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Tarot für die Träume» Unterstützung

Tarot für die Träume
#1
06.05.2016, 08:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.05.2016, 08:29 von spell bound.)
Es gibt ja diverse Legesysteme für Tarot. Ich mach das meistens nach Gefühl. Gestern Abend hab ich mir folgendes Legemuster für die Träume ausgedacht:

Dateiname: tarot-traum.png
Größe: 16,14 KB
06.05.2016, 08:05


Die erste Karte repräsentiert meine Ziele, die ich in meinem Wachbewusstsein für meine Träume habe. D.h. wenn ich die Karte ziehe und später deute, denke ich daran, wie ich versuche, Klarträume oder Traumerinnerung zu erreichen und was ich in den Klarträumen oder inkubierten Träumen machen will.

Die zweite Karte repräsentiert die Ziele, die mein Unbewusstes im Schlaf verfolgt. D.h. hier konzentriere ich mich auf das Traumbewusstsein, das die normalen Trübträume lenkt und frage, was will mein Traumbewusstsein in den Träumen erleben und welche Bedingungen gibt es vor, um mir Klarheit zu schenken.

Die dritte Karte soll beide Seiten verimtteln. Es wird sich herausstellen, dass es eine Diskrepanz zwischen bewussten und unbewussten Zielen und Methoden gibt. Die dritte Karte beinhaltet also die Frage, was würde mir helfen, beiden Zielen und Methoden gerecht zu werden, sodass sie Hand in Hand gehen können.

Die Tarotkarten deute ich ebenso nach Gefühl. Was mir als erstes emotional in die Augen springt, wenn ich sie angucke, ist meistens der beste Hinweis. Aber später kommen manchmal noch weitere Ansätze hinzu, je länger ich darüber nachdenke. Es hilft dabei durchaus, mit der Tarot-Symbolik etwas vertraut zu sein, weil das viele weitere Deutungsimpulse gibt (z.B. Kelche = Wasser = Gefühl, Schwerter = Luft = Geist, Pentakel = Erde = Materielles, Stäbe = Feuer = Wille).

Diese Legung ist also eine Unterstützung beim Reflektieren. Man kann nach der Legung z.B. auch über das Ergebnis meditieren und dann noch tiefer einsteigen. Ich hatte jedenfalls schon einen ersten Erfolg (semiluzider Traum seit langer Zeit wieder). Zu wie vielen Teilen der Erfolg auf die Legung zurückgeht, kann ich nicht sagen, da ich auch einige anderen Dinge in den letzten Tagen für KTs mache (RC, WBTB, Suggestion), denke aber sie ist Teilursache.

Wer kein Tarotdeck hat, kann auch online Karten ziehen: http://www.tarot.de/kartenlegen/index.php?c=c_leg

PS: Wenn ihr eigene Methoden entwickelt, postet sie auch gern hier!
Das Elend begann, als du dich selbst zum Feind erklären musstest.
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RE: Tarot für die Träume
#2
06.05.2016, 10:31
Schöne Idee, schönes Lege-System!
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RE: Tarot für die Träume
#3
06.05.2016, 13:23
Hallo.
ich kenne mich recht gut aus mit dem Tarot.

Tatsächlich lassen sich die großen Arcana sehr gut für die Traumarbeit verwenden. Zumindest wenn man die archetypische Lehre von Carl Gustav Jung zugrunde legt.

Vielleicht findest du für deine Zwecke auch "das Geheimnis der Hohepriesterin" interessant. Das ist mein Lieblingslegesystem Ich adaptiere das jetzt mal für die Traumarbeit:

Karte 1: aktuelle Situation
Karte :2 Hilfen und Hindernisse in der Situation

(Karte 3 4 und 5 werden mit den Mondphasen assoziert und spiegeln äußere Einflüsse wieder)

Karte 3: der äußere Aspekt der gerade sein volles Potenzial entfaltet
Karte 4: der äußere Aspekt der zwar noch nicht voll entfaltet ist, aber zunimmt
Karte 5 der bereits der voll entfaltet war und jetzt wieder abnimmt

(vielleicht wären diese 3 Kartenposition nicht so hilfreich für die Traumarbeit bin mir nicht sicher)

Karte 6: Dein Bewusstsein psychische Aspekte die dir mehr oder weniger voll bewusst sind
Karte 7 Dein Unterbewusstsein der psychische Aspekt der (zum größten Teil) im Unterbewusstein liegt.

Karte 8: Das Endergebnis bzw das Ziel
Karte 9(meiner Meinung nach eine der wichtigsten): Der spirituelle Sinn der Situation des Traums das höhere Ziel welches die Basis für die Gesamte Grundkonstellation des Traums ist. diese darf nur gedeutet werden wenn die Karte eine der großen Arkana (also alles vom Narren bis zur Welt) ist.

Liebe Grüße
Tobias
Nun, da der Bardo des Traumes dir erscheint, gib die Achtlosigkeit des illusionären Schlafs einer Leiche auf.
Trete ein in die Natur der Achtsamkeit und des Nichtwanderns.
Die Träume erkennend, praktiziere Transformation und klares Licht. – Buddha Padmasambhava http://anfaengergeist.net/


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RE: Tarot für die Träume
#4
07.05.2016, 01:43
Ich zum Beispiel habe mal in James H. Brennans Buch "Astralprojektion" über spezielle "Tatwaa-Karten" oder wie die heißen gelesen, die irgendwie gewisse Tore zur astralen Traumwelt und deren Öffnung kennzeichnen sollen.
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RE: Tarot für die Träume
#5
08.05.2016, 18:17 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.05.2016, 18:19 von Dreamweaver.)
Ein cooles Legesystem; die Faszination liegt hier für mich in der Einfachheit und Klarheit. bigwink
Man könnte vllt noch eine Ebene für das Überbewusste "on top" legen; das würde die für mich recht sinnvolle Einteilung als "Dreifaltigkeit des Bewusstseins" komplettieren. bigwink

Das Geheimnis der Hohepriesterin finde ich auch sehr spannend als Legesystem, bin aber mehr der Typ für Intuitive Legungen:

Mische die Karten so lange, bis es sich für Dich "stimmig"/richtig anfühlt, dann lege von oben aus. Fühl' Dich dabei jeweils mit der auslegenden Hand in die noch nur von der Rückseite her sichtbare, noch auf dem Stapel liegende Karte hinein und versuche zu spüren, auf welche Frage/zu welchem Thema die Karte eine Antwort/Aussage bieten möchte.

Dieser Vorgang sollte eher spontan und zügig gehen; langes Grübeln würde hier eher den "Flow" stören. Hast Du eine Frage/Thema zur jeweiligen Karte gefunden, lege sie da auf den Tisch, wo sie Dir gefällt. Alle anderen Karten werden sich im Laufe des Prozesses dazugesellen; dabei können Muster und Figuren entstehen, die noch eine eigene Aussage haben können. Auch eine scheinbar (!) chaotisch aussehende Auslegung trägt eine ganz eigene Botschaft zum Thema bei. - Der Legeprozess ist dann zu Ende, wenn Du zu einer Karte keine "Botschaft" mehr erhältst. Dann kann man sich in die Gesamtaussage vertiefen und sich auf die Legung noch mehr einlassen.

- Tarot- oder andere Kartenspiele (außer vllt normale Spielkarten, da für mich zu dürftig bebildert) für Vorgänge zu Rate zu ziehen, die mit der Psyche/dem Inneren zu tun haben, finde ich sehr spannend und inspirierend. Ich halte aber wenig davon, die Karten in Sachen Zukunft zu befragen. Dadurch kam und kommt die "Kartenbranche" leider (und in diesem Fall zu Recht, meiner Meinung nach) sehr in Verruf.

Eine Kartenlegung stellt für mich per se schon eine Traumdeutung dar, bei der das, was spontan in der Karte gesehen wird (und das jedes Mal etwas anderes sein kann!), stets wichtiger ist als eine Bedeutung, die in irgendeinem schlauen Buch steht.

Und zum Glück: Es ist immer ein KartenSPIEL und nicht der KartenERNST... bigwink

Danke für die Inspiration, Spell.
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RE: Tarot für die Träume
#6
01.10.2017, 10:58
Hi,

ich nutze schon seid Jahren ab und zu Tarot Karten und habe in den 4 Monaten in denen ich mich mit dem Thema Klarträumen beschäftige mehrfach darauf zurückgegriffen.
Ich nutze das Buch "Tarot Spiegel der Seele" von Gerd Ziegler als Leitfaden und Deutungshilfe. Die Erklärungen zu den Karten sind darin so geschrieben, dass sie mich zum Nachdenken über mich selbst bringen und gleichzeitig motivieren.

Es geht mir dabei aber nicht um konkrete (vergangene oder zukünftige) Träume, sondern um das Klarträumen an sich, bzw. meinen Weg dabei. Meistens nutze ich eine 4 Karten Legeweise zur Klärung einer Frage / eines emotionalen Zustandes.

Ich bin gespannt, wie sich die Themen Tarot und Klarträumen für mich weiter entwickeln. Für mich sind beides Zugänge zum Unbewussten. Das Tarot ist momentan noch leichter verfügbar. Ich kann es einfach jederzeit nutzen.
Der Zugang zum UB durch Klarträumen ist direkter, aber andererseits auch schwerer zu bewerkstelligen.

VG

Ver
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