Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Eine Ganzheitliche Sichtweise» Perspektiven zusammen führen

RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#31
29.06.2018, 10:07
[+] 1 User sagt Danke! Laura für diesen Beitrag
Zitat: Ich hatte mal die Erfahrung einer Art weißen Sonne, die so etwas wie eine Ganzheit war, über die ich wusste, und die ich gefühlt habe.

Das erinnert an die Basale Klarheit. Man kann sie durch das Herz(Liebe) verstärken oder "ankurbeln" big Das Herz liegt zwischen Kopf und Bauch, Verstand und Gefühl. Als Mittler oder Verbinder, als Schmelzpunkt vielleicht? So gesehen passt das schon, da hast du recht.


Zitat:Aber ganz konkret im Leben, geht das vermutlich nicht, und da gebe ich dir Recht.

Ja,das war auf den "Alltagstraum-Modus" bezogen.

Zitat:Aber du hast wohl nicht so eine Diskussionswut wie ich.

Naja, nicht mehr. Es hat mich nicht wirklich weitergebracht, die diversen Denkmodelle/Weltbilder unbedingt für mich unter einen Hut bringen zu wollen. Die gemeinsame Linie zu finden, die für mich dann auch passend war usw. Da kann man auch gleich ein eigenes Modell aus dem Boden stampfen biggrin
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Die Wahrheit macht frei
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#32
29.06.2018, 15:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2018, 15:42 von Ver366.)
(27.06.2018, 03:24)ichbinmehr schrieb: ...

In einem Buch über schamanische Ausbildungen habe ich von der Unterscheidung in Krieger, Barde, Schamane und Druide gelesen. Das was ich erfahre entspricht größtenteils dem Archetypen des Schamanen, der im allgemeinen als Heiler und Vermittler des Stammes gedient hat.
 ...

Klingt spannend. Magst mal den Titel des Buches posten oder als PN senden?
Erkennen=>Annehmen
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#33
29.06.2018, 17:22
Ich sehe das anders Rhetor. Ich akzeptiere aber deine Sichtweise.
Ich denke dass unsere unterschiedlichen Sichtweisen auf der Differenz zwischen zweier Perspektiven beruhen, Herz und Verstand.

Natürlich könnte ich deine Sicht übernehmen, aber dann wäre ich nicht mehr ich. Das fühlt sich falsch an. Dann würde ich einen Teil von mir ausschliessen. Und weil ich nach Ausgleich strebe, bin ich manchmal auch Vertreter für die emotionale Perspektive. Diese strebt danach sich auszudrücken.

Ich glaube das ist der Punkt der dir missfällt, denn die Ansichten über die Struktur der Kommunikation die du als Ideal aufstellst, teile ich nicht, denn ich bin ich selbst. Ich denke wir leben in einer sehr stark auf Objektivität bezogenen Gesellschaft und ich muss mich dem nicht kritiklos anpassen, wenn das bedeutet ich muss einen Teil von mir der mich ausmacht, zurück nehmen.

Das Thema passt aber auch irgendwie in den Gesamtkontext, dieses Austausches, und zu dem was ich Spell jetzt schreibe.


Hallo Spell,

Danke für deine ausführliche Diffenrenzierung. Ich kann jetzt etwas besser verstehen, welche Aspekte dich persönlich interessieren und wieso wir da manchmal auch nicht zusammen kommen.

Ja es stimmt, dass du teilweise den Inhalt auf Grund deiner Sichtweise verändert hast, aber das macht ja erst mal nichts. Ich finde genau das spannend, rationale Erklärungsmodelle für mystische Sichtweisen zu finden. Vielleicht ergibt sich daraus ja doch eine Überschneidung die beide Perpektiven bereichert. Mir fehlen natürlich ein wenig die anderen Aspekte, so wie ich sie verstehe. Aber man kann sich ja auch erst mal auf einige Aspekte konzentrieren.

Ich denke ganz konkret beschäftige die meisten Menschen wohl erst mal die Frage den Graben zwischen subjektiv und objektiv irgendwie zu schließen, so das beide Aspekte, gleichermaßen wichtig gewertet sind.
Insofern sie diese Frage überhaupt beschäftigt. Ich denke damit könnte man beginnen. Und wenn ich dich richtig verstanden habe, ist auch dir die Einbeziehung des Subjektiven wichtig?

Mir stellt sich die Frage wie vereint man Subjekt und Objekt?

Oder anders gesagt, wie findet man einen guten Ausgleich zwischen Verstand und Emotion,
die für mich konkrete Vertreter diese Aspekte sind.

Im Grunde genommen, ist dieser Ausgleich zwischen Verstand und Emotion, meiner Meinung nach ein Schlüssel für Ganzheit. Ich nehme es so war, dass sich Wissenschaft sehr stark auf das Objektive bezieht und mir fehlt da die andere Perspektive. Denn ich empfinde Objekt ohne Subjekt nicht als objektiv, auch wenn andere das so sehen. 

Vielleicht wissen wir auch noch gar nicht, wie man praktisch mit der subjektiven Perspektive umgehen können, dabei ist auch das Subjektive ein Aspekt, der uns zu Wissen führt. Vielleicht müssen wir Methoden entwickeln, wie wir das Subjektive nutzbringend gebrauchen und wertschätzen können.
Ich glaube wir sind sehr auf das konkret greifbare, fixiert. Warum ist das eigentlich so?

Du hast letztens so einen super Satz zu mir gesagt, dass kritisches Bewusstsein aus kritischem Denken und! kritischen Fühlen besteht.

Wir redeten, weil ich in einem persönlichen Problem feststeckte. Ich hatte mich etwas verrannt, weil ich einer Theorie gefolgt bin und vergessen hatte zu fühlen. Ich merkte, aber, dass da irgendwas nicht passte. Und da hast du mir geholfen, indem du mich wieder auf mein Gefühl gelenkt hast, und so bin ich dem Gefühl gefolgt, und habe die Theorie erst mal losgelassen.

Die Theorie hat bestimmte Aspekte, die für die emotionale Ebene wichtig waren, übersprungen. Ich habe mich dann vom Gefühl lenken lassen und fand die übersprungenen Aspekte. Und letztlich war an der Theorie nichts falsch, es fehlten aber eben einige emotionale Aspekte, die sehr wichtig waren. Und deshalb konnte keine befriedigende Lösung geschehen. Erst als beide Aspekte gleichermaßen berücksichtig wurden, ergab das dann für mich eine ganzheitlich Sichtweise und ein Lösung eines Problems.

Und so in etwa stelle ich es mir vor, wie wir mit Objekt und Subjekt umgehen müssten, um zu ganzheitlichen Sichtweisen zu kommen. Denn unsere Welt besteht ja aus beiden Aspekten.

Im Bezug auf den Menschen und alles Lebendige sind das vielleicht andere Aspekte als beispielweise im Bezug auf physikalische Fragen. Jedoch gibt es da ebenfalls Objekt und Subjekt, zwar keine Emotion, aber die Ebene der Energie, die ebenfalls eine subjektive Ebene ist. Und so stellt sich da dann letztlich die gleiche Frage, warum überwiegt das Objekt in unserer Welt?
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#34
29.06.2018, 19:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2018, 19:44 von spell bound.)
[+] 2 User sagen Danke! spell bound für diesen Beitrag
Was ist denn mit dem ganzheitlichen Ansatz zu Träumen, den ich gepostet habe? Oder mit den Ausführungen zum Zusammenhang zwischen Gefühlen und Urteilskraft?

Zu den Wissenschaften: Es gibt manche Fragestellungen, die erfordern einen Blick von außen. Genau damit beschäftigen sich Wissenschaften. Es geht um intersubjektiv überprüfbare Fakten und dazugehörige rationale Modelle. Subjektive Erfahrung hat in der Wissenschaft auch einen Platz, aber nur am Rande. Der liegt einerseits darin, dass man viele subjektive Erfahrungen anderer Leute untersucht (allerdings wieder mit intersubjektiven Methoden). Und andererseits darin, dass man als Forscher seine eigene subjektive Verortung reflektiert, während man andere Dinge untersucht. Das ist v.a. in Kulturwissenschaften und in der teilnehmenden Beobachtung relevant, denn hier hat man es mit Interpretation von Symbolsystemen und Wahrnehmungsfiltern zu tun. In diesem Feld wird reflexion auf die subjektive Erfahrung des Forschers schon lange praktiziert.

Dann aber gibt es Fragestellungen, die nicht wissenschaftlich beantwortet werden können. Darum ist die Forderung nach Ganzheitlichkeit nicht innerhalb der Wissenschaft durchführbar. Wissenschaft ist auf intersubjektive, verifizierbare Fakten und Logik ausgerichtet. Wenn man ihr das wegnimmt, ist es eben keine Wissenschaft mehr. Das Gegenstück dazu wäre die Praxis, die persönliche Erfahrung, die eigene Introspektion. Die ist ja nicht verboten oder verpönt, man sollte nur nicht in der Wissenschaft danach suchen, weil sie dort nicht hingehört.

Es würde ja auch keinen Sinn machen, von der Physik zu verlangen, mal mit den Methoden der Sozialwissenschaft zu arbeiten und Teilchen oder Quantenfelder mit standardisierten Interviews zu befragen, wie sie eigentlich so drauf sind.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#35
29.06.2018, 22:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2018, 22:04 von Rhetor.)
(29.06.2018, 17:22)ichbinmehr schrieb: Ich denke dass unsere unterschiedlichen Sichtweisen auf der Differenz zwischen zwei Perspektiven beruhen, Herz und Verstand.

Das sind keine zwei unterschiedlichen Perspektiven.
Seltsam, dass das gerade von Dir und gerade in einem Thread kommt, in dem es um eine ganzheitliche Sichtweise geht.

Es wirkt sogar ein wenig wie die Unterstellung, ich würde nicht mit Herz schreiben.
Ist vermutlich nicht so gemeint, würde nämlich andernfalls sogar kränkend wirken.
Wäre außerdem natürlich kompletter Quatsch.
Dass ich darauf achte, nichts zu posten, was sich logisch widerspricht oder was ich schon tausendmal geschrieben habe, und dass ich meinen Gesprächspartnern nicht einfach Beweggründe unterstelle, von denen ich nichts wissen kann,  heißt noch lange nicht, dass ich in meine Postings nicht emotional involviert bin, also mit meinem Herzen dabei bin sad
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#36
30.06.2018, 00:48
[+] 2 User sagen Danke! Liri für diesen Beitrag
Was ich nicht verstehe, ist, warum hier Spiritualität mit Irrationalität gleichgesetzt wird. Und Intellekt mit Materialismus. Das sind doch ganz verschiedene Ebenen und für mich persönlich gibt es den Widerspruch zwischen Denken und Fühlen gar nicht so stark bzw. ich empfinde ihn nicht so stark. So sind für mich z.B. manche gedanklichen Prozesse und wissenschaftlichen Erkenntnisse stark emotional besetzt, ich empfinde sie als schön, ästhetisch, begeisternd. Sie können mich glücklich machen. Klingt sicher merkwürdig, aber vielleicht kann das jemand nachvollziehen. Andererseits ist persönlich mein Denken stark mit Emotionen verbunden. Manchmal fühle ich mich in einer Diskussion oder mit bestimmten Argumenten unwohl, so etwas wie ein starkes Unbehagen, da arbeitet die Intuition. Erst danach kommt das Nachdenken darüber, was das Unbehagen hervorgerufen hat, und dann kann ich es, irgendwann in dem Prozess, auch intellektuell ans Licht zerren, ausformulieren und meist ist das Ganze vollkommen stichhaltig. Und wer sagt denn, dass stark intellektuell begabte Personen denn nicht spirituell sein können? Wenn man für seinen Glauben seine Vernunft aufgeben muss, dann ist es meiner Ansicht nach der falsche Glaube.

Achtung, Ketzerei: Ich habe die Ahnung, dass diese ganze scheinbare Spaltung zwischen Spiritualität und Verstand nur ein Trick ist, um bestimmte Theorien widerspruchsfrei zu lassen. Diejenigen, die ein bestimmtes spirituelles Weltbild nicht anerkennen, sind dann angeblich nur kopflastig und sollen doch bitte ihren Verstand an der Tür stehenlassen, um endlich Einlass in die Seligkeit zu erlangen. Oder ist es eine geschichtliche Spaltung, zu den Zeiten, als die Kirche sich gegen neuzeitliche Theorien zur Wehr setzen wollte? Ich bin mir nicht sicher, ob es in anderen Kulturen als unserer westlichen diese starke Spaltung zwischen Körper und Seele überhaupt in dieser Form gibt.

Aber was wäre, wenn alles, unsere Spiritualität und unser Verstand und unser materieller Körper und unser Geist und das, was uns mit anderen verbindet, einfach nur Spielarten ein und der selben Erkenntnisfähigkeit sind, und wenn das Richtige und Wahre irgendwie erkannt werden, dann ist es einfach nur diese eine Person, die es erkennt.

Sorry für diesen seltsamen Beitrag, es ist total spät und ich rede quasi schon in Zungen. Das ist ein sehr intuitiver Beitrag meiner Verstandesfunktiontongue
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#37
30.06.2018, 01:55 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2018, 02:44 von ichbinmehr.)
Liebe Liri,

Ich finde deinen Satz voll gut. Danke dafür.

Zitat:Aber was wäre, wenn alles, unsere Spiritualität und unser Verstand und unser materieller Körper und unser Geist und das, was uns mit anderen verbindet, einfach nur Spielarten ein und der selben Erkenntnisfähigkeit sind.

Ich denke auch es sind Spielarten.


Sorry Rhetor,


ich weiß leider nicht mehr was ich sagen soll, was es nicht schlimmer macht.
Ich hoffe du freust dich dass ich jetzt die Zitat Funktion verwenden werde.
Ich erwähne dich später nochmal. Ich weiß nicht ob du alles lesen magst, aber du bist mir zwischen Stufe 5 und 6 meines Modells mit der Ego Sache wieder eingefallen.
Habe dich fett markiert, damit du es findest, falls du nicht alles lesen magst.


Lieber Spell,

es gibt doch aber auch schon integrale Denkansätze, die die Wissenschaft reformieren möchten.Und auch Wissenschaftler sprechen doch bereits davon, das große Ganze wieder sehen zu wollen.

Erst letztens sah ich eine Dokumentation im TV über ein modernes Demokratieverständnis, und da kamen haufenweise integrale Ansätze von einer Politikwissenschaftlerin drin vor. Ich glaube gar nicht, dass ich so Weltfremd bin. Aber ich habe vielleicht eine Neigung zum Visionär und Reformer, ich stosse gerne neue Perpektiven an und ich will manchmal zu vieles zu schnell und alles auf einmal.

In den integralen Modellen geht man davon aus, dass die Tiefe eine Fachgebietes, immer mehr zunehmen wird, und dann zukünftig mehrere Wissengebiete zusammen arbeiten werden, weil die Details immer mehr zunehmen und  kein einzelner Mensch mehr eine allgemeine Fachkompetenz haben wird. Es geht nicht darum alles zusammenzuwerfen und Quanten zu interviewen, sondern das zusammen zu bringen was Sinn ergibt. Und oft gibt es ja auch überschneidungen, zb eine biologische Sicht und eine psychologische Sicht. Die Neurobiologie macht es möglich. Ich fände zb die Überscheidung zwischen Pyschologie und Physik spannend. Sowas ist doch nicht unmöglich. Die Frage ist eher wer interessiert sich dafür. 

Ich greife mal ein paar Sätze aus dem integralen Ansatz von Marion Küstenmacher auf, die vielleicht erklärt was ich meine. Das Modell spricht hauptsächlich von der rationalen Entwicklung des Menschen und dessen Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft.

Gelb: 7. Stufe - Vernetzung


Zitat:"Die Fähigkeiten mit Paradoxien umzugehen, ist das herausragende Merkmal der gelben transrationalen Bewusstseinsstufe. Oft verhalten sich Widersprüche zueinander wie These und Antithese, die gemeinsam auf einer höheren Ebene eine Synthese ergeben können. Das Modell geht zurück auf den Philosophen Hegel, der als erster integrale Denker bezeichnet werden kann. In der Synthese bleiben grundlegende Aussagen von These und Antithese erhalten, sie werden im doppelten Sinne aufgehoben, in einer neuen Einheit.

Das systemisch integrale Bewusstsein, ist darüber hinaus in der Lage, Paradoxien nebeneinander stehen zu lassen, die das logische Denken nicht in einer Synthese aufheben kann.“

Gelb weiß, dass niemand mehr allein alle Zusammenhänge vollständig kennen kann. Es zieht seinen Mut, über multikomplexe Sachverhalte, zu entscheiden, aus seiner respektvollen Einbeziehung möglichst vieler Perspektiven, aus vielen Stufen.

Gleichzeitig nimmt Gelb die Gefahr der Selbstüberschätzung durch die eigene Perspektive sehr ernst. Gerade aus dieser Bescheidenheit, kann Gelb dann die Fehler eines eindimensionalen Denkens, wie im ersten Rang (alles unter Gelb) des Modells vermeiden und allen Perspektiven dienen.“


Turkis: 8. Stufe – Global

Zitat:Während der Blick von Gelb vor allem gerichtet ist, auf die ungeheure Menge an Details (Neuronen, Synapsen, etc) beginnt Türkis, Muster (Felder oder Wellen) zu erkennen, Türkis geht es darum, alles auf einmal zu sehen, bevor man irgend etwas bestimmtes tut.

Das turkise Bewusstsein versteht die Menschheit als einen Superorganismus, ähnlich einem Fraktal aus sieben Milliarden Zellen.

Ich denke Gelb wird sich immer mehr durchsetzten. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir auch mit Menschen zusammen leben, die noch kein kritisches Denken ausgebildet haben. Und deshalb spreche ich da eher von denen, die Vorreiter ihrer Generation sind.

Turkis ist als rationale Form, sehe noch weiter weg. Interessant finde ich dass, Menschen die sich per Mediation mit der inneren Quelle verbinden, zu ähnlichenn Erkenntnissen wie Turkis kommen. Daran finde ich spannend zu betrachten, dass sowohl eine rationale Auseinandersetzung, als auch eine Intuitive Herangehensweise uns zu ähnlichen Erkenntnissen führt. Diese Verbindung zwischen zweier Wege die auf unterschiedliche Weise zum ähnlichen Sichtweisen führt, finde ich sehr interessant und irgendwie auch befriedigend und friedlich. Das ist der Grund warum ich so ein Fan von Ganzheit und integraler Sichtweise bin. Für mich führt das langfristig zu innerem und äußerem Frieden.


Zu deinem Modell:

Zitat:
  1. materie physiologie & bedürfnisse & wahrnehmung
  2. liebe alle emotionen
  3. geist verstand & vernunft & vorstellung & gegenwärtigkeit
  4. energie lebensenergie
  5. wahres selbst (wahres selbst gibt es zwar, aber alle anderen punkte gehören auch schon zum wahren selbst)
  6. alles ist eins verbunden mit der lebensumwelt
  7. alles ist nichts/nirwana keine identifikation mit konzepten (ist für mich auch kein extra punkt, gehört zur ebene "verstand" & gegenwärtigkeit)

1. materie physiologie & bedürfnisse & wahrnehmung
2. liebe alle emotionen

Die ersten beiden Stufen werden in der Wissenschaft umfassend behandelt. Wenn man davon ausgeht dass alles aus Materie entsteht, dann sogar die ersten 3 Stufen.

3. geist verstand & vernunft & vorstellung & gegenwärtigkeit

Wenn ich durch Mediation zu der Erkennnis kommen kann, alles ist Geist, also auch der Körper, dann weiß ich nicht, ob die materielle Sicht auf den Geist ausreicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, alles ist Geist und ich bin Erschaffer meiner Realität, wenn auch nicht bewusst, oder selten bewusst. Bestimmt kannst du da als Philosoph viel mehr sinnvolles zu sagen als ich, in wie fern es eine geistige Sichtweise über die Welt gibt.

Dieser Aspekt ist ja gerade durch das Klarträumen gut zu verstehen, den der Träumer erschafft seine Traumrealität und wenn er klar ist tut er das bewusst. Ich denke dass dieses auch in der Wachwirklichkeit passiert. Vielleicht wird ja der Klartraum, oder die VR Brillen, die zukünftige Forschung veranlassen, diese Sichtweise zu untersuchen.

Der Physiker Tom Campbell legt da für mich zur Zeit einen wichtigen Meilenstein, der das matrielle Weltbild vielleicht auch durch empirische Beweise der Physik ablösen wird. 


4. energie lebensenergie

Lebensenergie rein auf den physischen Körper bezogen ist mir zu eng gefasst.
Wie definierst du Lebensenergie?

Die esoterischen und spirituellen Lehren aus Indien und China sind einige frühe Quellen die die Existenz des Energiekörpers lehren. Heutige Richtungen sind z. B. das Ayurveda, eine indische Heillehre, die Traditionelle Chinesische Medizin TCM, das Yoga Kundalini Tantra (Chalren Lehre) oder das Chi Gong. Ich kenne diese Ebene  als Gefühl, Wärme, Kribbeln, sogar als Lichtblitz als Kundalini Energie, die in meinem Körper energetisch agiert. Manche menschen können die Energie auch visuell sehen.


In den spiritullen Schriften werde die übersinnlichen Kräfte Siddhis genannt, die man zum Teil erhalten soll, wenn man eine bestimmte Stufe der Verwirklichung erreicht. Ich würde Verwirklichung gerne in das Wort Entwicklung ablösen. Es ist zwar so etwas wie Erleuchtung gemeint, aber in meinem Augen kann man Erleuchtung auch einfach als Entwicklungsprung betrachten. In den Schriften werden diese Fähigkeiten als Form von Magie oder göttliche Gabe beschrieben. Auch das Klarträumen ist unter den Siddhis gelistet.

Da das Klarträumen aber seit kurzem kein Bestandteil  von Magie mehr ist, sondern in die Wissenschaft aufgenommen wurde, denk ich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass es nichts Übernatürliches gibt. Es gibt einfach Phänomene die nicht erfoscht sind, und die nicht bekannt sind. Man hat als Mensch, der so etwas im seinem Alltag erfährt, oft ein Problem, wenn ein Teil der eigene Lebenswirklichkeit von dem was existieren darf ausgeschlossen wird. Ich kann meinem Arzt sagen, ich habe Halsschmerzen, aber wenn ich sage, dass liegt an meiner Kundalini die gerade aktiv ist, dann habe ich ein Problem. Man hat Probleme wenn man unter Symptomen leidet, die in der Alltagswelt vieler Menschen nicht vorkommen. 

Der Sitz des Bewusstseins, stellen sich viele Menschen im Gehirn vor.

Es gibt jedoch  zwei Auffassungen. Erstens besteht die Möglichkeit, dass psychische Energie körpergebunden ist. Zweitens besteht die Möglichkeit, dass die psychische Energie nicht an den physischen Körper gebunden ist und unabhängig von ihm existieren kann. Dafür sprechen außerkörperliche Erfahrungen und Nahtoderfahrungen.

Hier mal ein etwas älterer Text über Messversuche der Energie im Körper.

Zitat:
Von der Seite www. Horusmedia.de aus der Zeitschrift Esotera:

„Feedbackspezialist Gerhard Eggetsberger, Biochemiker, technischer Direktor und Leiter der Forschungsabteilung des privaten Instituts für angewandte Biokybernetik und Feedbackforschung in Wien, konnte 1995 mit Hilfe energetischer Messungen die Kundalini bzw. das Prana, das steht nicht so ganz fest, während bestimmten Körperübungen messen, dabei konnten indirekt auch die Existenz von sieben Haupt-Energiezentren des Menschen nachgewiesen werden.

In mehreren Versuchsreihen wurden vom Wiener Feedback-Institut seit 1993 die menschlichen Hirnströme während des Geschlechtsverkehrs untersucht. Das Augenmerk galt dabei vor allem dem sogenannten „psychogenen Hirnfeld", das Eggetsberger dank neuer Hirnstrommeßverfahren entdeckt hatte.

Bei der Auswertung dieses Hirnfeldes während des Orgasmus, erlebte Eggetsberger nun die erste Überraschung: Während des Geschlechtsverkehrs verändert sich das Gleichspannungspotential in der rechten Gehirnhälfte enorm, mitunter um mehr als 200 Millivolt; im Orgasmus entlädt sich diese Spannung wieder.

Woher, fragte er sich, kommt diese unbekannte Energie und wie wird sie erzeugt? Schließlich erinnerte er sich daran, daß der Pubococcygeus-Muskel, kurz PC-Muskel genannt, des Beckenbodens neben den Hormonen eine wichtige Rolle beim Geschlechtsverkehr spielt, sagt Eggetsberger. Als er daraufhin in einem Eigenversuch diesen Muskel anspannte und zufällig auch den Rücken gerade hielt, erlebte er die zweite Sensation: „Da war im Gehirn kein kleines Signal, wie ich erwartet hatte, sondern eine enorme Veränderung. Kein anderer Muskel kann ein derart hohes Hirnstrompotential erzeugen, wie ich in späteren Tests festgestellt habe", hebt er hervor.

Als die Wiener Feedback-Forscher zahlreiche Elektroden auf dem Rücken von Probanden befestigten, konnten sie den aufsteigenden Fluss der durch PC-Muskel-Anspannung erzeugten Energie zum Gehirn anhand der Potential-Veränderung direkt verfolgen. Wenn bei Testpersonen Blockaden im Energiefluss auftraten, befanden sich diese in der Mehrzahl der Fälle verblüffenderweise genau dort, wo nach traditionellen Yoga-Lehren die Chakras liegen.

Anders als bei unseren Messungen während des Orgasmus bricht das hohe Gehirnpotential jedoch nach dem bewussten Anspannen des PC-Muskels nicht sofort wieder zusammen. Im Gegenteil, es kann dadurch sogar immer weiter gesteigert werden", sagt Eggetsberger.“

Das wiederum wird auch im Kundalini Tantra gelehrt, welches die sexuellen Kräfte des Menschen nutzt, um Energien in die höchst gelegenen Zentren zu transportieren.

„Mit dem PC-Muskel ist der Pubococcygeus-Muskel im Damm (Perineum) zwischen After und Geschlechtsteilen gemeint. Die Probanden sollten ihn zehn Sekunden lang beim Einatmen anspannen und danach zehn Sekunden ausatmen und dabei wieder ganz entspannen. Diese wiederholten sie über mehrere Wochen bis zu 15 mal hintereinander. Gravierende Ergebnisse stellten sich ab einer Trainingszeit von vier bis sechs Wochen ein. Ebenso konnte die Kundalini Energie durch Visualisierung und die Ausrichtung des Bewusstseins in Versuchen angeregt werden.

Auch dem dem japanischen Parapsychologen Dr. Hiroshi Motoyama war es gelungen, die Existenz der Chakras und ihren Einfluss auf den menschlichen Körper messtechnisch zu belegen.

Motoyama benutzte für seine Messungen eine spezielle Kupferelektrode; das Messsystem war so empfindlich, daß der Sensor nicht mehr am Körper angebracht werden musste, sondern in einiger Entfernung von ihm platziert werden konnte. In einem weitgehend von elektrischen Feldern isolierten Raum, waren damit noch geringe Veränderungen von Potential und Frequenz des elektrischen Körperfeldes feststellbar.“


5. wahres selbst (wahres selbst gibt es zwar, aber alle anderen punkte gehören auch schon zum wahren selbst)

Ich verstehe unter dem wahren Selbst das was C.G. Jung als Individuation benannt hat. Konkret verstehe ich darunter die den inneren Zwiespalt zwischen Emotion und Geist aufzulösen. Die Inneren Widersprüche zwischen den Polaritäten aufzulösen und Ambivalenzen zuzulassen. Zb die einseitige Idee ich muss gut sein, durch den Gedanken ich bin gut und böse zu ersetzten. Die Idee ich bin stark, in ich bin Stark und Schwach aufzulösen.

Die oben genannte gelbe Stufe des Denkens aus dem integralen Modell, ist dafür eine Voraussetzung, denn nur wenn man innere Paradoxien, wie ich bin empathisch und ich bin unempathisch aushält, kann so eine Ganzheit zunehmend erreicht werden.

Ich bin für Vielfalt und Toleranz und ich akzeptiere den Nazi, denn er ist ein Teil der Vielfalt, er ist ein Teil der Ganzheit, auch wenn meine starke Polarität hin zum Pazifimus und zum Mitgefühl, dem entgegen spricht, so erkenne ich, dass das MItgefühl aich den Nazi mit einschliessen muss. Das ist mein Lieblingsextrembeispiel, mit dem ich auch immer noch zu kämpfen habe. biggrin


Ich denke das ist die Vorstufe zur nächten Ebene, alles ist eins. Einheit, Ganzheit, und tiefe Heilung kann nur erfahren werden, wenn eine Integration der Schattenspakte und der inneren Widersprüche gelingt. Denn ein Schattenaspekt meines Pazifismus ist meine Gewalt anzunehmen.

Emotional ist die Selbstliebe hier die Kraft die Einheit hervorbringt. Selbstliebe kann nur enstehen, wenn ich mich mit allem wa sich bin ganz annehme. Gefühlt kommt man zur Erfahrung von ich bin eins. Ich bin Liebe. Ich bin Geist. Ich bin Körper. Man erfährt Verbundenheit in Liebe. Geistig kommt man auf dieser Ebene zu der Erkennnis, ich bin der Erschaffer meiner Realität.

6. alles ist eins verbunden mit der lebensumwelt

Für mich geht es bei diesem Punkt nicht nur um die Verbundenheit von Mensch und Umwelt, auf gesellschaftlicher Ebene, sondern um die Verbundenheit von Individuum und Kollektiv, die ein gegenseitige Spiegelung darstellen. Die Psychologie liefert uns da den Begriff der Projektion, der mir aber sie wie er in der Tiefenpsychologie verwendung findet, nicht weit genug geht, denn mir fehlen das die transpersonalen Punkte, die dazu führen, dass Erkenntnisse von Individuum und Kollektiv zu einer Einheit führen.


Kurz gesagt, es geht um konrete und  geistige Erkenntnis, Innen und Außen sind eins. Anfangs muss man Projektion so verstehen, dass mein Gegenüber ein Aspekt von mir ist, um sich mit dem Aspekt überhaupt aussöhnenn zu können. Dann löst diese einseitige Idee wieder ab, weil nicht mehr auszumachen ist, was hier wen spiegelt, und wer man selbst ist. An der Stell löst sich die Idee von einem Selbst auf.

Da alles als eins erfahren wird, Selbst und Gegenüber, empfindet man zunehmend Liebe für alle Lebewesen. Liebe wird bedingungslos.

Falls Rhetor hier noch mitliest, ich denke du musst erst ganz zu dir selbst stehen, um dann deine Idee von einem Selbst das es gibt, loszulassen. Praktisch ist das nicht so einfach und sequentiell geordnet, wie hier in diesem Modell. Ich springe dabei wild durch alle Stufen und erleide auch die Probleme aller Stufen. Ich muss noch Dinge auf emotionaler und geistiger Ebene klären. Ich darf noch vieles auf energetischer Ebene erfahren. Ich darf zurück auf die Erde, die in mir blockiert war. Und ich glaube das veranlasst dich dazu zu meinen, ich komme nicht voran. Vielleicht hast du eine Vorstellung wie es zu laufen hat. Fakt ist es ist für jeden Menschen anders. Und deshalb ist auch dieses Modell, nur ein Versuch es logisch und rational zu erklären.

7. alles ist nichts/nirwana keine identifikation mit konzepten (ist für mich auch kein extra punkt, gehört zur ebene "verstand" & gegenwärtigkeit)

Und wenn ich nicht das Selbst bin, bin ich der der das alles beobachtet?
Wer bin ich dann? Und was ist das was ich sehe? Bin ich das auch?

Für mich geht es um die Gleichzeitigkeit von Existenz und Nicht existenz, die auf dieser Ebene erfahren wird. Für mich ist das nicht nur ein Geistkonzept, sondern eine konkrete emotionale Erfahrung. Hier entsteht die konkrete Erfahrung und die geistige Erkenntnis, dass alles ein Traum ist, und letztlich nichts existiert. Es gibt ein Paradox von Sein und Nicht sein.

Ich hatte mal einen beeindruckenden Klartraum. Ich werde klar und ich schaue in eine Weite, die eine Leere ist. In allen Richtungen ist Leere. Auch in der 3 Dimensionalen Sichtaller Richtungen. Dann schaue ich an meinem Körper runter, aber da ist keiner. Ich bin Leere. Überalle nur Leere.  Es ist nur Nichts. Ich bin das Nichts, das die Welt träumt.

Fazit:

Wir interpretieren die Ebenen etwas anders. Wir haben starke Überschneidung zwischen Geistig und Emotionaler Ebene und da finden wir sicherlich Austausch. Ich glaube aber manchmal möchte ich einfach noch viel weiter. Ich persönlich habe ein starkes inneres Streben nach Erweiterung in mir und so bin ich zur Zeit dabei die Erfahrung der gelben Stufe zu vermitteln, und die Fähigkeiten der turkisen Stufe zu erwerben. Ich möchte meine Lücken schliessen, was ich noch auf der Energetischen Ebenen lernen darf. Ich muss die verbindung zwischen den Ebene noch klarer Erkennen.

Es ist für mich manchmal schwer mit rein rational denkenden, sowie mit prä rationalen Menschen einen Austausch hinzubekommen, der für beide Seiten befreidigend ist.
Manchmal werde ich als Esoteriker eingestuft, obwohl ich transrational bin.
Wie Liri sagt, es sind alles Spielarten.
Selbst die Ebene des Nichts ist nur eine Spielart. 

Ich strebe eine globale Sichtweise an, weil ich sie noch entwickeln möchte. Ich strebe inneren Ausgleich an, der in Paradoxien landet. Über möchte Menschen erreichen über ihren Horizont zu blicken. Es ist es für mich schwer in den derzeitigen Wissenschaftszweigen, die einen Teil meiner Erfahrungswelt ausschliessen, mich in meiner Ganzheit verstanden zu fühlen. Ich glaube ich möchte neue Welten entdecken, gerne mit anderen Entdeckern zusammen. Meine Intention in diesem Thread ist zu einer Erweiterung der Perspektiven anzuregen.

Noch was lustiges:

Heute habe ich zufällig einen lustigen Film gesehen, Paradox hies der, indem es zwei Welten gab. Eine magische in der Wissenschaft als verrückt galt, und ein wissenschaftliche in der es keine Magie gab. Die Magier waren fasziniert von den Errungenschaften der Wissenschaftler der anderen Welt, denn diese gingen weiter, als die Magier in ihrer Welt. Diese Welten sollten zusammen gefühlt werden, aber dabei währen beide Welten zum Teil explodiert. Ein wahnsinniger Magier, wollte dieses dennoch versuchen. Aber er wurde noch im letzten Moment von zwei Ermittlern aufgehalten. Ich musste dabei an diesen Thread denken. Es war eine lustige Synchronizität, denn ich habe den Film nicht ausgesucht.
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#38
30.06.2018, 08:25
steffi, könntest du in kurzen sätzen zusammenfassen, was du von mir als gesprächspartner*in gerne für eine antwort hättest?
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#39
30.06.2018, 10:19 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2018, 17:05 von Rhetor.)
(30.06.2018, 01:55)ichbinmehr schrieb: Falls Rhetor hier noch mitliest, ich denke du musst erst ganz zu dir selbst stehen, um dann deine Idee von einem Selbst das es gibt, loszulassen.

Das sehe ich genauso.
Nur glaube ich nicht, dass es ein sinnvoller Weg ist, zu einem selbst zu stehen, wenn man reihenweise (und oft auch sehr ich-bezogene) Beiträge in Romanlänge in einem Internetforum postet, ungeachtet der Tatsache, dass die Motivation, mitzulesen und darauf einzugehen, unter den anderen Forum-Benutzern stetig abnimmt (siehe spells letzten Beitrag.)

Hast Du vielleicht erst dann das Gefühl, ausreichend zu Dir selbst gestanden zu haben, wenn deine "Essays" hier gänzlich unkommentiert bleiben.
Würdest Du Dir dann einbilden, wir würden irgendwie mit Dir übereinstimmen, obwohl uns (ok, manchen von uns) einfach nur die Lust vergangen ist, auf Deine Beiträge einzugehen, weil sich ja doch nichts Neues mehr daraus ergibt?
Ich hoffe doch wohl nicht fear Dieser Eindruck entsteht bei mir momentan aber leider.
Mein Klartraum-Roman:      Finja – Bedeutsame Begegnungen


Wenn ich nicht möchte, dass man mir widerspricht, behalte ich meine Meinung für mich.
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#40
30.06.2018, 10:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2018, 10:41 von spell bound.)
meine motivation ist schon da. ich hab auch schon eine antwort geschrieben, bis ich gemerkt hab, dass die nicht zielführend ist. ich weiß also tatsächlich einfach nicht, was noch gesagt werden kann oder soll. das hängt allerdings schon auch mit den wiederholungen und abschweifungen zusammen. da weiß ich eben nicht, was davon noch zum gespräch gehört, und was nur als monolog gedacht ist, ob es irgend eine erwartung einer antwort gibt.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
Zitieren
RE: Eine Ganzheitliche Sichtweise
#41
05.08.2018, 04:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.08.2018, 13:15 von ichbinmehr.)
Lieber Spell.

Weil ich ein Text gesucht habe, sties ich heute nochmal auf den Thread.
Als ich letztens deine Antwort las, hatte ich auf Grund deiner Antwort, keine Lust dir zu antworten.
Jetzt musste ich nochmal darüber nachdenken.

Nun ja die Erwartung war ein Abgleich zwischen deiner Sicht von Ganzheit und meiner Sicht, hin zu bekommen.
Ich finde unser Austausch war erfolgreich, denn wir beschäftigen uns jeweils mit unterschiedlichen Aspekten dessen, nennen es aber beide Ganzheit. Mir ist durch den Austausch ersichtlich geworden, warum wir manchmal in Gesprächen nicht zu einem Konsenz gekommen sind. Zb im Bezug auf die Astralreise Sache. Denn ich gehe von einer anderen Ausgangsbasis aus und deine Sichtweise ist mir nicht umfassend genug, um auf der Ebene zu diskutieren, die mich noch interessiert. Mich interssiert ja gerade der Punkt, dass Bewusstsein Realität erschafft und du klammerst gerade diesen Punkt aus.  Ich suche eben Erkenntnisse auf Ebenen, die mir noch nicht ganz erschlossen sind.

Ich denke jeder Mensch hat eine Fokus der einen beschäftigt und unsere Fokusse, die haben Überschneidungen, aber eben auch Gebiete die dem anderen nicht ersichtlich sind. Ich finde ich habe mich sehr oft auf deine Sichtweise eingelassen und war bereit meine Meinung zu revidieren und zu lernen, ich habe mich oft hinterfragt durch dich. Das heist nicht dass du deshalb auch auf meine Themen eingehen musst. Aber zumindest könntest du etwas mehr Respekt davor haben, dass mich eben genau das interressiert. Was du Abschweifung nennst ist vielleicht der Aspekt der mich persönlich interessiert.

Mir wurde durch diesen Tread und deine letzte Antwort ersichtlich, dass wir manchmal nicht mal eine gemeinsame Grundlage hatten. Warum wir beide wohl öfters das Gefühl hatten, man kann mit dem anderen nicht mehr weiter diskutieren, weil er die jeweilige andere Sichtweise nicht versteht oder anerkennt. Ich konnte mich oft nicht auf deine Grundannahmen einlassen, denn ich empfinde diese als einschränkend und du kannst dich nicht auf meine einlassen, denn ich sprenge wohl jeden Rahmen dessen, was für dich diskutabel ist. Das einzusehen war für mich ein Gewinn, weil ich so den Versuch verstanden zu werden,  dann loslassen konnte. Wenn ein Gespräch mit dir in eine Sackgasse fährt, bedauere ich das meist sehr. Aber manchmal gewinne ich auch Einsicht genau dadurch.

Mir hat das geholfen zu sehen wodran es hakt. Und auch habe ich eingesehen, dass wir an manchen Stellen uns vielleicht nicht die idealen Gesprächspartner für alle Themen darstellen. Dennoch kann es sein, dass ich unsere Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder konstruktiv zeigen können. Ich erlebe das jedenfalls immer wieder, dass sobald eine neue Erkennnis eintrifft, wieder Optionen frei geschaltet werden, die von anderen Bedingungen ausgehen.

Ich wollte dir mein Weltbild bzw eine Variante dessen erklären, aber du nennst es Monolog. Nun ich habe auch deine ganze Ausführung deiner Sicht zu den 7 Perspektiven gelesen, auch du schreibst lange Texte. Ich habe mich auf deinen Text eingelassen, aber es nicht abwertend Monolog genannt. Denn ich schreib es ja dir, als Antwort auf deine Sicht, denn ich dachte wir suchen eien Abgleich um ein Thema zu finden, was uns beide interresiert. Gerade die Teile die nach deinem Umbau der 7 Perspektiven fehlen, sind zur Zeit für mich die interessanten Aspekte, denn sie befinden sich außerhalb dessen, was gut erforscht ist.

Ich erwarte aber nicht, dass jedes Gespräch bis zur Unendlichkeit zu Ende diskutiert werden will. Es wäre jedoch schöner zu sagen: Ich kann mich auf dein Thema grade nicht einlassen. Da ist ok. Es Monolog zu nennen, weil du kein Interesse an meiner Sicht hast, finde ich nicht so optimal. Vielleicht ist es besser zu sagen, ich habe leider kein Interesse an deiner Sicht. Wir kommen da gerade nicht zusammen. Dann müsste man sich aber Desintresse eingestehen. Vielleicht ist es leicher, den anderen zu bewerten.

Ich kann da gleich den Anfang machen. Ich muss zugeben die ganze Sache mit der emotionalen Ebene interessiert mich nicht mehr soo sehr, weil ich mich jetzt schon so lange damit befasst habe. Mich interessiert das Unerfoschte, das Neue, und damit meine ich die Ebenen 4. Energie 5. Selbst 6. Verbundenheit und 7. Nirwana. Und vielleicht kommen wir da gerade nicht zusammen.

Mich interessieren Themen wo ich durch meine Formulierung, Texten noch Erkenntnisse abgewinnen kann. Deshalb diskutiere ich hier im Forum über das was in mir noch unbewusst ist. Das sind Themen an denen ich noch Spaß hätte, irgendetwas zu erörtern. Denn dazu gibt es ja nur spirituelle und esoterische Schriften, aber keine die mit dem kritischen Bewusstsein des vereinigten Klartraumforums geprüft sind. biggrin

Vielleicht finden wir da ja noch irgendwelche Überschneidungen an Interessen?
Und wenn nicht,  macht das auch nichts. Ich wollte nur nochmal antworten, als ich den letzten Eintrag las.

Hattest du nicht gesagt du hast C. G. Jung gelesen. Emfindest du es nicht so, dass Jung mit seinem Konzept der Individuation, der Vereinigung der Gegensätze von der 5. Ebene spricht?

Übrigends habe ich mir eine MP3 CD vom Auditorum Verlag - Vorlesungen der Universität in Basel über C. G. Jung zugelegt, die fast 800 Minuten Vorträge über ihn enthält. Ich habe es selbst aber noch nicht gehört, also keine Ahnung wie gut das ist. Falls da irgendwer Interesse hat, gerne melden. Über Traumarbeit alleine sind da 12 Std drauf. Und ich habe gesehen es gibt von der Frau Verena Kast, noch weitere Mp3 CD Packete auch eines in dieser Datenmenge nur zum Thema Traum und Traumdeutung nach Jung. Je nach dem wie gut der Teil ist, den ich gekauft habe, werde ich mir das Traumpacket noch noch zulegen. Jung scheint mir was ich bisher über ihn weiß, ein guter Kompromiss zwischen Psychologie und Spiritualität zu sein. Jeder Mensch den ich bisher kennen gelernt habe, der veränderte Bewusstseinzustände erlebt hat und Jung gelsenen hat, hat mir berichtet, dass er durch ihn eine Innere Ordnung erfahren hat und in Krisen sehr festigt war. Ich möchte mich mit ihm beschäftigen, um von den spirituellen Ausdrücken weg, weitere Einsicht in die Tiefenpsychologie zu erhalten und noch tiefer in das was ich von ihm weiß einzusteigen.

Ich weiß ich kleide meine Sichtweisen in Konzepte, die dem rational orientierten Menschen nicht so zugänglich sind. Aber nur weil ich mich temporär auf ein esoterisches Konzept festlege, muss das ja nicht jede Diskussion sprengen. Wenn man inhaltlich einen Konsens findet, eine Art Essenz herauskritalliesiert, um die es geht, hätte man ja einen Rahmen über den man sprechen kann.

Unter Ganzheit verstehe ich ein geheiltes Selbst. Ich glaube wenn man all seine unbewussten Aspekte bewusst macht, entsteht Heilung. Wenn dir Punkt 4. + 6. und 7. zu abstrakt sind, dann bleibt ja doch vielleicht Punkt 5. übrig,  der wird ja auch innerhalb der Psychologie thematisiert zum Beispiel bei Jung und seinem Konzept des Selbst.

Im Übrigen habe ich nun einen ganz kleinen Überblick über einige Philosophen durch eine Fernsehreihe "Denker des Abendlandes" auf Youtube angesehen und ich habe festgestellt, dass die meisten großen Philosophen auch ganzheitliche Denker waren, die holistische Sichtweisen hatten. Von vielen bekannten Denkern, kenn man heute aber nur Teile, bz Pythagoras habe ich vorher nur auf Mathematik reduziert. Auch Goethe zb von dem man heute in der Schule nur im Hinblick auf Literatur hört, war so ein ein Ganzheitlicher denker der das nie so gewollt hätte, wie ehr gelehrt wird.

Auf meien Frage hin welcher Philosoph Recht hat, hast du gesagt, dass kann man nicht sagen, du hast eine persönliche Nähe zu Wittgenstein, aber im Grunde muss das jeder selbst für sich entscheiden. Sowas in der Art hast du mir gesagt.

Wie kann dann meine Sicht falsch sein?

Ich kann mich gerne darauf einlassen, dass ich mich manchmal mit Worten festlege und dass auch wieder durchbrochen werden muss. Doch brauche ich oft temporäre Festlegungen um ganz bestimmte Aspekte zu markieren. Dau kann ich nicht so in der Luft schweben, denn ich möchte oft etwas ganz bestimmtes ausdrücken.

Wie könnte ich über das Nichts sprechen, ohne das Wort Nirwana in den Mund zu nehmen?
Natürlich assoziiert man gleich den ganzen buddhistischen Kram, und wenn man offen bleiben will, dann kann man sich nicht festlegen auf etwas. Aber wenn ich ein Bedürfnis habe über genau das zu reden, dann muss es auch legitim sein, sich erstmal mit Worten auf etwas festzulegen, und einen Abgleich eines Konzeptes mit der eigenen Erfahrung beschreiben zu dürfen.

Glaube mir dass Festlegeung immer wieder durchbrochen werden muss, ist mir bewusst. Sonst hätte ich diese Zustände nie erfahren, denn ich bin u. a durch Dekonstruktion meines Weltbildes dahin gelangt. Aber dennoch darf man einfach ein Konzept benutzen und sich darüber unterhalten. Solange man das Konzept irgendwann wieder in Frage stellt, ist das gar kein Problem.

Ich glaube das Bedürfniss von Festlegung und Dekonstruktion erschliesst sich individuell. Und das ist manchmal mein Problem in unserer Unterhaltung. Denn ich benutze Konzepte um erstmal alles zu sehen was sie beinhalten. Und erst wenn ich das alles aufgenommen habe, dann verwerfe ich sie. Ich habe mich 5 jahre sehr intesiv mit dem Enneagramm beschäftigt bis ich es losgelassen habe. Wenn ich nur drüber geguckt hätte, und immer gesagt hätte ist mir alles zu eng, will ich nicht, hätte ich viele Einsichten nicht so gehabt. Das ist eben mein Weg. Indem eine zu starke Dekonstruktion meiner Themen passiert, kann ich meinen Weg nicht gehen.

Und gleichzeitig erkenne ich an, dass du da ein anderes Bedürfnis hast. Du bleibst lieber direkt in der Schwebe. Das ist auch ok für mich und wohl dein Weg. Und dann kommt dein Bedürfniss sich wörtlich nicht festzulegen, mein Bedürfnissen mich an Konzepten zu orientieren manchmal in die Quere.

Ohne Konzepte wäre ich echt aufgeschmissen, bei dem was ich so erlebe. Ich brauche sie um einkategosieren zu können, was ich erlebe. Und dann nehme ich oft einfach ein Konzept, welches meine Erfahrung beschreibt, in der Hoffnung, dass dem Gegenüber so ersichtlicher ist, was ich meine und erlebe. Und ich verstehe dann nicht warum, andere sich nur so ungerne mit Konzepten beschäftigen, während ich immer sehr froh bin, wenn ich ein Konzept finde, welches meine Erfahrung wiedergibt.

Ich kenne kein wissenschaftliches Konzept dass die 7 Perspektiven umfasst. Es gibt ein Buch über Entwicklungsstufen von Ken Wilber, der rational ist, aber das ist sehr kompliziert und tausenden Stufen beschrieben. Ich glaube Atman heisst das Buch. Und er ist zwar Wissenschafter aber Chemiker und kein Psychologe und dehalb würde das ja sowie so nicht zur eine Akzeptanz führen.

Es gibt Spiral Dynamics, welches ich im Bezug auf erweiterte Bewusstseinszustände sehr interessant und wichtig finde, weil man dadurch auch die Phasen der Regredierung in frühere Weltbilder gut verstehen kann, die beim Erwachen passieren. Aber dazu hast du mir ja eine Zehnt punktige Dekonstruktionsliste geschickt.

Alle anderen Entwicklungspychologen, die ein Modell entworfen haben, zb Erikson, Kohlberg, Piaget, enden beim erwachsen Alter oder beim Alterungsprozess. Vergessen aber die Stufen die für mich, für mein persönliches Erleben zur Zeit, interessant sind, nämlich die tranpersonalen Stufen. Also alles ab Stufe 5.

Denn ganzheitlich bedeutet für mich eben, dass das transpersonale Ebene ein Teil der Entwicklung ist und als das anerkennt wird.
Das ist für mich als komme ich mit meiner derzeitigen Erfahrung in der wissenschaftlichen Welt nicht vor.

Es ist doch kein Wunder dass ich dann gegen diese Sicht wettere, denn ich möchte vorkommen.
Es ist nicht anders als mit eurem Gender Thema. Man möchte mit seinem so sein inder Gesellschaft akzeptiert sein.

Jung ist nur bis zu Stufe 5 gelangt mit seinen Erklärungen. Im Moment erfahre ich eine Integration der 6. Stufe und deshalb interessiert mich natürlich der Austausch darüber. Es ist sehr frustreirend wenn man ein perönliches Bedüfnis nach Austausch hat, aber jeder versuch ein Thema anzusprechen zerstückelt wird.

Was ist mit den transpersonalen Stufen?

Denn die sind ja dss was mich interessiert. Also kann ich nur auf spirituelle, religiöse und esoterische Modelle ausweichen um auf das hinzuweisen was ich meine. Ich versuche mit Hife eines Konzeptes das anzusprechen was ich erlebe.

Das Chakren Modell ist zb auch so eine ganzheitliches Modell welches in den transpersonalen Bereich geht.  Ich empfinde dass Kehlkopfchakra  Synchron mit der Perspektive nr. 6. denn das Chakra steht für das Element Raum und regelt die Verbindung von Innen und Außenwelt. Deshalb meditiert man im Traumyoga auch auf den Kehlkopf, um die Trennung zwischen Innen und Außen aufzulösen.  

Es gibt für mich sehr viele interessante Aspekte in diesen nicht rationalen Konzepten, dass ich diese einfach gerne nutze,  weil sie genau über das sprechen was mich in meiner Traumarbeit interessiert.

Auch die Kabbalah ist so ein Konzept, welches mich unglaublich bereichert hat im Verständnis über die Entwicklung des Bewussteins.  

Ja es sind keine wissenschaftlichen Konzepte. Wissenschaft folgt ja zur Zeit dem Reduktionusmus. Aber dennoch kann man an ihnen wachsen, zu Einsichten kommen und sich über diese austauschen. Es sind einfach Perpektiven, die man einnehmen kann um zu schauen, was man dadurch lernt.

Man muss nicht immer alles nach dem Maßstab bewerten, ob es die letzte Wahrheit ist.
Interessant denn der letzte Satz richtet sich an mich. biggrin
Zitieren
Gehe zu:
Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt | Klartraumforum | Nach oben | Alle Foren als gelesen markieren | Archiv-Modus | RSS-Synchronisation | Impressum | Datenschutz
Forenstyle: