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Traumyoga und Luzidität eine kritische Betrachtung

Traumyoga und Luzidität eine kritische Betrachtung
#1
20.10.2016, 16:26
Ich befasse mich zur Zeit viel mit Träumen und habe mir einige Gedanken gemacht. Eigentlich spiegeln sie eine persönliche Sichtweise wieder. Aber möglicherweise sind sie auch für andere Interessant.

Seit mehreren Jahren praktiziere ich Traumyoga. Das war auch mein Einstieg in die KTs. Ich habe mehrere Wochendseminare bei Tenzin Wangyal Rinpoche und seinem Geshe gemacht.

Auch im Rahmen des Lamdre habe von Heiligkeit Sakya Trizin über einen Monat auch Belehrungen zum Traumyoga erhalten. Ich glaube also einen guten Überblick über Traumyoga zu haben. Über mehrere Jahre hatte ich sehr viele KTs und habe die Ziele des Traumyoga versucht umzusetzen. Also im Wesentlichen die Einübung von geistiger Flexibilität. In Form von Verwandlung der eigenen Person Verwandlung der Umgebung Reisen usw.

Heiligkeit Sakya Trizin hat mir noch einmal die wesentlichen Ziele des Traumyoga eingeschärft. Nämlich das Nennen des geheimen buddhistischen Zufluchtsnamens, und das Rufen des Zufluchtsmeisters.

Beides habe ich mehrfach gemacht.. Ich merke aber, dass mir das nicht wirklich reicht. Ich merke dadurch keine besonderen Effekte im KT wie besondere Weisheit Mitgefühl o,ä.,

Seit einiger Zeit befasse ich mich mit dem Traumverständnis von C G Jung.. Das fasziniert mich sehr. bestimmte archetypische Träume z.B. brachten mir große Erkenntnis als ich darüber in einer bestimmten Weise kontemplierte. Ich konnte tiefe Einblicke in mein persönliche und auch in gewisser Weise in das kollektive Unbewusste.

Heute hatte ich wieder einen KT und ich habe mich im Traum tatsächlich etwas darüber geärgert. Denn wenn ich den Traum bewusst steuere nehme ich etwas Energie aus allen unbewussten Elementen wie z.B. Komplexen oder archetypischen Elementen. Ich begrenze den Raum meines Unterbewusstseins. durch bewusste Handlungen.

Ich muss mich wirklich fragen ob der KT noch als richtige Erkenntnisquelle im Sinne der persönlichen und spirituellen Weiterentwicklung für mich gilt

Kritik Zustimmung und Fragen sind natürlich erwünschtbig


Liebe Grüße
Tobias
Nun, da der Bardo des Traumes dir erscheint, gib die Achtlosigkeit des illusionären Schlafs einer Leiche auf.
Trete ein in die Natur der Achtsamkeit und des Nichtwanderns.
Die Träume erkennend, praktiziere Transformation und klares Licht. – Buddha Padmasambhava http://anfaengergeist.net/


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RE: Traumyoga und Luzidität eine kritische Betrachtung
#2
20.10.2016, 18:58
Zitat:Denn wenn ich den Traum bewusst steuere nehme ich etwas Energie aus allen unbewussten Elementen wie z.B. Komplexen oder archetypischen Elementen. Ich begrenze den Raum meines Unterbewusstseins. durch bewusste Handlungen.

Hallo Tobias,

das klingt für mich so, als wärst du in diesen KTs nicht im Einklang mit dem Traumstrom. Für mich gehört das Erspüren und Üben dieses Einklangs auch zu geistiger Flexibilität. Vielleicht magst du versuchen daran weiterzuarbeiten? Wenn unbewusster und bewusster Wille(Strömung) in Harmonie sind, dürfte es keine Begrenzungen geben. Vielleicht hast du es auch schon selbst erlebt: Wenn der Traum dich führt, dir bestimmte Zugänge, Szenen usw. zeigt oder Geschichten, in die du mit bewussten Entscheidungen und Handlungen eingebunden wirst. Wenn du es zulässt. Dann erscheinen auch solche Nebeneffekte wie Weisheit, Liebe, Mitgefühl, Erkenntnis der Zusammenhänge und des sich entfaltenden persönlichen Weges. Die Energiefrage stellt sich meiner Erfahrung nach dabei gar nicht. Eher ist es dann so, dass man viel mehr aus dem Vollen schöpfen kann als sonst.

Ich hoffe, ich habe dein Anliegen richtig verstanden big

LG Laura
Klarträumer sind Stehaufmännchen
Der Traumstrom kennt kein Leid. (02/15, K1)
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RE: Traumyoga und Luzidität eine kritische Betrachtung
#3
20.10.2016, 19:18
Ich denke auch, es geht halt wie immer um den Mittelweg.
Es is ja auch möglich, den Traum klar zu erleben und sich trotzdem der Traumhandlung hin zu geben.
Ich würde versuchen mich da frei von bestimmten Richtungen und Dogmen zu machen, und aus allem was Du lernst
und erfährst, aus allen Praktiken die Du trainierst, aus allen Theorien die Dir zusagen, einfach Deinen Weg machst.
Immerhin hat der KT Dir ja auch schon einiges gebracht, sonst hättest Du ja auch nicht so lange Traumyoga praktiziert.
Nun hast Du auch etwas anders erfahren, einfach einen anderen Zugang zu Deinem Unterbewusstsein gefunden.
Ist doch super!


Du kannst ja auch im Klartraum mit Archetypen arbeiten... big

( C.G. Jung muss ja auch nicht schlecht sein, nur weil er Psychologe war bigwink )
man muss die anzahl der gedanken derart vervielfachen, dass die anzahl der wächter für sie nicht mehr ausreicht
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