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Nachts aufstehen / Motivation - Druckversion

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+--- Thema: Nachts aufstehen / Motivation (/showthread.php?tid=12123)

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Nachts aufstehen / Motivation - juggleM - 29.05.2013

Hallo,

ich beschäftige mich nun seit ca drei wochen mit dem Klarträumen und hatte bisher leider noch keinen Erfolg (nur einen halben bigwink ). Jetzt habe ich einige Fragen:

1. Wie wichtig ist es, nachts aufzustehen und dann eine Technik anzuwenden? Ist das am Anfang unerlässlich, oder klappt das genauso gut ohne? Oder gibt es vielleicht bestimmte Techniken, die sogar Abends efektiver sind? Für DILD scheint man ja nicht aufstehen zu müssen, aber so wie ich das verstehe erzielt man damit am Anfang dafür sozusagen nur "Zufallstreffer"?! Ich habe nämlich gemerkt, dass ich tagsüber sehr müde bin, wenn ich nachts immer aufwache.

2. Ist es notwendig wirklich jeden Tag zu üben, d.h. wenn die Antwort auf 1. "Ja" ist, macht man dann die Übung, die man beispielsweise am Wochenende macht, unter der Woche wieder zunichte, wenn man da nicht übt?

3. Am Anfang war ich ziemlich motiviert, das Ganze durchzuziehen und habe alles Wissen in mich aufgesogen, und (denke ich) auch erstmal alles richtig gemacht. Da ich aber nun immer noch keinen Erfolg hatte, merke ich langsam, dass meine Motivation langsam sinkt. Ich lese schon öfters einfach Erfahrungsberichte von Klarträumern, das hilft sehr die Motivation zu steigern, da diese meist von sehr positiven Erfahrungen berichten. Aber habt ihr vielleicht noch andere Tipps, wie man sich wieder so richtig motivieren kann? Bzw. was ist euer wichtigster Grund klarzuträumen?

4. Kann es passieren, dass man einen Klartraum hat und sich nachher trotzdem nur wie an einen Trübtraum daran erinnert? So in der Art war nämlich mein halber Erfolg, wonach ich auch sofort angefangen habe ein Traumtagebuch zu führen.

Das ist im Moment alles was mir einfällt..
Ich hoffe ich konnte meine Fragen einigermaßen verständlich formulieren und danke schonmal für Antworten big

LG, juggleM


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Solomon - 29.05.2013

1. Sehr. Also für WILD z.B. oder andere Varianten ist es das sinnvollste, was man hierfür machen kann. Denn es läuft immer die Gefahr, wenn man am frühen Morgen WILDen will, dass man einfach zu wach ist oder durch äußere Reize gestört wird. Eine Technik, die Abends effektiver ist, ich würde spontan Autosuggestion sagen, obwohl die eigentlich zu jeder Zeit effektiv ist (es kommt ja darauf an, sie richtig durchzuführen, also intensiv das Mantra im Kopf wiederholen, nicht als Hintergedanken betrachten)

2. Es ist nicht notwendig. Am Wochenende "üben" würde schon reichen. Also ich denke, du meinst es jetzt, dass man versucht zu WILDen oder eine andere Technik. Wenn es das ist, dann ist es, wie gesagt, nicht Notwendig. Oder habe ich dich falsch verstanden?

3. Mein wichtigster Grund ist, warum ich es immer wieder aufs neue versuche, klarzuträumen, ist, dass: Da ich Ausländer bin und manchmal von ziemlich fiesen Typen fertig gemacht werde, denke ich mir immer, während sie mich mobben: "Sch*** drauf, wenn ich klarträume, kann ich ihnen meine Meinung zeigen und ich kriege keinen Verweis. biggrin "

4. Hatte schon einige, es kann wirklich vorkommen.


RE: Nachts aufstehen / Motivation - juggleM - 29.05.2013

Das ging ja schnell biggrin , Danke!

Ja, Autosuggestion benutze ich sowieso immer (also beim Einschlafen), aber dann werde ich es wohl entweder nur am Wochenende versuchen können, oder unter der Woche früher schlafen gehen müssen..

2. Ja, du hast mich richtig verstanden bigwink

So wie du schreibst klingt es so als ob du hauptsächlich WILDest?! Hast du damit angefangen? Oder erstmal was anderes? Ich hatte das nämlich erstmal auf später verschoben, weil ich öfters gelesen habe, dass es mit DILD und MILD erstmal einfacher sei, obwohl mich WILD eigentlich auch anspricht.


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Solomon - 29.05.2013

Vor einem halben Jahr habe ich mit MILD angefangen, was aber aus heutiger Sicht reine Autosuggestion am Abend wäre. Danach versuchte ich abends zu WILDen, aber das erwies sich als zu schwierig. Dann experimentierte ich mit einigen Techniken herum bis ich auf meine VILD-Variante kam, bei der ich die höchsten Erfolgsquoten hatte.

Autosuggestion sollst du meiner Meinung nach jeden Tag versuchen, da es nicht den Schlafzyklus stört.

Und noch etwas: Wenn du mitten in der Nacht aufstehen willst, geh nicht früher schlafen bzw. schlafe nicht früher ein. Geh normal schlafen. Sagen wir, du gehst um 22 Uhr schlafen, dann mach einen Wecker auf 4 Uhr. Dann bist du sehr müde und genau das ist die beste Vorraussetzung für einen WILD oder auch andere Techniken. Der größte Fehler, den meiner Meinung sehr viele machen, ist der, dass sie nicht müde genug sind. Das gilt für jede Technik (außer Autosuggestion). Du sollst kein WBTB machen, solange man dich schnell aufkriegt (wie mich). Mach dann WSIB, da steht man nur kurz auf, noch im Halbsschlaf und man macht die Technik. Also ungefähr so: Man hört den Wecker, man denkt kurz: "Ahn...Jetzt muss ich WILD/... machen" und dann machst du es. Das Problem ist dabei, dass die Gefahr läuft, zu unkonzentriert zu sein. Aber mit etwas Übung schafft man das schon.

Ich würde dir empfehlen, auch mal sich mit WILD zu beschäftigen. In meiner Signatur findest du einen Link zur meiner Variante. Meiner Meinung nach ist sie einfacher als das 08/15-WILD.


RE: Nachts aufstehen / Motivation - juggleM - 29.05.2013

Cool, danke big

Werde deine Technik mal ausprobieren.

Hast du am Anfang, jede Nacht mal was neues probiert, oder bist du eher so eine Woche bei einer Technik geblieben und hast dann erst bewertet, ob sie für dich gut ist oder nicht?

Und sagt man nicht eigentlich eher, dass man eben gerade wach werden soll in der Nacht? Also das Bewusstsein richtig wach kriegt? Ich hatte das immer so verstanden. Oder sind das einfach zwei unterschiedliche Ansätze?


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Solomon - 29.05.2013

Ich versuchte jede Technik immer 1 Woche lang.

Das Bewusstsein wach haben in dem Sinne, sich auf die Technik konzentrieren zu können, aber dass man schnell einschlafen kann.


RE: Nachts aufstehen / Motivation - juggleM - 29.05.2013

Ok, Danke big


RE: Nachts aufstehen / Motivation - ComeBackDreamer - 29.05.2013

Hallo und Willkommen,
dann geb ich auch nochmal meinen Senf dazu:

1.: Wie schon erwähnt ist es sehr sinnvoll, gerade beim Wild. Es gibt dort aber áuch Techniken wo man lediglich wach werden muß aber nicht aufstehen braucht. Um am nächsten Tag nicht müde zu sein habe ich mir antrainiert einen inneren Wecker zu stellen. Dazu hatte ich anfangs die Suggestion: "Ich werde um XX Uhr wach." Nach einiger Zeit konnte ich meine nächtliche innere Uhr nach belieben stellen. Nur nicht zu oft machen, sonst wirst du automatisch nachts wach, auch wenn du es gar nicht willst *lol*

2.: Generell würde ich ich es nicht als Übung bezeichnen, sondern als Lebenseinstellung. Aufmerksames und bewußtes Beobachten kann man sich antrainieren, so dass zu einer Selbstverständlichkeit wird. Generell gilt natürlich beim Üben oder Lernen (jeglicher Art) Je mehr du dein Gehirn trainierst, um so mehr wird es sich an den Zustand gewöhnen und dies für wichtig erachten. Aber übe nicht mit zuviel Zwang. Nächtliche Wbtbs sind natürlich nicht jede Nacht durchzuführen - Suggestionen vorm Einschlafen sind immer sinnvoll.

3.: Mit der Motivation ist es so eine Sache. Oft geht die Motivation verloren wenn man zu erfolgsorientiert ist und der Erfolg ausbleibt. Suche dir verschiedene Übungen für die Nacht und für den Tag, probiere verschiedene Techniken aus. Strebe nicht nach Erfolg, strebe nach dem Weg dorthin und gestalte diesen die kreativ und abwechslungsreich.

4.: Wenn ich die Erinnerung an eine Trübtraum habe, wie kann ich da der Meinung sein es könne ein KT gewesen sein ??? Versteh ich nicht ganz. Was aber normal ist, dass manchmal nur einige Vorraussetzungen für einen KT erfüllt sind. Präluzid sozusagen.

Hoffe du konntest da noch was brauchbares rausziehen.

Beste Grüße
CBD


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Der Neue - 30.05.2013

N' Abend!

Ich schließe mich dem Problem der Motivation an. Irgendwie versinkt das alles nunmehr in einem regelmäßigen Trott, und ich kann mich aus irgendeinem Grund nicht mehr so dazu begeistern, wie noch vor ein paar Wochen.
Das schlimme dabei? Es ist keine Frustration, ich hab nämlich immer wieder Klarträume (._. )


RE: Nachts aufstehen / Motivation - juggleM - 30.05.2013

Also bei mir ist es wirklich eher Frustration, einfach weil ich gerne wissen würde, wofür ich das alles mache biggrin Also mir sind die Gründe schon klar, wieso ich das will und ich denke, dass schon ein Erfolg mir alles leichter machen würde. Ich hoffe ich schaffe es, das durchzuziehen, weil eigentlich will ichs wirklich..
Aber da muss ich mich wohl in Geduld üben big

zu 2.:
Ich meinte, dass ich unter Umständen einen Klartraum hatte, da ich erkannt habe, dass ich träume (wenn auch nur für ca. 2 Sekunden), mich aber im Nachhinein nur noch sehr verschwommen daran erinnere und mir nicht sicher bin, ob es nicht doch nur "geträumt erkannt" war.
Aber eigentlich ist mir auch gerade klar geworden, dass die Frage, wie genau man diesen Traum klassifiziert eher unwichtig ist. Ich denke, ich kann es auf jeden Fall als Fortschritt ansehen?!

Liebe Grüße,
JuggleM


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Peter Trimus - 01.06.2013

Ist mir auch schon passiert biggrin
Da dachte ich mir, aha, ein Traum, im Nachhinein betrachtet weiß ich nicht mehr den Zusammenhang der ganzen Sache biggrin


RE: Nachts aufstehen / Motivation - juggleM - 03.06.2013

Hallo,
Ich habe dieses Wochenende mal WILD ausprobiert. Ich habe Abends versucht möglichst lange meinen Geist wach zu halten, ohne zu große Hoffnungen auf einen erfolgreichen WILD, aber ich dachte mir, dass es vielleicht nicht schlecht ist, wenn man Abends zusätzlich übt, nicht sofort einzuschlafen. Ich habe dann auch einmal einen Zustand erreicht, in dem ich das Gefühl hatte sehr schwer zu sein, habe dan versucht mich leicht zu bewegen. Es gab dann auch kurz einen Widerstand, aber es hat geklappt.
Nachts habe ich dann WBTB angewendet, wobei ich jedoch nie weit gekommen bin. Ich weiß es gar nicht mehr so genau, aber ich glaube, einmal war ich zu konzentriert dabei und nach dem sorgfältigen Entspannen ist nichts passiert und ein anderes Mal bin ich einfach eingeschlafen. Und jetzt hab ich noch ein paar Fragen big

1. Sieht man hypnagoge Bilder nur kurz vor der REM-Phase, oder immer beim Einschlafen(vorrausgesetzt, dass man überhaupt welche sieht)?

2. Ist der schwerere Schritt das Erreichen der hypnagogen Bilder, oder eher das dann in den Traum einsteigen?

3. Wie lange sollte ich es bei Ausbleibenden Fortschritten mit der WILD-Methode versuchen? Im Moment tendiere ich nämlich doch irgendwie wieder eher zur Solomons, oder der normalen VILD-Technik, oder auch zu der MILD-Technik. Bloß habe ich ja eigentlich gerade erst gewechselt. Oder erscheint mir einfach immer eine andere Technik besser, weil ich noch keine richtigen Erfolge hatte!?

4. Ich hatte schon wieder so einen Traum, in dem ich eigentlich klar geworden bin, dann aber komplett von Schwärze umgeben war und nichts machen konnte. Danach ging der Traum trüb weiter und ich hab sogar im Traum Leuten erzählt, dass ich endlich einen kurzen Klartraum hatte. Aber nachdem ich aufgewacht bin, bin ich mir schon wieder nicht sicher, ob ich überhaupt kurz klar war, oder ob das nur geträumt klar war huh
Falls jemandem das schon ähnlich ging, würde ich mich über Tips freuen big

5. Bei mir dauert es immer sehr lange den ganzen Traum (oder die ganzen Träume) sehr detailliert aufzuschreiben, drum wollte ich mal fragen, ob man das irgendwie abkürzen kann, ohne es gleich viel weniger effektiv zu machen? Nur die Details aufschreiben, weil die leicht in der Erinnerung verloren gehen? Oder eher nur die groben Züge? Oder vielleicht nur die Dinge, die seltsam sind, also so nicht im realen Leben vorkommen würden? Oder doch lieber einfach alles ganz genau?

Danke, an alle, die sich das alles durchgelesen haben, und danke schonmal für antworten big


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Peter Trimus - 04.06.2013

Zu Punkt1 meine ich, dman sieht diese Bilder beim Einschlafen, aber nur unter bestimmten Umständen, dass der Geist wach genug ist.
Zu Punkt2 meine ich ist es nicht unbedingt immer willkürlich einzurichten, solche hypnagogen Wahrnehmungen zu haben, wenn man diese hat, glaube ich aber, steigt man bald einmal vollständig in den Traum ein. Allerdings kann ein zu abruptes Eintreten in den vollständigen Traum meiner Erfahrung gemäß zu schnellem Erwachen führen.


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Dreamynim - 04.06.2013

Hallo,

1. Hypnagoge Bilder treten meines Wissens nach prinzipiell beim Einschlafen auf. Aus ihnen entsteht der Traum, und auch im Tiefschlaf treten Träume auf. Wenn du dich etwas konzentrierst, wirst du sie wahrscheinlich wahrnehmen.

2. Es ist schwierig, bei den vielen Hypnagogien aufmerksam zu bleiben. big Hypnagoge Bilder sieht man relativ schnell, und der Einstieg in den Traum geht teilweise wie von alleine. Leider sind die Bilder anfangs oft instabil und man muss etwas warten, bis sie "stärker" sind. Es ist schwierig, in dieser Phase Aufmerksam zu bleiben.

3. Es gibt nicht "die WILD-Technik". Wenn du merkst, dass du beispielsweise mit hypnagogen Bildern wirklich nicht vorankommst, dann kannst du auch aufhören. Das liegt in deinem Ermessen. Du brauchst dich nicht zu zwingen. Oft wird als Orientierungswert 2 Wochen erwähnt. Du kannst es natürlich auch länger versuchen. Wenn es nicht klappt, dann versuche doch mal andere WILD-Varianten (Zähltechnik, über die Schlafparalyse usw.)
Du kannst auch gerne zu VILD (was ja auch eine WILD-Technik ist) wechseln.

4. "geträumt klar" ist in diesem Zusammenhang ein unlogischer Begriff. Ich würde dir raten, lieber so etwas wie "nicht richtig klar" zu sagen. Das ergibt mehr Sinn. bigwink
Wenn du nur eine sehr kurze Zeit klar warst und danach noch eingetrübt bist, ist es verständlich, dass die Erinnerung daran schlecht sein kann. Daraus würde ich nicht schlussfolgern, dass du nicht richtig klar warst. Warum bist du denn wieder trüb geworden? War es ein falsches Erwachen? Was wolltest du denn in der Schwärze tun, was nicht funktionierte? Um das besser einschätzen zu können, bräuchte ich vielleicht ein paar Informationen mehr.

5. Es ist wichtig, dass dein Unterbewusstsein die Träume als wichtig erachtet. Wenn du die Träume nur nebenbei mit Stichpunkten notierst, dann erachtest du diese als nicht besonders wichtig, nicht wahr? Wenn du nur Stichpunkte aufschreibst, dann mache dies wirklich sorgfältig. Wenn nicht, kannst du es am PC versuchen oder aufnehmen, was schneller funktioniert. Wie gesagt, die Sorgfalt zählt. Zusätzlich bringt es auch etwas, mit seinen Träumen zu arbeiten. Notizen, Markierungen und der ganze Kram.

--Dreamynim big


RE: Nachts aufstehen / Motivation - Solomon - 04.06.2013

Zitat:Nachts habe ich dann WBTB angewendet, wobei ich jedoch nie weit gekommen bin. Ich weiß es gar nicht mehr so genau, aber ich glaube, einmal war ich zu konzentriert dabei und nach dem sorgfältigen Entspannen ist nichts passiert und ein anderes Mal bin ich einfach eingeschlafen.

Deshalb Autosuggestion, damit du nachts automatisch aufstehst. Denn wenn du automatisch aufstehst, hast du noch das "sorgfältiges Entspannen" bzw. keine zu große Ablenkung darauf (in deinem Fall: zu hohe Konzentration oder auch das Aufwachen in einer Nicht-REM-Phase (bei mir zumindest)), aber auch die Konzentration (spreche aus Erfahrung). Aber hier Autosuggestion in dem Sinne, nicht die ganze Zeit "Ich stehe heute Nacht auf"... sondern dass du deine Gefühle das wirklich glauben lässt.