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Was bedeutet es eigentlich zu träumen?

Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#1
07.02.2026, 17:43
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Ist Träumen was Bedeutsames? 

Oder hat es bloß eine Funktion für was anderes?

Ist Träumen somit somit nur ein Hilfsmittel?

Aber Hilfsmittel für was? 
 
Hilfsmittel zum Leben, weiter nichts?

Sollte das Träumen nicht mehr sein?
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#2
07.02.2026, 18:28
[+] 2 User sagen Danke! Likeplacid für diesen Beitrag
Ich habe diesen Thread gestartet weil ich dachte es würden umso mehr Antworten kommen je mehr Fragen ich stelle. Aber ich bin eben ein ungeduldiger Mensch. Wenn ich zehn Jahre warte kommt vielleicht eine Antwort. Oder schon nach 10 Minuten. Aber diese hypothetischen 10 Minuten oder Jahre konnte ich nicht warten.

Daher nun meine eigenen Antworten.

Es scheint mir, dass das Leben mit irgendwas gefüllt werden muss. Mit Gefühl und Phantasie.

Das Leben im biologischen Sinne ist ja im Grunde nichts Menschliches. Der menschliche Körper hat mit dem Körper einer Maus oder Giraffe viel gemeinsam. Frag einen Biologen wenn du es nicht glaubst. Das Erbmaterial von Maus und Mensch ist zu 99% gleich. Bei Affe und Mensch sind es 99,5% . Diese Angaben habe ich so im Kopf, keine Ahnung ob sie stimmen. Jedenfalls stimmen sie ungefähr.

Das Leben im psychologischen Sinn ist nichts anderes als Anpassung an die äußere Realität. Und was bleibt da für mich übrig? Diese Frage war rhetorisch gemeint, aber "ichbinmehr" wird darauf sicher eingehen. Nein, jetzt nicht mehr.
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#3
07.02.2026, 19:04
[+] 3 User sagen Danke! dreamery für diesen Beitrag
Ist Träumen etwas Bedeutsames?

Ich denke das kommt darauf an, welche Bedeutung die einzelne Person dem Träumen gibt. Wenn Träume für jemanden nur Quatsch sind, wird diese Person von Erfahrungen und Erkenntnissen durch Träume nicht oder nur minimal beeinflusst. Wenn jemand Träumen Bedeutung zumisst, in welcher Form auch immer (Nachrichten des Unterbewusstseins, Vorahnungen, …) lässt die Person zu, den Träumen Macht über das Wachleben zu verleihen und damit sind sie bedeutsam. Butterfly Effekt. Wenn jemand träumt, dass jemand ihm rät mehr Risiken einzugehen und die Person dem Traum eine Bedeutung zumisst, die groß genug ist, dies dann im WL umzusetzen, war der Traum oder das Träumen definitiv bedeutsam, da es das Leben prägt oder in eine bestimmte Richtung lenkt.

Oder hat es bloß eine Funktion für was anderes?

Das schließt sich doch nicht aus, oder? Ich denke schon, dass das Träumen eine Funktion hat, so wie alles was der Körper tut und kann. Letztendlich geht es doch immer darum, uns irgendeinen Überlebensvorteil zu verschaffen.

Sollte das Träumen nicht mehr sein?

Was wünscht du dir denn, was dieses „mehr“ ist?
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#4
08.02.2026, 14:07
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Dieser Thread hat mich veranlasst mich noch mal mit dem Film "Nicht weit von mir" auseinander zu setzen. In dem Film geht es um eine Frau, die sich völlig in ihren Träumen verliert. 

Sie findet dann den Tod. 

Ich denke, der Film möchte dem Zuschauer klar machen, dass Klarträumen oder Träumen im Allgemeinen kein Ersatz für  Realität sein kann. 

Zu Beginn des Films hat die Frau Anpassungsprobleme auf der Arbeit und ist auch sonst ziemlich isoliert. Dann stößt sie auf ein Klartraumbuch. Dadurch findet sie Traumfreunde.  Ob sie dabei wirklich klar ist lässt der Film offen. 

Sie landet dann, nachdem sie schlafwandelnd ihre Wohnungseinrichtung zerstört hat, in einer psychiatrischen Klinik. Durch die Behandlung hören die "schönen Träume" auf. Sie bricht aus der Klinik aus und erfriert auf einer landwirtschaftlichen Fläche. 

Ob so etwas jemandem wirklich passieren kann? 

Jedenfalls erkenne ich bei dieser Filmfigur Parallelen zu mir selbst. Ich wollte mich in Traumfreundschaften flüchten, aber es gelang mir nicht. Vermutlich gibt es eine Schutzfunktion, die mich davor bisher bewahrt hat.
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#5
08.02.2026, 14:58
[+] 4 User sagen Danke! dreamery für diesen Beitrag
Ist Träumen etwas Bedeutsames?

Ich lese gerade (zum zweiten Mal) „Exploring the World of Lucid Dreaming“ von Stephen LaBerge und bin genau heute auf einen Teil im Buch gestoßen, worin er darüber schreibt („Why dreams are meaningful, S. 110). 

LaBerge sagt, dass Träume in der traditionellen Vorstellung teilweise als Botschaften von Göttern oder dem Unterbewusstsein interpretiert wurden. Er ist der Meinung, dass die Bedeutung von Träumen darin besteht, eine wertvolle Möglichkeit zu haben, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, da Träume Aufschluss über Interessen, Sorgen, Erfahrungen, Gedanken und Persönlichkeit geben. Sie sind wie ein Tintenklecks, der von jemandem individuell interpretiert wird, mit dem Unterschied, dass Träume eine ganz und gar persönliche Schöpfung sind.
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#6
09.02.2026, 11:06
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Ich habe das Buch auch. Die Tintenklecks- Geschichte finde ich ja schon ein bisschen gruselig. Erinnert mich an psychiatrische Tests, wo man aufgefordert zu sagen, was man da sieht (Rorschachtest).

Ich glaube dass man alles, was man sich ansieht und was nicht ganz und gar alltäglich ist, dazu verwenden kann , frei zu assoziieren. D.h. Selbstanalyse zu betreiben. Also z.B. einen Film. Zu vielen Filmen fällt mir zwar eine Menge ein, aber meist ist es nur Kritik. Ich habe Filme bisher nur selten dazu verwendet Selbstanalyse zu betreiben.

 Ich habe mal ein abstraktes Gemälde aus einem Kunstbuch dazu verwendet Selbstanalyse zu betreiben. Ich war sehr überrascht wie mein Redefluss durch dieses Bild, während ich es ansah, gefördert wurde. Ich lag dabei auf dem Bett.

Was meine Träume betrifft, so habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sehr anstrengend sein kann, eines Traum, den man selbst gehabt hat, zu deuten, indem man frei dazu assoziiert. Denn die Einfälle sind oft endlos. Man muss dann an irgendeinem Punkt einfach aufhören, weil man sonst ewig weitermachen müsste. Diese Erfahrung betrifft vor allem die schriftliche Methode. Denn Schreiben ist ja relativ anstrengend. 

S. Freud, der als erster seine eigenen Träume auf diese Weise erforscht (analysiert) hat bemerkte dazu, dass der Analysetext ungefähr sechs mal länger sei als der Traumbericht. Bei dem Analysetext zu seinem Traum "Irmas Injektion" war das auch tatsächlich der Fall.
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#7
10.02.2026, 19:46
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Habe ich was falsches gesagt?
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#8
10.02.2026, 20:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.02.2026, 20:20 von Likeplacid.)
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Träume sind nicht nur Nachbereiter von Erfahrung, sondern auch Vorbereiter. So ist auch das Denken. Man denkt darüber nach was man gemacht hat und was man noch tun wird. Träume sind schöpferisch. Vermutlich gibt es Träume, die ganze Universen erschaffen, aber es sind ganz besondere Träume.

(08.02.2026, 14:58)dreamery schrieb: Ich lese gerade (zum zweiten Mal) „Exploring the World of Lucid Dreaming“ von Stephen LaBerge und bin genau heute auf einen Teil im Buch gestoßen, worin er darüber schreibt („Why dreams are meaningful, S. 110). 

Verstehst du das denn alles? Ist ja Englisch. Aber womöglich ist Englisch deine Muttersprache. Ich habe das Buch in Deutsch, mit dem Titel "Träume was du träumen willst". Wenn der englische Titel korrekt übersetzt wäre würde er lauten "Entdecke die Welt des luziden Träumens" Hätte sich dann aber nicht so gut verkauft.
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#9
11.02.2026, 10:13
(10.02.2026, 19:46)Likeplacid schrieb: Habe ich was falsches gesagt?

Mir ist nichts aufgefallen. Wie kommst du darauf?

LG
Hans
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#10
Vor 7 Stunden
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Weil Dreamery sich nicht mehr gemeldet hat. Sie hat die Beiträge #3 und #5 verfasst. Ich wollte den Dialog fortsetzen, aber leider hatte sie nichts mehr gepostet. Ich fragte mich dann ob ich im Beitrag #6 vielleicht was geschrieben habe, was sie vergrault hat. Für Leute die des Deutschen nicht so mächtig sind: Ich fragte mich, ob ich vielleicht unfreundlich oder taktlos gewesen bin. Ich habe dann versucht, mit der Frage "Habe ich was Falsches gesagt?" doch noch eine Antwort von ihr zu bekommen.
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RE: Was bedeutet es eigentlich zu träumen?
#11
Vor 7 Stunden
[+] 2 User sagen Danke! dreamery für diesen Beitrag
Tut mir Leid, du hast nichts falsches gesagt, es ist mir einfach untergegangen  normal

Ich finde das interessant was du zum Thema Filme und andere alltägliche Dinge als Selbstanalyse sagst. Da habe ich noch nie so drüber nachgedacht. 

Ich habe das Buch auf Englisch. Ist zwar nicht meine Muttersprache aber gut genug, dass ich den Inhalt verstehen kann.
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