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Warum das Klarträumen nicht klappt – zwei Thesen und Synthese

Warum das Klarträumen nicht klappt – zwei Thesen und Synthese
#1
27.10.2015, 06:11
Nachdem ich Dreamweavers interessanten Thread über Schwierigkeiten innerhalb des Klartraums gerade gelesen habe, möchte ich meine Erkenntnisse beisteuern, warum manche Träumer üben und üben, aber dennoch keine regelmässigen Klarträume erzeugen können. Zu diesem Thema hatte ich zwei Thesen, die in unterschiedlichen Zeiträumen entstanden sind und somit unterschiedliche Perspektiven einnehmen.

1. Man beschäftigt sich theoretisch mit dem Klarträumen und merkt dabei nicht, dass das praktische Training vernachlässigt wird: http://istdaseintraum.blogspot.de/2014/11/flaute.html


2. Man hat eigendlich gar nicht die Energie, die notwendigerweise in das Training gesteckt werden müsste, weil andere Dinge im Leben momentan Vorrang haben. Dabei konstruiert man sich zb dass man ja Klarträumen möchte, um seine Problemem damit zu lösen, erkennt aber nicht, dass man nicht Klarträumen kann, weil man seinen Probleme nicht gelöst hat. Das erinnert ein bisschen an Dreamweavers These bezüglich der Traumkontrolle innerhalb des Traumes:
http://istdaseintraum.blogspot.de/2015/0...kaden.html

Beide Thesen kann man auch miteinander verknüpfen. Bei mir war es immer beides, was dazu geführt hat, das ich nur selten Klarträume. Ich sehe es auch so, dass man mit und durch das Klarträumen enorm wachsen kann und dass sich die ursprünglichen Ziele mit der Zeit verändern. Solange nun nicht genügend Energie bei mir vorhanden ist, bzw. solange es noch Baustellen in meinem Leben gibt, die diese Energie benötigen, solange wird es immer Schwierig sein, regelmässig Klarzuträumen. Man kann den Traum jedoch auch anders nutzen, um seinen Baustellen zu begegnen, zb. indem man mit seinen Träumen arbeitet und Traum- und Wachwelt nicht länger als vorn einander getrennt sieht.
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RE: Warum klappt das Klarträumen nicht
#2
30.10.2015, 01:55
An deinen Thesen wird schon einiges dran sein. Das Hauptproblem ist ja, dass es leider bei jedem was KT angeht immer etwas unterschiedlich zu gut und daraus resultierend es schlecht möglich ist auf Fehler der KT-Willigen bigwink als Externer einzugehen.

Ich für mich würde nicht sagen, dass ich mit KT meinen realen Problemen entfliehen will, dafür sind die zu permanent und eben... real bigwink Aber es belastet einen dann wohl doch sehr, als dass der "Geist" soviel Resourcen beim Schlaf für die "Spaßveranstaltung" KT aufwenden will.

Man müsste sich wohl jeden einzelnen "Problem-Träumer" bigwink in Form eines 5 köpfigem Expternrats anschauen.
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RE: Warum klappt das Klarträumen nicht
#3
30.10.2015, 06:21
Ich glaube es ist vor allem wichtig ehrlich mit sich selbst zu sein und Schwierigkeiten anzuschauen. Andere können einen Rat geben, weil sie durch andere Filter schauen und somit deine Perspektive erweitern. Die Aufgabe des Einzelnen ist dann Ratschläge auch anzunehmen. Oft werden diese aber abgewehrt, weil man eben nicht annehmen möchte was ist. Das sind gute Beispiele wo Menschen sich jahrelang im Kreis drehen und nicht voran kommen. Für mich kommt da die Frage auf, warum will der Mensch nicht hinschauen? Und meine Antwort ist, es fehlt Energie um das Aufzuarbeiten was kommen würde. Und man will sich nicht derAngst stellen. Es muss die Entscheidung geben der Angst zu begegnen. Und da kommen für mich die Anderen wieder ins Spiel. Da kann man andere Menschen unterstützen, indem man da ist, wenn jemand Unterstützung braucht.
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RE: Warum klappt das Klarträumen nicht
#4
30.10.2015, 08:08
Ich finde nicht, dass das ein Einweg-Thema ist, das alsbald unter einem Berg tausendmal gestellter und beantworteter Fragen verschütt gehen sollte, wie es aber im Anfängerbereich zwangsläufig der Fall wäre.

=> hierher verschoben und Titel leicht adaptiert.
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RE: Warum klappt das Klarträumen nicht
#5
30.10.2015, 22:38
(30.10.2015, 01:55)Hitokiri schrieb: Ich für mich würde nicht sagen, dass ich mit KT meinen realen Problemen entfliehen will, dafür sind die zu permanent und eben... real bigwink Aber es belastet einen dann wohl doch sehr, als dass der "Geist" soviel Resourcen beim Schlaf für die "Spaßveranstaltung" KT aufwenden will.
Ich glaube, da kommen wir 2 irgendwo auf einen gemeinsamen Nenner. Auch ich habe, glaube ich, besonders dann, wenn ich mir im Alltag Sorgen mache, kaum Chancen auf Klarträume.
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RE: Warum das Klarträumen nicht klappt – zwei Thesen und Synthese
#6
31.10.2015, 10:55
Und genau da kann man den Traum ja nutzen. Meist träumt man eben auch von diesen Sorgen, zumindest in symbolischer Form. So kann man seine Träume nutzen, um eine andere Perspektive auf die Probleme einzunehmen. Die Perspektive des Traumes ist ja eine andere, als die des bewusstens Denkers. Und das ist die Chance, eine Verbindung zwischen beiden Welten zu schaffen und diese Verbindung auch zu halten, selbst wenn man gerade nicht klar im Traum ist.

Der Traum ist kein Konsumobjekt und das wird von vielen falsch verstanden. Es ist keine verbesserte Playstation. Oft wird der Klar-Traum aber so angepriesen. Man kann den Traum als Simulator nutzen wenn man mal erleben möchte, wie es ist zu fliegen. Aber sobald man wirklich mit dem Träumen an seiner Persönlichkeit arbeiten möchte, geht das eben nicht mehr ohne das Einverständnis den Unbewussten. Dieses Unbewusste, ist sehr viel intelligenter als unser Bewusstes Ich.

Das Bewusste geht oft sehr unempathisch mit sich selbst um, während das Unbewusste sorgsamer mit sich umgeht. So würde mein Bewusstes im Moment vielleicht Dinge im Traum machen, die mein Weltbild erschüttern lassen würden, und mich vielleicht in schwierige Situationen bringen könnte, für die ich gar keine Energie hätte um diese gut zu überstehen.

Und so sagt mein Unbewusstes: "Ja wir können das alles erfahren, aber langsam und so, dass es dir zuträglich ist." Es schickt mir kleine Traumfetzten die ich täglich bearbeiten kann, um das zu erfahren, was ich erfahren möchte. Das Bewusste findet das natürlich doof, weil es klarträumen möchte. Aber wenn man genau hinsieht, geschieht alles genau so wie es geschehen muss. Manchmal kann man das nicht sofort erkennen. Oft braucht es Zeit und Rückschau oder eine andere Perspektive, um das zu erkennen.
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