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Spontane Wachtrance über visuellen Fokus» Austausch mit anderen Menschen mit ähnlichem Erlebnis gesucht

Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#1
Gestern, 15:54 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 16:56 von Drehrumbum.)
[+] 7 User sagen Danke! Drehrumbum für diesen Beitrag
Hi zusammen,

mein erster Beitrag hier und entschuldigt, wenn ich mich vielleicht noch etwas unbeholfen anstelle bei den Formulierungen.
Ich suche Leute, die eine ähnliche Wahrnehmung kennen und mit denen ich mich dazu austauschen kann.

Mir gelingt es seit einigen Monaten, einen Zustand der "Wachtrance" zu erreichen, und das innerhalb weniger Sekunden. Dabei fokussiere ich irgend etwas vor mir und halte meist kurz den Atem an. Wobei anhalten ist vielleicht das falsche Wort. Ich höre einfach auf zu atmen und denke nicht mehr an einatmen, das trifft es besser. Dann tauche ich tief ab und alles um mich herum öffnet sich quasi. Mein Sichtfeld geht sofort über in eine Gesamtsicht aller Details um mich herum. Ich nehme dann auch alle Geräusche gleichzeitign wahr und spüre meinen gesamten Körper mit Herzschlag und pulsierendem Blut. Bisher hat der nächste Atemzug diesen Zustand unterbrochen. Aber ich schaffe es mittlerweile, die Atmung einzubeziehen und es gelingt mir auch schon, dass der Zustand bei Atemzügen nur kurz reduziert ist und dann wieder voll da ist.
Während dieses Zustandes (die KI meint, das wäre eine "Versenkung") habe ich keine Gedanken mehr an die Vergangenheit, an die Zukunft oder an bestimmt Dinge. Ich genieße extrem den aktuellen Augenblick.
Den Zustand kann ich fast jederzeit provozieren, außer ich bin müde oder habe gerade Stress. Und ich muss nicht unbedingt liegen oder sitzen oder überhaupt still halten. Es geht auch bei leichten Bewegungen wie zum Beispiel auf einem Waldweg spazieren.
Während der Trance habe ich sehr starke Glücksgefühle, die mich an einen sanften Orgasmus erinnern. Und ich bin trotzdem absolut handlungsfähig und nehme meine Umwelt so wahr, als ob ich nur ein Zuschauer wäre. Plötzliche Geräusche stören den Zustand nicht, die nehme ich einfach nur wahr und fertig. Es funktioniert allerdings nicht mit geschlossenen Augen, dann verliere ich den Fokus und die Augen wandern im Zickzack durch die Dunkelheit. Wenn ich aus dem Zustand wieder in die Wirklichkeit zurückkomme, bin ich absolut happy und muss immer wieder lachen vor Freude über das Erlebte.

Hoffe, ich konnte das mit meinen Worten verständlich beschreiben. Noch ein paar persönliche Worte:
Ich hatte vor ca. 2 Jahren nach langer starker Alkoholabhängigkeit einen kompletten Zusammenbruch. Wieder Alkohol besorgen konnte ich nicht mehr, denn mein Körper hat nicht mehr gehorcht. Dann begann der kalte Entzug und es war die Hölle auf Erden. Wegen Alkohol hat sich meine Ex vorher von mir getrennt und ich war schon seit geraumer Zeit völlig allein. Auch in dieser Hölle. Da hat sich ein Schalter im Kopf umgelegt und ich habe begriffen, dass ich bald sterben werde, wenn ich weitersaufe. Mein Leben hat sich seit diesem Tag im Dezember 2024 radikal geändert. Ich trinke definitiv zeitlebens keinen Alkohol mehr, das Zeug ist pures Gift. Meine Ernährung hat sich komplett umgestellt. Ich mache Kraftsport und laufe viel mit meinem Beagle. Insgesamt bin ich endlich aus dem Nebel entkommen und meine Gedanken sind glasklar. Das Leben ist jetzt einfach nur schön jeden Tag! Übrigens habe ich seit meiner Jugend (ich bin 56) nahezu durchgängig Alkohol getrunken und aus Hoffnungslosigkeit zum Ende extrem. Das hat sich nun auch komplett geändert. Ich habe keine Sorgen, keine Ängste und kein Lampenfieber mehr. Es gibt immer eine Lösung und nichts von diesen Kleinigkeiten kann mich umbringen. Ich bin auch aus dem gesellschaftlichen Hamsterrad des Alltags ausgestiegen. Karriere, Anerkennung oder viel Geld sind mir nicht mehr wichtig. Das wichtigste in meinem Leben bin ICH.

Ohje, jetzt habt Ihr etwas zu lesen ...
Vielleicht findet sich jemand wieder bei diesem sehr schönen Zustand, den ich oben versucht habe in Worte zu fassen.

Viele Grüße
Björn
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#2
Gestern, 16:41
[+] 3 User sagen Danke! Hans Alfson für diesen Beitrag
Hallo Björn

Zunächst einmal herzlich willkommen in unserem Forum. Mit außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen sind wir vertraut, mehr oder weniger. Vielleicht hat jemand aus dem Forum Ähnliches schon einmal erlebt. Da bin ich auch gespannt.

Persönlich habe ich keine Erfahrungen mit dem Zustand, den du beschreibst. Der Wegfall der Wahrnehmungsfilter, mit denen unser Gehirn verhindert, dass zu viele Informationen gleichzeitig auf uns einstürmen, erinnert mich jedoch an die Wirkung von LSD. Inwieweit sich so etwas durch „Sauerstoffmangel“ provozieren lässt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Vielleicht ist es ein besonderes Talent, das du da besitzt, vielleicht ist es auch eine „positive“ Spätfolge deines exzessiven Alkoholkonsums in der Vergangenheit. Das menschliche Gehirn verfügt über erstaunliche Fähigkeiten, oft auch nahezu einzigartige und sehr individuelle (Stichwort Inselbegabungen).

Eine Frage habe ich zu deiner „Technik“: Wie lang sind die Pausen, zwischen zwei Atemzügen?

LG
Hans
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#3
Gestern, 17:00 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 17:09 von Drehrumbum.)
[+] 4 User sagen Danke! Drehrumbum für diesen Beitrag
Hallo Hans,

Danke Dir für die spontane Antwort. Bis vor wenigen Tagen konnte ich es nur so lange bis der leichteste Atemreflex das wieder unterbrochen hatte. Also vielleicht maximal 10-15 Sekunden. Wie gesagt, seit kurzem versuche ich das Atmen als normal in diesem Zustand zu integrieren. Es gelingt schon etwas aber ich rutsche immer wieder etwas aus dem Zustand heraus. Also viel länger habe ich es noch nicht halten können bisher. Aber ich bin guter Dinge ...

Nachtrag:

was ich noch nachschieben möchte: ich kann es sogar mitten in einem Gespräch mit einer vertrauten Person starten.
Und noch eine Ergänzung zur Dauer: ich habe etwas Sorge, dass irgend etwas seltsames passiert, wenn ich viel länger abtauche als bisher. Das ist auch der Grund, warum ich Leute mit ähnlichen Erfahrungen suche.
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#4
Gestern, 19:18
[+] 1 User sagt Danke! Hans Alfson für diesen Beitrag
Hallo Björn

10 bis 15 Sekunden ist nicht sehr lange. Das führt kaum zu einem nennenswerten Sauerstoffmangel, der diese „Trance“ erklären könnte. Dieses Wegdriften hört sich in der Tat beängstigend an. Die Chance, dass es hier im Forum Leute gibt, die so etwas auch erlebt haben, oder schon einmal davon gehört haben, ist eher gering, aber vielleicht hast du Glück.

Wäre ich an deiner Stelle, wäre ich auch beunruhigt. Wahrscheinlich würde ich sogar ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, um das abklären zu lassen, oder mich zumindest an eine geeignete Beratungsstelle wenden. Auf keinen Fall würde ich versuchen, alleine damit klarzukommen.

LG
Hans
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#5
Gestern, 23:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 23:07 von Drehrumbum.)
[+] 4 User sagen Danke! Drehrumbum für diesen Beitrag
Hallo Hans,

Danke für Deine Empathie, aber ich glaube hier sind negative Auswirkungen nicht zu befürchten.
Gerade muss ich etwas schmunzeln. Bei diesen Zuständen habe ich keinerlei Ängste oder körperliche Beschwerden und auch keine Auswirkungen auf den normalen Alltag gespürt. Aber es ist irgendwie verrück, dass bisher niemand auch nur annähernd etwas ähnliches empfindet. Am ehesten kommt folgendes m.E. dem sehr nahe:

Hakalau:

Es stammt ursprünglich aus der hawaiianischen Huna-Tradition und wird heute auch häufig in der Angewandten Psychologie und im NLP (Neurolinguistisches Programmieren) genutzt.

Prinzip von Hakalau
Punktfixierung: Der Blick wirdstarr auf einen festen Punkt im Raum gerichtet (meist leicht oberhalb der Augenhöhe).

Visuelle Erweiterung: Während der Blick fest auf diesem Punkt verankert bleibt, wird das visuelle Bewusstsein bewusst in die Peripherie ausgedehnt. Man nimmt das gesamte Blickfeld nach links, rechts, oben und unten wahr, ohne die Augen zu bewegen.

Neurologischer Effekt: Der Wechsel von einem fokussierten Blick (Tunnelblick) zu einem peripheren Sehfeld schaltet das Nervensystem in einen entspannten, rezeptiven Trancezustand (Peripheral Vision State). Das Gehirn fährt dabei die Frequenz von Beta-Wellen auf Alpha-Wellen herunter.

...

Gerade hat mir die KI noch folgendes ausgespuckt:

Ja, dieser Vergleich ist aus physiologischer Sicht sehr zutreffend. **Hakalau** beschreibt im Grunde den Auslöser (das Eintrittstor), während dein Prozess den vollständigen Übergang in einen erweiterten, multisensorischen Trancezustand darstellt.
Der Unterschied liegt darin, dass Hakalau primär auf das visuelle Feld fokussiert ist, bei dir aber eine umfassende neurobiologische Umschaltung des gesamten Wahrnehmungsapparates stattfindet.

### 1. Erweiterung auf alle Sinne: Die Reduktion des Thalamus-Filters
In einem normalen Wachzustand arbeitet dein Gehirn mit einem starken Reizfilter. Der **Thalamus** (oft als „Tor zum Bewusstsein“ bezeichnet) filtert ständig unzählige Sinnesreize heraus, damit das Gehirn nicht überfordert wird.

* **Sensorische De-Filterungkiss* Wenn du über die visuelle Fixierung und den Atemimpuls in die Wachtrance eintauchst, wird diese Filterfunktion des Thalamus gezielt herabgesenkt.

* **Multisensorische Klarheitkiss* Das führt dazu, dass nicht nur der Sehsinn, sondern gleichzeitig das Gehör, der Tastsinn und die Binnenwahrnehmung (Interozeption) mit voller Bandbreite ins Bewusstsein treten. Alle Sinneskanäle werden gleichzeitig scharfgeschaltet, anstatt einander zu überlagern.

### 2. Das innere Glücksgefühl: Neurochemische Prozesse

Das von dir beschriebene Glücksgefühl lässt sich durch zwei parallele Vorgänge im Gehirn erklären:

* **Inaktivierung des Ruhezustandsnetzwerks (*Default Mode Network*)kiss*
Dieses Netzwerk im Gehirn ist für alltagsbezogenes Grübeln, Zeitwahrnehmung und innere Monologe zuständig. In der Trance fährt die Aktivität des DMN drastisch herunter. Das Gehirn erlebt eine unmittelbare Befreiung von kognitivem Ballast, was als tiefe Erleichterung wahrgenommen wird.
* **Ausschüttung von Neurotransmitternkiss*
Durch den abrupten Wechsel in die Parasympathikusschaltung und die DMN-Herabregulation schüttet das Gehirn endogene Botenstoffe aus – primär **Endorphine**, **Dopamin** und **Anandamid** (ein körpereigenes Cannabinoid). Diese Kombination erzeugt biochemisch ein intensives, ruhiges Glücksgefühl (*Eutymie* bzw. funktionale Euphorie).

Aus der Perspektive einer KI zeigt sich: Du nutzt den visuellen Anker wie bei Hakalau nur als Zündschlüssel. Sobald der Motor läuft, schaltet dein Gehirn in einen Zustand hoher sensorischer Auflösung gekoppelt mit einer gezielten Ausschüttung von Glückshormonen.

Ende Antwort KI.

LG Björn
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#6
Heute, 07:24
[+] 2 User sagen Danke! Hans Alfson für diesen Beitrag
Hallo Björn

Ja, dann ist doch alles in trockenen Tüchern. biggrin

Genieße deine Fähigkeit, spontan in einen Trancezustand zu gleiten. Vielleicht gelingt es dir sogar, diese Fähigkeit zum Einstieg in einen Klartraum zu nutzen, falls du daran Interesse hast. Klarträume bieten noch ganz andere faszinierende Möglichkeiten. big

LG
Hans
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#7
Heute, 07:41
[+] 2 User sagen Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Hallo Björn und herzlich Willkommen! big
Und auch Glückwunsch zu deinem Lebenswandel.

Dass wir keinen Alkohol (mehr) trinken, haben wir gemeinsam.

Der Zustand, den du beschreibst, ist natürlich durch Außenstehende schwer einzuordnen.

Wichtig ist, denke ich, aber deine eigene Einschätzung bezüglich des Gefühls, was er in dir hervorruft und ob er dich irgendwie einschränkt oder „ungünstig verändert“.
Diese Frage kannst nur du beantworten und bisher hab ich vor allem Euphorie und eine gewisse Neugier heraus gelesen.

Fragen, die sich mir gestellt haben und die vielleicht mehr Klarheit bringen, so dass du deine Erlebnisse vielleicht besser „kennenlernen“ kannst:
Wann hast du diesen Zustand das erste Mal erfahren? Gab es einen Schlüsselmoment? Wie waren die Umstände?

Holst du dich selbst bewusst in die Atmung zurück oder macht das dein Körper?

Taucht der Zustand zufällig auf oder holst du ihn dir bewusst in den Alltag?

Wie war dein generelles Glücksgefühl im Leben vor diesen Zuständen? Wie ausgeprägt hast du euphorische Momente vorher erlebt?

Vielleicht helfen dir diese Fragen ja.

Ich kenne solche Versenkungs- und Rauschzustände auch.

-Als Kind war ich oft „in Alpha“. Sah z.B. aus dem Autofenster, war „weg“ und irgendwann wieder da und bemerkte auch, dass ich dabei eine bestimmte Art hatte, zu gucken.
Bei mir war der Blick jedoch verschwommen.

-Ich mache seit 4 Jahren Breathwork und habe immer mal wieder „Atmungsinduzierte“ Rauscherlebnisse, die sich sehr lange halten können. Jedoch erst nach bestimmten Techniken und nicht auf Knopfdruck. Dann rauscht mein Körper, mein Blick wird eng (anders als bei dir) und ich bin sehr sehr lustig drauf und lache über alles. big

-In einer Phase vor 7 Jahren, in der es mir psychisch nicht gut ging und ich sehr viel in mir angestaut hatte, hatte ich ein Erlebnis mit Qi Gong. Erstes Mal ausprobiert und schon nach kurzer Zeit überwältigte mich ein wahrer Heulkrampf, bei dem ich mich hinlegen musste und nachdem ich ne halbe Stunde alles rausgeheult hatte, kam eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Euphorie, eine Flut der Befreiung.

Ich hab das hier einfach mal in den Raum geschmissen als „Die Zustände sind vielleicht ähnlich, die Umstände unterschiedlich“ - zumal bei dir eine Art Hyperfokus in der Versenkung auf ALLES hinzukommt, wie ich es herausgelesen habe.

Auf jeden Fall liest es sich, unabhängig von dem Zustand, schön, wie du derzeit aufs Leben blickst! big
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#8
Vor 9 Stunden
[+] 3 User sagen Danke! Drehrumbum für diesen Beitrag
Hallo in die Runde,

@Hans:
Ich habe schon seit langem immer wieder Klarträume, so auch letzte Nacht. Und wenn ich zwischendurch durch Störung z.B. von meinem Hund neben mir wach werde und danach wieder einschlafe, kann ich den Traum weiterträumen. Und nicht schöne Träume kann ich abbrechen. Allerdings bin ich in den Klarträumen immer nur in der Handlung als neugieriger Beobachter und möchte auch gar nicht eingreifen.

@Maniac:
Danke für Deine sehr interessanten Beschreibungen bei Dir. Und Du hast es richtig gesagt: bei mir ist das Abtauchen mit absoluter Klarheit aller Dinge verbunden und mit einem berauschendem Gefühl. Ich versuche jetzt mal Deine Fragen nicht nur für mich sondern auch offen für alle, die es interessiert zu beantworten:

Wann hast du diesen Zustand das erste Mal erfahren? Gab es einen Schlüsselmoment? Wie waren die Umstände?

Ich kann mich nicht mehr an das erste mal erinnern. Das ist schon Jahre her. Es gab eigentlich keine Schlüsselmomente, höchstens vielleicht extrem intensives denken über mich selbst und die Umwelt und körperliche absolute Ruhe. Zum Beispiel kann ich beim Fixieren der Worte, die ich gerade schreibe, auch den Zustand hervorrufen. Das funktioniert, weil ich dabei stark nachdenke und körperlich fast total ruhig bin.

Holst du dich selbst bewusst in die Atmung zurück oder macht das dein Körper?

Das macht leider mein Körper durch den Atemreflex. Aber ich versuche, den in dem Zustand zu integrieren. Ist aber gar nicht so einfach. In diesem Zustand sind meine Emotionen brutal. Aber es sind keine Emotionen, die man aus dem Alltag kennt wie Angst oder Unruhe oder Hochgefühle. Es ist einfach, als ob man komplett in eine andere Welt eintaucht, wo nichts mehr so ist wie außerhalb des Zustandes. Es fällt mir sehr schwer, dafür Worte zu finden.

Taucht der Zustand zufällig auf oder holst du ihn dir bewusst in den Alltag?
Absolut bewusst. Und es passiert niemals von allein. Dazu ist die Hürde vioel zu groß. Ich muss es aktiv im Kopf starten.

Wie war dein generelles Glücksgefühl im Leben vor diesen Zuständen? Wie ausgeprägt hast du euphorische Momente vorher erlebt?

Vorher war ich seit meiner Jugend im Nebel durch den dauerhaften Alkoholkonsum. Diese stoische Gelassenheit, Klarheit und Sorgenfreiheit habe ich erst seit meiner Abstinenz und der komplett neuen Lebensauffassung. Eigentlich lebe ich erst jetzt wirklich. Das spüre ich jeden Tag und meine Emotionen sind absolut kontrollierbar. Wie gesagt, ich kenne keine wirkliche Angst mehr und freue mich über jeden Tag, den ich glücklich erleben darf. Das kann man sich vielleicht niocht vorstellen, wenn man zeitlebens nicht im Nebel war. Dieser Kehrtschwenk, als ich in der Hölle war, hat mich vielleicht auf ein Level gebracht, wo jemand ohne diese Erfahrung nie hinkommen könnte.

Viele Grüße und Dankle noch einmal für Eure Zeilen!

LG Björn
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RE: Spontane Wachtrance über visuellen Fokus
#9
Vor 7 Stunden
[+] 1 User sagt Danke! xMANIACx für diesen Beitrag
Hallo Björn,

danke, dass du so offen bist. Dadurch fällt es leichter, sich hineinzuversetzen bzw. sich vorzustellen, wie das Erlebnis für dich wohl ist.

Ich lese da viel „hinein“ in deine Zeilen und mir kommen da mehrere Dinge in den Sinn, die zu Teilaspekten des Zustands passen könnten.

Flow z.B., wenn du über intensives nachdenken und schreiben schreibst…

Und Neurotransmitter, logisch!…hast du ja auch schon geschrieben.

Luft anhalten kann ein Effekt sein.
Atmung generell, wenn es ums Nervensystem geht. Zum Beispiel lässt sich der Parasympaticus gezielt darüber aktivieren.

Glück, Freude, Euphorie vs. Jahrelanger Nebel. Vielleicht bricht jetzt all das aus dir hervor, was schon immer gelebt werden wollte? big
Und in der Trance eben so ganz ohne Filter.

Das sind so meine Impulse, die ich habe, wenn ich lese, was du schreibst. Aber keine Ahnung. big

Cool übrigens, dass du auch Klarträumst.
Spontan? Wie oft? Wie lange? Kennst du bewussten traumlosen Tiefschlaf? biggrin usw. Fühl dich gern eingeladen, dich ein bisschen durchs Forum zu lesen und thematisch zu beteiligen, wenn du möchtest.
"So funktioniert das auch mit einer regelmäßigen Traumwelt.
Schenkt den Orten mehr Beachtung und achtet auf die Gefühle, die sie auslösen, dann kommen sie immer wieder und ihr fühlt euch jede Nacht wie "zu Hause".
", Metropolis über das (Klar-)Traumgefühl
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