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Erwachen: Identifiziertes Fühlen vs. Dissoziation» Schattenarbeit, Methoden, Konzepte, Wege, Erfahrungen, Meinungen, Lösungen

Erwachen: Identifiziertes Fühlen vs. Dissoziation
#1
19.08.2018, 12:48
In diesem Thread möchte ich über das Erwachen sprechen und Christian Meyers Methode des bewussten Fühlens vorstellen. Christian Meier ist Psychologe und Therapeut, ist erwacht, arbeitet in Berlin und bringt wie kein anderer spiritueller Lehrer, eine gelungene Synthese aus psychotherapeutischen Methoden und östlichen Lehren zum spirituellem Erwachen hervor.

Hier gehts zum Video in dem er seine Methode und das Erwachen beschreibt: 45 Min
https://www.youtube.com/watch?v=5glLLbeY...ture=share

Was mir an Meyer sehr gut gefällt, ist dass er konkrete Schritte lehrt, die sich an der westlichen Psychologie orientieren, keine Religiöse oder spirituelle Orientierung voraussetzt und sowohl als Methode zur Traumaarbeit als auch dem Erwachen dienen kann.

Meyers Methode beschäftigt sich aktiv mit den schwierigen Emotionen und stellt so eine alternative dar, zu östlichen Methoden, in denen das Trauma durch Meditation oft verdrängt, aber gar nicht bewusst verarbeitet wird. Meditation birgt immer die Gefahr, der Dissoziation (Abspaltung) von unerwünschten Gefühlen. So erfahren zwar manche Menschen das was die buddhisten Nirwana nenne, doch sie flüchten sich damit aus ihrem Ich. Ich selbst habe Erfahrungen mit dieser Form der Dissoziation gemacht. Das war auch sehr befreiend. Doch meine Intuition bringt mich immer wieder zurück zur psychologschen Arbeit an meinem Trauma. Für mich ist das Nirwana ein Zustand wie jeder andere, und ich halte ein Festhalten an diesem Zustand für eine Falle.

Was hat das ganze mit dem Erwachen zu tun? Meyer postuliert ein Modell, indem unter den Emotionen die Ebene ist, die zum Erwachen führen soll. Viele Emotionen beruhen ursprünglich auf der Todesangst. Seine These lautet: Wer sich dieser Todesangst stellt und im Moment des Fühlens loslässt, der kommt in die Ebene wo Erwachen, Erleuchtung geschehen kann. Damit beschreibt Meyer einen konkreten Weg, der über das bewusste Fühlen verläuft. Zudem erklärt er Erwachen sehr bodenständig, greifbar und alltagstauglich, so dass ich mich seiner Sichtweise sehr verbunden fühle.

Für mich bedeutet Erwachen, eben auch mit den schwierigen Gefühlen des Lebens in einen Frieden zu kommen und nicht vor den Gefühlen durch Abspaltung zu fliehen. Mir geht es darum den Frieden auch im Alltag erfahrbar zu machen und nicht nur in einzelnen Gipfelerfahrungen, die ich vielleicht in der Meditation erfahre. Denn dann ist man immer auf der Suche nach erneuten Gipfelerfahrungen, und in der Ablehnung des Hier und Jetzt.

Dissoziation erfahre ich so, dass ich ich zwar das Gefühl fühle, aber kein Ich vorhanden ist, welches mit diesem Gefühl identifiziert ist. Zb ist da Schmerz, aber kein Ich, das sich durch den Schmerz bedroht fühlt.
Das hat zur Folge, dass man mit dem Schmerz kein Problem hat.

Das hat aber eben auch den Nachteil, dass man mit seinem Ego und auch mit anderen Menschen kein Mitgefühl hat. Denn wenn man sich selbst vom Schmerz abspalten kann, wird man nie die erfoderliche Empathie mit einem Menschen aufbringen können, um ihm in seiner Welt mitfühlend zur Seite zu stehen.
An diesen Ratschlägen die ich gelegenlich bekommen, kann ich sehr gut erkennen, wie gut ein Mensch mit den eigenen Gefühlen klarkommt. Erleuchtung hin oder her, wenn ein Mensch keine gesunde Ebene des Mitgefühls ausgebildet hat, ist mir seine Erleuchtung nicht viel wert.

Es gibt viele spirituelle Menschen diese sich auf diesre Ebene aufhalten und sich von allen weltlichen Problemen befreien können. Aber sie fliehen damit auch, vor der Identifikation mit dem Ich. Ich möchte für mich erreichen, dass es mir egal ist, ob ich mit einem Ich identifiziert bin, oder gerade ohne Ich bin. Es geht mir nicht darum die Dissoziation in ein negatives Licht zu stellen. Es geht mir daraum, dass ich nicht dazu neige die Dissoziation dem Erleben eines Ich vorzuziehen. Ich strebe einen Gleichmut an, der mit beiden Zuständen zufrieden ist. Dass ich überhaupt so seine kritische Haltung gegenüber der Nicht - Existenz des Ichs habe, liegt daran, dass ich mir viele Menschen angeschaut habe, die sich wie ich finde, in diese Nicht Existenz geflüchtet haben, um damit die Konfrontation des Ichs zu vermeiden, um ihrem Trauma auszuweichen.

Die Nichtexistens an sich, ist für mich ein sehr anstrebsamer Zustand. Vom dem aus man andere Möglichkeiten des Bewussteins erreichen kann. Er ist es anstrebsamer Zusastand, wenn man diesen auch wieder loslassen kann und mit dem ich, im Freiden sein kann. Da ich einen ständigen Wechsel der Zuständ erfahre, befinde ich mich oft im Ich und möchte mit diesem Ich Freundschaft schliessen, weshalb ein Fokus auf die reine Dissoziation für mich nicht der richtige Weg ist.

Das Leben ist nunmal nicht in jedem Moment freudvoll und deshalb, möchte ich lernen Freiden in allen Lebensituationen zu erlangen. Erwachen ist für mich nicht sich durch Meditation in eine Gipfelerfahrung beamen zu können. Erwachen bedeutet für mich mit allem sein zu können was das Leben mir bietet. Über diese Frage der Interpretaion, möchte in in diesem Thread ein Gespräch beginnen, denn ich habe oft Zweifel an meiner eigenen Interpretation dessen.

Weil ich nunmal dieses Trauma habe, beschäftige ich mit sehr viel mit psychologischen Methoden und ziehe diese im Zweifelsfall der Meditation vor, weil ich mein gesamtes Leben transformieren möchte. Ich möchte mit meiner konkreten Lebenswirklichkeit im Frieden sein. Das kann ich nur, wenn ich alles annehmen kann, was in meiner Lebenswirklichkeit geschieht.

Ich arbeite mit Christian Meyers Methode schon einige Jahre und kann, diese sehr empfehlen, zumindest wenn man bereit ist, seine schwierigen Emotionen anzuschauen. Ich habe seine Methode verinnerlicht, und wende diese auf alle schwierigen Lebenssituationen an. Das ermöglicht mir, heftige Emotionen annehmen zu können. Ich habe so eine Annahme meiner gesamten Emotionalität erreicht, die ich zuvor nicht hatte. Emotionen war zuvor sehr stark verdrängt bei mir. Sie waren so stark verdrängt, dass ich fast nichts mehr gefühlt habe, so dass mich Krankheit anstatt der Gefühle geleitet hat.

Im Grunde besteht die Methode daraus, zu fühlen ohne etwas zu tun. Doch wenn man dieses umsetzten möchte, dann wird man feststellen, dass wir im Grunde ständig etwas tun, vor allem um Gefühle zu vermeiden. Das ist uns oft so ins Fleisch und Blut übergegangen, dass wir gar nicht mehr bemerken, wie stark wir Gefühle verdrängen. So musste ich erst mal lernen, nichts mit dem Gefühl zu tun und aushalten dass es da ist. Es nicht zu analysieren. Es geht darum ganz im Gefühl zu sein (nass zu werden). Jedes mal wenn ich das mache, werden alte Wunden aufgelöst und es findet eine Versöhnung mit der emotionalen Ebene statt.

Nun mache ich das auch schon eine Zeit und ich weiß noch anfangs hatte ich große Angst vor den Gefühlen. Um so öfter man mit der Methode arbeitet, um so einfacher wird es auch richtig heftige Gefühle annehmen zu können. Ich erfuhr immer wieder, dass einem nichts geschieht, wenn man sich einer Emotion stellt. In der Regel sind das ja sowieso alte Emotionen, die keine reale Bedrohung für mich im Hier und Jetzt darstellen, die einen aber im Leben massiv einschränken und zu Eintrübungen führen. Wenn man viele dieser Emotionen erlöst, die so eine Einschränkung erzeugen, erlangt man eine größere innere Freiheit und eine grössere Bewusstheit.

Durch Beschäftigung mit der Methode des bewussten Fühlens, baute sich diese Angst vor den schwierigen Gefühlen ab. Heute fließen diese einfach so durch mich durch. So wie es draussen nunmal ab und zu regnet, so sind eben ab und zu schwierige Gefühle in mir. Weil ich keinen Widerstand mehr gegen diese Gefühle habe, können sie sehr schnell durchziehen. 

Um so schneller ist das Gewitter vorbeigezogen und oft scheint kurz danach schon wieder die Sonne. Dazu musste ich auch erstmal lernen, die Gefühle wieder frei fließen zu lassen. So einfach wie Meyer über das Fühlen sprich,t war es für mich dann doch nicht. Ich musste auch lernen mit mir das Weinen wieder zu gestatten, ohne dass ich mich dafür verurteile.

So wie einem Kind, das hinfällt, weint, aufsteht lacht, geht es mir nun, wenn ich ein Gefühls Gewitter durchfühle. Ich bin sehr erstaunt wie schnell sich mein Gemütszustand reguliert und ich wieder in eine positive Schwingung finde. Das ist das was ich durch Meyers Methode gelernt habe und welches ich sehr mitteilenswert finde, egal ob man sich nun für das Erwachen interessiert oder nicht. Auch für Menschen die sich mit der psychologischen Ebene beschäftigen, stellt die Methode eine Bereicherung dar.

Eine Methode zu haben mit der man fühlen kann, was man zuvor immer verdrängt hat, ist eine wichtige Sache, wenn man sich mit seinem Schatten beschäftigen möchte. Denn man kann Themen nicht rein intellektuell, rein analytisch in Verstand bearbeiten. Die Einbeziehung der Emotion gehört immer dazu, denn nur dann wenn auch eine emotionale Verarbeitung geschieht, kann sich ein Thema erlsöen.

Auch wenn wir in der Meditation gelernt haben, eine Emotion aus dem Beobachter zu beobachten, dann haben wir dieses immer noch nicht transzendiert. Der Beobachter dissoziiert sich von der Emotion was die Erfahrung von Ich- losigkeit erzeugt, weshalb die Emotion so ertragen werden kann. Aber es ist eine ganz andere Sache, als Ego identifiziert durch seinen Schmerz zu gehen und ihn ganz anzunehmen, als ihn als Nicht-Identifikation zu Beobachten. Der konkrete Unterscheid ist, bei der einen Methode wird man nass, bei der anderen bleibt man trocken. Mich beschäftigen diese beiden Sichtweisen und die Frage nach dem Konsens. Es geht mir weniger darum mit meinem Weg Recht zu haben, als darum zu verstehen, wie diese beiden Wege sinnvoll ineinander greifen können. Ich bin sehr an eureren Erfahrungen interessiert.

Meyer ist der Meinung, dass man alle Emotionen annehmen soll, die man in der Leere findet, denn ansonsten wird man nie ein wirklich tiefes Erwachen erfahren können. Er rät dazu den Fokus auf die Leere erst dann zu legen, wenn alles Negative gefühlt ist, wenn das Trauma geheilt ist. Diesen Weg gehe ich und deshalb beschäftige ich mich auch so viel mit allem psychologischen und emotionalen, was in mir aufkommt.

Das Fühlen scheint ohnehin ein Art Talent von mir zu sein und so ist das dann zu meinem Weg geworden. Spirituelle Wege in denen man sich auf die Nicht Existenz fokussiert, wie es zb im Advaita gelehrt wird, fühlen sich für mich persönlich total unstimmig an. Für mich ist das spirituelles Bypassing, was bedeutet, man versucht sich am Trauma vorbei zu schleichen und einen Weg zu finden, auf dem man sich nicht mit dem Schatten und seinem Schmerz beschäftigen muss. Man will nicht nass werden, und meint, Erlösung über aus der Beobachter Perspektive zu finden. Traumaaufarbeitung ist meiner Meinung aber auch ein Weg, den man nur mit genügend stabilisierenden Ressourcen gehen kann. Und so verstehe ich den Fokus auf die Nicht Existenz eben auch als eine Ressource. Ich möchte den Weg des Beobachters gar nicht schlecht reden. Nur frage ich mich, wie finden Menschen die so einen Weg gegen zurück ins Nasse? Wenn an sich dissoziieren kann, warum sollte man dann zurück ins Trauma gehen?

Manchmal denke ich mein Weg schein unglaublich langatmig und kompliziert zu sein. Aber dann bin ich manchmal froh, dass es mir so geschieht, weil ich dann denke mein Weg sit irgendwie nachhaltiger. Ich weiß nicht ob das so sit, aber so finde ich Sinn indem was mir geschieht.

Meine Sichtweise nur für mich persönlich so. Andere Menschen mögen andere persönliche Gründe haben, warum so ein trockener Weg für sie der richtige ist. Ich weiß nur, ich kann nicht an meinem Schatten vorbei gehen, ohne ihn vollständig zu erlösen. Oft frage ich mich auch, ob das überhaupt möglich ist? Ich denke dass mein Ego sich am Problemlösen festhält. Deshalb habe ich das aktive lösen, das aktive Suchen auch schon oft aufgegeben. Doch immer wieder erfahre ich, dass die Schattenthemen auf mich zukommen. Und dann beschäftigen sie mich wieder und schon bin ich erneut in der Schleife des Problemlösers. 

Das birgt für mich allerdings die Gefahr, dass ich ein ewig Suchender bleibe, der nie den Absprung aus der Traumaarbeit schafft, weil er immer meint, irgendetwas noch erlösen und heilen zu müssen. So hält sich das Ego am Suchen fest. Dabei denke ich, dass es darum geht zu erkennen, dass nicht ich das Trauma erlöse, sondern ich der Beobachter bin,  der Steffis Leben beobachtet, indem das Trauma transformiert wird und indem eine Steffi ist, die eben die Erfahrung macht, einen tiefen Einblick in die emotionalen Schichten zu erlangen, indem Steffi aber nicht die Lösung finden kann.

Im Kopf habe ich das verstanden, emotional bin ich aber immer wieder mit dem Sucher, dem Problemlöser, identifiziert. Da ich es nicht ändern kann, kann ich es nur annehmen. Ich interpretiere es so, dass ich dann eben noch eine Weile Suchen und Probleme erlösen soll. Der Nicht Existenz ist das ohnehin wuscht, welcher Film gerade läuft.

Ich habe immer das Gefühl, ich stehe mit einem Bein in der Nicht- Existenz und mit einem Bein in einem Ego, dass sich selbst erlösen möchte. Es wäre folgerichtig, das Erlösen wollen aufzugeben. Doch wei0ß ich auch das sdas Ego dieses nicht willentlich tun kann. So bleibt mir irgendwie nur die Annahme.

Mir sind viele Fragen zu dem Thema eingefallen. Ich habe keine Ahnung in welche Richtung sich das Gespräch entwicklen wird. Ich bin für jede Richtung offen.


Mich würde interessieren, wie ihr mit Emotionen umgeht?

Was sind eure Methoden, um Emotionen in ihrem Ursprungstrauma zu erlösen?

Wie setzt ihr die Bedeutung von emotionalem Trauma und dem spirituellen Erwachen in einen Kontext?

Was denkt ihr über das Erwachen?

Welche gegenteiligen Erfahrungen habt ihr mit dissoziativen Methoden wie zb der Meditation im Zusammenhang mit Traumata gemacht?

Welche andere Sicht habt ihr über die dissoziative Perspektive des Beobachters?

Wie finden die beiden Perspektiven 1. Dissoziation und 2. Eintauchen (Identifikation) mit dem Gefühl zu einem Konsens? Wo ist da die Mitte? Wo ist das die Lösung?

Welche anderen spirituellen Techniken haltet ihr für sinnvoll?

Ich frage mich, ist Meyers (und meine) Sicht, ein guter Weg, oder letztlich ein Weg, den man wieder loslassen muss? Wann sollte man vom Weg runtersteigen?

Sind nicht alle Wege dazu gedacht, um letzten Endes den Weg zu verlassen?
Bedeutet Erleuchtung nicht alle Wege, alls Konzepte loszulassen?

Wie kann man in der Orientierungslosigkeit, in der Sinnlosigkeit, verweilen?

Was macht man mit dem Anteil, des ewigen Suchers?
Gibt es den Ewigen Sucher als Ego-anhaftung?
Sucht der Sucher nur, um am Ego festzuhalten?
Was macht man wenn das Suchen zu einem Selbstzweck geworden ist?

Wann ist der Punkt, wo man das Suchen und das Traumalösen aufgeben sollte?

Kann man das Suchen überhaupt aufgeben?
Kan man die Suche willentlich beenden, oder kan man nur beobachten, wie eine Suche beendet wird?

Habt ihr auch dieses Hin und Her zwischen Ego und höherem Selbst? Wenn ja wie geht ihr damit um?
Wenn nein, warum ist es bei mir so und bei euch nicht?
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RE: Erwachen: Identifiziertes Fühlen vs. Dissoziation
#2
08.11.2018, 05:53
Zitat:Ich frage mich, ist Meyers (und meine) Sicht, ein guter Weg, oder letztlich ein Weg, den man wieder loslassen muss? Wann sollte man vom Weg runtersteigen?

Alle Wege sind Vorstellungen an denen man festhält. Deshalb muss man jeden! Weg am Ende verlassen. Natürlich auch den des Trauma heilens und fühlens, den der Empathie, des Mitgefühls. Schattenarbeit. Psychologie. Alles was einem je wichtig war, muss man innerlich loslassen. Man kann es dann noch weiter betreiben, aber man nimmt es nicht mehr ernst. Es ist dann nur noch eine Geschichte die man spielt. Man hat aber die Freiheit die Geschichte so zu spielen wie man sie spielen möchte und deshalb tut man vielleicht das selbe wie vorher. Man tun eben was man liebt, auch wenn man die Liebe einmal loslassen musste um frei zu sein.


Zitat:Was macht man mit dem Anteil, des ewigen Suchers?
Was macht man wenn das Suchen zu einem Selbstzweck geworden ist?

Das Heilen, Suchen, Schatten bearbeiten, bewusst werden kann zum Selbstzweck des Egos werden. Und ja man hält sich daran fest. Aber das Ego kann sich selbst nicht loslassen. Es kann also sein, dass man das bereits sieht und es dennoch tun muss.

Zitat:Wann ist der Punkt, wo man das Suchen nach Erleuchtung und das Traumalösen aufgeben sollte?

Es wird passieren wenn man an dem Punkt ist, wo es passieren soll. Bei mir war es heute soweit. Ich habe die Idee, dass ich mein Trauma weiter heilen muss, abgeschnitten, weil ich es heute aus freien Stücken so wollte. Ich habe michheute das erste mal in meinem leben gegen die Empathie entschieden, um die einseitigkeit abzuschneiden und wider frei zu werden. Es war heute das einzig richtige für mich.

Nochmal es war HEUTE das richtige für MICH! Morgen kann etwas anderes richtig sein. Nicht daran festhalten, keine neue Ideologie erzeugen. Ein anderer Mensch kann etwas anderes als richtig erfahren. Mache nie ein Dogma da draus. Freiheit kann nur im jetztigen Moment, ohne feste Vorstellungen sein. Deshalb kann man das was Erwachen ist auch nicht transportieren. Es gibt keine Weg den man vermitten kann. Es gibt nur klägliche Versuche. Viele dieser versuche kreieren neue Ideologien. Deshalb muss man am Ende auch alle (spirituellen) Konzepte verlassen.

Zitat:Kann man das Suchen überhaupt aufgeben? Kann man die Suche willentlich beenden, oder kann man nur beobachten, wie eine Suche beendet wird?


Das Ego kann die Suche nicht aufgeben. Man kann erfahren, wie die Suche endet. Man entscheidet evtl dass es jetzt endet, aber man spielt diese Entscheidung, die man eigendlich nicht selbst trifft. Oder doch?

Ego und höres Selbst verschmelzen zu einem Ich. Die Trennung löst sich auf, wenn die Selbsterkenntnis abgeschlossen ist. Es gibt hier keine Konzepte mehr. Plötzlich ist nur noch Existenz da. Ich bin. Aber ich weiß nicht wer oder was ich bin. Ich bin das was jetzt wahnimmt und jetzt erscheint. Ich bin beides das Wahrnehmende und die Erscheinung. Es geschieht einfach. Nicht Wissen, weil keine Konzepte mehr. Glückseeligkeit. Frieden. Grundlos.
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