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Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - Druckversion

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RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - jqu - 08.10.2026

(08.10.2026, 09:59)Liri schrieb: Warum sollte ich ganze Teile meines Lebens wegwerfen oder für nebensächlich erklären? Wie wichtig ist mir mein Leben?

Ich schrieb nichts derartiges.


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - Liri - 08.10.2026

(07.10.2026, 18:19)Likeplacid schrieb: Ich frage mich zur Zeit oft "Wie wichtig ist mir das Träumen?"

Mein Beitrag stand in Zusammenhang damit, nicht mit deiner Aussage. Und noch in einem anderen Zusammenhang, der hier nicht so artikuliert wurde: und von dem keiner was weiß: die letzten beiden Nächte hatte ich fast keine Traumerinnerung und das hat mich sehr irritiert. Ich dachte mir so etwas wie: was habe ich eigentlich die ganze Nacht gemacht?


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - xMANIACx - 08.10.2026

(08.10.2026, 09:59)Liri schrieb: Ist ja nicht so, als ob man in der Nacht nicht lebt. Warum sollte ich ganze Teile meines Lebens wegwerfen oder für nebensächlich erklären? Wie wichtig ist mir mein Leben? Wie wichtig ist mir mein Bewusstsein? Ich denke, manchmal kommt Frustration auf, weil Klarträumen irgendwie wie so ein Leistungssport gesehen wird, anstelle dass man einfach mal anerkennt, wie faszinierend überhaupt das Ganze ist, ob bewusste oder unbewusste Träume.

Wahre Worte, wertvolle Erkenntnis. smile

Das mit der fehlenden TE, die du noch beschrieben hast. Mir geht das immer ähnlich dann und ich sehne mich wirklich nach meinen Träumen. Ohne TE fehlt mir was und wenn ich z.B. einen Traum nur noch so halb erinnere, aber weiß, dass da noch viel viel mehr war, bedauere ich das auch wirklich sehr. 

Das witzige ist, dass das vermutlich 99% der Bevölkerung nicht so gehen wird. 

Ich wünsche dir, dass die TE sich diese Nacht wieder blicken lässtsmile


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - Liri - 09.10.2026

(08.10.2026, 15:45)xMANIACx schrieb:
(08.10.2026, 09:59)Liri schrieb: Ist ja nicht so, als ob man in der Nacht nicht lebt. Warum sollte ich ganze Teile meines Lebens wegwerfen oder für nebensächlich erklären? Wie wichtig ist mir mein Leben? Wie wichtig ist mir mein Bewusstsein? Ich denke, manchmal kommt Frustration auf, weil Klarträumen irgendwie wie so ein Leistungssport gesehen wird, anstelle dass man einfach mal anerkennt, wie faszinierend überhaupt das Ganze ist, ob bewusste oder unbewusste Träume.

Wahre Worte, wertvolle Erkenntnis. smile

Das mit der fehlenden TE, die du noch beschrieben hast. Mir geht das immer ähnlich dann und ich sehne mich wirklich nach meinen Träumen. Ohne TE fehlt mir was und wenn ich z.B. einen Traum nur noch so halb erinnere, aber weiß, dass da noch viel viel mehr war, bedauere ich das auch wirklich sehr. 

Das witzige ist, dass das vermutlich 99% der Bevölkerung nicht so gehen wird. 

Ich wünsche dir, dass die TE sich diese Nacht wieder blicken lässtsmile
Ist sie, danke ... Und jetzt kann ich sie nicht aufschreiben, weil ich mein Über-Nacht-Köfferchen packen muss. Aber zumindest habe ich zwei der drei Episoden erzählt, das gilt auch.


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - Likeplacid - 09.10.2026

Träumen und Klarträumen sind untrennbar verbunden. Manche Leute sehen Trübträume als Abfall an, den man ertragen oder wegbaggern muss um ans Klarträumen dranzukommen. Aber oftmals stellt sich raus, dass Träume und Klarträume gar nicht so verschieden sind. Unser Denken hat es natürlich gern, wenn sich Dinge klar unterscheiden lassen. Wie groß ist der Unterschied zwischen gewöhnlichem Träumen und Klarträumen eigentlich? In Zahlen kann man das kaum angeben. Vielleicht ist das Klarträumen bloß eine natürliche Spielart des Träumens, und diese Spielart taucht auf, wann sie es möchte. Sie erweist sich aber oft als eine Fehlsteuerung. Tholey hat schon früh erkannt, dass die bloße Erkenntnis "Ich träume" keinen besonderen Wert hat. Vielleicht hat diese Erkenntnis sogar einen Unwert. Jedenfalls dann, wenn der Traum in dem Moment, wo ihn bemerkt ins Stocken gerät. Ich glaube, dass Klarheitsphasen und Trübheitsphasen sich abwechseln sollten. In der Klarheitsphase können die unterschiedlichsten Dinge passieren. Das meiste ist betrifft ja die Bewertung "Was mache ich hier eigentlich?" Die Antwort die man sich selbst darauf gibt kann sich darauf beschränken, dass man träumt. Sie kann sich aber auch auf den Trauminhalt, die Handlung des Traums beziehen. Das ist aber nur dann möglich, wenn man sich daran erinnert, was im Traum bis dahin passiert ist. Dies wäre ein weiterer Aspekt der Klarheit, den Tholey damals wohl vergessen hat. Zu diesen Aspekten möchte ich noch bemerken, dass sie nicht alle zugleich verwirklicht werden können, sondern nur nacheinander, denn das Bewusstsein hat eine gewisse Enge. Es kann nicht gleichzeitig denken "Es ist ein Traum" und die Klarheit der Wahrnehmung bemerken. Es gibt also Zustände des Bewusstseins im Schlaf, die sich vom "durchschnittlichen" Bewusstsein im Schlaf unterscheiden. Diese Zustände betreffen aber immer nur gewisse Leistungen des Verstands und nicht alle. Daher ist es utopisch zu fordern, dass ein Traum alle Aspekte der Klarheit  gleichzeitig erfüllen muss, um ein richtiger Klartraum zu sein. In einem Traum von 30 Minuten kann sehr viel passieren. Da ist es völlig normal, dass man nicht immer das gleiche Bewusstsein hat. (das war jetzt nicht KI)


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - jqu - 10.10.2026

(Viel) wichtiger als die Erkenntnis, zu träumen, ist die Erinnerung.


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - Lucinda - 10.10.2026

(10.10.2026, 08:45)jqu schrieb: (Viel) wichtiger als die Erkenntnis, zu träumen, ist die Erinnerung.

Die (Traum)-Erinnerungsfähigkeit ist die Grundlage dafür, dass der Trauminhalt ins wache Bewusstsein gelangt.

Wobei Traumerinnerung etwas ist, das sich auf die Vergangenheit - auf die Traumerlebnis- bzw. Traumwahrnehmungsfähigkeit bezieht.

Meiner Erfahrung nach hängt die Traumerinnerungsfähigkeit mit der Intensität der Sinneserlebnisse im Traum zusammen.

Erst auf Grundlage der Traumintensität bzw. Tiefensensibilität und Sinnesintensität lässt sich auch die Traumwahrnehmung in einen Klartraum wandeln.

Also, dass Grundlage dafür ist, dass erst die Wahrnehmung deutlicher Bilder, Gefühle, Bewegungen, Geräusche, etc. erfolgt, die anschließend zu einer Bewusstheit im Traum führen kann - DILD.

Oder eben auch - wie bei einem WILD - dass man geistig bei Bewusstsein (in der Wahrnehmung) bleibt, während der Körper entspannt und sozusagen "schläft".


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - Schuhbewegtsich - 10.10.2026

(10.10.2026, 09:24)Lucinda schrieb: Meiner Erfahrung nach hängt die Traumerinnerungsfähigkeit mit der Intensität der Sinneserlebnisse im Traum zusammen.

Erst auf Grundlage der Traumintensität bzw. Tiefensensibilität und Sinnesintensität lässt sich auch die Traumwahrnehmung in einen Klartraum wandeln.

Also, dass Grundlage dafür ist, dass erst die Wahrnehmung deutlicher Bilder, Gefühle, Bewegungen, Geräusche, etc. erfolgt, die anschließend zu einer Bewusstheit im Traum führen kann - DILD...

Guter Beitrag, Lucinda!
Ich füge noch mal etwas zum zweiten Schritt hinzu:

Die für jede Erinnerung nötige Aufmerksamkeit auf das was geschieht wird durch Gefühlsintensitäten erregt, aus welcher Richtung auch immer, das Klarträumen befreit sich am darin enthaltenen Selbstgefühl, oder auch Selbstbewusstsein.

Ich finde ebenso, dass so etwas wie Intensität entscheidend ist, glaube sogar, die Klarheit muss geträumter Weise schon gegeben sein, wenn sie zu Bewusstsein kommen soll. So wie du das mit den „deutlichen Bildern“ im Grunde ja bereits sagst.

Zu dieser Wahrnehmungs- und Gefühlsintensität (Sinnliches mit seinen aufgehenden Gefühlen) gehört aber auch, vielleicht sogar zuallererst, das Bedürfnis zu schlafen und zu ruhen. Die (traditionelle) Annahme, dass ein Traum hierfür möglichst schützend mit sich herumwerkelt, scheint mir wegen der oft ja fehlenden Traumerinnerung, oder auch der hinzugeträumten Einwände gegen das Klarträumen, immer noch plausibel. Ich kann mich also freuen, wenn mir ein guter Balanceakt gelingt, erwarte aber am besten nicht zu viel, weil hier auch etwas Vorrang hat vor meinen wachbewussten Wünschen.


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - xMANIACx - 10.10.2026

Was die Klarheit betrifft:
Es heißt ja immer, in stressigen Zeiten ist es schwieriger. Aber wieso eigentlich? Vielleicht weil der Kopf dann meist voller Gedanken ist, die „laut“ sind. Die nicht in Ruhe gedacht werden, sondern auf einen einprasseln.
Man könnte sagen, es herrscht ein Grundrauschen.
Und Gedanken in Verdichtung sind Träume, würde ich mal so platt sagen. Tagsüber Tagträume, nachts „Träumeträume“. wink
Wieso haben Menschen mit viel Meditationserfahrung (die, die oft und vor allem lange meditieren) (angeblich) regelmäßiger und häufiger Klarträume?
Weil -vielleicht, so meine Vermutung- häufig lange Gedankenpausen vorherrschen und sich sowas wie eine Grundklarheit einstellt, die irgendwann in den Tag und auch in die Nacht strahlt.

Ich sehe das nämlich auch so, dass in KTs immer schon eine Klarheit vorhanden ist, die dann nur noch durch -was weiß ich- aktiviert wird.


RE: Wie wichtig ist mir das Klarträumen? - MoonwalkingHippo - 10.10.2026

Die Erkenntnis der Klarheit kommt zuerst und wird durch RCs dann "nur" noch bestätigt.
Und in ruhigen Momenten reflektiert man eher seinen Zustand, als in hektischen Momenten - da funktioniert man eher (halb-)automatisch anhand bewährter und erprobter Handlungen und Muster.