Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Trauma und Traumabewältigung

Trauma und Traumabewältigung
#1
02.04.2017, 14:08 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.04.2017, 14:10 von Mrs. Mortisaga.)
Ich möchte an dieser Stelle gerne auf einen Internetauftritt aufmerksam machen, der sich mit dem großen Thema Trauma und Traumabewältigung beschäftigt. Ich schaue mir den Kanal und die Internetseite nun schon länger an und stelle fest, dass ich froh gewesen wäre, wenn ich schon eher darauf aufmerksam geworden wäre.

"Trauma" ist mehr als nur ein offensichtliches Schockerlebnis, sondern kann sich auch mehr oder weniger subtil - den eigenen Entwicklungsprozess betreffend - vollziehen. So können viele Symptome, ob physisch oder psychisch oftmals Folgen eines Traumas sein, das nicht zwangsweise erinnert werden muss. Dazu gehören zum Beispiel Depressionen, Angststörungen oder andere somatoforme Störungen.

Zur Übersichtlichkeit und Verständlichkeit halber, empfehle ich das Einführungsvideo des Kanals. Das ist schon sehr informativ und sympathisch vermittelt, wie ich finde. Ich persönlich beschäftige mich schon länger und viel mit dem ganzen Aufarbeitungskram, aber diese Videos geben mir nochmal eine ganz neue Sichtweise auf das Thema. Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen und hat Lust, mal reinzuschauen. normal


Dami Charf YouTube-Kanal
Dami Charf Internetseite
Zitieren
RE: Trauma und Traumabewältigung
#2
18.10.2017, 09:32 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.10.2017, 09:46 von Mrs. Mortisaga.)
Ich habe mich die letzten Tage mit dem Thema "Krankheit und deren Sinn" beschäftigt. Dabei sind allerlei Formen von "Krankheit" gemeint, also sowohl körperliche Störungsbilder als auch psychische. "Krankheit" kann dabei auch bestimmte Symptome meinen, die belastend/einschränkend etc. wirken. Dazu habe ich nun einige Reflexionsfragen entdeckt, die vielleicht auch dem ein oder anderen als Anregung dienen können:


Was sagt mir mein Leiden/meine Krankheit/mein Symptom?

Warum passiert das gerade mir?
Warum gerade jetzt?
Warum gerade in dieser Form?
Warum in diesem Zusammenhang meines Lebens?
Wozu zwingt mich mein Leiden?
Woran hindert mich mein Leiden?

Was bedeutet das für mich im größeren Zusammenhang meines Lebens?
Welches Fazit ziehe ich?




Ich würde diese Fragen gerne mal exemplarisch an einem sehr häufigen Leiden darstellen, damit klar wird, wie diese Herangehensweise gemeint ist. Und zwar soll es um das weit verbreitete Haltungsproblem gehen, d.h. gesenkter Kopf, gerundeter Rücken, eingefallene Brust, flache Atmung und Blockaden der Wirbelsäule sowie Probleme mit Kopfschmerzen. Ich kenne diese Symptome auch und bei mir gesellt sich regelmäßig noch ein CMD-Syndrom hinzu (Zähneknirschen und -pressen mit dem Ergebnis einer erhöhten Abnutzung der Kauflächen und starken Verspannungen im Kiefer- und HWS-Bereich). Von den offensichtlichen Ursachen wie zu wenig (richtige!) Bewegung und Dauersitzhaltung am Schreibtisch sehe ich jetzt mal ab und begebe mich direkt auf die "nicht-stoffliche" Ebene des Leidenskomplexes.

Zunächst nehmen wir die Symptome "gesenkter Kopf" und "gerundeter Rücken" mal wirklich wörtlich. Ein solcher Mensch macht sich klein, durckt sich regelrecht, stagniert in seiner Flachatmung - die Versorgung des zentralen Nervensystems stagniert ebenso; mehr Kraftlosigkeit ist das Ergebnis. Man frage sich einfach mal, wovor genau man sich eigentlich duckt. Was hält einen davon ab, sich aufzurichten, tief zu atmen und voller Energie zu sein. Ein solches Leiden zwingt einen regelrecht dazu, sich noch weiter zu ducken, da die teilweise monatelangen Verspannungen zu immer stärkeren Versteifungen führen. Wir können uns nicht aufrichten, nicht für uns "stehen" - wir laufen gekrümmt, wie ein Sklave an einem Halsband. Beim Zähnepressen ist es sehr ähnlich: Woran hat man sich verbissen? Wieso kann man nicht locker lassen?

Das erstmal als Anregung.

Ich persönlich habe jetzt mehrfach die Erfahrung gemacht, dass diese Art der Krankheitswahrnehmung, den eigenen Umgang mit sich stark verändert. Auch die Achtsamkeit wird dadurch geschult. Ich spüre es mittlerweile sofort, wenn ich gekrümmt sitze oder mit gesenktem Kopf bzw. mit nach vorne versetztem Kopf bin - und es tut mir überhaupt nicht gut.

Übrigens lässt sich diese Haltung auch auf "rein-physische" Leiden übertragen. Habt ihr euch den Fuß gebrochen? Dann fragt euch doch mal, woran euch das nun hindert? Welchen Weg könnt ihr nicht beschreiten, würdet aber gerne? Ihr kommt nicht mehr von A nach B, ihr hängt fest, aber wo genau? Und wieso?

Soviel erstmal dazu. Vielleicht ist es ja für den ein oder anderen eine hilfreiche, neue Perspektive. normal
Zitieren
Gehe zu:
Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt | Klartraumforum | Nach oben | Alle Foren als gelesen markieren | Archiv-Modus | RSS-Synchronisation | Impressum | Datenschutz
Forenstyle: