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paraphilien - Druckversion

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RE: paraphilien - Glassmoon - 06.06.2011

Es ist nicht wirklich schwierig, an illegale und groteske Inhalte jeglicher Form zu kommen. Wer suchet, der findet. Mord, Folter, Hinrichtungen, Verstümmelung, ... es spielt sich bloß in nicht all zu öffentlichen Bereichen ab. Du kannst davon ausgehen, daß jeder einigermaßen netzaffine Mensch nach spätestens ein paar Stunden intensiver Suche auch Kinderpornographie finden kann.

Bei Konsumenten von Kinderpornographie kannst Du vermutlich davon ausgehen, daß es zumeist Menschen mit pädophilen Neigungen sind. Ich denke Janus wollte eher darauf hinaus, daß der Umkehrschluß unzulässig sei. Daß auch die meisten Pädophilen vernunftbegabte Menschen sind und Gewalt ablehnen – genau so wie zum Beispiel ein heterosexueller Mann nicht alleine aufgrund seiner sexuellen Vorliebe für Frauen Vergewaltigungen an diesen befürwortet und das Netz nach echten Gewaltvideos durchforstet. Es sind nicht «die heterosexuellen Männer», die solche Videos erstellen, besitzen und verbreiten.

Da in den Medien jede bekannt gewordene Meldung über Kindesmißbrauch tagelang in Nachrichten und Sondersendungen breitgetreten wird, besteht in der Bevölkerung ein starkes Zerrbild. Würde jede bekannt gewordene, sexuelle Gewalttat in «normalem» Kontext von den Medien aufgegriffen, könnte man uns jeden Tag mit neuen Schreckensmeldungen überschwemmen. Da hilft eigentlich nur, sich selbständig und unabhängig zu informieren.

Hier bin ich vor einer Weile drüber gestolpert und hatte es an anderer Stelle schon mal gepostet:

http://www.schicksal-und-herausforderung.de/

Dort findest Du gesammelte Informationen und Erfahrungen eines Pädophilen.


RE: paraphilien - spell bound - 06.06.2011

(06.06.2011, 11:31)Glassmoon schrieb: Hier bin ich vor einer Weile drüber gestolpert und hatte es an anderer Stelle schon mal gepostet:

http://www.schicksal-und-herausforderung.de/

Dort findest Du gesammelte Informationen und Erfahrungen eines Pädophilen.
auf der seite klingt es, als würden nur männer pädophil. :?:


RE: paraphilien - Glassmoon - 06.06.2011

Ich vermute mal ins Blaue hinein, daß die kulturell bedingte, stärkere Schamhaftigkeit der Frau bei Tabuthemen mit eine Rolle spielt. Selbst bei vergleichsweise harmlosen und zudem anonymen Umfragen wollen Frauen noch immer mit deutlich weniger Männern sexuellen Kontakt gehabt haben als Männer mit Frauen.


RE: paraphilien - Janus Halbritter - 14.06.2011

@Träumelchen
Die Prozentzahlen beziehen sich auf sexuellen Missbrauch von Kindern. Das ist § 176 StGB. Kinderpornographie ist § 184b StGB. Das sollte man nicht durcheinander bringen.
Erstes besteht dort nicht unbedingt ein direkter Zusammenhang. Wer Kinderpornographie besitzt muss auch keine Kinder missbrauchen und wer Kinder missbraucht besitzt nicht immer Kinderpornographie. Die schon erwähnten nicht-pädophilen Täter zum Beispiel (85-98%) sind garnicht am kindlichen Körper interessiert, mit Kinderpornographie könnten sie also nichts anfangen.
Zweitens ist besonders das Gesetzt wegen "kinderpornographischer Schriften" sehr weit gefasst, denn das Wort Schriften kann man wörtlich nehmen. Für einen Pädophilen kann es illegal sein ein Traumtagebuch zu führen: "Wer pornographische Schriften die sexuelle Handlungen von, an oder vor Kindern (§ 176 Abs. 1) zum Gegenstand haben (kinderpornographische Schriften) [...] herstellt [...] wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft." (§ 184b Absatz 1 StGB)
Außerdem habe ich geschrieben "Viele sind gegen Sex mit Kindern und lehnen Kinderpornographie ab." Viele sind nicht alle. Pro Jahr gibt es ungefähr 6000-7000 Ermittlungsverfahren (noch keine Verurteilungen) wegen Kinderpornographie. Nimmt man an jeder Verdacht würde sich bestätigen und nimmt man eine Hell-Dunkelfeldrelation von 1 zu 5 an hat man grob (sehr grob) 30.000 - 35.000 Fälle und das bei ungefähr 200.000/300.000 (Es gibt sehr unterschiedliche Angaben und die beziehen sich immer nur auf Männer.) oder mehr Pädophilen in Deutschland. Die Pädophilen die Kinderpornographie besitzen sind also in der Minderheit.