume. "Es fühlt sich an wie ein Traum.."- *RC mach*
Nichts für ungut, aber Zen ist für Nichts gut.
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#6
12.11.2018, 15:49
[+] 1 User sagt Danke! clearseven für diesen Beitrag
Ja, umgekehrt geht es auch.
Life is just a long false awakening
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#7
12.11.2018, 16:10 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.11.2018, 16:10 von glider.)
[+] 1 User sagt Danke! glider für diesen Beitrag
@clearseven

Zitat:Gibt es für dich einen nennenswerten Unterschied zwischen spüren und fühlen?
Ich weiss nicht, ob das eine 'offizielle' Definition ist, aber so spontan würde ich sagen: spüren ist für mich mehr intuitiv. Ich spüre eine unangenehme Atmosphäre im Raum, schlechtgelaunte Leute oder so. Aber ich fühle mich müde, glücklich, traurig; emotional gesehen irgendwie.
Wobei man ja auch sagen kann, ich spüre die Kälte, das Wasser auf der Haut  shoulder  Ich fühle die Kälte auf der Haut. Aber nicht: ich spüre mich unwohl, nur ich spüre Unwohlsein. Doch mehr intuitiv als physisch, irgendwie...
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#8
12.11.2018, 18:12
[+] 1 User sagt Danke! clearseven für diesen Beitrag
Ok, kann ich was mit anfangen. Dann kann man beides nehmen. Den Traum emotional fühlen oder intuitiv spüren. Ich habe eine leichte Aversion gegen das Wort "spüren", weil es in der Eso-Szene inflationär gebraucht wird, da kann aber der Begriff nichts für big
Life is just a long false awakening
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#9
27.12.2018, 19:32
[+] 3 User sagen Danke! Oneiroanutin für diesen Beitrag
Hi zusammen,
mir gehen gerade ähnlich Gedanken durch den Kopf.
Mir geht es auch so, dass ein ( Klar-) Traum sich anders anfühlt als das Wachbewußtsein. Traumhaft, magisch, es ist schwer zu beschreiben. Ich habe auch beobachtet, dass ich öfter durch dieses Gefühl im Traum klar werde als durch einen RC. Ich weiß es dann einfach aufgrund des Gefühls.

Ich habe festgestellt, dass ich dieses Gefühl auch im WL erzeugen kann. Durch intensive Beschäftigung mit Träumen, durch Hinterfragen der Realität und durch Meditation. Und ich habe beobachtet, je mehr Zeit ich im WL in diesem Traumzustand verbringe, desto häufiger habe ich Klarträume.

Ich lese gerade ein Buch mit Monroe/Hirnwellenbezug und hab mich gefragt, ob dieses Gefühl vielleicht etwas mit den Hirnwellen zu tun hat?

In Meditation und REM Schlaf sollen doch Theta Wellen vorkommen. Vielleicht wird das Traumgefühl durch Thetawellen erzeugt? Wenn ich im WL den Traumzustand "übe" könnte es doch sein, dass ich dabei übe, bewußt Theta Wellen zu erzeugen. Und je vertrauter ich mit diesen bin, desto eher werde ich im Traum bewußt. Oder besser gesagt, ich werde AUCH im Traum bewußt, da dieser "Traumzustand" im WL ebenfalls mit erhöhter Bewußtheit einhergeht.

Was meint ihr dazu?
Simple living. High thinking.
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#10
28.12.2018, 07:17
[+] 1 User sagt Danke! clearseven für diesen Beitrag
Interessanter Gedanke, die Theta Wellen-Theorie, wobei die Bewusstseinsfrequenz bei ca. 40 Hz liegt, also im Gammabereich. Aber sind bei Meditationen auch verstärkt Gammawellen am Wirken? Ich weiß es nicht. Neben den von Theta Wellen dominierten Träumen, gibt es ja auch noch den Zustand, den Michael Raduga "The Phase" nennt, der Übergang von Träumen zu wach. Auch hier dürften Theta Wellen immer noch dominieren. Die Phase finde ich spannender, als das Klarträumen selbst, weil wir in keiner Illusion hängen, die unser Bewusstsein ablenkt (dem Klartraum-Kokoon). In der Phase haben wir die Klarheit des Klartraumes bei gleichzeitigem den Blick in unser Selbst - sozusagen den Blick in unsere göttliche Wirklichkeit (sofern man daran glaubt). Ob dieser Zustand wiederum identisch mit der Basalen Klarheit ist?
Life is just a long false awakening
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#11
28.12.2018, 11:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.12.2018, 11:42 von spell bound.)
[+] 3 User sagen Danke! spell bound für diesen Beitrag
mensch kann den zustand ein "gefühl" nennen, alright. ich weiß, was ihr meint, aber es ließe sich auch anders beschreiben. ich habe mich selbst schon gefragt, was sich im traum eigentlich anders "anfühlt", und bin zu dem schluss gekommen, dass es nicht eine einzige sache ist. vielmehr sind viele (oft subtile) dinge anders, z.b. existiert kein geruch oder es gibt die fähigkeit, zu wissen, was als nächstes passieren wird, oder die emotionen sind anders als im wachleben. jeder traum ist anders, aber in den meisten träumen sind so einige dinge anders, als im wachen, selbst wenn es nicht die offensichtlichen surrealitäten sind. wenn mensch intuitiv und holistisch wahrnimmt, dann fällt das alles auf, auch wenn mensch es noch nicht spezifisch benennen kann. es ist dann das gefühl "es ist etwas anders, als im wachen, etwas magisches".

sicher könnte das auch mit gehirnwellen zu tun haben, denn diese korrelieren auch mit unserem bewusstseinszustand, der ja meist verschieden vom wachzustand ist. es ist jedoch zu beachten, dass alle gehirnwellen in jedem bewusstseinszustand vorherrschen. immer. du hast also immer theta-wellen, und alle anderen. was verschieden ist, ist immer nur deren häufigkeitsverteilung. im rem-schlaf existieren jedoch ganz ähnliche hirnwellenmuster wie im wachzustand (weshalb der zustand auch "paradoxer schlaf" genannt wurde). ich würde mich hier nicht zu sehr auf hirnwellen fokussieren.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#12
28.12.2018, 12:24
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich kein Geruch wahrgenommen wird? Ich denke, das wird ähnlich sein wie mit den Umgebungsgeräuschen, die mir in der Traumerinnerung meist nicht bewusst sind, wenn ich aber unmittelbar aus dem Traum aufwache, dann ist das oft ein ganz schönes Getöse, so dass mir mein Schlafzimmer richtig leise dagegen vorkommt (nein, und die Frage kam schon einmal auf, es handelt sich nicht um hypnopompe oder astrale oder sonstige Phänomene, dessen bin ich mir 100%ig sicher)

Was sich am meines Erachtens am Traum anders "anfühlt", ist die Veränderbarkeit. Alles ist im Fluß, alles mehrdeutig und flüchtig.
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#13
28.12.2018, 12:26
(28.12.2018, 11:14)spell bound schrieb: was verschieden ist, ist immer nur deren häufigkeitsverteilung.

Sind es nicht die Amplituden, die den Unterschied machen? Tiefschlaf hohe Delta-Amplituden, REM-Schlaf starke Theta?
Life is just a long false awakening
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RE: Wie fühlt sich ein Traum an?
#14
28.12.2018, 12:43
[+] 1 User sagt Danke! spell bound für diesen Beitrag
(28.12.2018, 12:24)Liri schrieb: Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich kein Geruch wahrgenommen wird?
naja, es war nur ein beispiel, sollte nicht heißen, dass es grundsätzlich so ist. in manchen träumen habe ich z.b. auch keine oder veränderte umgebungsgeräusche, in anderen hab ich normale geräusche. das beispiel sollte zeigen, dass in jedem traum ein paar dinge anders sein können als im wachzustand, die mensch explizit aber nicht wahrnimmt, sondern höchstens in einem gefühl von "etwas ist anders". das mit der veränderbarkeit kommt da auch hinzu.

Zitat:Sind es nicht die Amplituden, die den Unterschied machen? Tiefschlaf hohe Delta-Amplituden, REM-Schlaf starke Theta?
amplituden sicher auch, aber auch die häufigkeit von bestimmten wellenmustern. die wellen überlagern sich ja und wechseln sich ab. es ist ja kein konstantes, einfaches wellenmuster. aber ich bin keine expertin auf dem gebiet.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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