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Bewusstsein und Ereignishorizonte im Universum

[geteilt] Warum ist Bewusstsein getrennt von Bewusstsein?
#1
26.03.2018, 18:50
Sorry falls es vielleicht nicht ganz passt, aber mir fällt dazu spontan folgendes ein:

Es gab mal diesen Streit unter Physikern, ob die Informationen von Teilchen die in ein schwarzes Loch fliegen verloren gehen oder nicht. Aktuell tendiert man zur Annahme, dass die Informationen nicht verloren gehen, sondern im Ereignishorizont, also der "Oberfläche" des schwarzen Loches in einer holographischen Form gespeichert sind.
Ich habe gehört, eine populäre aktuelle Theorie ist, dass es mit unseren Universum auch so sein soll. Sämtliche Informationen über den gesamten "Inhalt" des Universums sollen holographisch am Rand des Universums verortet sein.
Bei Tholey habe ich mal die Annahme gelesen, dass auch das Hirn holographische Prinzipien zur Speicherung seiner Informationen nutzt.  

Daraus ergibt sich für mich folgendes:
  • die Schwarzen Löcher sind (von der Speicherung der Informationen her gesehen) so etwas wie kleine Universen.
  • Unser Gehirn (bzw. die holographische Informationsspeicherung darin) erzeugt auch eine Art kleines Universum. Darin ist unser Bewusstsein zu Hause.
  • Für unsere Gehirne dürfte wohl gelten, dass alle Informationen unseres inneren Universums auch an der Oberfläche des großen Universums in holographischer Form abgebildet sind.
Zwei Bewusstseine sind so gesehen zwar auf der einen Seite voneinander getrennt (mein Kopf <=> Dein Kopf; mein inneres Universum <=> Dein inneres Universum) aber auf der anderen Seite auch direkt miteinander verbunden, weil die Informationen  (eigentlich ausschließlich) holographisch am Rande des großen Universums gespeichert sind.
(Holographische Speicherung bedeutet, dass jede Information an jedem Ort gespeichert ist. Zerteilt man ein Hologramm, erhält man zwei komplette Bilder (mit etwas geringerer Auflösung). Also sind die Informationen unserer Universen quasi am gleichen "Platz" gespeichert.)
Insofern sind unsere Bewusstseine zwar getrennt aber gleichzeitig doch vereint. group
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Bewusstsein und Ereignishorizonte im Universum
#2
26.03.2018, 19:44
Zuerst wollte ich schreiben, dass mir das doch sehr esoterisch anmutet, doch ich lag falsch.

(26.03.2018, 18:50)Ver366 schrieb: Es gab mal diesen Streit unter Physikern, ob die Informationen von Teilchen die in ein schwarzes Loch fliegen verloren gehen oder nicht. Aktuell tendiert man zur Annahme, dass die Informationen nicht verloren gehen, sondern im Ereignishorizont, also der "Oberfläche" des schwarzen Loches in einer holographischen Form gespeichert sind.

Tatsächlich sagt dieser Artikel (mit einem recht reißerischen Titel):

vice.com schrieb:Bei diesen Lichtstrahlen entdeckten die Physiker nun eine Symmetrie, in der sie sich gegeneinander verschieben lassen. Das geschieht dann, wenn ein Teilchen den Ereignishorizont durchquert und verändert die Verhältnisse der Photonen (Lichtteilchen) am Ereignishorizont. Diese Ereignis trägt die Bezeichnung Supertranslation.
Die Informationen über jegliche Teilchen, die in ein Schwarzes Loch hineinfallen, werden also in einer Art Hologramm aus Lichtstrahlen im Ereignishorizont gespeichert. Informationen können auf diese Weise also wieder aus einem Schwarzen Loch herausgetragen werden und sind demzufolge nicht für immer und in alle Ewigkeit verloren.
https://motherboard.vice.com/de/article/...s-verraten

Leider finde ich über diese Supertranslation nicht viel. Naja. Aber ich denke, wenn die Information über das Teilchen als Lichtstrahl da gespeichert ist, und da ein Klumpen Fels reinfällt, und der das Licht schluckt, die Informationen auch weg sind.

Und es heißt auch nicht, dass die Informationen verlustfrei oder unkomprimiert, geschweige denn rekonstruierbar sind. Sie sind nur nicht völlig verloren.

Zum Rand des Universums habe ich nun nichts gefunden. Gibt es überhaupt einen Rand? Und wenn die Informationen in diesem Rand bleiben, woher wissen wir von ihnen?

Vielleicht eine schöne Vorstellung, aber für mich bisher nicht überzeugend. Hast du einen Link?

Danke  hug2
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RE: Warum ist Bewusstsein getrennt von Bewusstsein?
#3
26.03.2018, 20:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.03.2018, 20:49 von spell bound.)
(26.03.2018, 19:44)Brot82 schrieb: Zum Rand des Universums habe ich nun nichts gefunden. Gibt es überhaupt einen Rand?
damit ist wahrscheinlich der kosmische ereignishorizont gemeint.

der verlinkte artikel ist aber alles andere als super translated ^^
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Warum ist Bewusstsein getrennt von Bewusstsein?
#4
26.03.2018, 21:13
(26.03.2018, 20:43)spell bound schrieb:
(26.03.2018, 19:44)Brot82 schrieb: Zum Rand des Universums habe ich nun nichts gefunden. Gibt es überhaupt einen Rand?
damit ist wahrscheinlich der kosmische ereignishorizont gemeint.

Ah, das kann sein! Nur verhält sich der ganz anders als der eines schwarzen Loches.
Aber dehnen wir das besser nicht hier aus. Ich bin schon Off-Topic genug.

Zitat:der verlinkte artikel ist aber alles andere als super translated ^^

Man nimmt, was man kriegen kann wink1
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RE: Warum ist Bewusstsein getrennt von Bewusstsein?
#5
26.03.2018, 21:24
Sorry, ich habe das aus einigen der diversen Dokus die ich immer mal wieder schaue. Soweit ich mich erinnere, gab es dazu einen Disput zwischen Hawking und einem anderen Physiker.
Am Ende musste Hawking einsehen, dass er Unrecht hatte.
Das Ganze hatte irgendwie  auch mit Gesetzmäßigkeiten zu tun, die ich mal im Studium bei theoretische Informatik gehört habe, mir spukt dazu der Name Shannon im Kopf herum.
Links habe ich nicht, aber ich mache mich mal auf die Suche...
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RE: Bewusstsein und Ereignishorizonte im Universum
#6
26.03.2018, 21:37
ich habe die diskussion mal abgetrennt. nun kann man es beliebig weiterverfolgen. @ver wenn du einen teil deines eingangsposts oder auch den ganzen noch in die diskussion zu bewusstsein kopieren willst, kannst du das gerne tun.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Bewusstsein und Ereignishorizonte im Universum
#7
26.03.2018, 21:49
(26.03.2018, 21:37)spell bound schrieb: ich habe die diskussion mal abgetrennt. nun kann man es beliebig weiterverfolgen. @ver wenn du einen teil deines eingangsposts oder auch den ganzen noch in die diskussion zu bewusstsein kopieren willst, kannst du das gerne tun.

Ah, danke spell! Wir wollen ja den Thread zum Bewusstsein nicht kapern oder vollmüllen. Wie du selber sagst, Philosophie neigt zum Verlaufen... ^^

Zitat:Das Ganze hatte irgendwie auch mit Gesetzmäßigkeiten zu tun, die ich mal im Studium bei theoretische Informatik gehört habe, mir spukt dazu der Name Shannon im Kopf herum.

Ha, witziger Zufall, erst heute Morgen habe ich mich mit Shannon und Kolmogorow befasst.

Mein Verständnis der Sache ist:

Shannon beschäftigt sich mit der Informationsentropie.
Wenn ein Zufallsprozess zwei Werte A oder B erzeugt, und wir den mal X nennen, falls er noch unbekannt ist, dann hat

XXXX

4 bit Entropie. Wissen wir, dass zwei davon A sind, so verringert sich diese. Denn jetzt schließen wir Kombinationen wie

BBXB
BXBB
BBBX
XBBB

aus (zu viel B). Wissen wir die Werte der ersten beiden, dann haben wir nur noch

AAXX

2 bit Entropie.

Kolmogorow-Komplexität ist die Anzahl der Schritte, die man braucht, um eine Kette zu reproduzieren.

AAAAAA könnte als A^6 codiert werden.
ABABAB könnte als (AB)^3 codiert werden.
AAABAA könnte als A^3BAA codiert werden.

und so weiter. Je mehr Operationen man minimal für die Kette braucht, desto komplexer ist er. So habe ich das zumindest verstanden, aber ich bin kein Experte darin. Habe mich nur kürzlich mal dazu belesen.
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[geteilt] Warum ist Bewusstsein getrennt von Bewusstsein?
#8
26.03.2018, 21:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.03.2018, 14:36 von Ver366.)
ok, hier ist es.
Folgende 3 Links sind zum Thema schwarze Löcher : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schwarze....C3.B6cher

https://www.spektrum.de/magazin/das-info...ern/823827

http://scienceblogs.de/astrodicticum-sim...r-loecher/

Dieser Link macht dann den Bezug zur holographischen Informationsspeicherung im Universum deutlich:
https://www.spektrum.de/magazin/das-holo...sum/830304

PS. ich hab das jetzt alles nur überflogen, es ist aber denke ich dass was ich meinte.
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RE: [geteilt] Warum ist Bewusstsein getrennt von Bewusstsein?
#9
03.04.2018, 20:12 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.04.2018, 20:12 von spell bound.)
(26.03.2018, 18:50)Ver366 schrieb: Unser Gehirn (bzw. die holographische Informationsspeicherung darin) erzeugt auch eine Art kleines Universum. Darin ist unser Bewusstsein zu Hause.
habe ein paar fragen.

1. kann man denn das subjektive "universum der wahrnehmung" mit dem "großen universum" vergleichen? wieso nennt man beides "universum"? wo bestehen die gemeinsamkeiten, wo die unterschiede? gelten da gleiche gesetze? lässt sich das holographische universum im gehirn auch mit relativitätstheorie und quantenphysik beschreiben?

2. was bedeutet "holographisch" im fall des schwarzen loches vs. im fall des gehirns? ist das komplett dasselbe?

3. was meinst du mit "unser bewusstsein ist im universum im gehirn zu hause"?
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Bewusstsein und Ereignishorizonte im Universum
#10
03.04.2018, 21:39
Hi Spell,

um Deine Fragen zu beantworten muss ich  etwas ausholen.
Einen Artikel zum Thema holographisches Universum, hatte ich ja schon verlinkt. (Dort ist auch die Herleitung von den schwarzen Löchern erwähnt.) Diese Theorie ist die eine Säule meines Gedankengebäudes.
Die zweite Säule ist ein Aufsatz von Tholey, der als tholeykrieger.pdf im Thread zu Klartraumbüchern verlinkt ist. Konkret der Abschnitt 1.7 "Die holographische Feldtheorie". (Sorry, der fehlte noch in der Linkliste)

Aus den Anteilen, die ich von diesen beiden Theorien verstanden habe, habe ich mir meine Weltsicht zusammengebaut.

Jetzt zu Deinen Fragen:

Zitat:1. kann man denn das subjektive "universum der wahrnehmung" mit dem "großen universum" vergleichen? wieso nennt man beides "universum"? wo bestehen die gemeinsamkeiten, wo die unterschiede?
 

( Ich nehme an, Deine Frage bezieht sich auf "inneres Universum".)
Wir können das Universum (überhaupt alles) nicht direkt erfassen. Alles was wir erfassen, spielt sich in unserem Kopf ab.
Auch hier hat mir der bereits zitierte Aufsatz von Tholey "die Augen geöffnet", konkret der Abschnitt "1.2 Erkenntnistheoretische Wende".  Das was ich vom Universum erfasst habe, also mein inneres Bild/Modell vom Universum nenne ich "inneres Universum".
Ich gehe davon aus, dass mein "inneres Universum" ein unvollständiges , verzerrtes und teilweise auch falsches Spiegelbild des  realen "großen Universum" ist. Ich gehe auch davon aus, dass Du und die meisten anderen Menschen jeweils ein eigenes "inneres Universum" haben, dass ebenfalls das "große Universum"  (unvollständig , verzerrt und teilweise falsch) spiegelt.

Zitat:gelten da gleiche gesetze?


Die Gesetze gehören für mich zum Universum dazu. In meinem "inneren Universum" = meinem  inneren Bild/ Model des Universums gelten die Gesetze die ich durch meine direkte Wahrnehmung der Umwelt erfahren habe, die Gesetze die mir beigebracht wurden und die Gesetze von denen ich nur selbst vermute, dass es sie gibt. Ich gehe davon aus, dass zumindest einige dieser Gesetze die Gesetze im wirklichen "großen Universum" wiederspiegeln.



Zitat:lässt sich das holographische universum im gehirn auch mit relativitätstheorie und quantenphysik beschreiben?

Uff, bestimmt. Wobei für die Beschreibung vermutlich andere Erklärmodelle besser wären. Tholey selbst hilft sich ja z.B. mit der  holographische Feldtheorie.



Zitat:2. was bedeutet "holographisch" im fall des schwarzen loches vs. im fall des gehirns? ist das komplett dasselbe?

Hier kann ich nur auf die Links verweisen. Besser kann ich es nicht erklären. Ich habe es so verstanden, dass beidem dasselbe bzw.ein sehr ähnliches Prinzip zu Grunde liegt.



Zitat:was meinst du mit "unser bewusstsein ist im universum im gehirn zu hause"?

Sowohl unser Bewusstsein als unser "inneres Universum" existieren auf Basis unserer Gehirne. Mein Bewusstsein nutzt  für seine Gedanken, Schlussfolgerungen u.s.w mein "inneres Universum", denn dieses ist ja mein inneres Modell der Realität. Daher ist mein Bewusstsein, in meinem "inneren Universum" zu Hause.
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