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Was Spriral Dynamics wirklich ist

RE: Was Spriral Dynamics wirklich ist
#16
24.10.2025, 10:58
[+] 5 User sagen Danke! Liri für diesen Beitrag
fear Ich möchte nur kurz was einwerfen und hoffe, es kommt nicht zu destruktiv daher und keiner haut mich jetzt deswegen.

Weltbilder sind immer hilfreich, wenn sie einen konstruktiv weiterhelfen und nicht zu totalitären oder menschenverachtenden Meinungen führen oder dazu, dass man auf gefährliche Weise verallgemeinert und sich damit das Leben ärmer macht.

Es sollte immer klar sein, dass es sich nur um Schemata und Annäherungen handelt. Am besten hat man immer mehrere weltbilder gleichzeitig parat  wink1 (the map is not the territory)

Es ist kein Beweis für die Wahrheit einer Behauptung, wenn man sie nicht widerlegen kann. Man kann die wildesten Dinge behaupten, die sich nicht widerlegen lassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes...ttimonster

Liebe Grüße
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Was Spriral Dynamics wirklich ist
#17
25.10.2025, 03:38
[+] 4 User sagen Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
Zitat:Es sollte immer klar sein, dass es sich nur um Schemata und Annäherungen handelt. Am besten hat man immer mehrere weltbilder gleichzeitig parat wink1 (the map is not the territory)

Ich mag die Haltung, mehrere Weltbilder nebeneinander stehen lassen zu können,
ohne gleich entscheiden zu müssen, welches „das richtige“ ist.
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RE: Was Spriral Dynamics wirklich ist
#18
07.01.2026, 14:15 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.01.2026, 14:17 von Likeplacid.)
[+] 1 User sagt Danke! Likeplacid für diesen Beitrag
Das Folgende ist keine Antwort auf Beitrag #17 sondern etwas, das mir einfach so eingefallen ist.

Ich war vor in einem Museum und da wurde mir überraschend eine kostenlose Führung angeboten. Es dauerte eine Stunde und in dieser Stunde ist mir bewusst geworden, dass die Leute in der Renaissance alle das gleiche gedacht haben, mehr oder weniger. So gesehen hat Spiral Dynamics Recht. Das Denken vieler Leute ist gleich geschaltet und in jedem Jahrhundert irgendwie anders. Manchmal geht auch länger als ein Jahrhundert. so wie im Alten Ägypten.  Eins sollte man aber auch noch bedenken: es gibt auch Menschen, die unter steinzeitlichen Verhältnissen leben. Die kriegen von dem Mem, das in Europa und Nordamerika zur Zeit wütet, überhaupt nichts mit, oder nur sehr wenig. Etwa, indem sie Flugzeuge sehen und nicht wissen was es ist und sich einen eigenen Reim darauf machen, z.B. es handele sich dabei um Götter aus Eisen. Ich weiß aber nicht genau. Vielleicht gibt es keinen Menschen auf der Welt der nicht irgendwie von der Moderne was mitgekriegt ist. Jedenfalls, der südamerikanische Regenwald ist groß und so mancher Stamm lebt dort immer noch wie vor 10000 Jahren.

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RE: Was Spriral Dynamics wirklich ist
#19
07.01.2026, 18:26
[+] 1 User sagt Danke! Liri für diesen Beitrag
Woher will man wissen, dass die Leute damals alle das gleiche gedacht haben? Sie haben sicherlich im Durchschnitt anders gedacht als heute, aber vielleicht bist du nur an eine extrem pauschalisierend denkende "Führerin" geraten. Pauschlisierungen ind ja schon wichtig, wenn man Aussagen treffen möchte, und trotzdem... In der Renaissance war so viel Bewegung im Denken, das ich das nicht für plausibel halte.
~ Nachad hobi no driabadramd ~


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RE: Was Spriral Dynamics wirklich ist
#20
08.01.2026, 13:57 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.01.2026, 13:58 von ichbinmehr.)
[+] 1 User sagt Danke! ichbinmehr für diesen Beitrag
A Post-Truth World – Politik, Polarisierung und die Suche nach Orientierung

Ein deutliches Beispiel für den praktischen Nutzen der Integralen Theorie zeigt sich in der Beschreibung unserer aktuellen gesellschaftlichen Dynamiken, insbesondere in Debatten über Wahrheit, Meinungsbildung und politische Polarisierung.

Mich beschäftigt im Moment sehr die politische und gesellschaftliche Unsicherheit. Vieles wirkt gleichzeitig hochkomplex und stark emotional aufgeladen. Positionen verhärten sich, Gespräche brechen ab, und oft habe ich den Eindruck, dass es weniger um gemeinsames Verstehen geht als um Zugehörigkeit, Abgrenzung und Identität.

In diesem Zusammenhang interessiert mich die Arbeit des Philosophen Ken Wilber, der sich seit Jahrzehnten mit Entwicklungsdynamiken von Individuen und Gesellschaften beschäftigt und als einer der wichtigsten Vertreter der integralen Denkweise gilt. Seine Perspektive hilft mir, aktuelle gesellschaftliche Spannungen nicht nur politisch, sondern auch psychologisch und entwicklungsbezogen zu betrachten.

So wie ich Wilber bisher verstanden habe, beschreibt er die gegenwärtige Lage so, dass unsere Gesellschaft sehr stark die kognitive Ebene trainiert: Analyse, Logik, Argumentation und das Recht-haben.

Diese Fähigkeiten sind wichtig und wertvoll, aber sie stehen zunehmend allein. Andere Kompetenzen bleiben oft zurück – vor allem emotionale Reife, Empathie und die Fähigkeit, widersprüchliche Perspektiven auszuhalten, ohne innerlich sofort in Alarm, Abwehr oder Polarisierung zu gehen.

Genau hier verortet Wilber auch das, was heute häufig als „Post-Truth“ bezeichnet wird. Nicht unbedingt als bewusste Ablehnung von Wahrheit, sondern als Überforderung im Umgang mit ihr. Wahrheit wird dann nicht mehr als etwas erlebt, das Orientierung geben kann, sondern als Bedrohung.

Dieser Gedanke spricht mich sehr an, weil er gut zu meinen eigenen Beobachtungen passt. Wenn Menschen innerlich nicht ausreichend getragen sind, kann faktische Wahrheit schnell destabilisieren. Nicht, weil sie falsch wäre, sondern weil sie Identität, Zugehörigkeit oder innere Sicherheit infrage stellt. In solchen Zuständen wird Wahrheit – vielleicht unbewusst – funktional. Sie dient weniger dem gemeinsamen Verstehen als der Stabilisierung von Selbstwert und Gruppenzugehörigkeit.

Wilber hat sich mit diesen Dynamiken auch ganz konkret politisch beschäftigt. 2017 erschien ein Buch, das sich stark auf Donald Trump und den damaligen politischen Umbruch bezieht: Trump and a Post-Truth World. 2024 folgte ein weiteres Buch, das die Post-Truth-Problematik deutlich breiter und globaler betrachtet: A Post-Truth World: Politics, Polarization, and a Vision for Transcending the Chaos.

Leider gibt es diese Bücher bisher nur auf Englisch, und mein eigenes Englisch reicht nicht aus, um sie wirklich in der Tiefe zu erfassen. Ich habe deshalb auch nicht den Anspruch, Wilbers Position vollständig oder korrekt wiederzugeben. Was ich aus Interviews, Sekundärquellen und Zusammenfassungen verstanden zu haben glaube, ist eher ein Grundgedanke.

In der integralen Theorie beschreibt Wilber, dass eine Bewusstseinsebene, die lange stark getragen hat – Ordnung, Verantwortung, gemeinsame Werte und ein verlässlicher gesellschaftlicher Rahmen – in unserer Kultur an Bindekraft verliert. Wenn diese Ebene nicht mehr ausreichend hält, kann Bewusstsein leicht „nach unten kippen“ in reaktivere, emotionalere Muster. Nicht, weil Menschen schlecht oder irrational wären, sondern weil ihnen innerlich der Halt fehlt.

Vielleicht versteht Wilber diese Phase sogar als eine Art Übergang. Chaotisch, schmerzhaft und stark polarisiert – aber zugleich ein Hinweis darauf, dass etwas Neues entstehen möchte, auch wenn wir noch nicht wissen, was das konkret sein wird.

Bis zur sogenannten Post-Truth-Zeit konnte ich mir mithilfe der integralen Theorie in vielen Krisen gut helfen, um innerlich nicht völlig verloren zu gehen. Auch während Corona hat das für mich noch gut funktioniert.

Spätestens seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat diese Fähigkeit bei mir deutlich nachgelassen. Das, was geschieht, lässt sich für mich kaum noch sinnvoll einordnen.

Einordnung ist für mich jedoch etwas sehr Wichtiges. Wenn ich Geschehen in einen größeren Zusammenhang stellen kann, gibt mir das Halt und Orientierung.

Manchmal erlebe ich das noch, wenn ich Gespräche wie bei Lanz & Precht höre – auch wenn mir bewusst ist, dass Einordnung nicht automatisch die richtige oder einzige Handlungsweise ist. Seit dem Beginn des Ukrainekriegs habe ich jedoch oft das Gefühl, dass keine stimmige Ordnung mehr greift und ich innerlich haltlos schwimme.

Kürzlich wurde mir eine Folge des Podcasts Hotel Matze empfohlen, in der der Sozialpsychologe Harald Welzer zu Gast war. Welzer sprach davon, dass er seinen früheren, größeren Wirkungsbereich bewusst losgelassen hat und nun in einem kleineren, konkreteren Wirkungsraum agiert – und dort wieder Sinn und Bedeutung findet. Diesen Gedanken empfinde ich im Moment als sehr hilfreich.

Trotzdem bleibt es für mich zur Zeit schwierig, mit der Welt „da draußen“.

Natürlich kann man sagen:
Ich schalte ab, ich konsumiere keine Medien mehr, ich ziehe mich zurück.
Manchmal ist das auch notwendig.

Und gleichzeitig frage ich mich:
Ist das nicht auch eine Form von Ignoranz?
Und stärkt genau das nicht jene Kräfte, denen eine müde, abgewandte Gesellschaft ganz gelegen kommt?

Ich denke immer so als Demokrat muss ich doch auch für meine Freiheit einstehen.
Ich versuche das indem ich Texte schreibe.

Trotzdem gibt es Momente, in denen mir alles zu viel wird.
Dann bleibt mir phasenweise tatsächlich nichts anderes übrig,
als meinen Fokus bewusst auf den Frieden zu richten,
der jetzt, in diesem Moment, hier zum Glück noch da ist.

Mir fällt es grundsätzlich schwer, mich nicht in irgendeiner Form verantwortlich zu fühlen.
Ich versuche, mich an etwas zu orientieren, das mir hilft:
im kleinen Wirkungsbereich zu bleiben, den ich tatsächlich gestalten kann –
ohne mich zu überfordern.

Also dort zu wirken, wo ich etwas beitragen kann, hier zum Beispiel, Jetzt
und mich zwischendurch auch abzugrenzen,
um wieder Energie zu sammeln.

Und trotzdem:
Insgesamt fühlt sich die Welt gerade sehr ungemütlich an.

Gerade als traumatisierter Mensch,
der als Kind früh gelernt hat,
für die Probleme der Eltern mitverantwortlich zu sein,
muss ich mich immer wieder daran erinnern,
dass ich nicht für alles zuständig bin.

Dass ich nicht alles halten, lösen oder tragen muss.

Ich merke, dass in mir zwei Seiten gleichzeitig aktiv sind:
die eine, die Verantwortung spürt und wach bleiben will –
und die andere, die Schutz, Ruhe und Begrenzung braucht.

Ich weiß noch nicht genau,
wie ich diese beiden Seiten gut miteinander balancieren kann.
Aber vielleicht beginnt es genau hier:
damit, beide ernst zu nehmen.

Ich wollte die Post - Truth Bücher von Ken Wilber hier jedenfalls erwähnen, weil es gut sein könnte, dass jemand von euch sie gelesen hat oder gut Englisch beherrscht und Lust hätte,
Gedanken daraus zu teilen oder weiter einzuordnen.

Vielleicht gibt es ja auch noch andere Anätze die in diesen Zeiten helfen können.


Hier noch eine Zusammenfassung des aktuellen Buches von Chat GPT:

Zitat:A Post-Truth World: Politics, Polarization, and a Vision for Transcending the Chaos.

Einleitung: Die Welt in einer Zerrissenheitskrise

Die politischen Debatten in vielen Ländern sind 2025/2026 von starken Spannungen, Polarisierung und Vertrauensverlust geprägt. Demokratien sehen sich wachsenden Spaltungen gegenüber, nationale Narrative konkurrieren um die Deutungshoheit, und grundlegende Fragen über Wahrheit, Identität und Legitimität stehen im Mittelpunkt öffentlicher Auseinandersetzungen. Dieses Phänomen kann nicht allein politisch, soziologisch oder medial verstanden werden – es ist auch ein Bewusstseins- und Entwicklungsphänomen, das Wilber in seinem Buch A Post-Truth World als charakteristisch für eine „postfaktische“ – bzw. besser: post-integrale – Gesellschaft beschreibt.
World Economic Forum

Post-Truth als Bewusstseinskrise

Wilber argumentiert, dass „Post-Truth“ weniger ein technisches Problem von „Fakten vs. Lügen“ sei, sondern eine tiefer liegende kulturelle und psychologische Krise. In der post-faktischen Welt wird Wahrheit tribalisiert, d.h. sie dient zunehmend als Symbol für Gruppenzugehörigkeit statt für gemeinsame Realität. Menschen halten Fakten nicht mehr als objektive Grundaussagen, sondern als Identitätsmarkierungen („Meine Wahrheit“ vs. „deine Wahrheit“). Diese Dynamik verschärft Polarisierung, Misstrauen und Spaltung, auch wenn alle Seiten glauben, sie kämpften für die Wahrheit. Wilber sieht dies als Folge unterschiedlicher Entwicklungslevel, bei denen emotionale, moralische und kognitive Kapazitäten auseinanderfallen.
Konrad-Adenauer-Stiftung

In der Realität äußert sich diese Spaltung in der Wahrnehmung der Gesellschaft: Laut dem Ipsos Populismus-Report 2025 sehen 77 % der Deutschen ihre Gesellschaft als gespalten an – ein Wert deutlich höher als in früheren Jahren und Ausdruck tiefer Unzufriedenheit und geteilten Weltbildern.
Ipsos

Polarisierung als strukturelles Phänomen

Politische Polarisierung ist kein regionales, sondern ein globales Phänomen. Der Global Risks Report 2025 weist darauf hin, dass wachsende gesellschaftliche Spaltungen und Fragmentierung auf globaler Ebene zu einem zentralen Risiko geworden sind. Diese Polarisierung betrifft nicht nur politische Institutionen, sondern auch soziale Beziehungen, Vertrauen in Medien und die Wahrnehmung der Realität an sich.
World Economic Forum

Wilber erklärt dieses Verhalten als Ausdruck eines unausgeglichenen Bewusstseins, bei dem Menschen fähig sind, komplexe Informationen zu verarbeiten (kognitiv), aber oft nicht in der Lage sind, multiple Perspektiven gleichzeitig zu halten oder empathisch zu integrieren. Dadurch entstehen „Wirklichkeitsblasen“, in denen widersprüchliche Narrativen gleichzeitig als „wahr“ erlebt werden.

Medien, Identität und Wahrnehmung

Ein Kernpunkt der post-faktischen Analyse betrifft Medien und Wahrnehmung: Social-Media-Plattformen und algorithmisch vermittelte Kommunikation verstärken emotionale, polarisierende Inhalte. Studien zeigen, dass etwa TikTok politisch negativ emotionale und feindselige Botschaften stärker belohnt als integrative, konstruktive Inhalte.
arXiv

Dies bestätigt Wilbers These: Nicht das Fehlen von Fakten ist das Problem, sondern die Funktion von Geschichten, die der Identitätssicherung dienen, selbst wenn sie Fakten widersprechen oder verzerren.

Politische Konflikte und post-faktische Narrative
USA und internationale Beziehungen

2025/2026 erleben die USA unter Präsident Trump eine politische Landschaft, die von starken Ideologiekonflikten, institutionellen Spannungen und geopolitischer Unsicherheit geprägt ist. Beispiele reichen von kontroversen außenpolitischen Interventionen über Debatten um Medien- und Informationskontrolle bis hin zu politischen Strategien, die polarisierende Narrative verstärken. Diese Entwicklung kann in Wilbers Analyse als Symptom eines politischen Systems verstanden werden, das eher auf tribale Solidarität als kollektive Integration setzt.
Wikipedia

Europa und nationale Debatten

Auch in Europa ist die politische Landschaft polarisiert: Medienneutralität wird politisch angegriffen, demokratische Institutionen werden kontrovers diskutiert, und Debatten über Meinungsfreiheit, Sicherheit und nationale Identität prägen den Diskurs. Frankreich sieht eine Debatte über die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien, die von politischen Lagern ideologisch instrumentiert wird.
The Guardian

Deutschland erlebt vor den Wahlen Zunahme politisch motivierter Gewalt und spaltender öffentlicher Auseinandersetzungen, was verdeutlicht, wie weit argumentbasierte Debatten von emotionalen, identitätszentrierten Konflikten überlagert werden.
ACLED

Demokratie, Vertrauen und Zukunft


Die Verluste an Vertrauen in Institutionen, Medien und politische Akteure spiegeln Wilbers Diagnose einer Krise gemeinsamer Wirklichkeitsgrundlagen wider. Wenn Demokratien nicht mehr auf gemeinsamen Fakten und auf gemeinsam geteilter Realität beruhen, sondern auf konkurrierenden Wahrheits-Communities, dann droht eine Legitimationskrise demokratischer Prozesse.

In Wilbers integraler Perspektive ist diese Krise nicht rein politisch lösbar, denn sie wurzelt auch in Strukturen des Bewusstseins, der Identität und des Selbst-/Wir-Verständnisses.

Schluss – Integrale Perspektiven als Diagnose

Die politischen Entwicklungen 2025/2026 – Polarisierung in Demokratien, mediale Fragmentierung, globale Spaltungen, identitätsbasierte Narrative – spiegeln eine „post-truth“ Dynamik, wie Wilber sie beschreibt:

Wahrheit wird zunehmend als Identitätsmarker benutzt, nicht als geteilte Realität.

Politische Kommunikation wird von Emotion, Angst und Gruppenloyalität stärker geprägt als von gemeinsamer Realität.

Gesellschaften erleben Fragmentierung und Misstrauen, weil Wahrheitsfragen identitätsstiftend geworden sind.

Wilber fordert keine naive Rückkehr zu einem „Vormodell der Wahrheit“, sondern eine höhere Entwicklungsform, in der Menschen Fakten, Empathie, Perspektivenvielfalt und Integrationsfähigkeit gleichzeitig kultivieren – eine Form von politischer Reife, die über bloße ideologische Auseinandersetzungen hinausgeht.
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