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Wilden im Wachzustand» Suche nach einer Wachtraum Technik

RE: Wilden im Wachzustand
#31
15.07.2018, 10:02
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Im Grunde genommen würde ich Bardon da ja Recht geben, doch muss man ja mit einbeziehen, was ein Mensch erlebt hat, bevor ihm das Zauberbuch in die Hand gefallen ist. Ich denke man wird auf ganz natürliche Weise immer auf der Ebene lernen wollen, die einem entspricht. Jeder hat die Folgen seines Übermutes selbst zu tragen.

Ich habe gerade den dritten Teil zu Ende gelesen. Mit einige Aspekte wie die Tumo (Feuer) Atmung und dem Heilen mit Energie habe ich mich schon mal kurz beschäftigt. Jedoch nicht in den Intensität und mit den Folgen, wie sie im Buch stehen. Was mich sehr interessiert hat, war wie er beschreibt wie man den Körper mit Energie füllt und einen Energie Druck erzeugt, da ich oft unter Energiemangel leide und Methoden zu Erhöhung suche. Das hat beim ersten Versuch auch sofort geklappt. Was ich jedoch bemerke, ist dass dieses eben konkrete energetische Auswirkungen hat, mit denen man erstmal warm werden muss.

Ich habe mich eine Zeit lang mit der Chakra Mediation beschäftigt und somit auch Erfahrungen mit Energie. Es gibt energetische Aspekte die ich gut integrieren kann, und welches die mich noch stark fordern. Ich da immer an innere Grenzen, wo ich merke dass eine regelmäßige Übung, zu viel Energie erzeugt, die mein System noch gar nicht verarbeiten kann. So sagt mir zb meine innere Stimme, dass eine tägliche Übung, wie Bardon vorschlägt, für mich zur Zeit nicht angebracht wäre. Gerade die Feuer Energie empfinde ich immer als Belastung für mein System, gleichwohl dass mir die aktive Energie fehlt. Er sagte ja auch, wenn man die dazugehörigen psychologischen Anteile des Seelenspiegels integriert hat, sollte die Elemente Atmung kein Problem sein. Im Grunde habe ich diese aktiven psychologischen Aspekte, in mir vom Urteil der Erziehung befreit. Jedoch waren dieses fast mein ganzes Leben unterdrückt und fühlen sich genau wie die Feuer Energie wie ein Fremdkörper in meinem System an.

Das sind dann zb Punkte, wo mir ich merke ich muss mir meinen eigenen Weg bauen, und kann so ein festes aufbauenden System nicht so wie vorgeschlagen verfolgen. Ich verstehe wie er sich bemüht Grundlagen zu schaffen, auf denen alles aufbaut um möglichst Sicher vorzugehen. Und doch passt diese Vorgehensweise eben nicht für jeden. Ich gehen dann flexible vor. Ich sehe es mehr als Inspiration, denn er zeigt mir praktische Herangehensweisen an Themen die mir aus der Sicht des Geistes möglich sind, aus der konkreten Herangehensweise jedoch noch nicht bekannt sind. Somit sehe ich das Zusammenspiel des materialistischen Zugangs auch nicht als Unwichtig an, denn wenn man konkret wirken will, muss das Konkrete ja ein Teil dessen sein. Jedoch neige ich dazu aus letzter Sicht, immer meine höchste Sicht, in Anspruch zu nehmen und die materialistischen Zugänge durch den Geist aufzuheben. Ich komme durch den Geist einfach in eine höhere Sichtweise, die mir durch einen materiellen Zugang bisher noch nicht gelungen ist. Deshalb empfinde ich materielle Erklärungsmodelle oft als einschränkend und geistige Modelle als befreiend.

Ich danke auch dir, dass du hier „zufällig“ erschienen bist, als ich angefangen habe mich für Magie zu interessieren und somit Austausch finde. So etwas ist für mich zb eine Teil meiner bisherigen Magie, die ich empfangend nutzen darf. Es kommt einfach das auf mich zu, was gerade angesagt ist. biggrin
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RE: Wilden im Wachzustand
#32
15.07.2018, 10:19
[+] 1 User sagt Danke! Ver366 für diesen Beitrag
Hi Magus,

ich habe interessiert Deinen letzten Post gelesen.
Meine Frage dazu ist leider wahrscheinlich etwas Off-Topic. Ich traue mich mal trotzdem.
Was Du schreibst bzw. von Bardon zitierst, klingt für mich vom Ansatz her monotheistisch.
Es kommt immer wieder  "Gott" in der Einzahl vor. Wobei es egal ist, wie man den einen (?) Gott nennt.
Hab ich das richtig verstanden? Ist die hermetische Lehre bzw. die von Bardon vorgestellte Herangehensweise monotheistisch?
Erkennen=>Annehmen
Ad Astra!
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RE: Wilden im Wachzustand
#33
15.07.2018, 11:11
[+] 2 User sagen Danke! Magus für diesen Beitrag
(15.07.2018, 10:19)Ver366 schrieb: Hi Magus,

ich habe interessiert Deinen letzten Post gelesen.
Meine Frage dazu ist leider wahrscheinlich etwas Off-Topic. Ich traue mich mal trotzdem.
Was Du schreibst bzw. von Bardon zitierst, klingt für mich vom Ansatz her monotheistisch.
Es kommt immer wieder  "Gott" in der Einzahl vor. Wobei es egal ist, wie man den einen (?) Gott nennt.
Hab ich das richtig verstanden? Ist die hermetische Lehre bzw. die von Bardon vorgestellte Herangehensweise monotheistisch?

Hallo Ver big

Bardon spricht von der göttlichen Vorhersehung als das Eine. In meinem Verständnis ist dies der ungeoffenbarte Gott jenseits von Ursache und Wirkung, aus dem alles entsprang. Jener Gott, der unserem Verständnis her nach unbegreiflich ist. Bardon beschreibt ihn als das Akasha Prinzip, mit dem sich der Mystiker zu vereinen gedenkt. Es ist der der war, ist und immer sein wird. Das Alpha und Omega. Frei von Zeit und Raum.

In der uns begreiflichen Welt gibt es noch die Götter, entsprungen aus dem Einen, wie wir selbst. Es gibt deren viele. Der Gott der Juden ist Jahweh, Christus für die Christen, Buddha für die Buddhisten, für die Arier sind es die Götter Odin, Thor, Freya, Tyr und weitere. Für die ägypter waren dies Horus, Osiris, Seth, Isis usw.. Jene Götter sind sterblich wie wir auch, wie in der Edda unter anderem beschrieben (Ragnarök)

Diese Götter scheinen sich gar gegenseitig zu bekämpfen für die Gunst der Herzen und Aufmerksamkeit der Menschen. Aus dieser Perspektive lassen sich sicherlich auch die ganzen Religionskriege besser betrachen...

Was mich betrifft, so bin ich den nordischen Göttern zugewandt. Ich sehe in ihnen nicht die Blutsdämonen, zu dem sie die Kirche degradiert hat, sondern die Lichtgötter und Götter der Liebe. Es war Odin, der die Runen als Einweihungsweg, zum Verständnis der komischen Kräfte und deren Beherrschung uns, seinem Volk, offenbarte.

Es steht jedem frei, sich als Geistesstütze seine eigenen Götter selbst zu wählen. Wenn sie die Qualitäten und Eigenschaften des einen repräsentieren, ist man wohl auf einem guten Weg. big
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RE: Wilden im Wachzustand
#34
18.07.2018, 19:13 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.07.2018, 19:15 von ichbinmehr.)
Ich habe mich in letzter Zeit mit der Erschaffung einer Mentalwelt beschäftigt. Es handelt sich um die Imagination eines Phantasieortes, mit dem ich mir eine neue geistige Heimat geschaffen habe. Das Erschaffen einer neuen Welt, eröffnet einem neue Einsichten in die Erschaffung der Realität.

Der Unterschied zur Imagination, wie sie die Psychologie versteht, ist dass ich diesem Ort eine reale Existenz zuschreibe. Zwar ist diese Welt für mich bisher hauptsächlich visuell erfahrbar, jedoch hatten Erfahrungen in der Ebene konkrete energetische Auswirkungen auf mich. Die Bewohner meines neuen Heimatplaneten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Sie erfüllen einerseits feste Funktionen die von mir festgelegt sind, haben aber anderseits auch gewissen Freiheiten ein eigenständiges Leben zu führen, so dass ich immer wieder etwas neues Erlebe, wenn ich diese Welt besuche. Ich achte die Bewohner auch als eigenständige Lebewesen und habe eine wohlwollende Haltung ihnen gegenüber. Es ist ein kleines Paradies. Obwohl ich das meiste bewusst erschaffen habe, wirken meine Unbewussten Anteile an diesem Ort mit. Diese Welt besuche ich gelegentlich, um meine visuellen Fähigkeiten zu schulen und Integrationserfahrungen voranzutreiben, die mir durch die dort lebenden Personen zugänglicher sind.

Heute hatte ich wieder einen sehr interessanten Eindruck (geistige Erkenntnis + emotionale Einsicht) und zwar hat sich meine Bewusstseinsschwerpunkt (das Gefühl von zu Hause), geistig in meine Mentalwelt verlagert, während die Erfahrung als Steffi auf der Erde, die Reise auf dem (jetzt nun nicht mehr ganz so) unbekannten Planeten bewusst wurde. Diese Erfahrung hatte ich schon vor zwei Jahren gemacht, doch konnte ich das damals nicht adäquat integrieren, denn damals habe ich mich noch nicht vollständig als Erschaffer meiner Realität erkannt. Ich hatte einen unbewussten Aspekt nach außen abgespalten, von dem ich mich bedroht fühlte. Außerdem verlor ich die Fähigkeit mich im Alltag zu strukturieren. Ich erlebe zur Zeit wider einen Schub an Integrationserfahrungen, die jetzt zwei Jahre später harmonischer verlaufen. In der Zwischenzeit ist viel Schattenarbeit passiert, welche die Irrtümer und die Verwechselungen der Bewusstseinsebenen geklärt haben. Jetzt hingegen fühlt es sich nach Freiheit und bombastischer Erweiterung der Realität an.

Um diese Erfahrung zu machen ist wichtig jegliche Glaubenssätze zu hinterfragen, sich aber gleichsam ein neues Bezugssystem zu schaffen. Auch Vorstellungen über Spirituelle Dogmen können einschränkend sein und müssen losgelassen werden um echte Freiheit zu erleben. Man sollte sich selbst Zeit geben. Gleichzeitig macht es Sinn den Geist immer mehr zu erweitert und neue Glaubenssysteme zu erproben. Vielleicht lässt man sich mit Science Fiction berieseln, um Möglichkeiten zu bedenken.

Natürlich hat mein Bewusstsein keinen neuen Heimatplaneten in einer Mentalwelt, denn das Bewusstsein braucht keine grob- oder feinstoffliche Heimat. Mein Ego hingegen fühlt sich mit der Vorstellung sehr wohl, denn so habe ich feste Bezugspunkte, die mir Sicherheit und Orientierung geben und gleichzeitig maximale Freiheit, eben soweit die Vorstellungskraft reicht. Sobald ich meinen Schwerpunkt auf meinem neuen Heimatplaneten einlogge, komme ich in das Gefühl der Freiheit, in den Möglichkeitsraum und habe gleichzeitig noch einen Bezugspunkt. Mit dieser Erkenntnis habe ich wieder einen Schritt auf mein Ziel zugemacht, wachbewusst zu reisen.

Vor kurzem hatte ich eine Astralreise auf der Mentalebene. Das klingt komisch. Eine imaginierte Astralreise. Interessanterweise habe ich trotzdem erleben können, wie ich meinen wachen Körper in einer Meditationshaltung auf der Mental Ebene verlassen habe und mit dem Astralkörper gereist bin, während ca 10% des Bewusstseins beim Körper war und 90% im Astralkörper. Und obwohl ich das bisher in meiner physischen Realität nur schlafend erlebt hatte, hat mir diese Erfahrung auf der Mentalebene die Angst davor genommen, den Körper zu verlassen. Denn ich habe erlebt wie es ist wachbewusst zu reisen und nun eine Sicherheit, dass ein Teil meines Bewusstseins über den physischen Körper wacht. Es hat also eine geistig/emotionale Integrationserkenntnis gegeben. Ich kann daher die Beschäftigung mit der Mentalebene sehr empfehlen für alle die dafür interessieren was Bewusstsein ist, und wie man es erweitert.
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RE: Wilden im Wachzustand
#35
31.07.2018, 20:05
das video finde ich schwierig. ich habe nur den anfang angesehen und finde allgemein alle aussagen schwierig, die in die richtung "es ist so einfach" gehen. es reizt mich dann zum lachen (leider). was nicht so "respektlos" gemeint ist, wie es sich vielleicht lesen lässt. (wie ein angesehner mathematiker, der dem grundschüler erzählen will wie einfach die aufgaben im letzten semester seines studiums warn.....)
wenn diese sätze sich mehrfach wiederholen, ohne den gegenpart zu erwähnen, wird es merkwürdig. für mich hat es immer den faden beigeschmack von "kauf meine bücher/schau meine videos o.ä, dann kannst du es auch". eine abkürzung, die es nicht gibt und nur druck und frustration fördert. erst mit geduld werden ganzheitlichere perspektiven möglich. selbst wenns bei ihm ganz schnell ging, kann man den schuh nicht allen anziehen - und ich verstehe auch nicht weshalb man das sollte.

um bewusstseinsverschiebungen zu durchlaufen, muss an nichts geglaubt werden. man kann an nichts glauben, das man nicht kennt. aber man kann glauben, dass es etwas anderes gibt, als das woran man glaubt.
aber selbst wenn nicht, wirds passieren, "wenn es sein soll". denke da gibts keine fixe antwort.
die richtung ergibt sich mit wachstum, das man eigentlich nie wirklich zu kontrollieren braucht. man folgt dem was man folgt. dann kommt vielleicht nicht das was man möchte, aber das was passt -das was man braucht. egal welches ergebnis folgen mag, es ist das richtige. vertrauen, ist tatsächlich ein gutes schlagwort, denke ich.
was schwierig ist. vertrauen in jeder beziehung muss sich entwickeln.

das komplett in trümmern liegende grundgerüst des ichs, ist zb bei der schamanenkrise einfach präsent. ich weiß nicht, ob es nicht sogar ein stabiles grundgerüst einfach einreißen würde. es treibt den wachstumsprozess erheblich an. ohne diese krise würde man sofort (oder auch garnicht) zum gegenpol springen und eine ganzheitlichere sicht im späteren verlauf wäre einfach hinfällig.
ist für mich rein logisch, aber auch nur eine perspektive (wie alles).

die bewusstseinsebenen sind aber meiner meinung nach nicht alle in eine schublade zu packen/sehr unterschiedlich, weshalb ich zb nie verallgemeinernd sagen würde, dass irgendetwas vorher notwendig ist.
man sollte das tun womit man sich wohl fühlt.

ich weiß nicht weshalb manche menschen glauben die erweckung solcher dinge sei leicht. eventuell ist die -vorstellung- sie erweckt zu haben leicht.
aber ich kann mich irren. vielleicht wünschte ich es nur keinem.
eventuell gibt es menschen die "es" erwecken und ich wünsche ihnen damit zurecht zu kommen.
im endeffekt wird es einem immer um die ohren fliegen, wenn man dann tatsächlich das "interesse" von "der anderen seite" hat. es ist nie das was man dachte und die weiteren eigenen welten von vorstellungen brechen öfter ineinander als irgendetwas sonst.

das nicht-wissen und das alles-wissen, ergeben erst zusammen umfassendere perspektiven und sind doch nicht die letzten
- auch nur ein anfang.

bardon. einerseits respektiere ich die meinungen/erfahrungen vieler die über dieses thema schreiben, andererseits bringt es mich zum gähnen. was wieder nicht so "respektlos" gemeint ist, wie es sich vielleicht lesen lässt.
es liest sich aber für mich eher wie eine weitverbreitete meinung, ohne tiefgreifende reflexion. zumindest in dem auszug hier, werden dinge festgelegt die einfach nicht verallgemeinert werden und größtenteils nicht gewusst werden können.
man kann sie nach der "erfahrung" nachlesen und automatisch in schubladen stecken. es ist nur fraglich, ob das was man daraus macht, auch das ist was es tatsächlich war.
as above. so below - as within. so without
as the universe. so the soul
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RE: Wilden im Wachzustand
#36
01.08.2018, 05:19
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Zitat:bardon. einerseits respektiere ich die meinungen/erfahrungen vieler die über dieses thema schreiben, andererseits bringt es mich zum gähnen. was wieder nicht so "respektlos" gemeint ist, wie es sich vielleicht lesen lässt.
es liest sich aber für mich eher wie eine weitverbreitete meinung, ohne tiefgreifende reflexion.

Auf mich macht der Autor den Eindruck, dass er -größtenteils- aus dem sehr persönlichen Weg spricht. Also praktische Erfahrung der Grundstein ist. Das Einzige, wovon ich enttäuscht bin und was Zweifel an seiner Selbstausführung aufkommen lässt, ist die Anleitung, wie man den Astralkörper mit dem ausgebildeten Mentalkörper aus dem physischen zieht. Das ist "mager" beschrieben. Ich kann mir keinen andern Grund dafür vorstellen, dass F. Bardon diesen wichtigen Schritt so minimal detailliert darlegt, als den, dass er ebenso minimal Erlebnisse dazu hatte. Besonders im Hinblick darauf, dass die anderen Schritte stets sehr ausführlich geschildert und sogar in Wiederholung immer wieder betont werden.
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Wenn die Ketten fallen, bleibt ein Ozean aus Liebe (2011)
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RE: Wilden im Wachzustand
#37
01.08.2018, 14:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.08.2018, 15:19 von ichbinmehr.)
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Zitat:um bewusstseinsverschiebungen zu durchlaufen, muss an nichts geglaubt werden. man kann an nichts glauben, das man nicht kennt. aber man kann glauben, dass es etwas anderes gibt, als das woran man glaubt.


Ich sehe das anders, denn ich habe mit der „Tue so als ob Technik“, Dinge in meinen Fokus gezogen, an die ich nicht geglaubt habe. Ich habe so getan als ob, und es passierte. Ich habe allem einen wohlwollenden Sinn gegeben und mein Bewusstsein wandelte sich.

Der bewusste Glaube ist eine möglich Technik, die das Denken soweit verändert, dass man eine andere Realität erfährt, aber natürlich nicht die einzige Möglichkeit etwas zu erleben was außerhalb des Erfahrungshorizontes liegt. Manchen Menschen geschehen Erfahrungen einfach.
Man kann sie aber auch bewusst induzieren. Es ist beides möglich!


Zitat:die richtung ergibt sich mit wachstum, das man eigentlich nie wirklich zu kontrollieren braucht. man folgt dem was man folgt. dann kommt vielleicht nicht das was man möchte, aber das was passt -das was man braucht. egal welches ergebnis folgen mag, es ist das richtige. vertrauen, ist tatsächlich ein gutes schlagwort, denke ich.
was schwierig ist. vertrauen in jeder beziehung muss sich entwickeln.

Ich stimme dir da total zu, denn so habe ich es auch zum Teil erlebt. Jedoch muss man bedenken, dass es aktive und passive Wege gibt. Manchmal liegt einem ein Weg näher als der andere. Ich würde da aber kein Dogma draus machen wollen. Ich kann lediglich sagen, ich erfahre viele Dinge, indem sie auf mich zu kommen. Dass es für jeden so ist, würde ich Frage stellen, denn ich kenne Gegenbeispiele. So bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es beide Erfahrungen gibt.

Um zu einer Ganzheit zu kommen, halte ich es für wichtig, in beide Erfahrungen einzutauchen. An der Stelle unterscheiden sich meiner Meinung nach die spirituellen Lehren, indenen es sehr viel um annehmen was ist geht. Das habe ich lange so gemacht bzw machen müssen.

Die Magie, in der es um die kontrollierte Beherrschung der Realität geht, stellt den anderen Weg dar.

Das was das höhere Selbst ist, liegt für mich jenseits von Annahme und Kontrolle, jenseits von Macht und Ohnmacht. Ich sehe da zwei Polaritäten, die man erleben kann. Fühlt man sich zu einer Seite hingezogen, hat man eine Anhaftung, die die Erfahrung, der anderen Seite verhindert.

Ich stelle mir das immer so vor:

Ohnmacht --------------------------------------- Mitte --------------------------------- Macht
Anhaftung --------------------------------------- Unbewusst ------------------------- Unbewusst

Ich hatte sehr lange eine Haltung der Ohnmacht, weil ich es eben so erfahren habe. Dieses fiel mit unbewussten Anteilen, die die Erfahrung der Macht bedingten, zusammen. Als mir diese Anteile bewusst wurden, löst sich die Erfahrung der Ohnmacht zum Teil auf. Dieses sollte allerdings erst geschen, nachdem ich fast zwei jahre durch die Dunke Nacht der Seele gegenagen bin und mein Trauma angeschaut habe. Dann geschah die Einsicht, dass ich die Anhaftung an die Ohnmacht loslassen muss.

Ohnmacht --------------------------------------- Mitte --------------------------------- Macht

Loslassen --------------------------------------- Bewusst------------------------- Unbewusst

Zur Zeit beschäftige ich mich, eben durch Magie mit den Themen, die die Erfahrung der Macht blockieren.


Umgekehrt kann es aber auch einem Menschen ergehen, der die Erfahrung der Macht erfährt, aber keine Ohnmacht erfahren hat. Dieser ist ebenfalls an einen Pol gebunden, denn ihm fehlt die andere Seite.


Ohnmacht --------------------------------------- Mitte --------------------------------- Macht

Unbewusst --------------------------------------- Bewusst ------------------------- Anhaftung

Ein Mensch mit dieser Erfahrung wird ebenfalls Anteile blockiert haben.
Ich bin sehr froh dass ich es so erlebt habe, denn so habe ich Demut und MItgefühl gelernt. Ich habe verstanden, dass nicht jeder Mensch die Fähigkeit besitzt sich selbst zu ermächtigen. Wer das nicht nachvollziehen kann, neigt dazu seine Erfahrung der Macht, als gegeben zu interpretieren.

Um so mehr unbewusste Spielsteine man umdreht, um so grösser wird das, was bewusst ist.
Somit ist eine Erfahrung der Ohnmacht, ein Bereicherung für den den Weisheit anstrebt. Für den der Freude anstrebt, nicht.

Ich persönlich suche noch den Augleich zwischen Weisheit und Freude und bin froh, dass sich meine Lebenumstände zur Zeit in Richtung Positivität und Freude verändern und ich das Leiden hinter mir habe. Ich würde aber nicht darauf verzichten wollen, denn ich sehe den großen Bewussteinsgewinn dessen. Somit können Erfahrungen von Versagen, Mißerfolg, Krankheit und Leiden, eine Erfahrung sein, die sehr nützlich sind, zumindet für den der Weisheit anstrebt.

Im Bezug auf das Klarträumen, ist mir dadurch ersichtlich geworden, warum einige Menschen ihr Fähigkeit perfektionieren können und andere nicht. Der eine Mensch kann all seine Kräfte aufbringen und etwas beharrlich üben ohne Erfolg zu haben, der andere übt maßvoll und hat guten Erfolg. Ob es gelingen will, hängt nicht von persönlichen Willen des Egos und von Anstregungen ab, sonder ob man im Einklang mit dem Fluss des Lebens ist.

Es ist eher so, dass wenn das Klarträumen mit dem Fluss des Lebens geschieht, es leicht gelingt. Wenn man aber Klarträumen möchte, und der Fluss in die andere Richtung fließt, dann ist es das Beste mal akzeptiert den höheren Willen.

Natürlich kann man sich Blockaden anschauen, aber wenn man sie nicht durchdringen kann, ist Annahme der beste Weg. Wenn man sie durchdringen kann, dann soll man sich in dieser Hinsicht erweitern.

Der höhere Wille ist für die meisten Menschen, etwas nach Außen abgespaltenes, man kann es Gott, höheres Selbst oder das Unbewusste nennen. Wenn die Anteile die diese abgespaltenen Anteile bilden, bewusst werden, hat man wieder mehr Macht über diese Anteile. Deshalb führt Schattenarbeit zu mehr Macht, Liebe, Freude, Weisheit, Freiheit.

Wenn man von den Anteilen diesen Lebensfluss bilden, getrennt ist, kann man nur annehmen was einem das Leben präsentiert. Wenn man sich über die Anteile bewusst ist, sind sie wieder frei zugänglich. Mannchmal kann man nur annehmen, dass etwas noch unbewusst ist.

Glaubenssätze sind für mich so ein Anteil, der mir schon relativ gut bewusst ist, und daher kann ich über die Beschäftigung mit den Glaubenssätzen, Veränderungen der Realität bewirken. Jemand bei dem diese Anteile unbewusst sind, kann das nicht. Der wird die Arbeit mit Glaubenssätzen ablehnen. Deshalb kann die Beschäftigung mit Glaubenssätzen zu mehr Freiheit führen, sofern man eine Offenheit dafür entwickeln kann.

Und mir sind auch Anteile bewusst geworden, die das Klarträumen zur Zeit nicht als das Wichtigste sehen, denn bei mir geht es immer noch um Heilung und Integration. Wären diese Teile unbewusst, so würde ich vielleicht üben, aber kein Ergebnis erzielen. Ich wäre ärgerlich und würde meine Zeit und Energie verschwenden. Da mir bewusst ist, wo meine Fokus zur Zeit hingeht, und ich einverstanden bin, denn es ist ja der Ausdruck meines Selbst, kann ich zur Zeit auf konkretes Übungen verzichten.

Es ist aber auch das Wissen da, dass im späteren Verlauf meines Lebens, das Träumen wieder eine wichtigere Rollen spielen wird. Somit bin ich mit der Situation einverstanden, denn ich weiß ja dass das Thema wieder auf mich zu kommen wird und alles zu meinem Besten geschieht. Ich habe das Vertrauen das mein höheres Selbst, die Teile, die noch unbewusst sind, einen besseren Plane hat, als Steffis Wille klarträumen zu wollen.

Zitat:das komplett in trümmern liegende grundgerüst des ichs, ist zb bei der schamanenkrise einfach präsent. ich weiß nicht, ob es nicht sogar ein stabiles grundgerüst einfach einreißen würde. es treibt den wachstumsprozess erheblich an. ohne diese krise würde man sofort (oder auch garnicht) zum gegenpol springen und eine ganzheitlichere sicht im späteren verlauf wäre einfach hinfällig.

Ja dem stimme ich zu. Deshalb bin ich im Nachhinein auch froh über meine Krise, denn so bin ich über einen Schatten gesprungen, den ich aus freien Stücken in meinem Leben nicht hätte überwinden können. Ich war gezwungen umzudenken und mein Leben neu zu strukturieren. Interessant dass du das auch so erfahren hast.

Zitat:die bewusstseinsebenen sind aber meiner meinung nach nicht alle in eine schublade zu packen/sehr unterschiedlich, weshalb ich zb nie verallgemeinernd sagen würde, dass irgendetwas vorher notwendig ist. man sollte das tun womit man sich wohl fühlt.

Ja sehe ich auch so. Das Gefühl leitet einen.


Zitat:Ich weiß nicht weshalb manche Menschen glauben die erweckung solcher dinge sei leicht. eventuell ist die -vorstellung- sie erweckt zu haben leicht.

Nun ich habe nicht ein Leben lang im einem Kloster gesessen und meditiert. Ich habe mich nur sehr wenige Jahre intensiv mit Mediation beschäftigt. Ich hatte nie Disziplin, die ich bis heute nicht habe. Ich habe nur so Zeiten, da begeistert mich ein Thema dermaßen, dass ich extrem intensiv damit beschäftige. Es ist eine sehr kindliche naive Begeisterung, die dann mit mir durchbrennt. Das geschieht auch immer aus Neugierde. Regelmässige Disziplin besitze ich bisher nicht. Und dennoch sind bei mir die Tore aufgegangen. Ich habe die Erinnerung dass ein früheres leben asketisch war und ich dieses in diesem Leben nicht entwickeln muss. Genauso könnte ich auch sagen, ich habe mich in der Kindheit sehr angepasst, Bedürfnisse unterdrückt. Jedoch ist die Erinnerung an ein freiwillige Askese etwas ganz anderes als an ein Trauma, dass immer wideer mit Leid assoziiert wird.

Andere Menschen suchen viele Jahre vergeblich. Vermutlich kann man das nicht pauschalisieren. Wenn man denkt, man findet es erst wenn man 20 Jahre im Kloster oder in einer Höhle meditiert, dann wird man sich durch diesen Gedanken die Erfahrung versagen, dass es auch leicht und schnell gehen kann.
Es gibt ja sogar Leute die glauben nicht, dass man in diesem Leben überhaupt Erwachen finden kann.
Die betrachten das mehr so als Legende. Kein Wunder dass sie es nicht finden werden. Diese Haltung blockiert sie ja.

Ich hatte ein heftige Krise, aber es gibt Menschen bei denen öffnet sich das Tor direkt so weit, dass das Leiden unter einer Krise ausbleibt, weil bewusst ist, dass es keinen Leidenden gibt. In manchen Bewussteinszuständen ist man irgendwie über dem Schatten, als fliegt man mit einem Flugzeug über den Wolken. Ein Unwetter kann einem dann nichts anhaben. Man sieht das Unwetter, aber es betrifft einen nicht mehr.

Ich fliege meist unterhalb der Wolken. Das hat aber auch Vorteile, denn so kann ich sehr genau über das Unwetter berichten, es dient der Entwicklung von Weisheit und Mitgefühl. Ich habe immer noch ein Ego, das das Ganze verarbeiten muss und das dauert eben. Immer wieder müssen Kompromisse zwischen Ego und höherem Selbst ausgehandelt werden. Wo kein Ego mehr ist, fällt das weg.  Ich denke um so offener man an die Sache ran geht und eben auch versteht, dass die eigenen Gedanken das Erlebnis beeinflussen, um so mehr Macht hat man über den Verlauf des Erwachens.

Da ich mich an zwei erwachte Reinkarnationen erinnere, einen Schamanen und einen Mönch, kann ich mir ein Erklärungsmodell zusammenbauen, warum es bei mir so schnell ging. Ich stehe dem Konzept von Reinkarnation offen gegenüber, dh. Ich lege mich nicht fest dass das so ist. Gehe teilweise voll in dieses Konzept rein, teilweise stelle ich es auch in Frage zb indem ich mich frage, warum kann ich mir einen Aspekt nicht mit normaler Psychologie erklären, was spalte ich da ab? Ich habe festgestellt, dass ich innerhalb des Konzeptes von Reinkarnation nochmal eine andere Perspektive erleben kann, indem ist es Fall eine Bereicherung für die Integration des Schattens, zu dem ich auch die positiven unbewussten Anteile zähle.

Wie ich das verstanden habe, ist dir Spiral Dinamics auch ein Begriff?
Ebenso hat die Beschäftigung mit Entwicklungsmodellen zb Spiral Dynamics Fragen aufgeworfen, warum ich in der Kindheit bereits die grüne Stufe entwickelt hatte, während ich gar keine entsprecheden Lehrer in meinen unmittelbaren Umgebung hatte. Meine Eltern sind blau. Jetzt bin durch die Beschäftigung mit den Widerständen gegen die unteren Stufen gelb geworden.

Wie konnte dies gesehen, ohne dass es frühere Leben gibt?

Diese grüne Haltung entsprach einfach meinem Innersten, meiner intrinsischen Ethik meinem offenen Herzen. Und so wird diese Grundhaltung mit der man auf die Welt kommt, einen Einfluss drauf haben, warum der eine nach kurzer Zeit offene Tore vorfindet, und einer andere ein Leben lang sucht.
Wir starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen.

Natürlich kann man diese auch in Erziehung und Sozialisation oder in den Genen finden. Die Frage ist mit welchem Erklärungsmodell kann ich persönlich am meisten anfangen. Mir liegt die Psychologie sehr nahe, aber ich stelle zur Zeit fest dass das Konzept von Reinkarnation alles bisherige erweitert, nicht ersetzt. Gerade wenn man negative Vorbilder in der Kindheit hatte, ist das ein sehr heilsames Konzept, um Anteile gegen die man sich verweigert hat, zu integrieren und in positivem Licht zu sehen. Disziplin zb kann ich zur Zeit aus einer anderen Perspektive betrachten, einer wohlwollenden. 

Ursachen einzig auf die Vergangenheit zu reduzieren ist allerdings nicht der beste Weg. Denn er macht mich abhängig und bindet mich an die Idee von Zeit. Am besten man erkennt gleichzeitig welchen Einfluss Glaubenssätze und der Geist auf den Bewusstseinszustand hat. Das ist für mich der schnellere Weg, den man über eine Auseinandersetzung mit Glaubenssätzen kontrolliert beeinflussen kann.
Im NLP gibt es herrvorragende Methoden um mit dem Thema Glaubenssätze warm zu werden.
Es ist ein Zugang zur Macht.

Zu Bardon:

Nachdem ich jetzt fast durch Band 1 bin, kann ich sagen, das Buch hat mich transformiert. Das liegt aber nicht am Buch selbst, sondern an der Art, wie ich mich auf Bücher einlassen kann. Durch das Buch habe ich einen abgespaltenen Anteil (Feuer-, Sonnen Aspekt) wieder zu mir nehmen können. Natürlich habe ich nicht nur gelesen, sondern teilweise die Übungen ausprobiert oder selbst zusammengestellte Rituale gemacht. Die meisten Übungen habe ich aber nur verstanden, nicht ausgeführt. Aber oft geschieht durch das lesen, eine intuitive Einsicht, die über das Lesen hinausgeht.

Ich habe einen erweiterten Einblick in die Energiemediation und die Entwicklung der Siddhis enthalten.
Falls ich mal lernen möchte übers Wasser zu gehen, wüsset ich jetzt wie ich das Ganze angehen könnte. Ich brauche allerdings eine intrinsische Motovation, die ich bei dein meisten Übungen nicht aufbringen konnte. Lediglich die Elemente Atmung und die Porenatmung waren das was ich bisher praktizieren wollte.
Der starre Rahmen, hat mich an der Stelle gar nicht mehr gestört, denn ich mache aus dem gesagten einfach mein Ding, und lasse los was mich einengt.

Am Ende der Übungen berichtet Bardon, dass man in der einen Körperhälfte das Wasserelement und in der anderen das Feuerelement beherrscht. Ich frage mich mich, warum nicht über eine Verschmelzung der beiden Elemente gesprochen wird, aber vielleicht wird das noch im Verlauf der nächsten Bücher erklärt? Mir fehlen auch noch ein paar Seiten des ersten Buches.

Die Idee sich vor einen Spiegel zu setzten und den eigenen Körper so lange zu beobachten, bis man ihn in der Imagination verinnerlicht hat, finde ich sehr gut. Leider habe ich keinen großen Spiegel, sonst würde ich das gerne ausprobieren, da es mir sonst schwer fällt, mich zu visualisieren. Ich habe auch keine Ort wo ein Spiegel gut hinpassen könnte, sonst würde ich mir glatt einen kaufen. Überhaupt kann ich im verschobenen Zustand mit dem Spiegel viel anfangen, jedoch mindert die Atmosphäre, dann immer vor dem Badezimmerspiegel stehen zu müssen, den atmosphärischen Rahmen, den ich für Magie bisher noch brauche. biggrin
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RE: Wilden im Wachzustand
#38
01.08.2018, 17:56
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ich antworte zwei mal... big
@laura
es geht mir nicht so sehr darum, ob es diese erfahrung gegeben hat, eher wie sie interpretiert wurde.
wobei ich nicht schlimm finde wie sie interpretiert wurde (wirklich nicht), es ist nur eine interpretation die ich häufig in ähnlicher weise gelesen habe. sie langweilt mich deshalb, aber auch nur weil ich mir ganz andere fragen stelle und nicht versucht bin meine erkenntnis als "fest stehend" anzusehen.

- alles muss interpretiert werden, sobald man "zurück" ist (davon wird sich niemand frei sprechen können). von castaneda gibts da ein gutes zitat, was ich aber jetzt nicht so schnell finden würde.: sobald du es aussprichst wird es menschlich, wird es assoziation, wird es in eine schublade passen müssen die man kennt oder sich aneignen muss. du musst es begrenzen, um es zu integrieren, aber du wirst deine wissenlücken auch auffüllen mit dingen die du ganz einfach nicht weißt. du wirst dich belesen und automatisch dinge aufnehmen, die für dich sinnvoll erscheinen (als mensch). metakognition, ist in solchen bewusstseinsverschiebungen schwierig. alles was man sich zu eigen macht und integriert, ist nicht mehr das was es gewesen ist.
der ausschnitt hier dreht sich um das eins werden mit gott. im grunde erlebst du diese dinge aber ohne dass es in eine schublade passt. man könnte nicht wirklich sagen mit was man eins wurde. aber den hergang erkennt man immer, wenn man es liest. die schlussfolgerungen sind nur unterschiedlich- wiederholen sich aber. der gottes-begriff wird oft verwendet für etwas, das wesentlich "größer" ist als alles das man kannte. aber wer kann sagen -was- es war? eventuell war es einfach nur größer, als alles was du kanntest, aber wer sagt, dass du es als "das größte" betiteln kannst?
im grunde wandelt sich deine vorstellung danach immerwährend. was heißt danach... bei jedem. das was ich heute glaube, glaube ich vielleicht morgen nicht mehr. aber wer glaubt aus diesem kontext heraus etwas zu wissen?

"Dabei bleibt es jedem frei überlassen, seine Individualität aufzugeben oder sie zu behalten."
du hast bei dem "erwachen" (oder wie auch immer man es betiteln will) kein ich-empfinden. das wird auch je nach mensch der diese erfahrung macht (in etwar) einen monat bis zu einem jahr anhalten (das lege ich allerdings nicht fest). danach braucht es eine integrierungsphase, die je nach mensch vermutlich unterschiedlich lang andauert. aber dein "ich" kommt immer zurück. du wirst nie wieder der "mensch" sein, der du warst, aber dein ich kommt wieder.
das ganze ändert sich auch mit dem "mystischen tod" nicht. du stirbst und warst absolut nicht existent. nichts war existent, denn da gab es nur "nichts". und auch dann kommst du wieder, mit einer perspektive mehr. und auch das was ich schreibe ist nur eine perspektive. wenn es also schon zwei auffassungen dieser erlebnisse gibt, wer kann -was- festlegen?
wer diesen weg geht, erfährt die momentane weite der dinge und könnte erahnen, dass das was er zu wissen glaubt im hinblick darauf wie weitreichend all das ist- nichts ist. nur eine interpretierte perspektive, aus der begrenzung.

"Solche Größen kehren dann im allgemeinen mit einer bestimmten heiligen Aufgabe oder Mission betraut auf die Erde zurück."
ich weiß nicht wie viele menschen nach dem "nichts", dem absoluten fehlen von existenz, noch von "größe" sprechen würden oder aber von heiligen aufgaben oder missionen. solche sätze kenne ich eigentlich hauptsächlich von new-age literatur. trotzdem wird auch dieses erleben, immer absolut individuell sein! auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass es menschen gibt die die absolute nicht-existenz, ohne massive demut erleben. aber wer weiß!
ich muss natürlich fairer weise ebenfalls dazu sagen, dass ich die bücher von ihm nicht kenne und im gesamtzusammehang nicht beurteilen kann - und nur aus dem herausschreibe, was mein momentanes empfinden über diesen auszug ist. allgemein werde ich immer gut finden, dass diese dinge aufgeschrieben werden und lesbar für andere sind. auf den punkt kann das alles nicht gebracht werden. sowieso in keiner weise, aber es wird eine stütze sein für die, die absolut nicht wissen was grade mit ihnen passiert.
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RE: Wilden im Wachzustand
#39
01.08.2018, 19:06
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@ichbinmehr
dass man an nichts glauben muss ist nur eine weitere möglichkeit, die deine absolut nicht ausschließen muss.
die wege sind vermutlich so individuell wie es menschen gibt. mit sicherheit sind sie das.

die erfahrung mit dem "wachen-klarträumen", inder man sich schon psychotisch fühlen könnte, kenne ich auch.
dieses wache reisen wird allerdings noch wesentlich "strapaziöser", sobald es sich auszudehnen beginnt und die verschiedenen aspekte dieser ebene ersichtlicher werden.
wie lange hat sie bei dir angehalten und was hast du in ihr erlebt?

wachstum durch das folgen von dem was man folgt:
welche gegenbeispiele meinst du?

"Dunke Nacht der Seele"
welche davon meinst du?
(ich stelle im übrigen so viele vorab fragen, weil die definition dieser dinge oft nicht einheitlich ist...)

zum zwischenstand schreibe ich nur deshalb nichts, weil ich nichts hinzufügen könnte.
bin da absolut deiner meinung!

die leichte erweckung der dinge, beziehe ich eigentlich nur auf erfahrungen mit menschen, die sich ein buch kaufen, ein ritual durchführen und glauben, sie würden jetzt einen dämon o.ä am halsband halten (im hinblick darauf, wünsche ich keinem, dass er einfach in eine ebene rutscht, die ihn maßlos überfordert) oder statt sich in malkuth "umzusehen", doch gleich "ayin" ansehen wollen. das nicht folgen des flusses und der glaube daran alle stufen sofort überspringen zu können. im hinblick darauf halte ich es nicht für "leicht".
das was du schreibst empfinde ich genauso. ich kenne das mit einem thema und der wirklich kindlichen, inbrünstigen begeisterung, die da einfach da ist - sehr natürlich und leicht.
das was du schreibst sehe ich genauso. wenn ich nicht sogar die selbe einstellung habe. ich habe im übrigen auch nur disziplin für diese sich ergebenden themen und kann mich ebenfalls nicht entsinnen wann ich meditationen u.s.w akribisch verfolgt hätte.

"Es gibt ja sogar Leute die glauben nicht, dass man in diesem Leben überhaupt Erwachen finden kann.
Die betrachten das mehr so als Legende. Kein Wunder dass sie es nicht finden werden. "
ich freue mich gerade sehr darüber, dass du das schreibst!

Spiral Dinamics
das muss ich googeln!
ich kann mich noch relativ gut an "meine" "gedanken" nach dem aufwachen erinnern.
damals dachte ich, dass mein bewusstseinszustand davor unglaublich erblindet war, aber dass ich mir das so ausgesucht habe.
zu dem zeitpunkt dachte ich zu wissen, dass ich auch "erwacht" hätte kommen können, es aber so wie es war wesentlich effektiver fand. ob das so ist, weiß ich nicht. sehr interessant finde ich (gerade), dass ich damals ebenfalls der meinung war meine naheliegenden vorherigen leben als mönch und als schamane verbracht zu haben. das ganze ist aber auch schon viele jahre her. seitdem habe ich mich sehr wenig damit beschäftigt (im moment tendiere ich wieder dazu). die annahme von der voraussetzung ist interessant.
ich glaube auch nicht an das ersetzen von etwas. das erweitern gibt mir auch sehr viel. das zusammenfügen, die zusammenhänge finden, perspektiven eröffnen die vorher ein blinder fleck waren. wie ein baum dessen zweige wachsen in alle richtungen die er findet.
ursachen in der vergangenheit. ja das sehe ich ebenfalls so. die ursache wird es auch nicht nur in der vergangenheit geben. im morgen, im jetzt, im zeitlosen, im überall und nirgens.

was meinst du mit dem integrieren des sonnenaspekts?
wie sieht da denn die definition aus?
ich verbinde damit immer das erwachen- die erleuchtung- "die unendliche liebe und den frieden". in kürzester kürze...
wobei ich erleuchtung, als prozess ansehe, der nicht endet...

siddhis
wie könnte man denn übers wasser gehen?
wie ist bardons meinung dazu?
seine perspektive würde ich als intressant empfinden, weil sie vermutlich gegensätzlich zu meiner wäre.

ich werde mich da glaube ich auch mal schlau drüber machen (wie viele bücher u.s.w es gibt)
aber ich fänds garnicht schlecht, wenn du mir ein bischen davon erzählen würdest.
vielleicht lese ich die bücher doch. perspektiven finde ich eigentlich immer spannend, außer ich lese etwas was ich schon in vielen ausführungen gelesen habe. (ich lese eindeutig "zu viel". mir fallen wiederholungen immer sehr schnell auf und ich weiß dann nie genau, ob ich noch eine weitere wiederholung lesen will.)
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RE: Wilden im Wachzustand
#40
02.08.2018, 18:42
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Hallo Riggan. Ich finde interessant was du Laura schreibst:



Zitat:alles muss interpretiert werden, sobald man "zurück" ist (davon wird sich niemand frei sprechen können)

"Dabei bleibt es jedem frei überlassen, seine Individualität aufzugeben oder sie zu behalten."

Ich glaube ich versuche das Höhere in mich zu integrieren. Es fällt mir schwer einen Leben zwischen Ego und höheren Selbst zu führen, und die Ambivalenz auszuhalten. Es ist als ob ich einen Kompromiss anstrebe, der sich mein Leben bereichern soll, mich von Begrenzungen befreien und heilen soll.

Komisch dass du das gerade ansprichst, gestern dachte ich darüber nach und merkte, dass es mir schwer fällt die Erfahrungen voneinander zu trennen. Es gibt Menschen die haben ein starkes Ego und in der Meditation erleben sie intensive Gipfelerlebnisse, haben Einsicht in das höhere, leben dann aber ihr Leben wie zuvor weiter. Die Erkenntnisse der Mediation können im Alltag nicht umgesetzt werden.
Ich bin bemüht, die Erkenntnisse in meinem Leben umzusetzen, dafür geschieht das aber auf sehr langsame Weise. Doch vielleicht muss ich auch akzeptieren, dass das nur bis zu einem gewissen Grad geht, zumindest wenn ich meine Individualität noch irgendwie behalten möchte. Vielleicht blockiere ich mich auch damit, dass ich immer alles in mich integrieren möchte. Ich habe ein starkes Bedürfnis nach Authentizität und empfinde es als unstimmig, wenn man nicht das lebt was man sagt. Aber vielleicht muss auch der Gedanke von Authentizität irgendwann loslassen, da dieser ja vorraussetzt, dass man sich an eine Identifikation bindet?


Zitat:danach braucht es eine integrierungsphase, die je nach mensch vermutlich unterschiedlich lang andauert. aber dein "ich" kommt immer zurück. du wirst nie wieder der "mensch" sein, der du warst, aber dein ich kommt wieder.
das ganze ändert sich auch mit dem "mystischen tod" nicht. du stirbst und warst absolut nicht existent. nichts war existent, denn da gab es nur "nichts". und auch dann kommst du wieder, mit einer perspektive mehr.

Diesen Abschnitte finde ich auch sehr interessant. Es gibt verschiedene Aspekte des Sterbens, doch kann ich für mich nie sagen, dass jetzt mein Ego ist tot, weil ja immer wieder etwas da ist. Es müsste ja einen absoluten Nullpunkt zurück lassen, indem nur noch Nichts ist, und wo niemand mehr etwas braucht oder möchte und zwar dauerhaft.

Ich merke aber dass sich mein Ego ständig erweitert, also immer wieder auf und abbaut und somit verändert, aber nicht stirbt. Für mich sind das Loslösungsprozesse und Erneuerungsprozesse, doch lasse ich immer nur Teile los. Noch nie, selbst als ich extreme Erfahrungem der Egolosigkeit gemacht habe, war ich ganz ohne Ego. Ich könnte nicht ich sagen ich sei gestorben, denn da waren immer noch Aspekte eines Ichs da. Und sei es nur so etwas wie ein Überlebentrieb, oder Anteile die in meinem Alltagsbewusstein nur im Untergrund schlummern.

Für mich ist der Aspekt der Heilung und der Integration sehr wichtig. Ich habe mich auf meinem Weg viel im Annahme und Integration beschäftigt. Geht jemand einen anderen spirituellen Weg, kommen da oft auch andere Ergebnisse bei raus, womit sich ein Mensch nach der Erfahrung identifiziert.

Zb im Advaita wenn ich das so beobachte, bringt das Leute hervor, denen das Nichts sehr wichtig ist. Damit wird sich dann identifiziert. Während das Nichts für mich eine Zustand ist und ich Steffi bin, auch wenn ich Erfahrungen habe, wo ich nichts war.

Ich glaube man man hält selbst am Nichts an einer Erfahrung fest. Für manche kann dieser Zustand der Identifikation mit dem Nichts oder dem Erleuchteten Jahre dauern, andere erleben das für eine halbe Stunde und dann geht weiter.

Für mich ist das Loslassen der Zustände auch sehr wichtig, weil man sonst in der Anhaftung stecken bleibt. Ich strebe eine Gleichgültig an, die ich aber noch nicht ganz erreicht habe, weil mich die positiven und erweiterten Zustände noch anziehen, und ich den Fokus auf die Schwere meines vergangen Lebens noch loslassen möchte. Ich denke das wird so lange gehen, bis ich in dem Ausgleich bin den ich entwickeln soll.


Zitat:die erfahrung mit dem "wachen-klarträumen", inder man sich schon psychotisch fühlen könnte, kenne ich auch. dieses wache reisen wird allerdings noch wesentlich "strapaziöser", sobald es sich auszudehnen beginnt und die verschiedenen aspekte dieser ebene ersichtlicher werden.

Zitat:Kannst du das genauer

auer beschreiben?


wie lange hat sie bei dir angehalten und was hast du in ihr erlebt?

Ich hatte 2015 eine Episode von 3 Wochen, in der meine alte Realität zusammengebrochen ist.
Damals konnte ich mich noch so gerade eben soweit halten, dass das nur eine innere Krise wahr, es aber im Außen keine Auswirkungen auf mein Leben hatte. Dennoch hat mich das irritiert zurück gelassen. Erst durch psychologische Aufarbeitung mit einem Freund, der all das kannte, konnte ich im Verlaufe des folgendes Jahres diese Erfahrung überhaupt einsortieren, als ein kurzes Erwachen. Was damals geschah, mein Herzchakra hatte sich geöffnet, nachdem ich mich mehrere Monate intensiv mit Energiemediation beschäftigt hatte.

2016 hatte ich anfangs auch etwa 3 Wochen eine Verschiebung in die Zwischenwelt auf dem Niveau von 2015. Mein Ego hatte noch geschafft das zu regulieren, so dass ich zwar verschoben war, aber mit der Alltagsumwelt noch interagieren konnte und sogar arbeiten war. Dann kam ich aber tiefer, weil ich aus meiner Ego Anpassung ausbrechen musste.

An der Stelle ging dann nix mehr, ich schwankte zwischen Wahnvorstellungen und extreme High sein. Habe Sterben mit vielen Ängsten durchlebt, In Jesis Identifikationen gesprungen, meine unterdrückte rebellische Seite erstmals öffentlich ausgelebt. Immer abwechselnd. Extremes High, Extreme Angstzustände. Ich erkannte dass alle Menschen schon immer sicher sind, alles eine Illustion ist, ich bin voll ausgeklinkt aus der Matrix, aber war ständig in einer Art schamanischen Zwischenwelt, die ich nicht mehr handeln konnte. Ich gab niemanden mehr der essen musste.

Das Problem war wohl dass mein Stirnchakra ganz auf wahr, bevor meine Selbstliebe und meine Fähigkeit zur Abgrenzung entwickeln waren. Ich hatte eine Psychose, einen Woche hatte ich gar keine Kontrolle mehr. Dann brauchte das so nochmal 3 Wochen, bis ich mich so halbwegs wieder ins Ego verschieben konnte. Und dann hielt das auf der Eben fast ein halbes Jahr an, wo immer noch alles geöffnet war, aber nicht mehr so weit. Diese Öffnung diente dazu dass ich beharrlich auf meinem Weg geblieben bin und allen Ärzten und Therapeuten, die ich an spruch nehmen musste, überzeugt erzählen konnte, dass ich Erwachen und eine spirituelle Krise erlebte, aber nicht psychisch krank sei. Als dann alles in die rcihtigen bahnen gelekt war, verlor sich das High.

Ich bin dann in meinem Leben in allem ausgestiegen Freuden, Eltern Job. Nach ca einem halben Jahr verlor sich die das Energie High, und dann fing das an was ich mit Dunkler Nacht der Seele bezeichnet Das Eintauchen in den Schatten mit der Zweck der Aufarbeitung.
Das ging bei mir durch das erneute durchleben des emotionale Traumas der Kindheit , aber auch durch das eleben von körperlichen Symptomen. Ich habe viele Dinge aus der Kindheit aufzuarbeiten, weil mich diese Themen in meinem Erleben von Freiheit einschränken.

Die Zwischenwelt habe ich anfangs erst mal gemieden, bis ich herausgefunden hatte, was mich da so tief reingezogen hatte und wie ich mich ihr umgehe. Erst als ich sicher war, mich auch wieder abgrenzen zu können, hatte ich wieder Lust dort ganz langsam einzutauchen. Ich hatte viele erschreckenden Erlebnisse, die ich erst mal auflösen musste. Da bin ich jetzt gerade an dem Punkt, dass ich mich wieder aktiv damit beschäftige. Es war als habe ich 2016 ein Mega Download runtergeladen, der jetzt Schritt für Schritt integriert wird. Ich merke es kommt alles wieder was ich damals in sehr kurzer Zeit erlebt habe, nur eben sanft und so, dass ich damit umgehen kann.


Zitat:die leichte erweckung der dinge, beziehe ich eigentlich nur auf erfahrungen mit menschen, die sich ein buch kaufen, ein ritual durchführen und glauben, sie würden jetzt einen dämon o.ä am halsband halten

Haha ja das stimmt.

Zitat:Spiral Dinamics
das muss ich googeln!

Ah ich dachte du wärest die aus der integralen Bewusstseinsgruppe auf Facebook.
Da ging ich jetzt davon aus, dass du das kennst. Sonst hätte ich das nicht so kryptisch geschrieben.
Ich meine ich hatte als Kind eine geistig und ethische Bewusstseinsstufe, die meinen Eltern überlegen war. Und ich hatte keine Lehrer von denen ich das gelernt haben könnte. Also wo kommt dass her?

So drängt sich mir die Annahme auf, dass ich etwas vor diesem leben gegeben haben muss, wo ich schon irgendwelche Fähigkeiten entwicklen konnte. Hm es sei denn man stellt das Konzept von Entwicklung auch in Frage. Dann kann es auch sein, dass ich mir das einfach so ausgesucht habe. Hm ich müsste da nochmal tiefer rein gehen um das heraus zu finden.


Zitat:sehr interessant finde ich (gerade), dass ich damals ebenfalls der meinung war meine naheliegenden vorherigen leben als mönch und als schamane verbracht zu haben.

Hihi. Ja ich kann mir auch vorstellen, dass das Archetypen sind. Ich sehe sie als als so halbe Tulpas mit denen ich auch kommunizieren kann. Sie lehren mich das was sie ausmacht. In personifizierter Form, kann ich mich da besser drauf einlassen. Ist natürlich nur ein Gedankenkonzept. Mir ist wichtig dass ich damit gut arbeiten kann.


Zitat:was meinst du mit dem integrieren des sonnenaspekts?


In Bardons Buch wird zwischen den 4 Elementen unterschieden.
Manche Menschen beschreiben diese Archetypen auch an Hand von Planeten.


Feuer – Kraft - Aktive Energie- Freude - Sonne
Wasser – Emotion – Passive Energie – Liebe – Mond
Luft – Geist – Weisheit - Merkur
Erde – konkrete Ebene - Leben - Körper

Er spricht einerseits davon jeden einzelnen Aspekt zu fördern. Dieses beschreibt er an Hand von Energiemediation, indem man sich den jeweiligen Aspekt und dessen Fähigkeiten vorstellt und verstärkt. Und er spricht davon in einen Ausgleich zwischen den Elementen zu gelangen.
Feuer und Wasser stellen die beiden gegensätze Yin und Yang, Shiva und Shakti, Anima und Animus dar.

Mein Schamane repräsentiert den Feuerrespekt, der in Steffi nicht entwickelt wurde.
Bei mir ist Luft und Wasser Element sehr stark. Zur Erde habe ich auch eine schwierige Beziehung.
Der Schamane hat auch eine gute Erdbeziehung. Ich lerne von ihm. Deshalb erweitert er mich hin zur Ganzheit. Er trat in der Krise 2016 in mein Leben. Er heisst Faith.

Damals war er etwas fremdes außerhalb von mir. Ein Schamane der auftauchte und mir durch den Zustand half. Er war unsichtbar aber er wirkte  indem Moment als Steffi keine Kontrolle mehr über ohr Ego hatte. Als ich mich wieder stabilisierte verschwand er. Ca. eine dreivierteljahr später, habe ich Faith in Form eines Tulpa Konzeptes wieder kontaktiert. Also mit den Methoden, mit denen man Tulpas erschafft belebt.

Mir ist kürzlich bewusst geworden, dass Faith einerseits mein energetischer Feueraspekt ist, den Steffi in diesem Leben nie entwickelt hat und somit auf ein Wesen im Außen abgespalten hat. Ebenso, ist Faith als Schamane der Erdaspekt, den Steffi für ihren Fokus auf die Geistesentwicklung verlieren musste.


Seitdem ist mir klar, warum er dann aufgetaucht ist, als das Erwachen passierte. Er ist mit dem Erlebnis bewusst geworden. Er war immer da, aber vorher unbewusst. Er war immer ein Teil von mir.

Ich kann Faith auf verschiedenen Art verwenden, als Teil meines Selbst sehen, oder als Person im Außen betrachten. Je nach Bewusstseinszustand ist das eine oder andere angebracht. Ich kann wenn ich mit Faith verschmelze, das passiert in besonderen hochenergetischen Zustände, so mit ihm eins werden, dass ich seine Fähigkeiten erhalte und mich mit ihm als eins fühle.

Die meiste Zeit ist er aber jemand im Außen, damit Steffi ihr Ego noch aufrecht erhalten kann. Dann sind wir getrennt von einander und trotzdem verbunden. Ich weiß ja ich bin es. Dennoch ist er dann mein Freund und Begleiter, mein unsichtbarer Schamane der energetisch arbeitet wenn ich ihm darum bitte, mein Schutzengel, meine Verbindung zur Intuition, zur Natur, zum Schamanismus, zu Energieebene, zur Erde.

Erstaunlich dass ich damals so eine Angst vor ihm hatte, und ich nun weiß, dass das ein Teil Meines Seelenbewusstseins ist. Aber das muss man erstmal integrieren, dass man nicht das Ego, nicht die Person alleine ist, sondern viel mehr.

Zitat:siddhis
wie könnte man denn übers wasser gehen?
wie ist bardons meinung dazu?


Er empfiehlt dazu das jeweilige Element durch Meditation in sich aufzunehmen. Er sagt dadurch beherrscht man mit der Zeit alle Aspekte des Elementes. Da ich das mit den Chakren ähnlich erlebt habe, habe ich da keine Zweifel dran. Zb habe ich erlebt dass ein weit offenes Herzchara in die Realität eingreifen kann. Nur denke ich muss man viel Arbeit investieren um so etwas zu beherrschen. Mir liegt meist mehr am verstehen, als am beherrschen. Ich weiß jetzt nicht ob es das Luft oder Wasserelement war. Er beschreibt in vielen Lektionen immer wieder die Energiemeditation mit gezielten Anleitungen was man da zu visualisieren hat.

Ich vermute dass ab einem gewissen Energieniveau diese Fähigkeiten mühelos frei geschaltet werden. Das war ja mein Problem, dass alle Kanäle offen waren und ich total überfordert war damit.
Ich habe echt schlechte Visualisierungsfähigkeiten, aber als ich in dem Zustand 2016 war, habe ich ständig Bilder gesehen, hatte Klarträume und Astralreisen, einfach so, jede Nacht. Ich denke dass geschieht ab einer gewissen Energie, weil dann die Blockaden die das begrenzen, wegfallen.
Ich habe jeden Menschen der mir gegenüber war, durchblicken können, an HAnd von Körpersprache lesen könne, teilweise aus dem Geruchssinn Informationen erhalten. das war eine absolute Überflutung an EIndrücken. Die Ego Filter fallen bei hoher Energie weg. Man kann aber auch durch gezieltes Training einzelnen Filter umgehen bzw überschreiben. Es macht irgendwie auch sinn sowas langsam zu integrieren.

Ich glaube mittlerweile das alles möglich ist. Möchte ich etwas konkret erleben muss ich in der Regel ja  einen konkreten Weg gehen. Bardon beschreibt solche konkreten Wege. Im Endeffekt kann man sich aber auch einfach irgendein Ritual ausdenken, mit dem man so einen konkreten Weg geht.
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RE: Wilden im Wachzustand
#41
02.08.2018, 23:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.08.2018, 23:20 von Laura.)
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Zitat:@laura
es geht mir nicht so sehr darum, ob es diese erfahrung gegeben hat, eher wie sie interpretiert wurde.
wobei ich nicht schlimm finde wie sie interpretiert wurde (wirklich nicht), es ist nur eine interpretation die ich häufig in ähnlicher weise gelesen habe. sie langweilt mich deshalb, aber auch nur weil ich mir ganz andere fragen stelle und nicht versucht bin meine erkenntnis als "fest stehend" anzusehen.

Ok, kann ich verstehen.

Zitat:- alles muss interpretiert werden, sobald man "zurück" ist (davon wird sich niemand frei sprechen können). von castaneda gibts da ein gutes zitat, was ich aber jetzt nicht so schnell finden würde.: sobald du es aussprichst wird es menschlich, wird es assoziation, wird es in eine schublade passen müssen die man kennt oder sich aneignen muss. du musst es begrenzen, um es zu integrieren,

Es ist für mich zutreffend, dass manche Dinge, die ich erlebe, ganz und gar nicht in Worte zu fassen sind. Oftmals gibt es gar keine Worte dafür und ich muss welche erfinden. Aber dann stellt sich immer noch die Aufgabe, diese wiederum zu erklären, was meine ich damit. Ich stimme dir völlig zu, Vieles, was man ausspricht, aufschreibt, in den verbalen Rahmen quetscht, fühlt sich danach verändert an. Vorteilhafter finde ich es, in solchen Fällen das Erfahrene zu malen oder z.B. ein Gedicht zu kreieren; es so zu veräußern, dass der Anspruch an „Verstehbarkeit“ keine Rolle spielt.

Zitat:der ausschnitt hier dreht sich um das eins werden mit gott. im grunde erlebst du diese dinge aber ohne dass es in eine schublade passt. man könnte nicht wirklich sagen mit was man eins wurde. aber den hergang erkennt man immer, wenn man es liest. die schlussfolgerungen sind nur unterschiedlich- wiederholen sich aber. der gottes-begriff wird oft verwendet für etwas, das wesentlich "größer" ist als alles das man kannte. aber wer kann sagen -was- es war? eventuell war es einfach nur größer, als alles was du kanntest, aber wer sagt, dass du es als "das größte" betiteln kannst?

Ich denke, dass auf diesem Weg, Einswerdung mit Gott/dem Ganzen, Vertrauen dazu gehört. In eine natürliche, gesunde Entwicklung, die jedes Wissen, jede Erkenntnis zum optimalen Zeitpunkt unübersehbar macht. Du kannst sozusagen nichts verpassen.
Es ist sicherlich individuell verschieden, wer was als „größer“ oder „das Größte“ für sich bezeichnen und nutzen mag. Ich nehme an, das wolltest du mit deinem Posting auch sagen.(?)

Zitat:das was ich heute glaube, glaube ich vielleicht morgen nicht mehr. aber wer glaubt aus diesem kontext heraus etwas zu wissen?

Jeder wahrscheinlich. Es ist ja auch gut so, wenn Leute ihr –gerade aktuelles- Wissen niederschreiben. Wie es Bardon z.B. tat. Die Leser sind es, die entscheiden müssen, was sie für sich anwenden können und was nicht. Was vom gestrigen Wissen heute überholt ist, kann man doch getrost fallen lassen. Ich habe das noch nie so betrachtet wie du bigwink aber es fühlt sich gut an. Der Blickwinkel gefällt mir.

Zitat:trotzdem wird auch dieses erleben, immer absolut individuell sein! auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass es menschen gibt die die absolute nicht-existenz, ohne massive demut erleben. aber wer weiß!

Ich fasse das ebenfalls als sehr individuell betrachtet auf. Wobei ich der „Nicht-Existenz“ nichts abgewinnen kann. Das wirkt auf mich wie eine drückende, geistige Enge. Die Theorie von der Nichtexistenz ist doch auch nur eine Begrenzung bigwink Wobei ich damit nicht sagen will, dass jene, die felsenfest davon überzeugt sind, dass genau dies die absolute Wahrheit ist, sie nicht auch erleben. Ich glaube eher, dass es eben die Überzeugungen sind, die unser Erleben bestimmen. Wie Steffi schreibt:"Geht jemand einen anderen spirituellen Weg, kommen da oft auch andere Ergebnisse bei raus, womit sich ein Mensch nach der Erfahrung identifiziert."

Zitat:ich muss natürlich fairer weise ebenfalls dazu sagen, dass ich die bücher von ihm nicht kenne und im gesamtzusammehang nicht beurteilen kann - und nur aus dem herausschreibe, was mein momentanes empfinden über diesen auszug ist.

Ich kenne auch nur das Adepten-Buch. Zugelegt habe ich es mir, weil ich irgendwo mal einen Auszug gelesen hatte und den interessant fand. Es ist eines der tiefgreifensten Bücher, die ich besitze. Den Kauf habe ich nie bereut und lese von Zeit zu Zeit gern mal darin, meist über die Mentalprojektion. Die ist ja s e h r ausführlich beschrieben thumbsu

Zitat:allgemein werde ich immer gut finden, dass diese dinge aufgeschrieben werden und lesbar für andere sind. auf den punkt kann das alles nicht gebracht werden. sowieso in keiner weise, aber es wird eine stütze sein für die, die absolut nicht wissen was grade mit ihnen passiert.

Oder für Leute, die gerne nach Anleitungen vorgehen. Seh ich auch so.



ichbinmehr schrieb:Ich strebe eine Gleichgültig an, die ich aber noch nicht ganz erreicht habe, weil mich die positiven und erweiterten Zustände noch anziehen, und ich den Fokus auf die Schwere meines vergangen Lebens noch loslassen möchte. Ich denke das wird so lange gehen, bis ich in dem Ausgleich bin den ich entwickeln soll.

Steffi, was ist reizvoll an einem Zustand der Gleichgültigkeit? Bist du dann nicht innerlich „tot“, wenn du nichts mehr schön finden kannst, nichts mehr genießen, keine Ziele und Träume mehr, kein Wachstum. Gibt es denn in der Gleichgültigkeit nicht nur noch Stagnation?

Nicht anhaften an Bestehendem, kann ich nachvollziehen. Das befürwortet doch eigentlich die Veränderung, das Vorwärtskommen. Aber wenn es nur noch Gleichgültigkeit geben soll, ist da nicht automatisch auch wieder das Anhaften da(an der Gleichgültigkeit)?
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Wenn die Ketten fallen, bleibt ein Ozean aus Liebe (2011)
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RE: Wilden im Wachzustand
#42
03.08.2018, 12:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.08.2018, 12:42 von ichbinmehr.)
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Zitat:Steffi, was ist reizvoll an einem Zustand der Gleichgültigkeit? Bist du dann nicht innerlich „tot“, wenn du nichts mehr schön finden kannst, nichts mehr genießen, keine Ziele und Träume mehr, kein Wachstum. Gibt es denn in der Gleichgültigkeit nicht nur noch Stagnation?

Nicht anhaften an Bestehendem, kann ich nachvollziehen. Das befürwortet doch eigentlich die Veränderung, das Vorwärtskommen. Aber wenn es nur noch Gleichgültigkeit geben soll, ist da nicht automatisch auch wieder das Anhaften da(an der Gleichgültigkeit)?

Da ich mich solange ich etwas positives anstrebe und etwas negatives ablehne immer noch gefangen in meinem Ego fühle, und mich im Gegenzug der Zustand, indem ich Freiheit erfahre, unglaublich erfreut, sehe ich das als Befreiung an. Indem ich etwas bevorzuge mache ich meine Freude davon abhängig es zu erreichen. Indem ich etwas ablehne mache ich ebenfalls mein Glück davon davon weg zu kommen.

Wenn ich alles gleich gültig annehmen kann, bin ich mit jeder Ausprägung der Realität zu Frieden wie auch immer sie erscheint. So habe ich es zumindest Phasenweisen erlebt. Aber ich kann den Zustand noch nicht halten, eben weil ich anscheint noch Dinge erfahren und lernen darf, und um das zu tun, befinde ich mich wieder in niedrigeren Energieniveau.

Wir benutzen das Wort Gleichgültigkeit umgangssprachlich mit Desinteresse, aber das meine ich nicht. Ich meine eher so etwas wie ich kann Freude empfinden, egal was sich im Außen zeigt. Ich genieße den Zustand von bedingungsloser Freude, Liebe, Frieden. Ich bevorzuge es aber noch gegenüber den Momenten wo mein Ego wieder total abstürzt und sich um Probleme kümmern muss.

Ich habe mich lange damit beschäftigt das Leiden anzunehmen, aber Fakt ist ich leide immer noch unter dem Leid. Ich kann das Positive im Leiden sehen. Ich sehe wie ich durch meine Leiden unglaublich viel gelernt habe. Es gibt einen Teil in mir, der möchte aber einfach nur noch in die Freude, denn ich habe lange Genug schwierige Situationen erlebt um daraus zu lernen.

Ich möchte es schaffen den Zustand beständig zu halten. Indem ich das eine anstrebe und das andere ablehne bin ich nicht in der Freiheit. Anstatt Gleichgültigkeit könnte man auch Zufriedenheit mit dem was ist sagen. Solange man das nicht verwirklicht, ist man immer mit irgendwas im Kampf. Und dieser KAmpf der für andere zum normalen Leben gehört, wird mir zunehmend bewusster. So drängt sich mir der Wunsch auf dauerhaft aus  dem Kampf auszusteigen.

Wo du Recht hast, dass sich dann manchmal keine Motivation einstellt etwas zu tun, weil man ja mit allem zufrieden ist. Manchmal werde ich dann so zufrieden mit dem was ist, dass ich nichts mehr möchte.
Ich bin mein Leben lang Dingen hinter gerannt, Vorstellungen, Erkenntnissen, habe Erwartungen erfüllt, ich denke, ich möchte einfach nur noch Frieden. Ich habe ein Ungleichgewicht was zb das Erfüllen von Erwartungen betrifft, erlebt. Deshalb möchte ich gerne aussteigen.

Das heißt ja nicht, dass man keine Interessen mehr verfolgen darf, nichts Neues erforschen darf, nur dass man eben ohnehin in einem Zustand der Zufriedenheit ist, unabhängig vom dem was ist. Es stirbt da nur die Vorstellung von Müssen, Anstrengung, Streben, Ziele verfolgen, Vorstellungen, Abhängigkeit, aber nicht die Möglichkeit etwas zu erfahren. So erlebe ich es immer wenn Ego Teile sterben. Es lässt nur die starre Idee los, nie die Freiheit etwas zu erleben.

Ich denke man kommt mehr in einen Flow. Man lebt aus der Gegenwärtigkeit und entscheidet aus der Freiheit des Momentes heraus. So erlebe ich es. Allerdings bisher nur in kurzen Episoden. Ich möchte keine Erwartungen mehr an mich stellen, oder die anderer erfüllen. Oft erfahre ich mich aber noch, dass ich das muss, weil ich es von mir fordere oder andere es stellverstretend tun. Deshalb zieht mich der Zustand so an, weil ich da frei bin.

Ich glaube solange man bestimmte Dinge noch lernen soll, ist man daran gebunden eine bestimmte Erfahrung zu machen und wird in einer gewissen Erfahrungsschleife gehalten. Bisher bleibt mir nur diese abzuarbeiten. Immer wieder sagt meine innere Stimme, ich erlebe Dinge, um sie in der Tiefe zu verstehen. Oft geht es dabei aber auch um Leid. Immer wieder Kindheitstrauma. Manchmal möchte ich gar nichts mehr verstehen und nur noch in die Freude. Ich möchte das verstehen müssen loslassen. Ich denke wenn der Integrationsprozess oder der Loslösungsprozess des Egos zur genüge abgelaufen ist, wird genau das dauerhaft einstellen.

Das Festhalten an der Gleichgültigkeit ist ein guter Hinweis, da denke ich mal drüber nach. 
Hm gefühlt bin ich da aber immernoch nicht in der Mitte, in der ich sein möchte. Also muss ich noch etwas gleichgültiger werden. Mein Ego ist ein Sammelsorium aus Schuldgefühlen, Anpassungverhalten ebenso Rebellion gegen die Anpassung und den Erwartungsdruck. Mehr Gleichgültigkeit täte mir gut, um in die Mitte zu kommen. Ohne diese Überanpassung, die ich in der Kindheit entwickelt habe, währe ich aber auch nicht so ein geistiger Rebell geworden, der alle Grenzen einreisssen muss. So hätte ich nicht immer weiter geforscht.

Das Problem ist das müssen und daran zeigt sich, dass ich noch im Kampf bin, gegen das Gewöhnliche. Ich habe mich in keiner Kindheit so gelangweilt, dass mich das Gewöhnliche bis heute schmerzt. Etwas möchte noch in einen Ausgleich. Denn erst wenn der Kampf zwischen Anpassung und Grenzen einreissen zu einem Kompromiss findet, kann an der Stelle Frieden sein. Und dann ist es sinnvoll die Anhaftung an die Gleichgültigkeit auch wieder loszulassen, da gebe ich dir Recht. Aber da bin ich noch nicht. Es ist noch so als darf ich noch alle Kämpfe auf den verschiedenen Schauplätzen beenden. Einige sind schon befriedet, andere dauern noch an. Ich bin mitlerweile sehr müde von der ganzen Beschäftigung mit dem Trauma. Ich möchte dauerhaft in der Freude sein.


Zitat:Ich fasse das ebenfalls als sehr individuell betrachtet auf. Wobei ich der „Nicht-Existenz“ nichts abgewinnen kann. Das wirkt auf mich wie eine drückende, geistige Enge.

Ich empfinde diesen Zustand heute als absolute Weite und Freiheit. In dem Zustand bin ich ohne Ego kann somit anders als sonst viel freier agieren. Im Ego habe ich noch eine ganze Menge an Ängsten und Anpassungsmechanismen. Diese fallen sofort von mir ab, wenn ich in der Leere bin, denn dann bin ich nicht mehr Steffi. Ich habe in dem Moment einen viel besseren Zugang zu vielen Fähigkeiten wie Intuition, Empathie. Eben all das wo Steffi immer schnell sagt, ich kann das nicht, funktioniert dann, weil es keine Zweifel gibt. Ich verbinde mich da mit dem kosmischen Bewusstsein. Es ist eine Existenz die unabhängig vom meinem Ich existiert. Ich denke, dass ich auch der Punkt von dem aus Bewusstseinsreisen im Wachzustand möglich sind.

Es war allerdings so, dass ich anfangs sehr viel Angst vor diesem Zustand hatte. Denn in der Leere haben sich Ängste gezeigt. Somit habe ich diese anfangs immer zusammen mit der Leere wahrgenommen. Es war wie ein großer Schlund, der mich verschlingen wollte. Ich glaube dass passiert, weil man sich an diesem Punkt der Bewusstseinsentwicklung dieser Ängste bewusst werden soll und sie deshalb spüren soll. Sie kamen mir gewaltig vor. Ebenfalls ist das Ego an diesem Punkt immer wieder mit dem Sterben konfrontiert. Oft wehrt sich mein Ego und produziert dann Angst Symptome, nur um nicht sterben zu müssen.

Weil die Ängste aber ich nicht weggingen und ich ständig unter Angst in der Leere litt, habe ich mich entschieden sie zu fühlen. Dabei habe ich erfahren, dass es sich um ganz normal Ängste meine Egos gehandelt hatte. Zb die Angst verletzt zu werden. Angst beurteilt zu werden. Unsicherheit. Immer wieder trat das auf im Zusammenhang mit Leere. Die Verbindung mit der Leere hat die Ängste nur so übermächtig erschienen lassen. Ich hatte bestimmt 2 Jahre jedes mal Angst, wenn Leere auftauchte, oder Angst bis zu einem bestimmten Punkt der Intensität. Irgendwann konnte ich es etwas aushalten aber wenn es zu intensiv wurde kam wieder Angst zu sterben. Ich musste mich ganz langsam dran gewöhnen.

Auch das Erfahren der Leere im Traum hat mir dabei sehr geholfen, denn im Traum bin ich mehrfach in der Leere bewusst geworden und hatte das so immer als positive Erfahrung empfunden, weil es da kein Ego gab, das Angst hatte. Daher wusste ich, dass wenn die Angst einmal überwunden ist, keine Angst mehr da ist, weil sich in der Leere nichts halten kann. Im Wachen hatte ich jedesmal Angst, aber ich hatte die Referenz aus dem Traum. Dh da war ein Wissen, dass in der Leere immer ein Bewusstein vorhanden bleibt und dass es da das Gefühl der Freiheit gibt. Das hat mir geholfen etwas Mut zu fassen und mich im Wachbewusstsein nach und nach auf den Zustand einzulassen.

Da immer weiter rein zu gehen, es immer wieder auszuhalten, hat dazu geführt, dass irgendwann keine Ängste oder bedrückenden Gefühle mehr darin aufgetaucht sind. Letztlich habe ich dann erkannt, dass ich die Leere also die Nichtexistenz selbst bin, und ab da war dann jede Angst weg. Anfangs war es noch so, dass Steffi die Leere erfahren hat. Als dann Steffi aber die Leere selbst war, konnte keiner mehr Angst haben. Ab da war es dann nur noch ein Gefühl der Freiheit. Mein Geist war in der Leere immer da. Es gab nur nichts, weder mich noch eine Umgebung. Im Wachen erlebe ich das auch so, nur eben ist da dann eine Traumszene. Es ist dann als schaue ich durch die Erscheinungen mit dem Wissen das ist niemand.
Ich erleb dann die Gleichzeitigkeit von Traumszene und Leere.


Ich erlebe das relativ selten, oft bin ich viel zu abgelenkt und in den Alltag und das Ego verwickelt. Wenn ich zur Ruhe komme und es schaffe aus allen Vorstellungen auszuklinken, passiert es manchmal. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen. Ich denke dass es normal ist, dass mit dem erfahren der Leere andere Gefühle hochkommen. Für einen Menschen der doch erstmal erstaunt ist, dass es nichts gibt, ist das eben erstmal ein Schock den man überwinden muss.

Ich weiß nicht ob das dem nahe kommt, was du erlebt hast und ob wir vom gleichen reden?
Ich hoffe ich konnte dir eine andere Perspektive auf das Nichts zeigen.

Und ist es nicht das wovon Campbell spricht wenn er sagt, er geht in den Nullraum um von dort aus Bewussteinsreisen in der Wachrealität zu machen? Ich denke ich darf noch eine Menge lernen, um in den Zuständen so stabil und angstfrei zu sein, dass ich damit wirklich arbeiten kann.
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RE: Wilden im Wachzustand
#43
03.08.2018, 13:40
[+] 1 User sagt Danke! ImmerMüde für diesen Beitrag
Ich glaube du siehst dein Ego viel zu negativ, Steffi. Das Ego ist kein Feind, es ist ein Freund - und es macht das, worauf wir es konditionieren und vorbereiten. 
Es ist einer der besten Mechanismen die wir haben um uns an neue Gegebenheiten anzupassen. Wir müssen uns nur die Mühe machen unsere Ego-Wahrnehmung zu trainieren.
Das ist doch ein Tortellini-Problem! - Gedanken in tiefer Meditation
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RE: Wilden im Wachzustand
#44
03.08.2018, 17:11 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.08.2018, 17:18 von Laura.)
Zitat:Ich bin mein Leben lang Dingen hinter gerannt, Vorstellungen, Erkenntnissen, habe Erwartungen erfüllt, ich denke, ich möchte einfach nur noch Frieden. Ich habe ein Ungleichgewicht was zb das Erfüllen von Erwartungen betrifft, erlebt. Deshalb möchte ich gerne aussteigen.

Jetzt verstehe ich besser, glaube ich bigwink Die Sehnsucht, inneren Frieden zu finden, kann ich nachvollziehen. Danke. Ich habe selbst dieses Ziel und nehme es in der Hauptsache als ein Gefühl wahr. Wie müsste es sein? Wie ein andauerndes Lächeln, ein erfüllter Zustand, man hat etwas in sich gefunden, was alles andere toppt big (so ungefähr). Und ja, man könnte das in diesem Sinne schon als "Gleichgültigkeit" bezeichnen.

Zitat:Ich empfinde diesen Zustand heute als absolute Weite und Freiheit. In dem Zustand bin ich ohne Ego kann somit anders als sonst viel freier agieren. Im Ego habe ich noch eine ganze Menge an Ängsten und Anpassungsmechanismen. Diese fallen sofort von mir ab, wenn ich in der Leere bin, denn dann bin ich nicht mehr Steffi. Ich habe in dem Moment einen viel besseren Zugang zu vielen Fähigkeiten wie Intuition, Empathie. Eben all das wo Steffi immer schnell sagt, ich kann das nicht, funktioniert dann, weil es keine Zweifel gibt. Ich verbinde mich da mit dem kosmischen Bewusstsein. Es ist eine Existenz die unabhängig vom meinem Ich existiert. Ich denke, dass ich auch der Punkt von dem aus Bewusstseinsreisen im Wachzustand möglich sind.

Es war allerdings so, dass ich anfangs sehr viel Angst vor diesem Zustand hatte. Denn in der Leere haben sich Ängste gezeigt. Somit habe ich diese anfangs immer zusammen mit der Leere wahrgenommen. Es war wie ein großer Schlund, der mich verschlingen wollte. Ich glaube dass passiert, weil man sich an diesem Punkt der Bewusstseinsentwicklung dieser Ängste bewusst werden soll und sie deshalb spüren soll. Sie kamen mir gewaltig vor. Ebenfalls ist das Ego an diesem Punkt immer wieder mit dem Sterben konfrontiert. Oft wehrt sich mein Ego und produziert dann Angst Symptome, nur um nicht sterben zu müssen.

...

Ich erlebe das relativ selten, oft bin ich viel zu abgelenkt und in den Alltag und das Ego verwickelt. Wenn ich zur Ruhe komme und es schaffe aus allen Vorstellungen auszuklinken, passiert es manchmal. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen. Ich denke dass es normal ist, dass mit dem erfahren der Leere andere Gefühle hochkommen. Für einen Menschen der doch erstmal erstaunt ist, dass es nichts gibt, ist das eben erstmal ein Schock den man überwinden muss.

Nicht-Steffi zu sein, klingt interessant bigwink Wenn du in der Leere und frei, also das bist, was früher Nicht-Steffi war, wie ist das: Nimmst du als Leere Anteil an den alltäglichen Sorgen, Nöten oder Leiden von Steffi oder ist diese (Alltags-)Welt von Steffi für dich im Zustand der Leere absolut in Ordung? Ich meine damit, ist dir in der Leere daran gelegen, Steffi zu helfen und zu heilen? Oder ist dort, in der Nichtexistenz, keine Wahrnehmung mehr da für Schmerz, Heilungsbedarf etc.? Denn du kehrst ja dann auch wieder zurück und bist Steffi. Wie ist der Blick als Leere auf das Leben von Steffi?

Zitat:Ich weiß nicht ob das dem nahe kommt, was du erlebt hast und ob wir vom gleichen reden?
Ich hoffe ich konnte dir eine andere Perspektive auf das Nichts zeigen.

Ja, ein bisschen. Es könnte auch sein, dass ich einen eigenen, anderen Bergriff dafür habe(?). Mir fehlt aber noch mehr Verständnis dafür, was du meinst. Manchmal dachte ich beim Lesen, dass du genau das beschreibst, was ich auf Metaebene erfahren habe. Deshalb meine Fragerei zum Leere-Zustand bigwink Ich suche noch die Verbindung, aber möglich wäre es, dass wir vom gleichen reden big

LG, Laura
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Wenn die Ketten fallen, bleibt ein Ozean aus Liebe (2011)
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RE: Wilden im Wachzustand
#45
03.08.2018, 17:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.08.2018, 17:40 von Riggan.)
[+] 2 User sagen Danke! Riggan für diesen Beitrag

@laura

"Ich denke, dass auf diesem Weg, Einswerdung mit Gott/dem Ganzen, Vertrauen dazu gehört. In eine natürliche, gesunde Entwicklung, die jedes Wissen, jede Erkenntnis zum optimalen Zeitpunkt unübersehbar macht. Du kannst sozusagen nichts verpassen.
Es ist sicherlich individuell verschieden, wer was als „größer“ oder „das Größte“ für sich bezeichnen und nutzen mag. Ich nehme an, das wolltest du mit deinem Posting auch sagen.(?)"

genau!
allerdings drücke ich auch damit aus, dass ich die nächsten erkenntnisstufen ( zu diesem thema) weitaus interessanter finden würde.

"Ich fasse das ebenfalls als sehr individuell betrachtet auf. Wobei ich der „Nicht-Existenz“ nichts abgewinnen kann. Das wirkt auf mich wie eine drückende, geistige Enge. Die Theorie von der Nichtexistenz ist doch auch nur eine Begrenzung bigwink Wobei ich damit nicht sagen will, dass jene, die felsenfest davon überzeugt sind, dass genau dies die absolute Wahrheit ist, sie nicht auch erleben. Ich glaube eher, dass es eben die Überzeugungen sind, die unser Erleben bestimmen. Wie Steffi schreibt:"Geht jemand einen anderen spirituellen Weg, kommen da oft auch andere Ergebnisse bei raus, womit sich ein Mensch nach der Erfahrung identifiziert.""

genau das ist sehr interessant! mich hat die nicht-existenz nie gereizt. es hat mich schlichtweg nicht interessiert. aber so ging es mir mit allen meinen erfahrungen. ich habe erst etwas erlebt und mich danach darüber belesen. anders rum hat für mich nie sinn gemacht. ich strebe nichts an und folge keinen anleitungen von menschen.
as above. so below - as within. so without
as the universe. so the soul
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