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Lotussitz

Lotussitz
#1
21.01.2018, 00:44
Da ich nicht wusste, wohin mit meiner Frage, kommt sie einfach mal hierhin.

Ich finde den Lotussitz super zum Meditieren, weil er praktisch überall machbar ist und der Rücken angenehm entlastet ist. Mein Problem: Bei längerem Sitzen (ab 10-15 Minuten ca.) schlafen mir die Füße ein, was dann auf Dauer doch recht unangenehm wird und der geistigen Entspannung nicht gerade zuträglich ist augenroll

Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Lotussitz und weiß, was ich falsch mache?
Hello darkness, my old friend
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RE: Lotussitz
#2
21.01.2018, 09:47
aus meiner erfahrung ist das normal und wird weniger durch größere biegsamkeit der beine, was sicher lange dauern kann.

aber hab auch kaum erfahrung mit sehr langer lotussitz-medi.
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Lotussitz
#3
21.01.2018, 10:01
Ich denke, du machst nichts falsch.
 
Es ist so ähnlich wie mit der Saigonhocke oder dem "Pfahlstehen": Alles, was ungewohnt ist, macht unter Umständen erstmal Beschwerden... Im Tai Chi gibt es diese interessante Denkweise, dass die Art der Beschwerden und Symptome etwas über unseren körperlichen und psychischen Zustand aussagt. Beispiel: Beim Pfahlstehen hatte ich eigentlich immer Rückenschmerzen > Rückenschmerzen weisen auf eine gestörte Ausprägung des "festen Stands" und der Verwurzelung hin > ergo: Problem mit dem Erdelement, das für Festigkeit, Selbstvertrauen und innerer Stärke steht.
 
Die Übungen, darunter auch der Lotussitz, fördern diese Blockaden zutage und können anzeigen, wo etwas nicht richtig fließt. Wenn Gliedmaßen einschlafen, dann hat das ganz offensichtlich etwas mit dem Blutkreislauf zu tun. Im Tai Chi bzw. in der TCM steht das Blut für den Lebenssaft, der gleichmäßig fließen muss, damit Körper und Geist gut arbeiten können. Hast du niedrigen Blutdruck? Das ist auch so ein typisches Anzeichen für eine Blockade im Blutfluss.
 
Ich kenne das Problem mit dem Blutfluss zwar auch, habe aber, was die TCM angeht, eher andere Themen, die deutlicher sind. Daher weiß ich noch nicht so viel über das Blut.
 
Was den Lotussitz angeht, würde ich sagen, dass du weiter übst und dich vielleicht mal mit der TCM-Thematik auseinandersetzt, ist wirklich interessant und ergibt erstaunliche Erkenntnisse. Du könntest unterstützend schauen, was den Blutkreislauf anregt. Diese Seite hier finde ich sehr hilfreich dazu:
 
https://www.ernaehrungsberatung-wien.at/...t_aufbauen


Vielleicht hilft es ja normal

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RE: Lotussitz
#4
21.01.2018, 10:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.01.2018, 10:35 von Schuhbewegtsich.)
Hi Ceesbe,
 
ging mir in deinem Alter genauso, dass mir die Füße eingeschlafen sind, heute ist es natürlich noch schwieriger.
 
Ich glaube, es liegt daran, dass die Leute, die das mit dem Lotussitz erfunden haben - zu Recht, weil es den Kopf klar bleiben lässt und den Rücken entlastet – gleichwohl in Regionen aufgewachsen sind, wo das meiste eh auf dem Boden passiert. Man lernt dort erst gar nicht anders zu sitzen als nur mit dem eigenen Körper. Entsprechend entwickeln sich Muskeln, Knochenwuchs und Sehnen auch ganz anders.
Die Voraussetzungen sind also völlig verschieden  – ich weiß nicht, ob man sich diese Sitzweise nachträglich, also wenn man schon ausgewachsen ist, überhaupt noch angemessen aneignen kann? Vielleicht kann man es mit viel Übung trotzdem schaffen, dass es ganz gut klappt (z.B. mit einer Herangehensweise, wie Morti sie dir vorschlägt).    
 
Wir hatten früher so eine Meditationsstütze, um den Rücken zu stärken, wie in der Abbildung hier, größenverstellbar, und ich kenne das noch mit einem bequemen Polster obendrauf.
https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und-...234605210/
Man legt dann die Arme auf das waagrechte Teil oben.
 
Don hat mal etwas Ähnliches vorgestellt, allerdings um das Kinn dort abzulegen.  
 
LG Joe
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RE: Lotussitz
#5
21.01.2018, 11:23
der ansatz mit dem unterbrochenen fluss ist cool, wobei man tatsächlich sagen muss, dass sich manches nicht mehr entwickelt. z.b. kann man ja auch später nicht den spagat lernen, soweit ich weiß, wenn man ihn nicht schon als kind gelernt hat. andererseits, man kann ja einfach gucken wie weit man lernen kann.

was die blockade im blutkreislauf angeht, so ist mein stand, dass bei der taubheit nicht das blut, sondern die nerven betroffen sind. also abgeklemmt.
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RE: Lotussitz
#6
21.01.2018, 11:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.01.2018, 11:45 von Mrs. Mortisaga.)
(21.01.2018, 11:23)spell bound schrieb: was die blockade im blutkreislauf angeht, so ist mein stand, dass bei der taubheit nicht das blut, sondern die nerven betroffen sind. also abgeklemmt.

Mit den Nerven verhält es sich ähnlich. Es geht im Grunde immer darum, dass bestimmte Funktionskreisläufe blockiert oder unterbrochen werden. Letztendlich hängt es zusammen. Und ja, natürlich haben wir eine andere Sitzkultur, daher verlernen die meisten Menschen auch die natürliche Hockposition (mit Fersen am Boden). Man kann aber vieles nachlernen, allerdings darf man natürlich nicht erwarten, dass jahrzehntelange (Fehl-)Haltungen in wenigen Tagen oder Wochen umgelernt werden können.

Ich finde man fährt ganz gut mit dem Grundsatz: bewusst auf die Körpersignale achten und schauen, was gut tut und vor allem, wie sich etwas über eine gewisse Zeit entwickelt. Beim Pfahlstehen sind die Rückenschmerzen bei mir z.B. irgendwann zurückgegangen. Der Körper passt sich ziemlich schnell an neue Umstände an. normal

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RE: Lotussitz
#7
21.01.2018, 12:11
Ich habe das gleiche Problem mit dem Lotussitz. Mir schlafen auch immer die Füße/Unterschenkel ein und ja, ich habe zu niedrigen Blutdruck.
Ich übe regelmäßig diese Sitzposition um den Körper daran zu gewöhnen, allerdings nicht beim meditieren. Ich empfinde die eingeschlafenen Füße einfach als zu störend.
Wenn ich meditiere nutze ich die burmesische Sitzhaltung. Dabei werden die Unterschenkel und Füße hintereinander auf dem Boden platziert und sie schlafen in der Position auch nicht ein.
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RE: Lotussitz
#8
24.01.2018, 14:11
Danke euch für die vielen Antworten! big

Ich habe tatsächlich einen ganz normalen Blutdruck, der absolut im Mittel liegt. Was die TCM-Ernährung angeht: Eigentlich habe ich das Gefühl, dass ich mich sehr ausgewogen und recht gut ernähre, würde da ungerne was dran herumschrauben. Aber keine Ahnung, habe zuvor noch nie was davon gehört. Hast du Erfahrung damit?

Joe schrieb:Ich glaube, es liegt daran, dass die Leute, die das mit dem Lotussitz erfunden haben - zu Recht, weil es den Kopf klar bleiben lässt und den Rücken entlastet – gleichwohl in Regionen aufgewachsen sind, wo das meiste eh auf dem Boden passiert. Man lernt dort erst gar nicht anders zu sitzen als nur mit dem eigenen Körper. Entsprechend entwickeln sich Muskeln, Knochenwuchs und Sehnen auch ganz anders.
Die Voraussetzungen sind also völlig verschieden – ich weiß nicht, ob man sich diese Sitzweise nachträglich, also wenn man schon ausgewachsen ist, überhaupt noch angemessen aneignen kann?

Das kann natürlich sein. Wobei ich den Lotussitz schon als Kind konnte und damals auch regelmäßig gemacht habe, einfach, weil ich ihn cool fand grin Ich weiß gar nicht mehr genau, ob mir damals auch die Füße schon eingeschlafen sind. Ich glaube schon.

Hmm, um genau so eine Meditationsstütze/-Kissen/-Bank/etc. wollte ich eigentlich herumkommen, damit ich flexibel bin und nicht immer etwas mit mir herumschleppen muss, wenn ich woanders als bei mir zuhause meditieren möchte. Momentan pendele ich viel.

Danke erstmal für die vielen Antworten big Ich übe erstmal weiter und schaue, ob es besser wird.
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RE: Lotussitz
#9
24.01.2018, 14:37
(24.01.2018, 14:11)Ceesbe schrieb: Hmm, um genau so eine Meditationsstütze/-Kissen/-Bank/etc. wollte ich eigentlich herumkommen, damit ich flexibel bin und nicht immer etwas mit mir herumschleppen muss, wenn ich woanders als bei mir zuhause meditieren möchte. Momentan pendele ich viel.

aber so ein kissen oder irgendwas derartiges, lässt sich das nicht überall auftreiben? muss man das mitschleppen?
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RE: Lotussitz
#10
24.01.2018, 14:41
(24.01.2018, 14:37)spell bound schrieb:
(24.01.2018, 14:11)Ceesbe schrieb: Hmm, um genau so eine Meditationsstütze/-Kissen/-Bank/etc. wollte ich eigentlich herumkommen, damit ich flexibel bin und nicht immer etwas mit mir herumschleppen muss, wenn ich woanders als bei mir zuhause meditieren möchte. Momentan pendele ich viel.

aber so ein kissen oder irgendwas derartiges, lässt sich das nicht überall auftreiben? muss man das mitschleppen?

Ein normales Kissen schon. Aber ich meine diese speziellen Meditationskissen/-Stützen oder -Bänke.
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RE: Lotussitz
#11
08.03.2018, 23:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2018, 23:29 von Ceesbe.)
Ich habe eine Lösung gefunden! big

Meine Beine schlafen deutlich langsamer ein, wenn ich den Lotussitz möglichst "offen" mache. Also den unteren Fuß möglichst nah an die Hüfte ran, während der obere Fuß auf dem Knie des anderen Beins liegt. Dazu versuche ich, die Knie möglichst tiefer als die Hüfte zu halten. So kann ich 15-20 Minuten sitzen, ohne dass mir die Beine einschlafen. Wie es danach aussieht, weiß ich nicht. Hab es bisher noch nicht länger probiert.

Das einzige Problem ist, dass es nicht ganz so bequem und stabil ist wie der "richtige" Lotussitz, bei dem meines Wissens der obere Fuß näher an der Hüfte ist. Aber ist eine gute Position zum Üben, um irgendwann auf den richtigen Lotussitz umzusteigen big
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RE: Lotussitz
#12
09.03.2018, 20:25
Eine Idee wäre, die Idee vom Lotos in eine dir zuträglichere Sitzhaltung zu wandeln.
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RE: Lotussitz
#13
23.06.2018, 23:30
Lotussitz machen meine Knie nicht mit. Ich meditiere daher auf dem Rücken liegend, also eher Yoga Nidra. Manchmal schlafe ich auch ein dabei - Nachteil der Rückenlage. Hin und wieder aber wird auch ein WILD draus.
Life is just a long false awakening
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