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Beobachter- vs. Ego-Perspektive (auch im Klartraum möglich?) - Druckversion

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Beobachter- vs. Ego-Perspektive (auch im Klartraum möglich?) - Dreamgirl69 - 07.08.2022

Hallo,

ich bin ja noch neu hier fear. Vielleicht ist die Frage für euch naiv. Ich träume manchmal (meist trüb), wobei ich in einer Beobachterposition bin, so als würde ich einen Film schauen oder aber ich bin als Akteur aktiv und erlebe es aus einer Ego-Perspektive.
Bisher dachte ich, dass es nur bei mir so ist (warum auch immer ich das gedacht habe augenroll ), habe nun aber von einem Freund erfahren, dass es bei ihm auch so ist.

Habt ihr eine Idee, warum das so ist? Gibt es irgendeine Regelhaftigkeit, wann man aus welcher Perspektive träumt? Ich habe außerdem so Phänomene, die ich als präluzid empfinde, wo ich Beobachterin bin, aber weiß, dass ich träume und die Szene gestalten kann, aber selbst eben nicht aktiv bin. Oder sind das auch Klarträume, wenn man selbst Beobachter ist?

Außerdem weiß ich nicht, ob ich klarträume oder nur träume, dass ich klarträume. Beispiel: Ich wurde mir bewusst, dass ich träume, habe dann auch einen RC gemacht. Nase zuhalten. Das Ergebnis war aber nicht eindeutig. Trotzdem hatte ich ein Bewusstsein davon, dass ich träume und dann ein "bisschen" gestaltet.
Komisch war, dass ich Probleme hatte meinen Körper zu fühlen, der war irgendwie nicht eindeutig und später bin ich falsch erwacht, da habe ich eben den uneindeutigen RC gemacht und bin dann später wieder richtig aufgewacht.
Ich finde das alles sehr verwirrend.


RE: Beobachter- vs. Ego-Perspektive (auch im Klartraum möglich?) - Nuevo - 07.08.2022

Das in einem Trübtraum das Thema "Klartraum" auftaucht ist nicht verwunderlich. Es ist ja ein Thema das einen beschäftigt. Dies ist mir schon öfter passiert - aber es war dann nur ein x-beliebiges Thema, eine Story wie viele andere und daher würde ich in dem Fall noch nicht von „Klarheit“ sprechen.
Ein Klartraum ist, meiner Meinung nach, dann gegeben, wenn man sich „bewusst“ ist, das man sich in einem Traum befindet. Dabei ist es egal, welche Rolle ich in dem Traum habe, solange ich weiß, dass dies ein Traum ist. Die Erkenntnis kann jedoch auch sehr kurz und vage sein, in dem Fall würde ich von einem kurzen, „klaren“ Moment sprechen bzw. von präluzid, wenn es „nur“ eine Ahnung ist, die sich einen Weg in mein Bewusstsein sucht aber nicht wirklich weit kommt.

Ich denke, in der Beobachterrolle kann man sich zu jedem Zeitpunkt wiederfinden, bewusst oder unbewusst.
Beim Übergang in den Schlaf z.B. kommt es auch vor, dass aus hypnagogen Bildern und Geräuschen, Traumszenen entstehen, die man zunächst „nur“ beobachtet. Man ist sozusagen noch nicht eingetaucht. Aber selbst wenn ich eintauche, kann ich auch in der Beobachterrolle bleiben.
Wenn ich mir bewusst bin, dass dies alles ein Traum ist, dann bin ich in dem Moment auch „klar“.

Wenn ein RC nicht eindeutig ist oder ich immer noch Zweifel, dass ich träume, so ist auch dies nicht ungewöhnlich. Ich vermute, es ist eine Frage des Grads der Klarheit.
Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich sehr abgelenkt bin/werde im Traum, was dazu führt, dass ein RC uneindeutig ausfallen kann und ich nicht überzeugt davon bin, dass ich träume.

Es gibt natürlich noch sehr viele umfangreichere Definitionen für einen Klartraum. 
z.B. im Klartraum-Wiki: https://www.klartraum-wiki.de/wiki/Klarheit